{"id":102092,"date":"2024-04-18T09:50:03","date_gmt":"2024-04-18T13:50:03","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=102092"},"modified":"2024-04-19T08:01:55","modified_gmt":"2024-04-19T12:01:55","slug":"eine-konkrete-perspektive-fuer-frieden-durch-wirtschaftliche-entwicklung-in-eurasien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/04\/18\/eine-konkrete-perspektive-fuer-frieden-durch-wirtschaftliche-entwicklung-in-eurasien\/","title":{"rendered":"Eine konkrete Perspektive f\u00fcr Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung in Eurasien"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Stewart Battle<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ein Bericht \u00fcber die Konferenz \u201eDer Oasenplan &#8211; die LaRouche-L\u00f6sung f\u00fcr Frieden durch Entwicklung zwischen Israel und Pal\u00e4stina und ganz S\u00fcdwestasien\u201c, die am 13. 4. 2024 vom Schiller-Institut veranstaltet wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober und der Entscheidung der Netanjahu-Regierung, als Vergeltung pal\u00e4stinensische Zivilisten kollektiv zu bestrafen, rief die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche zu einer verst\u00e4rkten Mobilisierung auf, um Unterst\u00fctzung f\u00fcr einen \u201eOasenplan\u201c f\u00fcr ganz S\u00fcdwestasien zu gewinnen. Eine solche wirtschaftliche Entwicklungsperspektive ist nach ihrer Einsch\u00e4tzung das einzige Mittel, um die Region langfristig zu befrieden. Die vom Schiller-Institut veranstaltete Internetkonferenz am 13. April brachte diese Perspektive zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Konflikts vor \u00fcber sechs Monaten auf den Tisch; das Motto der Konferenz lautete \u201eDer Oasenplan: Die LaRouche-L\u00f6sung f\u00fcr Frieden durch Entwicklung zwischen Israel und Pal\u00e4stina und f\u00fcr ganz S\u00fcdwestasien\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die internationale Veranstaltung brachte Redner aus f\u00fcnf Kontinenten und ein Publikum aus der ganzen Welt zusammen. Die eint\u00e4gige Veranstaltung war in zwei Abschnitte und wichtige Diskussionsphasen gegliedert und wurde in vier Sprachen \u00fcbersetzt. Das Schiller-Institut ver\u00f6ffentlichte ein gut <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2024\/04\/16\/urgent-call-for-peace-through-development-the-oasis-plan\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2024\/04\/16\/urgent-call-for-peace-through-development-the-oasis-plan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">einst\u00fcndiges Video (engl) mit den H\u00f6hepunkten der Konferenz<\/a> f\u00fcr eine Mobilisierung zur Beendigung des V\u00f6lkermords in Gaza, Deeskalation der Kriegsgefahr und Einleitung internationaler Beratungen \u00fcber eine neue Weltwirtschafts- und Sicherheitsarchitektur.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis Speed vom Schiller-Institut in New York moderierte die erste Diskussionsrunde zum Thema \u201eDie Bedingungen f\u00fcr Dialog, Sicherheit, Frieden und Entwicklung in S\u00fcdwestasien schaffen\u201c und begann mit einem kurzen Videoausschnitt von <em><strong>Lyndon LaRouche<\/strong><\/em> (1922-2019), dem geistigen Vater des Oasenplans, aus einer Rede im Jahr 2002 im Zayed Center in Abu Dhabi (<a href=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/archiv\/2002\/larouche-2002-24.htm\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/archiv\/2002\/larouche-2002-24.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">die Rede kann hier auf deutsch gelesen werden<\/a>). LaRouche r\u00e4t darin dazu, diese Region, die wir den \u201eNahen Osten\u201c nennen, von oben wie aus dem Weltraum zu betrachten und sie als nat\u00fcrlichen Knotenpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa zu sehen, wof\u00fcr als entscheidende Voraussetzung der Mangel an S\u00fc\u00dfwasser gel\u00f6st werden mu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong><\/em> kn\u00fcpfte an dieses Thema in ihrer Grundsatzrede an. Wenn die Welt die akute Gefahr einer Ausweitung regionaler und potentiell globaler Kriege \u00fcberwinden soll, br\u00e4uchten wir einen \u201ekognitiven Sprung\u201c zu einer v\u00f6llig anderen Herangehensweise und m\u00fc\u00dften Wirtschaft und Sicherheit zwischen den Nationen als ein Ganzes betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche gab dann einen detaillierten \u00dcberblick \u00fcber die Gefahren in der Region (die durch die w\u00e4hrend des zweiten Panels eintreffenden Nachrichten \u00fcber den iranischen Vergeltungsschlag gegen Israel noch deutlicher wurden) und wies auf das zentrale Problem hin: In der Region herrscht nicht nur Wasserknappheit, die Anforderungen an einen modernen Lebensstandard k\u00f6nnen mit den vorhandenen \u201enat\u00fcrlichen\u201c Wasserressourcen auch gar nicht erf\u00fcllt werden. In der Tat sind viele der milit\u00e4rischen Konflikte in dieser Region auf diesen Wassermangel zur\u00fcckzuf\u00fchren. Daher m\u00fcssen wir L\u00f6sungen finden und den Erfindungsreichtum der Menschheit nutzen, um die vorhandenen Ressourcen so zu erweitern, da\u00df sie die Voraussetzungen f\u00fcr eine zukunftsorientierte, bl\u00fchende menschliche Gesellschaft schaffen (z.B. durch die gro\u00dfangelegte Entsalzung von Meerwasser mit Kernenergie).<\/p>\n\n\n\n<p>Sie nannte mehrere Beispiele, in denen das zum Nutzen der Bev\u00f6lkerung erreicht wurde, wie k\u00fcrzlich in China, wo Millionen Hektar W\u00fcste wieder begr\u00fcnt wurden. Im Gegensatz dazu wurde das in S\u00fcdwestasien aufgrund geopolitischer Interessen bewu\u00dft verhindert, weil die Region in erster Linie als strategisches Schachbrett betrachtet wurde und nicht als ein Gebiet, in dem menschliche Gesellschaften gedeihen sollten. Das m\u00fcsse jetzt ein Ende haben, betonte Zepp-LaRouche.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Schlu\u00dfwort zitierte sie aus Friedrich Schillers <em>Wallenstein<\/em>-Trilogie: \u201eDenn h\u00f6rt der Krieg im Kriege nicht schon auf, woher soll Friede kommen?\u201c Und sie betonte: \u201eBeim Feind Vertrauen schaffen, ist wirklich der einzige Weg zum Frieden! Wir, die Menschheit als sch\u00f6pferische Spezies, stehen am Abgrund dessen, was das Ende allen Lebens auf dem Planeten bringen kann &#8211; k\u00f6nnen wir einen Ausweg aus dieser Gefahr definieren? Deshalb: Legen wir den Oasenplan auf den Tisch aller Regierungen der Welt!\u201c (Den Wortlaut ihrer Ausf\u00fchrungen finden Sie auf den Seiten 4-5.)<\/p>\n\n\n\n<p>Eine intensive Debatte \u00fcber die L\u00f6sung des Konflikts<\/p>\n\n\n\n<p>An der Konferenz nahmen zahlreiche Regierungsvertreter und hochrangige Experten aus der ganzen Welt teil. Drei Redner kamen aus Pal\u00e4stina: der pal\u00e4stinensische Botschafter in D\u00e4nemark, S.E. Prof. Dr. Manuel Hassassian, der pal\u00e4stinensische Botschafter bei der UNESCO, S.E. Mounir Anastas, und der pal\u00e4stinensische Arzt, Autor und Friedensaktivist Dr. Izzeldin Abuelaish. Weitere Regierungsvertreter waren die Botschafterin S\u00fcdafrikas in Mexiko, I.E. Beryl Rose Sisulu, der Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger Wei\u00dfru\u00dflands in den USA, S.E. Pavel Schidlowski, und der Erste Sekret\u00e4r f\u00fcr humanit\u00e4re Angelegenheiten der Mission der Russischen F\u00f6deration bei den Vereinten Nationen in New York, Ilja Andrejew.<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter <em><strong>Hassassian <\/strong><\/em>gab einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte Pal\u00e4stinas und erinnerte daran, da\u00df die Balfour-Deklaration ein Jahrhundert der Aggression und der ethnischen S\u00e4uberung gegen die Bev\u00f6lkerung ausgel\u00f6st habe. Die Pal\u00e4stinenser h\u00e4tten mit ihrer Vertreibung f\u00fcr andere \u201eden Preis f\u00fcr den Holocaust in Europa gezahlt\u201c, eine Realit\u00e4t, die westliche Regierungen trotz ihrer angeblichen Sorge um die \u201ehumanit\u00e4ren Rechte\u201c zu ignorieren pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter <em><strong>Anastas <\/strong><\/em>stimmte Hassassians Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Geschichte des aktuellen Konflikts und den v\u00f6lkerm\u00f6rderischen Charakter des gegenw\u00e4rtigen israelischen Vorgehens zu. Er f\u00fcgte hinzu, da\u00df auch die UNESCO das Wasserproblem erkannt hat und seit 1975 ein zwischenstaatliches Programm f\u00fcr bessere Wasserversorgung hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden pal\u00e4stinensischen Botschafter \u00e4u\u00dferten zwar Vorbehalte gegen\u00fcber der Machbarkeit des Oasenplans als Friedensstrategie und erkl\u00e4rten, es m\u00fcsse zuerst eine politische L\u00f6sung geben, aber sie unterst\u00fctzen das Konzept als wichtiges Element f\u00fcr die Schaffung eines dauerhaften, langfristigen Friedens. Anastas sagte, der Geist und die Absicht hinter dem Plan &#8211; n\u00e4mlich eine echte wirtschaftliche und soziale Entwicklung &#8211; bildeten letztlich die Grundlage f\u00fcr den Frieden in der gesamten Region, und Hassassian bezeichnete ihn als \u201eFenster der Gelegenheit\u201c f\u00fcr Israelis und Pal\u00e4stinenser, eine gemeinsame Zukunft zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong><\/em> kam sp\u00e4ter in der Diskussion auf das Argument ihres Ehemannes zur\u00fcck, da\u00df wirtschaftliche Entwicklung f\u00fcr alle Seiten eine \u201eVorbedingung\u201c f\u00fcr jeden tragf\u00e4higen Friedensplan sei. Sie erinnerte an Lyndon LaRouches Reaktion auf die Osloer Vereinbarungen Anfang der 90er Jahre, als er darauf bestand, da\u00df \u201edie Bauarbeiten sofort beginnen m\u00fcssen\u201c, damit die politischen Wirren des Augenblicks hinter einer Vision der zuk\u00fcnftigen Entwicklung der Region verblassen. Tats\u00e4chlich gab es in Oslo eine entsprechende Vereinbarung, doch sie wurde von der Weltbank sabotiert, indem sie die n\u00f6tigen Gelder blockierte. Man m\u00fcsse diese Konferenz und das Konzept des Oasenplans nutzen, um bei Regierungen und anderen Institutionen Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine sofortige, umfassende Nahost-Konferenz zu gewinnen. Eine solche internationale Konferenz, die Konzepte wie den Oasenplan und das dazugeh\u00f6rige Vorbild des Westf\u00e4lischen Friedens auf den Tisch bringt, k\u00f6nne das entscheidende Mittel sein, um den Kreislauf von Gewalt und Verzweiflung in der Region endlich zu durchbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Dr. Connie Rahakundini Bakrie<\/strong><\/em>, eine strategische Analystin und Dozentin aus Indonesien, erg\u00e4nzte diese Diskussion mit einem umfassenden geschichtlichen \u00dcberblick \u00fcber die 500 Jahre muslimischer Herrschaft unter dem Osmanischen Reich, die Balfour-Erkl\u00e4rung bis in die Gegenwart und die ethnischen S\u00e4uberungen seit der Errichtung der Grenzen von 1948 in der Region Transjordanien. Sie hob die britische und franz\u00f6sische Verantwortung daf\u00fcr hervor. Sie betonte auch, Indonesien m\u00fcsse als f\u00fchrende islamische Nation eine wichtige Rolle bei der \u00dcberwindung dieser Krise spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>S.E. <em><strong>Donald Ramotar<\/strong><\/em>, ehemaliger Staatspr\u00e4sident von Guyana, brachte seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Oasenplan zum Ausdruck, nicht nur in Bezug auf die Krise in S\u00fcdwestasien, sondern auch, weil eine solche Denkweise zur L\u00f6sung der weltweiten Krise erforderlich sei. Er betonte: \u201eDie Welt stand noch nie so nahe an einem Atomkrieg\u201c, dennoch gebe es M\u00f6glichkeiten, weltweit Armut und Krieg zu \u00fcberwinden. Frieden und Entwicklung seien beide notwendig &#8211; man k\u00f6nne das eine nicht ohne das andere haben.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Professor Georgij Toloraja<\/strong><\/em>, Direktor des Russischen Nationalen Komitees f\u00fcr BRICS-Forschung, stellte ein k\u00fchnes Konzept zur L\u00f6sung der Katastrophe in Gaza vor: Die BRICS k\u00f6nnten die alte Protektoratsidee aus Hongkong &#8211; ohne den kolonialen Aspekt &#8211; \u00fcbernehmen und das Gebiet f\u00fcr 50 oder 100 Jahre \u201epachten\u201c, wobei die beiden BRICS-Mitglieder Saudi-Arabien und \u00c4gypten die Verwalter w\u00e4ren und die Neue Entwicklungsbank (NDB) der BRICS den Infrastrukturaufbau organisieren w\u00fcrde. Israel, schlug er vor, w\u00e4re dann praktisch unbeteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Graham Fuller<\/strong><\/em>, ehemaliger Vizechef des US-Geheimdienstes NIA, der auch viele Jahre f\u00fcr die CIA in der islamischen Welt t\u00e4tig war, schickte eine vorab aufgezeichnete Videobotschaft. Der Oasenplan sei \u201edas spannendste Element seit langem im Nahen Osten\u201c, er verglich ihn mit dem allgemeinen Charakter der G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative. Fuller verwies auf die negativen Auswirkungen einer \u201ejahrzehntelangen h\u00e4\u00dflichen Geopolitik\u201c in der Region, mit kolonialistischen Operationen, die bis zu den Kreuzz\u00fcgen zur\u00fcckreichen und \u201enie wirklich aufgeh\u00f6rt haben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Oasenplan<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vertreter S\u00fcdafrikas, Wei\u00dfru\u00dflands und Ru\u00dflands brachten alle ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Ansatz des Oasenplans zum Ausdruck. I.E. <em><strong>Beryl Rose Sisulu<\/strong><\/em>, Botschafterin der Republik S\u00fcdafrika in Mexiko, sagte, die Erfahrung S\u00fcdafrikas unterstreiche und erkenne \u201eden engen Zusammenhang zwischen Entwicklung und Frieden&#8230; Nachhaltiger Frieden kann nur in Gesellschaften gedeihen, in denen Entwicklung und integratives Wachstum gef\u00f6rdert werden.\u201c Der Oasenplan werde \u201eviel Interesse wecken\u201c und k\u00f6nne \u201eein Instrument zur Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Pal\u00e4stina und Israel sein\u201c. Sisulu erl\u00e4uterte auch, da\u00df S\u00fcdafrika aufgrund seiner Geschichte der Apartheid und seiner Erfahrung bei der \u00dcberwindung rassischer und ethnischer Spaltungen eine wichtige Rolle nicht nur bei der Unterst\u00fctzung des heutigen Pal\u00e4stinas, sondern auch des Rests der Welt spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der wei\u00dfrussische Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger in den USA, <em><strong>Pavel Schidlowski<\/strong><\/em>, bezeichnete den Oasenplan als \u201eehrgeizig, ein Gewinn f\u00fcr alle\u201c, der \u201eimmer mehr ans Herz w\u00e4chst, je mehr man ihn studiert\u201c. Er hoffe, da\u00df sich andere anschlie\u00dfen. Schidlowski sagte: \u201eIch stimme voll und ganz mit der Aussage der Konferenzveranstalter \u00fcberein, da\u00df es unsere Aufgabe ist, daf\u00fcr zu sorgen, da\u00df jedes Menschenleben auf der Welt heilig ist, da\u00df das V\u00f6lkerrecht Vorrang haben mu\u00df, um V\u00f6lkermord zu verhindern, und da\u00df die wirtschaftliche Entwicklung der Motor f\u00fcr den Frieden sein mu\u00df. Wir in Wei\u00dfru\u00dfland verfolgen denselben Ansatz.\u201c Schidlowski bezog sich auf die entstehende multipolare Welt und lobte die wachsende Rolle der BRICS, der Blockfreien-Bewegung, der SCO, der ASEAN und des Globalen S\u00fcdens insgesamt. Wei\u00dfru\u00dfland selbst sei ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Europa und Asien, was einen gro\u00dfen Beitrag zur Wirtschaft des Landes leiste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erste Sekret\u00e4r f\u00fcr humanit\u00e4re Angelegenheiten der russischen UN-Mission, <em><strong>Ilja Andrejew<\/strong><\/em>, sagte: \u201eWir unterst\u00fctzen die Hauptbotschaft, n\u00e4mlich die Umsetzung des gro\u00dfangelegten Oasenplans zur Versorgung der Region mit Wasser, auch f\u00fcr die Bew\u00e4sserung. Gerade ein solches gro\u00dfes internationales Infrastrukturprojekt k\u00f6nnte als Anreiz f\u00fcr die Wirtschaft Pal\u00e4stinas, Syriens, Jemens und anderer L\u00e4nder dienen. Sein Start w\u00fcrde sich mit Sicherheit positiv auf die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr junge Menschen, auch f\u00fcr qualifizierte, auf die Schaffung von Bedingungen f\u00fcr die R\u00fcckkehr von Fl\u00fcchtlingen und auf die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t der gesamten Region auswirken. Das ist sicherlich eine sehr attraktive Idee&#8230; Wir sind froh, da\u00df diese Arbeit unter der Schirmherrschaft des Schiller-Instituts stattfindet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Andrejew betonte aber auch, die oberste Priorit\u00e4t m\u00fcsse jetzt sein, einen Waffenstillstand in dem Konflikt zu erreichen und die humanit\u00e4re Katastrophe zu beenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wissenschaftliche und technische Grundlage f\u00fcr eine L\u00f6sung<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Konferenzabschnitt \u00fcber \u201eDie physische Grundlage f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung S\u00fcdwestasiens\u201c machte deutlich, wie ein dauerhafter Frieden durch den Einsatz modernster Technologie und technischer Methoden zur Begr\u00fcnung der W\u00fcsten S\u00fcdwestasiens erreicht werden kann. Stephan Ossenkopp vom Schiller-Institut in Deutschland moderierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptredner war der wissenschaftliche Berater des Schiller-Instituts, <em><strong>Jason Ross<\/strong><\/em>. Er begann mit einem Zitat von Albert Einstein: \u201eDas ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit\u201c, und entwickelte dann drei grundlegende Konzepte, die den Rahmen f\u00fcr einen fesselnden Podiumsdialog bildeten:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Der mit der Kraft der Kreativit\u00e4t ausgestattete Mensch ist von Natur aus gut. Und durch seine menschliche Kreativit\u00e4t hat er die Macht, durch wissenschaftliche Entdeckungen und die Entwicklung neuer Technologien die Natur zu verbessern. Er zitierte aus einem Aufsatz von Lyndon LaRouche aus dem Jahr 1995 (\u201eWas ist Gott, wenn der Mensch nach seinem Ebenbild ist\u201c): \u201eJeder Mensch ist mit einem intellektuellen Potential ausgestattet, das kein Tier hat, mit der Macht, sich nicht nur Naturzust\u00e4nde vorzustellen, die es im Universum noch nie gegeben hat, sondern diese Ideen auch dem Universum unter bestimmten Bedingungen allgemein wirksam aufzuzwingen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>2. Die \u201egr\u00fcne\u201c Ideologie der Umweltsch\u00fctzer ist b\u00f6sartig, weil sie behauptet, alles, was der Mensch tut, um die Natur zu ver\u00e4ndern, w\u00e4re automatisch schlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Der Oasenplan als Grundlage f\u00fcr Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung hat seine konzeptionellen Wurzeln im Westf\u00e4lischen Frieden von 1648, der den verheerenden Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg in Europa beendete. Dieser Vertrag wurde mit dem Ziel geschlossen, einen dauerhaften Frieden zu schaffen, indem man das \u201eWohl des anderen\u201c f\u00f6rdert und auf jegliche Rache verzichtet. Ross verwendete in seiner Rede zahlreiche Illustrationen und zeigte anhand einer historischen Landkarte, da\u00df die Grenzstreitigkeiten im Europa des 17. Jahrhunderts noch weitaus komplizierter waren als die zwischen Pal\u00e4stina und Israel heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Die anderen Experten des Podiums waren <em><strong>Dr. Pierre Berthelot<\/strong><\/em>, assoziierter Forscher am sicherheitspolitischen Institut IPSE, Direktor der Zeitschrift <em>Orients Strat\u00e9giques<\/em> und Mitglied der Acad\u00e9mie de l&#8217;Eau in Frankreich, der Hydrologe <em><strong>William DeOreo<\/strong><\/em>, Pr\u00e4sident von AquaCraft und Lobbyist f\u00fcr nukleare Entsalzung mit Sitz in Colorado in den USA, sowie <em><strong>Dr. Kelvin Kemm<\/strong><\/em>, s\u00fcdafrikanischer Kernphysiker und ehemaliger Vorsitzender der South African Nuclear Energy Corporation. Ihre Vortr\u00e4ge spiegelten alle den Optimismus wider, da\u00df wir die Probleme der Region mit der universellen Sprache und Kraft der Wissenschaft l\u00f6sen k\u00f6nnen. Wie Kemm sagte: \u201eWenn es etwas gibt, das \u00fcber viele Jahrhunderte hinweg politische Konflikte \u00fcberwunden hat, dann ist es die Wissenschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Von besonderem Interesse war eine Diskussion \u00fcber die fortschrittlichen Kernreaktorkonzepte, die jetzt auf den Markt kommen &#8211; kleine modulare Reaktoren (SMR) und Thorium-basierte Fl\u00fcssigsalzreaktoren &#8211; und die notwendige Stromerzeugungskapazit\u00e4t, Kosteneffizienz und Flexibilit\u00e4t f\u00fcr eine effiziente Meerwasserentsalzung bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>William DeOreo er\u00f6rterte die begeisternden M\u00f6glichkeiten der Wasserentsalzung im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zur L\u00f6sung der extremen Wasserknappheit in S\u00fcdwestasien, wenn entsprechend reichlich Energie verf\u00fcgbar wird, was mit der Kernenergie absolut m\u00f6glich ist. Er berichtete von seiner eigenen Arbeit in Jordanien, bei der er Entw\u00fcrfe f\u00fcr die Entsalzung von Meerwasser aus dem Golf von Akaba und dessen Weiterleitung nach Norden entwickelte. Er sei frustriert \u00fcber die Leute gewesen, die von ihm nur Pl\u00e4ne f\u00fcr eine angepa\u00dfte, minimale Wasserversorgung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung anforderten. Er antwortete dem: \u201eNein, nein! Was wir wirklich tun m\u00fcssen, ist die Wasserversorgung so zu verbessern, da\u00df Jordanien mit dem Wasser versorgt wird, das es f\u00fcr eine fortschrittliche Gesellschaft braucht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Teilnehmer waren sich einig, da\u00df all diese Probleme nicht l\u00e4nger N\u00e4hrboden f\u00fcr aktuelle und k\u00fcnftige Konflikte sein d\u00fcrfen. Die Veranstaltung endete mit einer ehrlichen Diskussion \u00fcber die Frage \u201eWie geht es weiter? Wie k\u00f6nnen wir unsere Ideen umsetzen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ross griff diese Frage auf und wies darauf hin, wie viele Menschen auf der ganzen Welt einen Waffenstillstand, humanit\u00e4re Hilfe und eine Arbeit an grundlegenden L\u00f6sungen fordern. Ein entscheidender Gradmesser f\u00fcr den Erfolg werde sein, da\u00df immer mehr dieser Menschen die Forderungen stellen: \u201eWir brauchen den Oasenplan! Wof\u00fcr k\u00e4mpfen wir? Das sollte die Zukunft der Region sein!\u201c Indem man diese Diskussion mit einer solchen Zukunftsorientierung immer st\u00e4rker in die \u00f6ffentliche Debatte einbringt, kann dies das politische Umfeld drastisch ver\u00e4ndern, so da\u00df sonst unm\u00f6gliche L\u00f6sungen m\u00f6glich werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Kevin Gribbroek und Michael Billington haben zu diesem Artikel beigetragen.)<\/em><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Stewart Battle Ein Bericht \u00fcber die Konferenz \u201eDer Oasenplan &#8211; die LaRouche-L\u00f6sung f\u00fcr Frieden durch Entwicklung zwischen Israel und Pal\u00e4stina und ganz S\u00fcdwestasien\u201c, die am 13. 4. 2024 vom Schiller-Institut veranstaltet wurde. Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. 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