{"id":116245,"date":"2026-04-27T12:37:04","date_gmt":"2026-04-27T16:37:04","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=116245"},"modified":"2026-05-01T08:16:45","modified_gmt":"2026-05-01T12:16:45","slug":"die-dinge-sehen-wie-sie-wirklich-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/04\/27\/die-dinge-sehen-wie-sie-wirklich-sind\/","title":{"rendered":"\u201eDie Dinge sehen, wie sie wirklich sind\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Bericht vom 151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Internationale Friedenskoalition (IPC) begann ihre 151. w\u00f6chentliche Onlinesitzung am 24. April mit einem Lage\u00fcberblick der Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, <strong>Helga Zepp-LaRouche.<\/strong> Sie wies darauf hin, da\u00df die chinesische Regierung ihre B\u00fcrger aufgefordert hat, den Iran zu verlassen, was bedeuten k\u00f6nnte, da\u00df sie \u00fcber Informationen \u00fcber eine bevorstehende Wiederaufnahme des Krieges mit den USA und Israel verf\u00fcgt. Die seit zwei Monaten andauernde Blockade der Stra\u00dfe von Hormus, die dieser Angriffskrieg gegen den Iran ausl\u00f6ste, habe die Welt in die akute Gefahr gebracht, in eine wirtschaftliche Depression mit ungeheuren sozialen Folgen zu st\u00fcrzen. Es gebe bereits gravierende \u00d6lengp\u00e4sse, die Energiepreise steigen, und D\u00fcngemittelknappheit gef\u00e4hrdet die Nahrungsmittelversorgung der Welt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Mobilize Forces to Intervene in a &#039;Break-Out of Reason&#039;\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/eHH_Os34urI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte, wir br\u00e4uchten dringend eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Interessen aller L\u00e4nder ber\u00fccksichtigt. In der Vergangenheit h\u00e4tten viele diese Idee abgelehnt, aber nun, da die Welt zusammenbricht, sto\u00dfe sie zunehmend auf Resonanz, viele Menschen fragen sich, wie man die internationalen Beziehungen zwischen den Nationen auf der Grundlage dauerhafter Prinzipien wiederherstellen kann. Die einzige Institution, die au\u00dfer dem Schiller-Institut und der IPC eine solche prinzipienorientierte R\u00fcckkehr zum V\u00f6lkerrecht fordert, sei die chinesische Regierung mit ihren vier globalen Initiativen &#8211; insbesondere der Initiative zur Globalen Governance als Rahmen daf\u00fcr, wie internationale Beziehungen auf der Grundlage der UN-Charta und der F\u00fcnf Prinzipien der friedlichen Koexistenz neu geordnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche fuhr fort, zu den Opfern des Zusammenbruchs der gegenw\u00e4rtigen Weltordnung geh\u00f6rten die Golfstaaten, die sich f\u00fcr ihre Sicherheit auf amerikanische St\u00fctzpunkte verlie\u00dfen. Doch nun habe sich herausgestellt, da\u00df die Vereinigten Staaten nur Israel sch\u00fctzen, und diese L\u00e4nder seien in einer sehr schwierigen Lage, weil sie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges zu sp\u00fcren bekommen. Es bestehe dringender Diskussionsbedarf: Was tun wir mit dieser Region S\u00fcdwestasiens, wenn der Krieg endet? Dazu habe das Schiller-Institut einen erweiterten Oasenplan f\u00fcr die Region vorgelegt: die nukleare Entsalzung von Meerwasser f\u00fcr gro\u00dfe Mengen Frischwasser, das \u00fcber Kan\u00e4le herangef\u00fchrt wird; Aufbau von Korridoren f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Persischen Golf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reise von Papst Leo XIV. nach Afrika sei eine sehr bedeutende Entwicklung gewesen. In Amerika nehme die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Pr\u00e4sident Trump rapide ab, selbst unter seiner MAGA-Anh\u00e4ngerschaft. Der US-Kongre\u00df habe jetzt die dringende Verantwortung, sein Recht, \u00fcber Krieg und Frieden zu entscheiden, zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mar\u00eda de los \u00c1ngeles Huerta del R\u00edo<\/strong>, ehemalige Kongre\u00dfabgeordnete aus Mexiko, warnte, die wichtigsten Kriege des 21. Jahrhunderts w\u00fcrden nicht mit Drohnen und Raketen, sondern mit Algorithmen gef\u00fchrt, das Schlachtfeld sei der menschliche Geist. Das sei die \u201ehybride Kriegsf\u00fchrung\u201c. Ultrakonservative Denkfabriken wie das Atlas Network st\u00fcnden dabei in Verbindung mit den Tech-Giganten des Silicon Valley und einer Vielzahl von Propaganda-Influencern. Lateinamerika sei zu einem Testfeld f\u00fcr diese Techniken geworden. Stattdessen m\u00fcsse man die Region zu einer Zone \u201ekognitiven Friedens\u201c machen. Die Staaten der Region sollten die Rolle der nationalen Medien im Kampf gegen Propaganda wieder st\u00e4rken und sich daf\u00fcr zu einer S\u00fcd-S\u00fcd-Allianz zusammenschlie\u00dfen, um der Macht der globalen Mediengiganten die Stirn zu bieten &#8211; eine \u201eAllianz f\u00fcr kognitive Souver\u00e4nit\u00e4t und digitale Gerechtigkeit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dennis Fritz<\/strong>, Chief Master Sergeant a. D. der US-Luftwaffe und derzeit Senior Fellow beim Eisenhower Media Network, sprach als Milit\u00e4rangeh\u00f6riger, der Einblick in die inneren Abl\u00e4ufe des Pentagons hatte. Er warne schon seit Jahrzehnten vor einem Irankrieg. \u201eWoher wu\u00dfte ich, da\u00df er kommen w\u00fcrde? Ich habe den Plan gesehen\u201c &#8211; dieser reiche bis ins Jahr 1992 zur\u00fcck. Der pensionierte US-Viersternegeneral Wesley Clark habe enth\u00fcllt, da\u00df ihm ein General im Pentagon nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September 2001 den Plan mitteilte, da\u00df die USA innerhalb von f\u00fcnf Jahren sieben L\u00e4nder ausschalten sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Amerika sei die Ursache f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Probleme auf der Welt, sagte Fritz. \u201eWir behaupten, f\u00fcr Demokratie und Freiheit einzutreten, aber wir zerst\u00f6ren diese Dinge weltweit. Wir haben in der Ukraine einen Krieg begonnen, auf Kosten der Ukraine, um Ru\u00dfland zu schw\u00e4chen.\u201c Nun sei die ganze Welt Geisel einer wirtschaftlichen Katastrophe, wegen eines Krieges, den die USA im Iran begonnen haben. Die USA f\u00fchrten eine Blockade gegen Kuba, die Frauen und Kinder aushungert. Die riesigen Summen, die Amerika f\u00fcr Kriege ausgibt, k\u00f6nnten der zivilen Wirtschaft enormen Nutzen bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche antwortete, jetzt m\u00fcsse die Vorstellung, da\u00df Milliard\u00e4re durch Kriegsgewinne Billion\u00e4re werden, Thema einer \u00f6ffentlichen Debatte werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die unabh\u00e4ngige US-Pr\u00e4sidentschaftskandidatin <strong>Diane Sare<\/strong> sagte, sie k\u00e4mpfe daf\u00fcr, da\u00df der US-Kongre\u00df die Verantwortung f\u00fcr die Kriegserkl\u00e4rung \u00fcbernimmt, wie es die Verfassung vorschreibt. Stattdessen sehe man nur parteipolitische Positionsk\u00e4mpfe. Die Demokraten hofften, da\u00df der Krieg weitergeht, damit Trump und die Republikaner am Wahltag die Quittung erhalten. Sare und der Kongre\u00dfkandidat Jose Vega, der sich f\u00fcr die Vorwahl der Demokraten qualifiziert hat und nun auch als Unabh\u00e4ngiger in der Bronx in New York antreten will, schmieden eine Koalition unabh\u00e4ngiger Kandidaten in den gesamten Vereinigten Staaten. In Bezug auf die Wirtschaft betonte sie: \u201eWir m\u00fcssen die Dinge sehen, wie sie wirklich sind.\u201c Fr\u00fcher habe man den Zusammenhang zwischen der Instandhaltung unserer Infrastruktur und der Deckung der Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung noch verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mike Callicrate<\/strong>, Rinderz\u00fcchter aus Kansas und Gr\u00fcnder von Ranch Foods Direct, warnte, die USA k\u00f6nnten sich heute nicht selbst ern\u00e4hren, sie h\u00e4tten mehr als die H\u00e4lfte der Viehz\u00fcchter verloren und importieren Lebensmittel aus armen L\u00e4ndern. \u201eDie globale Ern\u00e4hrungspolitik sollte Menschen sch\u00fctzen, nicht R\u00e4uber.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jack Gilroy<\/strong> von Veterans for Peace und Pax Christi berichtete von einem Besuch in Washington, wo 150 Personen aus f\u00fcnf oder sechs Veteranenorganisationen mit roten Tulpen f\u00fcr die im Iran get\u00f6teten Menschen in die Rotunde des Kapitols gingen. 70 US-Veteranen wurden festgenommen, w\u00e4hrend sie in Paradehaltung standen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Larry Johnson<\/strong> ist ein ehemaliger CIA-Analyst und war von 1989-93 Vizedirektor des B\u00fcros f\u00fcr Terrorismusbek\u00e4mpfung im US-Au\u00dfenministerium. Er sagte, Donald Trump habe Wahnvorstellungen \u00fcber seinen Erfolg und zeige mangelnde emotionale Kontrolle. Dies zeige sich besonders deutlich an Trumps Attacken auf ehemalige Unterst\u00fctzer wie den konservativen Kommentator Tucker Carlson und die ehemalige republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, die zu Kritikern wurden. Ein solches gereizte Beschimpfen w\u00fcrde man von einem Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen erwarten. Bei der j\u00fcngsten Krisensitzung zum Iran habe Trump laut mehreren Quellen offen den Einsatz einer Atomwaffe ins Gespr\u00e4ch gebracht. Sp\u00e4ter habe er in \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rungen den Einsatz von Atomwaffen ausgeschlossen, und man m\u00fcsse hoffen, da\u00df er sich daran erinnert. Trump habe gesagt, er warte auf einen konkreten Vorschlag aus dem Iran, obwohl der iranische Zehn-Punkte-Plan schon vor zehn Tagen \u00fcbermittelt wurde. Die USA verf\u00fcgten trotz gegenteiliger Behauptungen nicht \u00fcber gen\u00fcgend Schiffe f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Blockade der Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n\n\n\n<p>Weder die Iraner noch die Amerikaner k\u00f6nnten die weltweiten Folgen einer Sperrung der Meerenge einsch\u00e4tzen. Diese Folgen zeichneten sich nun ab. Insbesondere werde die Unterbrechung der Lieferungen von Harnstoff f\u00fcr D\u00fcngemittel die weltweite Nahrungsmittelproduktion verheerend beeintr\u00e4chtigen. Die Verantwortlichen in der US-Regierung, die diese enorme Krise vorhersehen und bew\u00e4ltigen sollten, seien ahnungslos.<\/p>\n\n\n\n<p>Sare erinnerte daran, da\u00df Pr\u00e4sident Joe Biden senil schon war, aber alle so taten, als sei er gesund, w\u00e4hrend er eine Politik des Krieges und V\u00f6lkermords betrieb. Nun setze Trump Bidens Politik fort, und auch Trump verliere den Verstand, w\u00e4hrend Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens so tun, als sei sein Verhalten normal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Rush<\/strong> von der LaRouche-Organisation berichtete \u00fcber die Aktivit\u00e4ten von B\u00fcrgerdelegationen, die am 22. April den Kongre\u00df besuchten und rund 40 B\u00fcros f\u00fchrender Abgeordneter aufsuchten, um Briefe pers\u00f6nlich zu \u00fcbergeben &#8211; sowohl von ihren W\u00e4hlern als auch von ausl\u00e4ndischen Vertretern, die betonen, es sei \u201eeine Frage des kulturellen Erbes der Welt ist, da\u00df die Gr\u00fcndungsprinzipien der Vereinigten Staaten wiederbelebt werden m\u00fcssen\u201c. Co-Moderator <strong>Dennis Small <\/strong>las aus einer Auswahl dieser internationalen Briefe vor, darunter einen von einer 90-j\u00e4hrigen Nonne aus Barcelona. Zepp-LaRouche sandte dieser Nonne besondere Gr\u00fc\u00dfe und verwies auf die vorbildliche Rolle Spaniens in der aktuellen strategischen Lage. Sie hoffe, da\u00df die Spanier die Idee unterst\u00fctzen, da\u00df ihr Land aus der NATO ausgeschlossen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Callicrate betonte, wie wichtig es sei, die Beziehung zwischen Landwirten und Viehz\u00fcchtern und ihren Gemeinden vor Ort wiederherzustellen. Globale Agrarkonzerne h\u00e4tten die Nahrungsmittelproduktion stranguliert und Nahrungsmittelknappheit verursacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Teilnehmerin fragte, ob es denkbar w\u00e4re, da\u00df der Iran die Stra\u00dfe von Hormus als Geste des guten Willens wieder \u00f6ffnet, in der Erwartung von Fairne\u00df? Zepp-LaRouche antwortete, man m\u00fcsse sich in die Lage der iranischen Staatsf\u00fchrung versetzen, die keinerlei Grund hat, den Vereinigten Staaten oder Israel zu vertrauen, und die f\u00fcr die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer B\u00fcrger sorgen mu\u00df. Small erinnerte daran, da\u00df es tats\u00e4chlich die Vereinigten Staaten seien, die derzeit die Meerenge blockieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein spanischer Teilnehmer betonte die Ungerechtigkeit der US-Blockade gegen Kuba, eine Nation, die oft Solidarit\u00e4t mit anderen Entwicklungsl\u00e4ndern gezeigt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schlu\u00df erkl\u00e4rte Zepp-LaRouche, es sei dringender denn je, die internationale Friedensbewegung zu vereinen. Der Vortrag von Mar\u00eda de los \u00c1ngeles Huerta del R\u00edo sei besonders wichtig, weil sich die \u201eKontrolle \u00fcber die Narrative\u201c als zentral im Kampf f\u00fcr den Frieden herausgestellt habe.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition. 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