{"id":114206,"date":"2026-01-17T10:50:18","date_gmt":"2026-01-17T15:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=114206"},"modified":"2026-01-17T10:50:22","modified_gmt":"2026-01-17T15:50:22","slug":"buerger-der-welt-vereinigt-euch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/01\/17\/buerger-der-welt-vereinigt-euch\/","title":{"rendered":"B\u00fcrger der Welt, vereinigt euch!"},"content":{"rendered":"\n<p>Die 137. Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 16. Januar war ein Aufruf zum Handeln, Teilnehmer des historischen Dringlichkeitsforums am 12. Januar<sup>1<\/sup> f\u00fchrten einen intensiven Dialog \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Moral Courage To Be Sovereign and Good\u2014 IPC Meeting #137\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/8GAdJobNlvQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Treffen begann mit einem aktuellen \u00dcberblick der Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>, die beklagte, da\u00df in der gegenw\u00e4rtigen Weltlage \u201eMacht vor Recht geht und das V\u00f6lkerrecht begraben ist\u201c. Gl\u00fccklicherweise habe die Regierung im Iran offenbar die unmittelbare Gefahr entsch\u00e4rfen k\u00f6nnen. Der ehemalige CIA-Chef Mike Pompeo und die <em>Jerusalem Post<\/em> h\u00e4tten offen die Beteiligung von CIA und Mossad an den Demonstrationen gegen Irans Regierung zugegeben, aber mehrere L\u00e4nder der Region h\u00e4tten interveniert und die USA gedr\u00e4ngt, nicht milit\u00e4risch anzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lage in Europa sei sehr angespannt, seit Trump erkl\u00e4rt hat, da\u00df er Gr\u00f6nland besitzen will. Europ\u00e4ische Regierungen und Politiker warnten, eine US-Milit\u00e4roperation in Gr\u00f6nland w\u00fcrde das Ende der NATO bedeuten. Der deutsche Bundesgerichtshof habe, ohne Namen zu nennen, entschieden, da\u00df die Sabotage der Nord-Stream-Pipeline von einem ausl\u00e4ndischen Staat und Geheimdienst durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte die Bedeutung des Forums vom 12. Januar \u201eEs ist schlimmer als Sie denken: die Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela und wie man die Welt vor dem Abgrund retten kann\u201c. Inzwischen gebe es den Entwurf einer \u201eErkl\u00e4rung vom 12. Januar\u201d, der von den Teilnehmern des Forums gepr\u00fcft wird und in K\u00fcrze in Umlauf gebracht werden soll. \u201eWir m\u00fcssen von den Regierungen eine sofortige R\u00fcckkehr zum V\u00f6lkerrecht fordern und eine internationale zivilgesellschaftliche Organisation aufbauen, die eingreifen kann, wenn Regierungen versagen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frieden und Entwicklung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Donald Ramotar<\/strong>, ehemaliger Pr\u00e4sident von Guyana (2011-15), einer der Teilnehmer des Dringlichkeitsforums, \u00e4u\u00dferte sich zu dem Entwurf der Erkl\u00e4rung. Seiner Ansicht nach seien die wirtschaftlichen Vorschl\u00e4ge zwar wichtig, aber der Schwerpunkt m\u00fcsse auf Frieden und der Abwendung der Gefahr eines Atomkrieges liegen. Zepp-LaRouche antwortete, das Schiller-Institut sei durch jahrzehntelange Aktivit\u00e4ten zu der \u00dcberzeugung gelangt, da\u00df man nur erfolgreich gegen Krieg mobilisieren kann, wenn man eine Alternative in Form wirtschaftlicher Entwicklung anbietet. US-Pr\u00e4sident Franklin Delano Roosevelt habe das Bretton-Woods-System als Motor f\u00fcr Entwicklung gedacht, um einen neuen Weltkrieg zu verhindern, aber nach seinem Tod seien diese Institutionen unterwandert worden. Ihr verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche habe wichtige wirtschaftliche Vorschl\u00e4ge verfa\u00dft, die den Geist der antikolonialen Bandung-Konferenz erg\u00e4nzen sollten. Ramotar antwortete, er bestreite nicht, da\u00df Frieden und Entwicklung Hand in Hand gehen, sein Kommentar sei eher taktischer Natur: Wir m\u00fcssen die Menschen weltweit \u00fcber das gesamte Spektrum dieser Ideen aufkl\u00e4ren, aber wenn man sich an Regierungen wende, sei ein engerer Fokus manchmal effektiver.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Aufruf zum Organisieren<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mar\u00eda de los Angeles Huerta<\/strong>, ehemalige Kongre\u00dfabgeordnete aus Mexiko, hatte ebenfalls an dem EIR-Forum teilgenommen. Sie sagte, die R\u00fcckkehr zur Kanonenboot-Diplomatie signalisiere den Zusammenbruch des alten Paradigmas und ebenso das Potential f\u00fcr ein neues Paradigma, das von Souver\u00e4nit\u00e4t und Interdependenz gepr\u00e4gt sein m\u00fcsse. Der Vorschlag des Schiller-Instituts f\u00fcr die Weltlandbr\u00fccke<sup>2<\/sup> sei ein Beispiel daf\u00fcr, was getan werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Huerta sagte, wir sollten uns nicht nur darauf konzentrieren, was Staaten tun k\u00f6nnen, sondern auch darauf, was Menschen \u00fcberall tun k\u00f6nnen, die sich international organisieren. Dazu sollte man Komitees einrichten, die die Medienkontrolle durchbrechen und Pl\u00e4ne wie die des Schiller-Instituts f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Diese Komitees k\u00f6nnten als Kritiker und Whistleblower fungieren und eine alternative Darstellung schaffen, so da\u00df wir von Zuschauern des Zusammenbruchs zu Erbauern der neuen Ordnung werden. Huerta schlug die Produktion eines Gr\u00fcndungsvideos und einer Internetseite mit einer interaktiven Karte der Komitees vor, die die Erkl\u00e4rung vom 12. Januar verabschieden und f\u00f6rdern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Beatriz Bissio<\/strong>, au\u00dferordentliche Professorin am Institut f\u00fcr Politikwissenschaft und im Postgraduiertenprogramm f\u00fcr Vergleichende Geschichte an der Bundesuniversit\u00e4t von Rio de Janeiro (UFRJ) in Brasilien, sagte: \u201eWir leben in einem Moment der Geschichte, in dem wir sp\u00fcren k\u00f6nnen, da\u00df gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen im Gange sind.\u201c Alle w\u00fc\u00dften, da\u00df die USA eine Hegemonialmacht im Niedergang sind, die sich aus wichtigen R\u00fcstungskontrollabkommen zur\u00fcckzieht und damit deutlich macht, da\u00df sie bereit ist, ihre Ansichten mit Gewalt durchzusetzen. Sie stimmte Ramotar zu, es sei ein \u201emafia\u00e4hnlicher Staat\u201c. Weil man sich nicht auf das Verhalten der Regierungen verlassen kann, m\u00fc\u00dften wir die Zivilgesellschaft organisieren, so wie es Huerta vorschl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Venezuela sagte Bissio, die amtierende Pr\u00e4sidentin Delcy Rodriguez reagiere intelligent &#8211; im Rahmen des M\u00f6glichen, wenn man sich einer Hegemonialmacht gegen\u00fcber sieht. Die Trump-Regierung wolle China aus der gesamten westlichen Hemisph\u00e4re vertreiben, aber fast alle L\u00e4nder Lateinamerikas h\u00e4tten \u00e4u\u00dferst wichtige Beziehungen zu China, im Handel wie auch beim Bau von Infrastruktur. Es sei nichts Neues, wenn die Trump-Regierung rote Linien \u00fcberschreitet, sondern die Fortsetzung einer langfristigen Politik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die politische Linke habe nicht mehr so viel Einflu\u00df wie zur Bl\u00fctezeit der Befreiungsbewegungen; der Sozialismus m\u00fcsse seine Attraktivit\u00e4t als Alternative zum Kapitalismus neu gewinnen. Die Ideen der IPC k\u00f6nnten dazu beitragen, die Fragmentierung progressiver Bewegungen zu \u00fcberwinden. Bissio arbeitet mit verschiedenen links-progressiven Koalitionen zusammen, darunter die Organisation \u201eBandung Spirit\u201c, die sich f\u00fcr die Ideen Sukarnos einsetzt, u.a. auch seine Forderung nach einer Reform der Vereinten Nationen. Bissio schlug vor, den Sitz der UNO in ein Land zu verlegen, das \u201enicht vom Kalten Krieg kontaminiert ist\u201c, vielleicht in Afrika.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Moderatorin <strong>Anastasia Battle<\/strong> unterst\u00fctzte ihre Ideen und schlug vor, da\u00df die IPC eine Zusammenarbeit mit den von ihr vertretenen Organisationen aufnimmt und weitere Organisationen sucht, mit denen man kooperieren kann. Bissio begr\u00fc\u00dfte die \u201egl\u00fcckliche \u00dcbereinstimmung\u201c zwischen den Zielen ihrer Organisationen und denen der IPC. Wir sollten zusammenarbeiten, um den Anforderungen dieses historischen Moments gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zum Thema Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Der Co-Moderator <strong>Dennis Small<\/strong> schaltete sich ein und sagte: \u201eDie Frage der Wirtschaft wird f\u00fcr uns von der Realit\u00e4t selbst entschieden&#8230; Eine der verheerendsten Waffen, die bereits eingesetzt wird, ist der Finanzkrieg.\u201d Die Sanktionen gegen den Iran und gegen Venezuela h\u00e4tten ein Umfeld der Instabilit\u00e4t in diesen L\u00e4ndern geschaffen. In Argentinien sei Milei nur wegen des totalen Finanzkriegs des IWF und anderer Stellen Pr\u00e4sident geworden, faktisch sei es ein Staatsstreich gewesen. F\u00fcr den brasilianischen Pr\u00e4sidenten Lula sei das gr\u00f6\u00dfte Problem die brasilianische Zentralbank, die von der Wall Street und der Londoner City gelenkt wird, sehr hohe Zinsen verlangt und keine Kredite f\u00fcr Entwicklungsprojekte vergibt. Brasilien sei das wichtigste Angriffsziel der Oligarchen in der Region.<\/p>\n\n\n\n<p>Bissio stimmte voll und ganz zu, insbesondere in Bezug auf die Frage der brasilianischen Zentralbank. Eine der Methoden der Imperialisten bestehe darin, da\u00df die Medien systematisch Lulas Initiativen angreifen und dabei angebliche \u201eWirtschaftsexperten\u201c vorschicken, um nicht als Agenten der Oligarchie entlarvt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teilnehmer hatte einen humorvollen Vorschlag: einen Roman, in dem die USA von einem Verr\u00fcckten, Gro\u00dfbritannien von einem Zombie und Deutschland von einem Werwolf regiert werden, der sich bei Vollmond verwandelt. Das k\u00f6nne ein Bestseller werden. IPC-Vertreter hielten das f\u00fcr eine sehr gute Idee, die man einigen Autoren zur Pr\u00fcfung vorlegen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein regelm\u00e4\u00dfiger Teilnehmer schickte eine Frage dazu, ob Peru wegen der Bedeutung seines Hafens Chancay f\u00fcr den Handel mit China angegriffen werden k\u00f6nnte. Bissio merkte dazu an, das \u00fcberraschende Veto Brasiliens gegen einen Beitritt Venezuelas zu den BRICS sei als Folge der innenpolitischen Konflikte in Brasilien zu verstehen. Dieser Fehler sei teilweise durch eine Erkl\u00e4rung korrigiert worden, in der die Entf\u00fchrung Maduros verurteilt wird. Small sagte, die Taktik der Briten sei \u201eTeile und herrsche\u201c, wir m\u00fcssen mit Cusanus\u2018 \u201eZusammenfall der Gegens\u00e4tze\u201c antworten. Peru m\u00fcsse sich vor Sabotageakten in NordStream-Manier gegen den Hafen von Chancay in Acht nehmen. Brasilien und Peru m\u00fcssen zusammenarbeiten, auch wenn sie unterschiedliche politische Ideologien haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Huerta und Zepp-LaRouche forderten beide, umgehend eine neue Internetseite einzurichten und die vorgeschlagenen Komitees zu aktivieren. Ramotar stimmte zu und erg\u00e4nzte, wegen der strategischen Bedeutung der USA sollten wir dort den Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf von Diane Sare unterst\u00fctzen und f\u00f6rdern. Der Wahlsieg Mamdanis in New York zeige, was m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend beschlossen Zepp-LaRouche und die anderen IPC-Teilnehmer, einen Aufruf zur Meldung von Freiwilligen zu starten, verschiedene Aussch\u00fcsse zu gr\u00fcnden und eine zentrale Website f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten einzurichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen<\/p>\n\n\n\n<p><em>1. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/live\/nj1xmBNdrIs?si=SVuGEW7WBHxGt6qm\">https:\/\/www.youtube.com\/live\/nj1xmBNdrIs?si=SVuGEW7WBHxGt6qm<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>2. <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/our-campaign\/build-the-world-land-bridge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schillerinstitute.com\/our-campaign\/build-the-world-land-bridge\/<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Den ausf\u00fchrlichen deutschen Sonderbericht zur Weltlandbr\u00fccke k\u00f6nnen Sie hier erhalten: <em><a href=\"https:\/\/www.eir.de\/produkt\/die-neue-seidenstrasse-wird-zur-weltlandbruecke-pdf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.eir.de\/produkt\/die-neue-seidenstrasse-wird-zur-weltlandbruecke-pdf\/<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 137. 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