{"id":105198,"date":"2024-11-03T09:03:08","date_gmt":"2024-11-03T14:03:08","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=105198"},"modified":"2024-11-03T09:03:10","modified_gmt":"2024-11-03T14:03:10","slug":"unabhaengig-von-den-us-wahlen-droht-weiterhin-ein-atomkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/11\/03\/unabhaengig-von-den-us-wahlen-droht-weiterhin-ein-atomkrieg\/","title":{"rendered":"Unabh\u00e4ngig von den US-Wahlen droht weiterhin ein Atomkrieg"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bericht vom 74. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/h3>\n\n\n\n<p>Das 74. w\u00f6chentliche Onlinetreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 1. November wurde vom ehemaligen UN-Waffeninspekteur <strong>Scott Ritter <\/strong>er\u00f6ffnet, der die Sitzung vorzeitig verlassen mu\u00dfte. Er erkl\u00e4rte, die Welt befinde sich im \u00dcbergang, die koloniale \u00c4ra mit dem britischen, franz\u00f6sischen, niederl\u00e4ndischen und amerikanischen Imperium sei vorbei, auch wenn die F\u00fchrung im Westen so tue, als k\u00f6nnte sie an ihrer unipolaren Welt festhalten. Der BRICS-Gipfel in Kasan in Ru\u00dfland habe gezeigt, da\u00df der Geist von Bandung 1955 \u2013 als die ehemaligen Kolonien das Ende des Kolonialismus verk\u00fcndeten, aber der Kalte Krieg ihren Sieg zunichte machte \u2013 nun endlich Wirklichkeit wird. Der Krieg in der Ukraine sei entschieden, auch wenn die USA und die NATO weiter k\u00e4mpfen und Menschen t\u00f6ten werden, bis die Russen ihre Forderungen nach Entnazifizierung, Entmilitarisierung und Verzicht auf NATO-Mitgliedschaft der Ukraine endg\u00fcltig durchgesetzt haben. Ru\u00dfland werde sich zu keinem Kompromi\u00df bewegen lassen, der nicht seine eigene Sicherheit dauerhaft gew\u00e4hrleistet. \u201eAber was werden die USA und die NATO angesichts eines russischen Sieges tun?\u201c Das sei die gr\u00f6\u00dfte Gefahr, und hier m\u00fcsse man einen Atomkrieg verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Helga Zepp-LaRouche, <\/strong>Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Co-Initiatorin der IPC, verurteilte in ihrem Vortrag den V\u00f6lkermord in Pal\u00e4stina und das Verbot des UN-Pal\u00e4stinahilfswerks UNWRA in Israel. Sie zitierte den UNWRA-Chef Philippe Lazzarini, die Vereinten Nationen seien einst gegr\u00fcndet worden, um eine Wiederholung des V\u00f6lkermordes und Grauens des Zweiten Weltkrieges zu verhindern, aber jetzt wiederhole es sich. Zepp-LaRouche warnte, in Pal\u00e4stina k\u00f6nnten 350 000 Kinder von den israelischen Streitkr\u00e4ften (IDF) ermordet werden. S\u00fcdafrikas neuer Bericht an den Weltgerichtshof (IGH) \u00fcber den V\u00f6lkermord beschreibe eine Versch\u00e4rfung der Lage mit Hunger als Waffe, ethnischer S\u00e4uberung und einer m\u00f6glichen Eskalation des Krieges mit dem Iran. Die positive Alternative habe man in Kasan gesehen, und auch die Internationale Konferenz \u00fcber eurasische Sicherheit in Minsk habe sich mit der L\u00f6sung befa\u00dft. Das T\u00f6ten und die Kriege w\u00fcrden erst ein Ende haben, wenn die Geopolitik beendet wird, die uns zwei Weltkriege und die aktuelle Gefahr eines Atomkriegs beschert habe. Gleichzeitig gebe es auf der ganzen Welt Hungersn\u00f6te, die durch eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur f\u00fcr alle Nationen beendet werden m\u00fcssen. Sie rief alle dazu auf, an der n\u00e4chsten Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 7. und 8. Dezember teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jeremy Loffredo, <\/strong>ein junger unabh\u00e4ngiger Journalist, wurde in Israel verhaftet, weil er \u00fcber den Krieg berichtete, und ihm drohten 25 Jahre Gef\u00e4ngnis oder sogar die Todesstrafe, weil er angeblich Geheimnisse an den Feind verraten habe. Es gab eine internationale Mobilisierung in den sozialen Medien f\u00fcr seine Freilassung, die schlie\u00dflich gelang, als ein Richter feststellte, da\u00df israelische Journalisten das gleiche schrieben wie er und der einzige Unterschied war, da\u00df er Ausl\u00e4nder war. Loffredo sagte, die amerikanische Botschaft habe nichts getan, um ihm zu helfen, und generell sei Israel das einzige Land, in dem Washington f\u00fcr verhaftete US-B\u00fcrger nichts tut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jason Ross, <\/strong>einer von drei <em>EIR<\/em>-Reportern, die am BRICS-Gipfel in Kasan teilgenommen hatten, berichtete \u00fcber den Gipfel, zu dem 13 neue \u201ePartnerl\u00e4nder\u201c eingeladen worden waren, wodurch sich die Gesamtzahl auf 23 erh\u00f6hte. (Einen ausf\u00fchrlicheren Bericht gibt es auf der <em>EIR<\/em>-Webseite.<sup>1<\/sup>) Ross merkte an, andere westliche Journalisten, die vor Ort waren, h\u00e4tten ihm allen Ernstes gesagt, der Gipfel beweise, \u201eda\u00df Putin isoliert ist\u201c \u2013 worauf er lachend antwortete, der gr\u00f6\u00dfte Teil der Welt nehme teil und tats\u00e4chlich sei es eher umgekehrt der Westen, der sich vom Rest der Welt isoliert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. James Cobey,<\/strong> ein Chirurg, der mehreren Friedensorganisationen angeh\u00f6rt (Voices of the Holy Land, Holyland Foundation Five, Palestine House for Freedom und Physicians Against Genocide), arbeitet seit 1964 im Gazastreifen, wo er als Freiwilliger f\u00fcr das UNWRA begann. Er betonte, alle B\u00fcrger sollten sich dringend an der Kampagne gegen den V\u00f6lkermord in Pal\u00e4stina beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wurde ein von der T\u00fcrkei produziertes zweimin\u00fctiges Video mit dem Titel \u201eIsrael wird letztendlich den Preis f\u00fcr den V\u00f6lkermord zahlen\u201c gezeigt.<sup>2<\/sup> Es spielt im Jahr 2040, wenn auf den V\u00f6lkermord in Gaza von 2024 zur\u00fcckgeblickt wird und Kinder in aller Welt ihre Eltern fragen, warum sie nichts unternommen haben, um den Massenmord an Kindern zu stoppen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jos\u00e9 Vega <\/strong>berichtete, da\u00df der Chirurg Mark Perlmutter zu einem Forum im Mount Sinai Hospital in New York City \u00fcber seine Erfahrungen im Gazastreifen sprechen sollte, die Veranstaltung aber wegen angeblich drohender Unruhen abgesagt wurde. Er habe dann eine Versammlung f\u00fcr einen Vortrag der UN-Sonderberichterstatterin f\u00fcr Pal\u00e4stina, Francesca Albanese, dar\u00fcber informiert, was Dr. Perlmutter zugesto\u00dfen war, und die dort versammelten Menschen h\u00e4tten zugesagt, sich einzusetzen. Es wurde ein neues Treffen f\u00fcr den Chirurgen anberaumt, und es wurden Nachrichten an die Stadt verschickt, um sie zu informieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chandra Muzaffar,<\/strong> Gr\u00fcnder und Leiter der Internationalen Bewegung f\u00fcr eine gerechte Welt (JUST), lieferte ein Video-Statement \u00fcber das \u201eGrundproblem, die eigentliche Ursache\u201c der Instabilit\u00e4t in der Welt \u2013 n\u00e4mlich den Anspruch der USA als Hegemonialmacht, der alle Kriege der letzten Jahrzehnte und die aktuelle Atomkriegsgefahr in der Ukraine und S\u00fcdwestasien verursacht habe. Diese eingebildete \u201eMacht \u00fcber die Welt\u201c sei der Grund f\u00fcr die milit\u00e4rischen Katastrophen, den wirtschaftlichen Zusammenbruch und den kulturellen Niedergang, der dadurch entstehe, da\u00df die Bev\u00f6lkerung vom Egoismus statt vom Einsatz f\u00fcr das Gemeinwohl getrieben wird. Muzaffar sagte aber auch, es gebe \u201ehoffnungsvolle Zeichen, wie die BRICS, den Aufstieg Chinas und Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative\u201c. Wenn wir das st\u00e4rken, gebe es einen Ausweg.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussionsrunde wurden verschiedene Fragen aufgeworfen. <strong>Ben Wesley,<\/strong> unabh\u00e4ngiger Kandidat f\u00fcr den US-Kongre\u00df im Staat Connecticut, beschrieb eine Debatte mit dem \u00f6rtlichen demokratischen Abgeordneten und dessen republikanischem Gegenkandidaten, an der er teilnahm. Er fragte den Abgeordneten nach seiner Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Krieg in der Ukraine und den israelischen V\u00f6lkermord. Der leugnete nicht und wollte seine Position auch nicht \u00e4ndern, wurde damit aber als Endergebnis der Debatte als Kriegstreiber entlarvt. Der Moderator <strong>Dennis Small <\/strong>erkl\u00e4rte, Wesley tue genau das, was alle B\u00fcrger tun sollten, um die Macht der Wahrheit zu demonstrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teilnehmer aus Kenia brachte die zahlreichen Kriege auf dem Kontinent zur Sprache. Die Moderatoren Dennis Small und <strong>Dennis Speed <\/strong>antworteten, und Speed sagte, es gebe in Afrika heute 35 Konflikte, und ohne eine grundlegende \u00c4nderung des Systems seien sie nicht zu l\u00f6sen. Er verwies auf einen Bericht der Fusion Energy Foundation aus dem Jahr 1978 \u00fcber \u201eDie Industrialisierung Afrikas\u201c und auf den \u201eOasenplan\u201c f\u00fcr S\u00fcdwestasien als Beispiele f\u00fcr die physische wirtschaftliche Entwicklung, die zur Beendigung der Kriege erforderlich ist \u2013 zumal Afrika 2050 zweieinhalb Milliarden Menschen haben werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschlu\u00df des Treffens lud Zepp-LaRouche nochmals zur Konferenz des Schiller-Instituts am 7.\/8. Dezember ein. Sie betonte, keine Wahl in irgendeinem Land allein, auch nicht in den USA, werde die Atomkriegsgefahr aufhalten. Auf eine Frage, ob Juden das \u201eauserw\u00e4hlte Volk\u201c seien, antwortete sie, man d\u00fcrfe keine Ethnie und kein Land als \u201e\u00fcberlegen\u201c ansehen, das habe in Deutschland zum Faschismus gef\u00fchrt. Wir br\u00e4uchten ein neues Paradigma, das der Menschheit als Ganzes Vorrang vor jeder Nation oder Religion gibt. Friedrich Schiller habe dazu ein sch\u00f6nes Konzept der Selbstvervollkommnung des einzelnen in Verbindung mit der Entwicklung der ganzen Nation entwickelt, das den Gegensatz zwischen Staat und Individuum \u00fcberwindet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>eir<\/em><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 74. Treffen der Internationalen Friedenskoalition Das 74. w\u00f6chentliche Onlinetreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 1. November wurde vom ehemaligen UN-Waffeninspekteur Scott Ritter er\u00f6ffnet, der die Sitzung vorzeitig verlassen mu\u00dfte. 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