{"id":105403,"date":"2024-11-17T10:28:46","date_gmt":"2024-11-17T15:28:46","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=105403"},"modified":"2024-11-17T10:33:19","modified_gmt":"2024-11-17T15:33:19","slug":"wir-sitzen-alle-in-einem-boot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/11\/17\/wir-sitzen-alle-in-einem-boot\/","title":{"rendered":"\u201eWir sitzen alle in einem Boot\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bericht vom 76. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/h3>\n\n\n\n<p>Die 76. w\u00f6chentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 15. November befa\u00dfte sich mit den Folgen der Pr\u00e4sidentschaftswahl in den USA. Die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <strong>Helga Zepp-LaRouche,<\/strong> sagte zu Beginn, wir bef\u00e4nden uns in einem \u00e4u\u00dferst interessanten Moment der Geschichte, in dem \u201edie Richtung noch nicht entschieden ist\u201c. Der designierte Pr\u00e4sident Donald Trump habe verschiedene Kandidaten f\u00fcr sein Kabinett angek\u00fcndigt, aber man k\u00f6nne \u201eaus der Vorgeschichte dieser Leute nicht ablesen, was sie in der Zukunft tun werden\u201c. Mit Tulsi Gabbard als neuer Geheimdienstkoordinatorin werde \u201edie Wahrheit \u00fcber den Stand des Krieges in der Ukraine ans Licht kommen\u201c, ebenso wie die Wahrheit \u00fcber die tats\u00e4chlichen Urheber der Sabotage der Nordstream-Pipeline.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Stop Bullying the World \u2014 We Have to Start Fresh \u2014 International Peace Coalition Meeting #76\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/cAm7JentihM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Es habe jedoch keinen Sinn, \u00fcber die Ereignisse zu spekulieren oder sie zu kommentieren, die Aufgabe der IPC sei es vielmehr, L\u00f6sungen vorzuschlagen. \u201eWir m\u00fcssen einen Konsens \u00fcber die wirtschaftliche Entwicklung des Globalen S\u00fcdens als Alternative zu geopolitischen Kriegen schaffen.\u201c Man stelle sich eine Welt vor, so Zepp-LaRouche, in der sich die BRICS-Staaten mit den USA und Europa zusammentun, um diese \u00c4nderung im Interesse aller zu erreichen. Ein typisches Beispiel sei die Migrationskrise, die sowohl die USA als auch Europa trifft: Die einzige M\u00f6glichkeit, die Krise zu l\u00f6sen, bestehe in einer umfassenden wirtschaftlichen Entwicklung der Nationen des S\u00fcdens, anstatt sie Pl\u00fcnderung und Kriegen auszusetzen. Das Schiller-Institut bereite einen Dringlichkeitsbericht \u00fcber diese Krise und ihre L\u00f6sung vor, der in etwa zehn Tagen erscheinen werde, und alle sollten an der kommenden Konferenz des Schiller-Instituts am 7.-8. Dezember teilnehmen, auf der diese Themen eingehend behandelt werden.<sup>1<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Oberst a.D. <strong>Richard H. Black,<\/strong> ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Landessenator in Virginia, bef\u00fcrwortete die Ernennung Gabbards von ganzem Herzen und erz\u00e4hlte von seinem ersten Kontakt mit ihr in der Frage der US-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Terrorgruppen in Syrien. \u201eSie ist kein indoktrinierter Mensch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der j\u00fcngste BRICS-Gipfel in Ru\u00dfland zeige, da\u00df die Versuche der USA, Ru\u00dfland zu isolieren, gescheitert sind. Er verurteilte scharf die v\u00f6lkerm\u00f6rderischen Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Syrien und die l\u00e4cherlichen Sanktionen gegen Ru\u00dfland bis hin zum Verbot einer Teilnahme junger Behinderter an den Paralympischen Spielen. Die Beschlagnahmung der russischen Staatskasse, \u201eder gr\u00f6\u00dfte Diebstahl der Weltgeschichte\u201c, habe weltweit enorme Abscheu und Furcht ausgel\u00f6st. Pr\u00e4sident Bidens Beteiligung am Abwurf von 2000-Pfund-Bomben auf den Gazastreifen \u201ehat Amerikas Ruf in der Welt schwer befleckt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Blacks Vortrag regte die Teilnehmer zu einem intensiven Dialog an. Guyanas ehemaliger Pr\u00e4sident <strong>Donald Ramotar <\/strong>meldete sich zu Wort, um seine Besorgnis \u00fcber Tulsi Gabbards Haltung zum Gazastreifen zu \u00e4u\u00dfern, die er mit der von Ministerpr\u00e4sident Netanjahu verglich. Sie sei offenbar sehr voreingenommen gegen\u00fcber dem Islam. Black antwortete \u00e4hnlich wie Zepp-LaRouche, die Kabinettsmitglieder w\u00fcrden Trumps Politik umsetzen, und die sei noch nicht absehbar. Co-Moderator <strong>Dennis Speed <\/strong>f\u00fcgte hinzu, der Vorwurf von US-Senatorin Elizabeth Warren und anderen, Gabbard stecke \u201ein Putins Tasche\u201c, lasse darauf schlie\u00dfen, da\u00df hier etwas vor sich geht, das genauer untersucht werden mu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Oberst Black kam auf Syrien zur\u00fcck und berichtete, die CIA habe moderne, hochbewaffnete Armeen von ISIS und Al-Nusra eingesetzt, um Syriens \u00d6l und Getreide zu stehlen, und als Trump die US-Truppen aus Syrien zur\u00fcckziehen wollte, habe der Tiefe Staat dagegen rebelliert, unterst\u00fctzt durch die kollektive Propaganda der Konzernmedien. Zepp-LaRouche forderte die Aufhebung der Caesar-Sanktionen, um das Leiden des syrischen Volkes zu lindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Professor und Autor <strong>Glenn Diesen <\/strong>sprach \u00fcber das j\u00fcngste Treffen des Waldai-Diskussionsklubs, bei dem Pr\u00e4sident Putin eine wichtige Rede hielt und Diesen in der Fragerunde einen langen Austausch mit Putin hatte. Die BRICS-Initiative habe die L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens zu autonomen Nationen gemacht, sie seien nicht mehr Schachfiguren in feindlichen Bl\u00f6cken. Auf Putins Vorschlag einer \u201epolyphonen Weltordnung\u201c angesprochen, bezeichnete Diesen diese Idee als \u201eeinen wichtigen Teil der Multipolarit\u00e4t\u201c. Die Unipolarit\u00e4t habe die Diplomatie korrumpiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mike Robinson, <\/strong>Mitherausgeber von <em>UK Column<\/em>, stimmte mit Blacks Einsch\u00e4tzung der Rolle der westlichen Medien bei der Erstellung eines Narrativs zur Rechtfertigung der Zerst\u00f6rung Syriens \u00fcberein. Er hob dazu die Rolle der \u201eWohlt\u00e4tigkeitsorganisation\u201c BBC Media Action hervor, die vom britischen Au\u00dfenministerium gef\u00f6rdert wird. Seine Kollegin Vanessa Bealey, die in Syrien lebt, habe aktiv mit dem erzwungenen Konsens unter &#8211; angeblichen &#8211; Journalisten gebrochen. Er erinnerte an Donald Trumps Versprechen, den Trend zur Zensur umzukehren. Die Verlagerung auf die sozialen Medien st\u00fcrze die Mainstream-Medien in finanzielle Probleme, und die britische Regierung subventioniere diese durch Anzeigenkauf, w\u00e4hrend sie gleichzeitige sogenannte \u201eTerrorismusgesetze\u201c und ein Gesetz \u00fcber \u201eOnlinesicherheit\u201c nutzt, um unliebsame Berichte zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diskussion<\/h3>\n\n\n\n<p>Als Antwort auf einen Teilnehmer aus Iberoamerika, der vor einer verdeckten Kontinuit\u00e4t zwischen den Regierungen Biden und Trump warnte, und einen anderen, der Tulsi Gabbard eine Mitschuld am V\u00f6lkermord in Gaza unterstellte, forderte Zepp-LaRouche die Zuh\u00f6rer erneut auf, nicht \u00fcber offene Fragen zu spekulieren. Vielmehr m\u00fcsse jeder selbst f\u00fcr die notwendigen Ver\u00e4nderungen aktiv werden, schlie\u00dflich gebe es heute enorme Ver\u00e4nderungen auf der Welt. \u201eWenn wir alle beteiligten L\u00e4nder in einem riesigen Wirtschaftsprogramm wie Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative zur Entwicklung des Globalen S\u00fcdens zusammenbringen, dann k\u00f6nnten wir die Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me beenden und einen angemessenen Lebensstandard f\u00fcr alle Menschen auf dem Planeten erreichen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Co-Moderator <strong>Dennis Small<\/strong> berichtete \u00fcber Studien f\u00fcr die neue Brosch\u00fcre des Schiller-Instituts, die belegen, da\u00df die Migranten in die Vereinigten Staaten kommen, weil die Pl\u00fcnderungspolitik der Wall Street und der Londoner City die Wirtschaft ihrer Heimatl\u00e4nder zerst\u00f6rt. Wenn man das umkehre, k\u00f6nne das Migrantenproblem gel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft zitierte Zepp-LaRouche eine k\u00fcrzliche Aussage von US-Oberst a.D. Douglas Macgregor, die USA setzten jetzt den Morgenthau-Plan aus der Nachkriegszeit um, Deutschland zu deindustrialisieren &#8211; diese Einsch\u00e4tzung sei richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teilnehmer aus Kolumbien fragte, welche Rolle sein Land im neuen Paradigma spielen k\u00f6nne. Dennis Small beschrieb den neuen Gro\u00dfhafen, der in Zusammenarbeit mit China in Chancay in Peru gebaut wird, und fuhr fort: \u201eDie n\u00e4chste Station auf Xi Jinpings Reisen ist Brasilien\u201c, wo \u00fcber den Bi-ozeanischen Eisenbahnkorridor (zwischen dem Pazifik und dem Atlantik) gesprochen werden soll, \u201eder ganz S\u00fcdamerika f\u00fcr eine Entwicklung \u00f6ffnen wird, wie sie in China stattfindet\u201c. Ideologische Differenzen seien kein Hindernis: \u201eVerge\u00dft die Geopolitik, baut endlich die verdammte Eisenbahn!\u201c Die Vertreterin des Schiller-Instituts Peru, <strong>Sara Madueno,<\/strong> beschrieb die Begeisterung in ihrem Land \u00fcber Xis Besuch und sprach \u00fcber die historischen Beziehungen zwischen Peru und China.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf eine Frage aus Ecuador antwortete Zepp-LaRouche, historisch sei die Infrastruktur immer der Schl\u00fcssel zur Industrialisierung auf der ganzen Welt gewesen. Sie habe gerade erfahren, da\u00df Bundeskanzler Scholz ein einst\u00fcndiges Telefongespr\u00e4ch mit Pr\u00e4sident Putin f\u00fchrte und da\u00df Ru\u00dfland die Uranexporte in die USA wieder aufnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fackel des Fortschritts sei im Laufe der Geschichte von einem Land zum anderen weitergereicht worden, doch jetzt bef\u00e4nden wir uns in einem neuen Moment der Geschichte, in dem alle in einem Boot sitzen. \u201eEntweder wir sterben bald alle in einem Atomkrieg, oder wir schaffen eine neue \u00c4ra der Zivilisation. Unsere Ideen k\u00f6nnen beeinflussen, welchen Gang die Geschichte nimmt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>eir<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Zur Teilnahme an dieser Konferenz k\u00f6nnen Sie sich <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/11\/05\/konferenz-7-8-dezember-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier anmelden<\/a>.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 76. Treffen der Internationalen Friedenskoalition Die 76. w\u00f6chentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 15. November befa\u00dfte sich mit den Folgen der Pr\u00e4sidentschaftswahl in den USA. 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