{"id":108409,"date":"2025-03-31T15:33:36","date_gmt":"2025-03-31T19:33:36","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=108409"},"modified":"2025-03-31T15:33:39","modified_gmt":"2025-03-31T19:33:39","slug":"stoppt-die-remilitarisierung-europas-fuer-eine-weltweite-friedensbewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2025\/03\/31\/stoppt-die-remilitarisierung-europas-fuer-eine-weltweite-friedensbewegung\/","title":{"rendered":"Stoppt die Remilitarisierung Europas \u2013f\u00fcr eine weltweite Friedensbewegung!"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bericht vom 95. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/h3>\n\n\n\n<p>Das 95. w\u00f6chentliche Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. M\u00e4rz hatte Redner aus Deutschland, Frankreich, dem Iran, Argentinien und Mexiko sowie Teilnehmer aus vielen weiteren L\u00e4ndern. Die Vorsitzende des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin&nbsp;<strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>&nbsp;er\u00f6ffnete die Sitzung mit einer Warnung: Die Bem\u00fchungen der Pr\u00e4sidenten Trump und Putin um eine Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Ru\u00dfland und den USA und eine Beendigung des Krieges in Europa seien gef\u00e4hrdet durch die Versuche, die USA in einen Krieg gegen den Iran zu treiben, und durch die von der EU-F\u00fchrung betriebene massive Aufr\u00fcstung unter dem verlogenen Vorwand, Ru\u00dfland wolle Europa milit\u00e4risch \u00fcberfallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte, ein Krieg gegen den Iran w\u00fcrde ein wirtschaftliches, milit\u00e4risches und politisches Chaos ausl\u00f6sen und k\u00f6nnte zu einem Weltkrieg f\u00fchren. Die von Pr\u00e4sident Macron, Premierminister Starmer und anderen gef\u00f6rderte \u201eKoalition der Willigen\u201c habe diese Woche bei einem Treffen von 30 L\u00e4ndern (erfolglos) versucht, sich auf eine einheitliche europ\u00e4ische Politik f\u00fcr den Einsatz westlicher Truppen in der Ukraine zu einigen \u2013 etwas, was mit Sicherheit einen gro\u00dfen Krieg mit Ru\u00dfland verursachen w\u00fcrde. Die deutsche Bev\u00f6lkerung sei entsetzt dar\u00fcber, da\u00df hunderte von Milliarden f\u00fcr Aufr\u00fcstung ausgegeben werden sollen, w\u00e4hrend die Volkswirtschaften in ganz Europa vor dem Zusammenbruch stehen. Die USA seien in Bezug auf die Kriegspolitik gegen den Jemen und die Drohungen gegen den Iran gespalten, auch Donald Trumps eigene Partei, weil Trump immer damit geworben hat, mit den \u201eendlosen Kriegen\u201c Schlu\u00df zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Gastredner war der ehemalige iranische Botschafter in Deutschland,&nbsp;<strong>Seyed Hossein Mousavian<\/strong>. Er sagte, in Bezug auf die Politik gegen\u00fcber dem Iran gebe es \u201ezwei Trumps\u201c: Der eine Trump habe vor der Wahl Frieden mit dem Iran angestrebt und gesagt, die einzige Bedingung daf\u00fcr w\u00e4re, da\u00df der Iran keine Atomwaffen baut, und habe sich f\u00fcr ein neues Abkommen zwischen beiden L\u00e4ndern eingesetzt, worauf der Iran positiv reagiert habe. Aber nach der Wahl und dem Amtsantritt sei Trump eher der zionistischen Lobby gefolgt und habe eine R\u00fcckkehr zur \u201ePolitik des maximalen Drucks\u201c aus seiner ersten Amtszeit angek\u00fcndigt, gerade als Israels Regierungschef Netanjahu bei ihm in Washington war. Trump habe die Forderungen an den Iran versch\u00e4rft und \u00fcber seinen Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz einen kompletten R\u00fcckbau des iranischen Atomprogramms gefordert, was aber nicht m\u00f6glich sei. Trumps Brief an die iranische F\u00fchrung enthalte wieder alle Kernpunkte der anti-iranischen Politik aus dessen erster Amtszeit, sagte Mousavian. Weder Trump noch der iranische Staatschef Ali Chamenei wollten Krieg, aber Trumps Problem sei, da\u00df seine Regierung uneinig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere j\u00fcngere Schritte der USA lie\u00dfen auf Kriegsvorbereitung schlie\u00dfen \u2013 u.a. der Krieg im Jemen, Waffenlieferungen an Israel, die Entsendung von Flugzeugtr\u00e4gern an den Golf und von B-2-Bombern nach Diego Garcia sowie Israels Bruch des Waffenstillstands im Gazastreifen mit Zustimmung der USA. Um einen Krieg zu verhindern und Frieden zu schaffen, brauche man \u201egegenseitigen Respekt\u201c auf der Grundlage der Achtung des V\u00f6lkerrechts, wirtschaftliche Zusammenarbeit und pers\u00f6nlichen Austausch der Menschen. Amerika und der Iran seien nie Feinde gewesen und sollten Freunde sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oberst a.D. Alain Corvez<\/strong>&nbsp;aus Frankreich war Berater f\u00fcr internationale Beziehungen im franz\u00f6sischen Au\u00dfenministerium und hat bereits mehrfach bei IPC-Treffen gesprochen. Seiner Ansicht nach sind die Drohungen amerikanischer Politiker gegen den Iran nur Propaganda, denn der Iran besitze keine Atomwaffen und wolle sie auch nicht, habe aber ein m\u00e4chtiges Raketenarsenal, wie das erfolgreiche Durchbrechen der israelischen Verteidigung bei den wechselseitigen Angriffen im April 2024 bewiesen habe. Der Iran habe gezeigt, da\u00df er \u00fcber eine Abschreckungskapazit\u00e4t gegen Israel und die USA verf\u00fcgt, und die gemeinsamen Milit\u00e4r\u00fcbungen von Iran, Ru\u00dfland und China zeigten, da\u00df der Iran im Falle einer Invasion wahrscheinlich Unterst\u00fctzung von Ru\u00dfland und von China erhalten w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Corvez stimmt mit Mousavian darin \u00fcberein, da\u00df die Trump-Regierung gespalten ist. Das Durchsickern der Kriegspl\u00e4ne gegen Jemen an den Chefredakteur der Zeitschrift&nbsp;<em>The Atlantic,<\/em>&nbsp;Jeffrey Goldberg, das sogenannte \u201eSignal-Gate\u201c, werde vom Tiefen Staat gesteuert, um Trump zu untergraben. Corvez lobte auch, da\u00df US-Vizepr\u00e4sident Vance seine Verachtung der Europ\u00e4ischen Union offen \u00e4u\u00dferte: \u201eIch teile diese Verachtung.\u201c Das Britische Empire sei geschw\u00e4cht, aber die Briten h\u00e4tten weiterhin die Macht \u00fcber die globale Geldwirtschaft, und die Finanzoligarchie beherrsche die Medien und f\u00fcttere die Bev\u00f6lkerung mit L\u00fcgenpropaganda gegen Ru\u00dfland, China und den Iran.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carolina Dom\u00ednguez,<\/strong>&nbsp;f\u00fchrendes Mitglied der LaRouche-Jugendbewegung in Mexiko, berichtete \u00fcber drei Foren an mexikanischen Universit\u00e4ten mit \u00fcber 400 Studenten und Professoren \u00fcber die Beteiligung an einer internationalen Friedensbewegung. \u201eDie Jugend will keinen Krieg\u201c, das h\u00e4tten diese Treffen bewiesen. Es gab gro\u00dfe Resonanz und gro\u00dfes Interesse an dem Aufruf an die Jugend, sich der IPC anzuschlie\u00dfen, an dem kommenden Internettreffen mit Helga Zepp-LaRouche am 22. April mit jungen Leuten aus aller Welt und an der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts am letzten Maiwochenende.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cliff Kiracofe<\/strong>&nbsp;war Mitarbeiter des Nachrichtenstabes der Republikaner im US-Senat und hat ein Buch \u00fcber den christlichen Zionismus verfa\u00dft. Er stimmte Zepp-LaRouche zu, da\u00df es in der Republikanischen Partei eine Spaltung gibt, auch innerhalb des Trump-Teams. Vizepr\u00e4sident J.D. Vance, DNI Tulsi Gabbard, FBI-Chef Kash Patel und CIA-Chef John Ratcliffe st\u00fcnden fest in Trumps Lager, aber der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz und sein Assistent Alex Wong geh\u00f6rten nicht dazu. Es sei Wong gewesen, der das Treffen organisierte, das an Jeffrey Goldberg vom&nbsp;<em>Atlantic<\/em>&nbsp;durchgestochen wurde. Waltz und Wong h\u00e4tten als Teil der neokonservativen Bewegung gegen Trump Wahlkampf f\u00fcr Mitt Romney gemacht, und Wong habe f\u00fcr den extrem neokonservativen Senator Tom Cotton gearbeitet. Goldberg seinerseits sei ein enthusiastischer Zionist, der im israelischen Milit\u00e4r gedient hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alberto Portugheis<\/strong>&nbsp;ist ein argentinischer Pianist, der als Solist in den gro\u00dfen Konzerthallen der Welt aufgetreten ist und sich gleichzeitig f\u00fcr den Weltfrieden einsetzt. Er sagte, die Kriege w\u00fcrden nicht aufh\u00f6ren, solange der Milit\u00e4risch-Industrielle Komplex weiter existiert. Pr\u00e4sident Franklin Roosevelt habe v\u00f6llig richtig gesagt: \u201eKrieg ist kein Zufall.\u201c Der Milit\u00e4risch-Industrielle Komplex zerst\u00f6re ganze L\u00e4nder und die Umwelt und m\u00fcsse abgeschafft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schlu\u00df gab es eine lebhafte Diskussion \u00fcber weitere Aktivit\u00e4ten, um die IPC auszuweiten.<\/p>\n\n\n\n<p>eir<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 95. Treffen der Internationalen Friedenskoalition Das 95. w\u00f6chentliche Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. M\u00e4rz hatte Redner aus Deutschland, Frankreich, dem Iran, Argentinien und Mexiko sowie Teilnehmer aus vielen weiteren L\u00e4ndern. 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