{"id":67273,"date":"2021-01-17T03:17:38","date_gmt":"2021-01-17T08:17:38","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?page_id=67273"},"modified":"2021-01-17T03:17:40","modified_gmt":"2021-01-17T08:17:40","slug":"beethoven-als-sokratischer-revolutionaer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/beethoven-als-sokratischer-revolutionaer\/","title":{"rendered":"Beethoven als sokratischer Revolution\u00e4r"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Von Fred Haight<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fred Haight hielt den folgenden Vortrag im Rahmen der Online-Konferenz des Schiller-Instituts am 6. September 2020.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/1mZ43g4MLDk\/maxresdefault.jpg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"220\"\/><\/figure><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p class=\"has-text-align-left\">Ich \u00fcberschreibe diesen Vortrag \u201eBeethoven als sokratischer Revolution\u00e4r\u201c, weil sich im Laufe der Jahrhunderte viele Bewegungen als revolution\u00e4r pr\u00e4sentierten, die die ganze Bandbreite von gut bis sehr b\u00f6se abdecken.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Wie erkennt man den Unterschied? Ein Aspekt ist: Immer dann, wenn eine Bewegung sagt, sie will die Kultur ausmerzen, die gesamte Vergangenheit ablehnen, alle Statuen niederrei\u00dfen, alle Helden niederrei\u00dfen und neu anfangen als eine neue Generation, frei von Vorurteilen, dann ist Vorsicht geboten: Diese Bewegung kann schnell gro\u00dfe Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen. Wie auch nicht, wenn sie der Meinung sind, da\u00df die Menschheit noch nichts richtig gemacht hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt die Vergangenheit zu verdr\u00e4ngen, m\u00fcssen wir sie sorgf\u00e4ltiger studieren, ganz besonders die gro\u00dfen Geister und Seelen, die uns alles Wissen geschenkt haben, das es der Zivilisation erm\u00f6glichte, vorw\u00e4rts zu kommen. Zu diesen Seelen geh\u00f6ren unbedingt die gro\u00dfen K\u00fcnstler, und dieses Jahr ist der 250. Geburtstag eines der gr\u00f6\u00dften, Ludwig van Beethoven, unser heutiges Thema.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Verst\u00e4ndnis solcher gro\u00dfen K\u00fcnstler leidet jedoch unter einer k\u00fcnstlichen Trennung zwischen den Naturwissenschaften und den K\u00fcnsten \u2013 die einen h\u00e4ngen angeblich von der Vernunft ohne Emotion ab, die andere von Emotionen ohne Vernunft. Hinzu kommt die sorgf\u00e4ltig gepflegte Vorstellung, ein Genie sei jemand, der so geistesabwesend, egozentrisch und exzentrisch ist, da\u00df er im Sommer Handschuhe tr\u00e4gt. Beethoven ist sogar Gegenstand eines Buches mit dem Titel <em>Manische Depression und Kreativit\u00e4t<\/em>, das suggeriert, alle sch\u00f6pferischen Menschen seien etwas verr\u00fcckt. Und so wird Beethoven als Karikatur dargestellt: w\u00fctend, unh\u00f6flich und zur\u00fcckgezogen, sogar unsozial, aber brillant \u2013 in den Worten Richard Wagners: ein Titan, der mit den G\u00f6ttern ringt. Das macht seine blo\u00dfe Existenz zu einem R\u00e4tsel, das wir nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Man wei\u00df nicht, woher er kam, warum er hier war oder ob es seinesgleichen je wieder geben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber tats\u00e4chlich wissen wir genau, woher er kam und warum er da war: Er war das Ergebnis eines Projekts, das genau solche Menschen hervorbringen sollte. Max Franz, der Kurf\u00fcrst von K\u00f6ln, Bruder Kaiser Josephs II., wollte Bonn zu etwas machen, was man heute eine Art Apollo-Projekt nennen k\u00f6nnte, ein Crash-Programm, aber in diesem Fall nicht, um auf dem Mond zu landen, sondern um eine h\u00f6here Kultur zu schaffen. Er machte das Hoftheater zu einem \u00f6ffentlichen Theater.<\/p>\n\n\n\n<p>Beethoven wuchs mit Auff\u00fchrungen von Schiller und Shakespeare auf, die er beide liebte. Beethovens Lehrer Neefe, der ihm die Pr\u00e4ludien und Fugen von J.S. Bach beibrachte, arbeitete mit dem Theaterdirektor Gustav Gro\u00dfmann zusammen, um Opern zu komponieren. Max Franz schuf ein Orchester, in dem der junge Beethoven spielte. Aus diesem Orchester gingen mindestens vier Komponisten hervor \u2013 drei gute und ein ganz gro\u00dfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Beethovens Klavierlehrer Neefe war auch Leiter der Lesegesellschaft in Bonn, wo die Klassenunterschiede abgelegt wurden und alle Mitglieder gleichberechtigt an der Lekt\u00fcre gro\u00dfer Literatur teilnahmen \u2013 moderner Werke wie auch der Werke der alten Griechen und R\u00f6mer. Viele Mitglieder des Studentenorchesters waren in der Lesegesellschaft, und Beethoven bemerkte einmal, es gebe kaum ein Buch, das f\u00fcr ihn zu schwer zu verstehen sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Man schafft kein Genie, indem man sich auf ein einzelnes Kind fixiert, und man hofft auch nicht einfach, da\u00df es wie durch Zauberei entsteht. Man f\u00f6rdert es, indem man <em>alle<\/em> auf dem h\u00f6chsten Niveau erzieht, indem man alle erhebt, sie einbezieht und die Bedingungen schafft, unter denen das Genie nicht als verr\u00fcckter Au\u00dfenseiter, sondern als normaler Zustand der Menschheit auftauchen kann. Beethoven war ein Genie, aber nicht nur Musiker, sondern auch Denker, Philosoph und politisch gesinnter B\u00fcrger.<\/p>\n\n\n\n<p>Beethoven wuchs mit der revolution\u00e4ren Idee auf, die mittelalterliche Feudalgesellschaft und ihre erbliche Klassenstruktur zu beenden, zugunsten von Gleichheit, Freiheit, universeller Bildung und der Einrichtung von Regierungsformen, die solche Ideale umsetzen konnten. Sein Leben lang gab er diese Ideen nicht auf. Er unterst\u00fctzte Napoleon, als der sich scheinbar der Befreiung der Menschheit verschrieb. Er widmete Napoleon sogar seine 3. Sinfonie, die <em>Eroica<\/em> (die Heroische). Als Napoleon sich selbst zum Kaiser kr\u00f6nte, kratzte Beethoven die Widmung aus und sagte: \u201eJetzt wird auch er die Rechte der Menschheit mit F\u00fc\u00dfen treten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Beethoven ging in moralischen und intellektuellen Fragen nie Kompromisse ein. Das h\u00f6ren wir in seiner Musik. Er wandte sich einem anderen heroischen Thema zu, seiner einzigen Oper <em>Fidelio<\/em>. Zwei Mitglieder des Schiller-Instituts, der verstorbene Donald Phau und mein Freund und Kollege David Shavin, haben gezeigt, da\u00df die Oper mit ziemlicher Sicherheit ein Bezug auf die Inhaftierung des Kriegshelden der Amerikanischen Revolution, des franz\u00f6sischen Marquis de Lafayette ist, und die heroischen Bem\u00fchungen seiner Frau Adrienne um seine Befreiung. Adrienne betrat tats\u00e4chlich das Gef\u00e4ngnis, um ihren Ehemann zu retten. Ihre Bemerkung, nichts k\u00f6nne sie davon abhalten, findet sich in Leonores Arie wieder:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ich folg&#8216; dem innern Triebe,<br>Ich wanke nicht,<br>Mich st\u00e4rkt die Pflicht<br>Der treuen Gattenliebe!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ich kenne kein anderes Kunstwerk, das eine heldenhafte Frau so feiert \u2013 und das nicht zu Lasten ihres Mannes, der ebenfalls ein Held ist. Zwei Helden, die sich lieben! In den meisten Liebesgeschichten geht es in der Regel darum, sich zu verlieben. Nur Beethoven besingt die eheliche Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele seiner Werke sind aus der Not geboren. Sie werden heute Ausschnitte aus seiner <em>C-Dur-Messe<\/em> h\u00f6ren. Beethoven wu\u00dfte, da\u00df er einem besetzten Land Hoffnung schenken und etwas Neuartiges schaffen mu\u00dfte. Die Messe wurde von F\u00fcrst Nikolaus Esterhazy II. bestellt, dem Enkel des F\u00fcrsten, der Haydn gef\u00f6rdert hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Messe wurde in Schlo\u00df Esterhazy uraufgef\u00fchrt. Es gab dort sicher gen\u00fcgend R\u00e4ume, um Beethoven einen guten Gastraum zu bieten, meinen Sie nicht auch? Aber er wurde in einem Raum untergebracht, der gar nicht f\u00fcr Menschen eingerichtet war.<\/p>\n\n\n\n<p>Der F\u00fcrst hatte den Brauch, nach der Produktion eines neuen Werkes W\u00fcrdentr\u00e4ger in seinen Salon einzuladen, um dar\u00fcber zu diskutieren. Als Beethoven bei dem laufenden Gespr\u00e4ch eintrat, brachte der F\u00fcrst ihn in Verlegenheit, indem er sagte: \u201eMein lieber Beethoven, was haben Sie da nur wieder gemacht?\u201c Sogar der Chorleiter lachte mit. Beethoven ging w\u00fctend weg, weder widmete er das Werk F\u00fcrst Esterhazy noch gab er ihm auch nur ein Exemplar.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Leute meinen, Beethoven habe \u00fcberreagiert. Urteilen Sie selbst, wenn Sie lesen, wie Esterhazy in einem Brief an Gr\u00e4fin Henriette Zielinska seinen wahren Gef\u00fchlen freien Lauf lie\u00df: \u201eBeethovens Musik ist unertr\u00e4glich l\u00e4cherlich und abscheulich; ich bin nicht sicher, ob sie jemals richtig gespielt werden kann. Ich bin w\u00fctend und besch\u00e4mt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Prinz soll \u00fcber 200 M\u00e4tressen und 100 uneheliche Kinder gehabt haben, damit verstehen wir vielleicht besser, warum er mit Beethoven moralisch nicht einig war. Andere Komponisten h\u00e4tten nach dieser Attacke vielleicht weniger gewagt komponiert. Glauben Sie, da\u00df Beethoven das tat? Im Gegenteil.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Wiener Kongre\u00df<\/h3>\n\n\n\n<p>Beethoven setzte zun\u00e4chst gro\u00dfe Hoffnungen in den Wiener Kongre\u00df unter der Leitung des \u00f6sterreichischen F\u00fcrsten Metternich, der nach den Napoleonischen Kriegen die Landkarte Europas neu zeichnen und Frieden bringen sollte. Bald wurde klar, da\u00df es diesen M\u00e4nnern, die als \u201eRestauration\u201c bekannt waren, darum ging, Monarchien und Imperien wiederherzustellen und alle wirklich republikanischen Bewegungen in Europa zu zerschlagen. Wenn es nach ihnen ginge, sollte es nichts, was mit der amerikanischen Verfassung vergleichbar w\u00e4re, jemals in Europa geben.<\/p>\n\n\n\n<p>1819 nahm Metternich die Ermordung des Dramatikers Kotzebue zum Vorwand, um unter den Karlsbader Dekreten einen Polizeistaat zu schaffen. In den meisten historischen Berichten wird Kotzebue als \u201ekonservativer\u201c Dramatiker bezeichnet, was darauf hindeutet, da\u00df Metternich gegen eine Bedrohung seiner Ordnung vorging. Meine Freundin und Kollegin Renee Sigerson hat dokumentiert, da\u00df Kotzebue ein Freund der Amerikanischen Revolution und ein Freund Beethovens war. Sein M\u00f6rder hat Metternich offenbar auf zweierlei Weise gedient: er beseitigte ein Problem und legitimierte einen Polizeistaat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Karlsbader Dekrete zensierten die Presse und wiesen jeder Universit\u00e4t einen Staatsbeamten zu, der befugt war, Professoren zu entlassen, und Studentenvereinigungen aufzul\u00f6sen, weil sie \u201eFrieden und Ruhe in Deutschland\u201c und \u201edie etablierte Ordnung\u201c bedrohten. Werke von Schiller, Benjamin Franklin und anderen wurden verboten. Eine satirische Zeichnung aus dem Jahr 1819 zeigt ein \u201eTreffen der Gesellschaft der Denker\u201c. Alle Denker sind mit einem Maulkorb versehen, damit sie nicht im Gef\u00e4ngnis landen, wenn sie den Mund aufmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen reagierten, indem sie sich selbst mundtot machten. Das war bekannt als die Biedermeier-Periode. Die Familie wurde zum h\u00f6chsten Wert, so wie heute. Wie oft h\u00f6rt man: \u201eDie Familie ist das wichtigste! Der Rest der Welt kann zum Teufel gehen, ich k\u00e4mpfe f\u00fcr meine Familie!\u201c (Als ob diese Familie nicht von der Welt abh\u00e4ngig w\u00e4re.) Innendekoration und M\u00f6beldesign wurden zu Kunstformen. Die waren sicher und nicht umstritten. Die Poesie wandte sich von der Politik ab, hin zur Natur. In einer solchen Situation kann man entweder degenerieren oder sich widersetzen, indem man zum Wohle der Menschheit die kreativen Kr\u00e4fte entwickelt, die der Polizeistaat unterdr\u00fccken will. Das einzige, was man nicht tun kann, ist stillzusitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was tat Beethoven? Historiker beschreiben es so, da\u00df er sich nach innen wandte und f\u00fcr sich selbst schrieb, weil er hilflos war, etwas zu tun. Das ist Unsinn! Beethoven komponierte 1819 seine gro\u00dfe <em>Klaviersonate op. 111<\/em> und begann mit der Arbeit an den <em>Diabelli<\/em>-Variationen und der <em>Missa Solemnis<\/em>. Niemand konnte von ihm verlangen, da\u00df er seine sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte in diesem Ma\u00dfe steigerte, weil niemand wu\u00dfte, da\u00df ein solches Niveau der Musik \u00fcberhaupt m\u00f6glich war. Er gab seine eigene Zeit nicht auf, aber er schrieb f\u00fcr die Zukunft, und das sagte er auch! Er schrieb f\u00fcr uns! Warum sonst sollte die <em>Missa Solemnis<\/em> die f\u00fcnf Worte \u2013 \u201eEt vitam venturi saeculi, Amen\u201c, \u201eDas Leben der zuk\u00fcnftigen Welt. Amen\u201c \u2013 mit einer gro\u00dfen, sechs Minuten langen Doppelfuge feiern!?<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer, Menschen, die sich von den moralischen Werten des Schiller-Instituts angezogen f\u00fchlen: ich wei\u00df, da\u00df Sie Beethoven lieben werden, wenn Sie ihn einmal kennen gelernt haben. Er machte niemals moralische oder intellektuelle Kompromisse, und das h\u00f6rt man, es geh\u00f6rt zu dem, was seine Musik so m\u00e4chtig macht. Aber es kann schwierig sein. Diese Musik ist alt, ebenso wie ihre Hintergr\u00fcnde. Mitglieder des Schiller-Instituts k\u00f6nnen Ihnen helfen, seine Werke zu verstehen, und ich kann Ihnen dabei helfen. Ich werde jede E-Mail beantworten, die ich unter <a href=\"mailto:fhaight@gmail.com\"><em>fhaight@gmail.com<\/em><\/a> erhalte. Sie finden Videos auf der Website des New Yorker Chores des Schiller-Instituts und \u00fcber 150 Artikel auf der Facebook-Seite der Stiftung zur Wiederbelebung der klassischen Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem 250. Jahr seit Beethovens Geburt ist es meine Absicht und die des Schiller-Instituts, Beethovens Musik nicht nur den Menschen zu bringen, die ihn bereits kennen und lieben, sondern auch allen guten Menschen, die ihn brauchen und kennen sollten.<\/p>\n\n\n<p><div class=\"hr\"><hr \/><\/div><\/p>\n\n\n<p>(Den Videomitschnitt des Vortrages finden Sie im Youtube-Kanal des Schiller-Instituts unter: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=y71F7QeFtMo\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=y71F7QeFtMo<\/a>)<\/p>\n\n\n<p><div class=\"hr\"><hr \/><\/div><\/p>\n<p><div class=\"call-to-action-big\"><h2>Resolution zum Beethoven-Jahr<\/h2><p class=\"excerpt\">In einer Gegenwart, in der zunehmend sinnlose Gewalt, ein Verfall der kulturellen Werte, eine kaum noch zu \u00fcberbietende Verflachung beim sogenannten volkst\u00fcmlichen Geschmack und eine Verrohung des Umgangs miteinander zu beobachten sind, haben wir immer noch eine ganz entscheidende Quelle, von der eine kulturelle und moralische Erneuerung ausgehen kann: die klassische Kunst! Das gro\u00dfartige Menschenbild, das mit den dichterischen Werken von Dante, Petrarca, Lessing oder Schiller oder den erhabenen und gro\u00dfen Kompositionen von Bach, Mozart, Verdi, Beethoven, Schubert, Schumann oder Brahms verbunden ist, ist immer noch ein Bezugspunkt f\u00fcr die Art und Weise, wie wir uns als Gesellschaft definieren.<\/p><p><a href=\"https:\/\/forms.sbc33.com\/5f95e7f611ce6217f492b9ad\/TAaV__kiQRCOJjTAY_mWmg\/8sWgVamqTJiAvNGCA_XilA\/form.html\" class=\"custom-button large\" data-newwindow=\"true\">Zur Resolution<\/a><\/p><\/div><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Fred Haight Fred Haight hielt den folgenden Vortrag im Rahmen der Online-Konferenz des Schiller-Instituts am 6. September 2020. Ich \u00fcberschreibe diesen Vortrag \u201eBeethoven als sokratischer Revolution\u00e4r\u201c, weil sich im Laufe der Jahrhunderte viele Bewegungen als revolution\u00e4r pr\u00e4sentierten, die die ganze Bandbreite von gut bis&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-67273","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/67273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/33"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67273"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/67273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67290,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/67273\/revisions\/67290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}