{"id":109823,"date":"2025-06-01T10:44:59","date_gmt":"2025-06-01T14:44:59","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=109823"},"modified":"2025-06-01T10:45:02","modified_gmt":"2025-06-01T14:45:02","slug":"die-schoenste-renaissance-ipc-104","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/06\/01\/die-schoenste-renaissance-ipc-104\/","title":{"rendered":"Die sch\u00f6nste Renaissance &#8211; IPC #104"},"content":{"rendered":"\n<p>Die 104. Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) fand zum zweiten Jahrestag ihrer Gr\u00fcndung statt \u2013 unmittelbar nach der \u00e4u\u00dferst erfolgreichen Konferenz des Schiller-Instituts am Memorial-Day-Wochenende in Newark, New Jersey.&nbsp;<strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>, die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, begann mit einer Einsch\u00e4tzung der strategischen Lage. Sie erkl\u00e4rte, da\u00df die Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine in der letzten Woche stark zugenommen h\u00e4tten, \u201eaber noch ist nicht alles verloren\u201d, obwohl Trump sich gegen\u00fcber dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin sehr undiplomatisch ge\u00e4u\u00dfert habe. Erstaunlicherweise habe Trump zu erkennen gegeben, da\u00df er \u00fcber den offenbar versuchten Drohnenangriff der Ukraine auf Putins Hubschrauber nicht informiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche \u00e4u\u00dferte sich vorsichtig optimistisch \u00fcber die n\u00e4chste Runde der Ukraine-Ru\u00dfland-Gespr\u00e4che, die am 2. Juni in Istanbul stattfinden sollen. Sie warnte vor der Gefahr, die von der Absicht von Bundeskanzler Friedrich Merz ausgehe, der Ukraine Taurus-Raketen zu liefern. Ein angesehener Milit\u00e4rexperte habe k\u00fcrzlich in der russischen Nachrichtensendung \u201e60 Minuten\u201c die M\u00f6glichkeit ins Spiel gebracht, Oreschnik-Hyperschallraketen einzusetzen, um das Werk in Schrobenhausen, wo die Taurus-Raketen hergestellt werden, zu zerst\u00f6ren. Merz&#8216; Politik erinnere die Welt daran, was Deutschland vor 80 Jahren getan habe, als es die Sowjetunion angriff. Offizielle russische \u00c4u\u00dferungen w\u00e4ren lediglich \u201eeinen winzigen Millimeter\u201c davon entfernt, zu sagen, da\u00df Deutschland zum Nationalsozialismus zur\u00fcckgekehrt sei. Sie forderte die Teilnehmer auf, sich ihren Dialog mit Professor Ted Postol von Anfang der Woche anzusehen,<sup>1<\/sup>&nbsp;und kommentierte den \u201edeutlichen Wandel\u201c in der westlichen Rhetorik, endlich den V\u00f6lkermord in Gaza zur Kenntnis zu nehmen \u2013 eine Anerkennung, die immer noch \u201ezu wenig und zu sp\u00e4t\u201c sei, da die T\u00f6tungen unvermindert weitergingen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eKollektiver Wahnsinn\u201c in Europa<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Graham Fuller<\/strong>, ehemaliger US-Diplomat, CIA-Beamter und Islamwissenschaftler, sagte, in der europ\u00e4ischen F\u00fchrung herrsche der \u201ekollektive Wahnsinn\u201c, und Europa m\u00fcsse sich mit seinem wichtigen Nachbarn Ru\u00dfland arrangieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Fuller kommentierte einen Artikel im&nbsp;<em>American Conservative,<\/em><sup>2<\/sup>&nbsp;in dem auf die \u00c4u\u00dferungen Trumps in Saudi-Arabien letzte Woche hingewiesen wurde, als er sagte, es sei nicht seine Aufgabe, in die Herzen und K\u00f6pfe der Staats- und Regierungschefs der Welt zu schauen, sondern dies sei Gottes Aufgabe. Fuller meinte, dies k\u00f6nnte bedeuten, da\u00df Trump \u201esich von der klassischen neokonservativen Sichtweise entfernt\u201c, die wie Leo Trotzki eine \u201eWeltrevolution\u201c fordere. Trump lehne diesen Ansatz ab; Trumps Weltanschauung ist laut Fuller nicht ideologisch, sondern \u201egrunds\u00e4tzlich wirtschaftlich\u2026 Trumps Vision ist transaktional\u201c. Zusammenfassend k\u00f6nne man das bezeichnen als \u201emacht Gesch\u00e4fte, nicht Krieg\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Fuller sagte, er stimme seinem gesch\u00e4tzten Kollegen John Mearsheimer nicht zu, der glaube, da\u00df die USA und China aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe zur Kollision bestimmt seien. Er erinnerte die Teilnehmer an die t\u00fcrkische Politik der \u201eNull Feinde\u201c, die vom ehemaligen Au\u00dfenminister Ahmet Davuto\u011flu vertreten wurde. Trump sei sich bewu\u00dft, da\u00df die Politik von Premierminister Benjamin Netanjahu Israel zu einem Paria-Staat mache und die anhaltende Unterst\u00fctzung durch die USA \u201eauf diplomatischer Ebene extrem kostspielig\u201c sein k\u00f6nne. Die USA w\u00fcrden von den dramatischen Entwicklungen rund um die BRICS-Staaten usw. ausgeschlossen, und Trump erkenne dies intuitiv. Im Gegensatz zu seinen unmittelbaren Vorg\u00e4ngern sei Trump bereit, mit den \u201ewichtigen L\u00e4ndern\u201c zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Fuller mit Trump in Fragen der Einwanderung und der Studentenpolitik \u2013 einschlie\u00dflich \u201eseines Krieges gegen Harvard\u201c \u2013 nicht \u00fcbereinstimme, ermutige ihn die M\u00f6glichkeit, da\u00df Trump sich von der neokonservativen Sichtweise distanziere. W\u00e4hrend der Diskussionsrunde betonte er jedoch, da\u00df es noch zu fr\u00fch sei, um dies endg\u00fcltig zu best\u00e4tigen. Er schlo\u00df seine Ausf\u00fchrungen mit einem ber\u00fchmten Zitat von Pr\u00e4sident John Quincy Adams: \u201eAmerika &#8230; geht nicht ins Ausland, um Monster zu suchen, die es vernichten kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Flirt mit der Ausl\u00f6schung der Menschheit<\/h3>\n\n\n\n<p>Es folgte ein f\u00fcnfmin\u00fctiger Videoclip aus Zepp-LaRouches Webcast-Diskussion vom 28. Mai mit&nbsp;<strong>Theodore Postol<\/strong>, emeritierter Professor f\u00fcr Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology.<sup>3<\/sup>&nbsp;Postol behauptete darin: \u201eWir haben es mit einer halluzinierenden F\u00fchrung im Westen zu tun\u201c, die mit der thermonuklearen Ausl\u00f6schung der Menschheit flirte. Gl\u00fccklicherweise sei \u201ePutin ein Mann, der sich nicht provozieren l\u00e4\u00dft\u2026 Wenn ihn jemand umbringen sollte, dann Gnade uns Gott.\u201c Zepp-LaRouche antwortete darauf, da\u00df man meinen sollte, jeder vern\u00fcnftige Mensch sollte froh dar\u00fcber sein, da\u00df Trump und Putin versuchen, die Beziehungen zu normalisieren. Nachdem die USA alle Kriege von Vietnam bis heute verloren h\u00e4tten, sollte man eigentlich meinen, da\u00df die Politik neu bewertet w\u00fcrde. Es gebe jedoch keine Anzeichen f\u00fcr eine solche Reflexion.<\/p>\n\n\n\n<p>IPC-Co-Moderator&nbsp;<strong>Dennis Small<\/strong>&nbsp;merkte an, da\u00df die Ger\u00fcchte \u00fcber verschiedene Attentate keineswegs aus der Luft gegriffen seien. Die ukrainischen Drohnenangriffe in Ru\u00dfland scheinen Putins Hubschrauber zum Ziel gehabt zu haben, w\u00e4hrend in den USA die Direktorin der Nationalen Geheimdienste, Tulsi Gabbard, die Morddrohung des ehemaligen FBI-Chefs James Comey gegen Trump best\u00e4tigt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der LaRouche-Aktivist&nbsp;<strong>Daniel Burke<\/strong>&nbsp;gab einen Bericht von der gerade zu Ende gegangenen Konferenz des Schiller-Instituts. Die Teilnehmer sahen in einem der Panels bisher unver\u00f6ffentlichte Videos von Lyndon LaRouche, in denen er mit j\u00fcngeren Menschen \u00fcber die Bedeutung der Unsterblichkeit sprach, definiert als die Teilnahme an einer Mission, die nach dem Tod weiterlebt, um das menschliche Handeln in Einklang mit den Naturgesetzen zu bringen. Sowohl auf der Konferenz als auch online h\u00e4tten sich zahlreiche junge Leute an der Diskussion beteiligt. Burke war Moderator des Jugend-Panels, das er den Teilnehmern anzuschauen empfahl.<sup>4<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jos\u00e9 Vega<\/strong>, Kandidat f\u00fcr das US-Repr\u00e4sentantenhaus im 15. Kongre\u00dfbezirk von New York, beschrieb die Aussage des amerikanischen Arztes Dr. Feroze Sidhwa vor dem UN-Sicherheitsrat \u00fcber den anhaltenden V\u00f6lkermord in Gaza, \u00fcber den sowohl in unabh\u00e4ngigen Medien als auch in einigen Mainstream-Medien ausf\u00fchrlich berichtet worden war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diskussion<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Journalist merkte an, da\u00df sich die Wahrnehmung, Netanjahu f\u00fchre den Krieg in Gaza aus Sicherheitsgr\u00fcnden, im Laufe der Zeit ge\u00e4ndert habe. Dies sei geschehen, nachdem er die Bem\u00fchungen um die Freilassung der Geiseln offensichtlich sabotiert habe. Der Krieg sei von der extremen Rechten in der israelischen Regierung gekapert worden, die eine ethnische S\u00e4uberung anstrebt. Netanjahu wolle den Krieg verl\u00e4ngern, um die Bildung einer Untersuchungskommission zu verhindern, die seine Rolle bei der Duldung der Angriffe vom 7. Oktober 2023 untersuchen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Aktivist aus Washington D.C. beschrieb Bestrebungen, Papst Leo XIV. aufzufordern, nach Gaza zu reisen. Als Reaktion darauf berichtete&nbsp;<strong>Tim Rush<\/strong>&nbsp;vom Schiller-Institut \u00fcber eine Kampagne zur Verbreitung des Offenen Briefes an den Papst, \u00fcber den vor zwei Wochen auf der IPC-Sitzung berichtet worden war und der inzwischen von rund 600 Personen unterzeichnet wurde.<sup>5<\/sup>&nbsp;Der Brief wurde inzwischen in ein halbes Dutzend Sprachen \u00fcbersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>IPC-Co-Moderatorin&nbsp;<strong>Anastasia Battle<\/strong>&nbsp;berichtete, da\u00df eine neue Freiheitsflottille mit Lebensmitteln und Medikamenten f\u00fcr die hungernden Pal\u00e4stinenser gerade in See gestochen sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Atomwaffenexperte&nbsp;<strong>Steve Starr<\/strong>, ein h\u00e4ufiger IPC-Podiumsteilnehmer, verwies auf einen Bericht von&nbsp;<em>RT<\/em>, wonach die Ukraine die Hilfe der USA ben\u00f6tigt h\u00e4tte, um Putins Hubschrauber anzugreifen, und zwar in Form von Drohnen und Echtzeit-Informationen zur Zielerfassung. Wenn das der Fall sei, fragte Starr, h\u00e4tten dann Elemente im Pentagon dies hinter Trumps R\u00fccken genehmigt? Fuller \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, da\u00df wir ein derartiges Ausma\u00df an Wahnsinn noch nicht erreicht haben. Zepp-LaRouche dr\u00e4ngte darauf, da\u00df der ganze Vorfall umfassend untersucht werden m\u00fcsse, Spekulationen seien bis zum Abschlu\u00df einer solchen Untersuchung nicht produktiv. Man wisse noch nicht, ob es sich tats\u00e4chlich um ein Attentat oder lediglich um einen gro\u00dfangelegten Drohnenangriff auf das Gebiet handelte, in dem der Hubschrauber operierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf eine Frage aus Deutschland hin forderte Zepp-LaRouche alle Teilnehmer auf, den&nbsp;<em>EIR Daily Alert<\/em>&nbsp;zu lesen,<sup>6<\/sup>&nbsp;was Fuller nachdr\u00fccklich unterst\u00fctzte. Auch in seinem Schlu\u00dfwort bekr\u00e4ftigte Fuller die Bedeutung des&nbsp;<em>EIR Daily Alert<\/em>&nbsp;und erkl\u00e4rte, er k\u00f6nne aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Geheimdienst best\u00e4tigen, da\u00df dieser von au\u00dfergew\u00f6hnlicher Qualit\u00e4t sei und verbreitet gelesen werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche stimmte Fuller in Bezug auf John Quincy Adams\u2018 \u201ewunderbare Rede\u201c zu. Man solle auf alle Renaissance-Perioden zur\u00fcckblicken, mit denen ein finsteres Zeitalter \u00fcberwunden wurde, sagte sie. Was Europa aus dem finsteren Zeitalter herausgef\u00fchrt habe, sei die humanistische Bewegung von Cusa, Dante und Petrarca sowie das Konzil von Florenz gewesen, mit dem die Schriften Platons wiederbelebt wurden. Genau das m\u00fc\u00dften wir jetzt tun, dann w\u00fcrden wir \u201edie sch\u00f6nste Renaissance erleben, die wir uns noch nicht einmal vorstellen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1bv1_H5Ba9I\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Defense Expert Ted Postol Warns:Trump&#8217;s &#8222;Golden Dome&#8220; Poses an &#8222;Enormous Danger&#8220;<\/a>, Video, Schiller-Institut.<\/p>\n\n\n\n<p>2.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.theamericanconservative.com\/trumps-clean-break-with-the-interventionists\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trump&#8217;s Clean Break With the Interventionists<\/a>,&nbsp;<em>The American Conservative<\/em>, 14. Mai 2025..<\/p>\n\n\n\n<p>4.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cRBXdmrBWsY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Shaping the Earth&#8217;s Next 50 Years<\/a>, Konferenz-Video (englisch), Schiller-Institut.<\/p>\n\n\n\n<p>5.&nbsp;<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/05\/17\/petition-offener-brief-an-papst-leo-xiv\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Petition: Offener Brief an Papst Leo XIV.<\/a>, Schiller-Institut.<\/p>\n\n\n\n<p>6.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.eir.de\/abo\/dadabo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DAILY ALERT Newsletter<\/a>, E.I.R. Nachrichtenagentur &amp; Verlag.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 104. 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