{"id":102287,"date":"2024-05-04T18:10:39","date_gmt":"2024-05-04T22:10:39","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=102287"},"modified":"2024-05-04T18:10:42","modified_gmt":"2024-05-04T22:10:42","slug":"alles-was-aus-dieser-giftkueche-kommt-muss-ueberwunden-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/05\/04\/alles-was-aus-dieser-giftkueche-kommt-muss-ueberwunden-werden\/","title":{"rendered":"\u201eAlles, was aus dieser Giftk\u00fcche kommt, mu\u00df \u00fcberwunden werden\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Bericht vom 48. Treffen der Internationalen Friedenskoalition &#8211; von Daniel Platt<\/h3>\n\n\n\n<p>Inmitten des Aufruhrs und der politischen Krise, die durch den unerwarteten Ausbruch starken Widerspruchs gegen die finanzielle und politische Unterst\u00fctzung der Biden-Regierung f\u00fcr das gesetzlose Netanjahu-Regime in Israel ausgel\u00f6st wurde, hielt die Internationale Friedenskoalition (IPC) am 3. Mai ihr 48. w\u00f6chentliches Online-Treffen ab. Die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, Helga Zepp-LaRouche, er\u00f6ffnete die Sitzung mit ihrer oft wiederholten Forderung: \u201eWir m\u00fcssen die Geopolitik durch die Idee der Kooperation statt Konfrontation abl\u00f6sen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte die Bedeutung der Internationalisierung der Studentenbewegung gegen den V\u00f6lkermord in Gaza. Inzwischen gebe es nicht nur 90-100 Solidarit\u00e4tsaktionen an amerikanischen Universit\u00e4ten, sondern auch entsprechende Aktionen in Frankreich, Deutschland, Italien, Kanada und vielen anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie warnte vor der \u201eneuen Definition von Antisemitismus\u201c, die panische V\u00f6lkermord-Apologeten im US-Kongre\u00df derzeit in Gesetzesform durchsetzen wollen. (Solche Gesetze, sollten sie verabschiedet werden, versto\u00dfen gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten, deren Erster Zusatz besagt, da\u00df der Staat sich in keiner Weise in den Inhalt der Rede einmischen darf.) Sie verurteilte die brutalen Polizeieins\u00e4tze gegen die Demonstranten: \u201eDamit ist das Wort \u201aDemokratie\u2018 v\u00f6llig hohl geworden!\u201c Besonders ber\u00fchrt war sie von einer Botschaft der Kinder von Gaza, die den amerikanischen Studenten daf\u00fcr danken, da\u00df sie im Namen der Menschlichkeit versuchen, ihr Leben zu retten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Krieg in der Ukraine bezog sich Zepp-LaRouche auf den deutschen General a.D. Harald Kujat, der k\u00fcrzlich offen erkl\u00e4rt hat, das Ziel der Ukraine, ihre Grenzen von 1991 wiederherzustellen, sei unrealistisch. Die Absicht der Vereinigten Staaten sei es, Ru\u00dfland zu schw\u00e4chen, deshalb seien alle Friedensverhandlungen sabotiert worden. Der Westen habe keine erfolgreiche Strategie und wisse keinen Ausweg. Ukrainische M\u00e4nner k\u00f6nnten im Ausland keine P\u00e4sse mehr bekommen, weil man sie alle zum Milit\u00e4r einziehen will. Zudem seien von den 61 Milliarden Dollar Milit\u00e4rhilfe, die der US-Kongre\u00df bewilligt hat, nur etwa 10 Milliarden f\u00fcr neue Waffen bestimmt &#8211; der gesamte Rest f\u00fcr schon produzierte und gelieferte Waffen!<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche warnte auch vor den \u201elauten und falschen\u201c Vorschl\u00e4gen, russische Guthaben in westlichen Banken zu beschlagnahmen. Die Gegenreaktion auf eine solche Beschlagnahmung w\u00fcrde dazu f\u00fchren, da\u00df das globale SWIFT-Verrechnungssystem im internationalen Zahlungsverkehr durch ein alternatives Modell ersetzt wird, wenn der Globale S\u00fcden begreift, da\u00df das Finanzimperium der Wall Street und der Londoner City, die \u201eAchse des B\u00f6sen\u201c, am Ende ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachrichten von der Freiheits-Flottille<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Treffen erhielt Berichte von den Organisatoren der \u201eFreiheits-Flottille\u201c, die derzeit versucht, die T\u00fcrkei mit 5500 Tonnen Lebensmitteln und Medikamenten sowie sechs Krankenwagen f\u00fcr Gaza zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem f\u00fcr das Treffen aufgezeichneten Videointerview berichtete der Gr\u00fcnder der Organisation Nonviolence International, Dr. Mubarak Awad, Israel habe durchgesetzt, da\u00df der Staat Guinea-Bissau den beiden Hauptschiffen untersagt hat, weiter unter seiner Flagge zu fahren. Die t\u00fcrkische Regierung habe angeboten, da\u00df sie statt dessen unter t\u00fcrkischer Flagge fahren k\u00f6nnten, wollte aber eine Einheit t\u00fcrkischer Soldaten an Bord haben. Das h\u00e4tten die Leiter der Flottille jedoch abgelehnt, weil es als kriegerische Geste aufgefa\u00dft werden k\u00f6nnte. Gewaltlosigkeit sei ein Eckpfeiler der Politik der Flottille, betonte Dr. Awad. \u201eWir sind bereit, uns von den Israelis beschie\u00dfen zu lassen\u201c, sagte er. \u201eWir haben Leute aus 40 L\u00e4ndern dabei. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, da\u00df wir auch ein Schiff mit Israelis haben k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm folgte Colleen Rowley, eine ehemalige FBI-Spezialagentin, Whistleblowerin und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), die gerade aus der T\u00fcrkei zur\u00fcckgekehrt war. Sie war sehr beeindruckt von der Arbeit der beteiligten t\u00fcrkischen Hilfsorganisation IHH (International Humanitarian Relief Organization). Sie erw\u00e4hnte einen neuen Artikel \u00fcber die Flottille in der <em>Washington Post, <\/em>der auch Zitate der Flottillenf\u00fchrerin Oberst Ann Wright, einem VIPS-Mitglied, enthielt, obwohl Israel die IHH als \u201eterroristisch\u201c verunglimpft hat.<sup>1<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Rowley wurde gefragt: \u201eIst Israel ein terroristischer Staat?\u201c Sie warnte vor einer zu starken Vereinfachung; es gebe viele Israelis, die die Politik von Netanjahus Likud-Partei ablehnen. Sie zitierte den verstorbenen Schauspieler Peter Ustinov: \u201eTerrorismus ist der Krieg der Armen; Krieg ist der Terrorismus der Reichen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Entstehung der zionistischen Ideologie<\/h3>\n\n\n\n<p>Cliff Kiracofe, Professor f\u00fcr Politikwissenschaft und ehemaliger hochrangiger au\u00dfenpolitischer Mitarbeiter des US-Senats, pr\u00e4sentierte dem IPC eine Zusammenfassung seines Buches <em>Dark Crusade: Christian Zionism and U.S. Foreign Policy<\/em> (\u201eFinsterer Kreuzzug: christlicher Zionismus und US-Au\u00dfenpolitik\u201c). Er begann mit Lord Palmerston, der die britische Au\u00dfenpolitik in der Zeit von 1830 bis 1865 pr\u00e4gte, als Gro\u00dfbritannien auf dem H\u00f6hepunkt seiner imperialen Macht stand. Um im Nahen Osten mit Ru\u00dfland und Frankreich konkurrieren zu k\u00f6nnen, habe Palmerston daf\u00fcr geworben, da\u00df die Briten eine R\u00fcckkehr der Juden nach Pal\u00e4stina f\u00f6rdern. Die Ideologie des \u201echristlichen Zionismus\u201c sei in den 1830er und 40er Jahren entwickelt worden, um diesen Plan Palmerstons zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer ihrer Hauptvertreter, Pastor John Nelson Darby, sei dann in die USA gereist, um f\u00fcr diese Lehre zu werben. Als Folge davon durchdringe der christliche Zionismus seit 1858 bis heute viele protestantische Kirchen in Amerika. Ein zentrales Merkmal darin sei das Dogma von der \u201eEndzeit\u201c, dem Armageddon: Man m\u00fcsse die Juden im Heiligen Land versammeln, um im Kampf gegen die gro\u00dfen Feinde Ru\u00dfland, China und Persien die biblische Apokalypse auszul\u00f6sen. Baptisten im S\u00fcden der USA und Anh\u00e4nger der Pfingstkirchen h\u00e4tten sich diese \u201ebizarre und gef\u00e4hrliche Ideologie\u201c zu Eigen gemacht, so Kiracofe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einflu\u00df dieser Lehre erkl\u00e4re auch, warum die Abgeordneten in Washington f\u00fcr die neue Definition von Antisemitismus stimmten. Einflu\u00dfreiche protestantische Geistliche wie Pfarrer John Hagee trommelten schon seit Anfang dieses Jahrhunderts f\u00fcr einen Krieg gegen den Iran.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Reaktion auf Kiracofes Vortrag sagte Zepp-LaRouche: \u201eAlles, was aus dieser Giftk\u00fcche kommt, mu\u00df \u00fcberwunden werden.\u201c Diese Zusammenarbeit zwischen Israelis und christlichen Zionisten sei \u201eeine unheilige Allianz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Jacques Cheminade, der Leiter der franz\u00f6sischen Organisation Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s, f\u00fcgte ein Zitat des israelischen Philosophen Jeschajahu Leibowitz hinzu: \u201eDie Idee, da\u00df ein Land oder ein bestimmter fremder Ort eine innere Heiligkeit besitzt, ist zweifellos eine g\u00f6tzendienerische Idee.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diskussion<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Moderatorin Anastasia Battle lud die an den Protesten beteiligten Studenten zur Teilnahme an der Diskussionsrunde ein. Sie versprach, sie vor \u201eDoxing\u201c zu sch\u00fctzen &#8211; die Praxis von Gegnern der Meinungsfreiheit, wie dem Spekulanten und Milliard\u00e4r Bill Ackman, pers\u00f6nliche Informationen \u00fcber politisch unliebsame Personen zu ver\u00f6ffentlichen, um deren berufliche Laufbahn zu sch\u00e4digen.<sup>2<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Jack Gilroy, Aktivist der Veterans for Peace, berichtete \u00fcber Antikriegsaktivit\u00e4ten in den USA und erz\u00e4hlte, da\u00df er sich weigert, eine Geldstrafe von 250 Dollar zu zahlen, nachdem er bei einer Aktion gegen das R\u00fcstungsunternehmen BAE verhaftet worden war. Statt dessen plant er, vor Gericht gegen BAE zu klagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jos\u00e9 Vega, unabh\u00e4ngiger Kongre\u00dfkandidat der LaRouche-Bewegung im New Yorker Stadtteil Bronx, berichtete von den Erfahrungen auf der Stra\u00dfe, wo er und seine Helfer Unterschriften f\u00fcr die Wahlzulassung sammeln. Er betonte, New York stehe \u201ean der Schwelle einer gro\u00dfen Ver\u00e4nderung\u201c. Vega schlug vor, da\u00df Studenten aus dem Gazastreifen, \u00e4hnlich wie jetzt schon ukrainische Studenten, zum Studieren in die USA eingeladen werden, da alle Universit\u00e4ten im Gazastreifen zerst\u00f6rt seien. Die Rutgers University in New Jersey, gegen\u00fcber von New York, habe k\u00fcrzlich bereits angek\u00fcndigt, einige Studenten aufzunehmen. Vegas Gegenkandidat, der amtierende Abgeordnete Ritchie Torres, ein Liebling der einflu\u00dfreichen zionistischen Lobby AIPAC, habe gerade angek\u00fcndigt, im Kongre\u00df ein offenkundig verfassungswidriges Gesetz einzubringen, das sog. \u201eColumbia-Gesetz\u201c, das Hochschulen im Land von au\u00dfen ernannte \u201eAntisemitismus-Beobachter\u201c aufzwingen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Helga Zepp-LaRouche erinnerte die Teilnehmer abschlie\u00dfend daran, da\u00df der Oasenplan allen Menschen in der Region eine \u201esch\u00f6ne Vision f\u00fcr eine gemeinsame Zukunft\u201c biete. Das sei der einzige Weg, den Kreislauf von Gewalt und Rache zu durchbrechen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht vom 48. 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