{"id":102552,"date":"2024-05-25T08:12:47","date_gmt":"2024-05-25T12:12:47","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=102552"},"modified":"2024-06-04T09:20:43","modified_gmt":"2024-06-04T13:20:43","slug":"ipc-treffen-geheimdienstsexperten-aeussern-sich-zum-drohenden-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/05\/25\/ipc-treffen-geheimdienstsexperten-aeussern-sich-zum-drohenden-krieg\/","title":{"rendered":"IPC Treffen: Geheimdienstsexperten \u00e4u\u00dfern sich zum drohenden Krieg"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Bericht vom 51. Treffen der Internationalen Friedenskoalition &#8211; von Daniel Platt<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Treffen am 24. Mai kam es zu einem fruchtbaren Dialog zwischen einigen der f\u00fchrenden Geheimdienstexperten der USA: dem ehemaligen CIA-Analysten Larry C. Johnson, dem ehemaligen US-Diplomaten, CIA-Beamten und Islamwissenschaftler Graham Fuller und dem ehemaligen CIA-Analysten und Mitbegr\u00fcnder von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), Ray McGovern. Sie alle \u00e4u\u00dferten sich zu der strategischen Analyse und den L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen, die Helga Zepp-LaRouche, die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, in ihrer Er\u00f6ffnungsrede pr\u00e4sentierte.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong><\/em> stellte fest, da\u00df wir uns in einer Zeit befinden, in der \u201edie Geschichte immer dichter wird\u201c und sich tiefgreifende Ver\u00e4nderungen immer schneller vollz\u00f6gen, w\u00e4hrend gleichzeitig die Gefahr eines Atomkriegs wachse. Der Internationale Gerichtshof (IGH) habe soeben eine Dringlichkeitsanordnung erlassen, um den israelischen Angriff auf Rafah zu stoppen. \u201eDie Frage ist, ob das durchgesetzt wird, und wenn ja, wie\u201c, fragte Zepp-LaRouche. \u201eEinige Leute im westlichen Establishment scheinen zu begreifen, da\u00df mit zweierlei Ma\u00df gemessen wird&#8230; Das System mag rechtm\u00e4\u00dfig sein, aber es ist dabei, seine Legitimit\u00e4t zu verlieren.\u201c Irland, Spanien und Norwegen haben sich der Liste der 140 UN-Mitgliedsstaaten angeschlossen, die den Staat Pal\u00e4stina anerkannt haben. Sollte Israel weiterhin die verbindliche Anordnung des IGH mi\u00dfachten, den V\u00f6lkermord in Gaza zu stoppen &#8211; wie es Premierminister Benjamin Netanyahu erneut geschworen hat &#8211; k\u00f6nnte Israel die UN-Mitgliedschaft entzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf andere Schaupl\u00e4tze strategischer Konfrontation, die die Gefahr einer Eskalation zu einem Atomkrieg in sich bergen, warf Zepp-LaRouche die Frage auf, ob das Attentat auf den slowakischen Premierminister Fico von einem \u201eEinzelt\u00e4ter\u201c ver\u00fcbt worden sei. Es gebe Hinweise darauf, da\u00df er Unterst\u00fctzung gehabt haben k\u00f6nnte. Nicht nur in der Slowakei, sondern auch in Georgien, Serbien und Ungarn, deren f\u00fchrende Politiker die Finanzierung des Krieges in der Ukraine kritisieren und sich gegen die Urheber der Destabilisierungsoperationen aussprechen, sind gro\u00dfe Geldstr\u00f6me an Nichtregierungsorganisationen geflossen. Der georgische Premierminister Kobachidse postete auf Twitter\/X, er habe von einem EU-Kommissar eine Drohung erhalten, ihn k\u00f6nne das gleiche Schicksal wie Fico ereilen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Asien hielt der neu gew\u00e4hlte taiwanesische Pr\u00e4sident Lai seine Antrittsrede, in der er Taiwan als \u201esouver\u00e4ne und unabh\u00e4ngige Nation\u201c bezeichnete. China f\u00fchrte daraufhin Milit\u00e4r\u00fcbungen rund um Taiwan durch, um deutlich zu machen, da\u00df es eine Unabh\u00e4ngigkeit Taiwans nicht tolerieren werde. Zepp-LaRouche erinnerte die IPC-Teilnehmer daran, da\u00df der Grundsatz des \u201eEin China\u201c jahrelang internationaler Konsens gewesen sei. Sie schlo\u00df mit den Worten, da\u00df die n\u00e4chsten sechs Monate entscheidend sein werden und wir in der IPC zusammen mit gleichgesinnten Kr\u00e4ften in der ganzen Welt ein anderes Narrativ, eine andere <em>L\u00f6sung <\/em>in der Tradition des Westf\u00e4lischen Friedens auf die Tagesordnung setzen m\u00fcssen, und das sei LaRouches Oasenplan.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Larry C. Johnson<\/strong><\/em> verglich die gegenw\u00e4rtige US-Au\u00dfenpolitik mit der Nixon-\u00c4ra, als man trotz des Kalten Krieges mit Ru\u00dfland und China reden konnte, w\u00e4hrend sich heute \u201edie USA wie ein dreij\u00e4hriges Kind mit einem Hammer\u201c auff\u00fchrten, dem alles wie ein Nagel erscheine, auf den es draufschlagen m\u00fcsse. Er warnte, wenn das so weitergehe, \u201ewerden die USA an sich selbst zerbrechen&#8230; Man tut so, als k\u00f6nne Amerika seine Streitkr\u00e4fte auf drei Kriegsschaupl\u00e4tzen gleichzeitig einsetzen.\u201c Die amerikanische Marine sei extrem verwundbar gegen\u00fcber den Hyperschallwaffen, \u00fcber die sowohl Ru\u00dfland als auch China verf\u00fcgen. Johnson betonte: \u201eDie V\u00f6lker Asiens, Afrikas und S\u00fcdamerikas haben es satt, von den Vereinigten Staaten schikaniert zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Graham Fuller<\/strong><\/em> schlo\u00df sich mit den Worten an: \u201eLarry und ich haben beide in den Geheimdiensten ,den Weinberg beackert\u2018.\u201c Die USA seien nicht in der Lage, die Realit\u00e4t ihres relativen Niedergangs in der Welt zu akzeptieren. Mit Blick auf die \u201ekomplizierte Dreiecksbeziehung\u201c im Nahen Osten zwischen Iran, Saudi-Arabien und Israel merkte er an, da\u00df China die Spannungen zwischen den Saudis und dem Iran auf bemerkenswerte Weise entsch\u00e4rft habe, \u201ewas dem Argument ,Die Iraner kommen! Die Iraner kommen!\u2018 den Wind aus dem Segel nahm\u201c. Fuller schlo\u00df mit den Worten: \u201eEs ist ein Klischee zu sagen, da\u00df Krisen Chancen schaffen\u201c, aber er hoffe, da\u00df dies die Menschen aufr\u00fctteln werde, neue Ideen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Helga Zepp-LaRouche ergriff hierauf erneut das Wort und betonte, es sei unsere Aufgabe, diese neuen Ideen anzubieten. Die westlichen Nationen t\u00e4ten so, als g\u00e4be es kein Morgen und keine Konsequenzen, aber \u201eder Ausweg w\u00e4re so absolut, so atemberaubend einfach\u201c. Sie nannte die wachsende BRICS-Organisation und den Oasenplan als Weg zu einer L\u00f6sung. Keines der L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens habe die USA als Feind bezeichnet, sondern man k\u00f6nne mit ihnen zusammenarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Ray McGovern<\/strong><\/em> berichtete, er habe im Januar 1964 als CIA-Analyst seine Arbeit als Spezialist f\u00fcr die chinesisch-sowjetischen Beziehungen begonnen. China und Ru\u00dfland \u201egingen damals aufeinander los\u201c. Heute \u201ebefinden sie sich in einer br\u00fcderlichen Umarmung, die nicht enden will.\u201c Er sei von vielen Dingen \u00fcberrascht worden, darunter die russische Invasion im Donba\u00df, die j\u00fcngste \u00dcbung mit taktischen Atomwaffen und die chinesische Unterst\u00fctzung daf\u00fcr. \u201eKeine dieser \u00dcberraschungen war angenehm, ich habe nur Angst vor der n\u00e4chsten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Moderator des Treffens, <em><strong>Dennis Speed<\/strong><\/em>, bemerkte, derartige \u201e\u00dcberraschungen\u201c machten den Kern nachrichtendienstlicher Arbeit aus &#8211; die sorgf\u00e4ltige Untersuchung dessen, \u201ewas nicht zusammenpa\u00dft\u201c. Der Analyst m\u00fcsse \u201edie Realit\u00e4t abklopfen\u201c und die Analyse gegebenenfalls \u00e4ndern. \u201eLesen Sie jeden Tag den <em>EIR Daily Alert<\/em>!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der ersten Wortmeldungen in der Diskussionsphase betraf die \u00fcberragende Bedeutung von Lyndon LaRouches Durchbr\u00fcchen auf dem Gebiet der \u00d6konomie und das Lob, das der f\u00fchrende russische \u00d6konom Sergej Glasjew f\u00fcr LaRouche ausgesprochen hatte. Der unabh\u00e4ngige Kongre\u00dfkandidat <em><strong>Jos\u00e9 Vega<\/strong><\/em>, dem es gerade gelungen ist, das Dreifache der erforderlichen Unterschriften zu sammeln, um an den Wahlen teilnehmen zu k\u00f6nnen, berichtete \u00fcber seine Besuche in New Yorker Friedenslagern, die gegen den V\u00f6lkermord in Gaza protestieren. <em><strong>Bill Ferguson<\/strong><\/em> berichtete \u00fcber die Abschlu\u00dfzeremonie f\u00fcr die Studenten der Harvard-Universit\u00e4t am 23. Mai: Lastwagen fuhren mit Leuchtschildern durch die Gegend, auf denen 1.000 Studenten als Antisemiten gebrandmarkt wurden, die auf die Stra\u00dfe gegangen waren, um dreizehn \u00e4ltere Studenten zu unterst\u00fctzen, die wegen der Proteste in Gaza von der Abschlu\u00dffeier ausgeschlossen worden waren. LaRouche-Organisatoren zeigten ein Transparent mit der Aufschrift \u201eFrieden durch Entwicklung: LaRouches Oasenplan umsetzen!\u201c. Sie sangen im Chor mehrere Friedenslieder und wurden anschlie\u00dfend von einem Polizisten angesprochen: \u201eIhr habt wirklich tolle Stimmen\u201c, und ermutigte sie, weiterzumachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teilnehmer hob die Bedeutung der Einigkeit zwischen den drei gr\u00f6\u00dften Mitgliedern der BRICS &#8211; Indien, China und Ru\u00dfland &#8211; hervor und nannte den Internationalen Nord-S\u00fcd-Transportkorridor (INSTC) als Beispiel f\u00fcr regionale Zusammenarbeit trotz der Spannungen in der Region. Helga Zepp-LaRouche stimmte ihm zu: \u201eDer Anker der Stabilit\u00e4t sind Konnektivit\u00e4tsprojekte\u201c wie die Belt and Road Initiative.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Teilnehmer \u00e4u\u00dferten sich besorgt \u00fcber die Pr\u00e4sidentschaftswahlen in den USA. Einer meinte, Biden k\u00f6nne das kleinere \u00dcbel sein, ein anderer das Gegenteil. Moderator <em><strong>Dennis Small<\/strong><\/em> sagte, das Konzept des \u201ekleineren \u00dcbels\u201c stamme von Aristoteles, der nicht an das Gute geglaubt habe. Aristoteles geh\u00f6re auf den M\u00fcll, man sollte statt dessen Platon lesen, um das Denken von einem h\u00f6heren Standpunkt aus zu lernen, von dem aus das Gute erreichbar sei, riet er. Zepp-LaRouche schlug vor, unabh\u00e4ngige Kandidaten wie Jos\u00e9 Vega und Diane Sare mit allen Kr\u00e4ften zu unterst\u00fctzen. Sie stimmte mit Sare \u00fcberein, da\u00df kein Kandidat f\u00fcr das Amt des US-Pr\u00e4sidenten qualifiziert sei und f\u00fcgte hinzu: \u201eIch w\u00fcrde das Schicksal der Welt nicht auf diese Wahlen verwetten.\u201c Die Beschlagnahmung russischer Verm\u00f6genswerte k\u00f6nnte eine beispiellose Finanzkrise ausl\u00f6sen, die das Fa\u00df zum \u00dcberlaufen bringt. Unsere Bem\u00fchungen sollten sich auf die vorgeschlagene neue Internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur und den Oasenplan konzentrieren. Mit den Worten eines Teilnehmers aus Mali sagte sie: \u201eWir m\u00fcssen die eine Menschheit an die erste Stelle setzen\u201c.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht vom 51. Treffen der Internationalen Friedenskoalition &#8211; von Daniel Platt Bei dem Treffen am 24. 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