{"id":100922,"date":"2024-02-25T08:46:25","date_gmt":"2024-02-25T13:46:25","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=100922"},"modified":"2024-02-25T08:46:26","modified_gmt":"2024-02-25T13:46:26","slug":"nur-entwicklung-kann-die-strukturen-der-suende-besiegen-38-ipc-treffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2024\/02\/25\/nur-entwicklung-kann-die-strukturen-der-suende-besiegen-38-ipc-treffen\/","title":{"rendered":"Nur Entwicklung kann die Strukturen der S\u00fcnde besiegen (38. IPC Treffen)"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Bericht \u00fcber das 38. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/h3>\n\n\n\n<p>Von Kevin Gribbroek<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eDas Gegenteil von Zerst\u00f6rung ist Liebe. Und was k\u00f6nnte liebevoller sein, als die Voraussetzungen daf\u00fcr zu schaffen, da\u00df jeder Mensch auf diesem Planeten das Potential seines Lebens aussch\u00f6pfen kann.\u201c<\/p><cite>\u2013 <em>Helga Zepp-LaRouche<\/em><\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Das 38. Internet-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 23. Februar hat gezeigt, warum dieses beratende Gremium in einzigartiger Weise geeignet ist, die Krisen anzusprechen und zu l\u00f6sen, die die Menschheit in ein neues finsteres Zeitalter oder sogar in ein thermonukleares Armageddon zu st\u00fcrzen drohen. W\u00e4hrend sich die meisten Forumsdiskussionen zu Gaza, Ukraine oder anderen Konflikten \u2013 ob in den Mainstream- oder alternativen Medien \u2013 auf Erkl\u00e4rungen beschr\u00e4nken, warum die eine Seite gut und die andere b\u00f6se ist, befa\u00dfte sich ein Gro\u00dfteil der IPC-Sitzung mit der Frage, wie Gut und B\u00f6se aus philosophischer Sicht zu definieren sind. Dies erwies sich als sehr fruchtbar, weil es den Teilnehmern half, auf einer h\u00f6heren Ebene zu verstehen, warum der \u201eOasenplan\u201c und wirtschaftliche Entwicklung allgemein entscheidend f\u00fcr das \u00dcberleben der Menschheit sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die IPC-Mitinitiatorin Helga Zepp-LaRouche beschrieb zur Er\u00f6ffnung der Veranstaltung die gewaltige Kluft zwischen dem Globalen S\u00fcden und der \u201ewinzigen Minderheit\u201c des Globalen Nordens, speziell durch den Konflikt in Gaza. Ein Beispiel daf\u00fcr sei das j\u00fcngste G20-Treffen in Brasilien, bei dem sich die USA und andere westliche L\u00e4nder weigerten, eine gemeinsame Abschlu\u00dferkl\u00e4rung zu unterzeichnen, weil Brasilien und S\u00fcdafrika darauf bestanden, da\u00df darin der V\u00f6lkermord in Gaza verurteilt wird. Ein weiterer H\u00f6hepunkt dieses Konflikts seien die laufenden Anh\u00f6rungen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, wo ein Land nach dem anderen Israel f\u00fcr sein Vorgehen gegen die Pal\u00e4stinenser verurteilt hat. So nannte der Rechtsberater des chinesischen Au\u00dfenministeriums, Ma Xinmin, Pal\u00e4stina einen \u201eLackmustest f\u00fcr das kollektive Gewissen der Menschheit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche sprach dann \u00fcber den Wahnsinn westlicher Regierungen, die nicht wahrhaben wollen, da\u00df die Ukraine den Krieg nicht gewinnen kann, und fordern, dem Selenskyj-Regime noch mehr Langstreckenwaffen zu liefern, um weit in russisches Territorium hinein anzugreifen. Diese Politiker scheinen v\u00f6llig unf\u00e4hig, \u00fcber die Folgen ihres Handelns nachzudenken: da\u00df dies mit dem Dritten Weltkrieg enden kann! Weil die strategische Lage so gef\u00e4hrlich sei, m\u00fcsse sich die IPC um so mehr einsetzen, um \u201eL\u00f6sungen f\u00fcr einen sonst scheinbar unl\u00f6sbaren Konflikt anzubieten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg zur Befreiung Pal\u00e4stinas sei Lyndon LaRouches Oasenplan, der ganz S\u00fcdwestasien in ein bl\u00fchendes Wirtschaftszentrum zwischen Asien, Afrika und Europa verwandeln w\u00fcrde \u2013 eine optimistische L\u00f6sung im besten Interesse Israels, Pal\u00e4stinas und aller Nachbarl\u00e4nder. Ein \u00e4hnlicher Ansatz sei f\u00fcr die Ukraine erforderlich. Nur ein neues Paradigma von Zusammenarbeit bei der wirtschaftlichen Entwicklung k\u00f6nne den Kreislauf der Gewalt durchbrechen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aktivit\u00e4ten f\u00fcr den Frieden<\/h3>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten Redner, Alan Rivera und Gerardo Castilleja vom mexikanischen Schiller-Institut, berichteten von ihrem j\u00fcngsten Einsatz an der Nationalen Autonomen Universit\u00e4t in Mexiko-Stadt, wo sie von H\u00f6rsaal zu H\u00f6rsaal gingen und Studenten und Professoren \u00fcber den Oasenplan informierten. Ein Professor erlaubte ihnen sogar, das Video \u00fcber den Oasenplan vorzuf\u00fchren. Anschlie\u00dfend nahmen sie auf dem Campus an einer Kundgebung f\u00fcr einen Waffenstillstand in Gaza teil, wo sie auf einige amerikanische \u201eAltlinke\u201c stie\u00dfen, die immer noch dieselben hohlen antiimperialistischen Slogans wie vor 40 Jahren wiederholten, ohne zu verstehen, wie man das System, gegen das sie sich wehren, umst\u00fcrzen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Mohammad Toor, Vorsitzender des Pakistanisch-Amerikanischen Kongresses, betonte die Notwendigkeit von Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung. Schwache L\u00e4nder m\u00fc\u00dften sich entwickeln, damit sie nicht den st\u00e4rkeren zum Opfer fallen. Es gebe gen\u00fcgend Ressourcen auf der Erde, damit sich jede Nation entwickeln und zu Wohlstand kommen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Professor aus Michigan sprach \u00fcber die Atmosph\u00e4re der Angst an den Universit\u00e4ten, insbesondere in Bezug auf die Gaza-Frage. Obwohl es in diesem US-Staat eine sehr gro\u00dfe arabische und muslimische Studentenschaft gibt, haben die Studenten wie auch die Dozenten das Gef\u00fchl, da\u00df sie ihre Empfindungen dar\u00fcber nicht \u00e4u\u00dfern d\u00fcrfen \u2013 da\u00df sie nicht f\u00fcr das eintreten k\u00f6nnen, was sie f\u00fcr richtig halten. Viele Studenten sind Pal\u00e4stinenser oder haben pal\u00e4stinensische Freunde, von denen viele Angeh\u00f6rige in Gaza verloren haben. Um den Menschen zu helfen, die Angst zu \u00fcberwinden, organisiert der Dozent eine Kunst- und Kulturveranstaltung in der \u00dcberzeugung, da\u00df unter den Bedingungen der Unterdr\u00fcckung die einzige M\u00f6glichkeit, seine Stimme zu erheben, in der Kunst liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Redner, Jack Gilroy von der Gruppe Veterans for Peace, berichtete \u00fcber eine Initiative, s\u00e4mtlichen Dienststellen des US-Au\u00dfenministeriums ein Dokument \u00fcber die Verbrechen Israels und der USA im Gazastreifen zu \u00fcbermitteln. In dem Dokument werden die Beamten des Au\u00dfenministeriums gewarnt, da\u00df sie an kriminellen Handlungen \u2013 der Ermordung tausender Menschen im Gazastreifen \u2013 beteiligt sind und daf\u00fcr strafrechtlich verfolgt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Philosophischer Dialog<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Diskussion wurde von Pater Harry Bury ein tiefgreifender Dialog \u00fcber das Wesen von Gut und B\u00f6se angesto\u00dfen. Er kritisierte zwei weit verbreitete \u00dcberzeugungen, in denen er Hindernisse f\u00fcr die Verwirklichung des Ziels des Friedens durch Entwicklung sieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste sei die Vorstellung, da\u00df es b\u00f6se Menschen auf der Welt gibt. Pater Bury h\u00e4lt das f\u00fcr falsch und meint, es gebe gute Menschen, die b\u00f6se Dinge tun, weil sie es nicht besser wissen. Man m\u00fcsse diese Menschen erziehen, damit sie verstehen, was gut ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite \u00dcberzeugung sei, da\u00df man B\u00f6ses am besten durch Strafen verhindert. Aber die weltweite R\u00fcckfallquote von 80-85% beweise, da\u00df auch das falsch ist. \u201eGerechtigkeit ist nicht Rache, Gerechtigkeit hei\u00dft nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Gerechtigkeit ist, den \u00dcbelt\u00e4ter auf den rechten Weg zu f\u00fchren\u201c, sagte Bury.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche stimmte zwar zu, da\u00df die Menschen grunds\u00e4tzlich gut sind, war aber in einem Punkt anderer Meinung: \u201eAngesichts der Tatsache, da\u00df die menschliche Gattung vom Sch\u00f6pfer mit einem freien Willen ausgestattet ist, frage ich mich, warum manche Menschen durchaus in der Lage sind, zu begreifen, da\u00df das, was sie tun, b\u00f6se ist, und es trotzdem tun? Warum haben sie sich auf die Seite Satans gestellt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Professor aus Michigan sprach dazu \u00fcber einen Gedanken aus dem Buch <em>Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalit\u00e4t des B\u00f6sen<\/em> von Hannah Arendt: da\u00df das B\u00f6se das Fehlen von Empathie sei \u2013 die Unf\u00e4higkeit, andere Menschen als gleichwertig zu betrachten. Zepp-LaRouche stimmte dieser Ansicht voll und ganz zu und erl\u00e4uterte Friedrich Schillers \u00dcberzeugung, da\u00df nur die \u00e4sthetische Erziehung \u2013 eine Erziehung, die in edlen und erhabenen Begriffen wurzelt \u2013 die Menschen auf die Ebene der Vernunft heben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis Small vom Schiller-Institut betonte, um das B\u00f6se zu besiegen, m\u00fcsse man das internationale Finanzsystem der Londoner City und der Wall Street einer umfassenden Konkurssanierung unterziehen, weil dieses System an sich b\u00f6se sei \u2013 Papst Johannes Paul II. nannte es \u201eStrukturen der S\u00fcnde\u201c \u2013 und die Voraussetzungen f\u00fcr b\u00f6se Politik schaffe. Solange dieses System herrsche, werde es das Potential, das Gute in den Menschen hervorzubringen, immer behindern. Die Boykottbewegung BDS (\u201eBoykott, Desinvestitionen und Sanktionen\u201c) sei zwar nicht schlecht, aber wenn man das Problem wirklich an der Wurzel packen will, m\u00fcsse man das Finanzsystem \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschlu\u00df des Treffens brachte Helga Zepp-LaRouche ihre \u00dcberzeugung zum Ausdruck, da\u00df \u201eArmut die gr\u00f6\u00dfte Verletzung der Menschenrechte ist, die man sich vorstellen kann\u201c. Kinder, die hungrig und ohne Bildung aufwachsen, w\u00fcrden ihrer Menschlichkeit beraubt. Die einzige M\u00f6glichkeit, die Krisen in Gaza und der Ukraine zu l\u00f6sen, sei eine Diskussion \u00fcber die Entwicklung dieser verarmten Regionen, die sehr wohl m\u00f6glich sei. In der Vergangenheit seien Zentral- und S\u00fcdwestasien hochentwickelt gewesen: Bagdad war die gr\u00f6\u00dfte Stadt der Welt, Afghanistan war das Land der tausend St\u00e4dte, Syrien war Teil der Seidenstra\u00dfe. \u201eWenn wir diese gro\u00dfe Tradition der Vergangenheit mit einer Vision f\u00fcr die Zukunft verbinden, wenn das zur Motivation aller Beteiligten wird, dann glaube ich, da\u00df wir eine viel sch\u00f6nere Epoche der Geschichte einl\u00e4uten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht \u00fcber das 38. Treffen der Internationalen Friedenskoalition Von Kevin Gribbroek \u201eDas Gegenteil von Zerst\u00f6rung ist Liebe. 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