{"id":62641,"date":"2020-09-16T14:23:44","date_gmt":"2020-09-16T12:23:44","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?page_id=62641"},"modified":"2020-10-23T14:25:01","modified_gmt":"2020-10-23T12:25:01","slug":"diskussion-baut-ein-weltgesundheitssystem","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/diskussion-baut-ein-weltgesundheitssystem\/","title":{"rendered":"Diskussion: &#8222;Baut ein Weltgesundheitssystem&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Sehen Sie hier mehrere Beitr\u00e4ge zum Thema &#8222;Weltgesundheitssystem&#8220; im Rahmen der internationalen Internet-Konferenz <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/08\/13\/conference-war-drive-towards-armageddon-or-a-new-paradigm-among-sovereign-nations-united-by-the-common-aims-of-mankind\/\" target=\"_blank\">\u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c<\/a><\/em> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Baut ein Weltgesundheitssystem-Fahrplan f\u00fcr den Umgang mit der COVID-19-Pandemie\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Y2qFyamT-OY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/?p=63277\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Helga Zepp-LaRouche: Das Komitee f\u00fcr die Coincidentia Oppositorum<\/strong><\/a><\/span><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/10\/14\/eine-frage-von-leben-oder-tod\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Aufruf von Phillip Tsokolibane: Eine Frage von Leben und Tod<\/span><\/strong><\/a><\/h3>\n\n\n<p>Redner: <\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Joycelyn Elders (USA), ehemals Surgeon General der Vereinigten Staaten<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Kurswende zur\u00fcck zum Ziel einer vollkommeneren Union<\/p>\n<p>Von Dr. Joycelyn Elders<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr die Gelegenheit, auf den Konferenzen des Schiller-Instituts zu sprechen. Die heutige Konferenz soll sich mit einem neuen Paradigma befassen, das auf die gemeinsamen Ziele der Menschheit ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>In einem Wirbelsturm von Katastrophen erleben wir alle eine weltweite Pandemie des neuen Virus, mangelnde medizinische Vorbereitung, Mangel an Schutzausr\u00fcstung, Krankenhausbetten und medizinischem Personal, unvorbereitete Regierungen, Wirtschaftsrezessionen, Arbeitslosigkeit, eine riesige Zahl hungriger, hilfloser Menschen und Polizeibrutalit\u00e4t. Wir sind Zeugen von Ungleichheiten in den USA und auf der ganzen Welt, die wir seit vielen Jahren wegw\u00fcnschen wollten. Wir werden das Jahr 2020 nicht so bald vergessen.<\/p>\n<p>Es ist, als ob alle die Traumata der Krankheit, die uns umgibt und fast verzehrt, die Balken von unseren Augen gerissen h\u00e4tten, und jetzt sehen wir mit dem Blick von 2020. Wie konnten wir diese Katastrophen nicht kommen sehen? Die Mehrheit der Menschen ist unzufrieden mit den Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten. Sie sehen jetzt mit dem Blick von 2020 in allen Bereichen, ob wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit oder Medizin.<\/p>\n<p>Ganze L\u00e4nder sind weitgehend lahmgelegt. Die Menschen auf der Welt sind wie auf Eis gelegt. Jetzt fragen sich alle diese Menschen in der Warteschleife: Was tun wir in dieser neuen Welt?<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir also tun?<\/p>\n<p>Wir haben die Vorarbeit schon geleistet, als wir alle Bereiche der Wirtschaft, sozialer Gerechtigkeit und Medizin, alle Aspekte des Lebens eines Menschen, unter die Lupe nahmen und sie als \u201esoziale Determinanten der Gesundheit\u201c bezeichneten. Wir wissen, da\u00df die Gesundheit eines Menschen mehr ist als nur ein Keim oder eine Verletzung. Vielmehr wird die Gesundheit bestimmt durch ein vernetztes System von allem, was in einer Gesellschaft ist. Wir wissen, da\u00df die sozialen Determinanten von Gesundheit eher Fakten als eine politische Haltung sind.<\/p>\n<p>Wir haben die Menschen nicht den Unterschied zwischen Glauben und Fakten gelehrt. Viele scheinen die Bedeutung der \u00f6ffentlichen Gesundheit und Wohlfahrt nicht zu erkennen. Ein Mensch ist nur so gesund wie der am wenigsten gesunde und wohlhabende Mensch unter uns. Damit die \u00f6ffentliche Gesundheit gut ist, m\u00fcssen Gesundheitsf\u00fcrsorge und Wohlstand auf alle ausgedehnt werden. Jeder Mensch in unserer Menschheit braucht die gleichen Dinge, um ganz und gesund zu sein. Die sozialen Determinanten der Gesundheit tragen diesen Bed\u00fcrfnissen Rechnung.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir uns mit der Pandemie COVID-19 befassen, an der Menschen auf der ganzen Welt sterben. Wir wenden Verfahren und Prinzipien an, die \u00fcber Jahrhunderte entwickelt wurden, und wir wissen, was wir gegen diese Infektion tun m\u00fcssen. Wir wissen, da\u00df sie \u00fcber die Luft \u00fcbertragen wird, wir wissen, da\u00df wir Masken tragen m\u00fcssen, da\u00df wir Abstand von anderen halten m\u00fcssen, da\u00df wir uns nicht in Gruppen versammeln d\u00fcrfen, da\u00df wir zu Hause bleiben m\u00fcssen, da\u00df wir Zoom verwenden m\u00fcssen. Wir sind dabei, bessere Tests und Impfstoffe zu entwickeln, und wir lernen langsam etwas \u00fcber Behandlungen und \u00fcber bekannte Medikamente, die bei der Behandlung von Covid-19 wirksam sind.<\/p>\n<p>Dies ist eine kurzfristige L\u00f6sung f\u00fcr das unmittelbare Problem. Aber die Angst, die wir empfinden, r\u00fchrt nicht nur von COVID-19 her. Den meisten von uns ist klar, da\u00df Ungleichheit und Ungerechtigkeit Menschenleben kosten, da\u00df wir nur so gesund sind wie unsere am wenigsten gesunden Menschen. Diejenigen, die Geld haben, sind genauso verletzlich wie diejenigen, die kein Geld haben. Die h\u00f6heren Kasten sind genauso krank wie die niedrigeren Kasten. Wir m\u00fcssen unser Gesundheitssystem ver\u00e4ndern, und dazu geh\u00f6rt auch eine Ver\u00e4nderung unseres Sozialsystems.<\/p>\n<p>Aber ist das der richtige Zeitpunkt &#8211; mitten in einer Pandemie eine gewaltige Ver\u00e4nderung in Angriff zu nehmen?<\/p>\n<p>Wir wissen, was getan werden mu\u00df<\/p>\n<p>Die medizinische Wissenschaft kann etwas bieten, und ich denke, wir m\u00f6chten der ganzen Welt bessere Gesundheits- und Wohlfahrtssysteme bieten. Wir wissen schon, was getan werden mu\u00df. Wie das erreicht werden kann, steht noch aus. Und so wie es aussieht, denken viele dar\u00fcber nach, wie man einen gro\u00dfen Wandel herbeif\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen entscheiden, was wir nach der Bildung als n\u00e4chstes tun m\u00fcssen. Wir kennen unser Ziel: eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung in unserer Gesellschaft, um die sozialen Determinanten der Gesundheit zu einer allgemeinen Erkenntnis aller zu machen. Ich denke, wir alle wollen uns dem Aufbau des \u00f6ffentlichen Gesundheitssystems zuwenden, das werden die Heere f\u00fcr eine gerechte Gesundheit und Wohlfahrt sein. Wir brauchen ein ganzes Heer von Menschen, um diese Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren. Helga LaRouche hat die Bildung des Ausschusses f\u00fcr die Koinzidenz von Gegens\u00e4tzen gefordert. Diese Initiative wird einen internationalen Chor ins Leben rufen, der sich f\u00fcr die Schaffung einer Art Apollo-Projekt im Weltgesundheitswesen einsetzt, genauso pl\u00f6tzlich und doch so inspirierend, wie es John F. Kennedys unglaubliches Mondprojekt war.<\/p>\n<p>Es ist ja auch nicht so, da\u00df das, was wir vorschlagen, neu w\u00e4re. Mitarbeiter des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens waren seit den 1860er Jahren in weiten Teilen der Vereinigten Staaten eine feste Gr\u00f6\u00dfe. Wir schlagen vor, da\u00df weltweit junge Menschen aus den Altersgruppen von High School, College und danach in einen internationalen \u201eGesundheitsberatungsdienst\u201c aufgenommen werden, der die personell unzureichend besetzten medizinischen Bed\u00fcrfnisse der Regierungen weltweit ausf\u00fcllt. Wie ich bereits auf einer fr\u00fcheren Konferenz des Schiller-Instituts sagte, als Helga die Idee des Ausschusses zum ersten Mal vorschlug: \u201eWir brauchen eine ganze Reihe von Menschen &#8211; von den Gesundheitshelfern vor Ort \u00fcber die unmittelbaren Vorgesetzten, \u00fcber Leute mit einer gewissen medizinischen Ausbildung bis hin zu Pflegeassistenten, praktischen \u00c4rzten und anderen, bis hin zur Ebene von hervorragenden Spezialisten. Wir leisten oft zuviel fach\u00e4rztliche Behandlung und nicht genug grundlegende \u00f6ffentliche Gesundheitsf\u00fcrsorge, die weit mehr zur Erhaltung unserer Gesundheit beitragen w\u00fcrde als hundert Chirurgen.\u201c<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens in diesen \u00f6ffentlichen Gesundheitssystemen sind keine \u00c4rzte oder Krankenschwestern. F\u00fcr das Verteilen von Masken, Temperaturmessung und sogar f\u00fcr die Kontaktverfolgung und einige Diagnosen mu\u00df man keinen medizinischen Abschlu\u00df haben oder zw\u00f6lf Jahre lang zur Schule gegangen sein. Es handelt sich um ein \u00f6ffentliches Gesundheitskorps, das mit dem Ingenieurkorps der Armee und vielen anderen staatlichen Beh\u00f6rden zusammenarbeiten k\u00f6nnte. Wir brauchen Millionen von Mitarbeitern des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens, und die Welt braucht Dutzende von Millionen.<\/p>\n<p>Das ist eine der effizientesten wirtschaftlichen Investitionen, die \u00fcberall auf der Welt get\u00e4tigt werden k\u00f6nnen, insbesondere wenn Millionen arbeitslos sind. Die \u00f6ffentlichen Gesundheitssysteme in jedem Land, die in ein globales \u00f6ffentliches Gesundheitssystem eingebunden sind, k\u00f6nnten eine bessere Gesundheitsversorgung und ein besseres Wohlergehen f\u00fcr Hunderte von Millionen Menschen erreichen.<\/p>\n<p>Die Organisation f\u00fcr Afrikanische Einheit hat Pl\u00e4ne ausgearbeitet, um viele Aspekte eines kontinentalen Gesundheitsplans anzugehen. \u00c4thiopien und viele andere L\u00e4nder haben erfolgreich eine gro\u00dfe Zahl von Gemeinde-Gesundheitshelfern geschaffen und ganze Lehrpl\u00e4ne entwickelt, wie Gemeindegesundheit unterrichtet werden kann. Vieles ist getestet worden. Die globale Sorge f\u00fcreinander wird der Beginn eines \u00f6ffentlichen Gesundheitssystems sein, denn das ist es, was die \u00f6ffentliche Gesundheit f\u00fcr das Wohlergehen der anderen tut. Um diese und zuk\u00fcnftige Pandemien zu \u00fcberleben, m\u00fcssen wir die gesicherte Gesundheitsversorgung f\u00fcr alle Menschen \u00fcberall auf der Welt sichern. Wir m\u00fcssen alle zusammenarbeiten, egal wie gegens\u00e4tzlich wir sind &#8211; aus der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Es ist eine gro\u00dfe Aufgabe. Die Ungleichheiten in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wohnen, Arbeit und soziale Fehler m\u00fcssen nicht nur angegangen, sondern auch beseitigt werden. Gerechtigkeit kann das Stichwort f\u00fcr das Jahr 2020 sein. Streben wir nach einer gerechten Welt!<\/p>\n<p>Die heutige Weltgesundheitssituation ist vielleicht be\u00e4ngstigend, mu\u00df aber nicht unser Schicksal sein. Etwas anderes zu sagen, hie\u00dfe falsch und \u00e4ngstlich reden. Die Welt kann sich schnell genug vom Kurs der Spaltung abwenden, um Zigmillionen vor dem Tod zu bewahren. Um die sicher noch bevorstehenden Pandemien zu \u00fcberleben, m\u00fcssen wir die gesicherte Gesundheitsversorgung f\u00fcr alle Menschen auf der ganzen Welt sichern. Wir m\u00fcssen alle zusammenarbeiten, egal wie gegens\u00e4tzlich wir sind, von \u00fcberall auf der Welt. Das ist es, was wir unter einem Zusammentreffen von Gegens\u00e4tzen verstehen: eine h\u00f6here Allianz, die auf den Prinzipien \u201eniemandem etwas B\u00f6ses und N\u00e4chstenliebe f\u00fcr alle\u201c beruht. Das kann unser dauerhaftes \u00dcberleben und die Gesundheit der Menschheit sichern.<\/p>\n<p>Vielleicht werden Kinder in Zukunft das Jahr 2020 als das Jahr der Wasserscheide betrachten und erkennen, da\u00df das herausragende Ereignis nicht die Pandemie und die darauf folgenden Katastrophen waren, sondern, da\u00df die Welt begann, sich zu ver\u00e4ndern, um ein besserer Ort f\u00fcr die Menschheit zu werden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen dabei die F\u00fchrung \u00fcbernehmen. Dazu m\u00fcssen wir lernen, was die Gemeinschaft braucht, um sicherzustellen, da\u00df wir verstehen, was vor sich geht, so da\u00df wir f\u00fcr das sorgen k\u00f6nnen, was bereitgestellt werden mu\u00df. Wir m\u00fcssen alle Menschen erziehen und bef\u00e4higen und unsere Jugend erziehen und bef\u00e4higen, damit alle einbezogen werden k\u00f6nnen, und damit wir alle planen k\u00f6nnen, zu tun, was wir tun m\u00fcssen, um etwas zu bewirken. Wir brauchen \u201eentschlossene K\u00fchnheit\u201c, wie ich es nenne: die K\u00fchnheit, hinauszugehen und die Probleme genau dort anzupacken, wo sie sind, und zu tun, was wir tun m\u00fcssen, um etwas zu ver\u00e4ndern, Wir k\u00f6nnen es tun, wir wissen wie, also la\u00dft uns anfangen! Vielen Dank.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Jim Evans, Landtagsabgeordneter Mississippi, (1992-2016)<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\">Mississippi: Eine vierfache Pandemie<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span lang=\"de-DE\">Ich war der Koordinator des kommunalen Engagements f\u00fcr die AFL-CIO, ich war Mitglied des Abgeordnetenhauses, Pr\u00e4sident des <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Jackson Advocate<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, Pr\u00e4sident der Southern Christian Leadership Conference und schlie\u00dflich Pr\u00e4sident der Immigrant Rights Alliance und anderer. Ich habe begonnen, mich von all diesen zur\u00fcckzuziehen, aber ich kann mich nicht von der Mississippi Immigrants Rights Alliance zur\u00fcckziehen, weil der Mi\u00dfbrauch, den sie erfahren, zu gro\u00df ist, als da\u00df ich guten Gewissens gehen k\u00f6nnte. Ich kann erst dann in den Ruhestand gehen, wenn wir etwas gegen die wahnsinnige, ekelhafte, widerliche und unmenschliche Einwanderungssituation in Amerika unternehmen. Sie ist absolut schrecklich.<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span lang=\"de-DE\">In Mississippi waren wir immer sehr besorgt \u00fcber die sozialen Ungleichheiten im Gesundheitswesen und dar\u00fcber, wie sich diese wirtschaftlichen Ungleichheiten darauf auswirken. In Mississippi sagen wir oft, da\u00df wir hier st\u00e4ndig eine dreifache Pandemie haben: die Pandemie des Rassismus, die Pandemie der Armut und die Pandemie der Gewalt. Und wenn man dazu noch die Pandemie von COVID-19 hinzuf\u00fcgt, haben wir jetzt eine vierfache Pandemie. Das bedeutet, wir sind eingekesselt, und es ist jetzt Zeit f\u00fcr alle, aufzustehen. Wir m\u00fcssen uns also mit den sozialen Ungleichheiten im Gesundheitswesen auseinandersetzen.<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span lang=\"de-DE\">Dr. Robert Smith war ein Arzt der B\u00fcrgerrechtsbewegung, der den Menschen half, die geschlagen, geschnitten, herumgetreten und zum Sterben zur\u00fcckgelassen wurden. Er war derjenige, die sie wieder gesund gemacht hat, und er hat es f\u00fcr die Menschen in der Bewegung immer kostenlos getan. Er ist nach wie vor der Arzt von Tougaloo und Jackson State und leitet das Gesundheitszentrum hier in Mississippi, das jetzt Teil des Merit Healthcare Center ist, wo sich auch Dr. Robert Smith befindet. Wirklich, wir nennen ihn \u201eSchwarzer Moses\u201c. Er ist die Nummer eins. Er tut mehr gegen die Ungleichheiten im Gesundheitswesen in Mississippi als jeder andere, der jemals hier war. So war sein ganzes Leben, seine ganze Praxis, Teil der Pflege der Wunden von Medgar Evers in den fr\u00fchen 60er Jahren und all der Menschen um ihn herum. Er war sein ganzes Leben lang ein Teil davon. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span lang=\"de-DE\">Der letzte Bericht, den ich erstellt habe &#8211; Sie sagten 20 oder 30 Jahre, aber ich werde Ihnen \u00fcber die letzten f\u00fcnf Jahre berichten. Ich habe diesen Bericht vor f\u00fcnf Jahren erstellt, ich habe dargelegt, wie viele Krankenh\u00e4user geschlossen w\u00fcrden und wo sie w\u00e4ren, weil wir Medicare [die staatliche Krankenversorgung f\u00fcr Rentner] nicht ausgeweitet haben und die Krankenh\u00e4user dringende Pflege leisten m\u00fcssen, aber keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr sie bestand, daf\u00fcr bezahlt zu werden. Ich sagte voraus, da\u00df 23 Krankenh\u00e4user in strategischen Bereichen geschlossen werden w\u00fcrden, und alle sind geschlossen worden. Wir haben schon andere \u00e4hnliche Schlie\u00dfungen erlebt. Es ist nicht ungew\u00f6hnlich, in Mississippi zu sein und 40 Meilen f\u00fcr einen Besuch in die Notaufnahme zu fahren, und wenn man dort ankommt, stellt man fest, da\u00df das Krankenhaus geschlossen ist. Wir hatten Leute, die beim Transport gestorben sind. Die Gesundheitsversorgung in Mississippi ist also auf das Niveau der 40er Jahre zur\u00fcckgefallen.<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span lang=\"de-DE\">Wir m\u00fcssen uns alle zusammensetzen und erkennen, da\u00df sich diese Bedingungen nicht verbessern werden, wenn wir das nicht stoppen und der Armut einen umfassenden, grundlegenden Krieg erkl\u00e4ren, und ich denke, da\u00df diese Bedingungen durch COVID-19 aufgedeckt worden sind, aber sie verschlechtern sich auch. Es reicht nicht zu sagen, da\u00df wir sie aufdecken, damit die Leute sie sehen. Aber ich glaube, die Bedingungen verschlechtern sich weiter.<\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Dr.&nbsp;Shirley Evers Manley, Interimsdekan der Krankenpflegeschule der Alcorn University School of Nursing in Mississippi, Vorstandsmitglied der National Black Nurses Association.<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Krankenpfleger mit einer globalen Perspektive<\/p>\n<p>Von Dr. Shirley Evers-Manly<\/p>\n<p>Als ich an der UCSF (Universit\u00e4t von Kalifornien in San Francisco) war, hatten wir tats\u00e4chlich ein globales Gesundheitsprogramm. Wir arbeiteten mit einer Vielzahl von Krankenpflegeschulen in der ganzen Welt zusammen, von Afrika \u00fcber Asien bis nach Europa.<\/p>\n<p>Als ich die UCSF verlie\u00df und Dekanin an der Charles Drew University in Los Angeles wurde, haben wir dann ein Programm f\u00fcr globale Gesundheitspflege entwickelt. In diesem Programm konnten die Studenten nicht nur etwas \u00fcber die gesundheitlichen Ungleichheiten hier in verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten erfahren, sondern auch \u00fcber globale Gesundheitsprobleme und gesundheitliche Ungleichheiten in anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Orte, die wir besuchen wollten, w\u00e4hlten wir auf der Grundlage der Zusammensetzung unserer Studentenschaft aus. Wenn man sich diese Zusammensetzung der Studenten an den Universit\u00e4ten und Hochschulen heute ansieht, dann ist die sehr vielf\u00e4ltig. Wir hatten Studenten aus Uganda, wir hatten Studenten aus Nigeria, Studenten von den Philippinen, Studenten aus Malawi, von \u00fcberall her. Auch Studenten aus verschiedenen mittel- und s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern wie Mexiko und Brasilien und andere.<\/p>\n<p>Wir w\u00e4hlten die Gebiete aus, die wir besuchen wollten, je nachdem, welche Art von Krisen in dem jeweiligen Jahr in einem Land herrschte. Wir sind wegen des gro\u00dfen Hurrikans auf die Philippinen gefahren; wir fuhren nach Nigeria, wir fuhren nach Ghana, nach Uganda. In S\u00fcdkalifornien gibt es jeden Samstag ein Team von Krankenschwestern, Pharmaziestudenten der USC und auch von Charles Drew, das nach Tijuana f\u00e4hrt und dort Menschen untersucht.<\/p>\n<p>Vor Ort, hier in den Vereinigten Staaten, bestand eines unserer gr\u00f6\u00dften Programme darin, den Familien in Michigan zu helfen, als sie das Problem mit dem Trinkwasser in Flint\/Michigan hatten. So konnten wir mehr als 10.000 Flaschen Wasser spenden, die vor allem an Personen gingen, die mit Babys zu tun hatten, denn man durfte die Babys nicht mit dem \u00f6rtlichen Wasser baden, weil es auslaugen w\u00fcrde, weil das Eisen, oder was auch immer im Wasser war, die Babys krank machen w\u00fcrde. Deshalb haben wir Windeln und Baby-Feuchtt\u00fccher bereitgestellt.<\/p>\n<p>In j\u00fcngster Zeit haben wir uns mit COVID besch\u00e4ftigt und versorgen Obdachlose mit Sicherheitspaketen und diejenigen, die in ihren H\u00e4usern isoliert sind, mit Lebensmitteln. Wir arbeiteten also mit isolierten Senioren, wir arbeiteten mit obdachlosen Bev\u00f6lkerungsteilen in S\u00fcdkalifornien. Sie wissen, da\u00df es dort eine gro\u00dfe obdachlose Bev\u00f6lkerung gibt.<\/p>\n<p>Genauso ist es in der Hauptstadt Washington. Wir waren in Newark\/New Jersey, wo wir Krisenst\u00e4be eingerichtet haben. Denn wir wollen, da\u00df die Krankenschwestern wissen, da\u00df die Gesundheitsversorgung nicht erst in den vier W\u00e4nden eines Krankenhauses beginnt, sondern in den Gemeinden, in denen wir leben, arbeiten und spielen.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnen wir jedoch nicht alleine tun, deshalb arbeiten wir mit Sozialarbeitern, wir arbeiten mit kommunalen Gesundheitshelfern. Und wir sind \u00fcberzeugt, da\u00df in einigen Bundesstaaten, in denen es kein System oder Programm f\u00fcr kommunale Gesundheitshelfer gibt, so etwas von gro\u00dfem Nutzen w\u00e4re. Ich war beispielsweise einen Monat lang in Mississippi, in Natchez. Es gibt hier keine kommunalen Gesundheitshelfer, aber es ist eine l\u00e4ndliche Gegend. Und wenn man sich einige der Zahlen zu Mississippi ansieht, sind sie vergleichbar mit Namibia. Ich war selbst in Namibia, und ich sagte, das Gel\u00e4nde ist Namibia sehr \u00e4hnlich! Der Unterschied besteht darin, da\u00df in diesen Gebieten mehr Menschen leben.<\/p>\n<p>Wenn man also ein l\u00e4ndliches Gebiet hat und die vorhandenen Kr\u00e4fte den Bedarf nicht decken k\u00f6nnen, dann wird das zu einem Problem. Also m\u00fcssen wir uns mit Krankenschwestern, \u00f6rtlichen Helfern, \u00c4rzten, Arzthelferinnen, Krankenpflegern und Pflegehelfern zusammentun, bis zu der Ebene hinunter, wo wir mit den Gesundheitshelfern der Gemeinde zusammenarbeiten k\u00f6nnen, die das Vertrauen der Menschen vor Ort genie\u00dfen. Sie kennen die Gemeinde, sie wissen, wo die Menschen sind, sie wissen, da\u00df es eine obdachlose Bev\u00f6lkerung gibt, sie wissen, da\u00df diese Menschen unter der Br\u00fccke leben, oder wo immer sie sich befinden. Wir arbeiten also mit diesen Menschen zusammen, damit wir ihnen ebenfalls Gesundheitsdienste anbieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Leon Frazier, Polizeichef<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Gemeinsam die Pandemie durchstehen<\/p>\n<p>Von Chief Leon Frazier<\/p>\n<p>Ich bin Leon H.E. Frazier &#8211; Chief, weil ich lange Zeit in der Strafverfolgung t\u00e4tig war und als Polizeichef in den Ruhestand getreten bin. Dieser Job hat mir viel Wissen vermittelt, und er hat meine Liebe zu unserem Land noch verst\u00e4rkt. Ich liebe mein Volk, wegen meiner Gro\u00dfmutter und meiner Mutter und all der anderen sch\u00f6nen Menschen, die dazu beigetragen haben, mich zu dem zu machen, was ich bin. Und ich liebe die Polizei, denn wenn es keine Polizei g\u00e4be &#8211; so ungesetzlich, wie meine Gemeinde sich heute gegen\u00fcber der Polizei verh\u00e4lt, w\u00fcrde das ganze Land auf das Chaos zuschliddern.<\/p>\n<p>Und deshalb betrachte ich jedesmal, wenn ich mit etwas konfrontiert werde, es immer aus der Perspektive der Strafverfolgung, d.h. aus der Perspektive des Schutzes und des echten Dienstes an der Bev\u00f6lkerung. Und ich betrachte es aus einer humanistischen Perspektive, mit der Erkenntnis, da\u00df diese Einstellung \u201eich, mir und mich\u201c, die die meisten von uns haben, uns in den Schlamassel hineingezogen hat, in dem wir uns jetzt befinden. Und wenn wir nicht aufstehen und anfangen, uns zusammenzutun und \u00fcber das \u201ewir\u201c nachzudenken und uns um unsere Schwestern und Br\u00fcder zu sorgen &#8211; und sie sind nicht alle schwarz! -, dann werden wir f\u00fcr immer Unordnung haben. Es spielt keine Rolle, ob Sie einen Doktortitel, einen Master-Abschlu\u00df, einen Bachelor-Abschlu\u00df oder gar keinen Abschlu\u00df haben: Wir sind alle durcheinander, verwirrt und haben keine Ahnung, was der n\u00e4chste Schritt sein sollte.<\/p>\n<p>Glauben Sie nicht, da\u00df dies jetzt eine Zeit ist, in der wir denken sollten, da\u00df wir jetzt alle zusammenkommen m\u00fcssen? Ist dies nicht der Zeitpunkt, an dem wir von diesem gro\u00dfen hohen Ro\u00df des \u201eich\u201c, auf dem wir sitzen, absteigen sollten? Ist dies nicht die Zeit, in der Politiker sich um das Volk k\u00fcmmern sollten? Ist dies nicht die Zeit, in der sich die Polizei um die B\u00fcrger k\u00fcmmern sollte?<\/p>\n<p>Aber was noch wichtiger ist, ist nicht jetzt die Zeit, in der sich die B\u00fcrger um die Polizei k\u00fcmmern sollten?<\/p>\n<p>Sie sehen, wir erwarten zu viel von der Strafverfolgung. Wenn wir selbst einfach zu unmoralisch sind &#8211; wir l\u00fcgen, wir stehlen, wir t\u00f6ten, wir rauben, und wir tun all die anderen Dinge, die in Gottes Augen nicht gut sind. Und dann erwarten wir, da\u00df die Polizei vollkommen ist! \u201eDie sind doch f\u00fcr dies oder jenes ausgebildet.\u201c<\/p>\n<p>Nein. Ich wurde nie daf\u00fcr ausgebildet, mich von jemandem anspucken und mir auf den Kopf schlagen zu lassen, und das ich das tolerieren sollte. Ich wurde in all den mehr als 40 Jahren, in denen ich in der Strafverfolgung t\u00e4tig war, nie dazu ausgebildet, mich von irgendjemandem beschimpfen zu lassen! Und deshalb erwarte ich auch nicht, da\u00df ein Polizeibeamter sich von einem B\u00fcrger beschimpfen l\u00e4\u00dft, es ist mir egal, wessen Sohn und Tochter es ist.<\/p>\n<p>Aber aus dem gleichen Grund erwarte und akzeptiere ich auch nicht, da\u00df ein Polizeibeamter irgendjemanden beschimpft und mi\u00dfhandelt, ganz egal, wie ihr Status im Leben ist.<\/p>\n<p>Und ich wu\u00dfte, da\u00df die Polizei fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in die Lage kommen mu\u00dfte, in diese Sache [Streit wegen der Corona-Ma\u00dfnahmen] verwickelt zu werden und etwas zu unternehmen. Denn ich wei\u00df, wie hartn\u00e4ckig einige unserer Leute sind. Sie versammeln sich immer noch, sie treffen sich immer noch. Bruder Scott rief mich an, und wir unterhielten uns, und Bruder Scott sagte mir: \u201eIch mache mir Sorgen, da\u00df diese Leute hier dr\u00fcben Partys feiern und so tun, als ob nichts los w\u00e4re!\u201c Sofort dachte ich, na ja, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden da reingehen und etwas tun m\u00fcssen, um diese Menschen vor sich selbst zu retten. Tun wir also nichts?<\/p>\n<p>Nein. Weil Scott mich dann nicht mehr respektieren w\u00fcrde. denn so alt wie ich bin, mu\u00df ich etwas tun. Was soll man also tun? Nun, man nutzt sein Talent in der Strafverfolgung, seine Liebe zur Strafverfolgung, und man versammelt all diese Leute, Polizeichefs, Sheriffs, und sagt es ihnen. Und dann wendet man sich an die Gemeinde, alle in der \u00f6rtlichen F\u00fchrung &#8211; die sogenannte \u201eF\u00fchrung\u201c -, und man sagt ihnen: \u201eH\u00f6ren Sie, wir m\u00fcssen etwas tun, und wir m\u00fcssen bei den Menschen in der Gemeinde ein Gef\u00fchl des Respekts und der Unterst\u00fctzung und ein Gef\u00fchl der Sicherheit wecken. Denn wenn die Polizei in drei oder sechs Wochen hingehen mu\u00df und anfangen mu\u00df, Menschen zu verhaften, dann wird es Unruhen geben! \u201eWarum kommt ihr her? Ihr habt mir gar nichts zu sagen&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Aber wenn wir die Regierung, d.h. die Stadtverwaltung, den B\u00fcrgermeister, die Sheriffs und all die anderen M\u00e4chtigen in der Gemeinde dazu bringen k\u00f6nnen, sich zusammenzusetzen, ein Dokument zu erstellen, das den gesamten Staat repr\u00e4sentiert, dann setzen wir Polizeibeamte ein &#8211; jetzt, sofort, bevor man in Panik ger\u00e4t &#8211; und lassen sie von T\u00fcr zu T\u00fcr gehen und dieses an die Menschen verteilen. Wir haben 5000 gedruckt. Wir haben etwa 4000 verteilt. Und wir setzen nicht nur auf die Polizei, sondern wir haben die Strafverfolgung mit der Selbstorganisation der Gemeinschaft vermischt! Jetzt sehen die Menschen also eine vereinte Anstrengung.<\/p>\n<p>Wenn wir jetzt zu Miss Crockets Haus gehen, oder zu Miss Rogers oder Mister Hendersons Haus, jetzt, drei Wochen <i>bevor<\/i> sie wegen einer gro\u00dfen Party verhaftet werden m\u00fcssen, denn dann mu\u00df der Polizist die Verhaftung vornehmen. Aber k\u00f6nnten sie es dann dem Polizisten ver\u00fcbeln, da\u00df er das tut? Nein, sie m\u00fcssen sich dar\u00fcber im Klaren sein. \u201eWir haben es euch gesagt. Erinnern Sie sich, als wir vor vier Wochen bei Ihnen zu Hause vorbeikamen und Ihnen dieses Dokument \u00fcberreichten? Da wurden Sicherheitstipps gegeben, es wurde auf die \u00f6ffentlichen Regeln und Vorschriften hingewiesen, es wurde jeder Aspekt dessen, womit wir es zu tun hatten, nach bestem Wissen und Gewissen erkl\u00e4rt &#8211; erinnern Sie sich an diesen Tag?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, ich erinnere mich, da\u00df Sie damals vorbeikamen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun, dann halten Sie die Klappe, denn Sie h\u00e4tten aufpassen sollen! Die \u00f6rtliche Verwaltung hat es Ihnen gesagt, andere Leute in der Bundesregierung haben es Ihnen gesagt, Ihre Pastoren haben es Ihnen gesagt, denn sie haben die Gottesdienste eingestellt und Ihnen gesagt, Sie sollen nach Hause gehen.\u201c<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen also jetzt nicht sagen, da\u00df die Regierung sich nicht um die Menschen k\u00fcmmert, weil die vorderste F\u00fchrungsriege der Regierung, die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden, genau dort war und gesagt hat: \u201eLeute, seid vorsichtig. Leute, ihr m\u00fc\u00dft bereit sein, zu verstehen, was jetzt anders ist. Und Leute, pa\u00dft bitte auf euch auf.\u201c<\/p>\n<p>Das ist meine Aussage: Jetzt ist keine Zeit f\u00fcr eine Spaltung, die Gesetzesh\u00fcter und die Menschen vor Ort m\u00fcssen zusammenkommen, die Kirchenleute, die Gesetzesh\u00fcter, m\u00fcssen zusammenkommen, und wir m\u00fcssen diese Pandemie gemeinsam durchstehen, denn das ist eine Katastrophe, die f\u00fcr alles und jeden Folgen hat!<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Erica Muhammad, Universit\u00e4t Tuskegee<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Eine \u00f6rtliche COVID-Taskforce<\/p>\n<p>Von Erica Muhammad<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nur einiges erg\u00e4nzen, was wir hier in Macon County tun konnten. Ich arbeite mit der Universit\u00e4t zusammen. Sie haben von der Community COVID-Taskforce geh\u00f6rt, das ist eine wichtige Verbindung, die aus unserer Arbeit im Zusammenhang mit der Pandemie entstanden ist. Aber wir konnten auch mit der Universit\u00e4t [in Tuskegee] zusammenarbeiten, um mehr Tests in unserem Gebiet durchzuf\u00fchren. Im gesamten \u201eschwarzen Wohng\u00fcrtel\u201c wurden praktisch \u00fcberhaupt keine Tests durchgef\u00fchrt. Wir k\u00f6nnen uns gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, wenn wir an einem Tag im Monat Tests durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Wir haben also keine genauen Zahlen, weil wir keine genauen Tests haben. Aber wir haben die Universit\u00e4t dazu gebracht, eigene Testkits herzustellen. Und da es sich um eine f\u00fchrende Universit\u00e4t handelt, verf\u00fcgen sie \u00fcber das Knowhow, wie das zu bewerkstelligen ist. TM46 konnte tats\u00e4chlich Tests anbieten, wo es sie nicht gab oder sie kaum zug\u00e4nglich waren. Das ist also etwas, was aus unserer Arbeit vor Ort hervorgegangen ist, was sehr wichtig ist und was man auch in anderen Bereichen wiederholen k\u00f6nnte. Und es wird immer einfacher werden, je besser die Test-Technologie wird.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte auch ein wenig \u00fcber unsere \u201eGesundheitsnavigatoren\u201c sprechen. Sie haben ein wenig \u00fcber unsere ersten Aktivit\u00e4ten erfahren, die mit unserer Polizeibeh\u00f6rde stattfanden, der Chief [Frazier] hat eben dar\u00fcber gesprochen. Wir haben anfangs selbst einige solche Touren gemacht, aber dann konnten wir in Tuskegee junge Leute rekrutieren, die meisten Studenten, die kurz vor dem Abschlu\u00df standen, oder frischgebackene Universit\u00e4tsabsolventen, und wir haben ein Team von Gesundheitsnavigatoren zusammengestellt. Und sie kl\u00e4ren die Menschen auf, d.h., sie kennen die Leute vor Ort, und wir verteilen die Informationen \u00fcber COVID buchst\u00e4blich von T\u00fcr zu T\u00fcr. Denn wir sind uns sehr wohl bewu\u00dft, da\u00df viele Menschen einfach nicht einmal die richtigen Informationen haben. Daher ist es sehr wichtig, da\u00df wir in der Lage sind, diese Informationen zu vermitteln.<\/p>\n<p>Und was wir noch festgestellt haben, als wir von T\u00fcr zu T\u00fcr gingen, ist, da\u00df die Quarant\u00e4ne eine Epidemie von Einsamkeit ausl\u00f6st, und da\u00df es einen Mangel an menschlichen Kontakten gibt, \u00fcber den niemand spricht.<\/p>\n<p>Es gibt Wege, wie man dagegen etwas tun kann, aber wenn man nicht wei\u00df, da\u00df das Problem existiert, dann kann man auch keine L\u00f6sung finden. Wenn wir die Navigatoren hinausschicken, sind wir sehr bewu\u00dft \u00fcber das Virus, es sind also alle maskiert und sie halten Abstand. Wir gehen nicht direkt in die H\u00e4user, aber wir sorgen daf\u00fcr, da\u00df die Bewohner die Informationen erhalten, die sie brauchen.<\/p>\n<p>Noch etwas anderes, was wir durch TM46 erreichen konnten, ist die Zusammenarbeit mit unseren Volksvertretern und mit den Arbeitsgruppen unserer politischen Vertreter im Bezirk. Ein Teil dieser Arbeit umfa\u00dft also auch die Lokalpolitik, aber wir haben eine Politik im Bezirk und eine Politik im Bundesstaat, die nicht immer umgesetzt wird. Wir haben also herausgefunden, da\u00df eine Menge \u00d6ffentlichkeitsarbeit betrieben werden mu\u00df, in Bezug auf die Frage, warum die Menschen dieses Virus nicht ernst nehmen. Es gibt viele verschiedene Gr\u00fcnde, warum Leute das nicht ernst nehmen. Es gibt viele Ger\u00fcchte, u.a. da\u00df es vielleicht nicht wirklich ein Virus ist &#8211; das \u00e4ndert sich von Woche zu Woche. Aber wir sehen die Statistiken dar\u00fcber, wie viele Menschen sich anstecken, wie viele Menschen daran sterben, und wir haben erkannt, da\u00df man eigentlich keine Gesichter, keine konkreten Menschen mit diesen Statistiken verbindet. Das ist etwas, woran wir jetzt arbeiten: da\u00df wir den Menschen in unserer Gemeinde, die wir durch dieses Virus verloren haben, ein Gesicht geben, und das macht es f\u00fcr die Leute vor Ort ganz real.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Seine Exzellenz Botschafter Ayikoi Otoo (Ghana), Hoher Kommissar Ghanas in Kanada<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Ghana plant den Bau von 101 neuen Krankenh\u00e4usern<\/p>\n<p>Von Botschafter Ayikoi Otoo<\/p>\n<p>Verehrte Teilnehmer, ich gr\u00fc\u00dfe Sie alle.<\/p>\n<p>Mein Name ist Ayikoi Otoo und ich bin Ghanas Hoher Kommissar f\u00fcr Kanada mit Sitz in Ottawa.<\/p>\n<p>Ich habe an vielen Veranstaltungen des Schiller-Instituts teilgenommen und freue mich, dieses Mal als Podiumsteilnehmer dabei zu sein.<\/p>\n<p>Ghana ist ein westafrikanisches Land s\u00fcdlich der Sahara und das erste Land, das 1957 seine Unabh\u00e4ngigkeit von den Briten erlangte. Zum Zeitpunkt der Unabh\u00e4ngigkeit hinterlie\u00dfen die Briten Ghana mit einem riesigen Infrastrukturdefizit, f\u00fcr dessen \u00dcberwindung die aufeinander folgenden Regierungen gek\u00e4mpft haben. Zu den Defiziten geh\u00f6ren Energie, Bildungseinrichtungen, Stra\u00dfen, Eisenbahnen, internationale Flugh\u00e4fen, Gesundheitseinrichtungen, Wohnraum usw. usw.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) damals nicht Mainstream, aber heute hat auch Ghana eine IKT-Infrastruktur aufgebaut. Als Bildungseinrichtungen wurden im ganzen Land viele Schulen, Polytechnische Hochschulen und Universit\u00e4ten sowohl vom \u00f6ffentlichen als auch vom privaten Sektor gebaut.<\/p>\n<p>Gesundheitssektor<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle auf den Gesundheitssektor eingehen, das Thema, zu dem ich zu sprechen gebeten wurde.<\/p>\n<p>Die Regierung ist sich bewu\u00dft, da\u00df bei der Gesundheitsversorgung der Ghanaer bedeutende Fortschritte erzielt wurden. Die Lebenserwartung hat sich aufgrund des Zugangs zu Gesundheitsversorgung und Ern\u00e4hrung auf 60,5 Jahre f\u00fcr M\u00e4nner und 62,5 Jahre f\u00fcr Frauen erh\u00f6ht. Die Zahl der gemeindebasierten Gesundheitsdienste hat zugenommen. 45% der Bev\u00f6lkerung sind in der staatlichen Krankenversicherung umfassend versichert.<\/p>\n<p><i><b>Krankenversicherung: <\/b><\/i>Ghana war das erste afrikanische Land s\u00fcdlich der Sahara, das ein nationales Krankenversicherungssystem im Jahr 2003 durch ein Parlamentsgesetz einf\u00fchrte und 2004 mit der vollst\u00e4ndigen Umsetzung begann. Nach dem ge\u00e4nderten Krankenversicherungs-Gesetz mu\u00df <i>jeder Ghanaer <\/i>jetzt eine Krankenversicherung abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><i><b>Lehrkrankenh\u00e4user:<\/b><\/i> Es gibt drei Lehrkrankenh\u00e4user, n\u00e4mlich Tamale, Kumasi und Korle Bu, sowie ein Fachkrankenhaus, das als University of Ghana Medical Centre bekannt ist und letztes Jahr er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p><i><b>Testlabors: <\/b><\/i>Es gibt sechs COVID-19-Testlabors in Ghana, drei in Accra, der Hauptstadt, je eines im westlichen und n\u00f6rdlichen Teil Ghanas. Die Grenzen werden am 1. September wieder ge\u00f6ffnet, und die Regierung hat angek\u00fcndigt, da\u00df sich alle in Ghana ankommenden Passagiere in Zentren am Flughafen einem Schnelltest unterziehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><i><b>Isolierstationen:<\/b><\/i> Alle, die positiv auf das Coronavirus testen, werden zur Behandlung isoliert. Das Krankenhaus Ga Ost wurde nach dem Ausbruch von COVID-19 zu einem Isolationszentrum f\u00fcr die Behandlung von COVID-19-F\u00e4llen bestimmt. Andere Stationen bestehender Lehr- und Regionalkrankenh\u00e4user wurden ebenfalls als Isolationsstationen f\u00fcr die Behandlung von COVID-19-Patienten eingerichtet. Vor kurzem wurde innerhalb von zwei Monaten ein neues Zentrum f\u00fcr Infektionskrankheiten errichtet, das inzwischen voll funktionsf\u00e4hig ist. Die Zahl der COVID-19-Toten in Ghana lag im August bei 270.<\/p>\n<p>Bau neuer Krankenh\u00e4user<\/p>\n<p>Trotz der Fortschritte in der Gesundheitsversorgung ist der Regierung bewu\u00dft, da\u00df es Herausforderungen gibt, die angegangen werden m\u00fcssen. Dazu geh\u00f6ren enorme Ungleichgewichte beim regionalen Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung, unzureichendes und ungleich verteiltes relevantes Personal, gestiegene Kosten der Gesundheitsversorgung und eine schlechte Qualit\u00e4t der Gesundheitsdienste.<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre haben verschiedene Regierungen jedoch viele lokale Gesundheitszentren, Distriktkrankenh\u00e4user und Polikliniken sowie Schwerpunkt- oder Referenzkrankenh\u00e4user errichtet.<\/p>\n<p>Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie k\u00fcndigte die Regierung an, 88 weitere regionale Krankenh\u00e4user zu bauen. Als jedoch vor kurzem die Planungsliste ver\u00f6ffentlicht wurde, wurde vom Gesundheitssektor ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df die Regierung vielmehr beabsichtigt, 101 Krankenh\u00e4user mit Unterk\u00fcnften f\u00fcr \u00c4rzte und Krankenschwestern in Gegenden ohne Krankenh\u00e4user in der ganzen Region zu errichten. Das ist ein enormer Schub f\u00fcr die Gesundheitsversorgung.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lassen sich die Gesundheitseinrichtungen nach Kategorien unter anderem so fassen:<\/p>\n<p>&#8211; Kliniken (ca. 160-240m<sup>2<\/sup>), die nicht das gesamte Spektrum an Dienstleistungen anbieten. In der Regel Kinder- und Geburtskliniken oder Einrichtungen der medizinischen Grundversorgung.<\/p>\n<p>&#8211; Gesundheitszentren (ca. 450-600m<sup>2<\/sup>) bieten die gesamte Palette der prim\u00e4ren Gesundheitsversorgung (klinische, \u00f6ffentliche Gesundheits- und Entbindungsdienste).<\/p>\n<p>&#8211; Polikliniken (ca. 2500-3600m<sup>2<\/sup>) bieten ein erweitertes Angebot an medizinischen Dienstleistungen, das viel h\u00f6her ist als in den Gesundheitszentren, aber weniger Kapazit\u00e4ten hat als ein Distriktkrankenhaus.<\/p>\n<p>&#8211; Distriktkrankenh\u00e4user (ca. 4600-6500m<sup>2<\/sup>) bieten eine vollst\u00e4ndige Palette an medizinischen Dienstleistungen eines allgemeinen Krankenhauses unter der Leitung von mindestens zwei diensthabenden \u00c4rzten.<\/p>\n<p>Diese Gesundheitseinrichtungen sind ein bewu\u00dfter Versuch der Regierung, die Gesundheitsversorgung f\u00fcr Ghanaer im ganzen Land zu verbessern.<\/p>\n<p>Finanzierung<\/p>\n<p>Bei der Finanzierung will die Regierung darauf achten, da\u00df sich die Verschuldung des Landes nicht erh\u00f6ht, weshalb sie flexible Finanzierungsm\u00f6glichkeiten wie \u00f6ffentlich-private Partnerschaften, Build-Operate-Own- und Transfer-Konzepte oder Konzessionsdarlehen in Erw\u00e4gung zieht.<\/p>\n<p>Die Regierung arbeitet \u00fcber das Finanzministerium die Modalit\u00e4ten f\u00fcr die Finanzierung aus, doch bisher wurde noch kein konkretes Finanzierungsmodell bekannt gegeben. Die einzige Information ist, da\u00df die Regierung den Wunsch hat, den Auftrag an ghanaische Unternehmen zu vergeben. Ich glaube nicht, da\u00df das etwas mit der Finanzierung zu tun hat. Damit soll meines Erachtens verhindert werden, da\u00df Investoren ihre eigenen Arbeitskr\u00e4fte einbringen und ghanaischen Arbeitskr\u00e4ften die M\u00f6glichkeit nehmen, aus dem Projekt Nutzen zu ziehen.<\/p>\n<p>Ich bin bereit, das Finanzierungsmodell oder die Finanzierungsregelungen zu erl\u00e4utern, sobald sie bekannt sind.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen allen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Marlette Kyssama-Nsona (Republik Kongo), Pharmakochemikerin, politische Vorstand der Panafrikanischen Liga UMOJA und Spezialistin f\u00fcr Fragen der \u00f6ffentlichen Gesundheit<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Afrika braucht ein kontinentales Gesundheitsprogramm<\/p>\n<p>Von Marlette Kyssama-Nsona<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>im Namen der Panafrikanischen Liga-UMOJA und in meinem eigenen Namen danke ich dem Schiller-Institut, da\u00df es mich in diese Vortragsrunde aufgenommen hat, f\u00fcr den Austausch \u00fcber Themen, die f\u00fcr das \u00dcberleben der menschlichen Gattung von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung sind.<\/p>\n<p>Ein t\u00f6dliches Wirtschaftsmodell<\/p>\n<p>Die COVID-19-Pandemie offenbart die Gefahr, in der sich die Menschheit, einschlie\u00dflich der wohlhabenden Nationen, befindet, wegen eines r\u00e4uberischen Wirtschaftssystems, dessen einziges Ziel darin besteht, kollektive Ressourcen zum Nutzen einer Handvoll Kosmokraten zu erbeuten und anzuh\u00e4ufen.<\/p>\n<p>Die Menschen in Afrika sind seit 40 Jahren mit dieser Gefahr konfrontiert. In der Tat zwingt man Afrika seit den 80er Jahren unter das Joch einer abscheulichen Verschuldung, die unhaltbar geworden ist, sowie der Strukturanpassungsma\u00dfnahmen, die vom IWF und der Weltbank mit der allzu bereiten Komplizenschaft einer lokalen Kompradorenelite allein zu dem Zweck auferlegt werden, diese Schulden zur\u00fcckzuzahlen.<\/p>\n<p>Die Folgen f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit sind katastrophal:<\/p>\n<p>&#8211; Seit 30 Jahren werden die Budgets f\u00fcr das \u00f6ffentliche Gesundheitswesen gek\u00fcrzt. Im Falle des Kongo sind die Ausgaben der Gesundheitsbudgets in den letzten 10 Jahren um fast 7% gesunken.<\/p>\n<p>&#8211; Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation belaufen sich die Gesundheitsausgaben pro Kopf auf 6 Dollar im Jahr, wenn derselben Quelle zufolge 30 Dollar erforderlich w\u00e4ren.<\/p>\n<p>&#8211; Das gleiche gilt f\u00fcr die allgemeine Infrastruktur und f\u00fcr die veraltete technische Plattform. Auf dem H\u00f6hepunkt der COVID-19-Pandemie hatte das Land nicht einmal f\u00fcnf Atemschutzger\u00e4te.<\/p>\n<p>&#8211; Die Ausbildung und Rekrutierung von medizinischem und paramedizinischem Personal leidet unter den gleichen Bedingungen: Im Kongo kommen auf 10.000 Einwohner 0,3 \u00c4rzte und 1,9 Krankenschwestern und Hebammen. Zum Vergleich: In Kuba sind es 77.<\/p>\n<p>&#8211; Der Teil des Budgets, der f\u00fcr Grundlagenforschung und Investitionen in Forschung und Entwicklung im biomedizinischen Bereich bestimmt ist, wurde auf einen Bruchteil reduziert. Der Kongo importiert s\u00e4mtliche Medikamente.<\/p>\n<p>Ein Sozialversicherungssystem wird seit mehr als 30 Jahren nicht mehr subventioniert. Infolgedessen gibt es keinen sozialen Schutz &#8211; im Kongo mu\u00df man, um sich behandeln zu lassen, vor Ort teuer bezahlen. So verkaufen viele Familien ihren Landbesitz, um die Chance zu haben, da\u00df ein schwerkrankes Familienmitglied wieder gesund wird, auch wenn das Ergebnis dennoch oft t\u00f6dlich ist. Eine Chemotherapie kann in einem \u00f6ffentlichen Krankenhaus bis zu 600 Dollar kosten, w\u00e4hrend der kongolesische Mindestlohn nur 120 Dollar betr\u00e4gt. Ein Kaiserschnitt kostet bis zu 400 Dollar! Im Kongo zum Beispiel liegt die M\u00fcttersterblichkeit bei 780 Todesf\u00e4llen pro 100.000 Geburten, eine der h\u00f6chsten in Afrika.<\/p>\n<p>Die gef\u00e4hrlichste Folge ist jedoch zweifellos die Schw\u00e4chung des Staates, der sich unter dem Diktat von IWF und Weltbank seiner Vorrechte beraubt sieht, einschlie\u00dflich der M\u00f6glichkeit, ein Gesundheitssystem zu entwerfen und aufzubauen, das den Erwartungen der Bev\u00f6lkerung entspricht.<\/p>\n<p>Hier ist der Staat durch NGOs ersetzt worden, von denen einige als Trojanische Pferde f\u00fcr die multinationalen Arzneimittelkonzerne fungieren, ohne jegliche Gesamtkonzeption, erratisch und in hom\u00f6opathischer Dosis. Eher wie ein Holzbein!<\/p>\n<p>Freihandel<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, die zwischen unseren L\u00e4ndern und der Europ\u00e4ischen Union geschlossenen Freihandelsabkommen haben Afrika zum Empf\u00e4nger von zerkleinertem Fleisch und Gefl\u00fcgel gemacht, das f\u00fcr den Verzehr ungeeignet ist. Im Kongo bringt uns das, was wir essen, um! Aufgrund der hohen Produktionskosten liegt der Durchschnittspreis f\u00fcr ein vor Ort gem\u00e4stetes Huhn bei 6 Dollar, gegen\u00fcber 2 Dollar f\u00fcr ein importiertes Huhn.<\/p>\n<p>Die Frage der Gesundheit ist eng mit der Lebensmittelfrage verbunden. Welche Hebel sollten eingesetzt werden, um ein effektives Gesundheitssystem aufzubauen?<\/p>\n<p>Souver\u00e4nit\u00e4t<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, wir alle wissen es: Die globalistische Oligarchie operiert, indem sie die normative Macht der Staaten angreift. Es ist daher notwendig, den Staat zu rehabilitieren und ihm die M\u00f6glichkeit zu geben, alle seine Souver\u00e4nit\u00e4tsinstrumente wiederzuerlangen, damit er seine Vorrechte erf\u00fcllen kann, von denen das wichtigste der Schutz seiner Bev\u00f6lkerung ist &#8211; und dazu geh\u00f6rt, die Schulden und die von IWF und Weltbank auferlegten Diktate anzuprangern. Es liegt in der Verantwortung des Staates, die Gesundheitspolitik zu entwerfen, umzusetzen und zu finanzieren.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem lebt Afrika nicht in einem Vakuum! Es tr\u00e4gt zu den kollektiven Anstrengungen bei, indem es der Menschheit sein tausendj\u00e4hriges Wissen und seine reichhaltigen Arzneimittelb\u00fccher zur Verf\u00fcgung stellt. Afrikanische Forscher, wie auch andere Forscher auf der ganzen Welt, denken jeden Tag \u00fcber die Suche nach L\u00f6sungen nach.<\/p>\n<p>Afrika ist f\u00fcr viele Pharmaunternehmen ein Versuchsfeld, um ein neues Medikament oder einen neuen Impfstoff zu testen. Deshalb ist es nicht hinnehmbar, da\u00df Medikamente, Fr\u00fcchte des Erbes der Menschheit, einem Teil dieser Menschheit unzug\u00e4nglich gemacht werden, weil sie zu teuer verkauft werden! Man mu\u00df der \u201ePatent-Erpressung\u201c von pharmazeutischen Laboratorien ein Ende setzen, die, weit davon entfernt ihre eigentliche Aufgabe zu erf\u00fcllen, spekulieren und das Gemeinwohl grob mi\u00dfachten.<\/p>\n<p>Schlu\u00dfbemerkung<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, die Welt mu\u00df eine entscheidende Wende vollziehen. Wir m\u00fcssen aus der Finanzwirtschaft aussteigen, sonst riskieren wir die Zerst\u00f6rung f\u00fcr alle. Was gestern nur f\u00fcr die Dritte Welt galt, gilt heute auch f\u00fcr den Westen. Das ist eine Verantwortung, der sich unsere V\u00f6lker stellen m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen Sie hier mehrere Beitr\u00e4ge zum Thema &#8222;Weltgesundheitssystem&#8220; im Rahmen der internationalen Internet-Konferenz \u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c Helga Zepp-LaRouche: Das Komitee f\u00fcr die Coincidentia Oppositorum Aufruf von Phillip Tsokolibane: Eine Frage von&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-62641","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62641"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63520,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62641\/revisions\/63520"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}