{"id":101958,"date":"2024-04-16T10:14:07","date_gmt":"2024-04-16T14:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=101958"},"modified":"2024-04-18T09:15:32","modified_gmt":"2024-04-18T13:15:32","slug":"helga-zepp-larouche-am-abgrund-des-allgemeinen-krieges-der-neue-name-fuer-frieden-ist-entwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/04\/16\/helga-zepp-larouche-am-abgrund-des-allgemeinen-krieges-der-neue-name-fuer-frieden-ist-entwicklung\/","title":{"rendered":"Helga Zepp-LaRouche: Am Abgrund des allgemeinen Krieges: Der neue Name f\u00fcr Frieden ist Entwicklung!"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Helga Zepp-LaRouche<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die folgende Rede hielt die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts auf der <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/03\/12\/internetkonferenz-der-oasenplan-die-larouche-loesung-fuer-frieden-durch-entwicklung\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/03\/12\/internetkonferenz-der-oasenplan-die-larouche-loesung-fuer-frieden-durch-entwicklung\/\" target=\"_blank\">Internetkonferenz zum Oasenplan <\/a><\/strong>am 13. April 2024. Sie wurde aus dem Englischen \u00fcbersetzt, Zwischen\u00fcberschriften wurden hinzugef\u00fcgt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Der Oasenplan: Die LaRouche-L\u00f6sung f\u00fcr Frieden durch Entwicklung\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Cnz3tAOvxJA?start=67&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich gr\u00fc\u00dfe Sie alle aus vielen verschiedenen L\u00e4ndern, ganz gleich, wo Sie zuh\u00f6ren. Wir veranstalten diese Konferenz zum Oasenplan, um eine hoffnungsvolle Perspektive zu er\u00f6ffnen und einen Ausweg aus einer ansonsten verzweifelten, extrem gef\u00e4hrlichen und sogar katastrophalen Situation in S\u00fcdwestasien aufzuzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir die derzeitige Eskalation, die sich schnell zu einem ausgewachsenen regionalen Krieg und letztlich zu einem globalen Atomkrieg ausweiten kann, nicht abwenden, k\u00f6nnte dies das Ende der menschlichen Gattung auf diesem Planeten bedeuten. Um diese akute Gefahr zu vermeiden, brauchen wir einen kognitiven Sprung, um einen v\u00f6llig anderen Ansatz zu konzipieren, n\u00e4mlich den, die Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen der Pal\u00e4stinenser und Araber im allgemeinen ebenso wie die der Israelis und auch der Nachbarl\u00e4nder in der gr\u00f6\u00dferen Region zu definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum sage ich das?<\/p>\n\n\n\n<p>Was in den letzten sechs Monaten geschehen ist, hat es in der Geschichte noch nie gegeben: Ein V\u00f6lkermord, der sich in Echtzeit abspielt, wird live vom Schlachtfeld in Gaza auf die Fernsehger\u00e4te in den Wohnzimmern der Welt\u00f6ffentlichkeit \u00fcbertragen. W\u00e4hrend in der ersten Zeit nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober auf israelische D\u00f6rfer, bei dem 1200 Menschen starben, die Sympathie eines Gro\u00dfteils der Welt bei Israel lag, \u00e4nderte sich dies von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat. Milliarden von Menschen konnten mit eigenen Augen zusehen, ungefiltert von Kommentatoren und Erz\u00e4hlern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was sie sahen, war keine ma\u00dfvolle Gegenreaktion eines angegriffenen Landes, sondern eine unerbittliche ethnische S\u00e4uberung in einem abgeriegelten winzigen Gebiet durch eine der technisch am besten ausger\u00fcsteten Streitkr\u00e4fte der Welt, die K\u00fcnstliche Intelligenz zur gezielten Bek\u00e4mpfung von Hamas-K\u00e4mpfern einsetzt, und die gleichzeitig einer v\u00f6llig unbewaffneten Bev\u00f6lkerung Wasser, Nahrung, medizinische Versorgung, Strom, Unterkunft, Kleidung, sanit\u00e4re Einrichtungen usw. verweigert. Die Zahl der Opfer auf pal\u00e4stinensischer Seite bel\u00e4uft sich bisher auf etwa 33.400, darunter 14.000 Kinder. Das hei\u00dft, 44% aller Get\u00f6teten sind Kinder! Und mehr als eine Million Menschen sind akut vom Hungertod bedroht. Deshalb gehen in den islamischen L\u00e4ndern, in amerikanischen und europ\u00e4ischen St\u00e4dten und Universit\u00e4ten Hunderttausende auf die Stra\u00dfe!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem israelischen Angriff auf das iranische Konsulat in Damaskus besucht der Kommandeur des US-Zentralkommandos, General Michael Kurilla, derzeit Israel, wo er sich mit IDF-Stabschef Herzi Halewi und Verteidigungsminister Gallant traf und das Kommandozentrum der Luftwaffe sowie Luftwaffenst\u00fctzpunkte besuchte. In den westlichen Medien wird \u00fcber einen m\u00f6glichen iranischen Angriff auf verschiedene Ziele in Israel schon in den n\u00e4chsten Tagen gemutma\u00dft. Heute Morgen haben die Niederlande ihre Botschaft in Teheran geschlossen, die Lufthansa hat Fl\u00fcge in den Iran bis Donnerstag gestrichen und das Ausw\u00e4rtige Amt hat alle deutschen Staatsb\u00fcrger aufgefordert, das Land zu verlassen. Es ist eindeutig eine Situation, die im schlimmsten Fall in einem regionalen oder sogar globalen Krieg enden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ganz anderer Ansatz<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz und gerade wegen dieser Eskalation ist es daher von gr\u00f6\u00dfter Dringlichkeit, da\u00df ein ganz anderer Ansatz eingef\u00fchrt wird, n\u00e4mlich der \u201eOasenplan\u201c, den mein verstorbener Mann Lyndon LaRouche 1975 vorgeschlagen hat. Er geht von der Idee aus, sowohl f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser als auch f\u00fcr die Israelis einen Anreiz zu schaffen, anstelle der gegenw\u00e4rtigen Gef\u00fchle von tiefer Verletzung, Schmerz und Verzweiflung zum einen und Ha\u00df zum anderen eine Perspektive der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung f\u00fcr den Aufbau einer besseren Zukunft f\u00fcr alle kommenden Generationen zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Pal\u00e4stinenser ist dies von existentieller Bedeutung &#8211; und die Israelis sollten auf diejenigen h\u00f6ren, die sie vor dem Wandel in der Wahrnehmung der Welt warnen, wie Ami Ajalon, der ehemalige Direktor des Schin Bet w\u00e4hrend der Zeit der Osloer Abkommen. In einem Artikel in der aktuellen Ausgabe von <em>Foreign Affairs <\/em>warnt er Israel, nach dem Angriff der israelischen Armee (IDF) auf die Lebensmittel-LKWs am 29. Februar &#8211; bei dem 112 Menschen get\u00f6tet und 760 verletzt wurden, als sie verzweifelt versuchten, die Lebensmittel zu bekommen, die sie vor dem Verhungern retten k\u00f6nnten &#8211; und nach dem Angriff auf die sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen sei die Legitimit\u00e4t des Krieges in den Augen der Welt verlorengegangen. Man sehe darin nicht mehr einen Krieg zur Selbstverteidigung, sondern einen Akt expansionistischer Aggression. Ajalon schreibt auch, da\u00df Israel nicht gewinnen kann, indem es die Hamas-F\u00fchrung ausschaltet, weil damit die Ideologie der Hamas nicht weg w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist noch eine Untertreibung, denn selbst wenn die gegenw\u00e4rtige Krise nicht zu einer globalen Vernichtung der Menschheit f\u00fchrt, bei der nat\u00fcrlich auch Israel verschwinden w\u00fcrde: Wenn der Kreislauf der Gewalt nicht ein f\u00fcr allemal unterbrochen wird, dann wird die Zukunft f\u00fcr alle eine H\u00f6lle sein, in der ein Krieg auf den n\u00e4chsten folgt, so wie wir es in den letzten 75 Jahren gesehen haben &#8211; wobei nat\u00fcrlich immer die Waffenproduzenten des wachsenden milit\u00e4risch-industriellen Komplexes gem\u00e4stet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hauptproblem: Wassermangel<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir daher vorschlagen, ist die aktualisierte Version des Oasenplans, den Lyndon LaRouche erstmals 1975 nach einer Feier der Baath-Partei im Irak vorgestellt hat, an der er und viele Anf\u00fchrer der Bewegung der Blockfreien teilgenommen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr jeden, der S\u00fcdwestasien besucht, ist die auff\u00e4lligste Erfahrung die \u00fcberw\u00e4ltigende Gegenwart der W\u00fcste und der offensichtliche Mangel an Wasser, insbesondere S\u00fc\u00dfwasser. Es ist auch klar, da\u00df der Wasserverbrauch f\u00fcr jede Bev\u00f6lkerung, ob israelisch oder arabisch, f\u00fcr einen modernen Lebensstandard aus den vorhandenen \u201enat\u00fcrlichen\u201c Wasserressourcen nicht gedeckt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem haben in allen bisherigen milit\u00e4rischen Konflikten der Wassermangel und der Kampf um den Zugang zu Wasser eine entscheidende Rolle gespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorhandenen Aquifere in der Region liefern nicht einmal ann\u00e4hernd ausreichend Wasser, so da\u00df selbst ein faires Aufteilungsabkommen das Problem nicht l\u00f6sen w\u00fcrde. Um gro\u00dfe Mengen an neuem S\u00fc\u00dfwasser zu schaffen, m\u00fcssen verschiedene Methoden eingesetzt werden. Das N\u00e4chstliegende sind zun\u00e4chst zwei neue Kan\u00e4le vom Mittelmeer zum Toten Meer und vom Toten Meer zum Roten Meer. Aufgrund des H\u00f6henunterschieds &#8211; das Tote Meer liegt ca. 400 m unter dem Mittelmeer &#8211; ist die Erzeugung von Wasserkraft m\u00f6glich. Aber wenn man zus\u00e4tzlich noch einen Kanal vom Golf von Akaba zum Toten Meer anlegt und dann diese beiden Kan\u00e4le durch einen Querkanal verbindet, ist noch mehr m\u00f6glich. Die Grundidee besteht darin, die Kan\u00e4le so gro\u00df anzulegen, da\u00df mit Hilfe einer Reihe von Kernkraftwerken an ihren Ufern gro\u00dfangelegte Entsalzungsprojekte m\u00f6glich werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank der technischen Durchbr\u00fcche der letzten Jahrzehnte und der Verf\u00fcgbarkeit des Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktors der Vierten Generation, der urspr\u00fcnglich von Professor Schulten in J\u00fclich, Deutschland, entwickelt wurde und jetzt von China produziert wird, sind die Sicherheitsbedenken ausger\u00e4umt. Es gibt auch die M\u00f6glichkeit, Reaktoren mit Thorium-Kreislauf zu verwenden, die f\u00fcr die zivile Nutzung der Kernenergie einzigartig sind. Man k\u00f6nnte eine betr\u00e4chtliche Anzahl von 300-Megawatt-Kraftwerken, sogenannte \u201eDuplexe\u201c entlang der Kan\u00e4le bauen, die Frischwasser f\u00fcr die umfangreiche Bew\u00e4sserung f\u00fcr Wiederaufforstung, Landwirtschaft, Verkehrsinfrastruktur und neue St\u00e4dte liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Kosten f\u00fcr die Gewinnung von S\u00fc\u00dfwasser durch die Entsalzung von Salzwasser mit Hilfe von Kernenergie relativ hoch sind, ist der wirtschaftliche Nutzen dank der enormen Wirtschaftsaktivit\u00e4t, die damit in Gebieten erzeugt wird, in denen es vorher \u00fcberhaupt kein Wasser gab, um Gr\u00f6\u00dfenordnungen gr\u00f6\u00dfer als der urspr\u00fcnglich investierte Betrag. Hier zeigt sich die einzigartige Macht der menschlichen Arbeit, mit Hilfe von Wissenschaft und Technik in dem Proze\u00df einen Mehrwert zu schaffen, so da\u00df das Ergebnis der Arbeit wertm\u00e4\u00dfig h\u00f6her ist als alle Elemente, die in sie eingeflossen sind. Die dabei verwendete Energieflu\u00dfdichte bestimmt das Verh\u00e4ltnis des Mehrwerts. Es macht sich also im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine langfristige Vision<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern sollte man nicht nur auf die erw\u00e4hnten Projekte schauen, sondern auch eine Vision haben, wie diese Region in einer, zwei, drei, vier Generationen aussehen kann. Man nehme als Beispiel China, das in den letzten 30 Jahren mehrere W\u00fcstengebiete erfolgreich begr\u00fcnt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Der chinesische Wirtschaftswissenschaftler Dr. Ding Yifan beschreibt in seinem neuen Buch <em>The New Dynamics of Development<\/em> (\u201eDie neue Dynamik der Entwicklung\u201c), wie fast ein Drittel der Hobq- oder Kubuqi-W\u00fcste in der Inneren Mongolei effektiv umgewandelt wurde und zu einem wirtschaftlichen Cluster f\u00fcr W\u00fcstentourismus, Lebensmittel und Photovoltaik geworden ist, wie in der Saihanbar (Sekhangba) unweit von Peking Tausende Hektar Wald wiederhergestellt wurden, und wie an der Grenze zwischen Shaanxi und der Inneren Mongolei in der Mawusu-W\u00fcste 30% der W\u00fcste jetzt mit Vegetation bedeckt sind, die Bodenerosion aufgeh\u00f6rt hat und das neu gewonnene Ackerland &#8211; 1,6 Millionen Hektar &#8211; f\u00fcr die lokalen Bauern einen enormen wirtschaftlichen Nutzen bedeutet. Dr. Ding Yifan berichtet, da\u00df Eric Solheim, UN-Unterstaatssekret\u00e4r und UNEP-Exekutivdirektor, das Modell der Kubuqi-W\u00fcste lobte, das anderen L\u00e4ndern und Regionen, die mit Problemen der W\u00fcstenbildung konfrontiert sind, ausgezeichnete Erfahrungen bietet, und da\u00df Chinas Erfahrung mit der Eind\u00e4mmung des Sandes auch auf Afrika, den Nahen Osten und Lateinamerika \u00fcbertragen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine Vision der Entwicklung f\u00fcr die gesamte Region zu entwerfen &#8211; von Indien bis zum Mittelmeer, vom Kaukasus bis zum Persischen Golf und zum Roten Meer -, und wie sich dieses Gebiet als k\u00fcnftige Drehscheibe zwischen Asien, Afrika und Europa entwickeln kann, sollte man sich die Infrastrukturdichte z.B. von Deutschland vorstellen, wo es ein integriertes Netz von Autobahnen, Eisenbahnen und Wassersystemen gibt, was die Voraussetzung f\u00fcr fortgeschrittene industrielle Entwicklung und Landwirtschaft darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt keinen objektiven Grund, warum S\u00fcdwestasien in Zukunft nicht ein vergleichbares Niveau erreichen kann!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue \u00c4ra<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der drohende Krieg vermieden werden kann, kann der tektonische Wandel, der sich heute in der Welt vollzieht, wo die L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens bereits an der Schaffung eines neuen Wirtschaftssystems arbeiten, die Voraussetzungen f\u00fcr die umfassende Entwicklung S\u00fcdwestasiens schaffen. Ru\u00dfland, China, Indien, Iran, die Vereinigten Emirate und \u00c4gypten sind bereits Mitglieder der BRICS, Saudi-Arabien ist ein Kandidat, andere wie die T\u00fcrkei haben ihre Absicht bekundet, beizutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn alle diese L\u00e4nder der Entwicklungsperspektive des Oasenplans zustimmen und eine umfassende S\u00fcdwestasien-Konferenz in der Tradition des Westf\u00e4lischen Friedens einberufen, dann k\u00f6nnen wir die drohende Katastrophe abwenden und die Krise in den Beginn einer neuen \u00c4ra des Friedens und der Entwicklung verwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Henry Kissinger, der vorgab, ein Experte f\u00fcr die Westf\u00e4lische Ordnung zu sein, hat sie in Wirklichkeit grob mi\u00dfverstanden, indem er behauptete, sie erfordere eine \u201eausgleichende Macht\u201c &#8211; einen unipolaren Weltpolizisten. Er behauptete, das Westf\u00e4lische System sei nie vollst\u00e4ndig auf den Nahen Osten angewandt worden, weil nur die T\u00fcrkei, \u00c4gypten und der Iran eine historische Grundlage h\u00e4tten und die Grenzen der anderen Staaten der Willk\u00fcr der Sieger des Ersten Weltkriegs entspringen, womit er sich offensichtlich auf die Absicht einer zuk\u00fcnftigen Manipulation des Sykes-Picot-Abkommens bezog.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb mu\u00df die Welt zum Westf\u00e4lischen Frieden zur\u00fcckkehren und eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten ber\u00fccksichtigt. Diese neue Architektur mu\u00df ausdr\u00fccklich Ru\u00dfland, China, die Vereinigten Staaten sowie die Zweistaatenl\u00f6sung f\u00fcr Israel und Pal\u00e4stina einschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem \u201eCost of War Project\u201c des Watson Institute an der Brown University in Rhode Island beliefen sich die Milit\u00e4rausgaben der USA einschlie\u00dflich der Kollateralsch\u00e4den in den 20 Jahren vom 11. September 2001 bis 2021 auf 8 Billionen Dollar, die f\u00fcr milit\u00e4rische und Anti-Terror-Ma\u00dfnahmen in 85 L\u00e4ndern ausgegeben wurden &#8211; US-Spezialeinheiten, CIA-Operationen, \u201emilit\u00e4rische Informationsunterst\u00fctzung\u201c, psychologische Operationen usw. nicht eingerechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Zeitraum starben durch direkte Kriegsgewalt im Irak, in Afghanistan, Syrien, dem Jemen und Pakistan mehr als 940.000 Menschen, und die Zahl der Zivilisten, die durch indirekte Ursachen umkamen, ist noch wesentlich h\u00f6her. H\u00e4tte man diese Summe in Programme zur \u00dcberwindung von Armut und Unterentwicklung investiert, dann w\u00e4re die ganze Welt heute ein bl\u00fchender Garten und die USA w\u00fcrden als Freund der Menschheit gefeiert!<\/p>\n\n\n\n<p>Frieden mu\u00df im Krieg beginnen<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00f6re an dieser Stelle schon die Kritiker, die sagen, diese Perspektive eines Oasenplans als Ausgangspunkt f\u00fcr eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur im Geiste der Enzyklika <em>Populorum Progessio <\/em>von Papst Paul VI. sei \u201eunrealistisch\u201c oder gar \u201ev\u00f6llig utopisch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Friedrich Schiller seine <em>Wallenstein<\/em>-Trilogie \u00fcber den m\u00e4chtigen Kriegsherrn des 30j\u00e4hrigen Krieges verfa\u00dfte, stellte er Wallenstein nicht so dar, wie ihn die \u00fcberlieferte historische Interpretation beschrieb, sondern als einen Mann, der ernsthaft den Krieg beenden und Frieden erreichen wollte. In dem St\u00fcck legt Schiller die Vision des Westf\u00e4lischen Friedens, der 16 Jahre sp\u00e4ter geschlossen wurde, in den Mund von Max Piccolomini, dem Verlobten von Wallensteins Tochter Thekla. In einem Gespr\u00e4ch mit seinem Vater und einem Vertreter des Wiener Hofes, Questenberg, sagt Max:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Ihr macht ihn zum Emp\u00f6rer, und, Gott wei\u00df!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Zu was noch mehr, weil er die Sachsen schont,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Beim Feind Vertrauen zu erwecken sucht,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Das doch der einzge Weg zum Frieden ist;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Denn h\u00f6rt der Krieg im Kriege nicht schon auf,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Woher soll Friede kommen? &#8211;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist die ganze Idee: Wenn der Krieg nicht im Krieg aufh\u00f6rt, woher soll dann der Frieden kommen? Beim Feind Vertrauen erwecken ist der einzige Weg zum Frieden!<\/p>\n\n\n\n<p>Stehen wir, die Menschheit, die sch\u00f6pferische Spezies, am Abgrund dessen, was zum Ende allen Lebens auf dem Planeten werden k\u00f6nnte, oder k\u00f6nnen wir einen Ausweg aus dieser Gefahr definieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen Sie uns also den Oasenplan auf den Tisch aller Regierungen der Welt legen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-schiller-institut wp-block-embed-schiller-institut\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"xpst9vtiS8\"><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/02\/14\/petition-unterstuetzung-des-larouche-oasenplans-fuer-frieden-und-entwicklung-in-suedwestasien\/\">Petition:  Unterst\u00fctzung des LaRouche-Oasenplans f\u00fcr Frieden und Entwicklung in S\u00fcdwestasien<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Petition:  Unterst\u00fctzung des LaRouche-Oasenplans f\u00fcr Frieden und Entwicklung in S\u00fcdwestasien&#8220; &#8212; Schiller-Institut\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/02\/14\/petition-unterstuetzung-des-larouche-oasenplans-fuer-frieden-und-entwicklung-in-suedwestasien\/embed\/#?secret=xpst9vtiS8\" data-secret=\"xpst9vtiS8\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Helga Zepp-LaRouche Die folgende Rede hielt die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts auf der Internetkonferenz zum Oasenplan am 13. 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