{"id":62390,"date":"2020-09-11T11:06:07","date_gmt":"2020-09-11T09:06:07","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?page_id=62390"},"modified":"2020-09-13T18:14:08","modified_gmt":"2020-09-13T16:14:08","slug":"james-jatras-amerikas-schwindende-chance-fuer-ein-globales-gleichgewicht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/james-jatras-amerikas-schwindende-chance-fuer-ein-globales-gleichgewicht\/","title":{"rendered":"James Jatras: \u201eWarum bauen wir nicht unsere eigenen \u201eBelt and Road\u201c-Initiativen?\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Sehen Sie hier die Rede von James Jatras (USA), Ehemaliger Berater, F\u00fchrung der Republikaner im US-Senat w\u00e4hrend der internationalen Internet-Konferenz <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/08\/13\/conference-war-drive-towards-armageddon-or-a-new-paradigm-among-sovereign-nations-united-by-the-common-aims-of-mankind\/\" target=\"_blank\">\u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Amerikas schwindende Chance f\u00fcr ein globales Gleichgewicht\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/OW5BYxT1Tdg?start=46&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Die Rede lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>\u201eWarum bauen wir nicht unsere eigenen \u201eBelt and Road\u201c-Initiativen?\u201c<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von James Jatras<\/p>\n<p class=\"vor\">James Jatras war Berater der F\u00fchrung der Republikaner im US-Senat. Bei der Online-Konferenz des Schiller-Instituts hielt er am 5. September 2020 den folgenden Vortrag.<\/p>\n<p>Mein Name ist Jim Jatras, ich bin pensionierter US-Diplomat und ehemaliger politischer Berater der republikanischen F\u00fchrung des US-Senats. Ich f\u00fchle mich geehrt, heute eingeladen zu sein, auf dieser Konferenz des Schiller-Instituts \u00fcber die Zukunft zu sprechen, die wir international erwarten k\u00f6nnen, und die wir angesichts der sehr, sehr gef\u00e4hrlichen Situation, in der sich die Welt und unser Land jetzt befinden, anstreben wollen. Ich m\u00f6chte dem Schiller-Institut und den LaRouche-Organisationen, insbesondere Frau Helga Zepp-LaRouche, f\u00fcr die Einladung zur Teilnahme danken, zusammen mit meinen guten Freunden Edward Lozansky, Martin Sieff und vielen anderen angesehenen Rednern.<\/p>\n<p>Ich glaube, es ist nicht unbedingt angemessen, sich bei einer Versammlung wie dieser zu parteiisch zu \u00e4u\u00dfern, aber ich halte es f\u00fcr angemessen, darauf hinzuweisen, da\u00df es in unserem Land im November um eine Richtungswahl geht. Und nat\u00fcrlich hei\u00dft es jedes Mal, da\u00df dies die wichtigste Wahl unseres Lebens ist, und vielleicht ist das auch so, aber ich denke, nur sehr wenige Menschen sind sich dar\u00fcber im Klaren, was bei den Wahlen im November auf dem Spiel steht.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite haben wir jemanden wie Joe Biden, der w\u00e4hrend der vielen, vielen Jahrzehnte, die er im US-Senat war, und sp\u00e4ter als Vizepr\u00e4sident \u2013 wo er \u00fcbrigens eine entscheidende Rolle beim Angriff auf Libyen gespielt hat \u2013 f\u00fcr jeden Krieg eingetreten ist, in den dieses Land verwickelt war, insbesondere in der Zeit nach dem Kalten Krieg. In den 1990er Jahren, als er Senator war und ich damals im Senat arbeitete, war er auf demokratischer Seite einer der wichtigsten F\u00fcrsprecher unserer Beteiligung an den Balkankriegen. Und dann war er nat\u00fcrlich auch ein starker Bef\u00fcrworter des Krieges gegen den Irak im Jahr 2003 unter der Bush-Regierung, wo er zusammen mit Hillary Clinton ma\u00dfgeblich dazu beigetragen hat, die Stimmen der Demokraten f\u00fcr dieses fehlgeleitete Unternehmen zu gewinnen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite steht Pr\u00e4sident Donald Trump, der 2016 in seinem Wahlprogramm forderte, die endlosen Kriege zu beenden, in die wir uns w\u00e4hrend dieser Jahrzehnte verstrickt haben, und auch mit Ru\u00dfland und China zurechtzukommen, um in einer konstruktiven Weltordnung zuerst den Interessen des amerikanischen Volkes zu dienen, und nicht diesem sinnlosen und letztlich selbstm\u00f6rderischen Streben nach globaler Vorherrschaft \u2013 was Bill Kristol und Bob Kagan 1996 als \u201ewohlwollende globale Hegemonie\u201c bezeichneten: die Idee, da\u00df es die Mission, die Pflicht, das Recht der Vereinigten Staaten als Hypermacht, als unipolare Macht sei, dem Rest der Welt ihren Willen aufzuzwingen.<\/p>\n<p>Das ist leider immer noch die schwierige Wahl, vor der wir heute stehen, obwohl Donald Trump seine Versprechen im Gro\u00dfen und Ganzen nicht eingehalten hat. Ich geh\u00f6re nicht zu den Leuten, die sagen: \u201eO, er war ein Schwindler, er vertritt auch nur die gleichen Interessen wie alle anderen. Es war alles Lug und Trug.\u201c Ich glaube schon, da\u00df er in seinem Herzen und selbst bei vielem von dem, was er sagt, die Versprechen, die er abgegeben hat, auch einhalten m\u00f6chte. Beispielsweise haben Ed [Lozansky] und ich und viele andere vorgeschlagen, da\u00df er sich unbedingt mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Putin, dem chinesischen Pr\u00e4sidenten Xi und vielleicht auch dem indischen Premierminister Modi zusammensetzen m\u00fc\u00dfte, um eine stabile Weltordnung zu schaffen \u2013 eine Verst\u00e4ndigung zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten dar\u00fcber, wie wir konstruktiv voranschreiten k\u00f6nnen in eine positivere Zukunft f\u00fcr die \u00fcbrige Menschheit, anstatt weiter den Weg der Konfrontation zu beschreiten, die am Ende nur zu einem Konflikt f\u00fchren kann, dessen Folgen buchst\u00e4blich unabsehbar sind.<\/p>\n<p>Ich hoffe also, da\u00df er die bevorstehende Gelegenheit der UN-Vollversammlung nutzen wird, um sich mit seinen russischen, chinesischen und indischen Amtskollegen zu treffen; wenn nicht, dann sollte er versuchen, sobald wie m\u00f6glich einen Gipfel anzusetzen, falls er \u2013 zumindest aus meiner Sicht hoffentlich \u2013 diese Wahl gewinnt, und dann gibt es eine gewisse Hoffnung f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>Ich denke, wenn man sich das Scheitern seiner Regierung in ihren Versprechungen ansieht \u2013 und ich denke, das ist etwas, wof\u00fcr Bill Binney absolut gro\u00dfartige Arbeit geleistet hat \u2013, dann ist ein Teil der Erkl\u00e4rung hierf\u00fcr, da\u00df der ganze Druck des Tiefen Staats und seiner F\u00f6rderer in der Wirtschaft daran schuld ist, da\u00df keine solche Ann\u00e4herung zwischen den Vereinigten Staaten, Ru\u00dfland und China stattfinden kann.<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck war dabei die L\u00fcge \u00fcber russische Einmischung und Absprachen mit Ru\u00dfland, wonach Ru\u00dfland E-Mails vom Server des DNC gestohlen habe \u2013 ganz abgesehen davon, da\u00df niemand die Wahrheit dessen bestreitet, was in diesen E-Mails stand, da\u00df n\u00e4mlich der DNC seinen Daumen auf die Waagschale gelegt hat, um sicherzustellen, da\u00df Hillary und nicht Bernie Sanders Kandidat sein w\u00fcrde. Niemand bestreitet das. Ich wei\u00df nicht, ob irgendjemand etwas dagegen einzuwenden hat, da\u00df der \u00d6ffentlichkeit wahre Informationen dar\u00fcber zug\u00e4nglich gemacht werden, wie korrupt mindestens eine der Parteien ist (obwohl ich, offen gesagt, nicht glaube, da\u00df die andere Partei viel besser ist). Aber es ist unbestreitbar, wie Herr Binney gezeigt hat, da\u00df es gar kein Hacken gab! Es gab keinen Diebstahl von DNC-Mails von au\u00dfen, denn sie wurden mit Geschwindigkeiten heruntergeladen, die von au\u00dfen unm\u00f6glich gewesen w\u00e4ren; also mu\u00df jemand <i>innerhalb<\/i> des DNC, eine undichte Stelle, t\u00e4tig gewesen sein, denn es handelte sich nicht um einen Download von au\u00dfen von irgendeiner feindlichen, fremden Quelle.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, da\u00df es Leute meiner Sichtweise gibt, die sagen: \u201eDas ist ja alles entlarvt worden, Russiagate ist vollst\u00e4ndig erledigt.\u201c Aber wir leben heute in einer faktenfreien Gesellschaft, in einer Zirkuswelt, in der Fakten nicht mehr wirklich eine Rolle spielen. Die Fakten, wie Herr Binney und andere sie aufgezeigt haben, liegen seit mehreren Jahren vor \u2013 und es k\u00fcmmert niemanden! Die Medien wiederholen immer noch die gleichen L\u00fcgen, die Band spielt weiter, die Demokraten erheben die gleichen Anschuldigungen, und sogar die meisten Republikaner erheben genauso die gleichen Vorw\u00fcrfe der sogenannten \u201erussischen Einmischung\u201c.<\/p>\n<p>Letzten Endes ist die traurige Tatsache, da\u00df Herr Trump den Apparat seiner eigenen Regierung nicht wirklich unter Kontrolle hat, da\u00df die gleichen Akteure, die gleiche Politik, der gleiche st\u00e4ndige Drang nach globaler Vorherrschaft gegen zwei andere Gro\u00dfm\u00e4chte \u2013 Ru\u00dfland und China \u2013 weiter besteht. Es gibt den Versuch, den Iran auszuschalten, als ein weiteres Land, das eine von den USA unabh\u00e4ngig Politik betreibt und sich der eurasischen Integration verpflichtet f\u00fchlt. Wir sollten nicht versuchen, die eurasische Integration zu untergraben durch endlose Kriegsdrohungen, Sanktionen und Umst\u00fcrze \u2013 und ich m\u00f6chte noch hinzuf\u00fcgen, da\u00df mir das, was in Xinjiang im Namen der Uiguren gesch\u00fcrt wird, wie ein Dschihad erscheint. Ja, ich bin sicher, es gibt einige ziemlich unangenehme Dinge, die die Chinesen tun, aber die Chinesen nehmen ihre Sicherheit sehr ernst, und wenn jemand dort eine Art Dschihad-Bewegung unterst\u00fctzt, werden die Chinesen darauf sehr scharf reagieren. Nichts davon dient dem amerikanischen Interesse.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach w\u00e4re die eurasische Integration eine gute Sache. Die Fertigstellung der Nord-Stream-2-Pipeline w\u00e4re eine gute Sache. Die einzige Frage f\u00fcr uns als Amerikaner sollte sein: \u201eWarum tun wir nicht dasselbe? Warum bauen wir hier in der westlichen Hemisph\u00e4re nicht unsere eigenen Belt- and Road-Initiativen? Warum verbinden wir sie nicht mit Eurasien, \u00fcber die Beringstra\u00dfe, wie Lyndon LaRouche vor Jahrzehnten vorgeschlagen hat?\u201c<\/p>\n<p>Ich denke, es gibt viel sehr Positives, \u00fcber das Pr\u00e4sident Trump mit seinen russischen, chinesischen und indischen Amtskollegen sprechen m\u00fc\u00dfte. Ich hoffe, da\u00df sich die politischen Umst\u00e4nde so entwickeln, da\u00df er dazu in der Lage ist, um tats\u00e4chlich konstruktiv mit einer solchen Agenda voranzukommen. Aber leider f\u00fcrchte ich, wenn die Wahl in die andere Richtung geht und wir Herrn Biden und Kamala Harris bekommen \u2013 tats\u00e4chlich mehr Kamala Harris als Biden, die, denke ich, das Heft in der Hand hat \u2013 und Leute wie Nicholas Burns im Au\u00dfenministerium und Evelyn Farkas im Pentagon, was, wie mir meine Quellen sagen, \u201ebeschlossene Sache\u201c ist, wenn Herr Biden und Senatorin Harris gewinnen &#8211; dann befinden wir uns auf einem unausweichlichen Weg zu einem gro\u00dfen Weltbrand.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte nicht mehr auf dem Spiel stehen, und ich denke, die Organisatoren dieser Konferenz haben zumindest die Hoffnung auf eine konstruktivere und friedlichere Agenda f\u00fcr die Welt zur Sprache gebracht.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen Sie hier die Rede von James Jatras (USA), Ehemaliger Berater, F\u00fchrung der Republikaner im US-Senat w\u00e4hrend der internationalen Internet-Konferenz \u201eKriegstreiberei bis zum Armageddon oder ein neues Paradigma souver\u00e4ner Nationen, geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit?\u201c \u00a0 \u00a0 Die Rede lesen \u201eWarum bauen wir&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-62390","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62390"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62390\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62534,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62390\/revisions\/62534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}