{"id":62407,"date":"2020-09-11T11:39:50","date_gmt":"2020-09-11T09:39:50","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?page_id=62407"},"modified":"2020-09-18T17:54:42","modified_gmt":"2020-09-18T15:54:42","slug":"kirk-wiebe-und-william-binney-geheimdienstveteranen-fordern-schliessung-des-illegalen-ueberwachungsstaats","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/kirk-wiebe-und-william-binney-geheimdienstveteranen-fordern-schliessung-des-illegalen-ueberwachungsstaats\/","title":{"rendered":"Kirk Wiebe und William Binney: &#8222;Geheimdienstveteranen fordern Schlie\u00dfung des illegalen \u00dcberwachungsstaats&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Sehen Sie hier die Rede von Kirk Wiebe (USA), ehemaliger leitender Analyst, Nationale Sicherheitsbeh\u00f6rde (NSA) und William Binney (USA), ehemaliger Technischer Direktor, Nationale Sicherheitsbeh\u00f6rde (NSA) w\u00e4hrend der internationalen Internet-Konferenz <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/08\/13\/conference-war-drive-towards-armageddon-or-a-new-paradigm-among-sovereign-nations-united-by-the-common-aims-of-mankind\/\" target=\"_blank\">\u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Geheimdienstveteranen fordern die Schlie\u00dfung des illegalen \u00dcberwachungsstaates!\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/lbX9yE0chNo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede von Kirk Wiebe lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p><i><b>Frage:<\/b><\/i> H\u00e4tte das <i>ThinThread<\/i>-Team die Anschl\u00e4ge des 11. September 2001 verhindern k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><i><b>Kirk Wiebe:<\/b><\/i> Den gr\u00f6\u00dften Teil meiner Zeit bei der NSA, von 1975 bis wir am Halloween-Tag [31.10.] 2001 das Geb\u00e4ude verlie\u00dfen, war ich an sehr interessanten Arbeiten beteiligt. Ich benutzte meine Sprachkenntnisse, und zwar zu einem gro\u00dfen Teil f\u00fcr das, was wir \u201eTranskription\u201c nennen, d.h. die \u00dcbertragung der russischen Sprache in gedrucktes oder transliteriertes Russisch zur Analyse durch andere. Und dann, nachdem ich einen guten Beitrag zur Transkription geleistet hatte, habe ich Stabsarbeiten f\u00fcr die Five-Eyes-Partnerschaft verrichtet, wobei \u201eFive Eyes\u201c die NSA, Kanadas CSE, das GCHQ in Gro\u00dfbritannien, Neuseeland und Australien bedeutet. Das sind die \u201eF\u00fcnf Augen\u201c, die eine besonders enge Partnerschaft in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten haben.<\/p>\n<p>Dann, nach dieser Stabsarbeit, habe ich mich mit der Sammlung, Datenerfassung und Datenverarbeitung befa\u00dft und diese Dinge f\u00fcr Analysten gemanagt, die sich mit der Sowjetunion befa\u00dften, und das er\u00f6ffnete eine ganze Reihe weiterer Kan\u00e4le in Bezug auf Erfahrung, Datensammlung, verschiedene Arten der Sammlung, verschiedene Arten von Daten und Anforderungen aller Art an die Verarbeitung, um zu den technischen M\u00f6glichkeiten gegen verschiedene Arten von Signalen zu gelangen.<\/p>\n<p>Und dann wurde ich ausgew\u00e4hlt, in die Analyse \u00fcberzuwechseln, und leitete eine von Pr\u00e4sident Reagan erlassene Anforderung von h\u00f6chster Priorit\u00e4t, n\u00e4mlich die \u201eEntscheidungs-Richtlinie Nr. 178 zur nationalen Sicherheit\u201c, die mit beweglichen strategischen Zielen zu tun hatte &#8211; eine Technik, die man im wesentlichen dazu benutzt, die Zielerfassungs-Bem\u00fchungen eines Feindes zu verwirren. Mit anderen Worten, man hat kein station\u00e4res Hauptquartier, sondern bringt sein Hauptquartier in mobilen Fahrzeugen und dergleichen unter, vielleicht in einem Zug, vielleicht in einem Flugzeug. Und so war das Thema der beweglichen strategischen Ziele insgesamt, einschlie\u00dflich Raketen in Z\u00fcgen und Fahrzeugen, das Thema, das mir schlie\u00dflich die zweith\u00f6chste Auszeichnung der NSA, den \u201eMeritorious Civilian Service Award\u201c, einbrachte. Ich erhielt auch den \u201eMeritorious Unit Award\u201c des Geheimdienstchefs, des Director of Central Intelligence, mit dem meine gesamte Abteilung bei der NSA von etwa 70 Personen f\u00fcr ihre Arbeit zu diesem Thema gew\u00fcrdigt wurde.<\/p>\n<p>Und danach durchlief ich einige Stabsfunktionen, die mit dem h\u00f6heren Management verbunden waren, und es war ungef\u00e4hr zu dieser Zeit, als Bill Binney mir die Ohren vollschwatzte und sagte: \u201eWarum kommen Sie nicht in unser kleines Forschungszentrum?\u201c Ich wu\u00dfte, wer Bill war, aber ich wu\u00dfte nicht, was er zu der Zeit tat. Also ging ich hin und sah mir an, was sie taten, und f\u00fcr mich war das die Zukunft der NSA: Denn sie besch\u00e4ftigten sich nicht mehr mit Kanalvermittlungsnetzen, mit Hochfrequenznetzen, sondern mit Datenpaketvermittlung &#8211; mit anderen Worten, mit dem Internet, mit TCPIP -, und was das f\u00fcr die Zukunft der NSA bedeutete, als Informationsquelle, ihre Breite, was die technischen Auswirkungen waren und so weiter.<\/p>\n<p>Meine letzte Aufgabe bestand also darin, mit Bill an diesem speziellen \u00e4rgerlichen Problem zu arbeiten. Ich sage \u201e\u00e4rgerlich\u201c, weil es drei Probleme mit dem Internet gibt: die Geschwindigkeit der Daten &#8211; sie sind schnell, sie laufen mit Lichtgeschwindigkeit \u00fcber ein Kabel; die Vielfalt der Daten &#8211; es gibt viele verschiedene Arten von Anwendungen und Nutzungen; und das Volumen &#8211; ein riesiges Volumen, vor allem weil das Internet global gewachsen ist, und nur ungern sch\u00e4tze ich, da\u00df wahrscheinlich weltweit 60 Terabyte pro Minute an Daten generiert werden. Wie dem auch sei, das hat wirklich Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p>Aber unsere L\u00f6sung, die wir entwickelten und von der viele geh\u00f6rt haben &#8211; sie hei\u00dft <i>ThinThread &#8211;<\/i> widersprach der Absicht der NSA, ein gro\u00dfes Budget vom Kongre\u00df zu bekommen und gro\u00dfe Summen f\u00fcr den milit\u00e4risch-industriellen Komplex auszugeben. Es war ein Problem, das wir f\u00fcr ein paar hunderttausend oder jedenfalls nicht mehr als eine oder zwei Millionen Dollar gel\u00f6st haben, aber die NSA wollte ein Budget von vier Milliarden Dollar, um das Problem zu l\u00f6sen. Also wurde unsere kleine L\u00f6sung zugunsten des Gro\u00dfprojektmodus ausgehebelt &#8211; der dann f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter im Rahmen des <i>Trailblazer<\/i>-Programms des Direktors scheiterte.<\/p>\n<p>An diesem Punkt marschierten Bill, ich und Ed Loomis am 31. Oktober, direkt nach dem 11. September [2001], aus dem Geb\u00e4ude, weil es uns das Herz brach, da\u00df unsere kleine L\u00f6sung, die sehr effektiv und effizient war, nicht f\u00fcr den Kampf gegen den Terror genutzt worden war, und wir sahen das Ergebnis.<\/p>\n<p>Bin ich zu 100% sicher, da\u00df <i>ThinThread<\/i> den 11. September verhindert h\u00e4tte? Ja, das bin ich. Wir wu\u00dften, wonach wir suchen mu\u00dften. Wir wu\u00dften, wo die Quellen lagen, was wir ins Visier nehmen mu\u00dften. Und um ehrlich zu sein, wenn Sie Tom Drake, einen anderen der NSA-Whistleblower, der sp\u00e4ter kam, fragen, wird er Ihnen sagen, da\u00df er, nachdem wir gegangen waren, in der Datenbank der NSA Informationen \u00fcber den 11. September gefunden hat, die das Ereignis vorhersagten. Er sagte uns auch, da\u00df ein Analyst der NSA, eine Gruppe &#8211; nicht nur einer, sondern ein kleines Team &#8211; bereits wu\u00dfte, da\u00df der 11. September passieren w\u00fcrde, und einen Bericht dar\u00fcber ver\u00f6ffentlichen wollte, aber vom NSA-Direktor, Michael V. Hayden, daran gehindert wurde. Ich w\u00fcnschte, ich k\u00f6nnte Ihnen sagen, warum; ich habe viele Vermutungen, aber das ist ein Thema f\u00fcr ein anderes Mal.<\/p>\n<p><i><b>Frage:<\/b><\/i> Was war <i>ThinThread<\/i>?<\/p>\n<p><i><b>Wiebe: <\/b><\/i><i>ThinThread<\/i> begann in einer kleinen Forschungsorganisation mit etwa zw\u00f6lf Personen als ein Experiment. Immer wenn man ein technisches Problem zu l\u00f6sen hat, versammelt man ein paar gute Leute und spricht \u00fcber M\u00f6glichkeiten, wie man versuchen kann, es anzupacken, und erst gibt es viele Mi\u00dferfolge, und dann beginnt man in kleinen Schritten erfolgreich zu sein. Und so haben wir unser Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr vertieft, wie man das Internet als Informationsquelle nutzen kann.<\/p>\n<p>Wie ich schon sagte, gab es drei Hauptprobleme, die wir l\u00f6sen mu\u00dften: Es gibt die Geschwindigkeit &#8211; das Material bewegt sich in Echtzeit entlang eines Drahtes; und es gibt viel Abwechslung darin &#8211; es gibt Texte, Sprache, Video, dies und das, und verschiedene Schichten des Internets, die sieben OSI-Schichten. Welche dieser Schichten ist wichtig f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung? Welche nicht so sehr, vor allem, wenn man nur wenig Dollars hat und versucht, einen Durchbruch in der Forschung zu erzielen, wo wird man diese Dollars im Internet gegen was einsetzen?<\/p>\n<p>Und dann ist die Datenmenge horrend, es ist also wie der Versuch, aus einem Feuerwehrschlauch zu nippen: Wie extrahiert man Daten auf intelligente Weise und ohne seine Datenbank zu \u00fcberfluten? Ich denke, was sie im Sigint [Signals Intelligence] Automated Research Center, SARC, wie wir es nannten, gemacht haben, war absolut erstaunlich.<\/p>\n<p><i>ThinThread<\/i> war im wesentlichen eine Methode, Daten in Echtzeit aus dem Internet zu extrahieren &#8211; normale Echtzeit, es gab eine leichte Pufferung. Und sie zu sortieren: Wir durften keine Kommunikation von US-Quellen, von US-B\u00fcrgern, sammeln, und so mu\u00dften wir das Adressierungssystem, die IP-Zuweisungen verstehen, um einen Filter zu bauen, der alle Daten, die aufgrund des Gesetzes und der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Rechte der Amerikaner nicht \u00fcberwacht werden d\u00fcrfen, abschirmen w\u00fcrde &#8211; aber andere Dinge zulassen, die \u201eFreiwild\u201c waren, mit anderen Worten, alle anderen Kommunikationen, au\u00dferhalb der USA, alle ausl\u00e4ndischen Kommunikationen, denn das ist die Charta der NSA als Auslandsgeheimdienst.<\/p>\n<p>Und wenn dann man diese Daten gesammelt hat, reicht das noch nicht. Jetzt hat man also einen Haufen Daten, aber man mu\u00df sie sortieren, organisieren und die Punkte verbinden, wo es m\u00f6glich ist, so da\u00df das Gesamtbild verstanden wird. Der Name <i>ThinThread,<\/i> \u201ed\u00fcnner Faden\u201c, ist also ein bi\u00dfchen eine falsche Bezeichnung, und wenn Sie mit dem Entwickler von <i>ThinThread<\/i>, Ed Loomis, sprechen, wird er Ihnen sagen, da\u00df es sich um eine v\u00f6llige Fehlbezeichnung handelt! Aber weil die Presse diesen Namen aufgegriffen hat, war Bill wie andere der Meinung, da\u00df er sich, anstatt die lange Erkl\u00e4rung durchzugehen, wie sich <i>ThinThread<\/i> vom analytischen Backend unterscheidet, und da\u00df es andere Namen f\u00fcr diese Programme gibt, die Bill entwickelt hat, einfach mit <i>ThinThread<\/i> abgefunden hat &#8211; weil es nun einmal \u00f6ffentlich bekannt war und ihn nicht auf einen potentiell heiklen Pfad f\u00fchren w\u00fcrde, wenn Systeme immer noch in Gebrauch sind und man nicht will, da\u00df die Namen dieser Programme \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p><i>ThinThread<\/i> ist also technisch gesehen nur der Datensammler, wenn Sie so wollen, und ein Datensortierer in Bezug darauf, was legal ist und was nicht. Und eine W\u00f6rterbuch-Suchmaschine, die in E-Mails und\/oder Anh\u00e4ngen nach Themen sucht und auf eine Liste von Schl\u00fcsselw\u00f6rtern trifft, die die Interessen der Analytik widerspiegeln. Interessante Themen.<\/p>\n<p>Und dann werden diese Filter in diesen Datenstrom gesetzt, um das herauszufiltern, was es wert ist, angeschaut zu werden, und dann werden diese Mitteilungen in ein \u201e<i>connect-the-dots<\/i>\u201c-System gesetzt, so da\u00df, wenn Jos\u00e9 mit Dennis spricht, man die Verbindung zwischen ihren beiden Mails oder Telefonaten oder was auch immer sehen kann. Man mu\u00df die Dinge miteinander verkn\u00fcpfen, damit man eine Aktivit\u00e4t verstehen und sehen kann, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt daran beteiligt ist.<\/p>\n<p>Das gibt Ihnen also ein wenig einen Eindruck von <i>ThinThread<\/i>, und es war der anf\u00e4ngliche Durchbruch in der F\u00e4higkeit, sich einen gro\u00dfen Teil &#8211; einen ziemlich gro\u00dfen und wie ich meine, angemessen gro\u00dfen Teil &#8211; des Internets vorzunehmen und zu nutzen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede von Bill Binney lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p><i><b>Frage: <\/b><\/i>Die Cyber-\u201ePers\u00f6nlichkeit\u201c Guccifer 2 behauptete, das Democratic National Committee [DNC] gehackt zu haben. Dar\u00fcber hinaus ist Guccifer 2 die angebliche \u201erussische Verbindung\u201c, die eine Einmischung in die amerikanische Pr\u00e4sidentschaftswahl 2016 beweisen soll. Wer oder was ist Guccifer 2?<\/p>\n<p><i><b>Bill Binney:<\/b><\/i> Bei den Guccifer-Daten, die wir uns angesehen haben, haben wir klar gezeigt, da\u00df die Geschwindigkeiten beim Herunterladen dieser Daten auf einen USB-Stick erreicht werden k\u00f6nnen, da\u00df es aber unm\u00f6glich war, diese Daten \u00fcber das Internet nach Ru\u00dfland oder irgendwo sonst au\u00dferhalb der Vereinigten Staaten zu senden &#8211; oder vielerorts sogar innerhalb der Vereinigten Staaten. Sie konnten sie nicht erreichen, weil sie nicht \u00fcber die notwendigen Hochgeschwindigkeitsleitungen verf\u00fcgen, um solche \u00dcbertragungsraten zu erreichen. Das haben wir bewiesen.<\/p>\n<p>Wir haben nicht nur die Geschwindigkeiten belegt, wir haben auch gezeigt, da\u00df man sie [im Internet] nicht erreichen konnte. Wir haben versucht, unseren Transfer von Albanien, von den Niederlanden und vom Vereinigten K\u00f6nigreich aus durchzuf\u00fchren. Je weiter \u00f6stlich wir kamen, desto weniger Geschwindigkeit erreichten wir. Wir konnten die h\u00f6heren Geschwindigkeiten im Osten nicht erreichen, sie sank immer mehr.<\/p>\n<p>Danach sahen wir uns auch die Daten an, die Guccifer 2 am 15. Juni, am 5. Juli und am 1. September ver\u00f6ffentlicht hat. Die beiden Dateien, die er am 1. September und am 5. Juli 2016 ver\u00f6ffentlichte, passen, wenn man sie anschaut und nur auf die Minuten, Sekunden und Millisekunden achtet, zusammen wie ein gemischtes Kartenspiel. Das bedeutet, da\u00df der Kerl mit den Daten herumgespielt hat. Er machte einen Download, teilte ihn in zwei Dateien auf und nahm bei Teilen eine \u00c4nderung am Datum und eine \u00c4nderung bei der Stunde vor. Bei den Minuten konnte er das nicht machen, weil es viele Minuten \u00fcberlappte, und bei den Sekunden oder Millisekunden konnte er es nicht machen, weil es zu viele davon gab. Deshalb konnte er nur eine \u00c4nderung beim Datum und bei der Stunde vornehmen, was er offenbar auch getan hat, weil sich diese beiden Dateien nahtlos zu einer einzigen verbinden lassen. Das hei\u00dft, er hat an den Daten herummanipuliert.<\/p>\n<p>Am 15. Juni ver\u00f6ffentlichte er dann einige Artikel, die zeigten, da\u00df die Dateien \u201erussische Fingerabdr\u00fccke\u201c enthielten. Unsere Mitglieder, die mit uns in Gro\u00dfbritannien recherchierten, sahen sich diese Daten an und stellten fest, da\u00df f\u00fcnf dieser Dateien auch in der Wikileaks-Dokumentation der Podesta-E-Mails zu finden waren, die, glaube ich, am 21. September ver\u00f6ffentlicht wurde; das war zumindest der Zeitpunkt, an dem sie sie hatten. Der entscheidende Punkt war, da\u00df diese Dateien, die in der Wikileaks-Publikation waren, <i>keine<\/i> russischen Fingerabdr\u00fccke hatten. Das bedeutete also, da\u00df Guccifer 2 diese Fingerabdr\u00fccke eingef\u00fcgt hat.<\/p>\n<p>Dann gingen wir zur\u00fcck zum <i>Vault-7<\/i>-Material. In diesem Vault-7-Material stand, da\u00df <i>Marble Framework<\/i> ein Programm war, das es so aussehen l\u00e4\u00dft, als h\u00e4tten andere L\u00e4nder das Hacken durchgef\u00fchrt, obwohl in Wirklichkeit die CIA das Hacken durchgef\u00fchrt hat. Sie waren in der Lage, die Russen, Chinesen, Nordkoreaner, Iraner oder Araber zu imitieren oder es so aussehen zu lassen, als h\u00e4tten die Russen, Chinesen, Nordkoreaner, Iraner oder Araber den Cyberangriff durchgef\u00fchrt. Sie konnten also jeden angreifen und Fingerabdr\u00fccke hinterlassen, die es so aussehen lassen, als h\u00e4tte es jemand anderes getan.<\/p>\n<p>Wenn man sich das anschaut, bedeutete das f\u00fcr uns, da\u00df Guccifer 2 eine Art Programm oder Verfahren benutzt hat, um diese Fingerabdr\u00fccke in die Daten des DNC einzuf\u00fcgen. Dar\u00fcber hinaus hie\u00df es dort im Vault-7-Material, da\u00df das <i>Marble Framework<\/i>-Programm 2016 einmal verwendet wurde. Nun, wir glauben, da\u00df wir es gefunden haben. Das sagt uns, da\u00df alle Beweise, die wir von au\u00dfen forensisch zusammengetragen haben, auf die CIA als Ursprung von Guccifer 2 hindeuten.<\/p>\n<p>Die ganzen Behauptungen \u00fcber Sie und die Russen und alle anderen haben also zun\u00e4chst einmal eine falsche Pr\u00e4misse. Alle Gr\u00fcnde, die sie daf\u00fcr anf\u00fchrten, da\u00df sie hinter Ihnen &#8211; und auch hinter General Flynn &#8211; her waren, waren also meiner Meinung nach das, was Anw\u00e4lte \u201eFr\u00fcchte des vergifteten Baumes\u201c nennen: Sie haben es arrangiert, sie haben es manipuliert, sie haben es erfunden und sie haben es ausgef\u00fchrt. Gegen Sie und General Flynn, und sie haben versucht, auch uns nach dem Spionagegesetz ins Gef\u00e4ngnis zu bringen, indem sie Beweise gegen uns fabriziert haben. Wie soll man also dem FBI ernsthaft vertrauen, bis Barr und Durham die Sache wirklich bereinigt haben?<\/p>\n<p><i><b>Frage:<\/b><\/i> Was bedeutet der Aufstieg des \u201eillegalen \u00dcberwachungsstaates\u201c f\u00fcr die Amerikaner und f\u00fcr die Welt? Was mu\u00df dagegen unternommen werden?<\/p>\n<p><i><b>Binney: <\/b><\/i>Wir Amerikaner sollten wirklich besorgt sein \u00fcber die Massenerfassung von Daten durch die NSA und die \u201eF\u00fcnf Augen\u201c und die anderen L\u00e4nder in der ganzen Welt, denn sie erfa\u00dft alles, was jeder Mensch auf der Welt elektronisch tut, und verfolgt Sie, wo immer Sie sich befinden, w\u00e4hrend Sie sich bewegen, jeden Tag, jede Minute. Das bedeutet, da\u00df sie r\u00fcckwirkend alles analysieren k\u00f6nnen, was Sie in den letzten mindestens 19 Jahren getan haben.<\/p>\n<p>Das ist schon passiert. Es wird gegen Menschen eingesetzt, um sie davon abzuhalten, etwas zu tun, was die Regierung nicht will &#8211; zum Beispiel, als Elliot Spitzer gegen die Banker an der Wall Street vorging und versuchte, sie vor Gericht zu bringen, weil sie in der Finanzkrise 2007-08 Menschen betrogen haben. Sie benutzten diese Daten, um etwas gegen ihn zu finden, um ihn unter Druck zu setzen und ihn loszuwerden.<\/p>\n<p>Der Punkt ist: Wenn diese Daten den Regierungen oder \u00fcberhaupt Menschen im allgemeinen verf\u00fcgbar sind, dann werden sie fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die Macht, die sie haben, nutzen &#8211; und sie werden sie gegen Sie benutzen.<\/p>\n<p>Es gibt Wege, dies zu beheben. Der Weg dahin besteht darin, sie zu einem konzentrierten, disziplinierten, zielgerichteten Vorgehen zu zwingen &#8211; so wie es die Polizei tut, wenn sie ein Verbrechen untersucht. Sie m\u00fcssen dann nur die deduktive, induktive und abduktive Logik anwenden, um Menschen, die mit B\u00f6sewichtern in Verbindung stehen oder von denen bekannt ist, da\u00df sie B\u00f6sewichter sind &#8211; aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, kriminelle Aktivit\u00e4ten oder Staatschefs von L\u00e4ndern, Regierungen oder Milit\u00e4rs -, um diese Leute unter die Lupe zu nehmen und sich auf sie und ihre unmittelbaren Kontakte zu konzentrieren, als Grundlage f\u00fcr die Untersuchung von Inhalten und von Metadaten.<\/p>\n<p>Dann mu\u00df man dar\u00fcber hinausschauen zur n\u00e4chsten Stufe &#8211; solange man keine Firma oder Regierungsbeh\u00f6rde einsetzt, die das auf eine riesige Anzahl von Menschen ausweitet, die damit gar nichts zu tun haben.<\/p>\n<p>Auf diese Weise h\u00e4tte man mit diesem Ansatz praktisch alle Terroranschl\u00e4ge und alle kriminellen Aktivit\u00e4ten vor dem 11. September 2001, am 11. September und nach dem 11. September gefunden, und er w\u00fcrde auch jetzt noch funktionieren.<\/p>\n<p>Das Problem ist jetzt, da\u00df sie viel zu viele Daten haben. Sie benutzen eine W\u00f6rterbuch-Auswahl als eine M\u00f6glichkeit dazu, sie suchen nach Worten, S\u00e4tzen und so weiter. Und wenn man sich die riesigen Datenmengen ansieht, die sie sammeln &#8211; da werden die Leute mit einer solchen Unmenge an Material \u00fcbersch\u00fcttet, da\u00df sie gar nicht mehr sehen, welche Bedrohungen auf sie zukommen, und sie sind dann nicht mehr handlungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Deshalb passieren die Anschl\u00e4ge, Menschen sterben, und hinterher r\u00e4umen sie dann das Chaos wieder auf, und dann gehen sie hin und sehen nach, sobald sie wissen, wer es getan hat, dann k\u00f6nnen sie sich alle Daten ansehen, die sie \u00fcber ihn gesammelt haben. Aber das ist eine Aufgabe f\u00fcr die Forensik, keine Aufgabe f\u00fcr die Geheimdienste.<\/p>\n<p>Die Idee ist dabei folgende: Man nutzt auch Dinge wie induktive Logik, wo man sich Menschen anschaut, die bestimmte Seiten im Internet besuchen &#8211; wenn die sich Seiten anschauen, die P\u00e4dophilie, Gewalt gegen den Westen, krimineller Aktivit\u00e4t irgendwelcher Art bef\u00fcrworten. Dann ist das ein Hinweis darauf, da\u00df sie sich in der, wie ich es nenne, \u201eVerdachtszone\u201c befinden. Und das ist es, was die Leute untersuchen m\u00fcssen, um zu sehen, ob sie tats\u00e4chlich an Verbrechen verstrickt sind. Wenn das der Fall ist, kann man Informationen zusammentragen, die einen Haftbefehl rechtfertigen, und zwar auf der Grundlage des hinreichend verd\u00e4chtigen Verhaltens in den Gruppen, in die sie verwickelt sind. Und das kann man l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Das w\u00fcrde jedem in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt seine Privatsph\u00e4re zur\u00fcckgeben. Und gleichzeitig sch\u00fcfe es ein reichhaltiges Umfeld, auf das Geheimdienstanalytiker und die Polizei schauen k\u00f6nnten, um Probleme zu l\u00f6sen und Angriffe zu verhindern.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen Sie hier die Rede von Kirk Wiebe (USA), ehemaliger leitender Analyst, Nationale Sicherheitsbeh\u00f6rde (NSA) und William Binney (USA), ehemaliger Technischer Direktor, Nationale Sicherheitsbeh\u00f6rde (NSA) w\u00e4hrend der internationalen Internet-Konferenz \u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-62407","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62407"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62753,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62407\/revisions\/62753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}