{"id":112576,"date":"2025-10-19T11:00:24","date_gmt":"2025-10-19T15:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=112576"},"modified":"2025-10-19T11:00:26","modified_gmt":"2025-10-19T15:00:26","slug":"dies-ist-ein-sehr-kostbarer-moment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/10\/19\/dies-ist-ein-sehr-kostbarer-moment\/","title":{"rendered":"\u201eDies ist ein sehr kostbarer Moment\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Bericht vom 124. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/p>\n\n\n\n<p><br>Die 124. w\u00f6chentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 17. Oktober<br>begann mit optimistischen Worten von Helga Zepp-LaRouche, der Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts<br>und IPC-Initiatorin: \u201eAlle vern\u00fcnftigen Menschen auf der Welt sollten sich \u00fcber das j\u00fcngste<br>Telefonat zwischen Pr\u00e4sident Trump und Pr\u00e4sident Putin freuen.\u201c Sie k\u00fcndigte an, da\u00df die beiden<br>Pr\u00e4sidenten sich bald in Budapest treffen wollen. Sie hatte noch keine Informationen \u00fcber Trumps<br>Treffen mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj am selben Tag, sagte jedoch, \u00fcber der<br>Lieferung von Tomahawk-Raketen an die Ukraine stehe nun ein \u201egro\u00dfes Fragezeichen\u201c. Sie<br>erw\u00e4hnte die Idee eines \u201ePutin-Trump-Tunnels\u201c zwischen Alaska und Sibirien. Eine multinationale<br>Erschlie\u00dfung Sibiriens w\u00e4re ein \u201eunglaublicher Schub f\u00fcr die Weltwirtschaft\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Change The Parameters toStart a New Paradigm \u2014 International Peace Coalition Meeting #124\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/XgeM0qsRDpM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Dies bringe die Idee auf den europ\u00e4ischen Kontinent zur\u00fcck, da\u00df \u201eDiplomatie der Weg zur L\u00f6sung<br>von Konflikten ist\u201c, so Zepp-LaRouche. Die Dynamik von Trumps Friedensplan f\u00fcr Gaza habe auf<br>die Situation in der Ukraine \u00fcbergegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Gestern erschien ein sehr wichtiges Interview von ihr mit dem Botschafter der Pal\u00e4stinensischen<br>Autonomiebeh\u00f6rde in D\u00e4nemark, Prof. Manuel Hassassian 1 , das die dringende Notwendigkeit des<br>Ansatzes \u201eFrieden durch Entwicklung\u201d unterstreicht. Im Mittelpunkt steht dabei der \u201eOasenplan\u201c,<br>den Lyndon LaRouche 1975 erstmals vorgeschlagen hat 2 .<\/p>\n\n\n\n<p><br>Fr\u00fche Pl\u00e4ne f\u00fcr Frieden durch Entwicklung<\/p>\n\n\n\n<p><br>Sp\u00e4ter berichtete Tim Rush vom Schiller-Institut \u00fcber eine Konferenz von Denkfabriken in<br>Washington, bei der er eine Verschiebung der Weltmeinung gegen Israels V\u00f6lkermord feststellte. Er<br>intervenierte dort aus dem Publikum und verwies auf den Oasenplan und auf die Konferenz<br>\u201eWasser f\u00fcr den Frieden\u201d der Eisenhower-Regierung 1967, um zu veranschaulichen, da\u00df diese<br>Ideen eine lange Geschichte haben. Er erw\u00e4hnte einen EIR-Artikel vom Juni 2024 \u201eAls \u201aWasser f\u00fcr<br>den Frieden\u2018 im Mittelpunkt der US-Politik stand: 1953-1968\u201c 3 . Co-Moderator Dennis Speed wies<br>auf eine \u00e4hnliche historische Parallele hin, eine handgezeichnete Karte, die k\u00fcrzlich vom russischen<br>Botschafter in den USA geteilt und von der Kongre\u00dfabgeordneten Anna Paulina Luna ver\u00f6ffentlicht<br>wurde. Sie zeigt eine \u201eKennedy-Chruschtschow-Weltfriedensbr\u00fccke\u201d \u00fcber die Beringstra\u00dfe, einen<br>Vorl\u00e4ufer von LaRouches Vorschlag des Beringstra\u00dfen-Tunnels in seinem Weltlandbr\u00fcckenplan.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Dialog zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern<\/p>\n\n\n\n<p><br>Ali Rastbeen, franz\u00f6sischer Staatsb\u00fcrger iranischer Herkunft und Direktor der Acad\u00e9mie<br>G\u00e9opolitique de Paris, sagte zum Gaza-Friedensplan, die regionalen Akteure m\u00fc\u00dften ein Gleichgewicht zwischen Israels Sicherheit und Gerechtigkeit f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser wahren. Er hob<br>besonders den Iran hervor: \u201eDer Iran hat geschwiegen, keine offizielle Erkl\u00e4rung\u2026 Das hat man<br>seit 1979 nicht mehr gesehen.\u201c Dies sei eine gro\u00dfe strategische Ver\u00e4nderung. \u201eDer Iran wurde an<br>den Rand gedr\u00e4ngt und projiziert seine Macht nicht mehr durch Stellvertreter\u2026, eine erzwungene<br>Neudefinition seiner Rolle\u2026 Sein Einflu\u00df hat abgenommen zugunsten der arabischen L\u00e4nder.\u201c<br>Rastbeen betonte, mit dem Ende der Stellvertreterkriege beginne eine neue \u00c4ra. Regionale Macht<br>im Nahen Osten werde nun an der F\u00e4higkeit gemessen, zu verhandeln, f\u00fcr Stabilit\u00e4t zu sorgen und<br>zu kooperieren.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Mossi Raz, ehemaliges Mitglied der Knesset und Direktor von Peace Now in Israel, konstatierte,<br>weder die Hamas noch Israel k\u00f6nnten ihre Probleme mit Gewalt l\u00f6sen, und der Druck der<br>internationalen Gemeinschaft habe das Abkommen erm\u00f6glicht. Dessen Erfolg sei aber durch<br>Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse auf beiden Seiten gef\u00e4hrdet: Die Pal\u00e4stinenser seien ver\u00e4rgert, da\u00df Israel<br>weiterhin Pal\u00e4stinenser t\u00f6tet, die Israelis seien ver\u00e4rgert, weil die Hamas nicht alle toten Geiseln<br>\u00fcbergab. Die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse weiter Druck auf beide Seiten aus\u00fcben, damit sie<br>sich an das Abkommen halten und der Krieg nicht wieder ausbricht.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Dann wurde ein Ausschnitt aus Zepp-LaRouches Videointerview mit Dr. Hassassian gezeigt, der<br>sagte, f\u00fcr einen Durchbruch in den Verhandlungen \u201el\u00e4\u00dft Pr\u00e4sident Trump gegen\u00fcber Israel seine<br>Muskeln spielen\u201c. Die Besatzung m\u00fcsse enden, ein unabh\u00e4ngiger pal\u00e4stinensischer Staat in den<br>Grenzen von 1967 sei f\u00fcr dauerhaften Frieden und Sicherheit notwendig. Zepp-LaRouche<br>antwortete, dies sei \u201eein sehr wertvoller Moment\u201c, um mit dem Oasenplan die gesamte Dynamik in<br>der Region zu ver\u00e4ndern. Hassassian stimmte zu: \u201eDies ist der richtige Zeitpunkt f\u00fcr Ihre<br>Organisation, den Oasenplan voranzutreiben und zu vermarkten.\u201c Die Vorteile k\u00e4men nicht nur den<br>Pal\u00e4stinensern, sondern der gesamten Region zugute.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Zepp-LaRouche sagte, Rastbeens Beschreibung eines Wandels von Ideologie zu Diplomatie im Iran<br>sei ein interessanter Aspekt. Die wichtigste Ver\u00e4nderung werde jedoch die Perspektive<br>wirtschaftlicher Entwicklung sein, das w\u00fcrde die Parameter v\u00f6llig ver\u00e4ndern. Statt Zwang brauche<br>man eine \u201ePolitik des gegenseitigen Nutzens\u201c. Raz unterst\u00fctzte den Oasenplan, f\u00fcgte jedoch hinzu,<br>die wirtschaftliche Dimension sei ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige.<br>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br>Ein Teilnehmer fragte, ob \u201eFrieden durch Entwicklung\u201c wirklich so w\u00fcnschenswert sei, da das<br>Wachstum unseren \u201eendlichen Planeten\u201c bedrohe. Zepp-LaRouche antwortete, es sei ein<br>weitverbreitetes Mi\u00dfverst\u00e4ndnis, da\u00df Wachstum immer linear und quantitativ sein mu\u00df, w\u00e4hrend<br>das Schiller-Institut qualitatives Wachstum vorschl\u00e4gt, wie z.B. die Entwicklung der<br>Fusionsenergie, die China derzeit verwirklicht.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Speed fragte Raz nach der Aussage des Knesset-Sprechers Avraham Burg, Israels Vorgehen stehe<br>im Widerspruch zur j\u00fcdischen Tradition. 4 Raz betonte die Bedeutung von Diplomatie und Dialog.<br>Zepp-LaRouche f\u00fcgte hinzu, da\u00df wir zu einem Dialog der Kulturen aufgerufen haben, auf der<br>Grundlage der besten Traditionen jeder Kultur in Wissenschaft und Kunst, in denen sich die<br>menschliche Kreativit\u00e4t ausdr\u00fcckt. \u201eDie Menschen haben die Vorstellung davon verloren, was eine<br>Renaissance wirklich ist. Die Zusammenarbeit zwischen den Kulturen w\u00fcrde immer neue<br>Entwicklungen ansto\u00dfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br>Ein Teilnehmer fragte, ob wir von einem \u201eneuen Bewu\u00dftsein\u201c sprechen, das man noch nie zuvor<br>gesehen hat? Zepp-LaRouche antwortete, wir sollten sowohl unsere besten Traditionen<br>wiederbeleben als auch Neues schaffen. Dies m\u00fcsse sich von der heutigen Kultur der Verdummung<br>genauso abheben wie die Renaissance vom Mittelalter, in dem Aberglauben und Barbarei<br>herrschten.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Eine afrikanische Teilnehmerin unterst\u00fctzte den Oasenplan, fragte aber, warum man den T\u00e4tern bei<br>V\u00f6lkermord und m\u00f6rderischen Sanktionen vergeben solle? Zepp-LaRouche betonte, wir m\u00fc\u00dften die<br>Wendepunkte in der Geschichte nutzen, an denen wir die Zukunft beeinflussen k\u00f6nnen.<br>Gegenw\u00e4rtig s\u00e4hen wir das Ende von 500 Jahren Kolonialismus. Man d\u00fcrfe nicht versuchen,<\/p>\n\n\n\n<p>anderen das westliche neoliberale Modell aufzuzwingen, sondern m\u00fcsse die Einzigartigkeit<br>verschiedener Kulturen respektieren. Wir m\u00fc\u00dften die Vorstellung beenden, da\u00df Konflikte mit<br>milit\u00e4rischen Mitteln gel\u00f6st werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Raz sagte, man m\u00fcsse den Oasenplan in andere Themen integrieren, die gel\u00f6st werden m\u00fcssen, und<br>bis alle gel\u00f6st sind, werde es Jahre dauern.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Es wurde auch nach Chinas versch\u00e4rften Exportkontrollen f\u00fcr Seltenerdmetalle gefragt, und Zepp-<br>LaRouche antwortete: \u201eDas kann den gesamten Milit\u00e4risch-Industriellen Komplex zum Stillstand<br>bringen.\u201c Chinas n\u00e4chster F\u00fcnfjahresplan k\u00f6nnte eine Ver\u00e4nderung der Beziehungen zwischen den<br>Nationen bedeuten &#8211; ein Modell auf der Grundlage von Souver\u00e4nit\u00e4t, Nichteinmischung und<br>Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Eine Ecuadorianerin berichtete, wie die neue neoliberale Regierung dort die indigene Bev\u00f6lkerung<br>angreift, die gegen ungerechte Austerit\u00e4t protestiert. Co-Moderator Dennis Small sagte, Ecuador<br>sei Teil eines gr\u00f6\u00dferen Musters: Die Neokonservativen seien bereit, Krieg gegen Venezuela zu<br>f\u00fchren, in Peru die Regierung zu st\u00fcrzten (was mit einem inszenierten Skandal bereits passiert ist)<br>und Argentinien finanziell zu retten, um ihre Kontrolle aufrechtzuerhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br>Zepp-LaRouche erinnerte daran, da\u00df das kommende Treffen zwischen Trump und Putin in<br>Budapest wegen der akuten Gefahr eines Atomkrieges ganz entscheidend sei. Prof. Ted Postol habe<br>diese Gefahr in der IPC-Sitzung der vergangenen Woche dargelegt. In der n\u00e4chsten Sitzung werde<br>er einen weiteren Vortrag halten: \u201eIm Zeitalter der Atomwaffen k\u00f6nnen wir Krieg nicht als Mittel<br>zur Konfliktl\u00f6sung einsetzen\u201c. eir<br><\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/?page_id=112577\" data-type=\"page\" data-id=\"112577\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2025\/03\/24\/stop-the-bombing-rebuild-with-the-Oasenplan-<br>palestinian-ambassador-to-denmark-dr-manuel-hassassian-gives-interview-to-schiller-institute\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Einzelheiten des Oasenplans siehe<a href=\" https:\/\/youtu.be\/2qmFdGScraI\"> https:\/\/youtu.be\/2qmFdGScraI<\/a><br>und <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/the-oasis-plan-the-larouche-solution-for-southwest-asia\/\">https:\/\/schillerinstitute.com\/the-oasis-plan-the-larouche-solution-for-southwest-asia\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/?page_id=112578\" data-type=\"page\" data-id=\"112578\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/larouchepub.com\/eiw\/public\/2024\/eirv51n26-20240628\/eirv51n26-20240628_021-<br>when_water_for_peace_was_at_the.pdf <\/a>vgl. <a href=\"https:\/\/solidaritaet.com\/neuesol\/2024abo\/4\/wasser.htm\">https:\/\/solidaritaet.com\/neuesol\/2024abo\/4\/wasser.htm<\/a><br>(Bezahlschranke).<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/substack.com\/home\/post\/p-175939612\">https:\/\/substack.com\/home\/post\/p-175939612<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 124. 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