{"id":109739,"date":"2025-05-30T15:17:34","date_gmt":"2025-05-30T19:17:34","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=109739"},"modified":"2025-05-30T15:17:37","modified_gmt":"2025-05-30T19:17:37","slug":"konferenzbericht-eine-schoene-vision-fuer-die-menschheit-in-zeiten-grosser-turbulenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/05\/30\/konferenzbericht-eine-schoene-vision-fuer-die-menschheit-in-zeiten-grosser-turbulenzen\/","title":{"rendered":"Konferenzbericht: \u201eEine sch\u00f6ne Vision f\u00fcr die Menschheit in Zeiten gro\u00dfer Turbulenzen!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 24. und 25. Mai 2025 fand in Newark, NJ (USA) unter dem Titel <strong><em><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/05\/12\/konferenzeinladung-eine-schoene-vision-fuer-die-menschheit-in-zeiten-grosser-turbulenzen\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/05\/12\/konferenzeinladung-eine-schoene-vision-fuer-die-menschheit-in-zeiten-grosser-turbulenzen\/\">\u201eEine sch\u00f6ne Vision f\u00fcr die Menschheit in Zeiten gro\u00dfer Turbulenzen!\u201c<\/a><\/em><\/strong> die internationale Konferenz des Schiller-Instituts statt. <\/p>\n\n\n<div style=\"background-color: #f8f8f8; border-width: 2px; border-color: #ECECEC; \" class=\"ub_call_to_action wp-block-ub-call-to-action-block\" id=\"ub_call_to_action_bb8e5cf4-a283-4ccf-aa79-f02786467c02\">\n\t\t\t<div class=\"ub_call_to_action_headline\">\n\t\t\t\t<h2 class=\"ub_call_to_action_headline_text\" style=\"font-size: 30px; text-align: center; \"><strong>\u201eEine sch\u00f6ne Vision f\u00fcr die Menschheit in Zeiten gro\u00dfer Turbulenzen!\u201c<\/strong><\/h2>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ub_call_to_action_content\">\n\t\t\t\t<p class=\"ub_cta_content_text\" style=\"font-size: 15px; text-align: center; \"><strong>Internationale Konferenz des Schiller-Instituts am 24.-25. Mai 2025<\/strong><br><strong>Pr\u00e4senz- und Onlinekonferenz in Newark, NJ (USA)<\/strong><\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ub_call_to_action_button\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/05\/12\/konferenzeinladung-eine-schoene-vision-fuer-die-menschheit-in-zeiten-grosser-turbulenzen\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\" class=\"ub_cta_button\" style=\"background-color: #E27330; width: 250px; \">\n\t\t\t\t\t<p class=\"ub_cta_button_text\" style=\"color: #ffffff; font-size: 14px; \"><strong>Zur Konferenzseite mit Videos, Transkripten etc.<\/strong><\/p>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\n\n<p><em>von Daniel Platt, Michael Billington, Jerry Belsky, Alexander Hartmann, Paul Gallagher, Jennifer Ann Pearl und Janet West<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Panel 1: Strategische Herausforderungen und die entstehende neue Weltordnung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Er\u00f6ffnungssitzung der Konferenz des Schiller-Instituts am 24. Mai 2025 mit dem Titel \u201eEine sch\u00f6ne Vision f\u00fcr die Menschheit in Zeiten gro\u00dfer Turbulenzen!\u201c begann mit einem klassischen Musikst\u00fcck. Die Pianistin Dura Jun spielte Pr\u00e4ludium und Fuge in C-Dur von Johann Sebastian Bach. Anschlie\u00dfend wurde ein Video vom 3. Juli 1982 gezeigt, in dem <strong>Lyndon LaRouche<\/strong> \u00fcber die Bedeutung der Amerikanischen Revolution sprach. Er bezeichnete sie als eine entscheidende Schlacht von den Anh\u00e4ngern der Renaissance gegen die Kr\u00e4fte der oligarchischen Anti-Renaissance. Das sei eine \u201etransatlantische Verschw\u00f6rung\u201c gewesen, um eine Republik an den K\u00fcsten Amerikas zu errichten. \u201eWir haben die Briten besiegt\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>, sagte in ihrer Er\u00f6ffnungsrede, sie wolle trotz der d\u00fcsteren Lage in der heutigen Welt \u201eeine optimistische Sicht auf das Wesen der menschlichen Spezies\u201c vermitteln, basierend auf der \u201eanti-entropischen Natur der menschlichen Kreativit\u00e4t\u201c. Sie warnte, der V\u00f6lkermord in Gaza habe \u201eeinen schrecklichen Schandfleck auf die gesamte Menschheit\u201c geworfen und der Krieg in der Ukraine bringe die Gefahr einer nuklearen Ausl\u00f6schung der Menschheit mit sich. An ihr Heimatland Deutschland und den Rest Europas gerichtet fragte sie: \u201eWarum ruinieren wir uns selbst?\u201c Der Fall Rum\u00e4nien zeige, da\u00df US-Vizepr\u00e4sident J.D. Vance mit seiner Einsch\u00e4tzung der \u201eDegeneration der Demokratie in Europa\u201c vollkommen Recht habe, wo Wahlen so oft wie n\u00f6tig wiederholt w\u00fcrden, um das gew\u00fcnschte Ergebnis zu erzielen. \u201eEuropa wird bald in Museen auf der ganzen Welt als Fossil einer Zivilisation zu sehen sein, die es nicht geschafft hat\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie warf den Neokonservativen des angels\u00e4chsischen Raums vor, die historische Chance am Ende des Kalten Krieges \u201edurch geopolitische Man\u00f6ver sabotiert\u201c zu haben, und verwies auf historische Dokumente, in denen NATO-F\u00fchrer versprochen h\u00e4tten, es werde keine Osterweiterung geben. Anschlie\u00dfend beschrieb sie, wie viele der entscheidenden historischen Dokumente weitgehend aus dem Internet verschwunden seien und wie historische Revisionisten in \u00e4hnlicher Weise versucht h\u00e4tten, die Rolle der UdSSR beim Sieg \u00fcber die Nazis im Zweiten Weltkrieg zu verschleiern. Ru\u00dfland habe \u201eenorme Gro\u00dfz\u00fcgigkeit bewiesen, indem es die Wiedervereinigung Deutschlands zugelassen hat\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wies darauf hin, da\u00df die Nationen des Globalen S\u00fcdens \u201evon dem gr\u00f6\u00dften Wirtschaftswunder der Geschichte inspiriert\u201c seien, und gab einen \u00dcberblick \u00fcber den \u201eatemberaubenden Erfolg\u201c des chinesischen Wirtschaftsmodells, das auf der kontinuierlichen Einf\u00fchrung neuer Technologien in die Wirtschaft basiere. Wir m\u00fcssen \u201edie Menschheit an erste Stelle setzen\u201c, um ein neues Paradigma zu schaffen, in dem die Nationen der Welt nicht l\u00e4nger wie \u201estreitende Kleinkinder\u201c agieren, sagte sie. \u201eErsetzen wir geopolitische Konfrontation durch Zusammenarbeit \u2026 und behandeln wir die Menschheit mit fast z\u00e4rtlicher Liebe.\u201c (Den Text ihres Vortrags finden Sie in dieser Ausgabe auf den Seiten 1-3.)<\/p>\n\n\n\n<p>I.E. <strong>Naledi Pandor<\/strong>, ehemalige Ministerin f\u00fcr internationale Beziehungen und Zusammenarbeit der Republik S\u00fcdafrika, erkl\u00e4rte in Ihrem Redebeitrag, wir bef\u00e4nden uns in einem \u201esehr schwierigen, toxischen geopolitischen Umfeld\u201c, in dem die bisherigen Fortschritte der Zivilisation und die Rechte der Menschheit bedroht seien. Sie warnte vor der Gefahr einer Umkehrung der Errungenschaften der Gleichstellung von Frauen und vor der Gefahr eines erneuten Wettr\u00fcstens. Die Idee, da\u00df \u201eMacht Recht ist und Macht alles ist, was z\u00e4hlt\u201c, habe in den USA eine gef\u00e4hrliche Dominanz erlangt. Insbesondere sei es tragisch, da\u00df wir \u201e\u00fcber 18 Monate lang das Massaker in Pal\u00e4stina zugelassen haben.\u201c Sie bef\u00fcrwortete den Oasenplan und den Offenen Brief des Schiller-Instituts an Papst Leo XIV., die auf die Schaffung einer \u201ef\u00fcrsorglichen, rationalen globalen F\u00fchrung\u201c abzielen &#8211; Initiativen, die \u201eeinen Erwachsenen im Raum\u201c erforderten. Sie w\u00fcnschte sich, da\u00df die BRICS-Staaten als eine Gruppe von Weltf\u00fchrern mit dieser Sichtweise hervortreten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zhang Weiwei<\/strong>, Professor f\u00fcr Internationale Beziehungen an der Fudan-Universit\u00e4t in China, betonte: \u201eDie multipolare Welt ist bereits Realit\u00e4t.\u201c Die Volkswirtschaften der BRICS-Staaten seien mittlerweile gr\u00f6\u00dfer als die der G7, aber \u201ewir brauchen eine Weltordnung, die dies widerspiegelt\u201c. China und Ru\u00dfland seien sich dar\u00fcber einig, aber Donald Trump blicke zur\u00fcck auf das 19. Jahrhundert und verfolge den Ansatz des \u201eTeile und Herrsche\u201c. Die letzten vier Jahrzehnte in Asien w\u00e4ren ein \u201eWin-Win\u201c-Erfolg gewesen, der auf folgenden Faktoren beruhte: 1. Entwicklung, 2. Politische Sicherheit und Achtung der Souver\u00e4nit\u00e4t, 3. Zivilisatorischer Dialog, 4. Friedliche Beilegung von Streitigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Er verwies auf die Bedeutung der Belt and Road Initiative, die mittlerweile ein Volumen von einer Billion Dollar und 5.000 Projekte umfasse. Kein Land werde zur Teilnahme gezwungen, es sei eine Win-Win-Situation f\u00fcr alle Beteiligten.<\/p>\n\n\n\n<p>Er f\u00fcgte hinzu, da\u00df Chinas \u201eGreen Deal\u201c funktioniere, im Gegensatz zu den gro\u00dfartigen Pl\u00e4nen Europas und anderer, die viel reden und nichts erreicht h\u00e4tten. China habe Technologien f\u00fcr \u201eerneuerbare Energien\u201c wirtschaftlich rentabel gemacht, und die Emissionen seien gesunken. Das Land habe eine W\u00fcstenfl\u00e4che (die Taklamakan-W\u00fcste) von der Gr\u00f6\u00dfe Deutschlands mit einem \u201egr\u00fcnen G\u00fcrtel\u201c umgeben, der die weitere Ausbreitung verhindere. W\u00fcstenland werde in Ackerland und Solarparks umgewandelt. China habe auch den Schwerpunkt auf die Wasserwirtschaft gelegt, die der Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung von Konflikten sei. Auch Zhang bef\u00fcrwortete den Oasenplan als Beispiel f\u00fcr dieses Prinzip.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chster sprach S.E. <strong>Donald Ramotar<\/strong>, ehemaliger Pr\u00e4sident von Guyana. Er sagte: \u201eWir treffen uns zu einer Zeit, in der die Welt gro\u00dfe Umw\u00e4lzungen erlebt.\u201c Die westliche Unterst\u00fctzung des Kriegs in der Ukraine ziele darauf ab, Ru\u00dfland die legitimen Sicherheitsinteressen zu verweigern und seine Wirtschaft zu sabotieren. Als \u00e4hnliche schwelende Probleme nannte er die Kriege im Nord- und S\u00fcdsudan und im Kongo. Er verurteilte Israel als \u201eapartheid\u00e4hnliches faschistisches Regime\u201c, dessen Verbrechen vom Westen erm\u00f6glicht w\u00fcrden. Ramotar warf der NATO vor, ihre Vorherrschaft fortsetzen und \u201eein veraltetes sozio\u00f6konomisches System\u201c retten zu wollen, n\u00e4mlich den Neokolonialismus. Die Verm\u00f6gensungleichheit sei noch nie so gro\u00df gewesen. Institutionen wie die Weltbank st\u00fcnden vollst\u00e4ndig unter der Kontrolle der NATO-Staaten. \u00dcberall herrsche Doppelmoral: Die Unabh\u00e4ngigkeit des Kosovo werde anerkannt, w\u00e4hrend das weitaus demokratischere Referendum auf der Krim abgelehnt werde. \u201eZinss\u00e4tze werden als Mittel eingesetzt, um Ressourcen aus der Dritten Welt abzusch\u00f6pfen\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Chinas \u201eWin-Win\u201c-Ansatz stehe in krassem Gegensatz zur Herrschaft durch Gewalt. Die Medien w\u00fcrden China vorwerfen, andere L\u00e4nder in eine \u201eSchuldenfalle\u201c zu locken, aber die Schulden der Dritten Welt gegen\u00fcber China seien nur ein Bruchteil der Schulden gegen\u00fcber dem Westen. Die UNO m\u00fcsse reformiert werden, damit sie nicht durch die Interessen eines oder zweier L\u00e4nder gel\u00e4hmt werde. Ramotar schlo\u00df mit den Worten: \u201eLa\u00dft uns die Hebammen f\u00fcr positive Ver\u00e4nderungen in unserer Welt sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jack Matlock<\/strong>, ehemaliger US-Botschafter in der Sowjetunion zur Zeit des Kalten Krieges, er\u00f6ffnete seine Rede mit den Worten, man k\u00f6nnte immer eine bessere Regierung haben, aber mit der, die man habe, m\u00fcsse man zurechtkommen. Er betonte, da\u00df wir in der Politik nicht die eine oder andere Seite f\u00fcr alles verantwortlich machen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ende des Kalten Krieges sei das Ergebnis von Verhandlungen und nicht der Sieg \u00fcber die UdSSR gewesen. Tats\u00e4chlich endete der Kalte Krieg, bevor die Sowjetunion zusammenbrach. Dieser Zusammenbruch wurde nicht durch Druck von au\u00dfen verursacht, sondern durch interne Probleme. Die UdSSR dominierte Osteuropa und errichtete dort Regime, die vorgeblich sozialistisch waren, es aber in Wirklichkeit nicht waren. Nach dem Fall der UdSSR baten diese L\u00e4nder die USA, eine f\u00fchrende Rolle zu \u00fcbernehmen. Doch schon bald verwandelte sich die NATO von einem Verteidigungsb\u00fcndnis in eine potentiell offensive Milit\u00e4rmacht. Die Errichtung ausl\u00e4ndischer Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte mit Raketensystemen in diesen L\u00e4ndern &#8211; angefangen mit Rum\u00e4nien und Polen \u2013 stellte eine Sicherheitsbedrohung f\u00fcr Ru\u00dfland dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Matlock sagte, die USA erlebten derzeit ihre gr\u00f6\u00dfte Verfassungskrise seit dem B\u00fcrgerkrieg. Pr\u00e4sident Trump w\u00fcrde gerne auf milit\u00e4rische Interventionen verzichten, aber er \u201ewendet sehr grobe Methoden an, um dies zu erreichen\u201c. Trump sei \u201eautorit\u00e4r in seinen Methoden\u201c, und die Mitschuld der USA und Europas am V\u00f6lkermord in Gaza sei \u201eein gro\u00dfes moralisches Versagen\u201c. Die Lage in der Ukraine k\u00f6nne nicht durch den Versuch stabilisiert werden, die von Adolf Hitler und Josef Stalin geschaffenen Grenzen wiederherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter <strong>Chas Freeman<\/strong>, ehemaliger US-Staatssekret\u00e4r f\u00fcr internationale Sicherheitsangelegenheiten, stellte fest, da\u00df \u201eim Westen eine \u00c4ra der Phantasie-Au\u00dfenpolitik\u201c herrsche. \u201eEwige Kriege\u201c h\u00e4tten keine klar definierten Ziele und w\u00fcrden von der Illusion angetrieben, die andere Seite werde einfach kapitulieren. Im Falle der Ukraine sei die unterlegene Seite nicht in der Lage, Ultimaten zu stellen. Der Westen m\u00fcsse sich von seinen \u00c4ngsten vor angeblichen russischen Eroberungspl\u00e4nen befreien, f\u00fcr die es keine Beweise gibt. Tats\u00e4chlich habe die Weigerung des Westens, auf die Sicherheitsbedenken Ru\u00dflands einzugehen, Ru\u00dfland zum Krieg gezwungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Scott Ritter<\/strong>, ehemaliger Nachrichtenoffizier des US-Marine Corps und ehemaliger UN-Waffeninspekteur, bekr\u00e4ftigte: \u201eKrieg ist niemals ehrenhaft, aber geben Sie nicht den Marines die Schuld\u2026 Wir h\u00e4tten uns wahrscheinlich bessere Anf\u00fchrer aussuchen sollen.\u201c Er unterst\u00fctzte Zepp-LaRouches Aufruf zu Verhandlungen und Dialog. Der ber\u00fchmte \u201eWaldspaziergang\u201c des stellvertretenden US-Verteidigungsministers Paul Nitze mit dem sowjetischen Botschafter Juli Kwizinskij sei ein Beispiel f\u00fcr einen Dialog, der zwar kurzfristig gescheitert sei, aber letztendlich zu fruchtbaren R\u00fcstungskontrollabkommen gef\u00fchrt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ritter schlo\u00df sich Matlocks Mahnung an, da\u00df wir nicht einer Seite die Schuld f\u00fcr alles geben sollten. Er gab die provokante Erkl\u00e4rung ab, er mache sich selbst f\u00fcr den V\u00f6lkermord in Gaza mitverantwortlich, sogar f\u00fcr den Tod von Hind Rajab, weil er das Vorgehen der Hamas begr\u00fc\u00dft habe. Die Hamas habe die Angriffe vom 7. Oktober 2023 durchgef\u00fchrt, um der Welt das wahre Gesicht Israels zu zeigen, das sich in seiner v\u00f6lkerm\u00f6rderischen Reaktion offenbart habe. Aber das pal\u00e4stinensische Volk habe den Preis daf\u00fcr bezahlt. \u201eZivilisten zahlen immer den Preis\u201c, warnte er. Wir brauchen einen Dialog, denn das ist die einzige wirkliche L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ray McGovern<\/strong>, ehemaliger Senior Analyst der Central Intelligence Agency und Gr\u00fcnder der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), begann seine Rede, indem er sich eine Kufiya umlegte, die als Symbol der Solidarit\u00e4t mit der pal\u00e4stinensischen Sache gilt. Er berichtete, er habe den V\u00f6lkermord der Nazis miterlebt, sei aber noch zu klein gewesen, um etwas dagegen unternehmen zu k\u00f6nnen. Dieses Mal, w\u00e4hrend ein neuer V\u00f6lkermord ver\u00fcbt werde, sei er erwachsen und wolle alles tun, was in seiner Macht stehe. Er sagte, die Deutschen h\u00e4tten damals mit \u201esch\u00fcchterner Unterw\u00fcrfigkeit\u201c reagiert, und wir d\u00fcrften ihrem Beispiel nicht folgen: \u201eWir sind alle mitschuldig, wenn wir nicht versuchen, etwas zu \u00e4ndern.\u201c Er erinnerte das Publikum an das, was er das \u201eNoah-Prinzip\u201c nennt: Keine Auszeichnungen mehr f\u00fcr Regen-Vorhersagen, nur noch Auszeichnungen f\u00fcr den Bau von Archen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dmitrij Tschumakow<\/strong>, Ru\u00dflands stellvertretender St\u00e4ndiger Vertreter f\u00fcr Wirtschaftsfragen bei den Vereinten Nationen, sagte, die Welt befinde sich in einer schweren Wirtschaftskrise, die bisherige Ordnung erodiere. Heute gebe es \u201ewilden Kapitalismus\u201c, Monopolisierung der Produktion, zunehmende Ungleichheiten zwischen und innerhalb von L\u00e4ndern. \u201eDie Zahl der Konflikte w\u00e4chst exponentiell\u201c, sagte er. Die weltweiten Milit\u00e4rausgaben h\u00e4tten 2,4 Billionen Dollar erreicht und schadeten dem globalen Wirtschaftswachstum und der Entwicklung. Sanktionen gegen Ru\u00dfland und China oder die Zerst\u00f6rung der Nord Stream-Gaspipeline tr\u00e4fen zunehmend diejenigen, die sie initiieren &#8211; \u201eDie Schlange bei\u00dft sich in den Schwanz.\u201c Projekte wie die Vorschl\u00e4ge des Schiller-Instituts oder das Modell der BRICS stellten eine Alternative dar. Er forderte einen neuen Finanzrahmen, einschlie\u00dflich \u201ebedingungsloser Kreditvereinbarungen\u201c und Finanzverfahren, \u201edie nicht als Waffen eingesetzt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Xu Qiqi<\/strong> von der Akademie f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische China- und Weltstudien sprach in einem vorab aufgezeichneten Video \u00fcber die vier Defizite, die seiner Meinung nach \u00fcberwunden werden m\u00fc\u00dften: Frieden, Entwicklung, Sicherheit und Regierungsf\u00fchrung. Der Multilateralismus m\u00fcsse gef\u00f6rdert werden: \u201eGlobale Probleme erfordern globale L\u00f6sungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Gruppe junger Leute aus \u00c4quatorialguinea hatte zwei Fragen an die Konferenz geschickt. Die erste Frage lautete: Was k\u00f6nnen junge Menschen tun, um die diskutierten Probleme zu l\u00f6sen? Frau Pandor antwortete, junge Menschen kennen sich gut mit sozialen Medien aus und sollten aktiv werden. Auf die zweite Frage zur Ver\u00e4nderung der wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas antwortete sie, da\u00df wir uns mit dem Problem der Korruption befassen m\u00fcssen. Pr\u00e4sident Biden habe einen n\u00fctzlichen Beitrag geleistet, indem er Bestechung durch US-Unternehmen verboten habe, aber dieses Verbot sei inzwischen wieder aufgehoben worden. Au\u00dferdem m\u00fcsse Afrika lernen, mit Afrika Handel zu treiben: Wir m\u00fcssen den innerafrikanischen Handel st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihren abschlie\u00dfenden Bemerkungen brachte Zepp-LaRouche die Hoffnung zum Ausdruck, da\u00df auf dieser Konferenz konkrete Pl\u00e4ne zur Umsetzung der Zehn Prinzipien f\u00fcr eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur diskutiert werden, wie sie sich auch in den Vorschl\u00e4gen von Xi Jinping f\u00fcr eine globale Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft widerspiegeln. Sie sagte, unser Schlachtruf m\u00fcsse der von Papst Leo XIV. sein, der k\u00fcrzlich sagte, Entwicklung m\u00fcsse die neue Waffe des Friedens sein.<br><br><strong>Panel 2: Die Sch\u00f6nheit der kulturellen Vielfalt<\/strong><br><br>Der zweite Abschnitt der Konferenz des Schiller-Instituts hatte das Thema \u201eDie Sch\u00f6nheit der kulturellen Vielfalt\u201c. Jen Pearl moderierte die Sitzung und er\u00f6ffnete sie mit einem Video von <strong>Lyndon LaRouche<\/strong> aus dem Jahr 1995 \u00fcber die Motette <em>Jesu, meine Freude<\/em> von J. S. Bach. LaRouche beschrieb darin seine Teilnahme an einer Probe und sp\u00e4ter an einer Auff\u00fchrung des Thomanerchors in Leipzig, der auf eine mehr als 800-j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcckblickt. Die Thomas-Sch\u00fcler im Alter von 8 bis 18 Jahren probten hochkonzentriert diese sehr schwierige Bach-Motette und f\u00fchrten sie dann perfekt auf.<br>|<br><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong> er\u00f6rterte anschlie\u00dfend, warum wir eine neue klassische Renaissance brauchen. Sie berichtete von der Gr\u00fcndung des Schiller-Instituts im Jahr 1984, in einem Moment gro\u00dfer Gefahr (als sich die Raketenkrise zwischen der NATO und der UdSSR zuspitzte), um eine Bewegung f\u00fcr Staatskunst aufzubauen. Heute entwickle sich ein neues kulturelles Bewu\u00dftsein in Asien, w\u00e4hrend der Westen in einen Kult der Drogen, Perversit\u00e4t und H\u00e4\u00dflichkeit degeneriere. Sie zitierte die Ansicht von Sergej Lawrow, dem russischen Au\u00dfenminister, da\u00df die westliche Kultur die Werte ihrer Vorfahren ablehnt, eine \u201epostchristliche\u201c Kultur des \u201eAlles ist m\u00f6glich\u201c annimmt und versucht, eine solche perverse Kultur auch dem Rest der Welt aufzuzwingen. Sie betonte, das sei die Kultur, in der sich Perversionen wie Fukayamas \u201eEnde der Geschichte\u201c und LGBTQ ausbreiten k\u00f6nnten und die Menschen mit dem Scheingegensatz \u201eAutokratie gegen Demokratie\u201c auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herabgew\u00fcrdigt werden.<br><br>Die Frage, wie man die Menschen in dieser Lage erheben k\u00f6nne, sei unsere Aufgabe. Gro\u00dfe Denker wie Konfuzius und Schiller seien immer der Auffassung gewesen, da\u00df die \u00e4sthetische Erziehung die Grundlage daf\u00fcr sein mu\u00df, den menschlichen Geist auf die Ebene der Vernunft und die Sinne auf die Ebene des sch\u00f6pferischen Geistes zu heben. Sie h\u00e4tten gewu\u00dft, da\u00df gro\u00dfe Kunst die Seele erhebt, so wie entartete H\u00e4\u00dflichkeit die Seele erniedrigt. Zepp-LaRouche berichtete, da\u00df Cai Yuanpei die Werke Schillers studierte und dessen Ideen als erster Bildungsminister unter Sun Yat-sen nach China zur\u00fcckbrachte.<br><br><strong>Elvira Green<\/strong>, ehemalige Mezzosopranistin an der Metropolitan Opera, hielt einen beeindruckenden Vortrag \u00fcber die Macht der Musik, den sie mit dem Text der afro-amerikanischen Hymne <em>Lift Every Voice and Sing<\/em> begann. Sie sprach davon, wie man Kindern mit Mozarts <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> &#8211; \u201eMozarts Liebesbrief an die Kinder\u201c &#8211; sch\u00f6ne Musik n\u00e4herbringen kann. Mit dem Mittel der Musik, der \u201eZauberfl\u00f6te\u201c, werde dort eine Kraft lebendig, die Feuer und Eis, d.h. Ha\u00df und Gleichg\u00fcltigkeit, \u00fcberwinden kann. Sie zitierte Pr\u00e4sident Kennedys \u00c4u\u00dferung \u00fcber die Kraft der Kultur, durch die eine Kultur definiert werden und die Zeiten mehr \u00fcberdauern kann als jede milit\u00e4rische Heldentat. Sie beschrieb, wie der schwarze amerikanische Tenor Roland Hayes bei einem Konzert in Deutschland Ende der 1920er Jahre ein Publikum, das ihn wegen seiner Hautfarbe zuerst ha\u00dferf\u00fcllt ausbuhte, durch seine innere Ruhe und die Sch\u00f6nheit seiner Darbietung von Schuberts Lied <em>Du bist die Ruh<\/em> f\u00fcr sich gewann und begeisterte. Green fragte, ob Musik eine Farbe, Gerechtigkeit oder Wahrheit habe? Es seien Ideen und Sch\u00f6nheit, die die Seelen bewegen, und Musiker sollten auch zu Gesetzgebern werden.<br><br><strong>Megan Dobrodt<\/strong>, die Pr\u00e4sidentin des amerikanischen Schiller-Instituts, betonte, da\u00df eine Renaissance, wie Zepp-LaRouche gesagt hatte, nicht einfach \u201epassiert\u201c, sondern von Menschen geschaffen wird, die erkennen, da\u00df die Menschheit besser ist als ihr momentaner Zustand. Heute k\u00f6nnten wir eine neue Renaissance schaffen, die zum ersten Mal global sein k\u00f6nnte. Was ist \u201eklassisch\u201c?, fragte sie. Darunter sollte man keine historische Epoche verstehen, sondern ein universelles Prinzip des Geistes. Die Sinne k\u00f6nnten Eindr\u00fccke sammeln, aber der Verstand suche nach den Ursachen &#8211; das ist Wissenschaft. Mit der Poesie k\u00f6nne man Konzepte vermitteln, die sich in Prosa nicht ausdr\u00fccken lassen, und die Musik tue das gleiche noch viel wirkungsvoller. Als Ausgangspunkt f\u00fcr einen Dialog der Zivilisationen zitierte sie den Dirigenten Wilhelm Furtw\u00e4ngler \u00fcber J.S. Bach, Bach habe das Hier und Jetzt mit der Ewigkeit verbunden und den Geist zur Teilnahme an der Kreativit\u00e4t angeregt.<br><br>Es folgten verschiedene musikalische Darbietungen, die dem Publikum diese Prinzipien auf eindrucksvolle Weise vermittelten:<br><strong>Feride Istogu<\/strong> aus D\u00e4nemark sang zwei albanische Lieder.<br>Zwei chinesische S\u00e4nger, die Mezzosopranistin <strong>Ruijia Don<\/strong>g und der Tenor <strong>Yulin Wang<\/strong>, sangen Mozart-Arien (aus <em>Die Entf\u00fchrung aus dem Serail<\/em> und <em>Clemenza di Tito<\/em>) und chinesische Lieder, darunter ein Duett.<br>Ein iranisches Duo, <strong>Nader Majd <\/strong>an der Tar, einem klassischen viersaitigen Instrument, und <strong>Alireza Analouei <\/strong>an einer Trommel, spielte ein 2500 Jahre altes Musikst\u00fcck aus Persien.<br><strong>Everett Suttle<\/strong>, Tenor und Mitgr\u00fcnder des New Yorker Chors des Schiller-Instituts, sang ein St\u00fcck von Rachmaninoff auf Russisch und ein Lied des portugiesischen Komponisten Jayme Rujas de Arag\u00f3n y Ovalle sowie mit Michelle Erin vom Schiller-Institut das Duett <em>Schwesterlein<\/em> von Johannes Brahms.<br><br>Zum Abschlu\u00df der Sitzung erl\u00e4uterte der Musikdirektor des Schiller-Instituts, <strong>John Sigerson<\/strong>, anhand von Mozarts Motette <em>Ave Verum Corpus<\/em> die Rolle von \u201eBewegung\u201c in der Musik &#8211; die Bewegung zwischen den Intervallen. Lyndon LaRouche habe einmal einen \u201etausendk\u00f6pfigen\u201c Chor gefordert, und mit dem anwesenden Publikum k\u00f6nne man \u201eeinen guten Anfang machen\u201c, sagte Sigerson. Dann forderte er alle Teilnehmer auf, zun\u00e4chst einige Intervalle aus dem St\u00fcck zu studieren und dann aufzustehen und gemeinsam das vierstimmige <em>Ave Verum Corpus<\/em> zu singen &#8211; ein bewegender Moment und ein passender Abschlu\u00df der Sitzung. Zepp-LaRouche kommentierte, wir m\u00fc\u00dften solche positiven Emotionen, wie sie hierbei im Publikum ausgel\u00f6st wurden, in der gesamten Bev\u00f6lkerung hervorrufen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Panel 3: \u201eWissenschaft als Motor\u201c f\u00fcr 3 Milliarden neue produktive Arbeitspl\u00e4tze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt des dritten Abschnitts der Konferenz am Samstagabend (New Yorker Zeit) standen Videos mit \u00c4u\u00dferungen von Lyndon LaRouche aus dem Jahr 2007 sowie des russischen \u00d6konomen Sergej Glasjew aus dem Jahr 2001. Darin betonten sie die Notwendigkeit einer Kreditpolitik &#8211; im Gegensatz zu einer spekulativen Geldpolitik -, um eine neue Ordnung der wirtschaftlichen Entwicklung aller Nationen herbeizuf\u00fchren, beginnend mit der sofortigen Entwicklung S\u00fcdwestasiens durch den Oasen-Plan, den LaRouche erstmals 1975 vorgeschlagen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Sitzung sang John Sigerson drei verschiedene Vertonungen von Ludwig Uhlands Gedicht <em>Fr\u00fchlingsglaube<\/em> aus dem Jahr 1812 &#8211; von Conradin Kreutzer, Franz Schubert und Josephine Lang. Uhlands <em>Fr\u00fchlingsglaube<\/em> dr\u00fcckt den Optimismus angesichts der erwarteten Niederlage Napoleons und der damit verbundenen Schaffung einer neuen Welt im Bild eines Fr\u00fchlings aus, in dem \u201ealles bl\u00fcht\u201c und sich \u201ealles wenden\u201c mu\u00df. <strong>Anastasia Battle<\/strong>, Moderatorin und Chefredakteurin des Kulturmagazins <em>Leonore<\/em> des Schiller-Instituts sowie Mitinitiatorin der Internationalen Friedenskoalition zusammen mit Helga Zepp-LaRouche, kommentierte nach der Auff\u00fchrung, ein solcher Optimismus sei notwendig, um das zu tun, was heute getan werden mu\u00df, um diese Welt wieder aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte ein kurzes Video von <strong>Lyndon LaRouche<\/strong>, in dem er betonte, da\u00df Geld an sich keinen eigenen Wert habe, sondern da\u00df sein Wert nur in der Steigerung der Produktivit\u00e4t und der Kraft der Menschheit liege, die Natur zu ver\u00e4ndern. Die Frage nach wirtschaftlichem Wert laufe demnach auf die Frage hinaus: \u201eErh\u00f6hen wir das potentielle relative Bev\u00f6lkerungswachstum der Menschheit auf diesem Planeten oder nicht?\u201c LaRouche f\u00fchrte damals ein Beispiel f\u00fcr eine solche Wertver\u00e4nderung an: Anstatt seine Billionen Dollar in US-Staatsanleihen auf einer Bank zu deponieren, k\u00f6nnte China diese als Kredite in den Aufbau der Infrastruktur anderer L\u00e4nder in S\u00fcdwestasien investieren. Dann h\u00e4tte dieses Geld einen Wert!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Harley Schlanger<\/strong>, Vizepr\u00e4sident des amerikanischen Schiller-Instituts, sagte zu Beginn seines Vortrags, einige h\u00e4tten zwar gehofft, da\u00df Pr\u00e4sident Trump auf seiner j\u00fcngsten Nahost-Reise einen pal\u00e4stinensischen Staat anerkennen w\u00fcrde. Nun stelle sich jedoch die Frage: Gibt es eine Alternative zu Netanjahus \u201eEndl\u00f6sung\u201c, die darin bestehe, die meisten Pal\u00e4stinenser zu t\u00f6ten und die \u00dcberlebenden zu zwingen, das Land zu verlassen, um ein \u201eGro\u00df-Israel\u201c zu schaffen?<\/p>\n\n\n\n<p>LaRouche habe schon 1975 eine Alternative entwickelt, mit seinem Oasenplan als Grundstein f\u00fcr eine neue Weltwirtschaftsordnung. Im Zusammenhang mit der Gr\u00fcndung einer Internationalen Entwicklungsbank sollten Infrastrukturaufbau und Produktivit\u00e4tssteigerung durch den Einsatz von Werkzeugmaschinen finanziert werden. Die Verwirklichung dieses Planes sei in all den Jahren seither daran gescheitert, da\u00df die meisten darauf beharrten, es m\u00fcsse \u201ezuerst Frieden herrschen\u201c, danach k\u00f6nne man sich \u201eum die Wirtschaft k\u00fcmmern\u201c. Das habe garantiert, da\u00df niemals Frieden erreicht wurde und die Beteiligten von den Briten gegeneinander ausgespielt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jason Ross<\/strong>, wissenschaftlicher Berater des Schiller-Instituts, betonte, der Oasenplan spiegele das h\u00f6here wissenschaftliche Prinzip wider, da\u00df Kreativit\u00e4t die Grundlage der physischen Wirtschaft ist &#8211; jeder Mensch sei als \u201eEbenbild Gottes\u201c in der Lage, die Natur und somit das Universum durch die Anwendung bestehender und verbesserter Ideen zu ver\u00e4ndern. Er zitierte Albert Einstein, um dieses Prinzip zu veranschaulichen: \u201eDas ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit.\u201c Wir seien dazu bestimmt, das Universum zu verbessern und unsere Macht \u00fcber die Natur zu vergr\u00f6\u00dfern. LaRouches Zukunftsvision des Oasenplans bestehe darin, den Wasserflu\u00df pro Fl\u00e4cheneinheit und die Leistungsdichte pro Fl\u00e4cheneinheit zu erh\u00f6hen, so da\u00df der Mensch seine Produktivkraft und die Bev\u00f6lkerungsdichte steigern kann.<\/p>\n\n\n\n<p>LaRouche habe darauf bestanden, da\u00df man den zahllosen Opfern der inszenierten Kriege in S\u00fcdwestasien einen Sinn geben m\u00fcsse, indem man durch die Entwicklungsstrategie des Oasenplans den gesamten Charakter der Region ver\u00e4ndert und die Kriege durch Zusammenarbeit f\u00fcr eine produktive Zukunft im Interesse aller Beteiligten endlich \u00fcberwindet. Ross schlo\u00df seinen Vortrag: \u201eDie Frage, die wir uns stellen m\u00fcssen, lautet: K\u00f6nnen wir dem Leben all derer, die gelitten haben und umgekommen sind, einen Sinn geben?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wurde ein Ausschnitt aus einer Rede des russischen \u00d6konomen <strong>Dr. Sergej Glasjew<\/strong> aus dem Jahr 2001 gezeigt, der damals Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Duma war und heute Staatssekret\u00e4r der Russisch-Wei\u00dfrussischen Union und Mitglied der Akademie der Wissenschaften ist. Darin erkl\u00e4rt Glasjew, er sei sehr gl\u00fccklich, auf der Konferenz des Schiller-Instituts sprechen zu d\u00fcrfen, da er Lyndon LaRouche voll und ganz zustimme, da\u00df das westliche Finanzsystem vor dem Zusammenbruch steht und ein neues Finanzsystem geschaffen werden mu\u00df, das auf der St\u00e4rkung der Realwirtschaft basiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Glasjew damals forderte &#8211; n\u00e4mlich die Schaffung neuer Kreditmechanismen, durch die L\u00e4nder mit ihren nationalen W\u00e4hrungen in die Realwirtschaft investieren k\u00f6nnen -, hat heute, 24 Jahre sp\u00e4ter, mit dem Aufstieg Chinas und der Zusammenarbeit Ru\u00dflands mit China sowie der zunehmenden Entwicklung der BRICS-Staaten und Chinas Neuer Seidenstra\u00dfe viel gr\u00f6\u00dfere Chancen, verwirklicht zu werden. Glasjew warf schon damals die auch heute noch sehr relevante Frage auf, ob wir in der Lage sein werden, ein neues System zu schaffen, oder ob die Finanzoligarchie nach dem Zusammenbruch des Systems durch Krieg und Terrorismus ein eigenes System schaffen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paul Gallagher<\/strong>, Wirtschaftsredakteur des von LaRouche gegr\u00fcndeten Magazins <em>EIR<\/em>, betonte, angesichts der Politik der Finanzoligarchie f\u00fcr Krieg und V\u00f6lkermord m\u00fcsse unsere Organisation darauf hinarbeiten, das notwendige neue Kreditsystem zu schaffen, um die Weltwirtschaft wieder aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gallagher wies darauf hin, da\u00df die Vereinigten Staaten \u00fcber kein eigenes Kreditinstrument verf\u00fcgen. Die von der Wall Street beherrschte Federal Reserve verleihe kein Geld f\u00fcr Industrie, Landwirtschaft oder Infrastruktur, sondern stelle nur den gro\u00dfen Wall-Street-Banken riesige Summen zur Verf\u00fcgung. Diese Gro\u00dfbanken h\u00e4tten zwar ihre gesetzlich vorgeschriebenen Einlagen erh\u00f6ht, weigerten sich aber, Geld f\u00fcr produktive Zwecke zu verleihen. Das Verh\u00e4ltnis ihrer Kredite zu Einlagen betrug im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts 85%, sank aber im zweiten Jahrzehnt unter 60%. Die Einlagen in Hedgefonds belaufen sich derzeit auf 3 Billionen Dollar, und allein die drei gr\u00f6\u00dften Wall-Street-Banken haben 2 Billionen Dollar in Hedgefonds angelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Woher sollen also die Kredite f\u00fcr Investitionen in neue Produktionsanlagen oder Infrastruktur kommen? Sie m\u00fc\u00dften von einer umstrukturierten oder verstaatlichten Federal Reserve kommen, die in eine Nationalbank im Sinne Hamiltons umgewandelt werden m\u00fcsse, um Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben. Das Problem bei der Wiederbelebung der Produktion sei nicht China, das sein eigenes hohes Wachstum mit Hamiltonischen Krediten finanziere, sondern bei der Federal Reserve, die jeglichen Kreditflu\u00df in die Realwirtschaft unterbunden habe, um die unhaltbare Spekulationsblase der Wall Street zu finanzieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>William DeOreo<\/strong>, ein Bauingenieur mit langj\u00e4hriger Erfahrung in der F\u00f6rderung der Wasserentsalzung in Jordanien, zeigte auf, wie die Wasserversorgung in Jordanien und damit in ganz S\u00fcdwestasien durch den Bau von Thorium-Kernkraftwerken, die als Nebenprodukt auf nat\u00fcrliche Weise ohne Anreicherung Uran 233 produzieren, massiv erh\u00f6ht werden k\u00f6nnte. In Jordanien, das \u00fcber keine gro\u00dfen Wasserreserven verf\u00fcge, sei inzwischen ein Punkt erreicht, an dem die Wasserversorgungskapazit\u00e4t pro Kopf der Bev\u00f6lkerung, die zum Gro\u00dfteil aus pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlingen besteht, deutlich sinken wird, wenn nicht sofort etwas unternommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Oak Ridge National Laboratory in Tennessee habe in den 1960er Jahren einen funktionierenden Thoriumreaktor betrieben, diesen jedoch stillgelegt, weil die US-Regierung Kernreaktoren zur Herstellung von Atomwaffen bauen wollte, was mit Thorium nicht m\u00f6glich ist. China hingegen habe jetzt einen funktionierenden Thoriumreaktor gebaut. Die Bedeutung dieser Technologie f\u00fcr den Oasenplan sollte offensichtlich sein. Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob man die potentielle Bev\u00f6lkerungsdichte durch die F\u00e4higkeit des Menschen, die Natur zu ver\u00e4ndern, erh\u00f6hen will, oder ob man durch Technologieverweigerung die Bev\u00f6lkerung reduzieren will.<\/p>\n\n\n\n<p>V\u00f6lkermord durch Kartellwirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>V\u00f6lkermord als bewu\u00dfte Politik war ein zentrales Thema in der abschlie\u00dfenden Diskussion \u00fcber die \u00dcbernahme der Landwirtschaft im Westen durch oligarchische Kartelle und deren Versuch, die weltweite Landwirtschaft durch eine \u201everh\u00e4ngnisvolle Politik des komparativen Preisvorteils\u201c zu \u00fcbernehmen. Damit sollen die Nationen gezwungen werden, ihre Ern\u00e4hrungssicherheit aufzugeben, indem sie Fleisch, Obst und Gem\u00fcse aus dem Ausland importieren, was zum Bankrott der meisten Landwirte und zur vollst\u00e4ndigen \u00dcbernahme der Landwirtschaft durch Konzerne f\u00fchren w\u00fcrde. Die auf dem Podium vertretenen Landwirte machten deutlich, da\u00df sie entschlossen sind, dies zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bob Baker<\/strong>, Landwirtschaftskoordinator des Schiller-Instituts, forderte nachdr\u00fccklich, die Kartellisierung der Landwirtschaft zu bek\u00e4mpfen. Die Strategie der Kartelle orientiere sich an der Politik der Britischen Ostindiengesellschaft, sie ziele darauf ab, die Landwirtschaft und Industrie anderer L\u00e4nder zu ruinieren, um deren Bev\u00f6lkerung zu reduzieren. Er stellte dieser faschistischen Politik das von China \u00fcbernommene \u201eAmerikanische System\u201c gegen\u00fcber, bei dem die Produktivit\u00e4t der Landwirtschaft f\u00fcr die Bauern durch die Entwicklung von neuem und verbessertem Saatgut, eine optimierte Wasserversorgung und eine erh\u00f6hte Stromversorgung gesteigert wird. Baker wies auch auf die Zusammenarbeit Ru\u00dflands mit Afghanistan hin, um das Land selbstversorgend zu machen, sowie auf die Wasserprojekte \u00c4gyptens im Nildelta, durch die Teile der W\u00fcste in Oasen verwandelt werden, wo man Nahrungsmittel anbauen kann. Er fragte: \u201eWann haben die USA eigentlich das letzte Mal ein Wasserprojekt gebaut?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Baker forderte anstelle der \u00dcbernahme von Farmen durch Gro\u00dfkonzerne und der Reduzierung der Bev\u00f6lkerung die Gr\u00fcndung von einer Million neuen b\u00e4uerlichen Familienbetrieben. Dazu m\u00fcsse die Bev\u00f6lkerung neue produktive Kredite erhalten, wie Paul Gallagher es skizziert hatte, und es m\u00fc\u00dften Kartellgesetze eingef\u00fchrt werden, um die Unternehmenskartelle aufzubrechen. Zudem m\u00fcsse man Parit\u00e4tspreise einf\u00fchren, um sicherzustellen, da\u00df die Landwirte die Kosten f\u00fcr den Anbau von Nahrungsmitteln finanzieren k\u00f6nnen. Er betonte auch, eine R\u00fcckkehr zur Glass-Steagall-Bankentrennung f\u00fcr die Zerschlagung der Wall-Street-Banken sei dringend erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend lieferten f\u00fchrende Landwirtschaftsvertreter weitere Beweise f\u00fcr die \u00dcbernahme von Familienbetrieben durch Konzerne und die Notwendigkeit, die Bev\u00f6lkerung zu mobilisieren, um die Politik zu \u00e4ndern. Der langj\u00e4hrige Landwirtschaftsaktivist <strong>Joe Maxwell <\/strong>aus Missouri, Pr\u00e4sident von Farm Action und ehemaliger Vizegouverneur von Missouri, der 14 Jahre lang als Abgeordneter im Landesparlament sa\u00df, machte deutlich, da\u00df vier internationale Fleischkartelle 80% der in den Vereinigten Staaten verarbeiteten Rindfleischproduktion kontrollieren. Auch die Weizenm\u00fchlen, die Getreideverarbeitung sowie die landwirtschaftlichen Betriebsmittel seien in den H\u00e4nden von Kartellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mike Callicrate<\/strong>, Viehz\u00fcchter aus Kansas und Gr\u00fcnder von Ranch Foods Direct in Colorado, erkl\u00e4rte, die \u00dcbernahme der Landwirtschaft durch Konzerne habe Amerika zu einem Nettoimporteur von Lebensmitteln gemacht. Diese Politik werde vom Landwirtschaftsministerium (USDA) gef\u00f6rdert, und die Trump-Regierung tue nichts, um etwas daran zu \u00e4ndern. Wir br\u00e4uchten eine andere Regierungspolitik, um lokale und regionale Landwirte zu f\u00f6rdern, die Kartelle zu zerschlagen und die lokale Regeneration des Bodens durch die Methoden der traditionellen Familienbetriebe zu f\u00f6rdern, w\u00e4hrend die Konzernpolitik den Boden kaputt mache. Landwirte m\u00fc\u00dften auch ihre eigenen lokalen M\u00e4rkte aufbauen, um ihre Produkte zu vermarkten, was von der Regierung unterst\u00fctzt werden sollte, betonte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam <strong>Alberto Vizcarra <\/strong>zu Wort, Sprecher der Nationalen Front zur Rettung des Mexikanischen Landes, die sich aus Landwirten und Viehz\u00fcchtern aus f\u00fcnf mexikanischen Bundesstaaten zusammensetzt. Er sagte, da die Freihandelspolitik zwischen den USA und Mexiko derzeit neu bewertet werde und NAFTA unter Trump zerfallen sei, sei es nun an der Zeit, da\u00df US-amerikanische und mexikanische Landwirte sich beraten und eine gemeinsame Strategie zur Bek\u00e4mpfung der Kartelle ausarbeiten. \u201eEs ist an der Zeit, die sch\u00e4dliche Politik des komparativen Preisvorteils zu ersetzen\u201c erkl\u00e4rte er, und gemeinsam eine Strategie zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur auszuarbeiten, die die \u00d6kologie des Landes ver\u00e4ndert und \u201eLeben in die Gro\u00dfe Amerikanische W\u00fcste bringt\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Harley Schlanger<\/strong> erinnerte daran, da\u00df Lyndon LaRouche schon fr\u00fch darauf bestand, da\u00df die Fragen der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung und des Friedens Hand in Hand gehen m\u00fcssen und fragte: \u201eWie kann man Frieden haben, wenn man die Bev\u00f6lkerung hungern l\u00e4\u00dft?\u201c Schlanger verwies auf die Massenhungersnot, die in Gaza beendet werden m\u00fcsse, machte aber deutlich, da\u00df dies ein allgemeiner Grundsatz ist, der bei der Schaffung einer neuen Wirtschaftsordnung gelten m\u00fcsse. Helga Zepp-LaRouche habe betont, da\u00df diese neue Ordnung frei von allen geopolitischen Prinzipien sein m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Panel 4: Die Aktualit\u00e4t von LaRouches Ideen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Tag der Konferenz des Schiller-Instituts am 25. Mai begann mit einer Darbietung des ersten Satzes von Franz Schuberts letzter gro\u00dfer Klaviersonate, Opus 960 in B-Dur. Der junge europ\u00e4ische Pianist Martin Kaptein bot eine au\u00dfergew\u00f6hnlich einf\u00fchlsame Interpretation. Das anspruchsvolle und komplexe Werk ist erhaben und tiefgr\u00fcndig, indem es musikalische Ironien aufstellt &#8211; Eigenschaften, die Kaptein durch poetische Phrasierungen gut zum Ausdruck brachte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies war ein Vorgeschmack auf den Inhalt der gesamten Sitzung, die von <strong>Dennis Small<\/strong>, dem Beiratsvorsitzenden der LaRouche Legacy Foundation (LLF), moderiert wurde. Small gab einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit der nach Lyndon LaRouches Tod 2019 gegr\u00fcndeten Stiftung. Er hob den enormen Umfang und Reichtum von LaRouches Schriften und Reden hervor, von den 1950er Jahren bis weit in dieses Jahrhundert hinein, die in \u00fcber 2.000 Artikeln und mehr als 1.000 Videos festgehalten sind, die derzeit f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit digitalisiert werden. In diesem Jahr erscheint der dritte Band von LaRouches Gesammelten Werken (Englisch) mit dem Schwerpunkt auf seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten. LaRouche sei ein einzigartiges Genie gewesen, der in einem erf\u00fcllten Leben als Staatsmann und Wissenschaftler zweimal Jugendbewegungen rekrutierte und aufbaute &#8211; eine in den 1960er Jahren und eine weitere Anfang der 2000er Jahre -, die weiter nachwirken und die Weltgeschichte ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Small sagte, die Verleumdung und Inhaftierung LaRouches Ende der 1980er Jahre durch die internationale Oligarchie, die sich durch seine Arbeit bedroht sah, habe weniger den Zweck gehabt, LaRouche zu brechen, was ohnehin nie gelang, sondern die \u00d6ffentlichkeit: \u201eSie alle!\u201c Heute m\u00fcssen wir LaRouche rehabilitieren und damit alle rehabilitieren, sagte Small, \u201eindem wir Sie von der falschen Realit\u00e4t der Vorstellungen befreien, die Ihnen vermittelt wurden, um Sie machtlos zu machen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Small stellte dann <strong>Diane Sare<\/strong> vor, eine f\u00fchrende Aktivistin der LaRouche-Bewegung und zweimalige Kandidatin f\u00fcr den US-Senat aus New York. Sare verglich zu Beginn ihrer Rede die Situation heute mit dem \u201elydischen Intervall \u00fcber dem Asteroideng\u00fcrtel\u201c, einem instabilen \u00dcbergangszustand. Der einzige Ausweg daraus sei, sich \u201eauf die Spannung der Instabilit\u00e4t einzulassen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>LaRouche sei einer der wenigen Amerikaner gewesen, die tats\u00e4chlich die geistigen Qualit\u00e4ten und das Engagement gehabt h\u00e4tten, um das Land als Pr\u00e4sident zu f\u00fchren. Dazu geh\u00f6rten nicht nur seine wiederholten, fast schon unheimlich zutreffenden Prognosen politischer Entwicklungen, sondern auch seine unersch\u00fctterliche Entschlossenheit, seine Methode der Staatskunst allen Verantwortlichen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ein Beispiel daf\u00fcr sei sein Buch \u201eThe Road to Recovery\u201c (Der Weg zum Aufschwung) aus dem Jahr 1999, eine Einsch\u00e4tzung der m\u00f6glichen Verl\u00e4ufe der Zeitgeschichte und der Wege zu einem erfolgreichen Ergebnis, die er nach f\u00fcnf Jahren im Gef\u00e4ngnis verfa\u00dfte und die damals einzigartig zutreffend und aus heutiger Sicht h\u00f6chst vorausschauend war.<\/p>\n\n\n\n<p>Sare sagte, die \u201eTyrannei\u201c, gegen die viele gro\u00dfe Menschen im Laufe der Jahrhunderte k\u00e4mpften, sei keine imagin\u00e4re starke Macht, sondern liege \u201eim Glauben deines Nachbarn an die L\u00fcgen\u201c, die Massenmedien im Dienste der Oligarchie verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem ergreifenden Moment erinnerte Sare an LaRouches Einflu\u00df auf ihr eigenes Leben. \u201eH\u00e4tte ich Lyn nicht getroffen\u201c, sagte sie, \u201eh\u00e4tte ich nie die sch\u00f6nen Ideen unz\u00e4hliger gro\u00dfer Geister der Vergangenheit kennengelernt\u201c; und nat\u00fcrlich h\u00e4tte sie nie erfahren, was Lyn in ihrer Seele als das Wahrhaftigste im Menschen sah. Morgen sei in den USA der Memorial Day (Veteranentag), eine Erinnerung an Lyndon LaRouche und alle Verstorbenen &#8211; nicht nur amerikanische Soldaten, sondern auch die pal\u00e4stinensischen Kinder, die in Israels V\u00f6lkermord umkamen, sowie unz\u00e4hlige andere weltweit in den von der Oligarchie gesch\u00fcrten Konflikten. \u201eEs ist Zeit, sich auf die Hinterbeine zu stellen, wie Lyn sagen w\u00fcrde!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Small zeigte dann Videoausschnitte aus Vortr\u00e4gen von <strong>Lyndon LaRouche<\/strong> aus den Jahren 1975 bis 2009, insgesamt eine Stunde lang, die einen Eindruck von der enormen Bandbreite seines Wissens in einer Vielzahl von Disziplinen und sein leidenschaftliches Engagement belegen: f\u00fcr die Befreiung der Menschheit von den Lasten der kolonialen und neokolonialen Unterwerfung, um den Einzelnen zu befreien, sich an der Mission der Menschheit zu beteiligen, unsere Welt wiederaufzubauen, w\u00e4hrend wir nach drau\u00dfen blicken und die Herausforderungen der Erforschung eines Universums voller Galaxien annehmen. LaRouche betonte, unser moralischer Zweck bestehe darin, unser Leben so zu leben, da\u00df wir ein Fundament schaffen, auf dem unsere Nachkommen besser bauen k\u00f6nnen als wir. Dazu m\u00fcsse man auch die Regierung wieder in eine Institution verwandeln, die Amerika wieder zu einer echten Republik machen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Videosequenzen enthielten polemische Reden, Ausf\u00fchrungen zu Grunds\u00e4tzen und Dialoge mit amerikanischen Mandatstr\u00e4gern sowie mit jungen Leuten aus der Zeit der Rekrutierung der zweiten Jugendbewegung.<\/p>\n\n\n\n<p>1975 sprach LaRouche zu Mitgliedern seiner Bewegung \u00fcber die bereits erreichte internationale Wirkung ihrer Aktivit\u00e4ten, nachdem er seinen Vorschlag f\u00fcr eine Internationale Entwicklungsbank ver\u00f6ffentlicht und weitere Interventionen in politischen Kreisen weltweit vorgenommen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>1999 sprach er auf einer Konferenz in Deutschland \u00fcber die Bedeutung der dort damals gerade entdeckten 400.000 Jahre alten Wurfspie\u00dfe, deren Herstellung geistige Erkenntnisse beweise &#8211; das, was Menschen vom Tier unterscheidet. Die Geschichte sei die Geschichte der Ideen, der universellen physikalischen und k\u00fcnstlerischen Prinzipien.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschlu\u00df an die Videos sprach <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong> \u00fcber das gro\u00dfe Verbrechen, wie ihr verstorbener Mann in der \u00f6ffentlichen Meinung verleumdet und gezielt mit allem in Verbindung gebracht wurde, womit andere nicht gerne zu tun haben. Er sei der \u201eSokrates unserer Zeit\u201c gewesen. Sie appellierte an alle, s\u00e4mtliche Vorurteile \u00fcber LaRouche aus ihren K\u00f6pfen zu verbannen und sich mit seinen Schriften auseinanderzusetzen, sowie Videos von seinen Reden anzuschauen, von denen einige auf der Website der LLF (<em>https:\/\/www.larouchelegacyfoundation.org\/)<\/em> verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Man d\u00fcrfe sich dabei nicht mit Zusammenfassungen zufriedengeben. Es sei vielleicht nicht leicht, LaRouches Ideen zu verstehen, aber diese Anstrengung sei notwendig, um den Reichtum seines Denkens zu entdecken, den die Menschheit heute so dringend brauche.<\/p>\n\n\n\n<p>Ideen kann man nicht umbringen, erkl\u00e4rte Zepp-LaRouche. Wir k\u00f6nnen LaRouches Ideen und andere sch\u00f6ne Entdeckungen und Ideen aus der Vergangenheit zum Leben erwecken, um sie aktiv f\u00fcr den Aufbau einer neuen Renaissance einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Panel: Die n\u00e4chsten 50 Jahre der Erde gestalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser sch\u00f6ne Konferenzabschnitt begann mit dem Pianisten Martin Kaptein, der kunstvoll Schuberts zartes Impromptu Ges-Dur spielte. Unter der Moderation von Daniel Burke setzte <strong>Megan Dobrodt<\/strong> als erste Rednerin den Ton, indem sie darlegte, da\u00df Lyndon LaRouches Intervention in die Weltlage immer von Jugendbewegungen angef\u00fchrt wurde, mit der Idee, da\u00df man f\u00fcr einen Kurswechsel eine neue Generation von F\u00fchrungskr\u00e4ften heranziehen m\u00fcsse. Damit diese Generation sich f\u00fcr die Staatsf\u00fchrung qualifizieren kann, m\u00fcsse sie lernen, wie man erkennt, ob etwas wahr oder falsch ist, denn das sei der Ma\u00dfstab f\u00fcr eine solche F\u00fchrung. Diese Vortragsrunde stelle die \u201eLaRouche-Jugendbewegung der dritten Generation\u201c vor. Es folgte ein Videoausschnitt mit Lyndon LaRouche \u00fcber die F\u00e4higkeit des Menschen, die gesetzm\u00e4\u00dfige Ordnung des Universums zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schwierig, diese Podiumsdiskussion zusammenzufassen, da alle Teile tiefgr\u00fcndig und ausf\u00fchrlich waren, daher empfehlen wir, sie sich selbst anzusehen (<em>https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/05\/12\/).<\/em><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mike Campbell<\/strong> sprach dar\u00fcber, was es bedeutet, \u201ePlatons H\u00f6hle zu verlassen\u201c. Unter Verwendung eines Zitats aus LaRouches Schrift <em>Politics as Art<\/em> (2000) warf er die Frage auf: \u201eKannst du das, was du zu wissen glaubst, gut genug beweisen, um es anderen beizubringen?\u201c Der Stand der Astronomie zu Johannes Keplers Zeiten sei wie in Platons ber\u00fchmtem H\u00f6hlengleichnis gewesen. Anstatt das Denken anzupassen, wurden die Modelle von Brahe, Ptolem\u00e4us und anderen nur immer komplizierter gemacht, aber Kepler brach mit dem kulturellen Axiom und suchte statt dessen nach einer physischen Ursache der Planetenbewegungen. Der Perspektivwechsel durch Cusanus und die Renaissance verk\u00f6rpere einen kulturellen Optimismus, der bis hin zur Amerikanischen Revolution f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adrian Pearl<\/strong> demonstrierte, an Campbell anschlie\u00dfend, unter Bezug auf Keplers <em>Neue Astronomie<\/em> und verschiedene visuelle Modelle gekonnt den Unterschied zwischen einer physikalischen Hypothese und blo\u00dfer Beobachtung. Nach einer gro\u00dfartigen Darstellung der Irrt\u00fcmer in den Modellen von Ptolem\u00e4us und Brahe bekr\u00e4ftigte er, dies sei der Grund, warum LaRouche die Bedeutung von Keplers Werk so betonte. Die Tatsache, da\u00df das Universum solche Prinzipien hat, beweise die Wahrheit, da\u00df das gesamte Universum ein intelligenter Entwurf ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes hielt die f\u00fchrende mexikanische Aktivistin <strong>Carolina Dominguez<\/strong> einen Vortrag mit dem Titel \u201eWarum wir keine wilden Tiere sind &#8211; was Ihnen niemand gesagt hat\u201c. Sie sprach \u00fcber Wernadskij und LaRouche als zwei S\u00e4ulen der Bildung, die sie und ihre Kollegen in Mexiko in die Universit\u00e4ten bringen. Entscheidend sei die Idee, da\u00df der Mensch seine Beziehung zur Erde ver\u00e4ndert und neue biogeochemische Prozesse schaffen kann, die es zuvor noch nie gegeben hat. Das Ziel sei es, diese Ideen zum Tragen zu bringen und daraus wirksame politische Ma\u00dfnahmen zu entwickeln. LaRouche wende Wernadskijs Prinzipien auf eine moderne Wirtschaft an. Die damit verbundene Idee des Aufstiegs von einer Ebene zur n\u00e4chsth\u00f6heren gelte auch f\u00fcr das politische Organisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes diskutierte <strong>Kynan Thistlethwaite<\/strong> \u00fcber die Trag\u00f6die und das Erhabene, insbesondere in der Staatskunst, anhand von Shakespeare und Schiller. Shakespeares Trag\u00f6dien seien tiefgreifende Lektionen der Staatsf\u00fchrung. Er spielte die Tonaufnahme einer Rezitation Lyndon LaRouches von Hamlets Monolog \u201eSein oder Nichtsein\u201c vor. Hamlet stehe darin vor der Wahl, entweder an einer machohaften Weltsicht festzuhalten oder sich zu einer neuen Weltsicht zu wandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend zeigte <strong>Anastasia Battle<\/strong> anhand von Zitaten aus Schillers <em>Die Jungfrau von Orleans<\/em> \u00fcber Jeanne d\u2018Arc auf sehr sch\u00f6ne Weise, da\u00df Trag\u00f6dien vermieden werden k\u00f6nnen, wenn wir auf der Ebene des Erhabenen handeln. Trotz des Vertrauensverlusts und des Vorwurfs der Hexerei ging Jeanne mutig auf das Schlachtfeld, um ihren K\u00f6nig zu retten, und handelte so auf der Ebene des Erhabenen. Battle forderte alle auf, sich darin zu \u00fcben, moralisch zu reagieren und auf kreative, sch\u00f6ne Weise zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ashley Tran<\/strong> sprach \u00fcber Schillers ber\u00fchmte Vorlesung zur Universalgeschichte und den historischen Kontext. Unser Schicksal h\u00e4nge von unserer F\u00e4higkeit ab, mit der Geschichte in einen Dialog zu treten. Schiller beschreibt den Gegensatz zwischen dem \u201eBrotgelehrten\u201c und dem \u201ephilosophischen Kopf\u201c. Sie sei als Chinesisch-Amerikanerin stolz darauf, durch ihr Studium der Universalgeschichte den wahren Geist Amerikas zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Castle<\/strong> forderte anhand eines Vortrags \u00fcber Edgar Allan Poe und mit Zitaten von Martin Luther King das Publikum auf, \u00fcber Unsicherheiten hinauszuschauen. Es habe schon immer Patrioten gegeben, die sich moralisch f\u00fcr das Gute verantwortlich f\u00fchlten, und Amerika brauche eine wachsende Bewegung von B\u00fcrgern, die sich der Idee verschreiben, da\u00df die Amerikanische Revolution weitergeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jos\u00e9 Vega<\/strong> sprach dar\u00fcber, wie gro\u00dfe Kunst und Musik \u00fcber die Zeiten erhalten werden m\u00fcssen. Heute werde Bachs Musik allseits gesch\u00e4tzt, aber Bach sei in Europa lange Zeit unterdr\u00fcckt und fast vergessen worden. Erst 1829 wurde Bach dank des 20j\u00e4hrigen Felix Mendelssohn zum \u201eMainstream\u201c. K\u00fcnstler wie Beethoven seien keine Sklaven ihres sterblichen Daseins gewesen. Vega zitierte Beethoven, der zu einem Musiker sagte: \u201eDiese Musik ist nicht f\u00fcr dich, sie ist f\u00fcr die Zukunft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vega sprach dann \u00fcber seine Heimat, den New Yorker Stadtteil Bronx, und die lange Geschichte der Menschen, die in der Bronx Erhabenes und Sch\u00f6nes schufen. So sind dort viele Stra\u00dfen nach antiken griechischen und r\u00f6mischen Dichtern benannt. Man m\u00fcsse den vielen namenlosen Helden dankbar sein, die gro\u00dfe Werke bewahren, so Vega. Die gegenw\u00e4rtige Periode der Armut und Verzweiflung werde am Ende nur \u201eeine kleine Delle in unserer Geschichte sein\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschlu\u00df an die Vortr\u00e4ge folgte eine lebhafte Diskussion von etwa 45 Minuten.<br><br><strong>Panel 6: Die Kraft der Vernunft, das Universum zu ver\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 6. Vortragsrunde wurde mit einer wunderbaren, sehr lebendigen Darbietung von Beethovens Trio Nr. 4, Opus 11, f\u00fcr Klavier, Violine und Cello er\u00f6ffnet, und dies setzte den Ton f\u00fcr die Diskussion \u00fcber die Freude der Menschheit an ihrer zunehmenden Beherrschung der Gesetze des Universums.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Moderator <strong>Dennis Speed<\/strong> begann seine Ausf\u00fchrungen mit einem Videoclip aus LaRouches Film <em>Die Frau auf dem Mars<\/em> aus dem Jahr 1988. Er wies darauf hin, da\u00df die ersten f\u00fcnf T\u00f6ne der Begleitmusik in dem Clip die Intervalle darstellen, die durch die Beziehungen zwischen den Umlaufbahnen der Planeten in unserem Sonnensystem definiert sind, wie sie Johannes Kepler in seiner <em>Weltharmonik<\/em> beschrieben hat, und da\u00df der \u00dcbergang zwischen den unterschiedlich beschaffenen inneren und den \u00e4u\u00dferen Planeten eine Dissonanz erzeugt, die den Asteroideng\u00fcrtel bildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Speed erkl\u00e4rte, der Mensch k\u00f6nne durch die Entwicklung seiner Vernunft die h\u00f6here Ordnung der Struktur und Anomalien des Universums verstehen. Dies erm\u00f6gliche es der Menschheit, \u00fcber ihre reinen Sinneswahrnehmungen hinauszugreifen und immer gr\u00f6\u00dfere Ordnungen von Galaxien im Universum wahrzunehmen. Das entspreche der Vorstellung des Heiligen Augustinus, da\u00df die Menschheit zwar nicht alles im Universum verstehen, aber der menschliche Verstand die <em>Idee<\/em> des Universums erfassen kann und in diesem Sinne gr\u00f6\u00dfer ist als das Universum.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes sprach <strong>Jacques Cheminade<\/strong>, Pr\u00e4sident der Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s in Frankreich, dar\u00fcber, wie das Universum von der Menschheit fordert, ihre produktiven Arbeitskr\u00e4fte immer weiter zu steigern. Die Antwort auf diese Herausforderung sei f\u00fcr uns Lebende wie auch f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen eine Frage von Leben und Tod, und wir sollten uns von Lyndon LaRouche und seinem Werk in diesem Bereich inspirieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um offensichtliche Paradoxien zu l\u00f6sen, sagte Cheminade, insbesondere im Bereich der Steigerung der Arbeitskraft, m\u00fcsse man das Problem von oben angehen. LaRouches Entdeckungen in der Wirtschaftswissenschaft und zur Steigerung des Potentials der Arbeitskraft gr\u00fcndeten auf einer von ihm eingef\u00fchrten Denkweise: da\u00df die Menschheit \u00fcber den Tieren steht und sich grundlegend von ihnen unterscheidet; da\u00df wir durch unsere sch\u00f6pferischen Entdeckungen in der Lage sind, unsere F\u00e4higkeit zu revolution\u00e4ren Verbesserungen willentlich zu erweitern; und da\u00df die Geschichte der Wissenschaft ein Proze\u00df von Entdeckungen ist, die von einzelnen Entdeckern gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um zu demonstrieren, da\u00df k\u00fcnstliche Intelligenz unf\u00e4hig zu Entdeckungen ist, zeigte Cheminade die Animation einer Reihe von Polygonen, die in einen Kreis eingeschrieben sind: Visuell n\u00e4hern sich die Polygone mit einer zunehmenden Anzahl von Seiten immer mehr dem Kreis an, aber in Wirklichkeit entfernt sich das Polygon durch die zunehmende Seitenzahl immer weiter vom Kreis, der gar keine Seiten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir seien gefordert, stets neue Energiequellen und neue Herangehensweisen in der Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die auf Wahrheit und kreativen Entdeckungen beruhen. Ohne das w\u00fcrde die Wirtschaft immer mehr auf Krieg ausgerichtet, wobei immer fortschrittlichere Waffen als \u201eEntdeckungen\u201c gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht k\u00f6nne man auch durch Musik eine rasche Steigerung der wirtschaftlichen Produktivit\u00e4t erreichen. Um \u201eWin-Win-L\u00f6sungen\u201c zu schaffen, schlug Cheminade vor, beispielsweise ein pal\u00e4stinensisch-israelisches Orchester zu gr\u00fcnden, \u00e4hnlich dem West-Eastern Divan Orchestra von Daniel Barenboim und Edward Said.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Redner war <strong>Dr. William Happer<\/strong>, emeritierter Professor f\u00fcr Physik an der Princeton University. Er ging auf die Idee ein, da\u00df man als Wissenschaftler die Vernunft lieben mu\u00df, da\u00df aber die Wissenschaft mehr braucht als Immanuel Kants \u201ereine Vernunft\u201c. Die Vernunft brauche Hilfe, und die k\u00f6nne aus der Beobachtung in Verbindung mit Inspiration, Neugier und Mut kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Happer gab einen \u00dcberblick \u00fcber die \u201eVernunft\u201c der Aufkl\u00e4rung und fa\u00dfte die Ideen Newtons und einiger seiner Gesinnungsgenossen zusammen, die die Erhaltung der Energie und die Homogenit\u00e4t und Gleichf\u00f6rmigkeit des Universums in alle Richtungen behaupteten. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigten aber, da\u00df das in Wirklichkeit nicht der Fall ist, statistische Mechanik und Entropie k\u00f6nnten nicht alle Ph\u00e4nomene erkl\u00e4ren, die wir beobachten. Die Menschheit m\u00fcssen weiterhin neue Entdeckungen machen, und daf\u00fcr brauche man Mut und Ausdauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der begrenzten Zeit von Dr. Happer gab es nur eine kurze Frageperiode, in der er gefragt wurde, ob er zustimme, da\u00df wir ein neues naturwissenschaftliches Curriculum br\u00e4uchten, und wie er zur gr\u00fcnen Agenda und zur Klimafrage steht. Er antwortete, entscheidend sei nicht der Lehrplan an sich, sondern da\u00df wir gute Lehrer brauchen, die Wert auf den klassischen Ansatz und die Grundlagen der Wissenschaft legen. Zur gr\u00fcnen Politik sagte er, wenn die Menschen wirklich eine \u201esaubere Erde\u201c und die \u201eRettung des Planeten\u201c wollen, dann sollten sie die Nutzung fossiler Brennstoffe und der Kernenergie f\u00f6rdern, um alle Menschen [etwa 40% der Weltbev\u00f6lkerung, <em>jgw<\/em>] aus der Armut zu befreien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Kelvin Kemm<\/strong>, Kernphysiker aus S\u00fcdafrika, hielt einen eindrucksvollen Vortrag, in dem er \u201egr\u00fcne\u201c Argumente widerlegte. Er wies darauf hin, da\u00df es auf der Erde schon immer \u201eKlimawandel\u201c gab, wobei er die Kleine Eiszeit [ca. 1300-1850] und andere klimatische Ver\u00e4nderungen anf\u00fchrte, die von den radikalen Klimasch\u00fctzern nie erw\u00e4hnt werden. Die st\u00fctzten sich auf \u00dcbertreibungen und sogar glatte L\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Er verurteilte gr\u00fcne Ideologen, die den Einsatz von Sonnenkollektoren oder Windr\u00e4dern in W\u00fcsten- und Buschgebieten vorantreiben, was tats\u00e4chlich enorme Mengen an Ressourcen wie Eisen und Beton verbraucht, aber nur wenige Arbeitspl\u00e4tze schafft und wenig zuverl\u00e4ssigen Strom erzeugt, die aber Kernkraftwerke mit fast religi\u00f6sem Eifer ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kemm zeigte, wie man die Kernkraft mit neuen Modellen wie dem Modularen Hochtemperaturreaktor (HTMR) ausbauen kann, was den Strommangel insbesondere in L\u00e4ndern ohne Wasserkraftquellen \u00fcberwinden und zuverl\u00e4ssige Produktion f\u00fcr die Nuklearmedizin liefern k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Er kam zu dem Schlu\u00df, da\u00df wir in den n\u00e4chsten 50 Jahren durch den Ausbau der Kernenergie enorme Fortschritte erzielen k\u00f6nnen, insbesondere in Afrika, und da\u00df der Unsinn der \u201egr\u00fcnen Agenda\u201c ein Ende haben m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Redner, <strong>Steve Durst<\/strong>, Direktor der International Lunar Observatory Association (ILOA) mit Sitz in Hawaii, hielt einen Videovortrag mit einem \u00dcberblick \u00fcber die f\u00fcr die n\u00e4chsten hundert Jahre geplanten Weltraumerkundungen. Durst sagte, die bemannte R\u00fcckkehr zum Mond sei der erste gro\u00dfe Schritt, um die Menschheit zu einer \u201eSpezies vieler Welten\u201c zu machen. Die ILOA habe zahlreiche Mondbeobachtungen durchgef\u00fchrt, und einer der faszinierendsten Bereiche seien die Berge des ewigen Lichts am Monds\u00fcdpol, die zu den h\u00f6chsten Gipfeln des Mondes geh\u00f6ren und gleichzeitig das Gebiet mit der h\u00f6chsten Konzentration an Wassereis bilden. Seine Vereinigung m\u00f6chte auch ein Bild der Milchstra\u00dfe vom Mond aus aufnehmen, was eine Weltpremiere w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cody Jones<\/strong>, ehemaliges Mitglied der LaRouche-Jugendbewegung und heute Gymnasiallehrer, hielt einen dynamischen Vortrag, in dem er einige der realen Bedrohungen f\u00fcr die Menschheit zusammenfa\u00dfte &#8211; nicht die globale Erw\u00e4rmung oder Au\u00dferirdische, sondern Sonneneruptionen, anfliegende Asteroiden und kosmische Strahlung aus unserer Galaxie. Anschlie\u00dfend erkl\u00e4rte er, wie Fusionsenergie und ihre Nebenprodukte genutzt werden k\u00f6nnten, um einige unserer Energieprobleme zu l\u00f6sen, Ressourcen zu erschlie\u00dfen und Fusionsraketen zu entwickeln, die unsere Reisen zu anderen Planeten beschleunigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Podiumsdiskussion wurde abgeschlossen von <strong>Jason Ross<\/strong>, wissenschaftlicher Berater des Schiller-Instituts, der die naturwissenschaftlichen Errungenschaften von Lyndon LaRouche und seiner Organisation zusammenfa\u00dfte. Darunter waren die Gr\u00fcndung der Fusion Energy Foundation 1974, die von LaRouche entwickelte Idee der Strategischen Verteidigungsinitiative (SDI), die Pr\u00e4sident Ronald Reagan 1983 \u00fcbernahm, und die Gr\u00fcndung der zweiten LaRouche-Jugendbewegung im Jahr 2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Ross k\u00fcndigte eine neue Kursreihe an, die allen offen steht, um die Grundlagen der Methode wissenschaftlicher Entdeckungen zu verstehen, darunter die revolution\u00e4ren Ideen von Platon, Kepler, Fermat, Leibniz und Gau\u00df. Dies seien die Methoden, mit denen die Menschheit erfolgreich dorthin gelangt ist, wo sie heute steht, und diese Methoden sollten zu Allgemeinwissen werden.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. und 25. 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