{"id":102650,"date":"2024-05-29T17:39:15","date_gmt":"2024-05-29T21:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=102650"},"modified":"2024-05-29T17:41:02","modified_gmt":"2024-05-29T21:41:02","slug":"stoppt-das-toeten-in-gaza-und-baut-die-region-wieder-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/05\/29\/stoppt-das-toeten-in-gaza-und-baut-die-region-wieder-auf\/","title":{"rendered":"Stoppt das T\u00f6ten in Gaza und baut die Region wieder auf"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Von Michelle Rasmussen und Marcia Merry Baker<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diplomaten aus zw\u00f6lf L\u00e4ndern befa\u00dften sich auf einem Seminar des Schiller-Instituts in Kopenhagen mit dem Konzept des Oasenplans.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das d\u00e4nische Schiller-Institut veranstaltete am 8. Mai in Kopenhagen ein Seminar f\u00fcr Diplomaten und andere G\u00e4ste zum Thema \u201eStoppt das T\u00f6ten und beginnt den Wiederaufbau des Gazastreifens und der Region mit dem Oasenplan \u2013 die LaRouche-L\u00f6sung f\u00fcr Frieden durch Entwicklung\u201c. Vier Botschafter und viele andere Diplomaten von zw\u00f6lf Botschaften aus der Region S\u00fcdwestasien-Nordafrika, anderen Teilen Asiens und Afrikas sowie Westeuropa nahmen pers\u00f6nlich an der Konferenz teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zuh\u00f6rer verfolgten drei Stunden lang intensiv die fesselnden Vortr\u00e4ge und Dialoge, deren Ziel es war, sowohl zu einem sofortigen Ende von Tod und Zerst\u00f6rung in Gaza beizutragen als auch einen Entwicklungspfad f\u00fcr die Zukunft zu skizzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorsitzende des d\u00e4nischen Schiller-Instituts, Tom Gillesberg, moderierte die Veranstaltung und verwies auf die Bem\u00fchungen des Schiller-Instituts in vielen L\u00e4ndern, den Dialog \u00fcber das Konzept \u201eFrieden durch Entwicklung\u201c in Pal\u00e4stina, Israel und weltweit zu f\u00f6rdern, um zu einer neuen Wirtschafts- und Sicherheitsarchitektur f\u00fcr die Welt beizutragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 13. April hatte das Schiller-Institut eine internationale eint\u00e4gige Online-Konferenz abgehalten \u2013 \u201eDer Oasenplan: die LaRouche-L\u00f6sung f\u00fcr Frieden durch Entwicklung zwischen Israel und Pal\u00e4stina und f\u00fcr ganz S\u00fcdwestasien\u201c \u2013, die jetzt im Videoarchiv verf\u00fcgbar ist.<sup><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/03\/12\/internetkonferenz-der-oasenplan-die-larouche-loesung-fuer-frieden-durch-entwicklung\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/03\/12\/internetkonferenz-der-oasenplan-die-larouche-loesung-fuer-frieden-durch-entwicklung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1<\/a><\/sup> Schon seit Februar kursiert ein 14min\u00fctiges Video \u00fcber den Oasenplan, das gro\u00dfes Interesse weckt.<sup><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/02\/14\/petition-unterstuetzung-des-larouche-oasenplans-fuer-frieden-und-entwicklung-in-suedwestasien\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/02\/14\/petition-unterstuetzung-des-larouche-oasenplans-fuer-frieden-und-entwicklung-in-suedwestasien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Plan geht es kurzgefa\u00dft darum, den Aufbau einer Infrastruktur f\u00fcr eine zuverl\u00e4ssige Versorgung mit Wasser, Strom, Transportmitteln, medizinischer Versorgung, Wohnraum und anderen Voraussetzungen f\u00fcr moderne Industrie-Agrar-Staaten als Grundlage f\u00fcr die Sicherheit beider Seiten zu nutzen. Konkret bedeutet dies den Bau von Wasserleitungen und nuklearen Entsalzungsanlagen, Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnlinien, die Afrika, Asien und Europa miteinander verbinden, reichlicher Energieversorgung und vieles mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Der US-Staatsmann und Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche (1922-2019) hat diesen Ansatz schon 1975 als \u201eOasenplan\u201c f\u00fcr S\u00fcdwestasien vorgestellt, als er die Region besuchte, im selben Jahr ver\u00f6ffentlichte er auch seinen Vorschlag f\u00fcr die Finanzierung solcher Vorhaben durch eine neuartige Internationale Entwicklungsbank.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Einladung zu dem Seminar, die das gesamte diplomatische Korps in Kopenhagen erhielt, hatte das Schiller-Institut zu einer Diskussion \u00fcber ein neues Paradigma in diesem Sinne aufgerufen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTod, Zerst\u00f6rung und Hunger sind als Kriegswaffen eingesetzt worden; wirtschaftliche Entwicklung mu\u00df als Friedenswaffe eingesetzt werden, damit Schwerter zu Pflugscharen werden. Wir alle m\u00fcssen jetzt handeln, um das T\u00f6ten zu beenden und den Wiederaufbau zu beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Seminar des Schiller-Instituts in Kopenhagen wird einen wichtigen Beitrag zum Dialog dar\u00fcber leisten, wie man diesem leidgepr\u00fcften Teil der Welt Frieden und Wohlstand bringen kann, und ein neues Paradigma der internationalen Beziehungen einleiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Videoarchiv der Veranstaltung am 8. Mai in Kopenhagen finden Sie (in englischer Sprache) <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2024\/05\/14\/copenhagen-diplomatic-seminar-stop-the-killing-and-start-rebuilding-gaza-and-the-region-with-the-oasis-plan-the-larouche-solution-for-peace-through-development\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2024\/05\/14\/copenhagen-diplomatic-seminar-stop-the-killing-and-start-rebuilding-gaza-and-the-region-with-the-oasis-plan-the-larouche-solution-for-peace-through-development\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Frieden nur durch Entwicklung<\/h3>\n\n\n\n<p>Den ersten der drei Hauptvortr\u00e4ge hielt Helga Zepp-LaRouche, die per Videoverbindung aus Deutschland zugeschaltet war. Sie ist Gr\u00fcnderin und Leiterin des internationalen Schiller-Instituts und \u2013 bis zu dessen Tod zusammen mit ihrem Mann Lyndon LaRouche \u2013 seit Jahrzehnten in der Entwicklungsdiplomatie engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Teilnehmer war S.E. Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian, Botschafter der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde in D\u00e4nemark. Die beiden setzten den Dialog fort, den sie auf der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts am 13. April begonnen hatten, unter anderem \u00fcber die dr\u00e4ngende Frage, ob erst \u201epolitische\u201c Differenzen gel\u00f6st werden m\u00fcssen, bevor die \u201ewirtschaftliche\u201c Entwicklung stattfinden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Als dritter Redner sprach Hussein Askary, S\u00fcdwestasien-Koordinator des Schiller-Instituts, der 2017 das Buch <em>Extending the New Silk Road to Southwest Asia and Africa<\/em> (Die Neue Seidenstra\u00dfe auf S\u00fcdwestasien und Afrika ausweiten) mitverfa\u00dft und die arabische \u00dcbersetzung der <em>EIR<\/em>-Studie <em>Die Neue Seidenstra\u00dfe wird zur Weltlandbr\u00fccke<\/em> angefertigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche begann ihren Vortrag zum Thema \u201eDer Oasenplan: Frieden nur durch Entwicklung\u201c mit der Schreckensnachricht vom Beginn des israelischen Angriffs auf Rafah. Sie gab eine globale strategische Analyse der Gefahr eines regionalen und weltweiten Krieges und beschrieb die Gefahr eines Atomkrieges durch eine Eskalation in S\u00fcdwestasien und\/oder in dem Konflikt zwischen der NATO und Ru\u00dfland in der Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie rief die Diplomaten auf, daran mitzuarbeiten, den Oasenplan als Hebel f\u00fcr ein neues Paradigma voranzutreiben und eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu schaffen. Dies sei der einzige Ausweg aus der existentiellen Krise, in der sich die Welt befindet. Sie beschrieb dazu ihre \u201eZehn Prinzipien f\u00fcr eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur\u201c, die sie seit 2022 zur internationalen Diskussion gestellt hat.<sup><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/11\/30\/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/11\/30\/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">3<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die pal\u00e4stinensische Trag\u00f6die<\/h3>\n\n\n\n<p>S.E. Botschafter Prof. Dr. Hassassian sprach zum Thema \u201eStoppt das T\u00f6ten und startet den Wiederaufbau\u201c. Er hielt eine sehr polemische Rede \u00fcber die andauernde Trag\u00f6die des pal\u00e4stinensischen Volkes, die Geschichte des Konflikts, und was notwendig ist, um den V\u00f6lkermord in Gaza zu beenden. Der Botschafter rief die zw\u00f6lf auf dem Seminar vertretenen L\u00e4nder und die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf, um das T\u00f6ten zu stoppen, und betonte die Notwendigkeit einer politischen L\u00f6sung auf der Grundlage der pal\u00e4stinensischen Souver\u00e4nit\u00e4t, unterst\u00fctzt durch wirtschaftliche Entwicklung. In der Diskussion wurde auch die Frage einer Zweistaatenl\u00f6sung f\u00fcr Israel und Pal\u00e4stina er\u00f6rtert.<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter Hassassian spricht aus langj\u00e4hriger Erfahrung und Engagement. Er ist ehemaliger Botschafter im Vereinigten K\u00f6nigreich und in Ungarn und war gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vizepr\u00e4sident der Universit\u00e4t Bethlehem im Westjordanland sowie Professor an der Universit\u00e4t von Maryland (USA), wo er einen Kurs zur L\u00f6sung des israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikts entwickelte. Er war der wichtigste Berater der Pal\u00e4stinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Fragen des Status von Jerusalem. Er hat einen Master-Abschlu\u00df in internationalen Beziehungen von der Universit\u00e4t Toledo und einen Doktortitel in Politikwissenschaft von der Universit\u00e4t Cincinnati.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die W\u00fcsten begr\u00fcnen<\/h3>\n\n\n\n<p>Hussein Askary beschrieb konkrete Aspekte der Wirtschaftsgeographie und der Entwicklungsprinzipien des Oasenplans unter dem Thema \u201eDie Unm\u00f6glichkeit ist selbstgemacht: Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung ist der einzige Weg nach vorn in Westasien\u201c. Er hinterfragte insbesondere die Axiome hinter der \u201egr\u00fcnen\u201c Nullwachstumsbewegung und ihrem politischen Ausdruck und betonte, die Grunds\u00e4tze der Entwicklung beruhten darauf, wie die Kreativit\u00e4t des Menschen die Natur zum Besseren ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Askary zeigte anhand von Beispielen aus seiner j\u00fcngsten Reise nach Xinjiang Chinas Entwicklungspolitik zur Begr\u00fcnung der W\u00fcste. In den Diskussionsrunden wurden dazu zahlreiche Fragen aufgeworfen, u.a., ob es zu viele Menschen auf der Welt gebe, und die Frage, was man gegen den Terrorismus in Westafrika tun k\u00f6nne, wobei er wiederum die wirtschaftliche Entwicklung als Gegenmittel betonte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diskussion \u00fcber den Plan einer \u201eglobalen Oase\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Diskussionsrunde beantwortete Zepp-LaRouche eine Frage mit einem Appell an den Globalen S\u00fcden, sich weltweit Geh\u00f6r zu verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein konkreter Vorschlag der Diskussionsteilnehmer ist, den Oasenplan auf die Tagesordnung einiger der j\u00e4hrlichen Symposien von Stiftungen und Staaten zum Thema Sicherheit zu setzen. Pal\u00e4stinensische Vertreter k\u00f6nnten dies formell beantragen. Botschafter Hassassian erg\u00e4nzte, man m\u00fcsse diese Diskussion auch an den Universit\u00e4ten in Gang bringen. Der Oasenplan als Katalysator f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeit des Schiller-Instituts und der LaRouche-Bewegung bei seiner F\u00f6rderung seien sehr wichtig f\u00fcr die Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die unmittelbare Gelegenheit, sich auf einer formellen internationalen Plattform zu \u00e4u\u00dfern, bot sich nur zwei Tage nach dem Kopenhagener Treffen, als die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 10. Mai die Frage der Eigenstaatlichkeit Pal\u00e4stinas auf ihre Tagesordnung nahm, \u00fcber die debattiert und auch abgestimmt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die allgemeine Reaktion der Diplomaten auf das Seminar war, da\u00df sie f\u00fcr die Ideen und Anregungen dankbar waren, weil diese ganz anders sind als die sonst routinem\u00e4\u00dfig pr\u00e4sentierten Vorstellungen. Ein asiatischer Diplomat sagte: \u201eIch bin sprachlos. Ich werde Tage brauchen, um \u00fcber all die vorgestellten neuen Ideen nachzudenken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Helga Zepp-LaRouche berichtete beim w\u00f6chentlichen Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) \u00fcber das Seminar: \u201eEs war ein \u00e4u\u00dferst wichtiges Folgetreffen auf der Ebene von Diplomaten und Botschaftern, und aus diesem Treffen ging die volle Verpflichtung hervor, den Einsatz fortzusetzen und auf eine h\u00f6here Ebene zu heben, indem man sich um eine gro\u00dfe internationale Konferenz mit der Teilnahme von Staaten \u00fcber die Notwendigkeit bem\u00fcht, den Oasenplan \u2013 den Entwicklungsplan f\u00fcr die gesamte Region S\u00fcdwestasien \u2013 ernsthaft auf die Tagesordnung zu setzen.\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Michelle Rasmussen und Marcia Merry Baker Diplomaten aus zw\u00f6lf L\u00e4ndern befa\u00dften sich auf einem Seminar des Schiller-Instituts in Kopenhagen mit dem Konzept des Oasenplans. 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