{"id":62630,"date":"2020-09-16T13:40:10","date_gmt":"2020-09-16T11:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?page_id=62630"},"modified":"2020-10-23T14:22:37","modified_gmt":"2020-10-23T12:22:37","slug":"marcelo-munoz-obor-ein-projekt-fuer-das-21-jahrhundert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/marcelo-munoz-obor-ein-projekt-fuer-das-21-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Marcelo Mu\u00f1oz: &#8222;OBOR- ein Projekt f\u00fcr das 21. Jahrhundert&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Sehen Sie hier die Rede von Marcelo Mu\u00f1oz (Spanien), Gr\u00fcnder und emeritierter Pr\u00e4sident von C\u00e1tedra China, Vorstand der spanischen Gesch\u00e4ftsleute in China im Rahmen der internationalen Internet-Konferenz <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/08\/13\/conference-war-drive-towards-armageddon-or-a-new-paradigm-among-sovereign-nations-united-by-the-common-aims-of-mankind\/\" target=\"_blank\">\u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Marcelo Mu\u00f1oz (Spanien)-OBOR ein Projekt f\u00fcr das 21. Jahrhundert\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/dkdhclj78To?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>OBOR, ein Projekt f\u00fcr das 21. Jahrhundert<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Von <\/span>Marcelo Mu\u00f1oz<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe (One Belt, One Road: OBOR) ist der Name, den China dem Projekt gegeben hat, das 2013 gestartet wurde und dessen erste Phase 2049 abgeschlossen sein soll. Aufgrund seiner au\u00dferordentlichen Bedeutung werden wir einige seiner Merkmale aufzeigen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">1. Es handelt sich um ein mittel- bis langfristiges Projekt, was in unserer westlichen Geschichte nicht sehr h\u00e4ufig vorkommt, zumindest nicht in der heutigen Zeit, in der bei allem Kurzfristigkeit vorherrscht. In der Geschichte Chinas hingegen ist das sehr h\u00e4ufig. Die Gro\u00dfe Mauer wurde \u00fcber einen Zeitraum von 2000 Jahren und fast 20 Dynastien gebaut. Der Kaiserkanal ist noch heute, 14 Jahrhunderte sp\u00e4ter, der l\u00e4ngste k\u00fcnstliche Kanal der Welt. Und in der Neuzeit gibt es den Drei-Schluchten-Damm oder das S\u00fcd-Nord-Wassertransferprojekt, das im Himalaja beginnt und drei Kan\u00e4le mit einer L\u00e4nge von jeweils 1000 km hat, von denen der letzte 2050 eingeweiht wird!<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das ist eines der grundlegenden Merkmale der konfuzianischen Philosophie, das die gesamte chinesische Zivilisation durchzieht: die Ber\u00fccksichtigung fr\u00fcherer und zuk\u00fcnftiger Generationen als historische Kontinuit\u00e4t des Menschen in der Gesellschaft. Die aufeinanderfolgenden Dynastien und die gegenw\u00e4rtige chinesische Regierung haben mit dieser konfuzianischen Perspektive regiert: regieren f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen. Dieses Projekt &#8211; Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe &#8211; hat eine solche Reichweite: Es durchdringt, wie wir sehen werden, das gesamte 21. Jahrhundert.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">2. Es ist das Projekt des Wiederaufstiegs Chinas. Ja, China erwacht wieder zu einer unentbehrlichen Macht. Denn es war bereits seit 2000 Jahren oft die erste wirtschaftliche und technologische Macht, wie die detaillierten Studien von A. Maddison und J. Needham zeigen. Und jetzt kehrt es in das internationale Konzert (oder Mi\u00df-Konzert) der M\u00e4chte zur\u00fcck, und es kehrt zur\u00fcck, um zu bleiben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieses Projekt soll Ausdruck des Gewichts Chinas in der gegenw\u00e4rtigen Welt sein, ohne Aggressivit\u00e4t oder Zwang: ein Projekt, das allen L\u00e4ndern offen steht, die freiwillig beitreten oder sich beteiligen wollen, egal auf welcher Ebene. Tats\u00e4chlich haben bereits mehr als 130 L\u00e4nder die Beitrittsabkommen unterzeichnet, darunter mehrere in der Europ\u00e4ischen Union &#8211; mit der weit verbreiteten Hoffnung, da\u00df die Europ\u00e4ische Union selbst unterschreiben wird, trotz des starken Drucks der Trump-Administration dagegen. Weder die USA noch Japan oder Indien sind beigetreten. Aber das Projekt geht weiter: Tats\u00e4chlich wurden in nur sieben Jahren seines Bestehens bereits rund sechs Billionen Dollar in verschiedene Vorhaben investiert.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">3. OBOR ist das Projekt der Neuen Seidenstra\u00dfe. Die historische Seidenstra\u00dfe war \u00fcber 1600 Jahre lang die meistbefahrene Handelsroute f\u00fcr Menschen und Waren in der bekannten Welt, mit 15.000 Kilometern Land- und etwa 20.000 Kilometern Seeweg: nach ganz Asien, Indien, Arabien, Persien, Afghanistan, Bagdad, Damaskus, Byzanz, nach ganz Europa, Westafrika, Indonesien. Analog k\u00f6nnen wir sagen, da\u00df sie 16 Jahrhunderte lang, vom 2. Jahrhundert v.Chr. bis zum 14. Jh. n.Chr., eine \u201eglobale\u201c Handelsroute war. So sehr, da\u00df das Reich der Mitte w\u00e4hrend dieser Epochen das K\u00f6nigreich mit dem gr\u00f6\u00dften internationalen Handelsvolumen war. Eine kuriose Tatsache: Im Jahr 75 v. Chr. erschien Julius C\u00e4sar im r\u00f6mischen Theater, gekleidet in eine Tunika aus Seide, die aus China gekommen war.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Aber es war nicht nur eine Handelsroute, sondern auch eine kulturelle Route. Im Laufe dieser Jahrhunderte reisten verschiedene Kulturen, Philosophien, Religionen und Traditionen mit auf ihren Wegen, wie das Mosaik der 56 in China verbliebenen ethnischen Gruppen zeigt.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Neue Seidenstra\u00dfe taucht mit all dem wirtschaftlichen, technologischen, kulturellen und globalen Potential wieder auf, das das 21. Jahrhundert bietet. Ihr Ziel ist die totale Verbindung zwischen Nationen und Bl\u00f6cken. Zuallererst die Verbindung der Land- und Seewege, aber auch digitale Konnektivit\u00e4t, kulturelle Energie, wirtschaftliche, politische und \u00f6kologische Verbundenheit. Mit anderen Worten: China bietet sein gesamtes aufkommendes Potential f\u00fcr Zusammenarbeit, gemeinsame Investitionen und Dialog mit allen L\u00e4ndern und Bl\u00f6cken, ohne Konfrontation oder Zwang.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Was die Verbindung zu Land, zur See und in H\u00e4fen anbelangt, so wurden mehr als 50 Projekte und Korridore in China, Asien, Ru\u00dfland, Europa, S\u00fcdostasien, Lateinamerika und Afrika &#8211; einige unter Nutzung bestehender Verkehrsnetze &#8211; sowie eine Vielzahl von Seerouten auf allen Weltmeeren in Angriff genommen oder sind bereits in Betrieb.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Mittelfristig gibt es Pl\u00e4ne &#8211; wenn auch noch keine konkreten Projektpl\u00e4ne &#8211; f\u00fcr einen Tunnel unter der Beringstra\u00dfe, der das gesamte asiatische Landnetzwerk mit dem panamerikanischen Netzwerk verbinden w\u00fcrde; f\u00fcr einen Tunnel unter der Stra\u00dfe von Gibraltar, der das europ\u00e4ische und das afrikanische Netzwerk verbinden w\u00fcrde; und f\u00fcr eine Reihe weiterer Tunnel unter dem Meer.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die digitale Konnektivit\u00e4t hat mit verschiedenen Teilabkommen zwischen den L\u00e4ndern erst begonnen. Ihr Potential basiert auf dem Ausbau von 5G &#8211; der durch den Widerstand der Trump-Administration stark gebremst wurde -, auf Quanteninformationen, die China entwickelt, und auf Chinas starken sozialen Netzwerken.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Auch die kulturelle Verbindung zwischen Regierungen, Institutionen und Universit\u00e4ten ist auf dem Vormarsch, ebenso wie die wirtschaftliche, \u00f6kologische und energetische Vernetzung mit bilateralen und regionalen Abkommen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die politische Vernetzung basiert auf Abkommen mit der ASEAN, der SOZ [Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit], dem China-Afrika-Forum, Gipfeltreffen mit der Europ\u00e4ischen Union und Dutzenden anderer multilateraler Institutionen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Und das gesamte Programm wird durch die Finanzierung von etwa 20 gro\u00dfen internationalen Banken und Fonds, deren Verm\u00f6gen 15 Billionen Dollar \u00fcbersteigt, tragf\u00e4hig gemacht. Ganz zu schweigen davon, da\u00df die bisher bereits erfolgten Auszahlungen in konkrete laufende Projekte \u00fcber 6 Billionen Dollar betragen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">4. Dies ist das Projekt, das Chinas globale Pr\u00e4senz zum Ausdruck bringt. China ist als Weltmacht wieder aufgetaucht: Es ist \u201ewieder da\u201c, um solide und stabil im internationalen Konzert zu bleiben, und es will dies in Harmonie tun, in Zusammenarbeit mit allen &#8211; offen f\u00fcr Verst\u00e4ndigung und Dialog -, indem es dieses Makroprojekt der globalen Vernetzung in allen Bereichen, mit allen L\u00e4ndern, V\u00f6lkern und Bl\u00f6cken, die es annehmen, in Gang setzt.<\/span><\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a><span lang=\"de-DE\">Dieses Programm, dieses Projekt, dieser Ansatz ist weit entfernt von dem Bild, das von einem China vermittelt wird, das anderen die Hegemonie abnehmen will. China &#8211; und dies habe ich Hunderte Male von seinen Politikern geh\u00f6rt &#8211; strebt weder danach, eine Supermacht zu sein, noch ist es daran interessiert, irgendeine andere Macht abzul\u00f6sen. Es strebt eine Beteiligung an einer m\u00f6glichen globalen Regierungsf\u00fchrung an, und zwar in dem Ma\u00dfe, wie es f\u00fcr seine gegenw\u00e4rtige und k\u00fcnftige Position in der realen Welt des 21. Jahrhunderts angemessen ist. Das ist der Sinn und das Ziel des gesamten OBOR-Projekts der Neuen Seidenstra\u00dfe.<\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen Sie hier die Rede von Marcelo Mu\u00f1oz (Spanien), Gr\u00fcnder und emeritierter Pr\u00e4sident von C\u00e1tedra China, Vorstand der spanischen Gesch\u00e4ftsleute in China im Rahmen der internationalen Internet-Konferenz \u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c \u00a0&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-62630","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62630"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63518,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62630\/revisions\/63518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}