{"id":116104,"date":"2026-04-20T13:57:31","date_gmt":"2026-04-20T17:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=116104"},"modified":"2026-05-28T12:18:40","modified_gmt":"2026-05-28T16:18:40","slug":"das-ende-der-500jaehrigen-kolonialepoche-fuer-einen-dialog-der-zivilisationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/04\/20\/das-ende-der-500jaehrigen-kolonialepoche-fuer-einen-dialog-der-zivilisationen\/","title":{"rendered":"Das Ende der 500j\u00e4hrigen Kolonialepoche &#8211; f\u00fcr einen Dialog der Zivilisationen"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>Einladung zur Internationalen Konferenz des Schiller Instituts, 30.\/31. Mai, Berlin<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Ende der 500j\u00e4hrigen Kolonialepoche &#8211; f\u00fcr einen Dialog der Zivilisationen<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die dringende Notwendigkeit einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur<\/h2>\n\n\n\n<p><br><br>Als mit der Aufl\u00f6sung der Sowjetunion 1991 der Kalte Krieg endete, erkl\u00e4rte der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama dies zum \u201eEnde der Geschichte\u201c. Diese Aussage sollte sich als die vielleicht kurzlebigste und falscheste Prognose der Geschichte herausstellen. Nur 35 Jahre nach dieser These befindet sich die Welt in einem beispiellosen tektonischen Umbruch: Nicht nur haben die Nationen des Globalen S\u00fcdens das Diktat einer unipolaren Weltordnung auf der Basis der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung zur\u00fcckgewiesen, auch die transatlantische Beziehung selbst befindet sich sp\u00e4testens seit dem Anspruch Trumps auf Gr\u00f6nland in Aufl\u00f6sung. Das V\u00f6lkerrecht ist aufgehoben, es gilt die Machtpolitik, Drohungen, \u201eeine ganze Zivilisation auszuschalten\u201c, bleiben unter den westlichen Regierungen unwidersprochen, und es ist ein Verlust an Menschlichkeit zu verzeichnen, der die Grundpfeiler der internationalen Ordnung untergraben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig sind die Nationen des Globalen S\u00fcdens entschlossen, die Periode von 500 Jahren Kolonialzeit endg\u00fcltig zu \u00fcberwinden und ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung zu verwirklichen, eine Perspektive, die ihnen Chinas Aufstieg und seine Globalen Initiativen der Zusammenarbeit erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die imperialen Kr\u00e4fte der alten Ordnung sehen in eben diesem Aufstieg die gr\u00f6\u00dfte geopolitische Bedrohung &#8211; eine Dynamik, die letztlich allen derzeit aufgeflammten Konflikten zu Grunde liegt. Dies gilt auch f\u00fcr den illegalen Angriffskrieg gegen den Iran, dessen Fortsetzung sogar zum Einsatz von Nuklearwaffen und zur Eskalation zu einem Weltkrieg f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Umso dringender ist es, eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, die in der Tradition des Westf\u00e4lischen Friedens die Interessen aller Staaten auf dieser Erde ber\u00fccksichtigen muss. Wir m\u00fcssen in der Lage sein, die existenzielle Frage f\u00fcr die Menschheit zu beantworten: K\u00f6nnen wir uns eine internationale Ordnung geben, die unser langfristiges \u00dcberleben als einzige bisher bekannte mit kreativer Vernunft ausgestattete Gattung garantiert? Oder sind wir moralisch nicht in der Lage, die Mechanismen zu beseitigen, die kurzfristig zur Ausl\u00f6schung der Menschheit f\u00fchren k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konferenz in Berlin soll diese Frage mit dem gleichen Optimismus angehen, den Papst Leo XIV. bei seiner j\u00fcngsten Reise nach Afrika demonstriert hat. Die Nationen des Globalen S\u00fcdens m\u00fcssen bei der Neugestaltung der Weltordnung eine gleichberechtigte Stimme haben. Afrika ist der Kontinent mit der positivsten demografischen Kurve und wird bis 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Also brauchen eine Milliarde mehr Menschen in Afrika eine Milliarde neue produktiver Arbeitspl\u00e4tze in den n\u00e4chsten 25 Jahren! Wenn die europ\u00e4ischen Staaten mit den BRICS dabei konstruktiv zusammenarbeiten, wird es nicht nur m\u00f6glich sein, Armut und Unterentwicklung im Globalen S\u00fcden ein f\u00fcr alle Mal zu \u00fcberwinden, sondern auch alle Staaten an den Errungenschaften der neuen Industriellen Revolution teilhaben zu lassen. Neue Revolutionen in Wissenschaft und Technologie werden es den Menschen erm\u00f6glichen, die in ihnen angelegten Potentiale vollst\u00e4ndig zu entwickeln, so wie es bisher in der Geschichte nur wenigen Privilegierten gestattet war.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob es uns bewusst ist oder nicht: Wir sitzen als Menschheit alle in einem Boot. Die Existenz von thermonuklearen Waffen, Internet, Pandemien etc. bedeutet, dass unser Schicksal engstens verkn\u00fcpft ist: Entweder gehen wir zusammen unter, oder wir schaffen gemeinsam ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, das vom Prinzip der <em>Coincidentia Oppositorum<\/em> (dem Zusammenfall der Gegens\u00e4tze) des Nikolaus von Kues gepr\u00e4gt ist und das die Idee der <em>einen Menschheit <\/em>postuliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir den Reichtum der verschiedenen Kulturen und Zivilisationen bewusst machen und in einem vielf\u00e4ltigen Dialog zwischen ihnen die sch\u00f6nsten Perlen all dessen beleuchten, was die Menschheit bisher in ihrer Universalgeschichte in Kunst und Wissenschaft, in Musik, Dichtung, Malerei und Philosophie hervorgebracht hat. Wir brauchen eine neue Renaissance, die aus dem Dialog des Besten aller Kulturen und Zivilisationen hervorgeht, und genauso wie z.B. die Goldene Renaissance in Italien die Schrecken des 14. Jahrhundert \u00fcberwunden hat, k\u00f6nnen wir so eine neue \u00c4ra der Menschheit einl\u00e4uten, in der die Kinderkrankheiten der Menschheit, wie Oligarchismus und Kriege als Mittel der Konfliktl\u00f6sung, \u00fcberwunden werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstag, 30.5.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>10 Uhr:<\/strong> Die dringende Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>19 Uhr<\/strong>: Konzert: Dialog der Zivilisationen&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonntag, 31.5.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>10 Uhr:<\/strong> Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-0589a983c2c31021850f0d8c8b675da6\"><strong>Die Konferenz findet im Gro\u00dfraum Berlin statt, eine Anmeldung ist erforderlich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-9f7d9d5e2a9fc033d40756c80be4bf85\"><br>Die Registratur wurde geschlossen, wenn Sie spontan teilnehmen wollen, rufen Sie bitte Frau Wolff unter 0152 &#8211; 0244 2989 an. <\/h1>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-218938f6ca68665fef919a357733ae9c\"><br><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einladung zur Internationalen Konferenz des Schiller Instituts, 30.\/31. 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