{"id":112489,"date":"2025-10-12T09:33:11","date_gmt":"2025-10-12T13:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=112489"},"modified":"2025-10-12T09:33:14","modified_gmt":"2025-10-12T13:33:14","slug":"der-oasenplan-als-modell-fuer-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/10\/12\/der-oasenplan-als-modell-fuer-die-welt\/","title":{"rendered":"Der Oasenplan als Modell f\u00fcr die Welt"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bericht vom 123. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/h3>\n\n\n\n<p>Das 123. w\u00f6chentliche Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) fand am 10. Oktober statt. Die IPC-Initiatorin&nbsp;<strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>&nbsp;erkl\u00e4rte zu Beginn, die teilweise Akzeptanz des Friedensplans f\u00fcr den Gazastreifen k\u00f6nne das Ende des Krieges bedeuten, aber auch nur einen Waffenstillstand, wie Ministerpr\u00e4sident Netanjahu sagte \u2013 oder sogar noch weniger, solange es keinen massiven Druck aus der ganzen Welt gibt, ihn durchzusetzen. Das Thema der heutigen Sitzung sei der \u201eOasenplan\u201c, der jetzt \u00fcberall auf die Tagesordnung gesetzt werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Cooperation for a New Paradigm, or Extinction? with Graham Fuller and Vincenzo Romanello\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/iPC-I_VbZHs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Unterdessen habe sich die Lage um die Ukraine weiter verschlechtert, weil die europ\u00e4ische \u201eKoalition der Willigen\u201c einen Krieg vorbereite und die Lieferung amerikanischer Tomahawk-Langstreckenraketen an die Ukraine fordere, was aus der Sicht Ru\u00dflands eine direkte Kriegsbeteiligung der USA und Europas w\u00e4re. Es gebe Berichte \u00fcber Opposition in Ru\u00dfland gegen Putin, die ihm vorwirft, er sei zu weich; diejenigen im Westen, die einen Regimewechsel gegen Putin anstreben, seien \u201edumm und t\u00f6richt\u201d, weil alles, was danach k\u00e4me, weit schlimmer w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie berichtete, da\u00df der Atomwaffenexperte Ted Postol, der bei mehreren IPC-Treffen gesprochen hat, in Berlin eine zweist\u00fcndige Rede gehalten hat, in der er darlegte, warum ein Atomkrieg nicht zu gewinnen ist. Die IPC werde dazu beitragen, diese Rede weithin zu verbreiten. Zepp-LaRouche verurteilte auch die Gefahr durch den von Gro\u00dfbritannien und den USA inszenierten Putsch in Peru, der Chinas Einflu\u00df in S\u00fcdamerika aufhalten soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Redner war&nbsp;<strong>Graham Fuller<\/strong>, ehemaliger CIA-Planungsexperte und Arabist. Er lobte Zepp-LaRouches Vortrag und betonte, wir erlebten jetzt das Ende einer 500j\u00e4hrigen \u00c4ra des Kolonialismus, einschlie\u00dflich des \u201eSiedlerkolonialismus\u201c in Pal\u00e4stina. Seit dem Zweiten Weltkrieg h\u00e4tten die Europ\u00e4er die US-gef\u00fchrte atlantische Politik mitgemacht, obwohl die Sowjetunion fast im Alleingang die Nazis aus Europa vertrieben habe. Churchill habe die USA sofort aufgefordert, Atombomben auf Ru\u00dfland abzuwerfen, aber Pr\u00e4sident Truman habe sich geweigert. (Sp\u00e4ter kam das Thema nochmals auf, als ein Teilnehmer protestierte und darauf verwies, da\u00df Truman die Atombomben auf Japan abwarf; Graham antwortete, das sei richtig, er habe aber die Rolle Gro\u00dfbritanniens bei dem Bestreben zur Zerst\u00f6rung Ru\u00dflands aufzeigen wollen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Graham fuhr fort, auch Israel sei eine britische Sch\u00f6pfung, mitten in Pal\u00e4stina sei ein neuer Staat mit \u201ewei\u00dfen europ\u00e4ischen Juden\u201c gegr\u00fcndet worden, um Israel zur Aufrechterhaltung der europ\u00e4ischen Kolonialpolitik zu benutzen. Der f\u00fcr Gaza verabschiedete Plan sei kein Friedensplan, bestenfalls ein Waffenstillstand; dennoch sei es gut, wenn er zumindest das T\u00f6ten beendet und den Bewohnern Gazas etwas Essen und Medizin bringt. Netanjahu weigere sich, den f\u00fchrenden Oppositionellen Marwan Barghouti freizulassen, wahrscheinlich weil der mit ziemlicher Sicherheit der neue Pr\u00e4sident Pal\u00e4stinas w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Fuller sagte, der Oasenplan sei nicht nur f\u00fcr Gaza gedacht \u2013 auch Zentralasien, der Iran und die Golfstaaten br\u00e4uchten Wasser \u2013 und das gleiche sei Chinas Vision mit der G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (BRI), einem Entwicklungsprogramm f\u00fcr die gesamte Region. Das Hindernis daf\u00fcr seien die \u201eb\u00f6sartigen, teuflischen\u201c Briten, die den Frieden \u00fcberall blockierten, wo sie es k\u00f6nnen. Europa sei f\u00fchrungslos und scheine entschlossen zu sein, bis zuletzt der \u201esterbenden atlantischen Vision\u201c zu folgen. Man brauche Wahlen und neue Regierungen, die an Diplomatie und Win-Win-Politik glauben. Die BRI und der Oasenplan lieferten die erforderliche Vision dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chster sprach Dr.\u00a0<strong>Vincenzo Romanello<\/strong>, Nuklearwissenschaftler aus Italien, der sich in seinem Vortrag auf einen eigenen Artikel \u00fcber \u201eDie Rolle fortschrittlicher Kerntechnik im Oasenplan\u201c (<a href=\"https:\/\/assets.nationbuilder.com\/laroucheorganization\/pages\/1445\/attachments\/original\/1753456276\/ROMANELLO-Oasis_plan__application_of_advanced_nuclear_technoloyg.pdf?1753456276\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/assets.nationbuilder.com\/laroucheorganization\/pages\/1445\/attachments\/original\/1753456276\/ROMANELLO-Oasis_plan__application_of_advanced_nuclear_technoloyg.pdf?1753456276\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">englisch<\/a>) st\u00fctzte. Er schl\u00e4gt den Bau von 25 Kernkraftwerken vor, um den erforderlichen Plan zu verwirklichen, davon 19 f\u00fcr die Entsalzung und sechs f\u00fcr das Pumpen des Wassers durch die entsprechenden Tunnel und Kan\u00e4le. Mit 5000 km Rohrleitungen und 100.000 Arbeitskr\u00e4ften sch\u00e4tzt er die Gesamtkosten auf 200-300 Milliarden Dollar. Er betonte, das sei nur ein Bruchteil dessen, was heute f\u00fcr Milit\u00e4roperationen vergeudet wird. Der Oasenplan sei \u201eeine Einladung an die Welt und ein Modell f\u00fcr die Welt\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche erg\u00e4nzte, dieses Projekt w\u00fcrde sich selbst amortisieren, weil die damit geschaffene Produktivit\u00e4t die Gestehungskosten mehr als decken w\u00fcrde; dies sehe man am Renaissance-Staudamm in \u00c4thiopien, der 5 Milliarden Dollar kostete, aber jedes Jahr eine Milliarde Dollar Gewinn einbringt. \u201eDie Menschen brauchen Hoffnung\u201d, sagte sie. Jemand habe Prof. Postol gefragt, warum heute keine gro\u00dfe Friedensbewegung auf den Stra\u00dfen ist wie in den 1980er Jahren, und er antwortete, die falschen Behauptungen \u00fcber den Klimawandel, wonach die Welt ohnehin dem Untergang geweiht w\u00e4re, habe in der Bev\u00f6lkerung Pessimismus verbreitet, soda\u00df sie nicht einmal mehr gegen die Gefahr der eigenen Vernichtung durch einen Atomkrieg protestiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Graham stimmte zu und sagte, im Nahen Osten herrsche eine Hoffnungslosigkeit, die man mit dem Oasenplan \u00fcberwinden m\u00fcsse. Romanello sagte, genau das sei der Zweck des Plans, denn wenn die Menschen Entwicklung erleben, w\u00fcrden sie nicht auswandern oder zu Terroristen werden, sondern sich am Aufbau ihres Landes beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Moderator&nbsp;<strong>Dennis Small<\/strong>&nbsp;f\u00fcgte hinzu, die Politik der USA und Europas, Chinas wirtschaftliche Entwicklungsstrategie in den Entwicklungsl\u00e4ndern zu sabotieren, strafe ihre Behauptungen L\u00fcgen, da\u00df sie den Zustrom von Migranten stoppen wollen. Graham stimmte zu und erg\u00e4nzte, der Zustrom von Migranten verursache \u00fcberall Chaos, aber \u201ekeine Mauer und keine Politik\u201c k\u00f6nne ihn stoppen, solange man nicht die Ursache, n\u00e4mlich den Mangel an Entwicklung, beseitigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fabiola Ramirez<\/strong>&nbsp;vom Schiller-Institut in Mexiko berichtete von einem Marsch und einer Kundgebung mit 3000 Teilnehmern in Mexiko-Stadt, bei der u.a. riesige Transparente f\u00fcr den Oasenplan zu sehen waren. Sie marschierten zur US-Botschaft und sangen ein Lied \u00fcber die Kinder von Gaza und \u201eDona Nobis Pacem\u201d (Gib uns Frieden).<\/p>\n\n\n\n<p>Auf eine Frage zur Entwicklung Afrikas mit Kernenergie antwortete Zepp-LaRouche, Ru\u00dfland, China und Indien unterst\u00fctzten Afrika dabei, aber afrikanische Kontakte h\u00e4tten ihr mitgeteilt, da\u00df entsprechende Anfragen an die USA und Europa unbeantwortet geblieben seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Fragen zu Atomm\u00fcll und zur Solarenergie als Alternative wurden mit dem Hinweis beantwortet, es gebe bereits sichere Lagerst\u00e4tten f\u00fcr Atomm\u00fcll und der gr\u00f6\u00dfte Teil des Kernbrennstoffs werde wieder aufbereitet. Sp\u00e4ter h\u00e4tten wir dann die Fusionsenergie, die keinen Abfall produziere und reichlich Brennstoff liefere. Solarenergie k\u00f6nne n\u00fctzlich sein, aber sie k\u00f6nne die hohe Energieflu\u00dfdichte der Kernenergie nicht ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Brian Earley<\/strong>&nbsp;vom amerikanischen Schiller-Institut beschrieb seine Intervention bei einer Anh\u00f6rung im Geheimdienstausschu\u00df des US-Senats, die in einem Video zu sehen ist. Er stand in seiner Milit\u00e4runiform auf, protestierte gegen die Verantwortung der USA f\u00fcr den V\u00f6lkermord in Gaza und forderte die Regierung auf, mit ihren L\u00fcgen aufzuh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Fuller wurde nach der Rolle des Iran gefragt. Er antwortete, der Iran sei mit \u00fcber 5000 Jahren die \u00e4lteste Zivilisation im Nahen Osten. Die Frage sei nun: \u201eIst Krieg unvermeidlich? Oder haben wir eine Wahl?\u201c Die Alternative sei, ein neues Paradigma zu schaffen. Die Iraner seien vorsichtig: Sie s\u00e4hen an anderen L\u00e4ndern, da\u00df man sie nicht angreifen w\u00fcrde, wenn sie Atomwaffen h\u00e4tten, seien aber dennoch vorsichtig geblieben und h\u00e4tten keine Atomwaffen gebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage nach den Chancen f\u00fcr einen pal\u00e4stinensischen Staat antwortete Graham, wegen der Besetzung gro\u00dfer Teile des pal\u00e4stinensischen Landes durch Siedler meinten viele Menschen, daf\u00fcr sei es zu sp\u00e4t, aber nichts sei unm\u00f6glich. Alles k\u00f6nne sich \u00e4ndern, wenn Israel erkennt, da\u00df es sich selbst zerst\u00f6rt; wenn die Europ\u00e4er aufh\u00f6rten, so feige zu sein; und wenn die arabischen Staaten aufh\u00f6rten, so sch\u00e4ndlich still zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis Small schlo\u00df die Sitzung mit Worten \u00fcber die Natur des Menschen als der einzigen Gattung, die sich nicht biologisch weiterentwickelt, sondern durch ihre sch\u00f6pferische Kraft, die Gesetze des Universums zu entdecken und sie auf die Entwicklung ihrer Gattung anzuwenden. Das sei unsere Aufgabe.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 123. Treffen der Internationalen Friedenskoalition Das 123. w\u00f6chentliche Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) fand am 10. Oktober statt. 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