{"id":62521,"date":"2020-09-13T17:52:33","date_gmt":"2020-09-13T15:52:33","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?page_id=62521"},"modified":"2020-10-05T10:00:09","modified_gmt":"2020-10-05T08:00:09","slug":"dr-kelvin-kemm-kernenergie-in-suedafrika-und-afrika","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/dr-kelvin-kemm-kernenergie-in-suedafrika-und-afrika\/","title":{"rendered":"Dr. Kelvin Kemm: &#8222;Kernenergie in S\u00fcdafrika und Afrika&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Sehen Sie hier die Rede von Dr. Kelvin Kemm (S\u00fcdafrika), Vorsitzender Stratek Business Strategy Consultants, ehemaliges Vorstandsmitglied, S\u00fcdafrikanische Kernenergie-Korporation im Rahmen der internationalen Internet-Konferenz <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/08\/13\/conference-war-drive-towards-armageddon-or-a-new-paradigm-among-sovereign-nations-united-by-the-common-aims-of-mankind\/\" target=\"_blank\">\u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Dr. Kelvin Kemm: Kernenergie in S\u00fcdafrika und Afrika\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/a0nwd8cL1e8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p>Ich bin Dr. Kelvin Kemm, Kernphysiker aus Pretoria in S\u00fcdafrika, von der Firma Stratek Business Strategy Consultants. Ich arbeite auf einer Vielzahl von Gebieten, nicht nur im Nuklearbereich, sondern in allen m\u00f6glichen Gesch\u00e4ftsbereichen, in denen wir nach L\u00f6sungen suchen m\u00fcssen, die f\u00fcr uns Menschen in Afrika funktionieren.<\/p>\n<p>Ob Sie es glauben oder nicht, Afrika ist gr\u00f6\u00dfer als die Vereinigten Staaten, China, Europa, Indien und Japan zusammengenommen. Allein S\u00fcdafrika hat die gleiche Gr\u00f6\u00dfe wie ganz Westeuropa. Die Entfernung von meinem Wohnort in Pretoria bis Kapstadt an der S\u00fcdspitze des Landes entspricht der Entfernung von Rom bis London. Wir stellen oft fest, wenn wir in Europa unterwegs sind und wir mit Europ\u00e4ern sprechen, und sie sprechen davon, da\u00df etwas weit weg ist, dann meinen sie 100 km. Uns macht es nichts aus, 100 km zu einem Treffen zu fahren und dann zur\u00fcckzufahren. F\u00fcr uns ist ein langer Weg 500 km oder mehr.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns also \u00fcberlegen, wie wir L\u00f6sungen finden, die f\u00fcr Afrika funktionieren. Es wird davon ausgegangen, da\u00df viele der europ\u00e4ischen L\u00f6sungen funktionieren, und wir in Afrika machen oft den gleichen Fehler. Wir h\u00f6ren jemanden sagen: \u201eEs gibt ein Fernsehsystem, und es gibt ein Telefonsystem, es gibt ein So-und-so-System, das wir importieren wollen.\u201c Also sagen wir uns: \u201eNa gut, schauen wir es mal an. Es funktioniert in Deutschland, oder es funktioniert in Frankreich oder der Schweiz.\u201c Aber dann stellen wir fest, da\u00df die Entfernungen f\u00fcr sie 20 km zwischen den Funkmasten oder so betragen. F\u00fcr uns werden es 200 km oder mehr sein, damit es auf die gleiche Weise funktioniert. Oft schauen wir uns also um und fragen: \u201eWas m\u00fcssen wir tun?\u201c Und die Herausforderung besteht darin, selbst zu denken, und zwar unter den eigenen Bedingungen.<\/p>\n<p>Wir bauen hier in S\u00fcdafrika Staud\u00e4mme, und zwar D\u00e4mme, die Trinkwasser speichern. Die D\u00e4mme sind so ausgelegt, da\u00df sie eine f\u00fcnfj\u00e4hrige D\u00fcrreperiode \u00fcberstehen. Wenn es in Gro\u00dfbritannien ein paar Wochen lang nicht regnet, fangen sie an, sich Sorgen \u00fcber D\u00fcrre und Wasserknappheit zu machen. Hier sind die D\u00e4mme f\u00fcr Jahre ausgelegt. Die Art des Ansatzes ist also einfach ganz anders.<\/p>\n<p>Viele Menschen aus der Ersten Welt gehen in viele afrikanische L\u00e4nder und sagen ihnen, da\u00df Wind und Sonne die Antwort sind, weil es so aussieht, als ob es in meinem Land in Europa funktioniert. Aber es ist unehrlich, so etwas zu tun.<\/p>\n<p>Man mu\u00df hinschauen und sagen: Wie k\u00f6nnen Sambia, Botswana, der Kongo, Mosambik usw. ihren Strombedarf decken und was w\u00fcrde ihnen n\u00fctzen? S\u00fcdafrika ist zur Stromerzeugung \u00fcberwiegend von Kohle abh\u00e4ngig; wir sind eines der wenigen L\u00e4nder der Welt, das mit riesigen Kohlevorkommen gesegnet ist, die wir f\u00fcr unsere eigene Stromerzeugung nutzen. Wir exportieren auch sehr viel Kohle. Aber die Kohle ist ganz im Nordosten des Landes konzentriert. Wie ich bereits angedeutet habe, ist die Entfernung von dort, wo sich die Kohle befindet, weiter vom S\u00fcden entfernt als die Entfernung zwischen Rom und London. Es ist nicht praktikabel, den Strom so weit zu transportieren.<\/p>\n<p>Afrika braucht Kernenergie<\/p>\n<p>Deshalb wurde vor 50 Jahren das Kernkraftwerk Koeberg unten im S\u00fcden konzipiert. Koeberg ist jetzt fast 40 Jahre alt und hat noch eine ganze Reihe von Jahren vor sich. Aber wir haben jetzt Pl\u00e4ne f\u00fcr den Bau weiterer Kernkraftwerke an der K\u00fcste des s\u00fcdlichen Teils des Landes. Die K\u00fcste, weil wir dort den Strom aus dem S\u00fcden heraufholen m\u00fcssen, und auch, weil das Meer f\u00fcr ein gro\u00dfes Kernkraftwerk in gro\u00dfem Ma\u00dfstab zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Kernkraft ist die Antwort f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil Afrikas, wenn nicht sogar f\u00fcr ganz Afrika. Nicht unbedingt gro\u00dfe 3000-Megawatt-Kraftwerke, aber zum Beispiel kleine Kraftwerke wie die s\u00fcdafrikanischen Pl\u00e4ne zur Entwicklung des so genannten Kugelhaufenreaktors, des PBMR, der 1200 Megawatt leistet, gegen\u00fcber einem Kraftwerk der Gr\u00f6\u00dfe Koebergs, das 2000 Megawatt leistet.<\/p>\n<p>Der Kugelhaufenreaktor wurde von S\u00fcdafrikanern in S\u00fcdafrika entworfen, um unseren Bedingungen Rechnung zu tragen. So wurde er beispielsweise so konstruiert, da\u00df er mit Gas gek\u00fchlt wird und daher kein gro\u00dfes Wasservolumen zur K\u00fchlung ben\u00f6tigt. Er kann im Landesinneren aufgestellt werden, wo sich einige der Bergbauaktivit\u00e4ten befinden, denn einige der riesigen Bergbauaktivit\u00e4ten ben\u00f6tigen sehr viel Energie. Warum nicht einen Kernreaktor in der N\u00e4he der Bergwerke aufstellen? In den s\u00fcdafrikanischen Bergwerken unter Tage gibt es Hunderte von Kilometern Stra\u00dfe unter der Erde. Unter Tage gibt es Gesch\u00e4fte; es gibt Bildungseinrichtungen f\u00fcr die Arbeiter; es gibt Z\u00fcge, die dort fahren, und so weiter. In diesen Minen wird also sehr viel Energie verbraucht.<\/p>\n<p>Wenn man sich andere afrikanische L\u00e4nder anschaut, dann brauchen sie alle Kernkraft, und eine Reihe afrikanischer F\u00fchrer haben mit mir pers\u00f6nlich gesprochen und angedeutet, da\u00df sie genau das brauchen. Denn die Mehrheit der afrikanischen L\u00e4nder ist nicht mit fossilen Brennstoffen gesegnet; sie haben keine gro\u00dfen Reserven an Kohle, Gas oder \u00d6l. Also brauchen sie Elektrizit\u00e4t. Elektrizit\u00e4t ist das, was die Menschen voranbringt.<\/p>\n<p>Es ist einfach nicht ehrlich, da\u00df einige dieser extremen Gr\u00fcnen daherkommen und sagen: \u201eIhr macht das richtig: Ihr transportiert Wasser aus dem Flu\u00df in einem Eimer. So k\u00f6nnt ihr weiterhin in Harmonie mit der Natur leben.\u201c Einige dieser Europ\u00e4er haben mir solche Dinge ins Gesicht gesagt. Oder einem Menschen zu sagen: \u201eDu mu\u00dft einen Holzpflug benutzen, der von einem Ochsen gezogen wird. Das ist das Richtige. Investiert nicht in Traktoren, denn daf\u00fcr brauchen Sie Treibstoff, und \u00d6l, was die Umwelt verschmutzt.\u201c Das ist einfach nicht richtig.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns also fragen, was die wirklichen L\u00f6sungen f\u00fcr S\u00fcdafrika als Wirtschaftsf\u00fchrer des Kontinents sind, aber dann auch f\u00fcr das \u00fcbrige Afrika, bis hinaus zum \u00c4quator und weiter bis in den Norden. Zahlreiche afrikanische L\u00e4nder haben deutlich gemacht, da\u00df sie zur Kernkraft \u00fcbergehen wollen. L\u00e4nder wie Sambia haben mit einem Projekt zum Bau ihres ersten Kernreaktors begonnen, der f\u00fcr Ausbildungszwecke genutzt werden soll. Andere L\u00e4nder haben angedeutet, da\u00df sie dasselbe tun. Weiter im Norden hat z.B. \u00c4gypten mit der Kernenergie begonnen. Ich zweifle nicht daran, da\u00df wir in Zukunft noch viel mehr sehen werden.<\/p>\n<p>Weitere Nutzungen der Kerntechnik<\/p>\n<p>Die Kernenergie ist ein Aspekt der Kerntechnologie. Es gibt noch viel mehr als das. Zum Beispiel die Nuklearmedizin. S\u00fcdafrika ist in der Nuklearmedizin weltweit f\u00fchrend geworden, und wir exportieren heute Nuklearmedizin in \u00fcber 60 L\u00e4nder weltweit.<\/p>\n<p>Nuklearmedizin ist wunderbar. Im Moment wird sie vor allem zur Diagnostik eingesetzt. Sie ist bei weitem die beste M\u00f6glichkeit, Krebs und einige andere Krankheiten zu erkennen. Sie wird einfach als nuklearen Tracer injiziert, der in den K\u00f6rper gelangt und sich zum Krebs hinbewegt. Es gibt verschiedene Anwendungen, und die \u00c4rzte wissen, welche sie verwenden m\u00fcssen, je nachdem, wonach sie suchen. Die Nuklearmedizin zeigt dann sehr fr\u00fch, ob jemand Krebs oder andere Dinge hat &#8211; viel fr\u00fcher als viele andere diagnostische Verfahren.<\/p>\n<p>Wenn man die gro\u00dfen Entfernungen bedenkt, die ich bereits erw\u00e4hnt habe, lassen sich Zentren f\u00fcr Nuklear-Untersuchungen drau\u00dfen in l\u00e4ndlichen Gegenden einrichten, und nur eine Krankenschwester mu\u00df anwesend sein, die den Scan durchf\u00fchren kann. Es ist nicht notwendig, da\u00df an jedem dieser Standorte ein Arzt anwesend ist. Sie alle sind dann \u00fcber das Internet mit Zentren verbunden, in denen es vor Ort ausgebildete \u00c4rzte gibt, die dann die Diagnose stellen k\u00f6nnen. So ist es zum Beispiel m\u00f6glich, ein Scan-Zentrum in Tansania oder in Uganda oder in Kenia oder in Botswana zu haben und dort von jemandem scannen zu lassen, der den Scan sofort nach Kapstadt oder Pretoria schickt, um die Diagnose zu stellen und die Antwort an den Arzt in Uganda oder Tansania zur\u00fcckzuschicken, der den Patienten behandelt, und dann von dort aus zu arbeiten.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es w\u00fcnschenswert, da\u00df die afrikanischen L\u00e4nder ihre eigenen Nuklearfachleute ausbilden. In den afrikanischen L\u00e4ndern gibt es bereits viele Menschen, aber es gibt ein riesiges Potential f\u00fcr viele weitere. Es gibt Ausbildungsprogramme in S\u00fcdafrika, zum Beispiel in Pretoria. Wir haben bereits afrikanische Auszubildende im Programm &#8211; R\u00f6ntgentechniker und Mediziner aus anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Afrika hat also eine Chance, in der Nuklearmedizin, die wir bereits in S\u00fcdafrika betreiben, weltweit f\u00fchrend zu werden. S\u00fcdafrika k\u00f6nnte Nuklearmedizin jedem zug\u00e4nglich machen, der sie braucht.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen Sie hier die Rede von Dr. Kelvin Kemm (S\u00fcdafrika), Vorsitzender Stratek Business Strategy Consultants, ehemaliges Vorstandsmitglied, S\u00fcdafrikanische Kernenergie-Korporation im Rahmen der internationalen Internet-Konferenz \u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c \u00a0 \u00a0 Die Rede&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-62521","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62521"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63031,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62521\/revisions\/63031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}