{"id":106141,"date":"2024-12-23T13:21:33","date_gmt":"2024-12-23T18:21:33","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=106141"},"modified":"2024-12-23T13:21:36","modified_gmt":"2024-12-23T18:21:36","slug":"die-gefaehrlichen-wochen-vor-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/12\/23\/die-gefaehrlichen-wochen-vor-uns\/","title":{"rendered":"Die gef\u00e4hrlichen Wochen vor uns"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Bericht vom 81. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn des 81. w\u00f6chentlichen Online-Treffens der Internationalen Friedenskoalition (IPC) erinnerte die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <strong>Helga Zepp-LaRouche,<\/strong> die Teilnehmer an ihre Warnung, da\u00df die Zeit bis zu Donald Trumps Amtseinf\u00fchrung als US-Pr\u00e4sident am 20. Januar die gef\u00e4hrlichste in der Geschichte der Menschheit sein k\u00f6nnte &#8211; diese Einsch\u00e4tzung habe sich nicht ge\u00e4ndert. Israels Ministerpr\u00e4sident Netanjahu habe ins Auge gefa\u00dft, noch vorher einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, um Trump vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die Wahrheit \u00fcber den pl\u00f6tzlichen Zusammenbruch der Assad-Regierung in Syrien komme jetzt ans Licht: Die von Briten und Amerikanern ausgebildeten K\u00e4mpfer der \u201eRevolution\u00e4ren Kommandoarmee\u201c seien von US-Spezialisten informiert worden: \u201eDas ist euer Moment, macht euch bereit f\u00fcr den Angriff.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Momentary vs. Durable Survival \u2014 with Vanessa Beeley, Lt. Col. Ralph Bossard (ret.) and Steve Starr\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/tBKwmo6g8Oc?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Sie sprach auch an, da\u00df die Anglo-Amerikaner die Friedensgespr\u00e4che zwischen der Ukraine und Ru\u00dfland im Fr\u00fchjahr 2022 sabotierten, was der damalige Schweizer Botschafter in der T\u00fcrkei, Jean-Daniel Ruch, gerade best\u00e4tigt habe. In diesem Sinne habe US-Verteidigungsminister Austin den Ukrainern erkl\u00e4rt, es sei \u201ezu fr\u00fch\u201c, den Krieg zu beenden, er m\u00fcsse verl\u00e4ngert werden, um Ru\u00dfland zu schw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schweizer Oberstleutnant a.D. <strong>Ralph Bosshard,<\/strong> ehemals leitender Planungsoffizier der Sonderbeobachtungsmission der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 2014, berichtete, als Trump in seiner ersten Amtszeit den Vertrag zur Begrenzung nuklearer Mittelstreckenwaffen (INF-Vertrag) aufk\u00fcndigte, habe Ru\u00dfland sofort mit der Arbeit an Waffen wie Oreschnik begonnen. Das sei eine relativ kosteng\u00fcnstige Entwicklung, die nichts Revolution\u00e4res beinhaltet, sondern lediglich bereits laufende Arbeiten in die Entwicklung einer neuen Rakete lenkte. Eine Hyperschallrakete wie Oreschnik, die mit Mach 10 fliegt, k\u00f6nne man nur in der Startphase abfangen, in der Abstiegsphase sei sie viel zu schnell. Und selbst das Europ\u00e4ische Parlament k\u00f6nne die Gesetze der Physik nicht \u00e4ndern, egal was Ursula von der Leyen denkt. Die Russen h\u00e4tten schon in den 1980er Jahren \u00fcber nichtnukleare strategische Waffen nachgedacht und die Warnungen vor einem nuklearen Winter ernst genommen &#8211; im Gegensatz zum STRATCOM-Planungsdirektor, Konteradmiral Thomas Buchanan, der die Illusion hat, die USA k\u00f6nnten einen Atomkrieg gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kernwaffenspezialist Prof. <strong>Steve Starr,<\/strong> ehemaliger Direktor des klinischen Laboratoriums der Universit\u00e4t Missouri, sprach \u00fcber die j\u00fcngst ausgef\u00fchrte Ermordung des russischen Generals Kirillow, Chef der chemischen, biologischen und nuklearen Verteidigungstruppen der russischen Streitkr\u00e4fte. Die anglophilen Medien h\u00e4tten Kirillow vorgeworfen, Desinformation \u00fcber US-Biolabore in der Ukraine zu verbreiten, tats\u00e4chlich habe er sachliche Informationen geliefert. Die USA behaupten, diese Labors dienten der Abwehr biologischer Bedrohungen, aber die dort produzierten Krankheitserreger seien nicht vernichtet worden. Sie h\u00e4tten Langstreckendrohnen von der T\u00fcrkei gekauft, wozu br\u00e4uchten sie diese, wenn nicht f\u00fcr den Abwurf biologischer Waffen? Das US-Verteidigungsministerium habe Biolabors in 25 L\u00e4ndern, die \u201eunter dem Deckmantel der Gesundheit Forschungen zur biologischen Kriegsf\u00fchrung durchf\u00fchren\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Starr verglich Oreschnik und ballistische Raketen: Letztere fliegen auf einer parabolischen Flugbahn durch den Weltraum, Hyperschallraketen bleiben innerhalb der Atmosph\u00e4re. Russische Hyperschall-Gleitflugk\u00f6rper wie Awangard verwenden Magnetohydrodynamische Generatoren (MHD), um Sto\u00dfwellen und Luftwiderstand zu beseitigen, so da\u00df die Flugk\u00f6rper mit Hyperschallgeschwindigkeit man\u00f6vrierf\u00e4hig sind. Starr schlo\u00df mit dem Satz, kein politisches Ziel sei es wert, die Vernichtung der Menschheit zu riskieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche sprach Starr darauf an, da\u00df Europ\u00e4er sich fragen, ob die Kriegsszenarien der NATO nicht automatisch die Zerst\u00f6rung Europas bedeuten. Starr antwortete, bei Stabs\u00fcbungen sei es ein beliebter Witz, da\u00df \u201edeutsche D\u00f6rfer nur f\u00fcnf Kilotonnen voneinander entfernt liegen\u201c. Er warnte, unter der derzeitigen Doktrin gebe es Anreize f\u00fcr einen Pr\u00e4ventivschlag. Weil Elektromagnetische Impulswaffen (EMP) die gesamte Festk\u00f6rperelektronik zerst\u00f6ren und die Kommunikation lahmlegen k\u00f6nnen, hei\u00dfe es unter solchen Umst\u00e4nden: \u201e<em>use them or lose them<\/em>\u201c, d.h. \u201ewenn wir die Atomwaffen jetzt nicht nutzen, sind sie weg\u201c. Zepp-LaRouche folgerte: \u201eWenn Europa \u00fcberleben will, sollten wir also so schnell wie m\u00f6glich aus der NATO austreten.\u201c Starrs Antwort lautete: \u201eJa.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herman \u201eMentong\u201c Tiu Laurel, <\/strong>Leiter des <em>Asian Century Journal <\/em>auf den Philippinen, lobte seine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit dem Ehepaar LaRouche. Er sagte, bis Februar 2023 seien die Philippinen in guter Verfassung gewesen und h\u00e4tten sich produktiver Beziehungen zu China und der Welt erfreut, doch dann habe die Regierung von \u201eBongbong\u201c Marcos alle Entwicklungsprojekte gestoppt. Streitigkeiten mit China, die im Dialog gel\u00f6st werden sollten, f\u00fchren nun zu bewaffneten Zusammenst\u00f6\u00dfen auf See. Laurel sagte: \u201eEs gibt immer noch viele Filipinos, die die Theorie vom ,Raufbold China\u2018 nicht akzeptieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im April 2024 h\u00e4tten die USA Raketenwerfer ins Land gebracht, angeblich f\u00fcr eine \u00dcbung, und es gab Proteste dagegen. Die philippinischen Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten versprochen, die Waffen w\u00fcrden wieder abgezogen, aber nun werden sie als dauerhaft akzeptiert. Laurels Organisation arbeitet gegen die Kriegstreiberei. Sie habe 25 US-St\u00fctzpunkte gefunden, die nicht als solche gekennzeichnet sind und aufgegeben werden m\u00fcssen, damit die Philippinen ein Meer der Ruhe, des Friedens und Wohlstands werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Starr wurde gefragt, ob eine Kombination mehrerer Oreschniks und\/oder anderer Waffen, wie von Pr\u00e4sident Putin erw\u00e4hnt, auch ohne Atomwaffen eine \u00e4hnliche Wirkung wie eine Nuklearexplosion haben k\u00f6nnten? Starr er\u00f6rterte einige der m\u00f6glichen Auswirkungen und kam dann auf die MHD zur\u00fcck: Diese k\u00f6nnten auch zur Entwicklung der Fusionsenergie beitragen, aber das franz\u00f6sische Milit\u00e4r habe gesagt: \u201eErst die Bomben, dann die Energie.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere erfahrene Aktivisten berichteten \u00fcber ihren Einsatz. <strong>Cloret Ferguson<\/strong> beschrieb ihre Bem\u00fchungen, das aktive IPC-Netzwerk zu erweitern, u.a. mit einer E-Mail-Kampagne, um \u201eden verr\u00fcckten Admiral Buchanan aus dem Verkehr zu ziehen\u201c. Der ehemalige New Yorker Kongre\u00dfkandidat <strong>Jos\u00e9 Vega<\/strong> war vor ein paar Wochen zusammen mit dem bekannten Aktivisten Scott Ritter in Washington, wo man ihm sagte, die CIA habe die Kongre\u00dfabgeordneten dar\u00fcber informiert hat, da\u00df Ru\u00dfland \u201enicht blufft\u201c. Aber die Medien behaupteten das Gegenteil. Vega betonte, die Abgeordneten sollten eine Resolution (HR 10218) unterst\u00fctzen, die Lieferung von ATACMS-Raketen an die Ukraine zu stoppen. <strong>Gilles Gervais<\/strong> aus Kanada verlas einen Brief, den er an die Intraparlamentarische Gruppe Kanada-USA geschickt hatte, in dem er darauf hinweist, da\u00df die L\u00f6sung f\u00fcr Grenzfragen, Z\u00f6lle und Migration im neuen <strong><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/11\/27\/entwicklungsoffensive-bedeutet-milliarden-neue-arbeitsplaetze-keine-fluechtlinge-kein-krieg\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/11\/27\/entwicklungsoffensive-bedeutet-milliarden-neue-arbeitsplaetze-keine-fluechtlinge-kein-krieg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bericht des Schiller-Instituts \u201eEntwicklungsoffensive bedeutet Milliarden Arbeitspl\u00e4tze, keine Fl\u00fcchtlinge, kein Krieg\u201c<\/a><\/strong> zu finden ist (deutsche Fassung in Vorbereitung, siehe auch<a href=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2024\/50\/index.php\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2024\/50\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <em>Neue Solidarit\u00e4t <\/em>50\/24<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Einwand eines Teilnehmers, die von Admiral Buchanan genannte Erstschlagspolitik sei schon seit Jahrzehnten in Kraft, antwortete Zepp-LaRouche, das stimme zwar, aber die Weltlage sei heute anders. Nach dem Ende des Kalten Krieges w\u00e4re es ein Leichtes gewesen, die NATO aufzul\u00f6sen und eine Friedensordnung zu schaffen. Stattdessen gab es die NATO-Erweiterung um mehr als tausend Kilometer nach Osten und dann den Maidan-Putsch 2014 und den anschlie\u00dfenden B\u00fcrgerkrieg in der Ukraine, bei dem 14.000 Menschen im Donba\u00df umkamen. Was wir jetzt erleben, sei anders als fr\u00fcher &#8211; eine Eskalationsspirale. Die Bev\u00f6lkerung Europas \u201ewacht nur langsam auf\u201c, anders als in den 1980er Jahren, als Hunderttausende auf der Stra\u00dfe protestierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schlo\u00df mit \u201eeinem kleinen optimistischen Ausblick am Ende dieser Diskussion\u201c: Es sei jetzt an der Zeit, da\u00df die B\u00fcrger ihre Volksvertreter anrufen. Viele unserer Demokratien h\u00e4tten sich in Plutokratien verwandelt, aber vielleicht finde man noch einige menschliche Politiker, schlie\u00dflich sei die gesamte Zivilisation in Gefahr. Donald Trump habe angedeutet, da\u00df er vielleicht anders mit der NATO umgehen wird als Pr\u00e4sident Biden, und wir m\u00fc\u00dften aktiv werden, um das auch sicherzustellen. Sie ermutigte die Teilnehmer, sich \u00fcber den Westf\u00e4lischen Frieden und \u00fcber ihren Vorschlag f\u00fcr<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/11\/30\/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/11\/30\/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong> \u201eZehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur\u201c<\/strong><\/a> zu informieren.\u00a0\u00a0 <em>eir<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 81. 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