{"id":103952,"date":"2024-08-17T10:23:31","date_gmt":"2024-08-17T14:23:31","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=103952"},"modified":"2024-08-22T12:52:28","modified_gmt":"2024-08-22T16:52:28","slug":"internationale-friedenskoalition-am-vorabend-des-weltkriegs-wir-sprechen-ohne-furcht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/08\/17\/internationale-friedenskoalition-am-vorabend-des-weltkriegs-wir-sprechen-ohne-furcht\/","title":{"rendered":"Internationale Friedenskoalition &#8211; Am Vorabend des Weltkriegs: Wir sprechen ohne Furcht"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Den englischen Videomitschnitt der Hauptreden k\u00f6nnen Sie sich <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tWu8C74P1IU\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tWu8C74P1IU\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier ansehen.<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das 63. Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 16. August fand in einer kritischen Weltlage statt, die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong> beschrieb es als \u201eeine Eskalation, die Schritt f\u00fcr Schritt auf einen Punkt zusteuert, an dem es kein Zur\u00fcck mehr gibt\u201c. Sie sagte: \u201eEs gibt jetzt eine aktive Diskussion &#8211; vielleicht sogar schon eine Entscheidung &#8211; \u00fcber die Stationierung der Joint Air-to-Surface Standoff Missiles [Tarnkappen-Boden-Luft-Marschflugk\u00f6rper] JASSMs in der Ukraine.\u201c Ukrainische Flugzeuge k\u00f6nnten dann diese hochpr\u00e4zisen Langstreckenwaffen abschie\u00dfen. Mit diesem Schritt wollten die USA auch die deutsche Regierung dr\u00e4ngen, Taurus-Marschflugk\u00f6rper zu liefern, was Deutschland bisher aus Angst vor einer Eskalation hin zum Dritten Weltkrieg verweigert. Sie erkl\u00e4rte weiter: \u201eDas Eindringen in russisches Territorium in der Region Kursk w\u00e4re ohne technische Beratung der NATO nicht m\u00f6glich gewesen. Die Entscheidung daf\u00fcr wurde aller Wahrscheinlichkeit nach von der NATO getroffen.\u201c Laut Dmitri Polyanskij, dem Ersten Stellvertretenden St\u00e4ndigen Vertreter Ru\u00dflands bei den Vereinten Nationen, mache dies eine diplomatische L\u00f6sung nahezu unm\u00f6glich. Gleichzeitig habe auch Israel mit der Ermordung des Chefunterh\u00e4ndlers der Hamas seine Ablehnung von Diplomatie deutlich gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Urspr\u00fcngen der Krise erinnerte Zepp-LaRouche daran, da\u00df der 15. August der Jahrestag des Untergangs des Bretton Woods-Systems war, der Tag im Jahr 1971, als US-Pr\u00e4sident Nixon zu frei schwankenden Wechselkursen und brutaler Austerit\u00e4t \u00fcberging. Ihr sp\u00e4terer Mann Lyndon LaRouche habe vorausgesagt, da\u00df ein solches Ereignis unausweichlich war, und gewarnt, es werde zu einem Wiederaufleben des Faschismus und einem neuen Weltkrieg f\u00fchren. Seine treffenden Prognosen und dringenden Warnungen hatten weltweiten Einflu\u00df, weshalb es zu einem zweiten wichtigen Ereignis gekommen sei: der Razzia in Leesburg (Virginia) am 6. Oktober 1986, bei der 400 Polizeibeamte von Bund, Bundesstaat und Gemeinde das Haus der LaRouches umstellten und Befehl hatten, sie zu erschie\u00dfen, wenn sich die Gelegenheit bot. LaRouches Unterst\u00fctzer h\u00e4tten damals gewarnt, wenn man sich diesem Versuch, eine abweichende Stimme zum Schweigen zu bringen, nicht energisch entgegenstelle, w\u00fcrden solche Aktionen weitergehen, dann sei niemand sei mehr sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Warnungen erwiesen sich als prophetisch, das zeigt auch die j\u00fcngste Razzia des FBI in der Wohnung des ehemaligen UN-Waffeninspektors und US-Marinegeheimdienstlers <strong>Scott Ritter,<\/strong> der als n\u00e4chster sprach.<\/p>\n\n\n\n<p>Ritter sagte: \u201eWenn Atomwaffen erst einmal zum Mainstream geworden sind\u201c und der Geist aus der Flasche ist, gebe es keine Grenzen mehr f\u00fcr ihren Einsatz. Als Waffeninspektor war er stolz darauf, nicht nur an der Nichtverbreitung, sondern auch an der tats\u00e4chlichen Reduzierung von Atomwaffen beteiligt gewesen zu sein. Heute w\u00fcrden Bef\u00fcrworter von R\u00fcstungskontrolle verspottet und verunglimpft. \u201eWir sind ein Land, das s\u00fcchtig nach Krieg ist\u201c, sagte er, \u201edas st\u00e4ndig nach Konflikten suchen mu\u00df, die den Milit\u00e4risch-Industriellen Komplex f\u00fcttern.\u201c Ritter fuhr fort: \u201eDiejenigen, die letzte Woche mein Haus \u00fcberfallen haben, sind Feinde der Vereinigten Staaten und ihrer Verfassung.\u201c Er stimmte Zepp-LaRouche zu, da\u00df es solche \u00dcbergriffe heute vielleicht nicht g\u00e4be, wenn die B\u00fcrger Lyndon LaRouche damals verteidigt h\u00e4tten. Sp\u00e4ter sagte er in seiner Antwort auf einen anderen Redner: \u201eIch bin kein Politiker, ich bin Marinesoldat&#8230; Der Erste Verfassungszusatz [die Redefreiheit] ist die Schlacht, in der ich k\u00e4mpfen und sterben werde\u201c, wenn es sein mu\u00df. \u201eIch widerspreche heftig der Behauptung ,Desinformation und Fehlinformation sind eine Bedrohung f\u00fcr die Demokratie&#8217;&#8230; Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df der durchschnittliche Amerikaner sehr wohl in der Lage ist, eine auf Fakten basierende Wahrheit zu erkennen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Moderator <strong>Dennis Small <\/strong>gab Beispiele daf\u00fcr, warum Lyndon LaRouche so angegriffen wurde. 1982 traf LaRouche mit f\u00fchrenden Politikern der Welt zusammen, um sich f\u00fcr eine Neuordnung des Finanzsystems einzusetzen und die Katastrophe nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Nachdem er den mexikanischen Pr\u00e4sidenten Jos\u00e9 L\u00f3pez Portillo getroffen hatte und dieser versuchte, seine Vorschl\u00e4ge umzusetzen, ersuchte US-Au\u00dfenminister Henry Kissinger pers\u00f6nlich den FBI-Chef William Webster, gegen LaRouche vorzugehen. Es folgten verdeckte Operationen, die Razzia in Leesburg und schlie\u00dflich die Inhaftierung LaRouches und mehrerer seiner Mitarbeiter wegen fadenscheiniger Konspirationsvorw\u00fcrfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Ereignissen der Jahre 1986-89 wurden Videoausschnitte mit \u00c4u\u00dferungen von LaRouche und dem ehemaligen US-Justizminister Ramsey Clark gezeigt, der in der Berufungsinstanz dessen Anwalt war. LaRouche sagte, es gebe innerhalb der st\u00e4ndigen B\u00fcrokratie des Justizministeriums Gruppen, die wie Killerkommandos agieren. Clark sprach von einem Zusammenspiel von Regierungsstellen, Medien und Nichtregierungsorganisationen, die sich verschworen, die LaRouche-Bewegung &#8211; einen \u201efruchtbaren Motor f\u00fcr Ideen\u201c &#8211; kaputtzumachen. Er habe \u00e4hnliche Operationen gesehen, so Clark, aber dieser Fall sei \u201edie Kr\u00f6nung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ray McGovern,<\/strong> ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegr\u00fcnder der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), erz\u00e4hlte die Vorgeschichte des Ersten und Vierten Zusatzartikels zur US-Verfassung, die Redefreiheit und Schutz vor illegaler Durchsuchung und Beschlagnahme garantieren &#8211; beides gro\u00dfe Anliegen f\u00fcr die B\u00fcrger der jungen Vereinigten Staaten, die unter der britischen Herrschaft gelitten hatten. Zur illegalen Razzia in Ritters Haus sagte McGovern: \u201eWenn Sie vom FBI sind, k\u00f6nnen Sie einen Richter im Bundesstaat New York dazu bringen, alles zu unterschreiben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche wies darauf hin, da\u00df die Charta des Schiller-Instituts bei seiner Gr\u00fcndung von der Amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung inspiriert war. Heute werde in Deutschland \u00fcber ein Gesetz diskutiert, das geheime Durchsuchungen von Wohnungen und elektronischen Ger\u00e4ten erlaubt. Das sei eine echte Gefahr f\u00fcr die Demokratie in der sogenannten \u201eregelbasierten Ordnung\u201c. Die globale Krise lie\u00dfe sich leicht l\u00f6sen, wenn die USA zu den Ideen von Pr\u00e4sident John Quincy Adams zur\u00fcckkehren w\u00fcrden, der ein Amerika wollte, \u201edas nicht im Ausland Monster sucht, die man vernichten mu\u00df\u201c.<sup><a href=\"\/\/loveman.sdsu.edu\/docs\/1821secofstateJQAdmas.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"ttps:\/\/loveman.sdsu.edu\/docs\/1821secofstateJQAdmas.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jack Gilroy<\/strong> von den Veterans for Peace (Veteranen f\u00fcr Frieden) lud die IPC-Teilnehmer zum Kongre\u00df seiner Gruppevom 16.-19. August ein,<sup><a href=\"https:\/\/www.vfpconvention.org\/schedule\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.vfpconvention.org\/schedule\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2<\/a><\/sup> wo er am Sonntag auf einem Podium \u00fcber die Kriegsindustrie spricht. Die Gruppe werde im Herbst an den Universit\u00e4ten gegen die Anwerber der R\u00fcstungsindustrie auftreten und Studenten aufrufen, ein Versprechen zu unterschreiben, niemals f\u00fcr die Kriegsindustrie zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. <strong>Henry Baldelomar<\/strong>, Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger der bolivianischen Botschaft in Washington, berichtete, die Kultur des Friedens sei ein Schl\u00fcsselelement der bolivianischen Verfassung, und aus diesem Grund habe Bolivien den Beitritt zu den BRICS beantragt. Die USA versuchten, eine unipolare Weltordnung durchzusetzen, aber Bolivien sei f\u00fcr die multipolare Alternative. Die Vorgaben des IWF h\u00e4tten einen Zustand der Abh\u00e4ngigkeit geschaffen, der die Einkommensschere vergr\u00f6\u00dfert und die Spannungen versch\u00e4rft, was zu Kriegen f\u00fchre. Die BRICS bauten eine Alternative dazu auf, die Bolivien vom Rohstoffexporteur zum Produzenten von Investitionsg\u00fctern machen wird. Bolivien werde nicht mehr nur Beobachter von Entscheidungen der Gro\u00dfm\u00e4chte sein, sondern selbst beteiligt sein. Sp\u00e4ter in der Diskussion bemerkte Baldelomar ironisch, das \u201eMigrationsproblem\u201c, das den republikanischen US-Pr\u00e4sidentschaftskandidaten so beunruhige, sei tats\u00e4chlich die Folge der Ausbeutung des Globalen S\u00fcdens, \u201edie Nutzung der Ressourcen durch wenige auf Kosten anderer\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jonathan Kuttab, <\/strong>Exekutivdirektor der christlichen Nahost-Friedensgruppe Friends of Sabeel in Nordamerika und Mitbegr\u00fcnder von Nonviolence International, brachte seine Emp\u00f6rung dar\u00fcber zum Ausdruck, da\u00df der scheidende israelische UN-Botschafter Gilad Erdan in seiner Abschiedsrede behauptet hatte, Israel sei \u201edas moralischste Land der Welt\u201c. Wie sei so etwas m\u00f6glich, angesichts Israels mutwilliger T\u00f6tung von Zivilisten und Vergewaltigung von Gefangenen?, fragte Kuttab. Schuld daran sei \u201edas Fehlen eines V\u00f6lkerechts, das f\u00fcr Freund und Feind gleicherma\u00dfen gilt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschlu\u00df schlo\u00df Dennis Small sich Prof. Baldelomars Ausf\u00fchrungen an und betonte, Bolivien spreche damit f\u00fcr die Mehrheit der Menschheit. Und Dennis Speed behauptete provokativ: \u201ePutin und Xi verstehen die Tradition der Amerikanischen Revolution besser als heutigen Amerikaner.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p><em>eir<\/em><\/p>\n\n\n<p><div class=\"call-to-action-big\"><h2>Die Internationale Friedenskoalition<\/h2><p class=\"excerpt\">Werden Sie teil der L\u00f6sung<\/p><p><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/schliessen-sie-sich-der-internationalen-friedenskoalition-an\/\" class=\"custom-button large\" data-newwindow=\"true\">An k\u00fcnftigen Treffen teilnehmen \u2192<\/a><\/p><\/div><\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den englischen Videomitschnitt der Hauptreden k\u00f6nnen Sie sich hier ansehen. Das 63. Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 16. August fand in einer kritischen Weltlage statt, die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche beschrieb es als \u201eeine Eskalation, die Schritt f\u00fcr Schritt auf einen Punkt zusteuert,&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":93575,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[801],"tags":[],"class_list":["post-103952","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-internationale-friedenskoalition"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Peace_dove_3329620077-e1671128215138.jpg","author_info":{"display_name":"madeleine","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/madeleine\/"},"modified_by":"madeleine","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103952","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103952"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103952\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104031,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103952\/revisions\/104031"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/93575"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103952"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103952"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103952"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}