{"id":113847,"date":"2025-12-27T11:25:02","date_gmt":"2025-12-27T16:25:02","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=113847"},"modified":"2025-12-27T11:25:06","modified_gmt":"2025-12-27T16:25:06","slug":"den-gestreckten-arm-eines-despoten-beugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/12\/27\/den-gestreckten-arm-eines-despoten-beugen\/","title":{"rendered":"\u201eDen gestreckten Arm eines Despoten beugen\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bericht vom 134. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 134. w\u00f6chentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 26. Dezember wurde von der Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong> er\u00f6ffnet, die betonte, wir s\u00e4hen gegenw\u00e4rtig keine Kombination einzelner Krisen auf der Welt, sondern einen \u201eabsolut epochalen Wandel\u201c, weil die 500-j\u00e4hrige \u00c4ra des Kolonialismus nun zu Ende gehe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Reason, Immortality, and the Refusal to Be Small\u2014 IPC Meeting #134\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/zNtXD4-mLTo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Behauptung der Neokonservativen, die russische Invasion der Ukraine 2022 sei v\u00f6llig unprovoziert und ohne jede Vorgeschichte aus heiterem Himmel gekommen, sei unhaltbar geworden. Die k\u00fcrzlich freigegebenen Gespr\u00e4che zwischen den Pr\u00e4sidenten Putin und George W. Bush unterstrichen, da\u00df dieser Krieg vermeidbar gewesen w\u00e4re. Der Westen habe offensichtlich gewu\u00dft, da\u00df er mit der Stationierung atomwaffenf\u00e4higer Raketen nahe der russischen Grenzen eine rote Linie \u00fcberschritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorstellung, Aufr\u00fcstung sei eine L\u00f6sung f\u00fcr den wirtschaftlichen Zusammenbruch Europas, sei \u201evolkswirtschaftliche Dummheit\u201d. Die Meinungs- und Gedankenfreiheit in Europa werde angegriffen, wie man an den Sanktionen gegen den moderaten und angesehenen Analysten Jacques Baud sehe.<\/p>\n\n\n\n<p>In S\u00fcdwestasien gebe es in der israelischen Presse dringende Warnungen vor einem neuen Krieg, weil Ministerpr\u00e4sident Netanjahu sich bei seinem USA-Besuch am 29. Dezember gr\u00fcnes Licht f\u00fcr eine erneute Aggression erhoffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche schlo\u00df: \u201eWir m\u00fcssen die westlichen Regierungen davon \u00fcberzeugen, da\u00df sie ihre arrogante Vorstellung aufgeben\u201c, sie m\u00fc\u00dften die Welt beherrschen. Wir br\u00e4uchten Kooperation statt Konfrontation, und dabei werde 2026 ein \u201eJahr der Entscheidung\u201c sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rachel Clark<\/strong>, Dolmetscherin, Beraterin und internationale Koordinatorin zwischen Japan und den Vereinigten Staaten, ist seit langem Aktivistin bei den Veterans for Peace. Sie erinnerte daran, da\u00df der Krieg in der Ukraine sp\u00e4testens 2014 mit dem Angriff des Kiewer Regimes auf die Ostukraine begann, bei dem 14.000 Menschen starben.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund berichtete sie, die Remilitarisierung Japans entgegen der Nachkriegsverfassung des Landes sei auf Druck der USA w\u00e4hrend der Kriege in Korea und Vietnam erfolgt. Das US-Milit\u00e4r sei praktisch eine Besatzungsmacht. Artikel 9 der Verfassung, der Krieg und Anwendung von Gewalt zur Beilegung internationaler Streitigkeiten grunds\u00e4tzlich verbietet, sei gegen den Protest der Bev\u00f6lkerung au\u00dfer Kraft gesetzt worden. Der Gemeinsame Amerikanisch-Japanische Ausschu\u00df habe so viel Macht, da\u00df das gew\u00e4hlte Parlament, der Diet, nur Kabuki-Theater sei. In Japan, mit einer Landfl\u00e4che wie Kalifornien, h\u00e4tten die USA \u00fcber 350 Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte. Das Land k\u00f6nne wie die Ukraine als Schachfigur Opfer eines Stellvertreterkrieges werden. Japan sei heute ein \u201eParadefall der Operation Mockingbird\u201c, dem CIA-Projekt zur Platzierung von Propaganda in den Nachrichtenmedien. Die japanischen Konzernmedien berichten nicht \u00fcber die Provokationen der USA gegen China, sondern t\u00e4ten immer so, als w\u00e4ren Chinas Reaktionen unprovoziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wurde ein <a href=\"https:\/\/youtu.be\/40gKXu-rpm0\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/40gKXu-rpm0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Video<\/a> mit H\u00f6hepunkten der j\u00fcngsten Jugendkonferenz des Schiller-Instituts vorgef\u00fchrt. Beitr\u00e4ge darin kamen von Helga Zepp-LaRouche, der ehemaligen s\u00fcdafrikanischen Au\u00dfenministerin <strong>Naledi Pandor<\/strong>, S\u00fcdafrikas Botschafterin in Mexiko <strong>Beryl Sisulu<\/strong>, dem ehemaligen Stabschef der senegalesischen Luftwaffe <strong>Alain Charlemagne Pereira <\/strong>sowie jugendlichen Aktivisten aus zahlreichen L\u00e4ndern, u.a. in Afrika und S\u00fcdwestasien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Larry Johnson<\/strong>, ehemaliger CIA-Mitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), sagte voraus, es werde vorerst keine Einigung zur Ukraine geben, weil die Forderungen der Ukrainer und Europ\u00e4er im Widerspruch zu Ru\u00dflands Bedingungen f\u00fcr Friedensverhandlungen st\u00fcnden &#8211; n\u00e4mlich, da\u00df der Westen die ehemals ostukrainischen Gebiete als Teil der Russischen F\u00f6deration anerkennt und da\u00df keine NATO-Soldaten in der Ukraine stationiert werden. Die zu Anfang erkl\u00e4rten Ziele der russischen Sonderoperation &#8211; Entmilitarisierung und Entnazifizierung &#8211; seien nach wie vor g\u00fcltig und nicht verhandelbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ukraine-Krieg werde auf dem Schlachtfeld entschieden, und Europa sei jetzt \u201eirrelevant\u201c, betonte Johnson. Europa sei nicht mehr das Zentrum der Wissenschaft und der industriellen Produktion, es habe nichts zu bieten, was andere L\u00e4nder brauchen. Die Russen \u201esitzen mit einer gro\u00dfen T\u00fcte Popcorn auf dem Sofa und schauen zu, wie sich die USA und Europa streiten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf Venezuela erinnerte Johnson daran, da\u00df es dreimal so gro\u00df ist wie Vietnam; die USA h\u00e4tten nicht die n\u00f6tigen milit\u00e4rischen Kapazit\u00e4ten, um es zu erobern und zu beherrschen. \u201eEs ist mir schleierhaft, warum wir Venezuela als den sprichw\u00f6rtlichen H\u00fcgel ausgew\u00e4hlt haben, auf dem wir sterben wollen.\u201c Die USA k\u00f6nnten ihre Ziele nicht mit milit\u00e4rischer Gewalt erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dialog<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche dankte Clark und betonte, wir m\u00fc\u00dften erreichen, da\u00df jungen Menschen die wahre Geschichte des Zweiten Weltkriegs vermittelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Johnson erinnerte daran, da\u00df Japan und Deutschland, die heute wieder aufr\u00fcsten, die Achsenm\u00e4chte des Zweiten Weltkriegs waren. Unsere Regierungen stellten Ru\u00dfland und China als imperialistische Aggressoren dar, in Wirklichkeit habe der Westen selbst durch unz\u00e4hlige von ihm ausgel\u00f6ste Konflikte Blut an den H\u00e4nden. Pr\u00e4sident Trump prahle mit seinem neuen Plan f\u00fcr riesige Kriegsschiffe der \u201eTrump-Klasse\u201c, aber \u201eoffenbar hat er noch nichts von Hyperschallraketen geh\u00f6rt\u201c. Die US-Marine habe sich nicht einmal gegen die Huthis im Jemen behaupten k\u00f6nnen, wie solle sie dann China herausfordern?<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte, sie werde niemals akzeptieren, da\u00df Deutschland als Nation in die Geschichte eingeht, \u201edie gescheitert ist wie die Inkas oder Mayas\u201d. Johnson erg\u00e4nzte, er habe noch nie eine so gro\u00dfe Diskrepanz gesehen zwischen dem Willen der Bev\u00f6lkerung in Europa und den USA und dem, was ihre Regierungen tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Der New Yorker Kongre\u00dfkandidat Jos\u00e9 Vega zeigte das <a href=\"https:\/\/x.com\/JosBtrigga\/status\/2003563372596588914\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/x.com\/JosBtrigga\/status\/2003563372596588914\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Video<\/a> seiner j\u00fcngsten Intervention gegen seinen Gegner, den amtierenden Abgeordneten Ritchie Torres, das von rund zwei Millionen Menschen auf verschiedenen Plattformen angesehen wurde. \u201eDiese Leute sind keine Autorit\u00e4ten, sie sind Clowns, und so sollte man sie auch behandeln\u201c, sagte Vega dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Offene Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p><strong>John Steinbach<\/strong>, ein regelm\u00e4\u00dfiger Teilnehmer der IPC-Treffen, erinnerte an seine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit Rachel Clark und stellte fest, Japan habe einen der weltweit gr\u00f6\u00dften Plutoniumvorr\u00e4te und k\u00f6nne in relativ kurzer Zeit Atomwaffen bauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Clark schlug vor, da\u00df Hafenst\u00e4dte auf der ganzen Welt gemeinsam beschlie\u00dfen, Kriegsschiffe mit Atomwaffen aus ihren H\u00e4fen zu verbannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Online-Zuschauer fragte: \u201eWie kann man die Armut im Kapitalismus beenden?\u201c Zepp-LaRouche antwortete, weder in Europa noch in Amerika gebe es ein Programm zur Beseitigung der Armut, anders als in China mit seinem erfolgreichen Programm. China allein mache 60% der Armutsbek\u00e4mpfung weltweit aus. Der Co-Moderator <strong>Dennis Small<\/strong> erg\u00e4nzte sp\u00e4ter, es sei wichtig, zu definieren, was man unter \u201eKapitalismus\u201c versteht &#8211; ob sch\u00e4dliche Finanzspekulation oder vielmehr den Ansatz des Amerikanischen Systems von Alexander Hamilton, der Chinas heutigen Methoden sehr \u00e4hnlich sei?<\/p>\n\n\n\n<p>Clark forderte, Unternehmen, die vom Krieg profitieren, zu stigmatisieren und Konzerne wie Raytheon oder Lockheed Martin zu dr\u00e4ngen, auf zivile Produktion umzustellen. Ein Teil des riesigen Milit\u00e4rbudgets der USA sollte verwendet werden, um Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeit zu geben, die Welt au\u00dferhalb der USA zu besuchen, das sei eine unsch\u00e4tzbare Bildungserfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Clark sagte, dieses Treffen habe sie optimistisch gestimmt, und wir m\u00fc\u00dften die j\u00fcngeren Generationen inspirieren, den Kampf f\u00fcr den Frieden anzuf\u00fchren. Zepp-LaRouche erz\u00e4hlte, wie schockiert sie bei ihrem ersten Besuch in den USA dar\u00fcber war, wie Deutsche in Serien wie <em>Hogan&#8217;s Heroes <\/em>dargestellt wurden. Sie schlug ein gro\u00dfes Projekt f\u00fcr junge Menschen vor, bei dem sie selbst historische Archive besuchen, anstatt sich auf die Narrative der popul\u00e4ren Medien zu verlassen. Wir m\u00fc\u00dften den B\u00fcrgern deutlich machen, da\u00df sie selbst f\u00fcr die Ver\u00e4nderung der Politik ihrer L\u00e4nder verantwortlich sind. Wie Schiller in seiner <em>Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande <\/em>schrieb, k\u00f6nne \u201eein herzhafter Widerstand auch den gestreckten Arm eines Despoten beugen\u201c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p> <em>eir<\/em><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 134. 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