{"id":102465,"date":"2024-05-18T06:32:31","date_gmt":"2024-05-18T10:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=102465"},"modified":"2024-05-18T08:19:08","modified_gmt":"2024-05-18T12:19:08","slug":"werden-sie-der-barmherzige-samariter-50-treffen-der-internationalen-friedenskoalition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/05\/18\/werden-sie-der-barmherzige-samariter-50-treffen-der-internationalen-friedenskoalition\/","title":{"rendered":"Werden Sie der barmherzige Samariter! &#8211; 50. Treffen der Internationalen Friedenskoalition"},"content":{"rendered":"\n<p><em>von Daniel Platt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Helga Zepp-LaRouche, die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, sprach zu Beginn des Treffens der Internationalen Friedenskoalition am 17. Mai \u00fcber den Mordanschlag auf den slowakischen Ministerpr\u00e4sidenten Robert Fico und bezog sich dabei auf die Einsch\u00e4tzung des ungarischen Premierministers Viktor Orb\u00e1n, dies m\u00fcsse im Zusammenhang mit der Vorbereitung eines Krieges gegen Ru\u00dfland gesehen werden. Die Medien hatten Fico angegriffen und ihm \u201ePolarisierung\u201c vorgeworfen, weil er den Nutzen der Sanktionen gegen Ru\u00dfland in Frage gestellt und gesagt hatte, da\u00df der Krieg in der Ukraine aufgrund von Nazi-Elementen begann, die den Donba\u00df terrorisierten, und darauf hingewiesen hatte, da\u00df die NATO ihr Versprechen von 1990 an Ru\u00dfland gebrochen hatte, nicht weiter nach Osten vorzur\u00fccken. Ficos mutma\u00dflicher Attent\u00e4ter geh\u00f6rt einer Organisation namens \u201eProgressive Slowakei\u201c an, die n\u00e4her untersucht werden mu\u00df. War er wirklich ein \u201eEinzelt\u00e4ter\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>US-Au\u00dfenminister Blinken habe zwar gerade als Antwort auf russische \u00c4u\u00dferungen erkl\u00e4rt, die Ukraine k\u00f6nne mit US-Waffen tun, \u201ewas immer sie will\u201c, aber \u201ealle Waffen der Welt k\u00f6nnen nicht die Tatsache kompensieren, da\u00df ihr die Soldaten ausgehen\u201c, betonte Zepp-LaRouche. Sie unterstrich die Bedeutung der strategischen Partnerschaft zwischen Putin und Xi, die die westlichen Eliten beunruhige, und betonte, wie wichtig es sei, da\u00df S\u00fcdafrika den Internationalen Gerichtshof anrufe und Israel auffordere, dessen Urteile umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pater Harry Bury, Koordinator des Nonviolent Cities Project in St. Paul, Minnesota, ein f\u00fchrendes Mitglied von Pax Christi und der Vereinigung katholischer Priester in den USA, berichtete, da\u00df katholische Bisch\u00f6fe und Nonnen der US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Montana einen Friedensplan f\u00fcr den Gazastreifen vorgelegt haben, der einen Waffenstillstand, die gegenseitige R\u00fcckgabe der Geiseln und eine Zweistaatenl\u00f6sung fordert. Bezeichnenderweise sieht der Plan eine Entwicklung Israels und des Gazastreifens vor, die dem 1975 von dem \u00d6konomen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/[https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hjfFHIiXPmE&amp;t=77s&amp;pp=ygUKb2FzaXMgcGxhbg%3D%3D]\" data-type=\"URL\" data-id=\"[https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hjfFHIiXPmE&amp;t=77s&amp;pp=ygUKb2FzaXMgcGxhbg%3D%3D]\" target=\"_blank\">Lyndon LaRouche vorgeschlagenen Oasenplan<\/a> nahe kommt. Pater Bury betonte, der Oasenplan bedeute nicht nur Entwicklung f\u00fcr S\u00fcdwestasien, sondern f\u00fcr die ganze Welt. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Erfahrungen der Nachkriegsgeschichte stellte er fest, da\u00df der Marshallplan von 1948-52 in Europa und die Besetzung und der Wiederaufbau Japans von 1945-52 funktioniert h\u00e4tten: Es gebe heute keine Massenauswanderung aus Deutschland und Japan. Er schlo\u00df mit den Worten: \u201eFrieden ist eine gute Investition.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Jeffrey Sachs, amerikanischer \u00d6konom und politischer Analyst, \u00fcbermittelte eine Videobotschaft. \u201eDie politische L\u00f6sung ist, da\u00df es einen Staat Pal\u00e4stina geben sollte, der neben dem Staat Israel lebt, aber das Veto der USA im UN-Sicherheitsrat ist das Hindernis. Die V\u00f6lker der Region sind zum Frieden mit Israel bereit, aber sie wollen nicht, da\u00df Pal\u00e4stina unter einem Apartheidregime oder schlimmer noch, unter einem V\u00f6lkermordregime lebt. Das amerikanische Volk und die ganze Welt wollen, da\u00df Pal\u00e4stina Rechte hat. Die US-Regierung schadet sowohl sich selbst als auch Israel, das als ein von den Vereinigten Staaten gesch\u00fctzter Kriegsverbrecherstaat angesehen wird&#8230; Es gibt eine Wasserkrise, und Entsalzung ist der Weg in die Zukunft\u201c, so Sachs unter Bezugnahme auf den Oasenplan.<\/p>\n\n\n\n<p>Sachs warnte davor, Israel sei \u201eim Vergleich zu vor 25 Jahren absolut radikalisiert und extremistisch\u2026 Wir brauchen eine R\u00fcckkehr zu den Grenzen von 1967 und einen damit einhergehenden wirtschaftlichen Rahmen.\u201c Er er\u00f6rterte die j\u00fcngste Enzyklika von Papst Franziskus, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html\" target=\"_blank\"><em>Fratelli tutti<\/em> (\u201e\u00dcber die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft\u201c)<\/a>, in der er betont, da\u00df die Welt nur gerettet werden kann, wenn jeder wie der barmherzige Samariter handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Sachs schlo\u00df mit der Feststellung, Biden habe seit 2021 nicht ein einziges Mal versucht, mit Putin zu sprechen. \u201eDas ist ein verr\u00e4terisches Zeichen f\u00fcr die R\u00fccksichtslosigkeit und Dummheit der US-Politik&#8230; Die USA haben keine Idee von Diplomatie, wir haben einen Au\u00dfenminister, aber wir haben keinen Diplomaten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Mubarak Awad, Gr\u00fcnder von Nonviolence International, beschrieb sich selbst als christlichen Pal\u00e4stinenser, der 1988 von Israel deportiert wurde und sich voll und ganz der Politik und Praxis der gewaltfreien direkten Aktion verschrieben hat. Um den derzeitigen Kreislauf der Gewalt zu beenden, m\u00fcssen die Pal\u00e4stinenser aufh\u00f6ren, die Israelis zu t\u00f6ten, sie als Nachbarn willkommen hei\u00dfen und eine pal\u00e4stinensische F\u00fchrung w\u00e4hlen. Die Israelis m\u00fcssen aufh\u00f6ren, Pal\u00e4stinenser zu t\u00f6ten, die Belagerung des Gazastreifens beenden, die Landnahme r\u00fcckg\u00e4ngig machen und die Apartheid beenden. \u201eMacht nicht die Drecksarbeit f\u00fcr Amerika.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Awad forderte die Medien auf, das Wort \u201eTerrorist\u201c zur Beschreibung der Akteure auf beiden Seiten nicht mehr zu verwenden. Den Amerikanern und Europ\u00e4ern sagt er: \u201eEs gibt keine milit\u00e4rische L\u00f6sung. H\u00f6rt auf, Waffen zum T\u00f6ten zu liefern. Wir brauchen eine humanit\u00e4re L\u00f6sung f\u00fcr Gaza. Warum mu\u00dfte man einen Hafen bauen, statt einen offenen Zugang auf dem Landweg zu erm\u00f6glichen?\u201c Er lobte die Israelis, die sich weigern zu k\u00e4mpfen, und \u00e4u\u00dferte seine Sorge um diejenigen, die traumatisiert aus dem Gazastreifen zur\u00fcckkehren. \u201eJedes Land, das ein anderes Land angreift, hat ein Problem mit seinen zur\u00fcckkehrenden Soldaten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als Antwort auf Dr. Awad mahnte Helga Zepp-LaRouche: \u201eWarum sieht die internationale Gemeinschaft so tatenlos zu? Wenn wir nicht eingreifen k\u00f6nnen, wenn vor den Augen der Welt ein V\u00f6lkermord stattfindet, was sagt das dann \u00fcber uns aus?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Jason Ross berichtete kurz \u00fcber das Treffen des Energieausschusses der IPC f\u00fcr den Oasenplan, das in der vergangenen Woche stattgefunden hatte und bei dem es um die technischen Anforderungen des Plans ging. Eine Million Kubikmeter Wasser pro Tag w\u00e4re ein gutes Ziel f\u00fcr die Entsalzung, und der Ausschu\u00df wird sich mit den Bereichen Technik, Wasserwirtschaft und Bau befassen, die erforderlich sind, um diesen Traum zu verwirklichen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der anschlie\u00dfenden Diskussion lud ein Vertreter des JFK Peace Speech Committee die Anwesenden ein, an dem f\u00fcr den 10. Juni geplanten <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/[https:\/\/us06web.zoom.us\/meeting\/register\/tZYvcuqgpj0pEtzdoPI_TErdPuKMhrTJIEgD]\" data-type=\"URL\" data-id=\"[https:\/\/us06web.zoom.us\/meeting\/register\/tZYvcuqgpj0pEtzdoPI_TErdPuKMhrTJIEgD]\" target=\"_blank\">Zoom-Treffen<\/a> teilzunehmen. Das Komitee ist der Rede von Pr\u00e4sident Kennedy an der American University vom 10. Juni 1963 gewidmet, der \u201evielleicht wichtigsten Rede, die je ein amerikanischer Pr\u00e4sident gehalten hat\u201c, einem k\u00fchnen Versuch, die Richtung zu \u00e4ndern und vom Kalten Krieg wegzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Michelle Rasmussen, Leiterin des d\u00e4nischen Schiller-Instituts, berichtete \u00fcber ein Seminar des Instituts f\u00fcr Diplomaten am 8. Mai in Kopenhagen, das an die Konferenz des Instituts zum Oasenplan vom 13. April ankn\u00fcpfte. <a href=\"http:\/\/[https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2024\/05\/14\/copenhagen-diplomatic-seminar-stop-the-killing-and-start-rebuilding-gaza-and-the-region-with-the-oasis-plan-the-larouche-solution-for-peace-through-development\/]\" data-type=\"URL\" data-id=\"[https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2024\/05\/14\/copenhagen-diplomatic-seminar-stop-the-killing-and-start-rebuilding-gaza-and-the-region-with-the-oasis-plan-the-larouche-solution-for-peace-through-development\/]\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Video und die Texte der gehaltenen Beitr\u00e4ge sind im Internet verf\u00fcgbar<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Professor aus dem Westjordanland erinnerte die Teilnehmer daran, da\u00df die Anschl\u00e4ge vom Oktober 2023 nicht die Ursache des israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikts sind, und verdeutlichte auf anschauliche Weise den surrealen Charakter des Lebens in Pal\u00e4stina f\u00fcr diejenigen, die sich nicht politisch engagieren und keinen Kontakt zur Hamas haben. Er wurde Zeuge, wie in einem 2000-Seelen-Dorf in der N\u00e4he von Nablus drei Tage lang drei Jeeps der israelischen Armee in das Dorf eindrangen, grundlos schossen und dann so pl\u00f6tzlich wieder abfuhren, wie sie gekommen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihren Schlu\u00dfbemerkungen erw\u00e4hnte Zepp-LaRouche die laufenden Versuche, \u201eFarben-Revolutionen\u201c in den Dissidentenstaaten Ungarn, Slowakei, Serbien und insbesondere Georgien zu sch\u00fcren. W\u00e4hrend der Diskussion hatte ein Milit\u00e4rveteran die Auffassung des heiligen Augustinus vom \u201egerechten Krieg\u201c zur Sprache gebracht und die Einsch\u00e4tzung ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df die Pal\u00e4stinenser in Gaza einen gerechten Krieg f\u00fchren. Als Antwort darauf schlug Helga Zepp-LaRouche vor, die Frage der Gewaltlosigkeit sowie das Thema des gerechten Krieges in einem IPC-Ausschu\u00df intensiver zu diskutieren. Sie merkte an, da\u00df es zur Zeit des heiligen Augustinus (354-430 n. Chr.) noch keine Atomwaffen gab, die heutige Welt erfordere eine Ver\u00e4nderung der menschlichen Identit\u00e4t. \u201eGewalt ist eine Form der mangelnden Entwicklung des Charakters der Menschen\u201c, sagte sie. Auf die Idee des barmherzigen Samariters zur\u00fcckkommend, wies sie darauf hin, da\u00df diese Idee in Friedrich Schillers \u201eKallias\u201c-Briefen widerhallt: Der barmherzige Samariter verk\u00f6rpert Schillers Konzept der \u201esch\u00f6nen Seele\u201c, deren Gef\u00fchle ihn ganz nat\u00fcrlich dazu bringen, das moralisch Notwendige zu tun. \u201eWir befinden uns in der vielleicht schlimmsten Situation, die die Menschheit je erlebt hat\u201c, sagte sie, aber es n\u00fctzt nichts, sich einfach nur aufzuregen. \u201eWir m\u00fcssen diese Energie nutzen, um die Situation zu ver\u00e4ndern. Wir m\u00fcssen gute Samariter werden, sch\u00f6ne Seelen.\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Daniel Platt Helga Zepp-LaRouche, die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, sprach zu Beginn des Treffens der Internationalen Friedenskoalition am 17. 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