{"id":56471,"date":"2019-11-21T04:40:41","date_gmt":"2019-11-21T03:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/the-future-of-humanity-as-a-creative-species\/"},"modified":"2020-12-11T04:40:21","modified_gmt":"2020-12-11T09:40:21","slug":"the-future-of-humanity-as-a-creative-species","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/the-future-of-humanity-as-a-creative-species\/","title":{"rendered":"Die Zukunft der Menschheit als kreative Gattung im Universum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-56310 size-large\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC02334-1024x512.jpg\" alt=\"DSC02334\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC02334-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC02334-300x150.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DSC02334-768x384.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2>Konferenz des Schiller-Instituts zum Gedenken an Lyndon LaRouche (1922-2019)<\/h2>\n<p class=\"sub-title-empty\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"A Time of Strategic Upheaval: Will Europe Be Able to Help Shape the New Paradigm? \u2014 Panel 1\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/UsH88JoVX0U?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>(Das Video ist auf englisch, die deutschen \u00dcbersetzungen werden ver\u00f6ffentlicht, sobald sie verf\u00fcgbar sind)<\/p>\n<div class=\"info-box\">\n<h3 class=\"info-box-title\" style=\"\"><strong>Appell an Pr\u00e4sident Donald Trump: \u201eGeben Sie der Welt Gerechtigkeit, rehabilitieren Sie Lyndon LaRouche!\u201c<\/strong><\/h3>\n<div class=\"info-box-content\" style=\"\">\n<p>\u00dcber 300 Teilnehmer aus mehr als 30 L\u00e4ndern auf vier Kontinenten, die am 16. und 17. November 2019 an der Konferenz teilnahmen, beschlossen per Akklamation den folgenden Aufruf:<\/p>\n<p>\u201eIn einzigartigen Momenten der Geschichte kann eine einzige entschlossene Handlung Gerechtigkeit f\u00fcr eine ganze Epoche und f\u00fcr alle Nationen bewirken. Der universelle Dichter der Freiheit, Friedrich Schiller, l\u00e4\u00dft in seinem Meisterwerk\u00a0<em>Don Carlos<\/em>\u00a0den Marquis Posa K\u00f6nig Philipp dr\u00e4ngen: \u201eWerden Sie von Millionen K\u00f6nigen ein K\u00f6nig\u201c, n\u00e4mlich indem er den Niederlanden und ganz Europa Gerechtigkeit bringt.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Trump, es ist an der Zeit, Lyndon H. LaRouche, der durch einen Schauproze\u00df von 1989-1994 zu Unrecht inhaftiert war, posthum zu rehabilitieren. Dies fordert sowohl die Gerechtigkeit f\u00fcr den Menschen als auch die Gerechtigkeit f\u00fcr seine Ideen. Alle unsere Nationen, und besonders unsere zuk\u00fcnftigen Generationen, brauchen ungehinderten Zugang zu LaRouches einzigartigen Entdeckungen in der physischen \u00d6konomie, zu seinen Beitr\u00e4gen zur klassischen Kultur und den Naturwissenschaften, zu seiner Politik f\u00fcr Infrastruktur-Gro\u00dfprojekte und f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung &#8211; und diesen Zugang erm\u00f6glicht nur die Beendigung der jahrzehntelangen Verleumdungen und Verzerrungen, nur seine Rehabilitierung.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen, existentiellen Krisen in unseren Nationen und der Welt und die einzigartigen Beitr\u00e4ge, die LaRouches Ideen zu ihrer L\u00f6sung leisten k\u00f6nnen, veranlassen uns, dringend Lyndon LaRouches Rehabilitierung zu fordern.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/forms.sbc35.com\/5f95e7f611ce6217f492b9ad\/TAaV__kiQRCOJjTAY_mWmg\/jlUq1mjqRKapb89JOnHiGw\/form.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Den Aufruf zur Rehabilitierung Lyndon LaRouches k\u00f6nnen Sie hier unterzeichnen.<\/a>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>W\u00e4hrend die Weltpresse von der emp\u00f6renden und offensichtlich betr\u00fcgerischen Amtsenthebungsuntersuchung beherrscht ist, die in den USA von den Demokraten im Repr\u00e4sentantenhaus und korrupten Geheimdienstleuten und Diplomaten der gescheiterten Pr\u00e4sidenten George Bush und Barack Obama betrieben wird, versammelte das Schiller-Institut \u00fcber 300 \u201ePatrioten und Weltb\u00fcrger\u201c (wie Schiller den wahren Staatsb\u00fcrger definiert) zu einer internationalen Konferenz unter dem Titel, \u201eDie Zukunft der Menschheit als sch\u00f6pferische Gattung im Universum\u201c, die dem Andenken und den lebendigen Ideen von Lyndon LaRouche gewidmet war.<\/p>\n<p>Die Hauptrede der Konferenz hielt die Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, zu den zahlreichen Rednern geh\u00f6rten u.a. Wang Weidong, Gesandter-Botschaftsrat und Leiter der Abteilung f\u00fcr Handel und Gewerbe an der chinesischen Botschaft in Deutschland, Natalja Witrenko, Vorsitzende und ehemalige Pr\u00e4sidentschaftskandidatin der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine, Professor Andrej Ostrowskij, Vizedirektor des Instituts f\u00fcr Fernoststudien der Russischen Akademie der Wissenschaften, Jozef Miklosko, ehemaliger stellvertretender Ministerpr\u00e4sident der Tschechoslowakei, Theo Mitchell, ehemaliger Landessenator von S\u00fcd-Carolina, und Nino Galloni, ehemaliger Generaldirektor des italienisschen Haushalts- und Arbeitsministeriums. Weitere Beitr\u00e4ge kamen von Mitgliedern und Freunden des Schiller-Instituts aus den USA, Griechenland, Frankreich, Irak und Jemen. Am ersten Abend der zweit\u00e4gigen Veranstaltung fand ein Konzert mit Musik von Beethoven, Schumann und Schubert statt, das dem Andenken Lyndon LaRouches gewidmet war.<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Artikel weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Mit LaRouches Ideen ins neue Paradigma<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Die erste Vortragsrunde zum Thema \u201eEine Zeit des strategischen Umbruchs: Schafft es Europa, das neue Paradigma der Neuen Seidenstra\u00dfe mitzugestalten?\u201c wurde musikalisch er\u00f6ffnet mit \u201eEt incarnatus est\u201c aus Mozarts c-moll-Messe.<\/p>\n<p>Dann hielt Helga Zepp-LaRouche, die Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts, die Er\u00f6ffnungsrede. Vor dem Hintergrund eines Putschversuchs in den Vereinigten Staaten gegen den gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten und von Szenarien f\u00fcr Regimewechsel in Hongkong, Bolivien und anderen L\u00e4ndern sei es \u00e4u\u00dferst dringlich, daran zu erinnern, da\u00df LaRouche immer darauf bestanden hat, da\u00df die Menschheit eine neue Denkweise annehmen mu\u00df. Es ist, wie LaRouche immer betont hat, ein Kampf der Ideen &#8211; ein Kampf zwischen dem Alten und dem Neuen Paradigma.<\/p>\n<p>Die Kollapsdynamik des westlichen, monetaristischen Systems hatte LaRouche schon im August 1971 vorhergesagt: Entweder werde es zu einer globalen Depression und Faschismus kommen &#8211; oder zu einer neuen, gerechten Weltwirtschaftsordnung. Gl\u00fccklicherweise entwickeln sich nun Institutionen wie BRI, BRICS, SCO, die das Potential haben, die Geopolitik ein f\u00fcr allemal zu besiegen. LaRouches Methode weise den Weg zum Neuen Paradigma.<\/p>\n<p>Heute sei der Werkzeugkasten der Monetaristen leer, der einzige Ausweg aus der Kollapsdynamik, die LaRouche 1995 in seiner ber\u00fchmten \u201eTripelkurve\u201c veranschaulichte, seien LaRouches \u201eVier Gesetze\u201c, die weltweit umgesetzt werden k\u00f6nnen, sobald der laufende Putschversuch in den Vereinigten Staaten besiegt ist. Pr\u00e4sident Trumps Vorstellungen st\u00fcnden v\u00f6llig im Einklang mit dem Geist der Neuen Seidenstra\u00dfe, und um sie vollst\u00e4ndig zu verwirklichen, m\u00fc\u00dften die USA ein Teil davon werden.<\/p>\n<p>Seit Xi Jinping 2013 die Strategie der Neuen Seidenstra\u00dfe verk\u00fcndete, gebe es immense Anstrengungen Chinas f\u00fcr den Ausbau von \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c, indem die Schienen- und andere Infrastruktur ausgebaut wird. Europa und der Westen m\u00fc\u00dften dabei ein aktiver Partner Chinas werden und die seit August 1971 betriebene Politik verwerfen, die politischen und wirtschaftlichen Eliten brauchen eine ganz andere Denkweise. Zepp-LaRouche k\u00fcndigte die Gr\u00fcndung einer Stiftung f\u00fcr das Erbe von Lyndon LaRouche an, um m\u00f6glichst viele Menschen mit seinen Ideen vertraut zu machen. (Den Wortlaut ihrer Rede finden Sie auf den Seiten 4-6.)<\/p>\n<p>Im Anschlu\u00df an ihre Rede wurde ein Videoausschnitt von 1997 aus einer programmatischen Rede LaRouches \u00fcber die Neue Weltwirtschaftsordnung gezeigt, mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung Afrikas (siehe Seite 6).<\/p>\n<p>Auf diese Er\u00f6ffnung folgte eine Rede von Wang Weidong, Gesandter-Botschaftsrat und Direktor der Handelsabteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland, \u00fcber das \u201ePotential der neuen Seidenstra\u00dfe f\u00fcr Europa\u201c. Angesichts einer \u00c4ra st\u00e4ndiger Herausforderungen und wachsender Risiken sei es die richtige Antwort, \u201edie interregionale Zusammenarbeit von noch gr\u00f6\u00dferer Bedeutung, auf noch h\u00f6herer und noch zahlreicherer Ebene in Gang zu setzen\u201c, sagte er und gab einen \u00dcberblick \u00fcber die bisherigen Erfolge des BRI. Wang Weidong betonte die Bedeutung des j\u00fcngsten Besuchs von Pr\u00e4sident Xi in Griechenland mit Pir\u00e4us als wichtigster chinesischer Investition in Europas H\u00e4fen und hob auch die Rolle Deutschlands und seiner Industrie als f\u00fchrender Wirtschaftspartner Chinas in Europa hervor. Deutschland sei auch ein strategischer Partner f\u00fcr die Zusammenarbeit mit China in Drittl\u00e4ndern &#8211; eine solche Zusammenarbeit bringe enorme Mehrwerte, denn \u201e1+1+1 ist gr\u00f6\u00dfer als 3\u201c. Die Welt stehe an einem Scheideweg, sie m\u00fcsse sich entscheiden, ob sie Mauern brauche oder Br\u00fccken, und die Neue Seidenstra\u00dfe baue Br\u00fccken. Er dankte dem Schiller-Institut, weil es \u201eim Gegensatz zu den meisten westlichen Think Tanks\u201c ein tiefes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die BRI gezeigt habe und eine \u201egute Plattform f\u00fcr Austausch und Dialog f\u00fcr die G\u00e4ste aus verschiedenen L\u00e4ndern\u201c biete. (Den Wortlaut seines Vortrags finden Sie auf Seite 7.)<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Rednerin war Natalja Witrenko, ehemalige Abgeordnete des ukrainischen Parlaments und Vorsitzende der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine (PSPU). Sie berichtete \u00fcber ihr erstes Treffen mit Lyndon und Helga LaRouche 1995 und deren Besuch im gleichen Jahr in Kiew, bei dem LaRouche warnte, eine am IWF orientierte Politik werde auf die Dauer eine Katastrophe f\u00fcr die Ukraine bedeuten. Diese Katastrophe sei tats\u00e4chlich eingetreten, die Wirtschaftsleistung der Ukraine als ehemals sechstgr\u00f6\u00dfter Industrienation der Welt wurde ausgel\u00f6scht, und 22 Millionen der 52 Millionen Einwohner, die sie 1991 noch hatte, gingen verloren. Heute liegt die Ukraine unter allen 42 L\u00e4ndern in Europa beim Lebensstandard an letzter Stelle, das Pro-Kopf-Einkommen betr\u00e4gt nur noch 1830 Euro im Jahr. Der einzige Ausweg f\u00fcr die Ukraine seien die Methode und die Ideen von LaRouche, der sich immer gegen die Zerst\u00f6rung der physischen Wirtschaft stellte und der nicht nur mehr Infrastruktur auf der Erde forderte, sondern auch auf dem Mond und Mars, als Impuls zur schnelleren Entwicklung modernster Technik zum Wohl der Menschheit. (Den Wortlaut ihres Vortrags finden Sie auf den Seiten 8-9.)<\/p>\n<p>Es folgte Prof. Andrej Ostrowskij, stellv. Direktor des Instituts f\u00fcr Fernoststudien der Russischen Akademie der Wissenschaften, der \u00fcber die russisch gef\u00fchrte Eurasische Wirtschaftsunion und den chinesisch gef\u00fchrten Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe als einander erg\u00e4nzende Strategien f\u00fcr die Entwicklung von Infrastruktur und Wirtschaft sprach. Mehr als drei Milliarden Menschen sind an dieser Entwicklungsperspektive beteiligt. Ostrowskij erkl\u00e4rte, unter den russischen Seeh\u00e4fen im Fernen Osten sei Wladiwostok derjenige mit dem gr\u00f6\u00dften Potential, weil seine Anbindung an die Verkehrsinfrastrukturen am besten und auch seine geographische Lage am Pazifik ideal ist. (Den Wortlaut seines Vortrags finden Sie auf den Seiten 9-10. Wir werden in den kommenden Ausgaben weitere Beitr\u00e4ge der Konferenz dokumentieren.)<\/p>\n<p>Letzter Redner am Vormittag war Enzo Siviero, der die beiden vorgeschlagenen festen Verbindungen Tunesien-Italien und Griechenland-Albanien-Italien erl\u00e4uterte; die erstere ist eine Br\u00fccken- und Tunnelkombination, wozu auch eine Br\u00fccke \u00fcber die Stra\u00dfe von Messina geh\u00f6rt, die andere ist ein vergleichbares System, das die Adria zwischen Italien und Albanien \u00fcberquert und von hier aus die Verbindung zum \u00fcbrigen Balkan, insbesondere Griechenland, herstellt. Technisch seien beide Gro\u00dfprojekte herausfordernd, aber durchaus machbar. Noch wichtiger als die wirtschaftliche Bedeutung dieser Projekte sei deren Funktion als Br\u00fccke zwischen den Kulturen.<\/p>\n<p>Leonidas Chrysanthopoulos, griechischer Botschafter\u00a0<em>ad honorem<\/em>, erinnerte an LaRouches beeindruckende \u201eKenntnisse des klassischen griechischen Denkens in Philosophie und Trag\u00f6die und seine Bem\u00fchungen, diese als Grundlage f\u00fcr die L\u00f6sung der heutigen Probleme der Menschheit zu nutzen\u201c. Er zitierte hierzu einen Aufsatz LaRouches \u00fcber Prometheus, wonach in der Darstellung des Aischylos nicht Prometheus, sondern Zeus die tragische Figur sei, die den Untergang der G\u00f6tter des Olymp herbeif\u00fchrt. Dann berichtete er \u00fcber die Zerst\u00f6rung der griechischen Wirtschaft in den letzten Jahren durch die Politik der EU und \u00fcber die Entwicklung der Beziehungen zwischen Griechenland und China im Rahmen von \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c.<\/p>\n<p>Alain Corvez, Berater f\u00fcr internationale strategische Fragen aus Frankreich, erl\u00e4uterte die Auseinandersetzung \u201ePragmatismus gegen Ideologie\u201c: Die \u201eamerikanische Schattenregierung\u201c vertrete eine Ideologie, \u201edie nicht beabsichtigt, die Vormachtstellung des amerikanischen Dollars und von US-Normen aufzugeben\u201c. Dem stehe \u201eder Realismus der aufkommenden oder wieder aufkommenden M\u00e4chte Ru\u00dfland, China, Indien, Pakistan, Afrika und Lateinamerika\u201c entgegen, die nun zunehmend die F\u00fchrung \u00fcbern\u00e4hmen. US-Pr\u00e4sident Trump habe in seiner Rede vor der UN gezeigt, da\u00df er ein \u201eAnti-Ideologe\u201c ist.<\/p>\n<p>Diog\u00e8ne Senny, Pr\u00e4sident der Panafrikanischen Liga &#8211; Umoja, sprach in seinem Vortrag \u201eVerteidigung der afrikanischen Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c (der aus organisatorischen Gr\u00fcnden erst am Sonntagmorgen gehalten werden konnte) \u00fcber die notwendige Rolle Afrikas im Neuen Paradigma. LaRouche habe ein B\u00fcndnis zwischen den USA, Ru\u00dfland, China und Indien vorgeschlagen, um dieses Neue Paradigma durchzusetzen, aber der F\u00fcnfte im Bunde m\u00fcsse ein geeintes Afrika sein. Seine Organisation sei bereit, in diesem Sinne mit dem Schiller-Institut und anderen zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die fundamentalen wissenschaftlichen Fragen der Zukunft<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Das vierte von Lyndon LaRouches \u201eVier Wirtschaftsgesetzen\u201c ist die F\u00f6rderung der Forschung in den Pioniergebieten der Wissenschaft, mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung der Kernfusionsenergie und der Erforschung des Weltraums. Die dazu notwendige wissenschaftliche Methode zur Erkenntnis wurde von den Teilnehmern der zweiten Vortragsrunde &#8211; Jacques Cheminade, S\u00e9bastien Drochon, Megan Beets, Jason Ross und (in Form von Videomitschnitten) LaRouche selbst &#8211; mit gro\u00dfer Leidenschaft vorgestellt. Sie gaben den Zuschauern einen atemberaubenden, tiefgr\u00fcndigen \u00dcberblick \u00fcber den wirklich revolution\u00e4ren Zugang zur Wissenschaft, der LaRouches Lebenswerk pr\u00e4gte.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde die Runde von Cheminade, der die herausfordernde Frage stellte: \u201eKann Europa eine Schl\u00fcsselrolle in der Wissenschaft spielen?\u201c Er verglich das moderne Europa mit einem \u201eTal der Ahnungslosen\u201c, dem jede Zukunftsvision fehle und das vom \u201ePragmatismus\u201c, dem Feind jeder Kreativit\u00e4t, beherrscht werde. Er spottete \u00fcber die Vorstellung, man k\u00f6nne durch Sinneswahrnehmung und statistische Methoden Naturgesetze verstehen, und stellte diesem aristotelischen Ansatz das Werk Leonardo Da Vincis gegen\u00fcber, f\u00fcr den musikalische Polyphonie und Malerei seinen Ansatz zur wissenschaftlichen Entdeckung pr\u00e4gten.<\/p>\n<p>Anhand von Zitaten LaRouches in seinem Kampf gegen Bertrand Russell und den von Russell hervorgebrachten Schwindel der \u201eInformationstheorie\u201c beschrieb Cheminade LaRouches philosophischen Kampf gegen die Entropie. Er betonte: \u201eDie Gesetze des Universums liegen nicht im Bereich der Sinneswahrnehmungen als solchen, sondern in der F\u00e4higkeit des Menschen, das eigene Verhalten so zu ver\u00e4ndern, da\u00df der Mensch seine Macht \u00fcber das Universum bewu\u00dft erh\u00f6ht.\u201c Cheminade schlo\u00df mit einer optimistischen Herausforderung, die selbstm\u00f6rderische Trennung zwischen Wissenschaft und Kunst zu \u00fcberwinden, damit Europa in Zukunft \u201eseine Rolle in der Wissenschaft\u201c wieder zur\u00fcckgewinnen kann.<\/p>\n<p>S\u00e9bastien Drochon sprach in seinem Vortrag \u00fcber das \u201eMonddorf\u201c \u00fcber das Potential, durch internationale Zusammenarbeit eine dauerhafte bemannte Basis auf dem Mond zu gr\u00fcnden, um davon ausgehend sp\u00e4ter das gleiche auf dem Mars zu tun. Der Schl\u00fcssel dazu ist die Entwicklung einer Kernfusionstechnik f\u00fcr den Raketenantrieb im Weltraum. Er berichtete \u00fcber einige der laufenden Projekte zur Realisierung einer Fusionstechnologie, die zu diesem Zweck eingesetzt werden kann, und spottete \u00fcber diejenigen, die behaupten, dies sei utopisch und Geldverschwendung. Der Zweck der Reise in den Weltraum sei es nicht, \u201eden Problemen auf der Erde zu entkommen, sondern sie zu bew\u00e4ltigen\u201c. Bei der Schaffung von Fusionskraftwerken gehe es nicht nur darum, Energie zu erzeugen. \u201eVielmehr wird damit dem Universum eine neue Kraftquelle gegeben. Man k\u00f6nnte auch sagen, das Universum gibt sich durch uns eine neue Kraftquelle und verleiht sich so selbst ein neues Potential zur Ver\u00e4nderung.\u201c<\/p>\n<p>Diese Idee, da\u00df jeder Mensch das Potential hat, die Kraft im Universum durch sch\u00f6pferische Entdeckungen zu erweitern, war Gegenstand eines eindrucksvollen Vortrags von Megan Beets und Jason Ross \u00fcber die \u201eAusbildung einer neuen Generation\u201c. Ihr Vortrag begann mit einem Videomitschnitt LaRouches, der fragte: \u201eWorin liegt die Kreativit\u00e4t? Sie liegt nicht in dem, was die meisten Menschen denken. Sie liegt in der F\u00e4higkeit des lebenden Individuums, Existenzzust\u00e4nde zu schaffen, d.h. Zust\u00e4nde der menschlichen Existenz vorherzusagen, was geschehen wird. Und das ist das Wertvollste f\u00fcr mich, das zu begreifen! Das ist alles f\u00fcr mich! Und darauf sollten wir hoffen.\u201c<\/p>\n<p>Sie zeigten im Verlauf ihres Vortrags weitere Ausschnitte aus Reden und Diskussionen LaRouches, in denen er dar\u00fcber sprach, da\u00df die Kr\u00e4fte des menschlichen Geistes nicht in der Sinneswahrnehmung liegen und da\u00df weder Induktion noch Deduktion zur Entdeckung neuer physikalischer Prinzipien f\u00fchren k\u00f6nnen. Sie griffen auf, was Cheminade \u00fcber die Macht der Metapher in der musikalischen und k\u00fcnstlerischen Arbeit gesagt hatte, die es dem Geist erlaubt, \u00fcber die Diskontinuit\u00e4ten hinauszugehen, denen wir in der Wissenschaft begegnen. Und sie berichteten \u00fcber LaRouches Arbeit mit dem jungen Wissenschaftsteam, dem sog. \u201eBasement-Team\u201c, insbesondere \u00fcber Kepler, als Mittel, um die F\u00e4higkeit zu entwickeln, \u201edurch Spr\u00fcnge der Hypothese, ausgel\u00f6st durch den Widerspruch zwischen Sinneseindr\u00fccken\u201c Prinzipien zu erkennen. In einem kurzen Videomitschnitt erkl\u00e4rt LaRouche, da\u00df \u201eder Proze\u00df der Entdeckung die Quelle des wahren Sinns der menschlichen Identit\u00e4t ist\u201c.<\/p>\n<p>Sie schlossen ihren Vortrag mit einer Diskussion dar\u00fcber, wie wir LaRouches Methode nutzen m\u00fcssen, um eine neue Generation kreativer Genies zu entwickeln, wenn die Menschheit \u00fcberleben will.<\/p>\n<p>In dieser Vortragsrunde wurde LaRouches Genie zum Leben erweckt &#8211; nicht als eine Figur der Vergangenheit, sondern als eine lebendige Gegenwart, deren Arbeit als Leitfaden daf\u00fcr dient, was wir tun m\u00fcssen, um neue, unbegrenzte Formen der Energie zu entwickeln und uns in die Weiten des Universums zu bewegen. Diese lebendige Gegenwart LaRouches ber\u00fchrte jeden im Raum. Jeder, der nicht da war, sollte sich das Video sofort ansehen!<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>\u201eWer ist Lyndon LaRouche?\u201c<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Das Wort \u201eleidenschaftlich\u201c ist kaum stark genug, um die dritte Vortragsrunde der Konferenz zu charakterisieren. Unter dem Titel \u201eWer ist Lyndon LaRouche?\u201c wurden LaRouches Ideen, seine moralische Autorit\u00e4t und sein Beitrag zur Entwicklung der Menschheit von verschiedenen Pers\u00f6nlichkeiten dargestellt, die mit ihm zusammenarbeiteten, in ihm einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Staatsmann und Wissenschaftler sahen, der sich dem Wohl der Menschheit verschrieben hatte, ihn bewunderten und von ihm stark beeinflu\u00dft wurden.<\/p>\n<p>\u201eLaRouche und die Wissenschaft\u201c lautete das Thema des ehemaligen Vizepremierministers der Tschechoslowakei Josef Miklosko, der sich im Laufe ihrer 30j\u00e4hrigen Freundschaft 17 Mal mit LaRouche traf, darunter dreimal in seiner Zeit als Botschafter in Rom. Er nannte LaRouche einen \u201eamerikanischen Sacharow\u201c und berichtete \u00fcber seine Beteiligung an der internationalen Kampagne f\u00fcr LaRouches Freilassung aus dem Gef\u00e4ngnis, indem er viele Protestbriefe schrieb und sp\u00e4ter an den Verfahren der Menschenrechtskommission teilnahm, um ihn zu entlasten. Er feierte LaRouche als einen Christen, der den Menschen als Ebenbild Gottes betrachtete. \u201eLa\u00dft uns eine Revolution in der christlichen Liebe beginnen\u201c, sagte er, \u201edie Menschen sollten als Engel auf die Welt kommen und als Engel gehen\u201c. Miklosko \u00fcberreichte Helga dann sein eigenes Buch, das 90 Seiten Text und Bilder \u00fcber LaRouche enth\u00e4lt. Helga dankte ihm f\u00fcr das Buch und f\u00fcr die Treffen in der Slowakei, die \u201ezu den gl\u00fccklichsten in unserem Leben geh\u00f6rten\u201c.<\/p>\n<p>Unter dem Titel \u201eDie Macht der Vernunft. Das lebendige Verm\u00e4chtnis von Lyndon LaRouche\u201c erkl\u00e4rte Dennis Small, lebenslanger Mitarbeiter Lyndons und Koordinator des Schiller-Instituts f\u00fcr Iberoamerika: \u201eDie Rehabilitierung von Lyndon LaRouche ist das zentrale strategische Thema unserer Zeit&#8230; Gerechtigkeit f\u00fcr den Mann bedeutet Gerechtigkeit f\u00fcr seine Ideen.\u201c LaRouches Inhaftierung habe die Menschheit der Ideen beraubt, die f\u00fcr das \u00dcberleben dieses Planeten so notwendig sind, und diese Ideen w\u00fcrden nun dringender gebraucht denn je. Small stellte LaRouches Leibnizschen Ansatz der Weiterentwicklung des Guten den b\u00f6sartigen Anschauungen des \u201eChefideologen\u201c des Britischen Empire Thomas Hobbes gegen\u00fcber. Small zeigte Videoausschnitte aus LaRouches letzter Rede vor seiner Verurteilung 1989 und aus der ersten nach seiner Entlassung 1994.<\/p>\n<p>Den dritten Vortrag mit dem Titel \u201eDer Mann, der h\u00e4tte Pr\u00e4sident sein sollen\u201c hielt Theo Mitchell, ehemaliger Landessenator aus S\u00fcd-Carolina, der selbst in der \u201eOperation Fr\u00fchmenschen\u201c von demselben Apparat des US-Justizministeriums und des FBI ins Visier genommen wurde, der auch gegen LaRouche vorging. Er berichtete, wie der damalige Vorsitzende der Demokratischen Partei Don Fowler intrigierte, um LaRouche bei den Pr\u00e4sidentschaftswahlen in den Wahljahren 1980, 1984, 1988, 1988, 1992, 1996 und 2000 von den Stimmzetteln fernzuhalten, und wie Fowler, nachdem LaRouche die Vorwahl in Arkansas gewonnen hatte, die von LaRouche gewonnenen Delegiertensitze Al Gore zuteilte &#8211; der dann die Pr\u00e4sidentschaftswahl in Bill Clintons Heimatstaat Arkansas verlor. Den gr\u00f6\u00dften Teil seiner Rede widmete Mitchell LaRouches Entschlossenheit, \u201ef\u00fcr die Sache der vielen zu k\u00e4mpfen\u201c. Mitchell schlo\u00df mit der Feststellung, LaRouche sei in seinen Handlungen und Ideen \u201eein wahrer Mensch\u201c gewesen, und w\u00fcrdigte dann \u201edie Dame, die zu ihm stand, die nicht nur die First Lady in den USA, sondern auch die Kanzlerin Deutschlands h\u00e4tte sein sollen\u201c.<\/p>\n<p>Nino Galloni, ehemaliger italienischer Regierungsberater und ehemaliger Auditor des Istituto Nazionale Della Previdenza Sociale, sprach \u00fcber \u201eVaterland, Nation und Staat aus der Sicht progressiver Katholiken und aus der Sicht LaRouches\u201c. Er beschrieb den Konflikt zwischen dem Denken zweier bedeutender Vertreter des fortschrittlichen italienischen Katholizismus nach dem Zweiten Weltkrieg &#8211; Luigi Sturzo, der eine starke Rolle des Staats ablehnte, und dem Globalisten Giuseppe Dossetti &#8211; als einen Konflikt, der nur durch die \u201eLaRouche-L\u00f6sung\u201c \u00fcberwunden werden k\u00f6nne. LaRouche habe als christlicher Denker in der Tradition des Westf\u00e4lischen Friedens von 1648 interveniert, um Italien vom Globalismus zu befreien, ohne in Nationalismen und Konflikte einerseits und Neoliberalismus andererseits abzugleiten.<\/p>\n<p>\u201eDie Bedeutung von Lyndon LaRouches Ideen f\u00fcr die arabische Welt\u201c lautete das Thema des S\u00fcdwestasien-Koordinators des internationalen Schiller-Instituts, Hussein Askary. Er begann mit einer dreieinhalbmin\u00fctigen Videogru\u00dfbotschaft aus dem Jemen von Fouad Al-Ghaffari, dem Vorsitzenden des BRICS Development Network im Jemen, der aufgrund der Blockade des Flughafens Sanaa (die auch im Tod von Tausenden Patienten resultierte, die eine medizinische Behandlung im Ausland ben\u00f6tigt h\u00e4tten) nicht an der Konferenz teilnehmen konnte.<\/p>\n<p>Askary berichtete dann \u00fcber seine erste Begegnung mit LaRouche vor 25 Jahren, der ihn (als Moslem) mit einigen provokanten Einsichten \u00fcber den Islam konfrontierte, die sich nach intensivem Studium als richtig erwiesen. Er stellte seine Initiative vor, ab kommendem Monat die \u201eLaRouche-Onlineschule f\u00fcr physikalische \u00d6konomie f\u00fcr Araber\u201c zu starten, die auf den arabischen \u00dcbersetzungen von LaRouches Buch\u00a0<em>Was Sie schon immer \u00fcber Wirtschafts wissen wollten<\/em>\u00a0und des Berichts\u00a0<em>Die Neue Seidenstra\u00dfe wird zur Weltlandbr\u00fccke<\/em>\u00a0basieren wird.<\/p>\n<p>\u201eLaRouche, ein ,Florentinischer\u2019 Geist\u201c war das Thema von Claudio Giudici, dem Vorsitzenden des Nationalen Taxifahrer-Verbands Uritaxi aus Florenz. Giudici lernte LaRouche in der Finanzkrise 2000 kennen, und 2003 traf er sich in Mailand lieber pers\u00f6nlich mit LaRouche, obwohl er zur gleichen Zeit zu einem Essen mit dem ehemaligen Premierminister Romano Prodi eingeladen war. \u201eLaRouche war, wie die echten Revolution\u00e4re, radikal in den Ideen, aber moderat in der Methode, aber auch kreativ dank der klassischen Kultur&#8230;, ein universeller Denker und f\u00fcr diejenigen, die wie ich aus Florenz kommen, ist es leicht zu erkl\u00e4ren, was er war: ein Mann wie Leon Battista Alberti, Leonardo Da Vinci oder Lorenzo der Pr\u00e4chtige, als brillanter Vertreter der Florentiner Renaissance, auf die LaRouche sich oft bezog.\u201c<\/p>\n<p>Der Radiomoderator Dr. Jack Stockwell, der LaRouche in den letzten zwei Jahrzehnten mehrmals interviewt hatte, \u00fcbermittelte eine Videopr\u00e4sentation. Er erinnerte sich an sein historisches Interview mit LaRouche vom 11. September 2001, als das World Trade Center angegriffen wurde, in dem LaRouche, noch w\u00e4hrend die Anschl\u00e4ge liefen, live im Radio sagte, man werde Bin Laden f\u00fcr diese Anschl\u00e4ge verantwortlich machen, um ein faschistisches Regime in den Vereinigten Staaten zu errichten. In bewegenden Worten schilderte Stockwell seine Bewunderung und Hochachtung f\u00fcr LaRouche, den er als Freund betrachtete.<\/p>\n<p>Harley Schlanger, LaRouches ehemaliger Sprecher, behandelte die Frage \u201eWohin geht Amerika? LaRouches L\u00f6sung als Ausweg aus dem Chaos\u201c. Er zitierte zun\u00e4chst Roger Stone, einen langj\u00e4hrigen Freund und Berater von Pr\u00e4sident Donald Trump (der gerade am 15. November in einem Verfahren im Rahmen des politisch motivierten Russiagate-Schwindels verurteilt wurde), der sagte, LaRouches Ideen h\u00e4tten im Hintergrund eine wichtige Rolle bei Trumps Wahlsieg gespielt. Schlanger beschrieb dann LaRouches Kampf f\u00fcr die Hamiltonische Politik gegen die Politik des Britischen Empire und sagte, um die Vereinigten Staaten zu retten, m\u00fcsse das von LaRouche vorgeschlagene Vier-M\u00e4chte-Abkommen in Zusammenarbeit mit der Belt &amp; Road-Initiative realisiert werden.<\/p>\n<p>Die Vortragsrunde schlo\u00df mit einem Appell Helga Zepp-LaRouches, die Konferenz m\u00f6ge per Akklamation eine Resolution beschlie\u00dfen, in der Pr\u00e4sident Donald Trump aufgefordert wird, LaRouche zu rehabilitieren. Dies wurde mit starkem Applaus angenommen.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die kulturelle Seidenstra\u00dfe<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Den Abschlu\u00df der Konferenz bildeten mehrere Vortr\u00e4ge zum Thema \u201eSch\u00f6nheit und klassische Kunst als Berufung der Menschheit: Die kulturelle Seidenstra\u00dfe\u201c. Die Mezzosopranistin Elvira Green stimmte das Publikum mit einem Spiritual auf dieses Thema ein.<\/p>\n<p>Diane Sare, die Leiterin des Chorprojekts des Schiller-Instituts in Manhattan, er\u00f6ffnete dann die Runde mit dem Vortrag \u201eDie Notwendigkeit einer klassischen Renaissance f\u00fcr die Jugend\u201c. Sie beschrieb den kulturellen Verfall, der sich nicht zuletzt in zunehmender Gewaltt\u00e4tigkeit \u00e4u\u00dfert, und verwies als Ursache auf die Entmenschlichung des Menschenbildes: \u201eMan verwischt also bewu\u00dft den Unterschied zwischen Mensch und Tier, und dann erlegt man der Gesellschaft ein willk\u00fcrliches Regelwerk von Verhaltensregeln auf, bei denen das grundlegendste Prinzip des Universums nicht ber\u00fccksichtigt wird, n\u00e4mlich das Prinzip der Ver\u00e4nderung, und weiter die einzigartige F\u00e4higkeit des Menschen, seine Gattung und sogar seine pers\u00f6nliche Identit\u00e4t zu ver\u00e4ndern.\u201c Sie berichtete dann \u00fcber ihre Arbeit mit mehreren Ch\u00f6ren im Gro\u00dfraum New York, die auf LaRouches Initiative gegr\u00fcndet wurden, um dieser Verrohung entgegenzuwirken.<\/p>\n<p>Die italienische Sopranistin und Gesangslehrerin Antonella Banaudi, die mit dem Schiller-Institut in verschiedenen Projekten zur Verdi-Stimmung und Opern-Meisterklassen zusammenarbeitete, sprach \u00fcber das Thema \u201eLaRouche und die Einheit von Kunst und Wissenschaft\u201c. Sie zeigte auf, wie das Prinzip des Goldenen Schnitts in der Dur-Moll-Tonleiter, im Bau des menschlichen Ohrs, in der Frequenz des Photons und in den Bahnen der Planeten wirkt, als Hinweis darauf, wie unsinnig die heute \u00fcbliche, von LaRouche heftig kritisierte Trennung von Kunst und Wissenschaft ist.<\/p>\n<p>Elvira Green, die 30 Jahre lang Mitglied der Metropolitan Opera war und die Spiritual Renaissance Singers in Greensboro in Nord-Carolina gr\u00fcndete, sprach \u00fcber \u201eWahre Freiheit durch wahre Kunst: der einzigartige Beitrag der Negro Spirituals zur klassischen Bildung in Amerika\u201c. Sie er\u00f6ffnete ihren Vortrag, indem sie das Gedicht \u201eO black and unknown bards of long ago\u201c (\u201eO unbekannte, schwarze Barden l\u00e4ngst vergangner Zeiten\u201c) von James Weldon Johnson rezitierte, der darin die Negro Spirituals als Ausdruck des Menschseins der amerikanischen Sklaven &#8211; und als \u201eAmerikas einzige Volksmusik\u201c &#8211; feiert. Sie berichtete dann \u00fcber ihre Zusammenarbeit mit der verstorbenen Sylvia Olden Lee, einer ber\u00fchmten Repr\u00e4sentantin der Spirituals und Mitglied des Kulturbeirats des Schiller-Instituts, die einen umfangreichen Katalog von Spirituals in Arrangements von ihr und ihren Zeitgenossen zusammengestellt hat.<\/p>\n<p>Helga Zepp-LaRouche schlo\u00df die Vortragsrunde, indem sie auf Friedrich Schillers Erkenntnis nach dem Zusammenbruch der Franz\u00f6sischen Revolution verwies, \u201eda\u00df von nun an eine Verbesserung der Politik nur noch durch die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen m\u00f6glich sei\u201c.<\/p>\n<p>Das Schiller-Institut sollte daher auch eine Renaissance-Bewegung f\u00fcr gro\u00dfe klassische Kunst sein. Es sei ihr sehr ernst damit, LaRouches Verm\u00e4chtnis am Leben zu erhalten, \u201eum seine Ideen noch m\u00e4chtiger zu machen als zu seiner Lebenszeit&#8230; Wie Schiller sagte, kann jeder etwas beitragen: Geht hinaus und organisiert euch, seid aktiv in sozialen Medien, organisiert Reden, organisiert Konferenzen, werbt mehr Mitglieder, organisiert Vortr\u00e4ge zu verschiedenen Themen.<\/p>\n<p>Sie schlo\u00df: \u201eWir befinden uns in einem unglaublichen Epochenwechsel. Es steht au\u00dfer Frage, da\u00df das System zuendegeht. Wir wissen nicht genau, wie das neue System aussehen wird, aber wir kennen seine Prinzipien &#8211; in \u00dcbereinstimmung mit Lyns Lebenswerk. Wir m\u00fcssen uns von den Meinungen der liberalen Welt l\u00f6sen, in der man, wie Lyn sagte, zehnmal am Tag das Geschlecht \u00e4ndern kann&#8230; Es wird ein neues Paradigma geben. Es wird in vielen L\u00e4ndern diskutiert. Was sollte das Prinzip des neuen Systems sein? Da\u00df die Menschheit im Einklang mit dem Naturrecht steht. Der beste Weg, Lyn zu ehren, ist es, ernsthaft zu werden.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul class=\"tabs\" data-tab-id=\"\">\n<li><a href=\"#tab1\">Panel 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tab2\">Panel 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tab3\">Panel 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tab4\">Panel 4<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"tab-container\">\n<div class=\"tab-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Panel 1<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Eine Zeit des strategischen Umbruchs: Schafft es Europa,\u00a0<\/strong><strong>das neue Paradigma der Neuen Seidenstra\u00dfe mitzugestalten?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wir k\u00f6nnen eine neue \u00c4ra der Menschheit gestalten!<\/strong><br \/>\n<em>Helga Zepp-LaRouche, Vorsitzende des Schiller-Instituts<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Schiller-Instituts,<\/p>\n<p>ich kann meine Ausf\u00fchrungen nicht er\u00f6ffnen, ohne auf die beispiellosen Ereignisse in den Vereinigten Staaten einzugehen. Das, was mit dem sogenannten Amtsenthebungsverfahren in diesem Land geschieht, ist eigentlich ein Putschversuch und ein versuchter Regimewechsel gegen den gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten, durch die gleichen Kr\u00e4fte, die auch den Vorsto\u00df f\u00fcr einen Regimewechsel in Hongkong und in Bolivien durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Es ist sehr klar, da\u00df sie Trump mit allen Mitteln aus dem Amt schaffen wollen. Die Absicht wird sehr deutlich, wenn man sich die Aussagen von Leuten wie den Diplomaten [William] Taylor, George Kent, Fiona Hills und anderen ansieht, die unglaubliche Behauptungen aufstellen, die absolut nichts mit der Realit\u00e4t zu tun haben.<\/p>\n<p>Taylor zum Beispiel log, Pr\u00e4sident Trump habe in Absprache mit Pr\u00e4sident Selenski die Lieferung schwerer milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung an die Ukraine verz\u00f6gert, und das habe viele Ukrainer das Leben gekostet, weil die russische Aggression nicht abgeschreckt wurde. Das stellt die Lage v\u00f6llig auf den Kopf!<\/p>\n<p>Wenn man bedenkt, was mit dem Maidan-Putsch 2014 passiert ist &#8211; ich denke, Natalia [Witrenko] wird noch dar\u00fcber sprechen oder alle Ihre Fragen dazu beantworten -, dann ist es um so unversch\u00e4mter, was George Kent sagte. Er sagte, die Kr\u00e4fte, die sich in der Ukraine Ru\u00dfland entgegenstellen, seien vergleichbar mit den Minutemen und Helden wie Marquis de Lafayette und Baron von Steuben in der Amerikanischen Revolution. Das ist derma\u00dfen emp\u00f6rend, es ist so hundertprozentig das Gegenteil der stolzen Tradition Lafayettes und Steubens, da\u00df man so etwas nur satanisch nennen kann. Wenn jemand die Wahrheit so auf den Kopf stellt und in das absolute Gegenteil verkehrt, kann man das nur als satanisch bezeichnen. Denn die Leute, die f\u00fcr den Putsch in der Ukraine verantwortlich sind und die Feinde Ru\u00dflands sind, sind Leute in der Nazi-Tradition von Stepan Bandera. Wir alle erinnern uns an die ber\u00fcchtigten Worte von Victoria Nuland, die sagte, das US-Au\u00dfenministerium habe f\u00fcnf Milliarden Dollar f\u00fcr die Finanzierung dieser Opposition in der Ukraine ausgegeben.<\/p>\n<p>Gleichzeitig, weniger wichtig, aber bedeutsam f\u00fcr den neuen Geist in den neokonservativen und neoliberalen Kreisen in den Vereinigten Staaten, wird im neuen amerikanisch-chinesischen Wirtschafts- und Sicherheitsjahresbericht die Staatlichkeit Chinas geleugnet, indem es hei\u00dft, sie w\u00fcrden Pr\u00e4sident Xi Jinping nicht mehr als Pr\u00e4sidenten bezeichnen, sondern nur als Generalsekret\u00e4r der Kommunistischen Partei.<\/p>\n<p>Das ist schlimmer als der McCarthyismus, und das einzig Gute ist, da\u00df dieser Putsch noch nicht entschieden ist, weil Justizminister [William] Barr strafrechtlich gegen die Putschisten ermittelt; und sie alle k\u00f6nnten am Ende vor Gericht gestellt werden und im Gef\u00e4ngnis landen.<\/p>\n<p>Was in den Vereinigten Staaten vor sich geht, ist, wie ich bereits sagte, eine Strategie f\u00fcr Putsch und Regimewechsel, wie wir sie in vielen L\u00e4ndern der Welt gesehen haben und wie es jetzt gerade in Hongkong und Bolivien geschieht. Wenn man das damit vergleicht, was die Massenmedien in Europa sagen, k\u00f6nnte der Unterschied nicht unglaublicher sein, ich w\u00fcrde fast sagen, das ist eine Goebbels-artige Propaganda. Es ist ganz klar, da\u00df dies eine Zeit des \u201eShowdown\u201c ist. Was dahinter steckt, ist der hartn\u00e4ckige Widerstand des alten, oligarchischen Paradigmas gegen den Aufstieg eines v\u00f6llig neuen Paradigmas in der Geschichte der Menschheit.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouches Ideen<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Diese Konferenz ist dem Gedenken an meinen verstorbenen Mann, den gro\u00dfen Staatsmann, \u00d6konomen, Vision\u00e4r und Menschen Lyndon LaRouche gewidmet, aber nicht als etwas, das der Vergangenheit angeh\u00f6rt, sondern als eine feierliche Verpflichtung, seine Ideen am Leben zu erhalten und zu verbreiten, da sie die unverzichtbaren L\u00f6sungen darstellen, die er f\u00fcr die existentiellen Probleme vorgeschlagen hat, mit denen wir als Zivilisation heute konfrontiert sind. Die von ihm vorgeschlagenen L\u00f6sungen sind absolut realisierbar, erfordern aber eine v\u00f6llig andere Denkweise als die der meisten Regierungen Europas und der Bev\u00f6lkerung heute.<\/p>\n<p>Um diese Denkweise von einer, die nur in eine Katastrophe f\u00fchren kann, in eine zu transformieren, mit der die an sich leicht verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen realisiert werden k\u00f6nnen, ist das Verst\u00e4ndnis der wissenschaftlichen Methode von Lyndon LaRouche absolut unverzichtbar. Diese Methode ist der Grund daf\u00fcr, warum er der erfolgreichste Wirtschaftsprognostiker war. Lassen Sie mich unter den vielen Beispielen, in denen er Recht behielt und alle seine Kritiker v\u00f6llig falsch lagen, eines der vielleicht weitsichtigsten w\u00e4hlen. Im August 1971, als Pr\u00e4sident Nixon das Bretton-Woods-System zerst\u00f6rte, indem er das System der festen Wechselkurse durch eines mit flexiblen Wechselkursen ersetzte, sagte er prophetisch: Wenn sich dieser Trend der Geldpolitik fortsetzt, wird er auf dem weiteren Weg zur Gefahr einer neuen Depression und eines neuen Faschismus oder einer neuen Weltwirtschaftsordnung f\u00fchren. An diesem Punkt sind wir heute angelangt!<\/p>\n<p>Nun, dieser Trend setzte sich fort, und er warnte bei jeder Gelegenheit vor den Folgen und schlug auch jedes Mal eine Abhilfe vor, und das pr\u00e4gte den Lauf der Geschichte, auch wenn der transatlantische Sektor seine L\u00f6sungen ablehnte. Dieser Trend wurde fortgesetzt mit der Politik der \u201ekontrollierten Desintegration der Weltwirtschaft\u201c des Council on Foreign Relations in den 70er Jahren, die zur Zerst\u00f6rung der gesamten Industriekette in den USA f\u00fchrte, und zu dem \u201echilenischen Modell\u201c, das wir heute in vielen L\u00e4ndern der Welt zusammenbrechen sehen: die Auslagerung der Produktion in billige Arbeitsm\u00e4rkte, Paul Volckers Hochzinspolitik, der Wechsel von der Realwirtschaft zu einer Gesellschaft des \u201eShareholder Value\u201c, Thatcherismus und Reganomics, die Aufhebung des Glass-Steagall-Gesetzes, die Deregulierung der Finanzm\u00e4rkte, die Politik der \u201eQuantitativen Lockerung\u201c (QE) nach dem Crash 2007-08, mit negativen Zinss\u00e4tzen und zuletzt Helikoptergeld, und das, was der Gouverneur der Bank of England Mark Carney vorantreibt &#8211; Regimewechsel, die Beseitigung der Macht souver\u00e4ner Regierungen und der \u00dcbergang zur globalen Diktatur der Zentralbanken, die Gesetze einf\u00fchren sollen, um alle Geldmittel in \u201egr\u00fcne\u201c Investitionen zu lenken, kombiniert mit Rettungsaktionen, Bail-Ins, brutaler Sparpolitik, mit der Folge eines massiven Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgangs.<\/p>\n<p>Jetzt, seit Mitte September, sehen wir die letzte Phase davon.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56488\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl1-300x275.jpg\" alt=\"hzl1\" width=\"300\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl1-300x275.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl1.jpg 688w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 1: LaRouches ber\u00fchmte \u201eTripelkurve\u201c.<\/p>\n<p>Dies (<em>Abbildung 1<\/em>) ist eine p\u00e4dagogische Graphik, die Lyn 1995 entwickelte und die zeigt, an welchem Punkt die Finanzaggregate v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle geraten. Nach den neuesten Zahlen der BIZ sind die au\u00dferbilanzlichen OTC-Derivate von 2018 bis Juni dieses Jahres nominell um 20% auf 640 Billionen $ angewachsen &#8211; und sie sind in der Regel mindestens doppelt so hoch wie die offizielle Zahl -, verglichen mit einem Anstieg des Welthandels um 3% und des BIP von 2,9%. Nach den Daten der Federal Reserve, die im Blog\u00a0<em>Econimica<\/em>\u00a0zitiert werden, stiegen die Verm\u00f6genswerte der Fed seit dem 17. September um 300 Milliarden auf 4,04 Billionen, aber die bei der Fed eingezahlten \u00dcberschu\u00dfreserven der Megabanken sind niedriger als im August, es flie\u00dft also neu gedrucktes Geld direkt in alle m\u00f6glichen Spekulationsgesch\u00e4fte &#8211; Aktien, Anleihen, Schuldverschreibungen, Verbriefungen, Zinsderivate usw. Bernankes Behauptung, die QE werde nur \u00fcbersch\u00fcssige Bankreserven aufbauen, um sicherzustellen, da\u00df sie nie zu einer Hyperinflation f\u00fchrt, war eindeutig eine L\u00fcge. Die globalen Finanzaggregate (<em>Abbildung 2<\/em>) \u00fcbersteigen 1,8 Billiarden Dollar und laufen gegen Ende des Jahres auf 2 Billiarden zu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56498\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl2-300x172.jpg\" alt=\"hzl2\" width=\"300\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl2-300x172.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl2-768x441.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl2.jpg 931w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 2: Finanzaggregate weltweit (Billiarden Dollar), 1980-2019.<\/p>\n<p>Man kann tats\u00e4chlich sehen, da\u00df wir an diesem Punkt angelangt sind. 2008 war der H\u00f6chststand, dann kam der Crash, und jetzt sind wir wieder auf dem gleichen Niveau, aber es steigt noch weiter. So sind alle Instrumente des \u201eWerkzeugkastens\u201c, von dem Merkel 2008 gesprochen hat, aufgebraucht. Warum hat Merkel auf ihrer letzten Reise nach Rom pl\u00f6tzlich ihren Widerstand gegen die Idee einer Europ\u00e4ischen Bankenunion und eines EU-Einlagensicherungsfonds aufgegeben? Die Fed, Draghi, Lagarde, Carney, Scholz, Merkel &#8211; sie alle wissen, da\u00df das System unglaublich bankrott ist. Aber sie sind \u201eBetonk\u00f6pfe\u201c, wie Jamie Dimon gerade bewiesen hat, als er es Erich Honecker nachmachte, der noch am 14. August 1989 davon gesprochen hatte, da\u00df der Sozialismus noch weitere tausend Jahre weiterbestehen w\u00fcrde. Dimon sagte: \u201eDie US-Wirtschaft ist die wohlhabendste Wirtschaft, die die Welt je gesehen hat, und sie wird f\u00fcr die n\u00e4chsten hundert Jahre eine sehr wohlhabende Wirtschaft sein!\u201c Es dauerte genau zwei Monate, bis Honecker nach seiner ber\u00fchmten Aussage, da\u00df es den Sozialismus noch tausend Jahre geben w\u00fcrde, gest\u00fcrzt wurde, und weniger als drei Monate, bis die Berliner Mauer fiel.<\/p>\n<p>Dieses System ist absolut nicht aufrecht zu erhalten, wir stehen am Rande einer allgemeinen Zusammenbruchskrise des Weltw\u00e4hrungssystems, genau wie Lyndon LaRouche es angek\u00fcndigt hatte. Wir befinden uns genau an dem Punkt, den er 1971 vorhergesagt hat: Depression und Faschismus &#8211; oder eine neue Weltwirtschaftsordnung! Und Sie sehen eine weltweite Rebellion in Form von Massendemonstrationen gegen diese Politik: Chile, Haiti, Irak, Pakistan, Libanon, die deutschen Bauern, dann kam der Wahlsieg von Pr\u00e4sident Fern\u00e1ndes und Vizepr\u00e4sidentin Kirchner in Argentinien gegen die neoliberale Austerit\u00e4tspolitik auf der einen Seite, und die Neuauflage eines vom US-Au\u00dfenministerium gef\u00f6rderten Maidan-Putsches gegen Boliviens Pr\u00e4sident Evo Morales, weil der es wagte, dem chinesischen Beispiel zu folgen, die Bev\u00f6lkerung mit Hilfe des wissenschaftlichen Fortschritts aus der Armut zu befreien und sogar zu versuchen, zu den fortschrittlichsten Technologien \u00fcberzugehen. Die sozialen Auswirkungen dieser neoliberalen Wirtschaftspolitik zerst\u00f6ren das soziale Gef\u00fcge von L\u00e4ndern auf der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Da mehrere L\u00e4nder der G20 faktisch die Interessen des Britischen Empire, der Londoner City, der Wall Street und der Zentralbanken verteidigen, wird die L\u00f6sung nicht von der G20 kommen, die eigentlich die repr\u00e4sentative Organisation w\u00e4re, die die Reorganisation des Systems h\u00e4tte in die Hand nehmen sollen, als 2008 die Systemkrise ausbrach. Aber das haben sie nicht getan, sie haben es mit ihrer Politik seitdem noch schlimmer gemacht.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Kooperation USA-Ru\u00dfland-China-Indien ist m\u00f6glich<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Deshalb bestand Lyndon LaRouche bereits darauf, da\u00df nur die Kombination aus den USA, Ru\u00dfland, China und Indien als Kerngruppe repr\u00e4sentativer Nationen stark genug w\u00e4re, um ein neues Kreditsystem, ein Neues Bretton-Woods-System, durchzusetzen.<\/p>\n<p>Die strategische Zusammenarbeit zwischen Ru\u00dfland und China hat sich infolge der gescheiterten Bem\u00fchungen, nach dem Zerfall der Sowjetunion eine unipolare Welt, die neue Form des Empire, durchzusetzen, auf ein beispielloses Niveau intensiviert. Indien r\u00fcckt in j\u00fcngster Zeit n\u00e4her, und es gibt mehrere Organisationen, die sich wirklich als Gegenreaktion auf dieses Empire entwickelt haben, wie die BRICS, die SCO, die BRI und andere.<\/p>\n<p>Das Potential einer solchen Zusammenarbeit besteht also, aber ich bin mir nicht so sicher, ob sie auch einen Notfallplan haben, um die richtige L\u00f6sung zu finden und ein Neues Bretton-Woods-System auf die Tagesordnung zu setzen, noch\u00a0<em>bevor<\/em>\u00a0das System platzt. Man sieht, da\u00df sie alle m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen ergreifen &#8211; die gehen aus dem Dollar heraus, organisieren den Handel in bilateralen W\u00e4hrungen, kaufen Gold, richten Cyberw\u00e4hrungen ein, aber das ist dem Problem nicht angemessen, denn wenn die USA nicht Teil der L\u00f6sung sind, wird es zusammenbrechen, und ich glaube nicht, da\u00df ein solcher Zusammenbruch so ablaufen w\u00fcrde wie der der Sowjetunion. Es ist eher wahrscheinlich als nicht, da\u00df sich aus einem ungeordneten Zusammenbruch des globalen Finanzsystems ein Krieg entwickeln w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Statt dessen ist die Umsetzung von Lyndon LaRouches Vier Gesetzen erforderlich:<\/p>\n<ol>\n<li>eine globale Glass-Steagall-Bankentrennung, bei der fast alle ausstehenden Derivate und nicht r\u00fcckzahlbaren Schulden abgeschrieben und die Gesch\u00e4ftsbanken unter staatlichen Schutz gestellt werden,<\/li>\n<li>in jeder Nation wird eine Nationalbank in der Tradition von Alexander Hamilton gegr\u00fcndet, \u00e4hnlich wie die KfW in Deutschland in der Nachkriegszeit,<\/li>\n<li>ein neues internationales Kreditsystem, ein Neues Bretton Woods, und<\/li>\n<li>eine internationale Zusammenarbeit in einem Crash-Programm zur Realisierung von Kernfusionskraft und Weltraumforschung, Raumfahrt und Kolonialisierung des Alls.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich wei\u00df, da\u00df f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeiten in Ru\u00dfland und China sehr skeptisch sind, was die M\u00f6glichkeit betrifft, die USA in die Art von Zusammenarbeit hineinzuholen, von der ich spreche, und ich kenne die derzeitigen Hindernisse, aber die M\u00f6glichkeit ist absolut gegeben. Der ganze Grund, warum der britische Geheimdienst, speziell GCHQ, \u00fcber die \u201eprorussische\u201c Haltung und die Kontakte des Trump-Wahlkampfteams so \u201ebeunruhigt\u201c war, da\u00df er bereits im Herbst 2015 mit Obamas US-Geheimdienst gegen Trump konspirierte, liegt darin, da\u00df sie in ihm das Potential zur Beteiligung an einem neuen System souver\u00e4ner Nationalstaaten erkannt haben. Tief verwurzelt in der Denkweise des Empire, die das amerikanische neoliberale Establishment nach den Vorgaben von H.G. Wells\u2019 \u201eOffener Verschw\u00f6rung\u201c \u00fcbernommen hat, \u201erochen\u201c sie die Bedrohung, die er f\u00fcr ihr System darstellen k\u00f6nnte. Und mit Sicherheit hatten diese Kreise, der anglo-amerikanische Milit\u00e4risch-Industrielle Komplex, den Trump k\u00fcrzlich namentlich angegriffen hat, Alptr\u00e4ume, als sie Trump in diesem Jahr auf der Vollversammlung der UNO folgendes sagen h\u00f6rten, ich zitiere:<\/p>\n<p>\u201eWenn man sich umsieht und auf diesem gro\u00dfen, pr\u00e4chtigen Planeten herumschaut, ist die Wahrheit offensichtlich: Wenn du Freiheit willst, dann sei stolz auf dein Land. Wenn du Demokratie willst, behalte deine Souver\u00e4nit\u00e4t. Und wenn du Frieden willst, dann liebe deine Nation. Weise Staatsf\u00fchrer stellen immer das Wohl ihres eigenen Volkes und ihres eigenen Landes in den Vordergrund.<\/p>\n<p>Die Zukunft geh\u00f6rt nicht den Globalisten. Die Zukunft geh\u00f6rt den Patrioten. Die Zukunft geh\u00f6rt souver\u00e4nen und unabh\u00e4ngigen Nationen, die ihre B\u00fcrger sch\u00fctzen, ihre Nachbarn respektieren und die Unterschiede ehren, die jedes Land besonders und einzigartig machen.\u201c<\/p>\n<p>Diese Perspektive steht im Prinzip vollkommen im Einklang mit dem Geist der Neuen Seidenstra\u00dfe, die auf der Idee der vollkommenen Achtung der Souver\u00e4nit\u00e4t jeder Nation und der Akzeptanz der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme beruht, und sie steht nicht im Widerspruch zu Pr\u00e4sident Xi Jinpings Vision der \u201eZukunftsgemeinschaft der Menschheit\u201c. Diese Art des Denkens ist die absolute Schreckensvision f\u00fcr die Kr\u00e4fte des Britischen Empire, denn sie \u00fcberwindet die Geopolitik und bereitet den Boden f\u00fcr das Streben nach den gemeinsamen Zielen der Menschheit.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an die Reaktion der damaligen deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die am Morgen nach Trumps Wahlsieg 2016 sagte, sie sei zutiefst schockiert, da\u00df dieser Mann gewonnen habe, und nun wird sie ab 1. Dezember Pr\u00e4sidentin der EU-Kommission sein. In einer k\u00fcrzlich gehaltenen Rede vor der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin projizierte sie dieses britisch inspirierte Verhalten des Imperialismus, indem sie in die Konfrontationssprache des Kalten Krieges zur\u00fcckfiel und sich f\u00fcr eine Abschreckungspolitik einsetzte: Europa m\u00fcsse \u201edie Sprache der Macht lernen\u201c und seine milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten ausbauen. Gegen wen? Gegen das, was sie \u201eautokratische Regime\u201c nennt, deren \u201eungehemmte Einkaufstouren\u201c gestoppt werden m\u00fc\u00dften &#8211; das richtet sich eindeutig gegen China. Sie will auch in den ersten hundert Amtstagen einen \u201eNew Green Deal\u201c vorschlagen und die Besteuerung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen so hoch ansetzen, da\u00df die Menschen ihr Verhalten \u00e4ndern. Mit anderen Worten: An dem Punkt, wo Merkel zum totalen Nachteil der deutschen Bev\u00f6lkerung die letzten \u00dcberreste der Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die eigene Wirtschaft an die EU \u00fcbergibt, will von der Leyen eine gr\u00fcne Wirtschaftspolitik durchsetzen, die jede Industriewirtschaft in Europa zerst\u00f6rt! Angesichts dieser drohenden Finanz- und Wirtschaftskatastrophe ist es ebenso verr\u00fcckt wie undurchf\u00fchrbar, wenn \u201eAKK\u201c [Annegret Kramp-Karrenbauer] ank\u00fcndigt, da\u00df sie die Bundeswehr als Gegengewicht zu China in den Pazifik schicken will, wie sie k\u00fcrzlich vor der Bundeswehrakademie in M\u00fcnchen erkl\u00e4rte &#8211; was vollkommen zu der Perspektive des Kalten Krieges pa\u00dft, die im Strategiebericht des US-Verteidigungsministeriums f\u00fcr den Indisch-Pazifischen Raum vom 1. Juni dieses Jahres zum Ausdruck kommen. Die Bundeswehr kollabiert ohnehin, und wenn die deutsche Wirtschaft zusammenbricht, wie soll die Bundeswehr eine solche Politik betreiben? Es ist einfach v\u00f6lliger Wahnsinn.<\/p>\n<p>Nun, warum das alles? Ist diese Politik, die nur zu einem Krieg mit Ru\u00dfland und China f\u00fchren kann, im Interesse Deutschlands? Dies ist nichts anderes als die alte geopolitische Agenda des \u201eGro\u00dfen Spiels\u201c des Britischen Empire gegen Ru\u00dfland von Lord Palmerston und von seinem Nachfolger Halford Mackinder, dem offiziellen Autor der Geopolitik: die imperiale Idee, da\u00df diejenigen, die das \u201eEurasische Herzland\u201c beherrschen, die Welt auf Kosten der atlantischen Randl\u00e4nder kontrollieren. Das war unter anderem die Reaktion des Empire auf den Bau der Transsibirischen Eisenbahn. Dieser Unsinn sowie das b\u00f6sartige Buch von Samuel Huntington \u201eDer Soldat und der Staat\u201c geh\u00f6ren heute zur Pflichtlekt\u00fcre im Lehrplan f\u00fcr die Offiziersausbildung der Streitkr\u00e4fte der USA und zur Unterhaltungsliteratur der Empire-Fraktion beiderseits des Atlantiks!<\/p>\n<p>Das ist die veraltete Denkweise dieses Systems, das kurz davor steht, auseinanderzufallen. Es ist das r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete geopolitische Denken, da\u00df die Beziehungen zwischen den Nationen ein Nullsummenspiel seien. Und wenn die Bef\u00fcrworter dieses Systems auf einer \u201eregelbasierten Ordnung\u201c anstelle des V\u00f6lkerrechts der UN-Charta bestehen, meinen sie in Wirklichkeit die Gerechtigkeit des Trasymachos aus Platons \u201eStaat\u201c, wonach die Regeln dem Vorteil der St\u00e4rkeren dienen m\u00fcssen, damit die beherrschende Rolle dieser Macht erhalten bleibt.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Aufschwung der Neuen Seidenstra\u00dfe<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Seit Pr\u00e4sident Xi Jinping 2013 in Kasachstan die Neue Seidenstra\u00dfe auf die Tagesordnung gesetzt hat &#8211; ein Programm, das verwandt mit den Entwicklungsprogrammen ist, an denen Lyndon LaRouche seit Anfang der 70er Jahre arbeitete -, ist ein ganz anderes Modell der internationalen Beziehungen entstanden. Das BRI hat sich zum gr\u00f6\u00dften Infrastrukturprogramm aller Zeiten entwickelt, etwa 157 Nationen und 30 gro\u00dfe internationale Organisationen nehmen an diesem Projekt teil, das im wesentlichen darauf abzielt, das in China erfolgreich umgesetzte Programm zur Armutsbek\u00e4mpfung in anderen Entwicklungsl\u00e4ndern nachzubilden.<\/p>\n<p>Trotz der k\u00fcrzlich eskalierenden Anti-China-Kampagne derselben Politiker, Geheimdienste und Denkfabriken, die auch den Putsch gegen Pr\u00e4sident Trump unterst\u00fctzen, und trotz einiger Bremser auf Seiten der EU hat die China Railway Corporation (CRC) nach Angaben des chinesischen Nachrichtenportals\u00a0<em>Sina.com<\/em>\u00a02018 insgesamt 6300 Z\u00fcge auf die Reise von China nach Europa geschickt, ein Plus von 72% gegen\u00fcber dem Vorjahr. Davon machten 2690 Z\u00fcge die R\u00fcckfahrt nach China, 111% mehr als im Vorjahr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56508\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl3-275x300.jpg\" alt=\"hzl3\" width=\"275\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl3-275x300.jpg 275w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl3-768x839.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl3.jpg 865w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><\/p>\n<p>Abb.3: Verbindungen des Duisburger Hafens im kombinierten Verkehr.<\/p>\n<p>China hat seit 2011 vor allem im Rahmen seiner Belt &amp; Road-Initiative mehr als 11.000 G\u00fcterz\u00fcge nach Europa und zur\u00fcckgeschickt. Insgesamt wurden 65 G\u00fcterbahnstrecken zwischen chinesischen St\u00e4dten und 44 St\u00e4dten in 15 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern er\u00f6ffnet (<em>Abb. 3<\/em>), noch vor zehn Jahren gab es praktisch keine einzige. Die meistfrequentierte Strecke ist Chongqing-Duisburg, wo inzwischen 39 Z\u00fcge pro Woche am Duisport ankommen. Zu den St\u00e4dten in Europa, die mit G\u00fcterz\u00fcgen aus China bedient werden, geh\u00f6ren u.a. Duisburg, Hamburg, N\u00fcrnberg, Lyon, Madrid, Wien, Prag, Triest, Budapest, Tilburg (Niederlande). Vor allem Duisburg dient als zentrale Drehscheibe f\u00fcr den Schieneng\u00fcterverkehr in Europa, von wo aus viele Ziele erreicht werden (<em>Abbildung 3<\/em>).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56518\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl4-282x300.jpg\" alt=\"hzl4\" width=\"282\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl4-282x300.jpg 282w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hzl4.jpg 652w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 4: Verbindungen des Duisburger Hafens im Kurzstrecken-Seeverkehr.<\/p>\n<p>Neben dem Schieneng\u00fcterverkehr, der von China direkt \u00fcber Land nach Europa kommt, wird auch G\u00fcterverkehr auf Schienenstrecken von den europ\u00e4ischen Seeh\u00e4fen in das europ\u00e4ische Festland abgewickelt, von denen Pir\u00e4us, Rotterdam und Hamburg derzeit die wichtigsten sind, was Seecontainer aus China betrifft (<em>Abb. 4<\/em>).<\/p>\n<p>Anstatt sich der BRI zu widersetzen, sollten die europ\u00e4ischen Nationen und die USA Xi Jinpings Angebot einer Win-Win-Kooperation aufgreifen, nicht nur auf bilateraler Ebene, sondern vor allem in Zusammenarbeit in gr\u00f6\u00dferen Projekten wie dem wirtschaftlichen Wiederaufbau S\u00fcdwestasiens, der Industrialisierung Afrikas und Lateinamerikas und nicht zuletzt der Modernisierung der Infrastruktur in den USA und Europa.<\/p>\n<p>Um der unmittelbaren Gefahr eines Zusammenbruchs des Finanzsystems zu begegnen, mu\u00df genau das getan werden, was LaRouche seit Jahrzehnten fordert: Die USA und die europ\u00e4ischen Nationen m\u00fcssen ein neues System schaffen, das alle Ver\u00e4nderungen der globalen Finanz-, W\u00e4hrungs- und Handelspolitik nach 1971 zur\u00fccknimmt, und es mu\u00df schnell ein neues Kreditsystem eingef\u00fchrt werden, ein Neues Bretton-Woods-System fester Wechselkurse. Im Gegensatz zum alten Bretton-Woods-System, in dem Churchill und Truman Franklin Roosevelts Absicht, den Kolonialismus zu beenden, verzerrt hatten, mu\u00df es ausdr\u00fccklich langfristige Kredite mit niedrigen Zinss\u00e4tzen f\u00fcr die Industrialisierung des Entwicklungssektors bereitstellen. Tatsache ist, da\u00df China, Ru\u00dfland und Indien und viele L\u00e4nder, die mit der BRI zusammenarbeiten, einen Rahmen schaffen, in dem eine solche Ver\u00e4nderung durchaus m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Wenn Pr\u00e4sident Trump, der die britische Doktrin der Geopolitik ablehnt, den laufenden Putschversuch zur\u00fcckschlagen kann und Justizminister William Barr seine strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Putschisten fortsetzt, dann wird die Tatsache, da\u00df ein amerikanischer Pr\u00e4sident dem Prinzip der Souver\u00e4nit\u00e4t und des Patriotismus folgt, eine Art Vorlage f\u00fcr Europa liefern, sich dem Ziel einer eurasischen Wirtschaftsintegration von Wladiwostok bis Lissabon anzuschlie\u00dfen, das Pr\u00e4sident Putin k\u00fcrzlich erneut erw\u00e4hnt hat.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouches Denkweise ist notwendig<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Damit dies geschehen kann, bedarf es eines Umdenkens bedeutender Teile der Bev\u00f6lkerung der USA und Europas, in einer Weise, die dem Wesen des Lebenswerkes von Lyndon LaRouche entspricht. Es erfordert die Zur\u00fcckweisung der Axiome, die dem Denken des oligarchischen Modells zugrunde liegen, und ihre Abl\u00f6sung durch die Vorstellung, da\u00df sich der Mensch von allen anderen Gattungen durch eine Qualit\u00e4t des Geistes unterscheidet, die am einfachsten als Kognition (Erkenntnis) bezeichnet werden kann. Diese Qualit\u00e4t, die kein Tier hat, erm\u00f6glicht es dem Menschen, immer wieder qualitative Entdeckungen neuer physikalischer Prinzipien zu machen, was die Macht der Menschen \u00fcber das Universum pro Kopf und pro Quadratkilometer erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe russische Wissenschaftler Pobisk Kusnezow erkannte die Bedeutung der Entdeckung des Konzepts der potentiellen relativen Bev\u00f6lkerungsdichte und der damit verbundenen Erh\u00f6hung der Energieflu\u00dfdichte in den Produktionsprozessen als Ma\u00dfstab f\u00fcr die dauerhafte Nachhaltigkeit der Gesellschaft, und er sagte voraus, da\u00df so, wie viele Entdeckungen nach ihren Entdeckern bezeichnet werden &#8211; wie Watt, Ampere usw. -, auch das LaRouche-Konzept in der zuk\u00fcnftigen Wissenschaft als \u201eLa\u201c [kurz f\u00fcr LaRouche] bezeichnet werden wird. Diese wissenschaftliche Methode zu beherrschen, ist der Schl\u00fcssel, um den Erfolg seiner wirtschaftlichen Prognosen zu verstehen.<\/p>\n<p>In einer Klarheit, die von keinem anderen Denker in der westlichen Wissenschaft \u00fcbertroffen wurde, identifizierte er den entscheidenden Kampf der Ideen zwischen geistt\u00f6tenden Wahnvorstellungen der rein mathematischen und linearisierten physikalischen Doktrinen der euklidischen Tradition &#8211; von Galileo, Ptolem\u00e4us, Kopernikus, Tycho Brahe, Newton, Euler, Cauchy bis zu ihren Vertretern im 20. Jahrhundert, Russell, Wiener und von Neumann -, im Gegensatz zu der inneren Geschichte der platonischen Tradition der anti-euklidischen Wissenschaft von Nikolaus von Kues, Kepler, Fermat, Huyghens, Leibniz etc. Er verwies auf die Bedeutung des falschen, wiewohl angeblich \u201eselbstverst\u00e4ndlichen\u201c Prinzips der k\u00fcrzesten\u00a0<em>Entfernung<\/em>\u00a0bei der Lichtbrechung im Vergleich zum physikalischen-experimentellen Prinzip der k\u00fcrzesten\u00a0<em>Zeit\u00a0<\/em>und Leibniz\u2019 Erweiterung dieses Prinzips auf sein experimentelles Prinzip der universellen geringsten Wirkung als Beweis daf\u00fcr, da\u00df jede wahre Entdeckung neuer physikalischer universeller Prinzipien nur aus der zweiten Tradition kommen kann.<\/p>\n<p>Der Grund, warum seine Werke heute f\u00fcr die Wissenschaft so entscheidend sind, liegt darin, da\u00df sie die Methode bieten, den Weg zur absolut notwendigen h\u00f6heren Ebene des Entdeckens zu finden, indem sie den Wissenschaftler in eine Riemannsche Denkweise versetzen, die nicht-deduktive L\u00f6sungen f\u00fcr Paradoxien erm\u00f6glicht, die aus den Paradoxien der bisher vorherrschenden \u00dcberzeugungen entstehen. Es ist absolut einzigartig, da\u00df LaRouche die Verkn\u00fcpfung zwischen der relativistischen Physik und der Kreativit\u00e4t des menschlichen Geistes als solchem und die Verbindung dieses Bereichs mit klassischen Kunstformen und Staatskunst gezeigt hat.<\/p>\n<p>Lyn lieferte reichliche Beweise daf\u00fcr, da\u00df man nur durch klassische Formen von Poesie, Drama und Musik jene F\u00e4higkeiten des Geistes entwickelt, die in der Lage sind, g\u00fcltige Hypothesen \u00fcber neue Erkenntnisse zu den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit des Universums hervorzubringen. Denn in Musik, Poesie und Drama m\u00fcssen die gleichen K\u00e4mpfe gegen reduktionistische und deduktionistische Vorstellungen gef\u00fchrt werden, und deshalb ist die Qualit\u00e4t von Metapher, Ironie und Furtw\u00e4nglers Auffassung des \u201ezwischen den Noten spielen\u201c entscheidend, um den Geist zu einer h\u00f6heren, \u201eRiemannschen\u201c Denkweise zu erheben.<\/p>\n<p>Damit geht die Erziehung der Emotionen aus dem Bereich des Sinnlichen und Profanen hin zur agapischen Emotion einher. W\u00e4hrend das oligarchische Gesellschaftsmodell und Menschenbild den einzelnen zu einem Gesch\u00f6pf hedonistischer W\u00fcnsche reduziert, das von den Kr\u00e4ften der auf Trasymachos-Regeln basierenden Ordnung leicht manipuliert und akzeptiert wird, befreit die mit klassischen Formen der Komposition verbundene kognitive Erfahrung das Individuum, indem sie die Sch\u00f6nheit des Geistes hervorruft und die Art von agapischer Liebe zur Menschheit freisetzt, die notwendig ist, um sich f\u00fcr das neue Paradigma der einen Menschheit zu entscheiden, die das engstirnige, b\u00f6sartige Streben nach dem angeblichen geopolitischen Interesse einer privilegierten Klasse auf Kosten der unteren Klassen hinter sich l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Aufgrund dieses unvergleichlichen Reichtums und der unvergleichlichen Bedeutung von Lyns Lebenswerk f\u00fcr die L\u00f6sungen der existentiellen Herausforderungen von heute und die Vision f\u00fcr eine wahrhaft menschliche Zukunft der Menschheit m\u00f6chte ich ank\u00fcndigen, da\u00df wir gerade die \u201eLaRouche Legacy Foundation\u201c [Stiftung f\u00fcr LaRouches Erbe] gegr\u00fcndet haben, deren Ziel es ist, seine gesammelten Werke zu ver\u00f6ffentlichen und eine Renaissance des Studiums seiner Ideen weltweit herbeizuf\u00fchren! Ich m\u00f6chte Sie alle einladen, sich aktiv an diesem Vorhaben zu beteiligen. Lyndon LaRouche war die agapischste Person, die ich je getroffen habe, er war ein Mann der Vorsehung, weil er sein Leben im Einklang mit der Geschichte und den Gesetzen des Universums lebte. Er lebt in der Gleichzeitigkeit der Ewigkeit.<\/p>\n<p>Wir befinden uns in einem sehr wertvollen Moment in der Geschichte &#8211; er ist voller unglaublich gef\u00e4hrlicher Herausforderungen, aber das neue Paradigma, die Vision einer v\u00f6llig neuen Epoche der Menschheit, ist bereits in Reichweite. Lassen Sie uns ein entscheidendes Element sein, um es zu erreichen!<\/p>\n<p>F\u00fchren wir diesen Krieg f\u00fcr eine sch\u00f6ne Zukunft f\u00fcr die Menschheit mit einer leidenschaftlichen Liebe zur Menschheit, wie Lyn sie hatte. Er ist heute nicht pers\u00f6nlich unter uns, aber sein Geist ist bei uns. Und das in diesem unglaublichen Moment, denn ein Imperium bricht zusammen, es schl\u00e4gt wild um sich und will eher die Welt zerst\u00f6ren, als das Neue Paradigma entstehen zu lassen. Aber wir glauben an das angeborene Gute im Menschen, und deshalb wollen wir uns ansehen, wie die Menschheit in hundert Jahren sein wird, wir wollen die Menschheit mit den Augen von Lyndon LaRouche betrachten.<\/p>\n<p>Wir werden dann Fusionskraft, Energiesicherheit und Rohstoffsicherheit haben. Es wird D\u00f6rfer auf dem Mond geben, es wird St\u00e4dte auf dem Mars geben. Und es wird bis dahin die einige Menschheitsgemeinschaft geben, und wir alle, die Menschheit, werden mit diesem Ansatz trotz aller Unbekannten des so gro\u00dfen Universums &#8211; etwa zwei Billionen Galaxien wurden bisher entdeckt &#8211; die unsterbliche Gattung sein.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Das Potential der Neuen Seidenstra\u00dfe f\u00fcr Europa<br \/>\n<\/strong><em>Wang Weidong, Gesandter-Botschaftsrat, Leiter der Wirtschafts- und Handelsabteilung der Botschaft der VR China in Deutschland<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr verehrte Frau Zepp-LaRouche,<\/p>\n<p>Sehr verehrte Damen und Herren, Guten Tag!<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich mich bei Frau Zepp-LaRouche herzlich bedanken f\u00fcr ihre Einladung. Es ist mir eine gro\u00dfe Freude, mich mit den heutigen G\u00e4sten aus mehreren L\u00e4ndern \u00fcber das Thema Belt and Road Initiative (BRI) auszutauschen.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201eSeidenstra\u00dfe\u201d ist unl\u00f6sbar mit Deutschland verbunden. Er wurde im Jahre 1877 von dem deutschen Geographen Ferdinand von Richthofen erfunden und ist l\u00e4ngst zum Allgemeingut geworden. Doch die Erschlie\u00dfung der Seidenstra\u00dfe reicht mehr als 2100 Jahre in die Vergangenheit zur\u00fcck. In der Han-Dynastie wurde der chinesische Beamte Zhang Qian zweimal nach Zentralasien entsandt und stie\u00df damit das Tor f\u00fcr freundschaftliche Beziehungen zwischen China und den zentralasiatischen L\u00e4ndern auf. Gleichzeitig er\u00f6ffnete er damit eine Querverbindung von Ost nach West, die als Seidenstra\u00dfe an die Handelswege nach Europa ankn\u00fcpfte. Chinesische Waren wie Seide, Porzellan und Tee flossen in alle Teile der Welt, auch der Konfuzianismus und die chinesische Kultur verbreiteten sich durch die Seidenstra\u00dfe. Damit wurde ein gro\u00dfes Kapitel in der Geschichte des Austausches zwischen Ost und West geschrieben.<\/p>\n<p>Heute, 2100 Jahre sp\u00e4ter, sehen wir uns in einer \u00c4ra st\u00e4ndiger Herausforderungen und zunehmender Risiken. Der Unilateralismus und der Protektionismus bedrohen in ernster Weise Frieden und Stabilit\u00e4t in der Welt, und kein einziges Land kann verschont bleiben. Die richtige Antwort hei\u00dft, eine \u00fcberregionale Zusammenarbeit von noch gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df, auf noch h\u00f6herem Niveau und auf noch mehr Ebenen in Gang zu setzen. Als Staatspr\u00e4sident Xi Jinping im Jahre 2013 die Initiative zur internationalen Zusammenarbeit bei der Errichtung einer Neuen Seidenstra\u00dfe vorlegte, zielte er auf die Verbesserung der Konnektivit\u00e4t und die Vertiefung der pragmatischen Zusammenarbeit, um Hand in Hand den Risiken und Herausforderungen der Menschheit zu begegnen, und die gemeinsame Entwicklung zum gegenseitigen Vorteil voranzutreiben.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Was hat die BRI bisher erreicht?<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Welche Erfolge wurden in den ersten sechs Jahren der BRI erzielt? Das Vorhaben ist auf immer breitere internationale Unterst\u00fctzung und Zustimmung gesto\u00dfen. Bis heute haben bereits mehr als 160 L\u00e4nder und internationale Organisationen mit China 195 Regierungsabkommen unterzeichnet. Die Vereinten Nationen, die G20 und die APEC haben schon die BRI sowie die darin enthaltenen Kernpunkte in ihre Abschlu\u00dfdokumente aufgenommen.<\/p>\n<p>In diesen sechs Jahren hat das gesamte Handelsvolumen Chinas mit den Staaten der BRI 6 Billionen Dollar \u00fcberschritten, und mehr als 90 Mrd. US-Dollar Direktinvestitionen sind in die betreffenden L\u00e4nder geflossen. Eine Vielzahl von Kooperationsprojekten ist vor Ort ins Leben gerufen worden. Somit hat die BRI dem internationalen Handel und Investitionen eine neue Plattform geboten und neue Spielr\u00e4ume f\u00fcr das Wachstum der Weltwirtschaft geschaffen.<\/p>\n<p>In diesen sechs Jahren hat China gemeinsam mit den beteiligten L\u00e4ndern 82 Industrieparks gegr\u00fcndet, die den Gastgeberl\u00e4ndern mehr als 2 Mrd. US-Dollar Steuereinnahmen bescherten und etwa 300.000 Arbeitspl\u00e4tze schufen. Die Kooperation hat der lokalen Bev\u00f6lkerung bessere Lebensbedingungen, besseres Gesch\u00e4ftsklima sowie immer mehr Entwicklungschancen gebracht.<\/p>\n<p>Laut einem Bericht der Weltbank wird der Handel nach Fertigstellung aller Verkehrsprojekte der BRI um 2,8% bis 9,7% wachsen, und 7,6 Mio. Menschen werden von extremer Armut befreit. Diese Erfolge haben verdeutlicht, da\u00df die BRI ihren Ausgang zwar in China nimmt, ihre positiven Auswirkungen jedoch auf die ganze Welt ausstrahlen.<\/p>\n<p>Unser Staatspr\u00e4sident Xi hat vor ein paar Tagen, w\u00e4hrend seines Staatsbesuchs in Griechenland das von allen Seiten mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit verfolgte Projekt, den Hafen Pir\u00e4us, pers\u00f6nlich vor Ort besucht. Trotz kritischer Stimmen aus Regierungskreisen der EU wird dieses Projekt sowohl von der griechischen Regierung als auch von den Arbeitnehmern und den lokalen Anwohnern hoch gew\u00fcrdigt. Als der chinesische Investor vor elf Jahren hier ankam, steckte der Hafen noch in einer tiefen Krise. Seit dem Einstieg Chinas hat er sich aber rasant und dynamisch entwickelt. Beim weltweiten Ranking des Container-Umschlags ist er bereits von Platz 93 vor elf Jahren auf Platz 32 aufger\u00fcckt. Mehr als 5000 neue Arbeitspl\u00e4tze wurden seither geschaffen. Der Hafen Pir\u00e4us ist heute der gr\u00f6\u00dfte Hafen im Mittelmeerraum und einer der am schnellsten wachsenden Containerterminals der Welt. Seine Entwicklungsperspektive in der Zukunft ist auch vielversprechend.<\/p>\n<p>Was die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland im Rahmen der BRI anbelangt, haben beide L\u00e4nder auch bereits an fr\u00fchzeitigen Erfolgen etwas geerntet. Die Eisenbahnverbindung zwischen China und Europa ist in diesem Zusammenhang zweifellos das wirkungsvollste Projekt. Der Zeitaufwand liegt bei rund 30% des Schiffstransportes, und die Kosten liegen bei einem F\u00fcnftel der Luftfrachten: Die Vorteile liegen also auf der Hand. Bis heute sind bereits mehr als 17.000 Z\u00fcge gefahren, von denen 40% zwischen China und Deutschland verkehrten. Die Verbindungen f\u00fchren in \u00fcber 50 St\u00e4dten in 15 L\u00e4ndern und sorgen f\u00fcr eine ausgewogene Auslastung in beiden Richtungen.<\/p>\n<p>Betrachten wir zum Beispiel die Stadt Duisburg. Seit dem Besuch von unserem Staatspr\u00e4sidenten Xi Jinping im M\u00e4rz 2014 hat der Zugverkehr zwischen China und Europa nicht nur die Menge der umgeschlagenen G\u00fcter im Duisburger Hafen anwachsen lassen, sondern auch Investitionen chinesischer Unternehmen angeschoben, so da\u00df die Zahl der in Duisburg angesiedelten Firmen seitdem von 40 auf \u00fcber 100 anstieg. Allein im Bereich Logistik entstanden im Duisburger Hafen rund 3000 neue Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Als einer der wichtigsten Knotenpunkte der BRI profitiert Hamburg auch unmittelbar davon. Man kann sagen, da\u00df der Zugverkehr zwischen China und Europa zur l\u00e4ngsten Kooperationsverbindung auf dem eurasischen Kontinent geworden ist und dem regionalen Wirtschaftswachstum neue Impulse verleiht.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren!<\/p>\n<p>In diesem Jahr begehen wir den 70. Jahrestag der Gr\u00fcndung des Neuen Chinas, und wir blicken auf die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland vor 47 Jahren zur\u00fcck. Mit dem Motto \u201eKooperation zum gegenseitigen Nutzen\u201d werden die Beziehungen zwischen China und Deutschland weiter ausgebaut und haben inzwischen eine nie dagewesene Breite, Tiefe und Intensit\u00e4t erreicht. Die bilateralen Beziehungen in Wirtschaft und Handel haben sich st\u00e4ndig vertieft. Deutschland behauptete \u00fcber 43 Jahre hinweg seine Position als Chinas gr\u00f6\u00dfter Handelspartner in Europa, w\u00e4hrend China seit drei Jahren zu Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Handelspartner weltweit aufgestiegen ist. Seit China eine neue Reihe von Ma\u00dfnahmen der Reform und \u00d6ffnung eingeleitet hat, geh\u00f6ren deutsche Firmen wie BASF, BMW und Allianz zu den ersten Nutznie\u00dfern.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Blick auf die Zukunft<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Blicken wir in die Zukunft, so stellt sich die Frage, welche Chancen sich f\u00fcr China und Deutschland aus der Zusammenarbeit in der Neuen Seidenstra\u00dfe ergeben. Im April dieses Jahres hat Pr\u00e4sident Xi auf dem zweiten Internationalen Gipfel der BRI seine Vorstellungen von einem qualitativ hochwertigen gemeinsamen Ausbau der Neuen Seidenstra\u00dfe dargelegt. Im Mai hat Bundeskanzlerin Merkel anl\u00e4\u00dflich ihres Besuches des Hamburger Hafens den offensichtlichen Nutzen nachdr\u00fccklich ge\u00e4u\u00dfert, den die BRI f\u00fcr die Entwicklung des Hamburger Hafens bedeutet. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat die Initiative als Schwerpunkt aufgelistet und f\u00f6rdert das Verst\u00e4ndnis der deutschen Unternehmen f\u00fcr die gewaltigen Chancen. Insbesondere seit dem vergangenen Jahr habe ich oft Anfragen oder Einladungen zu Veranstaltungen zum Thema Neue Seidenstra\u00dfe bekommen. Das Interesse nimmt st\u00e4ndig zu.<\/p>\n<p>Blicken wir auf das dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, tritt die internationale Zusammenarbeit der BRI in eine neue Phase, wobei China und Deutschland\/Europa ihre Kooperation weiter vertiefen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Erstens hei\u00dft es bei der Festlegung der Regeln mitwirken. Deutschland ist Gr\u00fcndungsmitglied der Asiatischen Infrastruktur- und Investmentbank (kurz: AIIB), viertgr\u00f6\u00dfter Aktion\u00e4r und gr\u00f6\u00dfter au\u00dferregionaler Investor. Die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit im Rahmen der AIIB bei gemeinsam finanzierten Projekten erweist sich als \u00e4u\u00dferst fruchtbar. Einschlie\u00dflich Deutschland geh\u00f6rt Europa bei der Festlegung der Regeln und Standards zu den ma\u00dfgebenden Stimmen und Kr\u00e4ften. Wenn in Zukunft die Standards f\u00fcr die Kooperation im Rahmen der BRI weiter verbessert werden, ist Deutschland ebenfalls eingeladen, mitzuwirken und einen Beitrag zu leisten.<\/p>\n<p>Zweitens hei\u00dft es Drittm\u00e4rkte erschlie\u00dfen. Viele deutsche Firmen haben bereits begonnen, im Rahmen der BRI aus der Zusammenarbeit mit Dritten Nutzen zu ziehen. So haben zum Beispiel Siemens und Voith gemeinsam mit \u00fcber hundert chinesischen Firmen M\u00e4rkte in \u00dcbersee erschlossen. Der Hafen Duisburg beteiligt sich gerade aktiv am Aufbau eines chinesisch-wei\u00dfrussischen Industrieparks und verhandelt mit chinesischen Firmen \u00fcber eine Intensivierung der logistischen Zusammenarbeit. Die Kooperation auf Drittm\u00e4rkten ist ein Modell f\u00fcr eine Art internationaler Zusammenarbeit, die von Offenheit und Toleranz, Pragmatismus und Effektivit\u00e4t gepr\u00e4gt ist. Sie verk\u00f6rpert \u00fcberzeugend die goldene Regel der BRI, die hei\u00dft: Mitdiskutieren, Mitgestalten und Mitprofitieren. Au\u00dferdem hilft sie den beteiligten Parteien, auf dem Wege \u00fcber Synergieeffekte neue Antriebskr\u00e4fte freizusetzen und eine Wirkung des wechselseitigen Vorteils nach der Formel zu erzielen, n\u00e4mlich \u201e1+1+1 ist gr\u00f6\u00dfer als 3\u201c.<\/p>\n<p>Drittens hei\u00dft es die \u00f6kologische Entwicklung vorantreiben. Fr\u00fcher haben wir immer \u201ezun\u00e4chst verschmutzt und dann die Sch\u00e4den behoben\u201c. Im Zuge seiner wirtschaftlichen Entwicklung will China nicht l\u00e4nger den alten Weg beschreiten. Daher wird beim Ausbau der Neuen Seidenstra\u00dfe allergr\u00f6\u00dfter Wert auf die \u00f6kologische Vertr\u00e4glichkeit und den Umweltschutz gelegt. Es geht darum, eine \u201egr\u00fcne Seidenstra\u00dfe\u201c zu errichten. Wir werden weiterhin an den Konzepten von Offenheit, \u00d6kologie und Redlichkeit festhalten und haben in Hinblick auf Dinge wie Finanzierung, Korruptionsbek\u00e4mpfung und Umweltschutz f\u00fcr den n\u00e4chsten Schub in der optimalen und nachhaltigen Entwicklung der Neuen Seidenstra\u00dfe eine ganze Reihe von Ma\u00dfnahmen eingeleitet. Die deutsche Seite ist eingeladen, hier mitzuwirken und ihre reiche Erfahrung einzubringen.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>Die Welt befindet sich an einem Scheidepunkt und sieht sich vor die Wahl gestellt. Wollen wir Mauern oder Br\u00fccken? Multilateralismus oder Unilateralismus? Der gemeinsame Ausbau einer Neuen Seidenstra\u00dfe steht f\u00fcr die Unterst\u00fctzung einer offenen Weltwirtschaft und weltweit partnerschaftlicher Beziehungen. Aber trotz des gro\u00dfen Interesses der Wirtschaft bleibt die offizielle Haltung der EU und einiger westeurop\u00e4ischer Regierungen nach wie vor reserviert bis negativ. Die Mainstream-Medien und die sogenannten \u201eDenkfabriken\u201c betrachten die Initiative immer kritisch und sind oft voll von \u201efake news\u201c oder Horrormeldungen. Es ist sehr bedauerlich. Unsererseits besteht die Hoffnung, da\u00df sich noch mehr L\u00e4nder und Unternehmen, Deutschland nat\u00fcrlich auch, aktiv an der Initiative beteiligen.<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df m\u00f6chte ich noch diese Gelegenheit nutzen, Frau Zepp-LaRouche und dem Schiller-Institut zu danken. Einerseits haben Sie anders als die meisten westlichen Denkfabriken ein tiefgreifendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bedeutung der BRI-Initiative f\u00fcr die globale Kooperation, f\u00fcr die Zukunft der Menschheit, bzw. aus verschiedenen wie Wirtschafts-, Kultur- und Globalisierungs-Perspektiven, anstatt wie die anderen immer wieder die Initiative zu kritisieren und das h\u00e4ufig nur aus geopolitischem oder ideologischem Kalk\u00fcl. Andererseits haben Sie f\u00fcr die G\u00e4ste aus unterschiedlichen L\u00e4ndern eine gute Plattform zum Austauschen und Dialog angeboten. Daf\u00fcr gilt mein herzlicher Dank.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich w\u00fcnsche ich allen anwesenden Freunden alles Gute.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>LaRouches Wissenschaft der physikalischen \u00d6konomie als Schl\u00fcssel\u00a0\u00a0<\/strong><strong>zur L\u00f6sung der Probleme der Welt, Eurasiens und der Ukraine<br \/>\n<\/strong><em>Natalja Witrenko, Doktor der Wirtschaftswissenschaft, Vorsitzende der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine, ehemalige Abgeordnete des ukrainischen Parlaments<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.vitrenko.org\/44062\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.vitrenko.org<\/a><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr geehrte Delegierte dieser Konferenz zum Thema \u201eDie Zukunft der Menschheit als kreative Gattung im Universum\u201c! Liebe Helga Zepp-LaRouche!<\/p>\n<p>Es ist mir eine gro\u00dfe Ehre, auf der Konferenz \u00fcber die Bedeutung von LaRouches Lehren f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme sowohl der Welt als Ganzes als auch bestimmter Kontinente, wie Eurasien, sowie bestimmter L\u00e4nder, wie der Ukraine, zu sprechen.<\/p>\n<p>Dies ist meine erste Ansprache auf einer Konferenz des Schiller-Instituts seit dem Tod des herausragenden Menschen, des Patrioten des Planeten Erde, des weltber\u00fchmten \u00d6konomen, Philosophen, und der Person des politischen und \u00f6ffentlichen Lebens, Lyndon LaRouche. Ich bin stolz darauf, da\u00df ich fast ein Vierteljahrhundert lang in verschiedenen Formen dem gro\u00dfen LaRouche zuh\u00f6ren und ihn auf Konferenzen sehen konnte, wo wir \u00fcber sozio\u00f6konomische und geopolitische Prozesse diskutieren konnten, und da\u00df ich Zeit im Haus von Lyn und Helga verbringen konnte &#8211; einer Familie, die auf einem sehr hohen intellektuellen Niveau lebt. Ich bin dankbar, da\u00df ich diese einzigartigen Menschen nicht nur kennenlernen, sondern auch mit ihnen befreundet sein konnte.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Lyn hat uns verlassen, aber seine Lehren, das kraftvolle Licht seiner Ideen, bleiben, ebenso wie die Probleme des Planeten Erde, und diese wachsen auf bedrohliche Weise bis zu einem explosiven Niveau. Lyndon LaRouche hat das prognostiziert und davor gewarnt.<\/p>\n<p>Insbesondere habe ich in dem Forum \u201eF\u00fcr die Einheit Europas &#8211; Wie man das Vertrauen wiederherstellen kann\u201c, das im Januar 2019 von der Internationalen Slawischen Akademie der Wissenschaften, Bildung, Kunst und Kultur in Moskau organisiert wurde, in meinem Vortrag \u201eDurch einen Paradigmenwandel zu einem Vereinten Europa\u201c auf der Suche nach L\u00f6sungen f\u00fcr die heutigen Probleme Europas die Ideen von Nikolaus von Kues, Wladimir Wernadskij und Lyndon LaRouche genutzt. (Er wurde in der Zeitschrift <em>Slawjane<\/em> [<em>Die Slawen<\/em>] Nr. 4\/1 2018\/19 ver\u00f6ffentlicht.)<\/p>\n<p>Ich kenne keinen anderen Wissenschaftler der Welt, der Finanzkrisen so genau vorhersagen konnte wie Lyn, sowohl in der Weltwirtschaft insgesamt als auch in einzelnen L\u00e4ndern. Ich glaube, da\u00df Lyndon LaRouches Arbeiten zur Methodik der Wirtschaftswissenschaften sowie seine spezifischen Vorschl\u00e4ge zur \u00c4nderung der Art und Rolle der internationalen Institutionen, die die bestehende Weltordnung bestimmen, und seine Vorschl\u00e4ge zur Reorganisation der Welt und zur Schaffung einer v\u00f6llig anderen Weltordnung ein eigenes Studienfach f\u00fcr Studenten an allen f\u00fchrenden Universit\u00e4ten der Welt sein sollten.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Fallbeispiel Ukraine<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Die Genauigkeit von LaRouches Prognosen und seine sorgf\u00e4ltige Behandlung der Probleme der Volkswirtschaften zeigt sich deutlich im Falle meines Landes, der Ukraine, die eine der fortschrittlichsten Republiken der ehemaligen Sowjetunion war. Noch 1991 war sie ein wohlhabendes und fortschrittliches Entwicklungsland. Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik geh\u00f6rte, gemessen am Pro-Kopf-BIP, zu den zehn f\u00fchrenden L\u00e4ndern der Welt, und ihr BIP war h\u00f6her als das von Polen, Portugal oder Argentinien. Die Ukraine geh\u00f6rte zu den sechs &#8211; ich wiederhole, sechs! &#8211; f\u00fchrenden L\u00e4ndern der Welt mit einer vollst\u00e4ndigen eigenen Produktionskapazit\u00e4t im Flugzeugbau sowie hochmoderner Industrie f\u00fcr Schiffbau, Dieselmotoren und Automobile (einschlie\u00dflich Busse), Raketen und Landmaschinen, die auf den wissenschaftlichen, Forschungs- und Entwicklungs- und technologischen F\u00e4higkeiten der Ukraine basierte. Wir hatten keine Arbeitslosigkeit, wir hatten ein stetiges Wachstum der Qualifikationen unserer Arbeitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Im Juni 1992 trat die Ukraine dem Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) bei und erkl\u00e4rte sich bereit, alle vom IWF diktierten Auflagen f\u00fcr ausgegebene Kredite umzusetzen. Wolodymyr Martschenko und ich kamen im Februar 1995 zu einer Konferenz [des Schiller-Instituts] in Washington und berichteten, da\u00df in der Ukraine eine Diskussion \u00fcber ein Reformprogramm der Regierung lief, das dann vom Parlament genehmigt werden sollte. Lyn und Helga waren nicht gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber der unvermeidlichen Katastrophe unseres Landes.<\/p>\n<p>Wir waren damals Abgeordnete der Parlamentariergruppe der Sozialistischen Partei der Ukraine (SPU), deren Vorsitzender, Alexander Moros, Sprecher des Parlaments war. Die Reformpolitik in der Ukraine hing weitgehend von ihm pers\u00f6nlich ab, insbesondere insofern, als ukrainische \u00d6konomen und Wirtschaftsmanager die monetaristischen, kolonialen Vorschriften des IWF im Land torpedierten, im wesentlichen LaRouches Theorie der physischen \u00d6konomie unterst\u00fctzten und sich f\u00fcr eine Politik aussprachen, bei der die Entwicklung der materiellen Produktion im Vordergrund stand. Zuerst schickte das Schiller-Institut seine Vertreter Michael Vitt und Dennis Small in die Ukraine; im Mai 1995 trafen sie sich mit Parteiaktivisten der SPU; im Juni 1995 kamen Lyndon und Helga nach Kiew, wo ein Treffen zwischen ihnen und dem Parlamentspr\u00e4sidenten vereinbart wurde, und als Teilnehmerin an diesem Treffen wurde mir klar, wie \u00fcberzeugend und wie gut begr\u00fcndet LaRouche Moros dr\u00e4ngte, die IWF-Darlehen nicht anzunehmen und auf Reformen nach den Rezepten des IWF zu verzichten.<\/p>\n<p>Leider verhinderten das intellektuelle Niveau und die moralischen Qualit\u00e4ten von Moros, da\u00df er den Rat des gro\u00dfen amerikanischen \u00d6konomen annahm, was f\u00fcr das Schicksal der Ukraine schicksalhaft war. Infolgedessen wurde die ukrainische Katastrophe, wie LaRouche gewarnt hatte, unumkehrbar. Aber es hatte eine Chance, eine echte historische Chance gegeben, diese schreckliche Zerst\u00f6rung der Wirtschaft und die Verarmung und das Aussterben der Bev\u00f6lkerung zu verhindern!<\/p>\n<p>Leider ist die Unf\u00e4higkeit, das Ausma\u00df der Bedrohungen zu erkennen und sich f\u00fcr einen Weg zur Rettung der Nation zu entscheiden, ein Problem, das nicht auf Moros und die ukrainische politische Elite beschr\u00e4nkt ist, es ist ein Problem der politischen Eliten in praktisch allen L\u00e4ndern der Welt mit Ausnahme Chinas. Weil sie die grundlegenden sozio\u00f6konomischen und finanziellen Prozesse nicht verstehen und keine Verantwortung f\u00fcr das Schicksal ihrer Bev\u00f6lkerung \u00fcbernehmen, leiden nicht nur ihre eigenen L\u00e4nder, sondern die ganze Welt.<\/p>\n<p>Diese Herausforderung steht jetzt ganz oben auf der Tagesordnung der Welt. Das, wovon LaRouche unerm\u00fcdlich gesprochen hat &#8211; die Unvermeidlichkeit der globalen Finanzkrise (die in ihrer Wirkung mit einem thermonuklearen Krieg vergleichbar ist) als Folge der Inflation gigantischer spekulativer Finanzblasen auf eine kritische Gr\u00f6\u00dfe -, ist nun ein Thema von Experten auf allen Kontinenten: Paul Krugman und Mark Mobius, George Soros und Mervyn King sowie Analysten der Bank of England, der Weltbank, der Bank of America und anderer. Die enorme Finanzschuld nicht nur der schwachen L\u00e4nder der Dritten Welt, sondern auch &#8211; und das ist das wichtigste! &#8211; der f\u00fchrenden Volkswirtschaften unseres Planeten verwandelt die Weltwirtschaft in ein Pulverfa\u00df, das in naher Zukunft zwangsl\u00e4ufig explodieren wird. Nach Angaben der amerikanischen Central Intelligence Agency betr\u00e4gt im Jahr 2019 die Verschuldung der USA 23 Billionen Dollar (oder 135% des BIP), die Japans 13 Bio. Dollar (295% des BIP) und die Gro\u00dfbritanniens 2,7 Bio. Dollar (108% des BIP), w\u00e4hrend die Weltbank erkl\u00e4rt, da\u00df der maximal zul\u00e4ssige Schuldenstand eines Landes 77% des BIP betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Kehren wir zur Ukraine zur\u00fcck. Die Ukraine hat alle Forderungen des IWF vollst\u00e4ndig umgesetzt: Der staatliche Sektor der Wirtschaft wurde durch Massenprivatisierung demontiert, die Nationalbank war nicht mehr der Regierung unterstellt, und es wurde ein Gesch\u00e4ftsbankensystem eingerichtet, in dem die kleinsten Banken geschlossen werden. Gleichzeitig hatten wir eine Deregulierung der Preise, des Wechselkurses und des Au\u00dfenhandels, so da\u00df alle Voraussetzungen f\u00fcr die Bildung und Bereicherung einer ukrainischen Oligarchie geschaffen wurden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schub f\u00fcr ihr Kapital war das vom Westen auferlegte Billiglohnmodell, basierend auf einer k\u00fcnstlichen Unterbewertung des offiziellen Existenzminimums, das nur auf 20 oder 25 Prozent der realen Lebenshaltungskosten festgelegt wurde. Die Bewertung der makro\u00f6konomischen Stabilit\u00e4t erfolgte ausschlie\u00dflich anhand der Reduzierung des Haushaltsdefizits durch K\u00fcrzungen bei den Mitteln f\u00fcr Gesundheitsversorgung und Bildung sowie f\u00fcr Kultur und Sport, und durch einen stetigen Anstieg der Kosten von Strom- und Wasserversorgung, was durch das Mantra gerechtfertigt wurde, sie m\u00fc\u00dften auf das \u201eMarktniveau\u201c angehoben werden und der Staat solle sich aus jeder Regulierung der Preise f\u00fcr Lebensmittel, Medikamente und lebenswichtige G\u00fcter sowie Kommunikations-, Transport- und andere Dienstleistungen heraushalten. Die gro\u00dfe Mehrheit der Bev\u00f6lkerung wurde der M\u00f6glichkeit beraubt, durch ihr Einkommen die Lebenshaltungskosten zu decken.<\/p>\n<p>So ist es keine \u00dcberraschung, da\u00df die Ukraine heute unter allen 42 L\u00e4ndern Europas bei der Kaufkraft der Bev\u00f6lkerung an letzter Stelle steht. Diese Statistiken wurden im Oktober 2019 in der Studie \u201ePurchasing Power Europe 2019\u201c des Datenanalyse-Unternehmens GFK ver\u00f6ffentlicht: Im Durchschnitt betr\u00e4gt im Jahr 2019 das Einkommen eines in Europa lebenden Menschen 14.739 Euro, dagegen betr\u00e4gt das durchschnittliche ukrainische Einkommen 1830 Euro &#8211; nur ein Achtel davon.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftspolitik der Ukraine wird bestimmt von den gemeinsamen Interessen der ukrainischen Oligarchen und der internationalen Finanzinstitutionen (IWF, Weltbank, EBWE, Welthandelsorganisation und andere), die wiederum die Interessen der Regierungskreise in den f\u00fchrenden westlichen L\u00e4ndern zum Ausdruck bringen. Wie LaRouche warnte, haben sie kein Interesse an der Entwicklung der Volkswirtschaft oder ihrer grundlegenden physischen Wirtschaft und materiellen Produktion, sie sind allein an einem gro\u00dfen Markt f\u00fcr ihre Waren und Dienstleistungen interessiert, um ihre eigenen Gewinne zu steigern. Sie brauchen die Ukraine als einen Lieferanten von Rohstoffen f\u00fcr ihre Unternehmen und von \u00e4u\u00dferst billigen, hochqualifizierten Arbeitskr\u00e4ften. Zu den Pl\u00e4nen des Westens geh\u00f6rt sogar die \u00dcbernahme des Grund und Bodens der Ukraine &#8211; bedenken Sie, dies ist ein Land im geographischen Zentrum Europas, ein wichtiger Transitknotenpunkt f\u00fcr den eurasischen Kontinent mit Verbindungen zu zwei Meeren und zahlreichen Fl\u00fcssen, Seen und gro\u00dfen Waldfl\u00e4chen. Von besonderer Bedeutung ist unser Reichtum an Ackerland &#8211; 19% des gesamten Ackerlandes in Europa &#8211; und an Schwarzerde (8,7% der Schwarzerde weltweit).<\/p>\n<p>Deshalb sind die westlichen Strippenzieher der Reformen in der Ukraine, zusammen mit den ukrainischen Oligarchen, absolut gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber dem Leiden unseres Volkes, und dies f\u00fchrte zu einem schrecklichen Ausma\u00df der Arbeitsemigration aus der Ukraine (mindestens 10 Millionen Menschen in den letzten f\u00fcnf Jahren) und einem negativen nat\u00fcrlichen Bev\u00f6lkerungswachstum (die Sterberate ist fast doppelt so hoch wie die Geburtenrate). Die Folge ist, da\u00df die Bev\u00f6lkerung der Ukraine von 52 Millionen zur Zeit der Unabh\u00e4ngigkeit 1991 auf real nur noch 30 Millionen gefallen ist. Experten schlagen schon seit langem Alarm, und das ist ihre Sch\u00e4tzung der tats\u00e4chlichen Bev\u00f6lkerung des Landes. Aber die Regierungsstatistiken verschleiern es immer noch und behaupten, die Bev\u00f6lkerung betrage 42 Millionen Menschen, die Krim und die selbsternannten Donba\u00df-Republiken nicht eingerechnet. Der derzeitige Parlamentssprecher, Dmytro Rasumkow, mu\u00dfte jedoch den wahren Stand der Dinge anerkennen, als er im September 2019 f\u00fcr eine \u00c4nderung der Verfassung der Ukraine pl\u00e4dierte, um die Zahl der Volksvertreter im Parlament von 450 auf 300 zu reduzieren.<\/p>\n<p>Die ukrainische Wirtschaft ist heute ein trauriges Schauspiel. 2018 lag das BIP bei nur noch zwei Dritteln des Niveaus von 1991. Das BIP der Ukraine betrug ein Sechstel des argentinischen, ein F\u00fcnftel des polnischen und die H\u00e4lfte des portugiesischen BIP. 2018 lag das durchschnittliche BIP pro Kopf weltweit laut IWF-Zahlen bei 11.730 Dollar. In den fortgeschrittenen L\u00e4ndern waren es 48.970 Dollar und in den Entwicklungsl\u00e4ndern 5490 Dollar. Und in der Ukraine waren es nur 2820 Dollar!<\/p>\n<p>Aber das BIP ist eine monet\u00e4re Kategorie, der monet\u00e4re Ausdruck des Gesamtumfangs der in einem bestimmten Zeitraum produzierten Waren und Dienstleistungen. Was verbirgt sich hinter diesem Vorhang? Welche Waren wurden im Einzelnen in diesem Zeitraum in diesem Land in welcher Menge produziert? Aus dieser Sicht ist der Fall der Ukraine schrecklich: W\u00e4hrend sie dem IWF, den USA und der Europ\u00e4ischen Union gehorcht und von ihnen st\u00e4ndig f\u00fcr den Erfolg der Reformen gelobt wird, erlebt die Ukraine in Wirklichkeit eine totale wirtschaftliche Katastrophe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56529\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko1-300x206.jpg\" alt=\"Witrenko1\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko1-300x206.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko1-768x528.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko1.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 1: Anteil der Ukraine an der Weltproduktion ausgew\u00e4hlter Produkte.<\/p>\n<p>(Quelle: <em>https:\/\/aftershock.news\/?q=node\/751692)<\/em><\/p>\n<p>Schauen Sie sich die erste Grafik an (<em>Abbildung 1<\/em>), die den R\u00fcckgang des Anteils der Ukraine an der Weltproduktion der wichtigsten Rohstoffe f\u00fcr die metallurgische Industrie zeigt: Mit Ausnahme von Rutilkonzentrat brach die Produktion aller anderen Komponenten stark ein. (Der rote, untere Balken zeigt jeweils den Anteil der Ukraine an der Weltproduktion 1991 und der blaue, obere Balken den Anteil 2018.) Das gleich gilt f\u00fcr die Erzeugung von Roheisen und Stahl. Allein 2013-18 sank die Stahlerzeugung um fast ein Drittel, von 30,6 Mio. Tonnen im Jahr 2013 auf 21,1 Mio. Tonnen im Jahr 2018; Roheisen sank um 20%, von 25 Mio. t 2013 auf 20,5 Mio. t 2018.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56539\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko2-300x260.jpg\" alt=\"Witrenko2\" width=\"300\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko2-300x260.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko2-768x666.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Witrenko2.jpg 1018w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 2: Kumulierter Index der ukrainischen Industrieproduktion, 2010-2018 (2010=100)<\/p>\n<p>(Daten des ukrainischen Finanzministeriums, <em>https:\/\/index.minfin.com.ua\/economy\/index\/industrial\/<\/em>)<\/p>\n<p>Die zweite Grafik (<em>Abbildung 2<\/em>) zeigt den Zustand der ukrainischen Industrie: Es ist klar, da\u00df unsere Industrie im Koma liegt und aus diesem Land verschwindet, das noch in j\u00fcngster Zeit eine Industriemacht war. Der Anteil der Industrie am ukrainischen BIP ist um mehr als die H\u00e4lfte gesunken: von 44 Prozent im Jahr 1991 auf 20 Prozent im Jahr 2018, gleichzeitig sank auch der Anteil des Maschinenbaus an der Industrieproduktion um fast die H\u00e4lfte: von 31% im Jahr 1991 auf 15% im Jahr 2018. Der Anteil der verkauften innovationsbasierten Produkte an der gesamten Industrieproduktion ist seit Beginn dieses Jahrhunderts um den Faktor 13 gesunken: von 9,4% im Jahr 2000 auf 0,7% im Jahr 2017.<\/p>\n<p>Die folgende Tabelle zeigt die Indizes der Industrieproduktion der Ukraine im Zeitraum Januar-August 2019 (Januar 2019 = 100):<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"307\">Alle Branchen<\/td>\n<td width=\"102\">91,0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\">Rohstoffindustrie<\/td>\n<td width=\"102\">98,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\">Verarbeitendes Gewerbe<\/td>\n<td width=\"102\">92,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\">Maschinenbau<\/td>\n<td width=\"102\">87,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"307\">Strom, Erdgas, Dampf f\u00fcr Heizung<\/td>\n<td width=\"102\">71,5<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>(Daten des ukrainischen Finanzministeriums,\u00a0<em>https:\/\/index.minfin.com.ua\/economy\/index\/industrial\/<\/em>)<\/p>\n<p>Die Daten zeigen, da\u00df die Industrieproduktion insgesamt weiter zusammenbricht, w\u00e4hrend die Energiewirtschaft und der Maschinenbau schneller sinken als andere Branchen. Die Stromerzeugung ist in den letzten f\u00fcnf Jahren um ein Viertel gesunken &#8211; von 200 Mrd. Kilowattstunden 2013 auf 150 Mrd. kWh 2018. Ich nenne Ihnen noch ein paar weitere Zahlen aus dem Maschinenbau: 1991 produzierte unser f\u00fchrender Flugzeughersteller Antonov 250 Flugzeuge, aber in diesem Jahr, 2019, haben sie nicht ein einziges produziert! Vor zehn Jahren konnte die Ukraine noch 423.000 Autos produzieren, aber ein Jahrzehnt sp\u00e4ter sind es 8600, das ist fast um den Faktor 50 weniger! Die gleiche Zerst\u00f6rung ist auch in anderen Bereichen der realen Wirtschaft zu verzeichnen: Die Zahl der Rinder ist von 25,2 Millionen im Jahr 1990 auf 3,7 Mio. im Jahr 2019 gesunken &#8211; nur ein Siebtel des fr\u00fcheren Bestands. Und niemand \u00fcbernimmt die Verantwortung f\u00fcr diese Katastrophe.<\/p>\n<p>LaRouche wehrte sich gegen diese Zerst\u00f6rung der physischen Wirtschaft. Deshalb pl\u00e4dierte er f\u00fcr den Bau von Verkehrskorridoren f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung vom Atlantik bis zum Pazifischen und Indischen Ozean und schlug zukunftsweisende Ideen f\u00fcr die Erschlie\u00dfung des Mondes und Fl\u00fcge zum Mars vor. Wof\u00fcr? Damit fortschrittliche Technologien schneller entwickelt werden und produktives Kapital dominiert und nicht spekulatives Kapital. Die Aktivit\u00e4ten des Bankensektors w\u00fcrden entsprechend neu organisiert werden. Der Staat w\u00fcrde in den Aufbau der Infrastruktur investieren und die notwendigen Bedingungen f\u00fcr die Entwicklung von Energiewirtschaft, Verkehr und Industrieproduktion schaffen, d.h. der Staat w\u00e4re f\u00fcr die Entwicklung der physischen Wirtschaft als Grundlage seines gesamten Wirtschaftssystems verantwortlich.<\/p>\n<p>Lyndon LaRouche hat uns, als hervorragender \u00d6konom, Philosoph und Politiker, nicht nur auf die Ursachen und das Ausma\u00df der bevorstehenden Umw\u00e4lzungen aufmerksam gemacht, sondern auch auf die politischen Folgen der Zerst\u00f6rung des bestehenden W\u00e4hrungssystems: Er warnte davor, da\u00df die Oligarchie strenge Austerit\u00e4t fordern und faschistische Diktaturen errichten w\u00fcrde, weshalb es unerl\u00e4\u00dflich sei, da\u00df die progressive Menschheit die Oligarchie besiegt und sich ein f\u00fcr allemal von diesem parasit\u00e4ren System befreit.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Wiedergeburt des Nazismus<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Und nun hat die ganze Menschheit die Wiedergeburt des Nazismus (Faschismus) in der Ukraine erlebt. Dar\u00fcber habe ich auf meiner Pressekonferenz im Europ\u00e4ischen Parlament am 26. Februar 2014, unmittelbar nach dem Staatsstreich in der Ukraine, offen gesprochen. Nochmals vielen Dank an unsere Mitdenker vom Schiller-Institut, sowohl f\u00fcr die Organisation unserer damaligen Europareise als auch f\u00fcr die Organisation der Pressekonferenz. Die weitere Entwicklung der Ereignisse hat unsere Einsch\u00e4tzung voll best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Die nationalsozialistische, russophobe F\u00e4rbung des Euromaidan hatte den Verlust der Krim zur Folge und schuf die Voraussetzungen f\u00fcr die K\u00e4mpfe in Slawjansk und den monstr\u00f6sen Angriff auf die Antifaschisten im Gewerkschaftshaus Odessa, und sie setzte den Bruderkrieg im Donba\u00df in Gang, der seit f\u00fcnfeinhalb Jahren andauert. Selbst die offizielle Statistik besagt, da\u00df 13.000 Menschen ums Leben gekommen sind, darunter Zivilisten &#8211; Frauen, alte Menschen und Kinder. Hunderttausende wurden verwundet oder psychisch traumatisiert. Millionen wurden zu Fl\u00fcchtlingen.<\/p>\n<p>Die ganze Ukraine leidet unter den Nazi-K\u00e4mpfern, sie sind bewaffnet, gut ausgebildet und gut finanziert, sie organisieren Einsch\u00fcchterungsaktionen und \u00fcberfallartige Besetzungen von Eigentum im ganzen Land. Auch unter dem neuen Pr\u00e4sidenten der Ukraine, Selenski, halten sie die gesamte Bev\u00f6lkerung in Angst und terrorisieren das Land. Anstatt den Nationalsozialismus auszurotten und alle Nazi-Parteien und -Bewegungen zu verbieten, hat die ukrainische Regierung im Gegenteil die Nazi-Ideologie offiziell eingef\u00fchrt und bek\u00e4mpft linke Parteien und antifaschistische Organisationen. 6000 unserer Landsleute sitzen als Dissidenten im Gef\u00e4ngnis, die Verfolgung unserer Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine, einer Oppositionspartei, geht weiter: Unsere Parteizentrale und die Redaktionsr\u00e4ume unserer vor drei Jahren beschlagnahmten Parteizeitung wurden nicht an uns zur\u00fcckgegeben. Das ukrainische Justizministerium blockiert die Aktivit\u00e4ten unserer Partei, indem es sich weigert, die Dokumente von inzwischen f\u00fcnf Parteikongressen offiziell zu registrieren, gleichzeitig werden Gerichtsentscheidungen zu unseren Gunsten einfach ignoriert und nicht umgesetzt.<\/p>\n<p>In den Jahren seit dem Staatsstreich 2014 haben wir alles in unserer Macht Stehende getan, um die Wahrheit \u00fcber die Ukraine in die Welt zu tragen, ohne da\u00df es eine angemessene Reaktion der internationalen Gemeinschaft gegeben hat, aber das kann nicht ewig so weitergehen, und so beginnt Europa endlich, Alarm zu schlagen.<\/p>\n<p>Vor einem Jahr, am 25. Oktober 2018, verabschiedete das Europ\u00e4ische Parlament eine Resolution mit dem Titel \u201e\u00dcber das Aufkommen neofaschistischer Gewalt in Europa\u201c, in der es feststellen mu\u00dfte, da\u00df \u201eoffen neofaschistische, neonazistische, rassistische und fremdenfeindliche Gruppen und politische Parteien Ha\u00df und Gewalt in der Gesellschaft sch\u00fcren und uns daran erinnern, wozu sie in der Vergangenheit in der Lage waren\u201c. Damals verabschiedete das Europarlament umfassende Empfehlungen an die europ\u00e4ischen Nationen. Ich will hier zwei der 32 Punkte dieser Resolution zitieren; das Europaparlament:<\/p>\n<p>\u201e9. fordert die Mitgliedstaaten auf, Ha\u00dfdelikte, Ha\u00dfreden und Schuldzuweisungen von Politikern und Beamten auf allen Ebenen und in allen Arten von Medien scharf zu verurteilen und zu sanktionieren, da sie Ha\u00df und Gewalt in der Gesellschaft direkt normalisieren und verst\u00e4rken;<\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li>fordert die Mitgliedstaaten auf, Ha\u00dfverbrechen zu untersuchen und zu verfolgen und bew\u00e4hrte Verfahren zur Ermittlung und Untersuchung von Ha\u00dfverbrechen auszutauschen, auch solche, die speziell durch die verschiedenen Formen der Fremdenfeindlichkeit motiviert sind&#8230;\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie wir sehen k\u00f6nnen, hat LaRouche auch in dieser Hinsicht Recht behalten. Die Wirtschaftsreformen des IWF, die die materielle Produktion, d.h. die physische Wirtschaft, zerst\u00f6rten, f\u00fchrten zu einem politischen Putsch und zu Nazismus und Faschismus. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen alle m\u00f6glichen Ans\u00e4tze und die gesamte Erfahrung der Welt genutzt werden, um die Menschheit &#8211; auch die Bev\u00f6lkerung der Ukraine &#8211; vor Nazismus, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Lyndon LaRouche hat uns das Wissen geschenkt, das wir f\u00fcr die Rettung der Menschheit einsetzen m\u00fcssen!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Ru\u00dfland in der chinesischen Initiative \u201cEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201d: M\u00f6glichkeiten und Aussichten<br \/>\n<\/strong><em>Prof. Andrej Ostrowskij, Stellv. Direktor des Fernost-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Im Herbst 2013 verk\u00fcndete Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping bei seinem Gipfeltreffen mit dem kasachischen Pr\u00e4sidenten N. Nasarbajew den Beginn des Projekts \u201eWirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe\u201c. Dieses Projekt besteht aus zwei Teilen: einem kontinentalen G\u00fcrtel \u00fcber Kasachstan und Ru\u00dfland oder \u00fcber das Mittelmeer nach Europa und dem Meeresg\u00fcrtel durch S\u00fcdostasien. Sp\u00e4ter wurden diese Projekte als Initiative \u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c (OBOR) bezeichnet.<\/p>\n<p>Anfang 2015 verk\u00fcndete der Pr\u00e4sident der Russischen F\u00f6deration Wladimir Putin die Gr\u00fcndung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU), der f\u00fcnf Mitglieder angeh\u00f6ren: die Russische F\u00f6deration, Kasachstan, Wei\u00dfru\u00dfland, Armenien und Kirgisistan. Es gab einen Vorschlag zur Einrichtung einer Freihandelszone \u201eEurasische Wirtschaftsunion und China\u201c, aber im Mai 2015 ver\u00f6ffentlichten die Russische F\u00f6deration und die Volksrepublik China auf Beschlu\u00df der EEU und der chinesischen F\u00fchrung eine gemeinsame Erkl\u00e4rung \u00fcber die gegenseitige Zusammenarbeit zur Verbindung der beiden Projekte &#8211; der EEU und des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe. In dieser Erkl\u00e4rung hei\u00dft es, da\u00df beide Seiten \u201egemeinsame Anstrengungen zur Verbindung zweier Projekte &#8211; der Eurasischen Wirtschaftsunion und des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe &#8211; unternehmen werden\u201c und \u201edie gemeinsame Zusammenarbeit innerhalb bilateraler und multilateraler Formate, vor allem innerhalb der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit SCO), anpassen werden&#8230;\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Chinas Projekt Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe hat aufgrund seiner (mehr als 2100 Jahre) alten Basis offensichtliche Vorteile gegen\u00fcber dem russischen Projekt Eurasische Wirtschaftsunion. Beide Projekte haben gemeinsame, einander nicht widersprechende kulturelle Standards, das Projekt Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe umfa\u00dft mehr als drei Milliarden Menschen, das Projekt Eurasische Wirtschaftsunion dagegen nur etwa 200 Millionen Menschen. Im M\u00e4rz 2015 ver\u00f6ffentlichten das Handelsministerium und der Staatliche Ausschu\u00df f\u00fcr nationale Entwicklung und Reform der Volksrepublik China ein gemeinsames Dokument, in dem es hei\u00dft: \u201eAuf der einen Seite &#8211; die aufstrebenden Volkswirtschaften ostasiatischer L\u00e4nder -, auf der anderen Seite &#8211; die entwickelten Volkswirtschaften der europ\u00e4ischen L\u00e4nder, und zwischen ihnen liegen L\u00e4nder mit einer riesigen Landmasse mit einem gro\u00dfen Potential an wirtschaftlicher Entwicklung.\u201c<sup>2<\/sup><\/p>\n<p>Das Projekt Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe bietet China die M\u00f6glichkeit der raschen Entwicklung seiner westlichen Gebiete &#8211; die drei Provinzen Shaanxi, Gansu, Qinghai und zwei autonome Regionen, Ningxia-Hui und Xinjiang-Uygur, die in Bezug auf BIP-Umfang und Wachstumsraten hinter den K\u00fcstengebieten zur\u00fcckliegen. Dieses Projekt wird eine gleichm\u00e4\u00dfigere Verteilung der Ressourcen und Industrien im gesamten Gebiet Chinas f\u00f6rdern, um bessere soziale und wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<p>Das Projekt Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe wurde Teil von Chinas 13. F\u00fcnfjahresplan (2016-2020), der auf der Sitzung des Nationalen Volkskongresses im M\u00e4rz 2016 verabschiedet wurde. Das Projekt soll innerhalb von 30 Jahren realisiert werden. Dazu geh\u00f6ren \u201eSieben G\u00fcrtel\u201c: G\u00fcrtel f\u00fcr Verkehr, Energie, Handel, Information, Wissenschaft und Technik, Landwirtschaft und Tourismus.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2015 verk\u00fcndete der russische Vizepremier Igor Schuwalow beim \u201eAsiatischen Wirtschaftsforum\u201c Ru\u00dflands Entscheidung, sich an der Strategie des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe zu beteiligen: \u201eDer freie Waren- und Kapitalverkehr innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion bringt die europ\u00e4ische und asiatische Wirtschaft zusammen, was sie mit der chinesischen Initiative ,Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe\u2019 gemein hat. Wir in Ru\u00dfland sind sicher, da\u00df die gemeinsame Arbeit an den beiden Projekten Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe und Eurasische Wirtschaftsunion neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Entwicklung Chinas und der L\u00e4nder der Eurasischen Wirtschaftsunion schaffen kann.\u201c<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>Auf dem Territorium der L\u00e4nder der Eurasischen Wirtschaftsunion &#8211; Ru\u00dfland, Kasachstan und Wei\u00dfru\u00dfland &#8211; k\u00f6nnten sich in der Zone des Verkehrsinfrastrukturbaus (Eisenbahnen und Autobahnen) auf der Strecke Druschba (Dostyk) &#8211; Almaty &#8211; Orenburg &#8211; Kasan &#8211; Moskau &#8211; Minsk rasch \u00e4hnliche wirtschaftliche Wachstumsraten entwickeln wie in den Zonen der Transsibirischen Eisenbahn und der Chinesischen Ostbahn am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wie die Erfahrungen aus diesen Projekten (Transsibirische Eisenbahn und Chinas Ostbahn) zeigen, entwickelten sich nach dem Bau sehr langer Eisenbahnenstrecken mit Seeterminals die an die Eisenbahnen angrenzenden Gebiete sehr schnell. So wurden in dieser Zeit beispielsweise der russische Ferne Osten und Ostsibirien auf diese Weise entwickelt, ebenso wie chinesische Gebiete im Nordosten &#8211; die Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning.<\/p>\n<p>Die Verbindung der beiden Gro\u00dfprojekte hilft auf der einen Seite Ru\u00dfland und anderen L\u00e4ndern der Eurasischen Wirtschaftsunion, eine riesige Transitzone f\u00fcr Waren aus Europa nach Asien zu schaffen, um einen Markt f\u00fcr produzierte Waren sowohl in China als auch in asiatischen L\u00e4ndern zu entwickeln. Andererseits wird China mehr M\u00f6glichkeiten zur Erschlie\u00dfung seiner Absatz- und Rohstoffm\u00e4rkte haben.<\/p>\n<p>Die Verbindung dieser beiden Projekte &#8211; Eurasische Wirtschaftsunion und Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe &#8211; k\u00f6nnte auch zur Entwicklung der handelspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den L\u00e4ndern der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit (SCO) beitragen. Die \u201eNordroute\u201c des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe f\u00fchrt durch das Gebiet der drei Hauptl\u00e4nder der SCO &#8211; Ru\u00dfland, China und Kasachstan. Nach der Entwicklung des Projekts wird die Route des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe von China \u00fcber Mittel- und Westasien bis zum Persischen Golf und zum Mittelmeer f\u00fchren. Dies kann dazu beitragen, nicht nur andere L\u00e4nder der SCO &#8211; Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan -, sondern auch eine Reihe mittel- und westasiatischer Nachbarl\u00e4nder durch eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit in den Bereich dieses Projekts einzubeziehen.<\/p>\n<p>Im Zuge der Entwicklung des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe sollten alle Seiten eine Koordinierung ihrer Entwicklungsstrategien unter Ber\u00fccksichtigung ihrer wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Praxis vereinbaren. Die Grundlage f\u00fcr das Projekt ist der Bau, die Entwicklung und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur auf dem Gebiet des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe, einschlie\u00dflich der Schnellbahn Moskau-Peking.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Phase der Verbindung der beiden Projekte ist der Abbau und schlie\u00dflich die Beseitigung von Handels- und Investitionsbarrieren zwischen den Mitgliedern des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe. Das ist notwendig, um ihr Handels- und Investitionspotential zu vergr\u00f6\u00dfern, den Kapitalverkehr innerhalb des Wirtschaftssystems zu beschleunigen und die W\u00e4hrungssysteme zu harmonisieren. Es k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, da\u00df sich Mitgliedsl\u00e4nder des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe &#8211; weigern, ihre Gesch\u00e4fte untereinander in Dollar abzurechnen.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Finanzierung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>F\u00fcr die Verkn\u00fcpfung der beiden Projekte &#8211; Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe und Eurasische Wirtschaftsunion &#8211; ist es notwendig, die M\u00f6glichkeiten neuer Finanzstrukturen zu nutzen: die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) und den Seidenstra\u00dfenfonds (SRF). Dies wird dazu beitragen, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu l\u00f6sen, die mit weiteren Aktivit\u00e4ten der Zusammenarbeit in Handel und Investitionen verbunden sind, unter anderem die Infrastrukturentwicklung an der Strecke Peking &#8211; Almaty &#8211; Moskau &#8211; Minsk, die Harmonisierung der W\u00e4hrungen der Mitgliedstaaten und die Kooperation bei Investitionen zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion, dem Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe und der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Die Erf\u00fcllung dieser Aufgabe ist auf der Grundlage der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank mit 100 Mrd. Dollar Anlageverm\u00f6gen und des Seidenstra\u00dfenfonds mit 40 Mrd. Dollar Anlageverm\u00f6gen durchaus m\u00f6glich. Dies tr\u00e4gt dazu bei, auf der Grundlage von Chinas Finanzkraft und seiner gro\u00dfen Gold- und Devisenreserven die Entwicklung des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe, einer riesigen Transitzone zwischen der VR China und der Europ\u00e4ischen Union, voranzutreiben.<\/p>\n<p>Im April 2019 fand in Peking das zweite Internationale Forum zur Initiative Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe (OBOR) statt. An diesem Forum nahmen etwa 40 Staats- und Regierungschefs von L\u00e4ndern an der Route Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe sowie mehr als tausend Experten und Journalisten teil. Der Pr\u00e4sident der VR China, Xi Jinping, hielt eine Grundsatzrede, mehr als 140 Kooperationsabkommen wurden unterzeichnet. Das Volumen der chinesischen Investitionen in die Projekte entlang der Route der Initiative Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe betrug mehr als 80 Mrd. Dollar, und das Volumen der Steuer- und sonstigen Einnahmen \u00fcberstieg 2 Mrd. US-Dollar.<sup>4<\/sup><\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Strategische Aufgaben<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Heute ist China der optimale ausl\u00e4ndische Partner, um Ru\u00dflands strategische Aufgabe der Entwicklung Sibiriens und des Fernen Ostens zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Erstens kann die Ausrichtung auf den chinesischen Markt helfen, die nat\u00fcrlichen Ressourcen in diesen Gebieten wirtschaftlich effektiv zu erschlie\u00dfen, was gro\u00dfe Investitionen und einen langen Zeitraum erfordert.<\/p>\n<p>Zweitens steht die Entwicklung Sibiriens und des Fernen Ostens im Einklang mit den Interessen Chinas, denn sie tr\u00e4gt dazu bei, die Aufgabe der Wiederbelebung der alten industriellen Basis im Nordosten Chinas in den mit Ru\u00dfland benachbarten Regionen zu l\u00f6sen und die chinesische Wirtschaft insgesamt mit den notwendigen nat\u00fcrlichen Ressourcen zu versorgen.<\/p>\n<p>Drittens k\u00f6nnte die Entwicklung des chinesisch-russischen Au\u00dfenhandels Ru\u00dflands Wirtschaftsbeziehungen zu Japan und zur Republik Korea anregen. Ru\u00dfland nimmt in der au\u00dfenwirtschaftlichen Strategie Pekings einen wichtigen Platz ein als Lieferant von Rohstoffen und Energieressourcen und als Markt f\u00fcr chinesischen Maschinenbau und Elektronik.<\/p>\n<p>China betrachtet Ru\u00dfland als wichtigen Partner f\u00fcr die Versorgung mit Erd\u00f6l und Erdgas. Inzwischen hat Ru\u00dfland in der Roh\u00f6lversorgung Chinas Saudi-Arabien, andere arabische L\u00e4nder und mehrere afrikanische L\u00e4nder \u00fcberholt. In Zukunft soll Ru\u00dfland nach der Inbetriebnahme der Gaspipeline \u201eKraft Sibiriens\u201c von der Gaslagerst\u00e4tte Chayanda zum Nordosten Chinas auch bei der Lieferung von Erdgas nach China eine f\u00fchrende Position einnehmen (Gaspipelinekapazit\u00e4t: 55 Mrd. Kubikmeter pro Jahr).<\/p>\n<p>Heutzutage erfolgt der gr\u00f6\u00dfte Teil der Erd\u00f6l- und Erdgasversorgung der Volksrepublik China aus arabischen L\u00e4ndern und mehreren afrikanischen L\u00e4ndern auf dem Seeweg durch die schmale Malakka-Stra\u00dfe in S\u00fcdostasien, die in Notsituationen blockiert werden k\u00f6nnte. Deshalb ist China an alternativen Wegen f\u00fcr Energieressourcen und andere Warenlieferungen aus Ru\u00dfland und zentralasiatischen L\u00e4ndern auf dem Landweg und aus Lateinamerika \u00fcber den Pazifik interessiert. Um die Energieversorgung aus Venezuela zu sichern, begann China, den Bau eines Kanals vom Atlantik zum Pazifik durch Nikaragua voranzutreiben. Zu diesem Zweck nahm China auch den Hafen Gwadar in Pakistan in Betrieb. \u00dcber diese Route ist es mindestens sechs Monate im Jahr m\u00f6glich, Fracht, einschlie\u00dflich Erd\u00f6l und Erdgas, in Tankwagen \u00fcber den Kunjirap-Pa\u00df zu liefern.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Ru\u00dflands Ferner Osten<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Der Fern\u00f6stliche F\u00f6derationskreis nimmt 36% des Territoriums von Ru\u00dfland ein; er umfa\u00dft nur 5% der Bev\u00f6lkerung der Russischen F\u00f6deration, aber 30% der russischen Kohlereserven, 20% der Erd\u00f6l- und Erdgasvorkommen, 25% des Holzes und gro\u00dfe Reserven an seltenen und Nichteisenmetallen. Aber die Infrastruktur im Fernen Osten ist unterentwickelt. Es gibt eine einzige Fernstra\u00dfe, von Irkutsk nach Wladiwostok. Es gibt nur zwei Eisenbahnen &#8211; die Transsibirische Eisenbahn und die Baikal-Amur-Magistrale (BAM) -, die aufgrund der wirtschaftlichen R\u00fcckst\u00e4ndigkeit viel zu wenig ausgelastet sind, obwohl die Regionen gro\u00dfe Vorkommen an nat\u00fcrlichen Ressourcen und direkten Zugang zum Tiefwasserhafen Sowgawan haben, dessen nat\u00fcrliche Bedingungen besser sind als beim Tiefwasserhafen San Francisco.<\/p>\n<p>Auch die Schiffahrtsverbindung \u00fcber den Arktischen Seeweg ist unterentwickelt, lieferte aber fr\u00fcher den gr\u00f6\u00dften Teil der sogenannten \u201eVersorgung des Nordens\u201c. Man mu\u00df auch den schlechten Ausbau der Stromversorgung, der Telekommunikation, des Bankensystems erw\u00e4hnen, und bis jetzt gab es keine \u00d6l- und Gasleitungen. Der Ferne Osten und der gr\u00f6\u00dfte Teil Sibiriens sind vom europ\u00e4ischen Teil Ru\u00dflands getrennt. Au\u00dferdem sollte man die hohen Transportkosten erw\u00e4hnen, die die wirtschaftliche Kluft zwischen den Regionen im Fernen Osten und dem europ\u00e4ischen Teil Ru\u00dflands vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Die Entwicklung Sibiriens und des Fernen Ostens ist heute eines der schwierigsten strategischen Probleme der regionalen Entwicklung in Ru\u00dfland. Es ist jedoch offensichtlich, da\u00df es f\u00fcr den Aufbau des \u201eWachstumspols\u201c des russischen Fernen Ostens und das Bev\u00f6lkerungswachstum notwendig ist, die gegenseitige Zusammenarbeit mit den Staaten des asiatisch-pazifischen Raums (APR) f\u00fcr die Gr\u00fcndung von Joint Ventures, das Wachstum der Joint Ventures im BIP und das BIP-Wachstum pro Kopf zu entwickeln, um auf dieser Basis die kaufkr\u00e4ftige Nachfrage in der Bev\u00f6lkerung zu steigern und das Volumen von Einzelhandel und Dienstleistungen zu entwickeln. Diese Ziele kann Ru\u00dfland nur durch eine aktive regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Einbeziehung Ru\u00dflands in die Integrationsprozesse im Rahmen des APR erreichen.<\/p>\n<p>Die Beteiligung des russischen Fernen Ostens und Sibiriens an der OBOR-Initiative ist eine der wichtigsten Formen der interregionalen Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum. Es gibt drei Routen in den Westen: die erste \u00fcber Kasachstan, das Kaspische Meer, die transkaukasischen Regionen und die T\u00fcrkei, die zweite \u00fcber Kasachstan und den europ\u00e4ischen Teil Ru\u00dflands, die dritte \u00fcber Iran und Syrien. Aber es gibt viele Varianten der Seidenstra\u00dfe, angefangen vom Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe (<em>sichouzhilu<\/em> oder <em>yidai yilu<\/em>) und der Seidenstra\u00dfe (<em>haisilu<\/em>) bis hin zu verschiedenen See- und Eisenbahnstrecken durch Eurasien. Es gibt drei traditionelle Routen durch den europ\u00e4ischen Teil Ru\u00dflands, Kasachstan, die T\u00fcrkei, den Iran, Georgien und Aserbaidschan und eine zus\u00e4tzliche Route durch Westsibirien, Ostsibirien und den Fernen Osten. Es ist geplant, zwei transkontinentale Landbr\u00fccken &#8211; eine n\u00f6rdliche und eine s\u00fcdliche &#8211; zwischen Europa und Asien zu bauen, und die Route Jekaterinburg &#8211; Nowosibirsk &#8211; Krasnojarsk &#8211; Irkutsk &#8211; Tschita &#8211; Chabarowsk &#8211; Wladiwostok wird ein wichtiger Teil der n\u00f6rdlichen transkontinentalen Landbr\u00fccke werden.<sup>5<\/sup><\/p>\n<p>Zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben die Autoren des Analyseberichts f\u00fcr den F\u00f6derationsrat der Bundesversammlung der Russischen F\u00f6deration (Irkutsk, September 2000) vier Hauptsto\u00dfrichtungen f\u00fcr die Integration Ru\u00dflands in Nordostasien festgelegt:<\/p>\n<ol>\n<li>Erschlie\u00dfung der Erd\u00f6l- und Erdgasressourcen des Fernen Ostens und Sibiriens sowie Bau von \u00d6l- und Gaspipelinenetzen und Stromleitungen, die eine Grundlage f\u00fcr die wirtschaftliche Integration bilden k\u00f6nnen;<\/li>\n<li>Nutzung der geographischen Lage Ru\u00dflands als Br\u00fccke zwischen Europa und Asien;<\/li>\n<li>Anwerbung ausl\u00e4ndischer Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr die Entwicklung des Fernen Ostens und Sibiriens;<\/li>\n<li>Einrichtung von Technologieparks auf der Grundlage des russischen wissenschaftlichen Potentials.<sup>6<\/sup><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Seeh\u00e4fen im russischen Fernen Osten<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Alle diese Sto\u00dfrichtungen der russischen Integration in Nordostasien sind von gro\u00dfer Bedeutung. Aber man sollte besonders auf den Punkt der Nutzung der geographischen Lage Ru\u00dflands als Br\u00fccke zwischen Europa und Asien achten. F\u00fcr den regelm\u00e4\u00dfigen Betrieb der Landbr\u00fccke ist es notwendig, auch die Seekomponente zu nutzen &#8211; Seeh\u00e4fen mit einem gro\u00dfen Frachtaufkommen, die Seeschiffe mit einem gro\u00dfen Frachtaufkommen in Containern abfertigen k\u00f6nnten. Mittlerweile gibt es viele Seeh\u00e4fen im Fernen Osten, aber der gr\u00f6\u00dfte Teil davon ist im Winter zugefroren. Im Fernen Osten gibt es nur drei Seeh\u00e4fen &#8211; Wladiwostok, Nachodka und Sarubino -, wo die Eisbedingungen g\u00fcnstiger sind.<\/p>\n<p>Man mu\u00df die M\u00f6glichkeiten dieser drei Seeh\u00e4fen des Fernen Ostens vergleichen. Der Hafen Nachodka ist ein einfacher Handelshafen im S\u00fcden der Region Primorje. Sein gr\u00f6\u00dfter Nachteil ist die schlechte Verkehrsanbindung, die f\u00fcr den G\u00fcterverkehr vom Hafen aus zus\u00e4tzliche Schwierigkeiten schafft und den Frachtumschlag begrenzt.<\/p>\n<p>Der Hafen Sarubino ist aufgrund seines Klimas und seiner nat\u00fcrlichen Bedingungen besser geeignet, aber die unterentwickelte Infrastruktur in den angrenzenden Gebieten schr\u00e4nkt seine Entwicklungsperspektiven ein. Die Beh\u00f6rden der Provinz Jilin sind geneigt, den Hafen als Zugang zum Meer zu nutzen, aber es gibt viele wirtschaftliche und politische Hindernisse auf dem Weg zur Realisierung.<\/p>\n<p>Die bevorzugte Variante ist die Entwicklung des Hafens Wladiwostok, da seine geographische Lage am vorteilhaftesten ist. Wladiwostok hat im Vergleich zu Nachodka aufgrund der entwickelteren Infrastruktur eine bessere geographische Lage: Es gibt Eisenbahn und Autobahn, Flughafen und eine bessere Anbindung des Verkehrsnetzes im Vergleich zu Nachodka und Sarubino.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Entwicklung des Fernen Ostens erfordert gro\u00dfe Infrastrukturprojekte, f\u00fcr die gro\u00dfe Investitionen n\u00f6tig sind. Staatliche Haushaltsinvestitionen oder ausl\u00e4ndische Investitionen im Rahmen von \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaftsprogrammen k\u00f6nnten die Hauptfinanzierungsquellen sein. Deshalb k\u00f6nnen wir die Zusammenarbeit mit den L\u00e4ndern des Asiatisch-Pazifischen Raums als ein echtes Instrument der komplexen Entwicklung in der regionalen Wirtschaft betrachten.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, einige Aspekte des Handels und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ru\u00dfland und China zu definieren, die besonders gro\u00dfen Einflu\u00df auf den Integrationsproze\u00df in Nordostasien haben. Das Wachstum des chinesisch-russischen Handels und der gegenseitigen Zusammenarbeit bei Investitionen f\u00f6rdert die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und hilft China, auf der Grundlage der russischen nat\u00fcrlichen Ressourcen hohe Wachstumsraten aufrechtzuerhalten. Und die wirtschaftliche Entwicklung des russischen Fernen Ostens und Sibiriens kann durch ein besser ausgebautes Infrastrukturnetz dynamischer werden.<\/p>\n<p>Es gibt vier perspektivische Richtungen der chinesisch-russischen Zusammenarbeit f\u00fcr die Verbindung der beiden Projekte OBOR und EEU: 1. Energieressourcen; 2. Verkehr; 3. Investitionen; 4. Banken.<\/p>\n<p>Das Wachstum der chinesisch-russischen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen h\u00e4ngt heute vom Handelsaustausch ab. F\u00fcr eine bessere Entwicklung des chinesisch-russischen Handels mu\u00df man auf die vier oben genannten Sto\u00dfrichtungen der chinesisch-russischen Zusammenarbeit achten. Sie k\u00f6nnte zu einem wichtigen Bindeglied f\u00fcr die Entwicklung des Integrationsprozesses in Nordostasien werden und die Kluft zwischen dem Wirtschaftspotential des asiatischen und des europ\u00e4ischen Teils Ru\u00dflands verringern. Ru\u00dfland sollte sich aktiver an der chinesischen Initiative Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe beteiligen, um das Ziel der Entwicklung des russischen Fernen Ostens zu erreichen.<\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<ol>\n<li>Siehe \u0421\u043e\u0432\u043c\u0435\u0441\u0442\u043d\u043e\u0435 \u0437\u0430\u044f\u0432\u043b\u0435\u043d\u0438\u0435 \u0420\u0424 \u0438 \u041a\u041d\u0420 \u043e \u0441\u043e\u0442\u0440\u0443\u0434\u043d\u0438\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435 \u043f\u043e \u0441\u043e\u043f\u0440\u044f\u0436\u0435\u043d\u0438\u044e \u0441\u0442\u0440\u043e\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c\u0441\u0442\u0432\u0430 \u0415\u0410\u042d\u0421 \u0438 \u042d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u0433\u043e \u043f\u043e\u044f\u0441\u0430 \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438, 8 \u043c\u0430\u044f 2015 \u0433. \/\u042d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u043f\u043e\u044f\u0441 \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438, \u041c., \u0420\u0443\u0441\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0431\u0438\u043e\u0433\u0440\u0430\u0444\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0438\u043d-\u0442\u0443\u0442, \u0418\u043d-\u0442\u0443\u0442 \u044d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0445 \u0441\u0442\u0440\u0430\u0442\u0435\u0433\u0438\u0439, (\u201eGemeinsame Erkl\u00e4rung der Russischen F\u00f6deration und der Volksrepublik China \u00fcber die gegenseitige Zusammenarbeit bei der Verbindung von zwei Projekten &#8211; Eurasien Wirtschaftsunion und Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe, 8. Mai 2015 \/ Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe\u201c), Moskau, Russisches Biographisches Institut, Institut f\u00fcr Wirtschaftsstrategien, 2015. P.22.<\/li>\n<li>Siehe: \u041f\u0440\u0435\u043a\u0440\u0430\u0441\u043d\u044b\u0435 \u043f\u0435\u0440\u0441\u043f\u0435\u043a\u0442\u0438\u0432\u044b \u0438 \u043f\u0440\u0430\u043a\u0442\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0435 \u0434\u0435\u0439\u0441\u0442\u0432\u0438\u044f \u043f\u043e \u0441\u043e\u0432\u043c\u0435\u0441\u0442\u043d\u043e\u043c\u0443 \u0441\u043e\u0437\u0434\u0430\u043d\u0438\u044e \u042d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u0433\u043e \u043f\u043e\u044f\u0441\u0430 \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438 \u0438 \u041c\u043e\u0440\u0441\u043a\u043e\u0433\u043e \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438 XXI \u0432. (\u043c\u0430\u0440\u0442 2015 \u0433.) \/\u042d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u043f\u043e\u044f\u0441 \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438, \u041c., \u0420\u0443\u0441\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0431\u0438\u043e\u0433\u0440\u0430\u0444\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0438\u043d-\u0442\u0443\u0442, \u0418\u043d-\u0442\u0443\u0442 \u044d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0445 \u0441\u0442\u0440\u0430\u0442\u0435\u0433\u0438\u0439 (\u201eWunderbare Aussichten und praktische Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das zusammenwirkende Bauen von G\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe und Seidenstra\u00dfe des XXI. Jahrhunderts\u201c), Moskau, Russisches Biographisches Institut, Institut f\u00fcr Wirtschaftsstrategien, 2015. P.30).<\/li>\n<li>Siehe \u0420\u0435\u043c\u044b\u0433\u0430 \u0412.\u041d., \u041f\u0430\u0434\u0430\u043b\u043a\u043e \u0412.\u0418. \u041d\u043e\u0432\u0430\u044f \u0433\u043b\u043e\u0431\u0430\u043b\u044c\u043d\u0430\u044f \u0441\u0442\u0440\u0430\u0442\u0435\u0433\u0438\u044f \u041a\u0438\u0442\u0430\u044f \u2013 \u042d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u043f\u043e\u044f\u0441 \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438\/ \u042d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u043f\u043e\u044f\u0441 \u0428\u0435\u043b\u043a\u043e\u0432\u043e\u0433\u043e \u043f\u0443\u0442\u0438. \u041c., \u0420\u0443\u0441\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0431\u0438\u043e\u0433\u0440\u0430\u0444\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0438\u043d-\u0442\u0443\u0442, \u0418\u043d-\u0442\u0443\u0442 \u044d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0445 \u0441\u0442\u0440\u0430\u0442\u0435\u0433\u0438\u0439 (Remyga V.N., Padalko V.I., \u201eNeue globale Strategie Chinas &#8211; Der Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe\u201c), Moskau, Russisches Biographisches Institut, Institut f\u00fcr Wirtschaftsstrategien, 2015. P.66.<\/li>\n<li>Siehe \u041b\u0438 \u0425\u0443\u044d\u0439. \u041a\u0438\u0442\u0430\u0439 \u043f\u0440\u0435\u0434\u043b\u043e\u0436\u0438\u043b \u043c\u0438\u0440\u0443 \u043d\u043e\u0432\u044b\u0439 \u043f\u0443\u0442\u044c (Li Hui, \u201eChina hat einen neuen Weg f\u00fcr die Welt vorgeschlagen\u201c), <em>Dykhanie Kitaya<\/em>, 2019, \u21164, \u0440.11<\/li>\n<li>Siehe \u201cYi Dai Yi Lu. Yellow Book 2014\u201d (One Belt &#8211; One Road. Yellow Book 2014), Hg. von Yang Yanhong. Yinchuan, Ningxia renmin chubanshe (Ningxia People\u2019s Publishing House), 2015, pp.42-43.<\/li>\n<li>Siehe \u0421\u0442\u0440\u0430\u0442\u0435\u0433\u0438\u044f \u0440\u0430\u0437\u0432\u0438\u0442\u0438\u044f \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u0432 \u0410\u0422\u0420 \u0432 XXI \u0432\u0435\u043a\u0435. \u0410\u043d\u0430\u043b\u0438\u0442\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u0438\u0439 \u0434\u043e\u043a\u043b\u0430\u0434 (\u201cRu\u00dflands Entwicklungsstrategie im Asiatisch-Pazifischen Raum im XXI. Jahrhundert\u201c), Moskau, 2000, S.33.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Die Br\u00fccken Italien-Tunesien und Italien-Albanien: die Belt &amp; Road-Korridore verbinden<br \/>\n<\/strong><em>Prof. Enzo Siviero, Direktor, E-Campus Universit\u00e4t, Italien,<\/em><br \/>\n<em>Vizepr\u00e4sident, R\u00e9seau M\u00e9diterran\u00e9en des Ecoles d\u2019Ing\u00e9nieurs<br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank f\u00fcr diese freundliche Einladung. Dies ist das zweite Mal, da\u00df ich zum Schiller-Institut komme, was mir sehr gut gef\u00e4llt. Vor einigen Jahren wurde ich von meinem Kollegen Claudio Celani eingeladen. Und ich gr\u00fc\u00dfe Helga (Zepp-LaRouche), die ein wundervoller Mensch ist, die sich gerade mit diesen Dingen besch\u00e4ftigt, weshalb ich sehr stolz bin, daf\u00fcr hier zu sein.<\/p>\n<p>(Alle Abbildungen von Enzo Siviero)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56550\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero1-300x106.jpg\" alt=\"Siviero1\" width=\"300\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero1-300x106.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero1-768x273.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero1.jpg 1020w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 1: Von Afrika ist es \u00fcber das Mittelmeer nur ein kleiner Sprung nach Europa und Asien.<\/p>\n<p>Ich habe einen Bildvortrag. Beginnen wir mit dieser Idee, da\u00df Europa und Afrika Schwestern sein sollten, Br\u00fcder sein sollten. Es gibt eine Br\u00fccke, es ist eine fl\u00fcssige Br\u00fccke. Wir haben die Pflicht, diese Br\u00fccke zu festigen, denn das Mittelmeer ist ein gro\u00dfer See. Wenn man sich das ansieht, sieht man, da\u00df das, was fehlt, nur ein kleiner Sprung nach Europa und Asien ist (<em>Abbildung 1<\/em>).<\/p>\n<p>Dies ist eine Erweiterung des Vortrags, den ich vor vier Jahren gehalten habe. Ich werde nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber wenn man sich die Korridore ansieht, ist es leicht zu verstehen, da\u00df es unm\u00f6glich ist, Afrika zu erreichen, wenn es keine feste Verbindung zwischen Sizilien und Tunesien gibt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56560\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero2-300x193.jpg\" alt=\"Siviero2\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero2-300x193.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero2.jpg 723w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 2: Tunesien wird Italiens und Europas Tor nach Afrika.<\/p>\n<p>Tunesien wird also Italiens und Europas Tor nach Afrika sein (<em>Abbildung 2<\/em>). Was Albanien betrifft, so brauchen wir ein Tor von Italien &#8211; und Europa &#8211; nach Asien, durch Griechenland und vielleicht die T\u00fcrkei oder n\u00f6rdlich des Schwarzen Meers.<\/p>\n<p>Das ist es, womit man es im Norden zu tun hat. Die Investoren sind sehr gut, sie haben viele fortschrittliche Dinge. Aber der gr\u00f6\u00dfte Teil der Mittelmeertransporte &#8211; sagen wir im Moment ungef\u00e4hr 2000 Schiffe pro Monat und in einigen Jahren vielleicht 4000 Schiffe pro Monat -, 80 Prozent, gehen nach Norden \u00fcber Gibraltar. Und das ist Zeitverlust, Geldverschwendung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56570\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero3-300x194.jpg\" alt=\"Diapositiva 1\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero3-300x194.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero3-768x498.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero3-1024x664.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 3: Der gro\u00dfe Traum: Kapstadt mit Beijing verbinden.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns gemeinsam tr\u00e4umen, denn wenn wir nicht tr\u00e4umen, k\u00f6nnen wir nicht in die Zukunft blicken; das ist eine sehr wichtige Frage. Man mu\u00df sein Herz sprechen lassen und mit seinem Herz diese Hindernisse \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Mein Traum ist eine Verbindung von Kapstadt bis Peking (<em>Abbildung 3<\/em>)! Riesig, phantastisch. Aber wie war es mit Leonardo? Was war mit Leonardo vor 500 Jahren? Er tr\u00e4umte vision\u00e4re Technik. Ohne Visionen gibt es keine Zukunft!<\/p>\n<p>Und in diesem Sinne hielten wir es f\u00fcr m\u00f6glich, all dies durch die UNESCO zu verbinden. Die UNESCO ist Kultur: Alle Punkte, die Sie auf der Karte sehen, sind UNESCO-Welterbe-St\u00e4tten verschiedener Art. Und das ist ein sehr wichtiger Punkt: In Afrika gibt es viele UNESCO-St\u00e4tten. In China gibt es viele UNESCO-St\u00e4tten. Und auch in &#8211; hm, \u00fcber Italien spreche ich nat\u00fcrlich nicht, das ist selbstverst\u00e4ndlich. Ich bin doch Italiener! (Lachen.) Ich mu\u00df wohl nicht erst gro\u00df zeigen, was es bei uns alles gibt!<\/p>\n<p>Ich erinnere mich nur daran, da\u00df ich vor 55 Jahren vier Monate in Deutschland verbracht habe (ich war sehr jung, erst 20 Jahre alt, und jetzt bin ich ein Dreivierteljahrhundert, was ein sehr sch\u00f6nes Alter ist). Das ist kein Witz: Als wir hingingen, um einige Ruinen zu sehen, sagte man uns: \u201eWenn Italiener im Bus sind, bleiben Sie bitte im Bus.\u201c<\/p>\n<p>Und ich sch\u00e4tze das, denn es bedeutet: Wenn man kleine Dinge hat, dann wei\u00df man sie zu sch\u00e4tzen. Wenn man zu viele Dinge hat, wie wir in Italien, dann wei\u00df man sie leider nicht zu sch\u00e4tzen, zumindest tut das die Politik. Wir sehen das in Venedig. Ich war 44 Jahre lang Professor an der Architekturschule in Venedig, und mein Herz ist dort. Aber jetzt bin ich Rektor einer Online-Universit\u00e4t, sie ist universeller; das entspricht mehr der Einstellung des Schiller-Instituts: es ist universell, das ist sehr wichtig.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich fortfahren. Die n\u00e4chste Abbildung f\u00fchrt nach Afrika, und das ist der \u201eOdysseus-Korridor\u201c, wie ich es nenne, weil wir hier die Verbindung zu dem homerischen Mythos haben. Das ist Teil unserer Geschichte, unserer Tradition! Wir <em>sind<\/em>, weil wir <em>waren<\/em>; wir <em>werden sein<\/em>, weil wir <em>sind<\/em>! Unsere Tradition, unsere Geschichte ist unsere Zukunft. Das d\u00fcrfen wir nie vergessen!<\/p>\n<p>Und China: Manchmal vergessen wir, da\u00df China eine sehr gro\u00dfe Geschichte hat. Wir wissen das nat\u00fcrlich nicht nur dank Marco Polo (ich bin eben Venezianer).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56580\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero4-300x143.jpg\" alt=\"Siviero4\" width=\"300\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero4-300x143.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero4-768x367.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero4.jpg 950w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 4: Lage der Projekte TUNeIT und GRALBeIT zwischen Tunesien, Italien und Albanien.<\/p>\n<p>Sehen Sie, ich nenne das TUNeIT und GRALBeIT (<em>Abbildung 4<\/em>). Urspr\u00fcnglich war es ALBeIT &#8211; Albanien und Italien. Aber wir d\u00fcrfen Griechenland nicht vergessen, Griechenland ist Teil unseres Lebens, die Via Egnatia. Deshalb: GRALBeIT &#8211; Griechenland, Albanien und Italien.<\/p>\n<p>Ich will nicht sagen, da\u00df Italien das Zentrum sein wird, es ist ein Durchgangsland. Die logistische Situation wird sein, da\u00df es eine T\u00fcr von einer Seite zur anderen gibt und man versucht, sich zu verbinden.<\/p>\n<p>Wir haben die Magna Graecia im S\u00fcden Italiens. Manchmal sage ich, im S\u00fcden Italiens gibt es mehr Griechenland als in Griechenland selbst! Weil es besser erhalten ist. Wir werden so genannt wegen unseres Taormina-Theaters oder Selinunt auf der einen Seite oder den Orten dort, \u00fcberall in Kalabrien und auch in Apulien. (&#8230;)<\/p>\n<p>Die TUNeIT-Messina-Br\u00fccke wird in dieser Hinsicht mehr sein als blo\u00df eine Verbindung zwischen Messina und Reggio Calabria. Und dann gibt es den Bosporus. Nun, Sie wissen, da\u00df die T\u00fcrkei da in den letzten Jahren viel getan hat, aber heute bin ich nicht so sehr \u00fcberzeugt, da\u00df die Zukunft f\u00fcr sie einfach sein wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56590\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero5-300x243.jpg\" alt=\"Siviero5\" width=\"300\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero5-300x243.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero5.jpg 753w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 5: Die drei Mittelmeer-Korridore, \u00fcber Gibraltar, Sizilien und den Suezkanal.<\/p>\n<p>Das sind drei Korridore (<em>Abbildung 5<\/em>): Sie sehen im mittleren Teil, da\u00df der eine Korridor nach Apulien f\u00fchrt und der andere Teil nach Algier, also wird man beides miteinander verbinden. Und dann der Suezkanal. Wenn Sie den Suezkanal \u00fcberqueren und weiter nach Osten fahren, kommen Sie nach Israel. Sie kommen nicht darum herum. Ich denke, dort sind eigentlich die wichtigsten Mauern. Baut Br\u00fccken und rei\u00dft die Mauern nieder! Das ist unsere Hoffnung, und auch der chinesische Kollege hat das gesagt. Aber ich sage, wenn man auf eine Mauer st\u00f6\u00dft, mu\u00df man die Mauer zerst\u00f6ren und aus ihren Steinen gleich eine Br\u00fccke bauen. Das ist eine fortschrittliche Idee. (Manchmal versuche ich, ein Dichter zu sein.) [Applaus.]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56600\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero6-300x170.jpg\" alt=\"Siviero6\" width=\"300\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero6-300x170.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero6-768x435.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero6-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero6.jpg 1522w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 6: Lageplan des TUNeIT-Projektes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56610\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero7-300x166.jpg\" alt=\"Siviero7\" width=\"300\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero7-300x166.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero7-768x424.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero7-1024x566.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 7: Querschnitt des TUNeIT-Projektes: Der mittlere Abschnitt soll als Tunnel ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Diese Idee, Sizilien und Tunesien zu verbinden, ist aber nicht nur meine Idee. Schon vor 14 Jahren hat die ENEA, ein sehr wichtiges Forschungszentrum, einen Tunnel von einer Seite zur anderen mit vier Zwischeninseln vorgeschlagen (<em>Abbildung 6<\/em>). Die rote Linie bedeutet, da\u00df dort Schiffe fahren, derzeit 2000 im Monat, in ein paar Jahren 4000. Und warum sollte man nicht mit diesen Zwischeninseln eine Br\u00fccke bauen? Schauen wir uns das von der Seite an (<em>Abbildung 7<\/em>). (Ich bin nun einmal ein \u201eBr\u00fcckenmensch\u201c, die Leute nennen mich so.) Das ist die urspr\u00fcngliche Idee, und dann haben wir sie ein wenig mit einigen k\u00fcnstlichen Inseln ge\u00e4ndert. Ist das unm\u00f6glich? Doch, es ist m\u00f6glich! 80% der Investition k\u00f6nnten durch Einnahmen gedeckt werden. Es geht darum, anders zu denken.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich haben wir aus technischen Gr\u00fcnden beschlossen, einen Teil als Untersee-Tunnels zu bauen. Ich habe keine Zeit, darauf n\u00e4her einzugehen, aber das wird sehr wichtig sein, genauso wie die Br\u00fccke.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56620\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero8-300x170.jpg\" alt=\"Siviero8\" width=\"300\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero8-300x170.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero8-768x436.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero8-1024x581.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero8.jpg 1199w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 8: Die k\u00fcrzeste Verbindung zwischen Italien und Albanien liegt auf der Linie Valona-Otranto.<\/p>\n<p>Ich komme nun zu der Verbindung Valona-Otranto (<em>Abbildung 8<\/em>). Die Verbindung [Albanien-Italien] k\u00f6nnte auch eine andere Lage haben, aber das ist nat\u00fcrlich der k\u00fcrzeste Weg, und man mu\u00df nach Apulien. Wer Apulien kennt, der wei\u00df, da\u00df es eine der sch\u00f6nsten Regionen ist, die wir in Italien haben, mit Oliven und vielem anderen, Alberobello usw. Und auf der anderen Seite Valona. Jetzt w\u00e4chst Albanien so stark. Albanien geh\u00f6rt vielleicht mehr zu Europa als andere L\u00e4nder &#8211; warum sollte man Albanien nicht in Europa [die EU] aufnehmen?<\/p>\n<p>Wir sind daf\u00fcr, aber leider ist nicht ganz Europa \u00fcberzeugt. \u00c4hnlich ist es auch bei der Seidenstra\u00dfe! Ich kann nicht glauben, wie die Beziehungen der Europ\u00e4ischen Union zu China sind. Ich denke, Br\u00fccken sollten vor allem menschliche Br\u00fccken sein, politische Br\u00fccken, von einem Herzen zum anderen. Und l\u00e4cheln! L\u00e4cheln ist die T\u00fcr zum Gl\u00fcck. Wenn man jemanden trifft und l\u00e4chelt, ist sein Herz offen; die Sonne geht auf, es wird w\u00e4rmer und sie bildet eine Br\u00fccke aus Blumen. Das ist mein Punkt &#8211; eine Br\u00fccke aus Blumen! [Applaus.]<\/p>\n<p>Nur um zu zeigen, da\u00df es m\u00f6glich ist, solche Dinge zu tun. Anstatt an die n\u00e4chste Wahl zu denken, denkt bitte ein wenig weiter! Im Jahr 1960 gr\u00fcndeten wir Europa, mit einer anderen Mentalit\u00e4t. Heute geht es Europa schlechter, es ist voller Mauern. Warum? Weil jeder an seine Besonderheit denkt, dabei kann man nur verlieren. Alle verlieren.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum ich das Schiller-Institut so mag, weil es den Geist \u00f6ffnet. Sie versuchen, verstehen zu helfen, da\u00df es \u00fcber deine besondere Sache hinaus eine gro\u00dfe Zukunft gibt, f\u00fcr alle! Das Problem der Migranten kann nicht mit Kriegen gel\u00f6st werden, es kann auch nicht einfach dadurch gel\u00f6st werden, da\u00df man jemanden bezahlt, damit er nicht kommt. Wir m\u00fcssen \u00fcber die gesamte globale L\u00f6sung nachdenken. Und vielleicht kann auch diese Hypothese helfen. Sie k\u00f6nnte helfen, weil Tausende und Abertausende von Menschen daran arbeiten k\u00f6nnen, und das kann sie verbinden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56630\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero9-300x203.jpg\" alt=\"Siviero9\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero9-300x203.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero9-768x520.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero9-1024x693.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero9.jpg 1282w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 9: Querschnitt des GRALBeIT-Projektes. Die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit ist, da\u00df das Adriatische Meer hier mehr als 800 m tief ist.<\/p>\n<p>Schauen Sie sich das hier nicht zu genau an (<em>Abbildung 9<\/em>). Das gro\u00dfe Problem ist, da\u00df wir hier eine Tiefe von 800 Metern haben, was sehr schwierig ist. Aber wenn etwas unm\u00f6glich ist, gef\u00e4llt mir das! Manchmal erinnere ich mich daran, da\u00df ich urspr\u00fcnglich Ingenieur bin. Damals lehrte ich die Architekten Br\u00fcckenbau. So wurde ich Architekt honoris causa wegen meiner Br\u00fccken, weil ich ein Br\u00fcckenbauer bin. Alle meine Br\u00fccken sind sehr sch\u00f6n, nicht unbedingt gro\u00df, aber sehr sch\u00f6n &#8211; haupts\u00e4chlich menschliche Br\u00fccken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56640\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10a-300x134.jpg\" alt=\"Siviero10a\" width=\"300\" height=\"134\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10a-300x134.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10a-768x344.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10a-1024x459.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10a.jpg 1417w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56650\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10b-300x109.jpg\" alt=\"Siviero10b\" width=\"300\" height=\"109\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10b-300x109.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10b-768x280.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10b-1024x374.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero10b.jpg 1417w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 10: Die elliptische Form des menschlichen Auges lieferte die Inspiration f\u00fcr einen elliptischen Querschnitt des Tunnelprojektes.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns sehen, was die Idee war, ganz kurz. Ich mag n\u00e4mlich Poesie, poetische Gedanken. Ist das ein Auge? Es ist mehr! Was Sie im Inneren sehen, ist ein Auge. Was sehen Sie an dieser Farbe? Machen Sie sich keine Gedanken dar\u00fcber, da\u00df diese Dame vielleicht aus dem Mittleren Osten kommt. Vielleicht ist sie muslimisch. Islam ist der dritte Schritt des Monotheismus; der erste ist das Judentum, der zweite das Christentum und der dritte der Islam. Warum denken sie nicht gemeinsam? Es ist schwierig, das verstehe ich. Aber die Inspiration dieser Augen ist diese: da ist eine Ellipse, und von der Ellipse kommen wir zu diesem Querschnitt (<em>Abbildungen 10a, 10b<\/em>). Es ist eine Erfindung, aber wir m\u00fcssen die Aufmerksamkeit der Menschen auf uns ziehen. Wir m\u00fcssen sie davon \u00fcberzeugen, da\u00df es m\u00f6glich ist, zu denken und zu tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns weitermachen. Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, aber gl\u00fccklicherweise habe ich eine sehr feste Grundlage, denn ich bin Ingenieur &#8211; ein \u201etransgener\u201c Ingenieur, vielleicht verstehen Sie, da\u00df ich mehr bin als ein Ingenieur, sozusagen ein Organismus, der genetisch ver\u00e4ndert ist. [Lachen.] Aber ich mag diese Idee sehr. Und es gibt Sicherheitsfragen und andere Dinge, denn in dieser Tiefe zu arbeiten ist nicht so einfach.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56660\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11a-300x62.jpg\" alt=\"Siviero11a\" width=\"300\" height=\"62\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11a-300x62.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11a-768x158.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11a.jpg 922w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56670\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11b-300x93.jpg\" alt=\"Siviero11b\" width=\"300\" height=\"93\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11b-300x93.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11b-768x238.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Siviero11b.jpg 892w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 11: Seitenansicht und Querschnitt der Messinabr\u00fccke.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns mit der Messina-Br\u00fccke abschlie\u00dfen (<em>Abbildungen 11a, 11b<\/em>), die ist mein Traum, die zu einem Alptraum geworden ist. Aus politischen Gr\u00fcnden wurde entschieden, den Vertrag zu k\u00fcndigen! Das hat es noch nie in der Geschichte gegeben, wann immer Menschen da waren, die ihr Gehirn benutzen. Es war allein aus politischen Gr\u00fcnden! Die Sache war fantastisch, aber sie haben es abgesagt.<\/p>\n<p>Und meine Idee ist diese &#8211; wieder einmal ein Traum: Warum bauen wir nicht 400 Meter hohe Wolkenkratzer als Br\u00fcckenturm &#8211; Scylla und Charybdis, die Lampe des Mittelmeers &#8211; und denken dabei, da\u00df Kalabrien und Sizilien so verbunden werden k\u00f6nnten, wie es mit Odysseus und \u00c4neas der Fall war.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte zum Schlu\u00df kommen. Warum sollte man nicht an eine Mittelmeer-W\u00e4hrung denken &#8211; \u201eMed Coin\u201c? Es gab daf\u00fcr schon einmal Statuten, vielleicht kann man daran ankn\u00fcpfen. Ich wei\u00df, da\u00df das jetzt noch ein Traum ist, aber inspiriert von den Ideen Lyndon LaRouches, erkenne ich wirklich, da\u00df es nicht unm\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Wie \u00fcbersetzt man <em>Br\u00fccken<\/em>? Hier sind einige, von der UNESCO. Ich m\u00f6chte Ihnen zeigen, da\u00df die Br\u00fccke auf Chinesisch (<em>qi\u00e1o<\/em>) <em>ciao<\/em> ausgesprochen wird. \u201eCiao\u201c ist universell, wie Pizza und Spaghetti, denke ich, wie \u201earrivederci\u201c usw.<\/p>\n<p>Und zum Abschlu\u00df: Ich hatte mit dieser Br\u00fccke am Goldenen Horn zu tun, ich habe sie gerettet, denn die UNESCO wollte diese Br\u00fccke nicht. So l\u00f6ste ich das Problem und konnte zeigen, da\u00df die Menschen einen Blick auf die historische Halbinsel von Istanbul, Konstantinopel und Byzanz werfen und so mit der Tradition interagieren k\u00f6nnen. Man mu\u00df diese Dinge leben! Dies ist ein Foto, das ein Kollege von mir aufgenommen hat. Ich war als Architekt an der Galata-Br\u00fccke [in Istanbul], und ich sagte: Gib mir einen festen Punkt und ich werde das Unm\u00f6gliche tun.<\/p>\n<p>Das ist mein Traum, den ich mit Ihnen teilen m\u00f6chte. Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Die Beziehungen zwischen Griechenland und China und \u201cG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c entwickeln<br \/>\n<\/strong><em>Leonidas Chrysanthopoulos, Botschafter ad honorem, Griechenland, ehem. Generalsekret\u00e4r der Organisation f\u00fcr die Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Dies ist unsere erste Jahreskonferenz ohne Lyndon LaRouche. Wir vermissen ihn, doch sein Geist ist bei uns.<\/p>\n<p>Von all seinen zahlreichen, inspirierenden Schriften beeindruckten mich am meisten seine Kenntnisse des klassischen griechischen Denkens in Philosophie und Trag\u00f6die und seine Anstrengungen, diese als Grundlage f\u00fcr die L\u00f6sung der heutigen Probleme der Menschheit zu nutzen. Gestatten Sie mir, seine \u201edrei Sichtweisen des Prometheus\u201c zu zitieren, die aus dem 1999 ver\u00f6ffentlichten Artikel \u201ePrometheus und Europa\u201c stammen:<\/p>\n<p>\u201eDie verschiedenen, halbwegs gut informierten, aber sich widersprechenden Einsch\u00e4tzungen des klassisch griechischen Bildes der Prometheus-Gestalt lassen sich unter drei moralischen Klassifizierungen einordnen. Das wiederum f\u00fchrt uns zu einem noch grundlegenderen Gedanken, der gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der heutigen Krise der weltweit verbreiteten europ\u00e4ischen Zivilisation hat&#8230;<\/p>\n<p>Die erste der drei entgegengesetzten Sichtweisen des Prometheus ist eine moralisch absto\u00dfende&#8230; Sinngem\u00e4\u00df zusammengefa\u00dft wird Prometheus hier entweder des Verbrechens der Hybris gegen alle heidnischen G\u00f6tter schuldig gesprochen oder als tragische Gestalt gesehen, die Opfer ihres eigenen Irrtums wird, taktisch unbesonnen die ,Clubregeln&#8216; des oligarchischen Spiels zu brechen.<\/p>\n<p>Die zweite Auffassung von Prometheus &#8230; ist die einer vielleicht tragischen Gestalt, die zornig die Faust ballt und damit einen vermeintlich noblen Geist der Revolte der Bedr\u00fcckten gegen die b\u00f6sartigen G\u00f6tter zum Ausdruck bringt&#8230;<\/p>\n<p>Die dritte Sichtweise, die in Aischylos\u2019 <em>Der gefesselte Prometheus<\/em> eingef\u00fchrt wird, macht nicht den Helden Prometheus, sondern den Tyrannen Zeus zur tragischen Gestalt des Dramas. Zeus ist der Tyrann und betr\u00fcgerische Richter, dessen abscheuliche Mi\u00dfachtung des unsterblichen Prometheus nicht nur Zeus selbst, sondern allen G\u00f6ttern des Olymp den Untergang brachte&#8230;<\/p>\n<p>Da uns die beiden verloren gegangenen Teile der Trilogie fehlen, m\u00fcssen wir anderen Anhaltspunkten gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zumessen, wenn wir der Bedeutung der anhaltenden tiefen Beziehung zwischen dem Prometheus-Bild und der politischen Geschichte der europ\u00e4ischen Zivilisation nachgehen.\u201c<\/p>\n<p>Solcherart war Lyndons Weisheit. Auch f\u00fcr seine positiven Erkl\u00e4rungen zum griechischen Schuldenproblem stehen wir in Lyndons Schuld. Sie machten meinen Landsleuten Mut, wie ich ihm in unseren Gespr\u00e4chen berichtete.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Lage in Griechenland<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Die Maritime Seidenstra\u00dfe, die China mit Europa verbindet, betrifft auch Griechenland. Doch bevor ich die Details der griechischen Rolle er\u00f6rtere, soll die gegenw\u00e4rtige Wirtschaftslage des Landes dargestellt werden. Nach zehn Jahren durch die EU und die internationalen Gl\u00e4ubiger auferlegter Austerit\u00e4t bleibt Griechenland weiterhin in einer wirtschaftlich katastrophalen Lage, trotz aller positiven Rederei und Zahlen \u00fcber Wachstumsraten etc., die von der EU kommen. Das wesentliche ist, da\u00df diese positiven Zahlen keine Realit\u00e4t geworden sind, sie erreichen die Bev\u00f6lkerung nicht, w\u00e4hrend Griechenland seine Souver\u00e4nit\u00e4t verloren hat und seine Wirtschaftspolitik in den n\u00e4chsten hundert Jahren in Br\u00fcssel entschieden wird. Die \u00f6ffentliche Verschuldung in Prozenten des Bruttoinlandsprodukts hat von 124% im Jahr 2010 auf 185% zugenommen und steigt weiter. Die Renten sind nach ihrer Absenkung um 60% nicht wieder angehoben worden, und das Gesundheitswesen bleibt am Boden, w\u00e4hrend die \u00dcberbesteuerung bleibt. Die Sterberate steigt weiter. 2013 gab es 70.830 Sterbef\u00e4lle, bis 2017 stieg dies auf 124.000. Die Selbstmordrate ist um 45% gestiegen. F\u00fcr das griechische Volk ist kein Ende der Krise in Sicht, die ihm durch die falsche Politik der EU und des IWF aufgezwungen wird.<\/p>\n<p>Griechenland befindet sich unter der wirtschaftlichen Besatzung Deutschlands und der EU, gleichzeitig wurden vor kurzem mehrere Abkommen mit den USA unterzeichnet, wobei am wichtigsten das auf den neusten Stand gebrachte Mutual Defense Cooperation Agreement ist, das im letzten Monat in Athen unterzeichnet wurde. Dadurch k\u00f6nnen die beiden L\u00e4nder ihre bilateralen milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten an den St\u00fctzpunkten Larissa, Stefanovikio und Alexandroupoli ausweiten und eine gesteigerte Aktivit\u00e4t der Marinebasis Souda Bay auf Kreta auf Dauer fortsetzen. Dieses Abkommen ist bei der griechischen Bev\u00f6lkerung nicht sehr popul\u00e4r, weil sie keinen Feind sieht. F\u00fcr die USA wird Griechenland dadurch zu einem weiteren US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt, der ihnen eine bessere Kontrolle der Region des \u00f6stlichen Mittelmeers und des Nahen Ostens erlaubt.<\/p>\n<p>Um seine Au\u00dfenpolitik klarer von der deutschen und US-Politik abzuheben, entschlo\u00df sich Griechenland, seine Beziehungen zu Ru\u00dfland zu verbessern. Dem diente der offizielle Besuch des griechischen Au\u00dfenministers in Moskau am 6. November. Im Sommer des vergangenen Jahres, als Diplomaten in Athen und Moskau ausgewiesen wurden, hatten die Beziehungen zwischen beiden L\u00e4ndern einen Tiefstand erreicht. Griechenland hatte mit den Ausweisungen angefangen. Der Grund daf\u00fcr war, da\u00df Moskau Gelder an griechische Organisationen gegeben hatte, die gegen das bilaterale Abkommen zwischen Athen und Skopje [Nordmazedonien] waren, eine Begr\u00fcndung, die viele als l\u00e4cherlich betrachteten. Der Besuch zeigte positive Resultate, die Beziehungen verbesserten sich und ein Beratungsprotokoll f\u00fcr die Zeit 2020-22 wurde unterzeichnet. Griechenland wird sich auch daf\u00fcr einsetzen, die Beziehungen zwischen Ru\u00dfland und der EU zu verbessern.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>G\u00fcrtel und Stra\u00dfe<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Die Verbesserung der Beziehungen zu China ist schon seit 2005, noch vor der Zeit des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, Teil der griechischen Au\u00dfenpolitik. Verhandlungen resultierten im November 2008 in einem Vertrag zwischen der chinesischen COSCO und der Hafenbeh\u00f6rde von Pir\u00e4us (PPA), der COSCO f\u00fcr 35 Jahre das Nutzungsrecht f\u00fcr zwei Kais gibt. 2016 verkaufte die griechische Regierung 51% ihrer Anteile an der PPA an COSCO, damit wurde das chinesische Unternehmen Eigner und Betreiber von allen drei Kais des Containerterminals, ebenso des F\u00e4hrhafens, des Hafens f\u00fcr Kreuzfahrtschiffe, des Auto-Terminals und der Anlagen f\u00fcr Schiffsreparaturen. COSCO schaffte es, den j\u00e4hrlichen Containerumschlag von 685.000 20-Fu\u00df-Standardcontainer (TEU) im Jahr 2015 auf 5 Millionen im letzten Jahr zu erh\u00f6hen. Die Aktivit\u00e4ten von COSCO in Pir\u00e4us bilden bis heute die wichtigsten Aktivit\u00e4ten von Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative in Europa.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2017 wurde Griechenland die zuk\u00fcnftige Mitgliedschaft in der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) in Aussicht gestellt, im August dieses Jahres wurde es au\u00dferregionales Vollmitglied. Die Bank befa\u00dft sich mit dem Infrastrukturbedarf in Asien. Im April dieses Jahres wurde Griechenland Mitglied der Kooperationsinitiative zwischen China und den mittel- und osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern. Das ist eine Initiative, die 2012 in Budapest gegr\u00fcndet wurde und die auf die Zusammenarbeit zwischen den 17+1 L\u00e4ndern sowie die F\u00f6rderung von \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c abzielt. 18 Mitglieder der EU nehmen teil.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission und andere L\u00e4nder des harten Kerns der EU sind dieser Initiative gegen\u00fcber nicht wohlgesinnt, genauso wenig wie gegen\u00fcber dem chinesischen Einflu\u00df in Griechenland. Das zeigt sich auch an der unkoordinierten Politik der EU. Man sollte sich daran erinnern, da\u00df bei den Verhandlungen zwischen Griechenland und der Troika zur L\u00f6sung der griechischen Schuldenkrise in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2015 Berlin in Peking intervenierte und es davon abbrachte, griechische Staatsanleihen in H\u00f6he von 1,4 Mrd. \u20ac zu kaufen, was wahrscheinlich viele Aspekte gel\u00f6st h\u00e4tten. 2017 blockierte Griechenland mit seinem Veto eine Verurteilung Chinas wegen Menschenrechtsfragen.<\/p>\n<p>Auch die USA wollen keine engeren Beziehungen Griechenlands zu China. Au\u00dfenminister Pompeo sagte w\u00e4hrend seines Besuchs in Athen im Oktober: \u201eIch meldete unsere Besorgnis bez\u00fcglich chinesischer Investitionen in Technik und Infrastruktur an\u201c, und er kritisierte China, es nutze angeblich wirtschaftliche Druckmittel, um L\u00e4nder in unfaire Vereinbarungen zu zwingen, die f\u00fcr Peking von Nutzen sind und dessen Kunden im Schuldensumpf zur\u00fccklassen.<\/p>\n<p>Unbeeindruckt vom Druck der USA fuhr Griechenland mit der Sicherung seiner nationalen Interessen fort und erweiterte seine Angebote f\u00fcr Investitionen. Der griechische Ministerpr\u00e4sident nahm an der chinesischen Internationalen Importausstellung in Shanghai zu Beginn des Monats teil, worauf unmittelbar der Staatsbesuch des chinesischen Pr\u00e4sidenten in Griechenland folgte. Der Besuch war hoch erfolgreich. 16 Abkommen wurden unterzeichnet, dazu eine gemeinsame Erkl\u00e4rung, wo es in Absatz 9 hei\u00dft: \u201eBeide Seiten werden die Absichtserkl\u00e4rung f\u00fcr die Zusammenarbeit im Rahmen des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe und der Maritimen Seidenstra\u00dfe des 21. Jahrhunderts umsetzen. Dazu dienen Projekte wie der Hafen von Pir\u00e4us und die Verwirklichung der Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zusammenarbeit 2020-2022 in Schl\u00fcsselbereichen&#8230; Beide Seiten werden die Zusammenarbeit im Zollwesen zur Vereinfachung und Sicherheit des Handels st\u00e4rken, sowohl bilateral als auch im Rahmen der Land-See-Expresslinie China-Europa.\u201c Der chinesische Pr\u00e4sident unterstrich in Stellungnahmen, da\u00df China und Griechenland einander bei der Entwicklung von \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c als nat\u00fcrliche Verb\u00fcndete sehen.<\/p>\n<p>China nimmt auch an der griechischen Initiative \u201eForum antiker Kulturen\u201c teil, das im April 2017 in Athen feierlich er\u00f6ffnet wurde und das die Kenntnis und die antiken Kulturen der Zivilisationen entlang \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c voranbringt.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ist zu sagen, da\u00df die Verwirklichung und die Weiterverfolgung der von beiden Seiten unterzeichneten Abkommen entscheidend daf\u00fcr sein wird, wieviel Investitionen Griechenland und seine Menschen erreichen werden, und ob Pir\u00e4us vom f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften Containerhafen Europas zum gr\u00f6\u00dften aufsteigen kann. Auf jeden Fall ist Griechenlands wichtige Rolle bei der Entwicklung von \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c garantiert.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Pragmatismus gegen Ideologien<br \/>\n<\/strong><em>Alain Corvez, Oberst a.D., Berater f\u00fcr internationale strategische Fragen<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Das damals so genannte \u201eGleichgewicht des Schreckens\u201c w\u00e4hrend der Zeit der Konfrontation zwischen den beiden antagonistischen Ideologien des von den USA unterst\u00fctzten \u201eLaissez-faire\u201c-Kapitalismus auf der einen Seite und des von der Sowjetunion getragenen kommunistischen Kollektivismus auf der anderen Seite kollabierte mit der Aufl\u00f6sung eines der Protagonisten dieses instabilen Gleichgewichts &#8211; ein Gleichgewicht, das vorschrieb, da\u00df sich die beiden Imperialismen nicht direkt gegen\u00fcbertr\u00e4ten, aus Angst vor der gegenseitigen Zerst\u00f6rung, die die Atombombe unweigerlich hervorrufen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die kapitalistische Ideologie, die ebenso materialistisch und imperialistisch war wie ihr kommunistischer Gegner, d.h. jeglichen Gef\u00fchls f\u00fcr Geistigkeit und Erhabenheit oder auch nur grundlegenden Humanismus beraubt, war \u00fcberzeugt, eine universelle Mission zu haben, welche die Vereinigten Staaten als \u201edie unentbehrliche Nation\u201c, als \u201eneues Jerusalem oder Rom\u201c f\u00fcr das Wohl der Menschheit zu vollbringen habe.<\/p>\n<p>Diese Mission wurde zu einem brutalen Imperialismus, der die Welt durch Kriege zerst\u00f6rte, die angeblich auf den besten Prinzipien beruhten und im wesentlichen im \u201ekomplizierten\u201c Osten stattfanden, wo Millionen von Leben und Besitzt\u00fcmern zerst\u00f6rt wurden.<\/p>\n<p>Dieser Imperialismus traf zunehmend auf heftigen, immer wirksameren Widerstand, der den neuen Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten zu der logischen Schlu\u00dffolgerung brachte, da\u00df es k\u00fcnftig im Interesse der USA sei, diese \u201eendlosen Kriege\u201c zu beenden.<\/p>\n<p>Allerdings prallte sein Pragmatismus des Gesch\u00e4ftsmanns mit der Ideologie der amerikanischen Schattenregierung (<em>Deep State<\/em>) zusammen, die nicht beabsichtigt, die Vormachtstellung des US-Dollars und der amerikanischen Normen aufzugeben &#8211; eine Weigerung, aus der ihre hartn\u00e4ckigen, arglistigen Versuche hervorgingen, den Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten wegen angeblicher geheimer Absprachen mit Ru\u00dfland und jetzt f\u00fcr das, was er angeblich in der Ukraine tat, des Amtes zu entheben.<\/p>\n<p>Wir wollen hoffen, da\u00df diese hartn\u00e4ckigen Versuche, mit der sich die Weltmacht Nummer eins l\u00e4cherlich macht, nicht noch radikaler werden, um der Menschheit und um der Vereinigten Staaten willen, in deren Regieren katastrophale St\u00f6rungen zutage treten, die Folgen hat f\u00fcr eine Welt, die \u00fcber die Inkoh\u00e4renz der amerikanischen Exekutive entsetzt ist.<\/p>\n<p>Und so \u00fcbernimmt der Realismus der aufkommenden oder wieder aufkommenden M\u00e4chte Ru\u00dfland, China, Indien, Pakistan, Afrika und Lateinamerika die F\u00fchrung. Sie verteidigen ihre Interessen und organisieren sich in politischen, wirtschaftlichen und sogar strategischen Organisationen wie BRICS oder der SCO (Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit), welche die Welt verpflichten, die reine Ideologie aufzugeben und zum Pragmatismus der Nationen des Westf\u00e4lischen Friedens zur\u00fcckzukehren, die sich gegen die Imperien stellen und ihre pragmatischen Interessen verteidigen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig die der anderen verstehen und respektieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr Europa w\u00e4re es weise, sich von diesem Realismus inspirieren zu lassen und eine einengende und l\u00e4hmende Ideologie aufzugeben, die es ohnm\u00e4chtig und unf\u00e4hig macht, in allen gr\u00f6\u00dferen Krise eine Rolle zu spielen oder auch nur seine eigenen Interessen zu verteidigen. Europas Unf\u00e4higkeit, den USA im Iran entgegenzutreten, ist ein trauriges Beispiel daf\u00fcr, seine Unterwerfung unter das Kommando und die Normen der USA innerhalb der NATO ein weiteres.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Donald Trump, der Anti-Ideologe<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Donald Trumps j\u00fcngste Rede vor der UN-Vollversammlung ist in dieser Hinsicht \u00e4u\u00dferst bedeutsam, weil er die verschiedenen Formen von Patriotismus und Souver\u00e4nit\u00e4tsstreben, die rund um den Globus Aufsehen machen, verteidigte und hinzuf\u00fcgte, ihnen geh\u00f6re die Zukunft. Diese Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Patriotismus auf der Welt fand so gut wie keine Erw\u00e4hnung in den franz\u00f6sischen Medien, die unter der Kontrolle der Finanzoligarchie stehen, die gegen diese Sichtweise ist. Dahingegen zeigt sich, da\u00df Donald Trump die Botschaft der \u201eGelbwesten\u201c und anderer, die anderswo der gleichen Linie folgen, verstanden hat, besonders derjenigen, die ihn w\u00e4hlten. Insofern war seine Intervention entscheidend.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Das syrische Beispiel<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Der syrische Pr\u00e4sident Baschar al-Assad hatte nicht unrecht, als er einen ausgezeichneten Vortrag \u00fcber Geopolitik vor einer internationalen Delegation von Gewerkschaftern hielt, die am 10. September nach Syrien gekommen waren, um ihrer Unterst\u00fctzung f\u00fcr die syrischen Arbeitnehmer Ausdruck zu verleihen.<\/p>\n<p>Die syrische Krise, sagte er, mobilisiere alle Elemente des weltweiten Widerstands freier und souver\u00e4ner V\u00f6lker gegen die von der Wall Street und der Londoner City angef\u00fchrte Finanzwelt, w\u00e4hrend Europa keinen Weg finde, sich von deren Bevormundung zu emanzipieren und seine Grundlagen v\u00f6llig neu zu ordnen. Als Beispiel erw\u00e4hnte Assad den franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Macron, der von dieser Oligarchie an die Macht gebracht worden war und der die traditionellen Parteien abschaffte. Dieser Oligarchie k\u00f6nne er nur mit Worten entgegentreten, doch letztendlich verstehe er, da\u00df die Kr\u00e4fte, die ihn an die Macht brachten, kurz vor dem Ruin stehen.<\/p>\n<p>Der allgemeine Aufschrei in der ganzen Welt sei die Revolte der Menschen gegen die Finanzoligarchie, die die unteren und Mittelklassen in Europa, die Gelbwesten in Frankreich und andere rund um den Globus, j\u00fcngst im Libanon, auspre\u00dft.<\/p>\n<p>Die Arbeitnehmer aller L\u00e4nder seien das Blut der Nationen, sagte Baschar, und in Syrien habe man trotz des Krieges die sozialen Dienste aufrechterhalten und die Arbeitnehmer n\u00e4hmen an den politischen Beratungen und der Verwaltung ihrer Angelegenheiten teil.<\/p>\n<p>Die Weltkarte zeigt den Krieg zwischen dem finanziellen Reichtum in den H\u00e4nden einer winzigen Minderheit, die immer reicher wird, und der gro\u00dfen Mehrheit der Besitzlosen. Die Milit\u00e4rbasen der USA verzweigen sich \u00fcber den Planeten, um die Vorherrschaft des Dollars zu verteidigen, wogegen Nationen wie Ru\u00dfland und China sich erheben. Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Konflikt in Syrien und dem im S\u00fcdchinesischen Meer, was Peking voll und ganz bewu\u00dft ist.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Das chinesische Seidenstra\u00dfenprojekt<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Die chinesische Initiative der Neuen Seidenstra\u00dfe, auch als Ein G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe (OBOR) bezeichnet, operiert unter der Perspektive, die Konflikte zu beenden, die aus gegenteiligen Interessen entstehen, und damit auch die Kriege. Das Ziel ist der Bau von Infrastruktur zu Land und zu Wasser und damit die Schaffung von Synergien zwischen den l\u00fcckenhaften Kapazit\u00e4ten von Nationen in Bezug auf nat\u00fcrliche Ressourcen und Finanzmittel, durch die Unterzeichnung von Abkommen, bei denen jedes Land seine Interessen wiedererkennt &#8211; \u201eWin-Win\u201c: jedes Land bekommt eine Rendite im Verh\u00e4ltnis zur get\u00e4tigten Investition. Das betrifft alle Bereiche menschlicher Aktivit\u00e4t, besonders in der wissenschaftlichen Forschung, die es dem Menschen gestatten sollte, die unverzichtbaren Technologien zu entwickeln, die f\u00fcr die menschliche Entwicklung auf Erden, in den Ozeanen und im Weltraum erforderlich sind.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Lyndon LaRouche, der Wegbereiter<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Sein humanistischer und erfindungsreicher Geist brachte den Amerikaner Lyndon LaRouche 1975 dazu, ein Projekt mit der Bezeichnung \u201eOasenplan\u201c vorzuschlagen, einen Plan zur Nutzung und Ausweitung der Wasserressourcen des Nahen Ostens, mit gro\u00dfem Nutzen f\u00fcr \u00c4gypten wie auch Jordanien und Syrien, den Libanon, Pal\u00e4stina und Israel. Die beiden letzteren, durch ihre geographische Nachbarschaft harmonisch vereint, sollten die Wasserressourcen der Region f\u00fcr gro\u00dfe Projekte zur Verbindung der Wasserwirtschaft zwischen Totem Meer, Rotem Meer und Mittelmeer mobilisieren. Zus\u00e4tzliche, neue Ressourcen sollten durch den Bau von nuklearen Wasserentsalzungsanlagen geschaffen werden, die man auf beiden Seiten errichten w\u00fcrde und deren Frischwasser sich alle Seiten teilen w\u00fcrden. Dieses Projekt, das der ganzen Region zu Nutzen gekommen w\u00e4re und eine der Konfliktursachen beseitigt h\u00e4tte, wurde von den Kr\u00e4ften in den USA und in Israel, die gegen Frieden waren, verunglimpft und schlie\u00dflich verworfen.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Realismus gegen Ideologie<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Wie General De Gaulle in seiner Ansprache an der Universit\u00e4t von Mexiko 1966 sagte, liegt die Zukunft der Welt, wenn sie sich nicht in einem schrecklichen nuklearen Holocaust selbst zerst\u00f6rt, dort, wo der Schutz des Menschen der Endzweck ist, und das bedeutet die Zusammenarbeit zwischen den Nationen und Hilfe der St\u00e4rksten f\u00fcr die Schw\u00e4chsten. Ich zitiere:<\/p>\n<p>\u201eWahrlich, jenseits der Entfernungen, die schrumpfen, jenseits der Ideologien, die schw\u00e4cher werden, und der politischen Systeme, die an Kraft verlieren, ist &#8211; wenn die Menschheit sich nicht eines Tages in einer ungeheuren Selbstzerst\u00f6rung vernichtet &#8211; die Einheit des Universums die Wahrheit, die die Zukunft beherrschen wird. Eine Sache, die des Menschen; eine Notwendigkeit, die des weltweiten Fortschritts und deshalb der Hilfe f\u00fcr jene L\u00e4nder, die sich entwickeln wollen; eine Pflicht, die des Friedens &#8211; diese bilden die eigentliche Grundlage f\u00fcr die Existenz unserer Gattung.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tab-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Panel 2<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Die fundamentalen wissenschaftlichen Fragen der Zukunft<br \/>\nund die Neue Raumfahrt-Seidenstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Panel 2: Die fundamentalen Wissenschaftsfragen der Zukunft und die Neue Raumfahrt-Seidenstra\u00dfe\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/bNEOpv2Aym0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kann Europa eine Rolle in der Wissenschaft spielen?<br \/>\n<\/strong><em>Jacques Cheminade, Pr\u00e4sident von Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s, ehemaliger Pr\u00e4sidentschaftskandidat in Frankreich<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Kann Europa eine Schl\u00fcsselrolle in der Wissenschaft spielen? Diese Frage zu beantworten, ist eine gro\u00dfe Herausforderung und sollte uns alle angehen. Sie erfordert eine h\u00f6here Einsicht und Klarheit, denn der politische Wind hat zu lange in die falsche Richtung geblasen. Die Europ\u00e4ische Union hat die Idee von Europa verraten und ihren historischen Impuls f\u00fcr Kreativit\u00e4t unterdr\u00fcckt. Den europ\u00e4ischen B\u00fcrgern wurde die M\u00f6glichkeit genommen, g\u00fcltige kreative Entdeckungen zu machen, die die befriedigendste, aufregendste und menschlichste Freude darstellen.<\/p>\n<p>Auf die gleiche Weise werden die europ\u00e4ischen B\u00fcrger daran gehindert, f\u00fcr den \u201eVorteil des anderen\u201c einzutreten, was das im Westf\u00e4lischen Frieden begr\u00fcndete Grundprinzip der europ\u00e4ischen Nationalstaaten ist. Wir haben uns dem Egoismus hingegeben, die Gier der M\u00e4rkte und die Bilder der Medien haben uns verroht. Im Vergleich zu dem, was in der Au\u00dfenwelt geschieht &#8211; dem Win-Win-Konzept der Neuen Seidenstra\u00dfen, dem fortw\u00e4hrenden Aufstand vieler L\u00e4nder gegen ihre Ausbeutung, ihre Ausgrenzung und gegen ihre gescheiterten Regierungen &#8211; befinden wir uns hier im Tal der Ahnungslosen und k\u00f6nnen uns nicht mit der Entschuldigung einer milit\u00e4rischen Besetzung herausreden, wie sie die Ostdeutschen vor dem Fall der Berliner Mauer hatten. Die Mauer des Westens br\u00f6ckelt, unsere sogenannte F\u00fchrung ist blind und macht die meisten von uns blind.<\/p>\n<p>Ich will Sie deshalb in meiner Rede auf eine Reise au\u00dferhalb des Tals der Ahnungslosen mitnehmen, in dem eine mutierte Form des Britischen Empire herrscht, und Sie in eine Zukunft f\u00fchren, in der unser Auftrag darin besteht, dar\u00fcber hinauszuwachsen. Der historische Feind des Empire, Lyndon LaRouche, wird uns bei dieser wissenschaftlichen Herausforderung zur R\u00fcckgewinnung Europas leiten, damit es wieder eine Rolle in der Wissenschaft spielen kann.<\/p>\n<p>Kann Europa das? In seiner jetzigen Form, unter der Europ\u00e4ischen Zentralbank von Christine Lagarde und ihren Hinterm\u00e4nnern von der Londoner City, ist meine Antwort darauf so negativ wie die Zinss\u00e4tze, zu deren weiterer Durchsetzung Lagarde angetreten ist. Dennoch ist klar, da\u00df wir, von Lyndon LaRouches Optimismus inspiriert, der Welt das bringen k\u00f6nnen, was sie von uns verlangt &#8211; vorausgesetzt, wir \u00e4ndern unser Denken und \u00f6ffnen unsere Augen. Nicht nur um unserer selbst willen, sondern weil die V\u00f6lker der Welt um Ru\u00dfland, China, die Vereinigten Staaten und China herum uns brauchen, um die gemeinsame Zukunft zu gestalten.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unseren Irrglauben von \u201eeinem unabh\u00e4ngigen Europa gegen alle\u201c &#8211; die koloniale Wahnvorstellung des Teile und Herrsche &#8211; aus dem Fenster werfen. Stattdessen m\u00fcssen wir das beste aus unserer Kultur als Katalysator f\u00fcr die kommende Welt einbringen. Der fortw\u00e4hrende Aufstand vieler L\u00e4nder in der Welt fordert Gerechtigkeit und gegenseitige Entwicklung, doch, wie Rosa Luxemburg zu ihrer Zeit sagte, kann ein Massenstreikferment allein noch keine Vision und kein klares Projekt f\u00fcr die Zukunft hervorbringen. Dazu brauchen die Menschen diejenigen unter uns, die ihnen dabei helfen k\u00f6nnen, den Weg zu finden, und den Marsch anf\u00fchren.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist die Frage der Wissenschaft so wichtig. Der wahre Wissenschaftler steht im Einklang mit den Anst\u00f6\u00dfen eines Massenstreikferments, das danach strebt, \u00fcber die geltenden Spielregeln hinauszugehen; der wahre Wissenschaftler erforscht, entdeckt und inspiriert Menschen jenseits der bestehenden Logik. Unsere Aufgabe besteht darin, unser Denken in den Geist jener einzubringen, die \u00fcber eine solche F\u00e4higkeit der Ver\u00e4nderung verf\u00fcgen, um das soziale Umfeld zu gestalten, das notwendig ist, um unsere Feinde zu \u00fcberwinden. Wenn wir unseren Feinden die Kontrolle \u00fcber die Kultur \u00fcberlassen, sind wir zum Scheitern verurteilt. Deshalb m\u00fcssen wir Europ\u00e4er eine neue Mannigfaltigkeit f\u00fcr unsere Nationen definieren und uns von unserer \u201ewilligen Knechtschaft\u201c gegen\u00fcber der Oligarchie befreien, die unser Verhalten kontrolliert.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Der \u201eentwendete Brief\u201c der wahren Wissenschaft<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Es stellt sich eine sehr konkrete Aufgabe: Wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, pragmatisch zu sein. Um das zu tun, m\u00fcssen wir zuerst verstehen, was wahre Wissenschaft, wahre Kreativit\u00e4t ist. Das ist wie der \u201eEntwendete Brief\u201c Europas: Der Brief befindet sich mitten im Raum, es ist der historische Beitrag unserer Wissenschaftler, aber wir k\u00f6nnen ihn nicht sehen. Wir sind genauso blind geworden wie der Pariser Polizeipr\u00e4fekt in der Geschichte Edgar Allan Poes.<\/p>\n<p>Was an unseren Schulen und Universit\u00e4ten oder sogar im franz\u00f6sischen Elite-Bildungssystem gelehrt wird, kann n\u00fctzlich sein, um sich in einer vordefinierten Welt zurechtzufinden: aber das ist Fake-Wissenschaft. Als ich Anfang drei\u00dfig war, empfand ich sehr starke Zweifel an der Qualit\u00e4t dessen, was man mir in diesen Schulen vorgesetzt hatte. LaRouche forderte dann meinen Verstand mit seinen Ideen heraus und best\u00e4tigte diese Zweifel. Um eine Rolle in der Wissenschaft zu spielen, mu\u00df man zuerst verstehen, was Wissenschaft ist! Manchmal mu\u00df man danach, wie ein muslimisches Sprichwort sagt, an so entfernten Orten wie China suchen.<\/p>\n<p>Beginnen wir unsere Reise an diesem Ausgangspunkt. S\u00e9bastien Drochon, Megan Beets und Jason Ross werden uns sp\u00e4ter auf unserer Reise begleiten. Wissenschaft ist keine Statistik, die vergangene Trends widerspiegelt, sondern Neuerschaffung, um die Zukunft zu meistern. Die Gesetze des Universums liegen nicht im Bereich der Sinneswahrnehmungen als solchen, sondern liegen in der F\u00e4higkeit des Menschen, das eigene Verhalten so zu ver\u00e4ndern, da\u00df der Mensch seine Macht \u00fcber das Universum gezielt steigert.<\/p>\n<p>Wie Lyndon LaRouche schrieb:<\/p>\n<p>\u201eDer Schl\u00fcssel zur relativen Einzigartigkeit meiner eigenen Entdeckungen ist &#8230; die Ablehnung der engstirnigen Sicht von ,Physik\u2019, wie sie gew\u00f6hnlich im 20. Jahrhundert definiert wurde. Stattdessen m\u00fcssen wir uns auf den Standpunkt der Metapher in den klassischen Kunstformen von Poesie, Drama, musikalischer Polyphonie und bildender Kunst stellen&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Ein intuitives Verst\u00e4ndnis dieser Aussage gewinnt man durch einen Blick auf Leonardo da Vincis Gem\u00e4lde und in seine Notizb\u00fccher, wo auf denselben Seiten musikalische Forschungen, verschiedene Zeichnungen und Entdeckungen von Prinzipien, u.a. des Prinzips einer funktionierenden Dampfmaschine, erscheinen!<\/p>\n<p>Vasari berichtet auch, da\u00df Leonardo Musiker und S\u00e4nger einlud, als er die Mona Lisa malte, um sich geistig ganz auf seine Kreativit\u00e4t konzentrieren zu k\u00f6nnen. Und in einem von Leonardos vielen Zitaten, in denen er die verschiedenen K\u00fcnste vergleicht, was sp\u00e4ter als <em>Abhandlung \u00fcber die Malerei<\/em> vorgestellt wurde, wo er konstatiert, welche \u201eZufriedenheit\u201c die musikalische Harmonie im Ohr hervorruft, f\u00fcgt er folgendes \u00fcber die Malerei hinzu:<\/p>\n<p>\u201eViel mehr wird in der Malerei durch die proportionierte Sch\u00f6nheit eines Engelsgesichtes entstehen; eine ,konzertante\u2019 Harmonie ergibt sich aus ihren Proportionen, die das Auge anspricht, w\u00e4hrend gleichzeitig die Musik das Ohr anspricht. Und wenn sich demjenigen, der die Person liebt, die als Modell diente, eine solche Harmonie der Sch\u00f6nheit zeigt, wird er in fassungsloser Bewunderung und unvergleichlicher und \u00fcberlegener Freude gegen\u00fcber der aller anderen Sinne bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Abb. 1-3: Leonardo da Vinci studierte intensiv die Str\u00f6mungsmechanik und die Turbulenzen, die ein Hindernis in str\u00f6mendem Wasser oder str\u00f6mender Luft ausl\u00f6st.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56812\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade1-300x154.jpg\" alt=\"Cheminade1\" width=\"300\" height=\"154\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56822\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade2-203x300.jpg\" alt=\"Cheminade2\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade2-203x300.jpg 203w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade2.jpg 501w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56832\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade3-211x300.jpg\" alt=\"Cheminade3\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade3-211x300.jpg 211w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade3.jpg 509w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 4: Diese Turbulenzen nutzte Leonardo sp\u00e4ter dazu, das sch\u00f6ne Haar einer jungen Frau darzustellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56842\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade4-300x287.jpg\" alt=\"Cheminade4\" width=\"300\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade4-300x287.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Cheminade4.jpg 738w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>In einer anderen Passage sieht man, wie da Vinci, inspiriert von seinen Entdeckungen physikalischer Prinzipien, diese als \u00e4sthetische Elemente in seinen Bildern verwendet. Seine Studien zur Str\u00f6mungsmechanik (Wasser, Luft) f\u00fchrten ihn zu der Erkenntnis, wie der Druck, den Wasser oder Luft im Vor\u00fcberstr\u00f6men auf ein Hindernis aus\u00fcben, zur Entstehung von Turbulenzen f\u00fchrt (<em>Abbildungen 1, 2, 3<\/em>) &#8211; Turbulenzen, die er sp\u00e4ter explizit nutzt, um das sch\u00f6ne Haar einer jungen Dame darzustellen (<em>Abbildung 4<\/em>), wie er es selbst beschreibt:<\/p>\n<p>\u201eBeobachten Sie die Bewegung einer Wasseroberfl\u00e4che, wie sie dem Haar \u00e4hnelt, das zwei Bewegungen hat, eine kommt vom Gewicht des Haares, die andere von den Kurven der Locken. So hat Wasser gewellte Wirbel.\u201c<\/p>\n<p>Eine Metapher ist in diesem wahren Sinne nicht nur eine Redewendung, die zwei W\u00f6rter aus verschiedenen Bereichen gegen\u00fcberstellt, sondern vielmehr die g\u00e4ngige Praxis, nach der wir \u201e<em>geeignete Namen f\u00fcr vorbewu\u00dfte Begriffe ausw\u00e4hlen, die in den Bereich des Bewu\u00dftseins gebracht werden<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Aber das ist nicht die \u201epolitisch korrekte\u201c Auffassung von Wissenschaft, wie sie seit mindestens 50 Jahren vorherrscht. In der politisch korrekten Sichtweise basiert Wissenschaft auf Logik: auf Induktion und Deduktion. Entsprechend der Induktion: Wenn etwas viele Male passiert, wird es immer passieren, und man kann es daher als Gesetz ansehen. Leibniz nannte dies im Gegenteil \u201ekonsekutives Denken\u201c &#8211; das Denken eines armen, gepr\u00fcgelten Hundes, der voller Angst davonl\u00e4uft, sobald er einen Stock sieht, oder des sprichw\u00f6rtlichen Spekulanten, der aus dem 50. Stockwerk eines Wolkenkratzers springt und meint, wenn ihm w\u00e4hrend seines Sturzes 49 Stockwerke lang nichts passiert ist, wird ihm auch bis zum Ende nichts passieren.<\/p>\n<p>Deduktion wiederum wird dadurch definiert, da\u00df man alle Eigenschaften ableiten kann, indem man von einem bestimmten Konzept ausgeht. Aber Deduktion kann niemals eine Ver\u00e4nderung dieser Sache vorhersagen. Zum Beispiel definierte Aristoteles die Wirtschaft aus dem Blickwinkel einer bestimmten Anzahl von Familien und Sklaven und ihren gegebenen Produktionsweisen. Daraus schlo\u00df er, da\u00df in einer Welt mit begrenzten Ressourcen das Wachstum begrenzt und das Bev\u00f6lkerungswachstum kontrolliert werden m\u00fcsse, u.a. auch durch Beziehungen zwischen Personen gleichen Geschlechts. Der andere Name f\u00fcr Deduktion ist in der Tat Malthusianismus.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouches Erkenntnis<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>LaRouches Leben war eine unerbittliche Offensive gegen diese Kultur des Todes. Er erkl\u00e4rte immer wieder, da\u00df die menschliche Erkenniskraft, die Entdeckungen physikalischer Prinzipien bewirkt, auch in der wirtschaftlichen Praxis und zur Zunahme der physischen Arbeitsproduktivkraft pro Kopf anzuwenden sei. \u201eDieser Gegenstand\u201c, so schrieb er in seinem Aufsatz <em>Wissenschaft ist nicht Statistik<\/em>, \u201edie Beziehung zwischen den unverkennbaren, kognitiven Geistesf\u00e4higkeiten des menschlichen Individuums und der Zunahme der potentiellen relativen Bev\u00f6lkerungsdichte der menschlichen Gattung, ist das Fundament, auf dem alle meine professionellen Leistungen seit mehr als vier Jahrzehnten beruhen.\u201c<\/p>\n<p>Diese Verteidigung des eigentlich Menschlichen im Menschen inspirierte LaRouches Kampf gegen Bertrand Russell und dessen intellektuelle Sch\u00fcler oder Sch\u00fctzlinge: Norbert Wiener, \u201eder Erfinder der Informationstheorie\u201c, und John von Neumann sowie, was f\u00fcr einige paradox klingen mag, seinen Kampf gegen den \u201eliberalen\u201c von Hayek und den \u201emarxistischen\u201c Karl Marx &#8211; im Namen von Platon, Leibniz, J.F. Herbart und Carl Gau\u00df, und das meist mit der polemischen Methode von Fran\u00e7ois Rabelais. Die F\u00e4higkeit, \u00fcber b\u00f6sartige Spinnereien oder Fehler der Komposition zu lachen, ist nur dem Menschen eigen. H\u00f6ren wir, wie LaRouche sich \u00fcber Wiener lustig macht:<\/p>\n<p>\u201eAusgangspunkt meines Angriffs auf Wieners ,Informationstheorie\u2019 war unvermeidlich die Frage, was den Unterschied zwischen Prozessen ausmacht, deren Grundordnung entropisch ist, und beispielsweise lebenden Prozesse, die in ihrer grundlegenden Ordnung antientropisch sind&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Was LaRouche hier feststellt, ist, da\u00df eine so ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeit wie Wiener lebende mit nichtlebenden Prozessen verwechselt!<\/p>\n<p>Europa, um auf unser Thema zur\u00fcckzukommen, kann in der Wissenschaft nur dann eine Rolle spielen, wenn es erkennt, da\u00df die Wissenschaft das Mittel ist, um gegen Entropie anzuk\u00e4mpfen, die Zunahme der produktiven menschlichen Arbeitskraft zu f\u00f6rdern und einen Anstieg der potentiellen relativen Bev\u00f6lkerungsdichte zu erreichen. Es geht nicht darum, die Dinge in einer bestimmten, sch\u00f6nen Reihenfolge zusammenzusetzen. Wieder LaRouche: \u201eDie Vorstellung eines Gegensatzes von Entropie und Antientropie liegt au\u00dferhalb dessen, was ein gew\u00f6hnlicher Universit\u00e4tsabsolvent unter Mathematik versteht. Sie liegt in einem h\u00f6heren, ,metamathematischen Bereich\u2019, den Leibniz als den Bereich der <em>Analysis Situs<\/em> definierte.\u201c Negentropie, sp\u00e4ter von LaRouche auch Antientropie und Dynatropie genannt, ist eine Art von Ordnung, die nie in Form von statistischen Funktionen oder durch einen anderen deduktiven Beweis definiert werden kann. Ein entropisches Universum w\u00e4re zum Tode verurteilt. Stattdessen \u201ezielt die Naturwissenschaft darauf ab, immer wirksamere Hypothesen zu entwickeln. In diesem Licht wird Wissenschaft zu einer Frage, wie man die geistigen Aktivit\u00e4ten von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten aufgabenorientiert f\u00fcr eine Mission st\u00e4ndigen wissenschaftlichen Fortschritts organisiert, wobei dieser Fortschritt durch eine Abfolge immer wirksamerer Hypothesen repr\u00e4sentiert wird.\u201c<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Hinaus aus dem Tal der Ahnungslosen!<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Das ist unsere Mission und Aufgabe, hier und jetzt. Wir laden Sie alle ein, sich uns anzuschlie\u00dfen, im Namen der Sicherheit Europas und f\u00fcr alles Gute, das Europa der Welt bringen kann und sollte. Lassen Sie mich nun umrei\u00dfen, wie ich dieses Unternehmen angehen will, den Weg aus dem Tal der Ahnungslosen zu finden.<\/p>\n<p>Zuerst m\u00fcssen wir in uns selbst und unseren Mitb\u00fcrgern Lust auf Ver\u00e4nderungen wecken. Europa ist eine schlafende alte Dame, die man nicht wachk\u00fcssen kann, sondern mit einem wissenschaftlichen Tritt in den Hintern aus ihrem Schlaf der Vernunft wecken mu\u00df. Welche Welt wollen wir? Wollen wir uns weiter mit dem gr\u00fcnen Pessimismus abfinden, der uns ins tiefgr\u00fcne Chaos seiner oligarchischen Mentoren f\u00fchrt? Wollen wir weiter hinnehmen, da\u00df unsere Kinder und Enkel ein schlechteres Leben haben werden als wir oder in barbarischer Zerst\u00f6rung sterben? Nur drei Prozent der Franzosen denken heute, da\u00df ihr Leben besser werden wird! Oder nehmen wir unsere wahre, nicht-mathematische, anti-entropische Wissenschaftsgeschichte ernst und entscheiden uns, sie wieder mit Leben zu erf\u00fcllen?<\/p>\n<p>Dazu m\u00fcssen wir definieren, welche Infrastruktur, Industrie, Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie wir brauchen, indem wir \u00fcberlegen, was die zuk\u00fcnftigen Generationen und unser Gemeinwohl brauchen. Wir m\u00fcssen mit den Augen der Zukunft denken, statt mit den Augen des Geldes, das wir besitzen oder ausgeben k\u00f6nnen. Auf eine echte wirtschaftliche Zukunft zu setzen bedeutet, da\u00df wir Kredite f\u00fcr fortgeschrittene wissenschaftliche Entdeckungen und damit verbundene wirtschaftliche Forschritte vergeben m\u00fcssen. Dieser Kredit mu\u00df h\u00f6here Produktionskapazit\u00e4ten und einen offenen Zyklus kreativer Entdeckungen von Prinzipien erzeugen, Technologie, Infrastruktur, Innovationen und Ausbildung der Arbeitsproduktivkraft zum Wohle aller.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen von oben vorgehen, mit einer neuen wirtschaftlichen und sozialen Hypothese, so wie wenn ein Wissenschaftler die Axiome und Postulate eines bestimmten Zustands in Frage stellt, um zu einer besseren These zu gelangen. Nat\u00fcrlich befinden sich die Europ\u00e4ische Zentralbank, die Europ\u00e4ische Investitionsbank, die Europ\u00e4ische Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung und das gesamte Eurosystem im feindlichen Lager. Das Environmental Funders Network und die European Climate Foundation verbreiten die Vorstellung, es k\u00f6nne in einer Welt mit begrenzten Ressourcen kein unbegrenztes Wachstum geben, entsprechend den kriminellen Spielregeln der Anh\u00e4nger des Britischen Empire im 21. Jahrhundert. Weil sie das Potential menschlicher Kreativit\u00e4t f\u00fcrchten und deshalb ausschlie\u00dfen, lautet ihr Entschlu\u00df: Entv\u00f6lkerung. Man t\u00e4usche sich nicht: Keine Variante davon ist gut, weil sie alle verschiedenen Abarten der Entropie verpflichtet sind. Sie verdammen sich selbst dazu, kriminell zu sein. Wir m\u00fcssen uns ihrer entledigen, indem wir zu unseren Quellen des wissenschaftlichen Schaffens zur\u00fcckkehren, um unsere kreativen F\u00e4higkeiten zu mobilisieren und andere zu inspirieren.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Unser Projekt f\u00fcr Europa<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Unser Projekt f\u00fcr Europa ist, da\u00df Europa eine Rolle in der Wissenschaft spielen mu\u00df.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen \u00fcber das Fake-Europa, die Europ\u00e4ische Union, die aufgel\u00f6st werden mu\u00df, hinausdenken und uns f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit zwischen unseren Nationen im Interesse einer gemeinsamen Entwicklung einsetzen. Die Wahl besteht jedoch nicht darin, zu den Wurzeln einer geopolitischen \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t\u201c zur\u00fcckzukehren, wie in der britisch dominierten Weltordnung der Zeit der beiden Weltkriege, und auch nicht in Richtung der Science Fiction einer europ\u00e4ischen oder Weltsouver\u00e4nit\u00e4t abzuheben, was eine Falle f\u00fcr weiteres Gemetzel w\u00e4re, sondern zugunsten einer Win-Win-Nationengemeinschaft, die sich den gemeinsamen Zielen der Menschheit verpflichtet f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Chinas \u201eOne Belt, One Road\u201c-Initiative bietet uns eine enorme Chance, vorausgesetzt, wir haben eine langfristige Orientierung. Unsere Zusammenarbeit erstreckt sich von der Luft- und Raumfahrt, dem Weltraum, der Kernspaltung und Kernfusion, den disruptiven Technologien der KI (K\u00fcnstliche Intelligenz), des IoT (Internet der Dinge) und Supercomputern bis hin zu intelligenten St\u00e4dten, Umwelt und Medizin f\u00fcr \u00e4ltere Menschen und gegen Epidemien. In Zukunft sollten wir die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen suchen, um eine gemeinsame, globale technische Entwicklung voranzutreiben.<\/p>\n<p>Wir haben in diesem Zusammenhang eine weitere gro\u00dfe Chance, weil Pr\u00e4sident Trump und die amerikanische Bev\u00f6lkerung gegen die m\u00f6rderischen Abenteuer des milit\u00e4risch-industriellen Komplexes im Namen einer angeblichen \u201eSchutzverantwortung\u201c vorgehen wollen. Trump hat das k\u00fcrzlich \u00f6ffentlich und namentlich angeprangert, auch wenn wir es eher als die milit\u00e4risch-finanzielle Barbarei des Bestialischen (\u201eBrutish\u201c) Empire bezeichnen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Wir sind jetzt in unserer europ\u00e4ischen Organisation dabei, ein koh\u00e4rentes Projekt zusammenzustellen, das verk\u00f6rpert, was wir denken und sagen. Unsere internationale Schiller-Organisation ist in gleicher Weise von Australien bis Amerika t\u00e4tig. Wir brauchen kreative, integrative und verbindende Entwicklungen mit einem koh\u00e4renten Ansatz:<\/p>\n<ol>\n<li><strong> <em>Energie<\/em>:<\/strong> Kernenergie mu\u00df unser gemeinsames Ziel sein, sowohl beim Bau von Kernreaktoren der neuen Generationen als auch bei der Entwicklung von Kernforschungsreaktoren. Frankreich bleibt ein Vorbild f\u00fcr alle, auch wenn wir im August dieses Jahres unser Projekt f\u00fcr einen schnellen Neutronenreaktor, Astrid, eingestellt haben, und unsere Megajoule-Testanlage f\u00fcr die Laserfusion, die neben Lawrence Livermore weltweit die fortgeschrittenste ist und wo gerade ein neuer Durchbruch erzielt wurde, zu mehr als 75% f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke genutzt wird. Der ITER stellt ebenfalls ein Zukunftsprojekt dar, an dem China, die Europ\u00e4ische Union, Indien, Japan, Korea, Ru\u00dfland und die Vereinigten Staaten beteiligt sind.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch der Thorium-Schmelzreaktor mu\u00df noch entwickelt werden. Deutschland hat sich gl\u00fccklicherweise nicht aus den europ\u00e4ischen Forschungsprojekten zur\u00fcckgezogen, schaltet aber, wie auch Italien und die Schweiz, seine Reaktoren ab. Wir brauchen daher eine neue intelligente Euratom-Initiative. Wir verf\u00fcgen mit \u00fcber die besten Wissenschaftler und Experten der Welt auf diesem Gebiet, die als wissenschaftliche Task Force organisiert werden sollten.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> <em>Weltraum<\/em>:<\/strong> Die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation (ESA) verfolgt in Zusammenarbeit mit Roskosmos ein Programm zur Landung eines Rovers auf dem Mars: ExoMars 2020. Die ESA ist der Beweis daf\u00fcr, da\u00df ein Verband europ\u00e4ischer Staaten, in diesem Fall mit der russischen Roskosmos, in der besten aller m\u00f6glichen Weisen auf der Grundlage realer Projekte funktionieren kann, anstatt als Geldbeutel wie die Europ\u00e4ische Union und die Europ\u00e4ische Zentralbank. Europ\u00e4ische und westliche Astronauten gr\u00fcndeten 1985, mitten im Kalten Krieg, zusammen mit den Russen die Association of Space Explorers, um die Erforschung des Weltraums, aber auch die Weltraumfahrt und -technik zu f\u00f6rdern. Menschen, die in einer kreativen Umgebung arbeiten und sich dem Unbekannten stellen, werden schnell zu Br\u00fcdern, weil ihr gemeinsames Engagement und ihre gemeinsame Arbeit ihre Menschlichkeit f\u00f6rdert. Europa kann durch das Raumfahrtprogramm gesunden und eine Rolle in der Wissenschaft spielen.<\/li>\n<li><strong> <em>Verkehr<\/em>:<\/strong> Das Konzept besteht darin, ganz Europa vom Atlantik bis zum Ural zu verbinden durch eine Kombination von Kan\u00e4len f\u00fcr den Transport von Masseng\u00fctern, Z\u00fcgen f\u00fcr alle Arten von G\u00fctern, Lastwagen f\u00fcr Liefersysteme um Knotenpunkte herum und Lufttransport f\u00fcr die Sofortlieferung hochwertiger Teile. Vorrangig ist der Schienenverkehr in Osteuropa, der dringend verbessert werden mu\u00df.<\/li>\n<li><strong> <em>Bauen<\/em>:<\/strong> Alles, was f\u00fcr Transport und Wohnen f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Entwicklung ben\u00f6tigt wird, sollte sowohl in Bezug auf Waren als auch Arbeitskraft bewertet werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Konzept sieht eine Integration der europ\u00e4ischen, eurasischen und Seidenstra\u00dfennetze zwischen Norden und S\u00fcden, Osten und Westen vor, die an ihren verschiedenen Seiten mit dem Mittelmeer, dem Atlantik und dem Pazifik verbunden sind. Priorit\u00e4t hat dabei die Zusammenarbeit der europ\u00e4ischen Nationen bei der gemeinsamen Entwicklung Afrikas. In einem solchen Umfeld, verst\u00e4rkt durch eine Aufgabenorientierung, kann Europa eine Rolle in der Wissenschaft spielen.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Wissenschaft ist Metapher<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Das wichtigste bleibt noch zu sagen: Echte wissenschaftliche Bildung setzt voraus, da\u00df dem Gebildeten seine vorbewu\u00dften kreativen Erkenntnisprozesse \u201ebewu\u00dft\u201c gemacht werden. LaRouche betont, da\u00df die Generierung eines experimentell \u00fcberpr\u00fcfbaren neuen Prinzips (d.h. eine Prinzipienentdeckung) hinter dem dunklen Schirm souver\u00e4ner kognitiver Prozesse des einzelnen erfolgt und in keinem Kommunikationssystem darstellbar ist. Wenn das so ist, wie kann man es dann lehren? Wie l\u00e4\u00dft sich dieser Bereich erforschen? Gibt es eine formale Methode, um die ontologischen Paradoxe, die den wissenschaftlichen Entdeckungen zugrunde liegen, in Angriff zu nehmen? Nat\u00fcrlich nicht mit herk\u00f6mmlichen Lehrbuchmethoden.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung besteht darin, Entdeckungen im eigenen Kopf zu replizieren und zu diesem Zweck eine geistige N\u00e4he zu k\u00fcnstlerischen Ideen zu schaffen, insbesondere zu musikalischen Ideen, die denselben metaphorischen Ursprung haben wie das wissenschaftliche Prinzip selbst. <em>Wissenschaft ist Metapher<\/em> sagt uns Lyndon LaRouche. Deshalb spielte Einstein Geige und deshalb hatte Leonardo ein so gro\u00dfes Interesse an k\u00fcnstlerischer Komposition. Die F\u00e4higkeit, neue physikalische Prinzipien zu entdecken und zu assimilieren, wird durch die Ergr\u00fcndung des vorbewu\u00dften Bereichs k\u00fcnstlerischen Schaffens gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Deshalb sind die g\u00e4ngigen deduktiven Methoden des \u201eLernens\u201c und der \u201eblo\u00dfen Wiederholung einer bereits entdeckten Formel\u201c so destruktiv. Aber noch zerst\u00f6rerischer und extrem schwer zu beheben sind die Fehler, die im menschlichen Geist durch die Trennung von Wissenschaft und Kunst entstehen.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen die Grundlagen unseres Bildungssystems ge\u00e4ndert werden, um unseren Geist zu befreien, damit er in der Wissenschaft eine Rolle spielen kann. Wir Europ\u00e4er haben Quellen, auf die wir zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen: die Bildungskonzepte der Renaissance oder das Brigadensystem von Gaspard Monge und Lazare Carnot an der \u00c9cole Polytechnique vor der Herrschaft Napoleons, wo das Erlernen musikalischer Kompositionen, Gesang und Malerei die Ausbildung der Studenten an diesem bis dahin fortschrittlichsten und m\u00e4chtigsten Zentrum der wissenschaftlichen und technischen Arbeit aller Zeiten vervollst\u00e4ndigte. Die Humboldt-Tradition im deutschen Bildungssystem ist ein weiterer wichtiger Bezugspunkt.<\/p>\n<p>Wir leben hier in Europa in einem Raum, der gleich gro\u00df bleibt und sogar schrumpft, wo aber immer mehr Menschen leben, die immer mehr Schund im Kopf haben, und wo sich der Blickwinkel immer weiter verengt. Es sollte nicht \u00fcberraschen, da\u00df kriminelle Entv\u00f6lkerungs-Ideologen und Weltuntergangs-Apostel in einer so verpesteten Umgebung ihre Ideen verbreiten k\u00f6nnen. Ich f\u00fchle mich manchmal wie der Mann in Poes <em>Die Grube und das Pendel<\/em>. Wie er haben wir die M\u00f6glichkeit, diesen Moment der Geschichte zu ergreifen, vorausgesetzt, wir entfesseln die Kreativit\u00e4t in unserem Geist und teilen sie mit den V\u00f6lkern, die ein besseres, menschliches Leben fordern. Das ist die Dimension unserer Herausforderung, Europa so zu gestalten, da\u00df es seine Rolle in der Wissenschaft wiedererlangt. Wird das gelingen? Die Antwort liegt in jedem von uns.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Das Monddorf: der n\u00e4chste Schritt in eine neue \u00c4ra der Menschheit<br \/>\n<\/strong><em>S\u00e9bastien Drochon, Mitglied des Wissenschaftsteams von Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Es ist wirklich lustig, wenn wir erkennen, da\u00df das sch\u00f6ne alte chinesische Konzept <em>Tianxia<\/em>, das w\u00f6rtlich \u201eAlles, was unter dem Himmel liegt\u201c bedeutet und eine notwendige harmonische Einheit zwischen all den verschiedenen und manchmal gegens\u00e4tzlichen Dingen voraussagt, die \u201e<em>unter<\/em> dem Himmel\u201c auf der Erde passieren, nur dann m\u00f6glich sein wird, wenn sich der Mensch <em>\u00fcber <\/em>den Himmel hinausbewegt, durch ein ehrgeiziges internationales Raumfahrtprogramm, das alle L\u00e4nder zu einem gemeinsamen Ziel vereint.<\/p>\n<p>Vielleicht liegt es daran, da\u00df der Himmel inzwischen viel gr\u00f6\u00dfer geworden ist. Wir wissen jetzt, da\u00df unser Universum mehr als zwei Billionen Galaxien enth\u00e4lt, von denen jede mindestens mehrere hundert Milliarden Sterne hat. Bis heute haben wir mehr als 4000 Exoplaneten in unserer eigenen Galaxie entdeckt, und wir sind ziemlich sicher, da\u00df es ebenso viele Exoplaneten wie Sterne geben k\u00f6nnte. Unser Universum er\u00f6ffnet uns also neue Welten und neue faszinierende zuk\u00fcnftige Entdeckungen, vorausgesetzt, wir mobilisieren unsere Ressourcen, um dies zu erreichen.<\/p>\n<p>Das chinesische Mondprogramm geht mit gro\u00dfem Erfolg weiter und hat die USA aufgeweckt, die vor kurzem beschlossen haben, mit dem Artemis-Programm zum Mond zur\u00fcckzukehren. Auch andere Nationen wie Japan, Indien, Ru\u00dfland und die L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation wollen mit zuk\u00fcnftigen Missionen auf den Mond.<\/p>\n<p>In Europa erkl\u00e4rte der Leiter der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation, Jan W\u00f6rner, im Oktober 2015, da\u00df er in internationaler Zusammenarbeit eine dauerhafte menschliche oder robotische Basis auf dem Mond errichten will. Daraus entstand das Konzept des Monddorfes. Wenn man sich das Monddorf als langfristiges Ziel und einheitliches Konzept vorstellt, das darauf abzielt, alle Nationen mit Unterst\u00fctzung der Privatwirtschaft und der Versuchslabore zusammenzubringen, die alle bestrebt sind, die vorhandenen Ressourcen weltweit zu harmonisieren und l\u00e4ngerfristig die Industrialisierung und wissenschaftliche Forschung auf dem Mond zu erreichen &#8211; und wenn bei diesen Projekten jede Art von Sparprogramm unterbleibt -, dann k\u00f6nnen wir sicher sein, da\u00df es uns gelingen wird, eine neue Renaissance zu schaffen, die auf der gemeinsamen Nutzung des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts f\u00fcr alle basiert, auf der Erde und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>Was brauchen wir, um das zu erreichen?<\/p>\n<p>Dieses neue Paradigma einer dauerhaften menschlichen Ansiedlung auf dem Mond &#8211; und viel sp\u00e4ter auf dem Mars &#8211; wird m\u00f6glich sein, wenn es uns gelingt, die Fusionsenergie zu beherrschen. Warum ist das so wichtig f\u00fcr eine dauerhafte Ansiedlung der menschlichen Gattung auf dem Mond und dar\u00fcber hinaus?<\/p>\n<p>Weil dies die Technologie ist, die uns bei allen Prozessen der Weltraumforschung die gr\u00f6\u00dfte Steigerung der Energieflu\u00dfdichte erm\u00f6glicht, sowohl beim Raketenantrieb als auch bei der Energieerzeugung. Die Kernfusion wird es uns erm\u00f6glichen, saubere Energie im \u00dcberflu\u00df zu erzeugen und diese Energie mit viel weniger Brennstoff zu nutzen.<\/p>\n<p>Das war bei allen Raumfahrtmissionen schon immer entscheidend.<\/p>\n<p>Im Weltraum erfordert jedes bewegte Kilogramm Material und jede Minute, die wir aufwenden, um menschliches Leben im Weltraum zu erhalten, viel mehr Energie, als wir auf der Erde f\u00fcr den gleichen Zweck ben\u00f6tigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nehmen wir zum Beispiel den Mars. Es dauert etwa sechs bis neun Monate, um mit der klassischen Antriebstechnik dorthin zu gelangen. Ein Hin- und R\u00fcckflug bedeutete mindestens eine zweij\u00e4hrige Reise durch den Weltraum, die f\u00fcr Menschen lebensgef\u00e4hrlich sein kann.<\/p>\n<p>Abb. 1: K\u00fcnstlerische Darstellung einer Rakete mit Kernfusionsantrieb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56893\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon1-300x187.jpg\" alt=\"Drochon1\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon1-300x187.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon1-768x480.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon1.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 2: Ein Kernfusionsantrieb kann im Vergleich zu klassischen chemischen Raketentriebwerken pro Masseeinheit des Treibstoffs ein Vielfaches an Schub liefern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56883\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon2-300x225.jpg\" alt=\"Drochon2\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon2-300x225.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon2-768x576.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon2.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wenn die Fusionstechnik in unsere Antriebssysteme im Weltraum Einzug hielte (<em>Abbildung 1<\/em>), verf\u00fcgten wir theoretisch \u00fcber neue Raketen mit dem \u00c4quivalent von Millionen klassischen chemischen Raketenantrieben (<em>Abbildung 2<\/em>). Das gibt uns eine Vorstellung davon, was Dichte bedeutet. Diese enorme Energiemenge m\u00fc\u00dfte nicht auf einen Schlag, sondern k\u00f6nnte allm\u00e4hlich genutzt werden, um eine konstante Beschleunigung und sonst nicht m\u00f6gliche Geschwindigkeiten zu erreichen. Mit einer solchen Rakete k\u00f6nnten wir mit konstanter Beschleunigung und Abbremsung von 1G in wenigen Tagen zum Mars fliegen.<\/p>\n<p>Abb. 3 a: Der vom Princeton Plasma Physics Laboratory entwickelte Direkte Fusions-Antrieb (Direct Fusion Drive) nutzt anstelle eines Torus die sog. \u201eumgekehrte Feldkonfiguration\u201c (Princeton Field-Reversed Configuration): einen Zylinder mit Hochtemperaturmagneten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56873\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3a-300x178.jpg\" alt=\"Drochon3a\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3a-300x178.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3a-768x456.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3a.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 3b: Wenn Helium-3 und Deuterium als Gase in die Kammer eingebracht werden, werden sie dort erhitzt, bis sie ionisiert werden und ein Plasma bilden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56863\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3b-300x169.jpg\" alt=\"Drochon3b\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3b-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3b-768x433.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon3b.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>In den USA arbeitet die Satelliten-Abteilung des Princeton Plasma Physics Laboratory seit mehreren Jahren an einem Antrieb, der Direct Fusion Drive hei\u00dft. Dieser Reaktor liefert einen enormen Schub durch Aussto\u00df von Partikeln, die aus Fusionsreaktionen stammen. Die NASA zeigt zwar ein gewisses Interesse an diesen Forschungen, aber aufgrund mangelnder Finanzmittel verlangsamen sich die potentiellen Fortschritte in diesem vielversprechenden Sektor.<\/p>\n<p>Einige werden mir entgegenhalten, das sei unm\u00f6glich &#8211; alles, wovon ich rede, sei blo\u00dfe Utopie. \u201eDas wird nie passieren! Das Geld ist aus dem Fenster geworfen!\u201c<\/p>\n<p>Aber erstens w\u00e4re es v\u00f6llig sinnlos, wenn die Fusionstechnik, sobald wir sie einmal beherrschen, nur f\u00fcr Weltraumaktivit\u00e4ten eingesetzt w\u00fcrde. Der Grund, warum wir in den Weltraum fliegen und die Herausforderung annehmen, dort zu leben, ist, der Menschheit auf der Erde die Mittel zu verschaffen, Armut und Krankheiten endg\u00fcltig zu \u00fcberwinden, Kriege zu beenden und alle Umweltprobleme zu l\u00f6sen. Das Ziel ist es, jedem Menschen gen\u00fcgend Energie zur Verf\u00fcgung zu stellen, um w\u00fcrdig zu leben und seine Kreativit\u00e4t f\u00fcr das Gemeinwohl einzusetzen. Der Zweck, in den Weltraum zu fliegen, ist nicht, den Problemen auf der Erde zu entkommen, sondern sie zu bew\u00e4ltigen. Wir gehen dorthin, \u201enicht weil es einfach ist, sondern weil es schwer ist\u201c (John F. Kennedy), und die Schwierigkeiten, dorthin zu gelangen, treiben uns an, sie zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Zweitens sind sich diejenigen, die st\u00e4ndig sagen, die Kernfusion werde immer unerreichbar bleiben, nicht dar\u00fcber bewu\u00dft, da\u00df in den USA in mehreren Studien aus den 1970er Jahren festgestellt wurde, da\u00df die kontrollierte thermonukleare Fusion durchaus in 15-30 Jahren erreichbar w\u00e4re &#8211; aber nur wenn gen\u00fcgend in die Erforschung investiert wird. Seit dem Erscheinen dieser Studien lagen die Investitionen in diesem Bereich jedoch immer weit unter dem Niveau, das erforderlich w\u00e4re, um die Kernfusion vollst\u00e4ndig zu beherrschen.<\/p>\n<p>Abb. 4: Fehlbetrag bei den Mitteln f\u00fcr die Kernfusionsforschung: tats\u00e4chlich eingesetzte Mittel im Vergleich zu dem Betrag, der 1976 h\u00e4tte eingesetzt werden m\u00fcssen, um die Kernfusion bis 1998 zu entwickeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56853\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon4-300x146.jpg\" alt=\"Drochon4\" width=\"300\" height=\"146\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon4-300x146.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon4-768x375.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Drochon4.jpg 942w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>In dieser Grafik (<em>Abbildung 4<\/em>) sehen Sie rot markiert die Deckungsl\u00fccke der Investitionen in das amerikanische Fusionsforschungsprogramm &#8211; es wurde nie das Finanzierungsniveau erreicht, um die Kernfusion bis Ende der 90er Jahre zu erreichen.<\/p>\n<p>Eines stimmt: beim derzeitigen Finanzierungsniveau werden wir es tats\u00e4chlich nie schaffen. Deshalb brauchen wir ein Crash-Programm, das weit \u00fcber unsere laufenden Programme hinausgeht. Nur so k\u00f6nnen wir diese Technik so schnell wie m\u00f6glich unter Kontrolle bringen.<\/p>\n<p>Dennoch k\u00f6nnen wir optimistisch sein. Und als franz\u00f6sischer Staatsb\u00fcrger freue ich mich, Ihnen mitteilen zu k\u00f6nnen, da\u00df die Atomenergiebeh\u00f6rde mit der Megajoule-Laseranlage (LMJ) in Bordeaux gerade einen neuen Durchbruch in diesem Bereich erzielt hat. Hierbei wurde Kernfusion nicht durch magnetischen Einschlu\u00df in den gro\u00dfen Donuts, die wir Tokamak nennen, erzeugt, sondern durch Tr\u00e4gheitseinschlu\u00df, bei dem eine Mischung aus Fusionsbrennstoffen, die in einer Mikrokapsel eingeschlossen sind, mit leistungsstarken Lasern erhitzt und komprimiert wird, um Kernfusionsreaktionen auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Laut einem internen Dokument des Atombeh\u00f6rde fand am 11. Oktober ein sehr erfolgreicher Versuch statt, als die aufeinander abgestimmten Lichtstrahlen von 48 Riesenlasern ein Mikropellet aus Fusionsbrennstoff zur Implosion brachten und eine Fusionsreaktion ausl\u00f6sten, bei der 100 Milliarden Neutronen freigesetzt wurden. Das Targeting und andere Vorg\u00e4nge liefen wie geplant und vorberechnet ab.<\/p>\n<p>Ich bitte Sie, dar\u00fcber nachzudenken, was es bedeutet, da\u00df eine solche Fusionsreaktion auf der Erde erzeugt wurde.<\/p>\n<p>Seit Milliarden von Jahren produziert die Sonne kontinuierlich Fusionsreaktionen. So verbrennt sie ihren eigenen internen Treibstoff. Aber jetzt produziert das Universum irgendwo im Sonnensystem, n\u00e4mlich auf der Erde, eine kontrollierte Kernfusion durch ein willentlich kreatives Wesen namens Mensch. Das mu\u00df man sich vergegenw\u00e4rtigen. Es geht hier nicht nur um Energie. Was hier geschieht, ist, dem Universum eine neue Kraftquelle zu verleihen. Man k\u00f6nnte auch sagen, das Universum gibt sich durch uns eine neue Kraftquelle und verleiht sich so selbst ein neues Potential zur Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Das gibt uns einen Eindruck davon, wie wir das Universum und seine Beziehung zum Menschen eigentlich betrachten sollten. Unser Universum selbst ist kreativ, weil es die menschliche Kreativit\u00e4t in seine Ver\u00e4nderungsprozesse eingebettet hat. Das ist eine sch\u00f6ne Vorstellung, die uns einen Eindruck davon vermitteln sollte, warum die Erforschung des Weltraums nicht nur eine menschliche Laune ist, sondern bestimmt auch ein Weg, um die Rate der Kreativleistung zu erh\u00f6hen, die das Universum potentiell durch menschliche Kreativit\u00e4t hervorbringen soll. Genau so sollten wir die Weltraumforschung in Zukunft betrachten. Denn jedes Mal, wenn wir uns entscheiden, immer weiter und weiter in den Weltraum vorzudringen oder zu schauen, gelangt die Menschheit zu neuen Erkenntnissen und ver\u00e4ndert damit das Universum als Ganzes.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Der extraterrestrische Imperativ<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Damit kommen wir zu einem weiteren Aspekt, der sicherlich der wichtigste ist. Was bedeutet Weltraumforschung f\u00fcr uns wirklich?<\/p>\n<p>Wir alle sind souver\u00e4ne Individuen, wir sind alle einzigartig in dem Sinne, da\u00df wir alle unsere eigene Pers\u00f6nlichkeit und Kreativit\u00e4t haben. Aber unser Verhalten, unser Empfinden, unsere Gedanken sind nicht v\u00f6llig von der Gesellschaft getrennt, in der wir leben. Wenn die Gesellschaft ihren Zweck, ihr edles Ziel verloren hat und sich schlechte Gewohnheiten entwickeln &#8211; wie z.B. Zeit zu verschwenden, stumpfsinnige Videos im Internet zu schauen -, oder wenn die Gesellschaft pessimistisch \u00fcber die Zukunft der Menschheit und der menschlichen Natur denkt, dann leidet bei allem, was wir tun, unser Geist und unsere Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Aber wenn wir daf\u00fcr k\u00e4mpfen, die Gesellschaft und die Menschheit wieder auf die Beine zu bringen, wenn die Menschheit an einer Mission festh\u00e4lt, die es den zuk\u00fcnftigen Generationen erm\u00f6glicht, immer neue Prinzipien zu entdecken und besser zu leben, dann wird jeder einzelne eine wahre Motivation finden, den zuk\u00fcnftigen Generationen etwas Sch\u00f6nes zu hinterlassen und daf\u00fcr seine Kreativit\u00e4t einzusetzen.<\/p>\n<p>Kreativit\u00e4t ist kein Zaubertrick, der den Menschen willk\u00fcrlich in den Sinn kommt. Sie ist keine irrationale Aufwallung, so wie sich das die meisten Romantiker vorstellen, sondern sie entspringt einer bestimmten Art leidenschaftlicher Gef\u00fchle &#8211; die mitrei\u00dfende \u00dcberzeugung, da\u00df man an der Geschichte teilhat und etwas zur Verbesserung der gesamten Menschheit und der zuk\u00fcnftigen Generationen beitr\u00e4gt. Man sp\u00fcrt einen Sinn im Leben, der \u00fcber das eigene Leben hinausgeht.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum die Weltraumforschung so wichtig ist. Deshalb ist eine missionsorientierte Gesellschaft, die ihre eigene Zukunft im Weltraum sieht, der Schl\u00fcssel zu einem neuen Paradigma der friedlichen Entwicklung.<\/p>\n<p>In diesem Sinne will ich mit einem Zitat von Lyndon LaRouche schlie\u00dfen. Er sagt:<\/p>\n<p>\u201eDas Wesen der Wissenschaft ist eine solche Leidenschaft, eine solche Aufgabenorientierung&#8230; Hierin liegt nicht nur die Leidenschaft, die f\u00fcr sch\u00f6pferisch-wissenschaftliche Fruchtbarkeit unerl\u00e4\u00dflich ist; hierin liegt auch die F\u00e4higkeit des Laien, als Fabrikarbeiter oder anderer, den wissenschaftlichen Fortschritt effizient und kreativ zu assimilieren. Eine solche leidenschaftliche ,Aufgabenorientierung\u2019 ist die Quelle gro\u00dfer H\u00e4ufungen wissenschaftlicher Kreativit\u00e4t und der vermehrten F\u00e4higkeit der Bev\u00f6lkerung, ,tiefe und leidenschaftliche Vorstellungen \u00fcber Mensch und Natur zu vermitteln und zu empfangen\u2019.<\/p>\n<p>Der ,extraterrestrische Imperativ\u2019 regt die professionelle Sicht des wissenschaftlichen Fortschritts an, wie dies vielleicht keine andere absehbare Aufgabenstellung tun k\u00f6nnte. Wenn wir die h\u00f6chste Produktivit\u00e4t in Forschungslaboren und Werkst\u00e4tten w\u00fcnschen, ergeben sich solche Nutzeffekte als Nebenprodukt einer entschlossenen Leidenschaft, alle Aufgaben einer Mond-\/Marsmission zu bew\u00e4ltigen.\u201c<\/p>\n<p>Wir brauchen also ein Ziel. Und dieses Ziel sollte eine Mond-Mars-Mission sein, wovon das Monddorf-Projekt ein Teil ist.<\/p>\n<p>Der Weg dorthin f\u00fchrt \u00fcber die Vorstellung von <em>Tianxia<\/em>.<\/p>\n<p>Das ist der Zweck, f\u00fcr den wir k\u00e4mpfen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>LaRouches Entdeckungen: Ausbildung einer neuen Generation<br \/>\n<\/strong><em>Megan Beets und Jason Ross vom \u201eBasement Team\u201c des LaRouche-Aktionskomitees<br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche (Video): <\/em><\/strong>\u201eDas gro\u00dfe Hindernis f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis all dessen ist in gewisser Weise elementar. Die falsche Annahme ist, da\u00df die Menschheit durch den Tod begrenzt ist. Aber das ist eine falsche Annahme. Das hat Auswirkungen, besonders was den Menschen betrifft, das einzige Wesen, das die L\u00f6sung f\u00fcr diese Frage darstellt. Die allgemeine \u00dcberzeugung ist, da\u00df die Vorstellungskraft, die in der Gesellschaft wirkt, Ideen schafft &#8211; und dann, wenn die Person stirbt, endet auch die Idee. Das ist der Fehler!<\/p>\n<p>Nehmen wir den Fall der menschlichen Gattung im Unterschied zu allen anderen Arten. Die menschliche Gattung ist die einzige Gattung, die in der Geschichte eine bewu\u00dfte Rolle spielt. Das hei\u00dft, der Tod, als Vorgang des Sterbens, begrenzt <em>nicht<\/em> die Auswirkungen des Ergebnisses und des Einflusses, den der Mensch als Lebewesen aus\u00fcbt.<\/p>\n<p>Denn was ist die Menschheit? Nun, die Menschheit entwickelt sich, aber die Menschheit als sich entwickelndes Gesch\u00f6pf \u00e4ndert sich nie, nicht wirklich. Die Funktion ist die gleiche. Was sich \u00e4ndert, ist die Biologie. Der biologische Einflu\u00df des Menschen in diesem Proze\u00df schafft die M\u00f6glichkeit neuer Individuen. Aber das wichtige ist: Was ist der Unterschied zwischen einem gew\u00f6hnlichen Menschen und einem Menschen, der in gewisser Weise unsterblich ist? Unsterblichkeit liegt in der lebenden Person, die etwas erschafft &#8211; wenn das Erschaffene g\u00fcltig ist.<\/p>\n<p>Es gibt zwei Kategorien von Menschen, mit denen man es zu tun hat, um das zu verstehen. Man mu\u00df sagen, Menschen, die nicht kreativ sind, sind ,praktische&#8216; Menschen. Sie sind keine Sch\u00f6pfer, sie sind praktisch, und die praktische Person hat keine Kreativit\u00e4t. Wenn sie versuchen, Dinge zu tun, dann machen sie normalerweise ein Durcheinander daraus.<\/p>\n<p>Aber die Bedeutung der Menschheit, die Bestimmung der Menschheit ist es, gewisserma\u00dfen eine Gesellschaft von Genies zu werden. Und wo findet man das? Man findet es in der lebenden Person und in der Arbeit der lebenden Person, in der Geschichte des Prozesses &#8211; dem, was die lebende Person, die sch\u00f6pferisch ist, tut. Und das ist ein gro\u00dfes Privileg, das jeder haben kann. Das ist es, was wir in der Erziehung von Kindern anstreben. Das war der Zweck der Erziehung der Kinder: sie tats\u00e4chlich zu einer besseren Gattung zu machen, als sie es vorher waren&#8230;<\/p>\n<p>Worin liegt die Kreativit\u00e4t? Sie liegt nicht in dem, was die meisten Menschen denken. Sie liegt in der F\u00e4higkeit des lebenden Individuums, neue Existenzzust\u00e4nde zu schaffen, d.h. der Gestaltung von Existenzzust\u00e4nden &#8211; vorherzusagen, was geschehen wird. Und das ist das wertvollste f\u00fcr mich &#8211; das zu begreifen! F\u00fcr mich ist das alles! Und darauf sollte man hoffen.<\/p>\n<p>Der Fehler ist, da\u00df der Mensch sagt: Wenn man stirbt, dann ist es das Ende. Nun, das stimmt nicht ganz: Wenn man ein kreativer Mensch ist, f\u00fchrt man Konzepte ein, die der Rest der Gesellschaft nicht hatte. Und deshalb wirkst du fort, und so wird Geschichte geschrieben.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Jason Ross: <\/em><\/strong>Lyndon LaRouche, der Anfang dieses Jahres verstorben ist, hat, wie wir auf dieser Konferenz geh\u00f6rt haben und h\u00f6ren werden, in vielen Bereichen bedeutende Arbeit geleistet. In diesem Vortrag werden Megan Beets und ich LaRouches Arbeit in der Wissenschaft behandeln, mit besonderem Augenmerk auf einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt, bei dem wir beide mit ihm zusammengearbeitet haben &#8211; dem sogenannten \u201eBasement-Team\u201c (Keller-Team).<\/p>\n<p>Abb 1: Lyndon LaRouche 2007 bei einem Treffen mit Mitgliedern des Basement-Teams.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56956\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss1-300x187.jpg\" alt=\"BeetsRoss1\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss1-300x187.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss1-768x478.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss1-1024x638.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wir werden \u00fcber LaRouches Arbeit in der Forschungs- und Wissenschaftspolitik sprechen, einige der wissenschaftlichen Themen diskutieren, die er f\u00fcr am wichtigsten hielt, ihre Relevanz f\u00fcr die Wirtschaft ansprechen, aufgreifen, wie sie zur Rekrutierung junger Menschen f\u00fcr seine Perspektive beitrugen, und \u00fcber die Bedeutung der Fragen reden, die er heute der Wissenschaft stellt.<\/p>\n<p>LaRouche zeigte, da\u00df wirtschaftliche Verbesserung eine Erh\u00f6hung der sogenannten Energieflu\u00dfdichte erfordert &#8211; der Intensit\u00e4t des Energieflusses, gemessen in Bezug auf Stromerzeugung, in den industriellen Anwendungen und in der Wirtschaft insgesamt. Aufgrund der enorm h\u00f6heren Kraft der atomaren Bindungen im Vergleich zu chemischen Verbindungen mu\u00df die n\u00e4chste Stufe der menschlichen Wirtschaft auf der Kraft des Atoms basieren, und die gro\u00dfartigste Technologie am Horizont zur Verbesserung der Energieflu\u00dfdichte der menschlichen Wirtschaft ist die Kernfusion.<\/p>\n<p>LaRouche war ein unerm\u00fcdlicher Verfechter der Forschung und Forschungsfinanzierung f\u00fcr die neuen wissenschaftlichen Entdeckungen in der Plasmaphysik, der gerichteten Energie und der Kernforschung, die erforderlich sind, um diese Energiequelle der Zukunft zu erreichen. Er leitete 1974 die Gr\u00fcndung der Fusion Energy Foundation, deren US-Magazin <em>Fusion<\/em> Zehntausende Abonnenten hatte, bevor sie durch ein staatliches Zwangskonkursverfahren, das sp\u00e4ter f\u00fcr illegal erkl\u00e4rt wurde, geschlossen wurde.<\/p>\n<p>In seiner Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern auf den Gebieten der Kernfusion, Plasmaphysik und Weltraumforschung setzte sich LaRouche f\u00fcr mehrere Themen ein:<\/p>\n<p><em>&#8211; <strong>Die Wahrheit kommt nicht von den Sinnen:<\/strong><\/em> Man findet sie nicht durch die Modellierung von Beobachtungen. Man findet sie durch das Aufstellen von Hypothesen \u00fcber Ursachen. Platon hat Recht, im Gegensatz zu Aristoteles. Keplers Entdeckungen sind daf\u00fcr ein Schl\u00fcsselbeispiel.<\/p>\n<p><em>&#8211; <strong>Der menschliche Geist kann weder als rein biologischer Proze\u00df noch als komplexes Computersystem verstanden werden.<\/strong><\/em> G.W. Leibniz hat Recht, und Yuval Noah Harari hat Unrecht. Cusa hat Recht, im Gegensatz zu Norbert Wiener.<\/p>\n<p><em>&#8211; <strong>Die Quantenphysik ist nicht das letzte Wort, sie ist nicht vollst\u00e4ndig.<\/strong> <\/em>Einstein hat Recht, im Gegensatz zu Heisenberg und Bohr.<\/p>\n<p>Die Einstellung des Magazins <em>Fusion<\/em> und anderer LaRouche-Publikationen war Teil eines Prozesses, der 1989 zur betr\u00fcgerischen Verurteilung und Inhaftierung LaRouches f\u00fchrte. Nach seiner Entlassung auf Bew\u00e4hrung aus dem Gef\u00e4ngnis im Jahr 1994 &#8211; dank au\u00dferordentlicher Anstrengungen und Unterschriften von Hunderten gew\u00e4hlten Amtstr\u00e4gern und Tausenden f\u00fchrenden Vertretern aus Gesellschaft, Kirchen, Wirtschaft und anderen &#8211; und mehr noch nach dem Ende seiner Bew\u00e4hrungsauflagen 1999 hatte LaRouche freie Hand, eine neue Generation von Denkern f\u00fcr seine Ideen zu gewinnen.<\/p>\n<p>Abb 2: Lyndon LaRouche mit jungen Teilnehmern bei einer Konferenz des Schiller-Instituts 2003.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56966\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss2-300x189.jpg\" alt=\"BeetsRoss2\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss2-300x189.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss2-768x485.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss2-1024x646.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss2.jpg 1820w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Dazu rekrutierte er junge Menschen f\u00fcr einen Proze\u00df politischen Handelns und wissenschaftlicher Entdeckung, um in der damals aufstrebenden Generation den Kader einer kompetenten politischen F\u00fchrung aufzubauen. Im Rahmen dieses Prozesses schuf er ein Bildungsprogramm, das weit \u00fcber das hinausging, was mit typischen Hochschulprogrammen erreicht werden konnte, er nannte diesen Proze\u00df \u201eBasement\u201c.<\/p>\n<p>Das sind die Themen unseres gemeinsamen Vortrags. Ich \u00fcbergebe das Wort jetzt an Megan Beets.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Der Geist an sich<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche (Video):<\/em><\/strong> \u201eUnsere funktionale Form, die Sch\u00f6pferkraft der Menschheit, ist ganz anders! Sie basiert nicht auf dem, was die Biologie uns lehrt! Das hat nichts mit Biologie zu tun, so wie sie allgemein verstanden wird! Das menschliche Gehirn ist nicht die Quelle der menschlichen Intelligenz, es ist der menschliche Geist! Das Gehirn ist ein Werkzeug, das vom menschlichen Geist benutzt wird.<\/p>\n<p>Aber wir glauben an das, was wir sehen. Wir glauben an das, was wir nach unserem Ma\u00dfstab betasten und sehen k\u00f6nnen. Wir ber\u00fccksichtigen nicht die Tatsache, da\u00df es einen Proze\u00df viel h\u00f6herer Ordnung gibt, der die eigentliche Funktion des menschlichen Geistes ist. Und die Funktion des menschlichen Geistes l\u00e4\u00dft sich genau definieren, aber nicht durch die \u00fcblichen Begriffe des biologischen Lebens. Zeigt mir menschliche Kreativit\u00e4t in einem biologischen System, im System des menschlichen Gehirns &#8211; dort gibt es keine Kreativit\u00e4t als solche. Kein Tier hat Kreativit\u00e4t, nicht wahr? Sie haben nur eine biologische Entwicklung.<\/p>\n<p>Nur der Mensch hat von allen Gesch\u00f6pfen, die wir kennen, die F\u00e4higkeit, die funktionelle Natur des Menschen <em>absichtlich<\/em> zu ver\u00e4ndern! Diese Ver\u00e4nderung in der funktionellen Natur des Menschen liegt im Konzept des Geistes, nicht im Gehirn! Das Gehirn ist ein Werkzeug, das vom Geist benutzt wird. Es ist ein notwendiges Werkzeug, das vom Geist benutzt wird, aber es ist nicht der Ort des Geistes. Und genau das ist das Problem &#8211; da\u00df das Gehirn nicht vom Geist unterschieden wird! Der Geist ist das wesentliche Element, das Gehirn ist ein notwendiges Werkzeug des Geistes. Kreativit\u00e4t ist im Universum, wahre menschliche Kreativit\u00e4t ist im Universum. Sie \u00e4u\u00dfert sich im Individuum durch die Funktion des Gehirns, des Geistes und so weiter.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Megan Beets: <\/em><\/strong>Was Sie gerade von Lyn geh\u00f6rt haben, ist meiner Meinung nach einer seiner wichtigsten Beitr\u00e4ge zur Wissenschaft und zum menschlichen Denken im allgemeinen: die Frage des menschlichen Geistes <em>an sich<\/em>. Dieses Konzept ist eines, in das er im Laufe seines Lebens immer mehr Einsichten entwickelte und auf das er bei seiner Arbeit mit dem Basement-Team gro\u00dfen Wert legte.<\/p>\n<p>Der menschliche Geist wird nicht vom Gehirn produziert. Es ist nicht replizierbar durch Computersysteme, egal wie komplex. Es gibt eine Funktion des menschlichen Geistes, die durch keinen dieser beiden untergeordneten Bereiche erkl\u00e4rt oder lokalisiert werden kann.<\/p>\n<p>Lyn war davon schon sehr fr\u00fch \u00fcberzeugt, das sieht man an seiner Ablehnung der Ansichten von Norbert Wiener in den 1950er Jahren, der in seiner Theorie der Kybernetik behauptete, man k\u00f6nne die gesamte menschliche und biologische Kommunikation mit Computern replizieren. LaRouche schreibt dar\u00fcber in einem Artikel von 1993, <em>\u00dcber LaRouches Entdeckung:\u00a0<\/em><\/p>\n<p>\u201eEine Idee, unabh\u00e4ngig davon, ob sie sich als echte Entdeckung oder als Umsetzung einer Entdeckung <em>de novo<\/em> pr\u00e4sentiert, kann nicht w\u00f6rtlich mit reinen Sprachmitteln vermittelt werden. Was vermittelt wird, ist die Absicht desjenigen, der sich der Sprache bedient, um eine Idee auszudr\u00fccken. Die Idee ist durch keine formale Analyse des eingesetzten Sprachmediums greifbar. Dies folgt aus der Tatsache, da\u00df jede wahre Entdeckung einer absoluten Unstetigkeit entspricht, die in einem System deduktiver Darstellung, wie es zuvor benutzt wurde, auftritt. Hinsichtlich der Sprache sind wahre Ideen nur in dem individuellen, sch\u00f6pferischen Denkproze\u00df der miteinander kommunizierenden Menschen enthalten.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser Aussage stellt sich Lyn in eine lange Reihe gro\u00dfer Denker, von Platon \u00fcber Nikolaus von Cues, Johannes Kepler, Gau\u00df, Riemann, Bach, Beethoven bis Planck und Einstein, und vielleicht an ihre Spitze. All diese wichtigen Denker behaupteten, explizit oder implizit, da\u00df es die Natur des menschlichen Geistes ist, Gedanken, kreative Hypothesen, zu erzeugen, die <em>nicht<\/em> aus den Sinneswahrnehmungen abgeleitet sind und nicht aus ihnen abgeleitet werden k\u00f6nnen, sondern die aus unserer eigenen inneren \u00dcberzeugung, unserer Vorstellungskraft stammen. In Einsteins Worten: Das \u201eWunder\u201c ist, da\u00df unsere Gedanken in einigen F\u00e4llen eine \u00dcbereinstimmung damit haben, wie das Universum tats\u00e4chlich funktioniert. Sie werden dann zur Grundlage des wissenschaftlichen Fortschritts.<\/p>\n<p>Dagegen zeigen uns unsere Sinne, wie Lyn betonte, nur Schatten. Die scheinbar konkreten Objekte, die wir sehen, h\u00f6ren oder ber\u00fchren &#8211; sind sie echt? Einerseits ja, denn unsere Sinne reagieren auf etwas Reales, einen Proze\u00df, der sie wirklich beeinflu\u00dft. Aber ist das Objekt, das unser Gehirn als Antwort heraufbeschw\u00f6rt, auch wirklich ein Bild des wirkenden Prinzips? Vielleicht sollte man die Frage anders stellen: Was ist realer &#8211; <em>die Tatsache, da\u00df<\/em> oder <em>der Grund, warum<\/em>?<\/p>\n<p>Lassen Sie uns das ein wenig untersuchen. Ein Naturprinzip ist sozusagen eine Art \u201eObjekt\u201c, das jenseits dessen liegt, worauf unser Gehirn \u00fcber unsere Sinne direkten Zugriff hat. Es hat weder Gr\u00f6\u00dfe, Form, Farbe noch Masse &#8211; und doch hat es die Kraft, Schatten zu werfen, Ver\u00e4nderungsprozesse im gesamten Universum zu bewirken. Wie k\u00f6nnen wir es dann schaffen, ein Prinzip an sich zu \u201esehen\u201c, zu erkennen?<\/p>\n<p>Lyns philosophische Feinde &#8211; Aristoteles, Sarpi, Newton, Decartes, D&#8217;Alembert, Laplace, Euler, Russell &#8211; sagten, das kann man nicht! Es sei sinnlos, eine solche Frage zu stellen, denn der menschliche Geist sei ein Epiph\u00e4nomen des Gehirns &#8211; nicht mehr als eine leere Tafel, auf die im Laufe der Zeit Sinneseindr\u00fccke geschrieben werden. Wir k\u00f6nnten daher nicht mehr tun, als die Beziehungen zwischen diesen Sinneswahrnehmungen durch Logik und Mathematik beschreiben, und manchmal, wenn diese Beziehungen konsistent sind, halten wir sie in S\u00e4tzen fest (wie dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, den Lyn sein Leben lang immer wieder angegriffen hat).<\/p>\n<p>Mit dieser b\u00f6sartigen Sichtweise wird der Mensch auf die Ebene eines klugen Tieres herabgew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Wie Lyn betont, <em>hat <\/em>der menschliche Geist sehr wohl die F\u00e4higkeit, Prinzipien zu erkennen &#8211; nicht durch unsere Sinne oder Logik, sondern durch Spr\u00fcnge in der Hypothese, ausgel\u00f6st durch <em>Widerspr\u00fcche<\/em> zwischen den Sinneseindr\u00fccken.<\/p>\n<p>Ich will Ihnen ein Beispiel anf\u00fchren, das Lyn oft verwendet hat, speziell im Zusammenhang mit dem Kepler-Projekt, das er den ersten beiden Basement-Teams aufgetragen hat: Sehen und H\u00f6ren.<\/p>\n<p>Johannes Keplers erste Hypothese \u00fcber das universelle Prinzip des Sonnensystems 1596 war, da\u00df die Struktur der Planetenbahnen &#8211; der Grund, warum jeder Planet seine bestimmten Entfernungen von der Sonne einnimmt und keine anderen &#8211; dem Prinzip entsprach, das sich in der Geometrie der f\u00fcnf Platonischen K\u00f6rper \u00e4u\u00dfert. Dies ist ein Prinzip der Organisation des Raumes, das f\u00fcr unseren Sehsinn zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Abb 3: Johannes Kepler: Geometrische Darstellung der Planetenabst\u00e4nde aus Johannes Keplers <em>Mysterium Cosmographicum<\/em>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56976\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss3-273x300.jpg\" alt=\"BeetsRoss3\" width=\"273\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss3-273x300.jpg 273w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss3.jpg 704w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/p>\n<p>Hier sehen Sie eine verschachtelte Gruppe von f\u00fcnf K\u00f6rpern, die eine ganz bestimmte Kombination von Abst\u00e4nden zum gemeinsamen Mittelpunkt bilden. Diese sind hier durch die Kugeln dargestellt, die in jeden K\u00f6rper eingeschrieben sind bzw. ihn umschreiben.<\/p>\n<p>Kepler, der damals 25 Jahre alt war, wu\u00dfte, da\u00df die Verh\u00e4ltnisse der Abst\u00e4nde zwischen den Planeten zwar weitgehend denen entsprachen, die dieses geometrische Prinzip vorgab, er wu\u00dfte aber auch, da\u00df sie nicht hundertprozentig damit \u00fcbereinstimmten. Es gab Diskrepanzen. Er wu\u00dfte auch, da\u00df er seine Vorstellung von der Sonne, die die Planetenbewegungen verursacht, noch weiter verfeinern mu\u00dfte.<\/p>\n<p>Er brauchte fast 25 Jahre, um das Paradox zu l\u00f6sen. In seinem letzten gro\u00dfen Werk, der <em>Weltharmonik<\/em>, zeigte Kepler, da\u00df die Entfernungen zwischen den Planeten &#8211; die immer noch ein geometrisches Ordnungsprinzip widerspiegeln &#8211; nicht der prim\u00e4re Parameter sind. Vielmehr sind die Abst\u00e4nde eine Funktion ihrer Bewegungen, und der Grund, warum die Planeten genau ihre jeweiligen Bewegungen ausf\u00fchren, liegt darin, da\u00df die Planetenbewegungen als System die gleichen temperierten Verh\u00e4ltnisse widerspiegeln wie im entwickelten Dur-Moll-System in der Musik, einem temperierten System, wie es sp\u00e4ter Johann Sebastian Bachs Kompositionen erforderten.<\/p>\n<p>Abb 4: Johannes Kepler: Musikalische Darstellung der Planetenbewegungen aus Keplers <em>Weltharmonik<\/em>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56945\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss4-300x104.jpg\" alt=\"BeetsRoss4\" width=\"300\" height=\"104\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss4-300x104.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss4-768x266.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss4.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Das hei\u00dft, die sich \u00e4ndernde Bewegung jedes Planeten entspricht einem Notenpaar der Dur- und Moll-Tonleiter &#8211; einem Prinzip der Organisation des Raumes, das unserem Geh\u00f6r zug\u00e4nglich ist. Der Planet \u201esingt\u201c seine T\u00f6ne in Harmonie mit sich selbst und seinen Nachbarn, und er pa\u00dft seine Stimmung leicht an, so wie es ein Chors\u00e4nger tun mu\u00df, um mit dem gesamten Ensemble in Einklang zu sein. Es ist ein physikalischer Proze\u00df, der sich nicht auf starre mathematische Weise darstellen l\u00e4\u00dft. Aber fragen Sie einen Chors\u00e4nger oder Orchestermusiker, und er wird Ihnen best\u00e4tigen, da\u00df dieser Proze\u00df sehr wohl existiert und wi\u00dfbar ist.<\/p>\n<p>Was sagen uns diese beiden nicht miteinander vergleichbaren, aber sich \u00fcberschneidenden Bereiche des Sehens &#8211; Geometrie &#8211; und des H\u00f6rens &#8211; musikalische Obert\u00f6ne? Ist das Sonnensystem ein geometrisches System? Oder ist es eher ein musikalisches System?<\/p>\n<p>Die vielleicht beste Antwort ist, da\u00df das Sonnensystem beides ausdr\u00fcckt, aber keines von beidem ist. Kepler l\u00f6st diesen Widerspruch, indem er sich selbst &#8211; und damit auch Sie und mich &#8211; in die Schuhe des Sch\u00f6pfers stellt. Kann ich mir die sch\u00f6pferische Handlung oder den Gedanken vorstellen, der sich zwangsl\u00e4ufig zu dieser Kombination von Planetenbewegungen entfalten wird? Kann ich den Gedanken Gottes denken &#8211; etwas, das man nicht sehen, sondern nur im Geist erfahren kann -, der im physischen Universum genau diesen und keinen anderen Schatten werfen mu\u00df?<\/p>\n<p>Keplers neue Hypothese &#8211; heute bezeichnen wir sie als \u201euniverselle Gravitation\u201c &#8211; hat der Menschheit eine unglaubliche neue Macht im und \u00fcber das physikalische Universum gegeben. Der menschliche Verstand, als eine einzigartige Kategorie des sch\u00f6pferischen Prozesses, der das Gehirn als Infrastruktur nutzt, kann neue Ideen entwickeln, die mit dem Universum so im Einklang stehen, da\u00df wir unseren Handlungsspielraum darin erweitern.<\/p>\n<p>Dies &#8211; und darauf hat Lyn gr\u00f6\u00dften Wert gelegt &#8211; ist die Grundlage der Wissenschaft, der Poesie und der \u00d6konomie, wie wir jetzt von Jason h\u00f6ren werden.<\/p>\n<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2><strong>Die LaRouche-Riemann-Methode<\/strong><\/h2>\n<p class=\"sub-title\">Sinne contra Entdeckung<\/p>\n<\/div>\n<p><strong><em>Jason Ross: <\/em><\/strong>Die Wissenschaft ist der Schl\u00fcssel zu unserer F\u00e4higkeit als Menschen, unser Leben von einer Generation zur n\u00e4chsten zu verbessern. LaRouche hat die Konsequenzen daraus auf eine neue Art und Weise verstanden.<\/p>\n<p>In dem von Megan zitierten Artikel von 1993, in dem LaRouche seine zentrale wirtschaftliche Entdeckung und die Entstehung seiner sogenannten LaRouche-Riemann-Methode beschrieb, schrieb er:<\/p>\n<p>\u201eMein wesentlicher Beitrag zu Leibniz\u2019 Wissenschaft der physikalischen \u00d6konomie liegt in der Entwicklung einer Methode, womit sich die Kausalbeziehung zwischen dem Beitrag einzelner zum axiomatisch revolution\u00e4ren Fortschritt der Wissenschaft und der menschlichen Erkenntnis im allgemeinen sowie der sich daraus ergebenden Zunahme der potentiellen Bev\u00f6lkerungsdichte der Gesellschaft bestimmen l\u00e4\u00dft&#8230;<\/p>\n<p>Meine Entdeckungen reichen zur\u00fcck in die Jahre 1948-1952, als ich mich mit Norbert Wiener und dessen untauglichem Versuch auseinandersetzte, die statistische Informationstheorie auf die Beschreibung lebender Prozesse und die Vermittlung von Ideen anzuwenden. Im Gegensatz dazu entwickelte ich eine grundlegend andere, nichtstatistische Definition der Negentropie&#8230;<\/p>\n<p>Darin bestand der Kern meiner Entdeckung bis ins Jahr 1952. Doch gab es bis dahin noch keine angemessene mathematische Darstellung einer solchen Negentropie in der physikalischen \u00d6konomie. Ein intensives Studium der <em>Beitr\u00e4ge<\/em> Georg Cantors aus dem Jahr 1897 er\u00f6ffnete mir dann 1952 neue Erkenntnisse \u00fcber den Bereich des Transfiniten und verhalf mir zu neuen Einsichten in die Arbeiten Bernhard Riemanns. Meine Definition der physikalisch-\u00f6konomischen Negentropie bezeichnete ich von da an als ,LaRouche-Riemann-Methode\u2019.\u201c<\/p>\n<p>Worin hat sich Norbert Wiener &#8211; der Autor des Buches <em>Kybernetik <\/em>&#8211; so sehr geirrt? Wie haben LaRouches Einw\u00e4nde dagegen den Weg zu seiner Neukonzeption der \u00d6konomie aus Sicht Riemanns bereitet?<\/p>\n<p>Wiener betrachtete die Kommunikation von Botschaften als einen Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis des Verhaltens mechanischer Systeme, biologischer Systeme wie auch der menschlichen Gesellschaft und des Denkens. Aber \u201eInformationen\u201c gelten keineswegs f\u00fcr den kreativen Entdeckungsproze\u00df oder f\u00fcr die Messung wirtschaftlicher Werte! Betrachten wir die Natur einer Idee, die eine sch\u00f6pferische neue Entdeckung eines wissenschaftlichen Prinzips verk\u00f6rpert.<\/p>\n<p>Abb 5: Entwicklung der Weltbev\u00f6lkerung, der Bev\u00f6lkerungsdichte und der Lebenserwartung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56935\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss5-282x300.jpg\" alt=\"BeetsRoss5\" width=\"282\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss5-282x300.jpg 282w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss5-768x816.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss5-963x1024.jpg 963w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss5.jpg 1384w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/p>\n<p>Wir beginnen mit einem Diagramm der menschlichen Bev\u00f6lkerung in der Geschichte. Es gibt keine Tierart, deren Population sich in dieser Weise ver\u00e4ndert hat, und keine, deren Population sich durch bewu\u00dfte Ver\u00e4nderungen im Verhalten und in der Beziehung zur Natur ver\u00e4ndert hat. Und das ist gut so! Jeder, der denkt, da\u00df wir unser Verh\u00e4ltnis zur Natur nicht st\u00e4ndig ver\u00e4ndern und verbessern sollten, ist ein Dummkopf.<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche (Video):<\/em><\/strong> Wir m\u00fcssen all diese Typen loswerden; alle Gr\u00fcnen, die behaupten, Wissenschaftler zu sein, m\u00fcssen aus dem Beruf ausgeschlossen werden. Denn sie begehen einen Betrug! Jeder Gr\u00fcne, der sagt, er sei ein Wissenschaftler, begeht schon durch seine blo\u00dfe Existenz an sich einen Betrug.<\/p>\n<p><strong><em>Ross:<\/em><\/strong> Weil wir wissen, da\u00df unsere Wissenschaft die menschliche Entwicklung als ihre Grundlage einbeziehen mu\u00df. Wenn man die also ausschlie\u00dft oder sagt, sie sei etwas Schlechtes, dann kann man kein Wissenschaftler sein.<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche:<\/em><\/strong> Nein, man ist es nicht, man ist ein Betr\u00fcger. Wer an die \u201egr\u00fcne\u201c Politik glaubt, der ist als Wissenschaftler ein Betr\u00fcger. Jeder, der an die gr\u00fcne Politik glaubt, ist ein Betr\u00fcger, wenn er behauptet, \u00fcber wissenschaftliche F\u00e4higkeiten zu verf\u00fcgen. Wenn sie sagen wollen, da\u00df sie dumm sind, nun gut, dann sagen wir, das ist wahr, du bist dumm.<\/p>\n<p><strong><em>Jones:<\/em><\/strong> Sie behaupten, da\u00df sie versuchen, die Existenz in einem Universum aufrechtzuerhalten und fortzusetzen, von dem sie bestreiten, da\u00df es ein Prinzip der fortgesetzten Existenz darin gibt.<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche:<\/em><\/strong> Das ist alles Unfug! Es ist alles nur Geschw\u00e4tz, es ist nichts Wahres dran. Sie sind Idioten! Einem solchen Professor mu\u00df man sagen: \u201eO nein! Sie meinen, Sie sind Professor Idiot, Sie haben eine Professur f\u00fcr Idiotie.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Jason Ross:<\/em><\/strong> Sorry, ihr Gr\u00fcnen &#8211; wir sind keine Tiere. Wir sind in der Lage, Konzepte zu entwickeln, die \u00fcber die Sinne hinausgehen &#8211; Konzepte und Theorien, die etwas von den unsichtbaren Ursachen nat\u00fcrlicher Ph\u00e4nomene verk\u00f6rpern und uns mit der F\u00e4higkeit belohnen, neue physikalische Zust\u00e4nde und Prozesse hervorzubringen.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir dazu noch einmal LaRouche:<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>LaRouche (Audio):<\/em><\/strong> \u201eAber dann erkennen wir, da\u00df diese Sinne nicht wirklich wahrheitsgem\u00e4\u00df sind. Sie sind nicht unehrlich, sie sind nicht falsch; aber sie sind auch nicht wahr in dem Sinne, da\u00df wir an sie glauben. Was wir tats\u00e4chlich tun, ist im Werk von Kepler wundersch\u00f6n veranschaulicht, sowohl mit der ganzen Idee der stellvertretenden Hypothese, aber dann auch durch die Anwendung dieses gleichen Prinzips auf die Entdeckung der Gravitation. Denn man nimmt zwei Empfindungen &#8211; eine haupts\u00e4chliche, das Sehen; die andere Musik, Harmonien &#8211; und stellt sie einander gegen\u00fcber. Nun, was ist das Verh\u00e4ltnis der Gravitation als Konzept zu diesen beiden Sinneswahrnehmungen, die man verwendet, um die Gravitation zu definieren? Und was ist nun das Genie von Kepler? Denn es gibt keinen deduktiven Zusammenhang zwischen Sinneswahrnehmung und Gravitation.<\/p>\n<p>Aspekte der grundlegenden wissenschaftlichen Entdeckung von dieser Art deuten also darauf hin, da\u00df der menschliche Geist in der L\u00f6sung der Probleme liegt, die die Sinneswahrnehmungen aufwerfen. Die Prinzipien, die man entdeckt, stecken nicht in der Sinneswahrnehmung. Aber sie sind wie Schatten &#8211; Sinneswahrnehmungen sind wie eine schattenhafte Reflexion der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Und meine ganze These besteht im wesentlichen aus diesem Kernpunkt. In dem Ma\u00df, wie diese den Geist verk\u00f6rpern und nicht die Schatten, finden wir unsere Identit\u00e4t in dem, was wir ,wissenschaftliche Entdeckung\u2019 nennen, im Gegensatz zur Sinneswahrnehmung. Und mit der gleichen Funktion entdecken wir ein Prinzip als solches, als Prinzip. Und das ist der Ort oder sollte der Ort sein, wo wir unsere pers\u00f6nliche Identit\u00e4t lokalisieren: in dem Akt der Entdeckung, wie er durch Keplers Entdeckungen verk\u00f6rpert wird, was ein perfektes Beispiel daf\u00fcr ist, weil er bei der Behandlung dieser Frage, der Frage der Gravitation, so gr\u00fcndlich gearbeitet hat; so ausf\u00fchrlich, da\u00df man gemeinsam mit ihm tats\u00e4chlich seinen Entdeckungsproze\u00df neu erlebt! Und dieser Proze\u00df der Entdeckung &#8211; wenn man sich sagt: \u201eJa, das ist es!&#8220; &#8211; ist seine Identit\u00e4t. Das ist seine pers\u00f6nliche Identit\u00e4t: diese Entdeckung.<\/p>\n<p>Und darin liegt die Wahrheit. Wogegen wir Faulpelze, die nicht so denken, davon ausgehen, da\u00df wir die Sinnesobjekte an sich sind, da\u00df unsere unmittelbare Erfahrung, wie bei einem Sinnesobjekt, als solche unser Wissen ist. Doch wenn man das wissenschaftlich betrachtet, wof\u00fcr das Beispiel von Keplers Entdeckungen typisch ist, stellt man zuerst Fragen &#8211; schon die Idee der stellvertretenden Hypothese wirft eine Frage auf! Und die Antwort wird im Konzept der Entdeckung der Gravitation angewandt. Die Entdeckung der Gravitation macht seine Person aus, nicht die Schatten der blo\u00dfen Sinneswahrnehmung.<\/p>\n<p>Und mein Punkt ist, da\u00df wir, wenn wir uns selbst und die Gesellschaft verstehen wollen, mit diesen Vorgaben denken m\u00fcssen. Denkt nicht in Begriffen der Sinnesgewi\u00dfheit, sondern denkt in Begriffen der <em>Sinnesungewi\u00dfheit<\/em>. Das, was wir ,Sinneswahrnehmungen\u2019 nennen &#8211; was sind sie? Nun, wir wissen, was sie sind. Biologisch wissen wir, was sie sind; chemisch und biologisch wissen wir, was Sinneswahrnehmungen sind. Aber das sind nicht wir.<\/p>\n<p>Die Einsicht in verschiedene, kontrastierende Arten von Sinneswahrnehmungen zeigt uns die Gegenwart des Universums als aktives Prinzip. Also, wer bist du nun? Wenn es dich wirklich gibt, bist du ein Mensch, der Erfahrung in der Entdeckung hat. Und deshalb ist die wissenschaftliche Entdeckung im Prinzip das Wesen der eigentlichen menschlichen Natur.<\/p>\n<p><strong><em>Jason Ross:<\/em><\/strong> Ja, und weiter sagst du, wir werden uns dann nicht nur im Vergleich zu anderen heute existierenden Lebewesen messen, sondern wir m\u00fcssen uns daran messen, wohin wir in der Zukunft gehen sollen?<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche:<\/em><\/strong> Nun, und das ist das, was wir entdecken, nicht wahr?<\/p>\n<p><strong><em>Ross:<\/em><\/strong> Ja.<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche:<\/em><\/strong> In dem Sinne ist Keplers Entdeckung ein gutes Beispiel, meine ich, weil das Ausma\u00df seiner Besch\u00e4ftigung mit diesem Aspekt seines Werkes so reichhaltig und fein ausgearbeitet ist. Er kommentiert sich ja st\u00e4ndig selbst! Er korrigiert sich st\u00e4ndig. Er ist sich st\u00e4ndig seines Entdeckungsprozesses bewu\u00dft. Er lokalisiert seine Pers\u00f6nlichkeit, seine tats\u00e4chlich existierende Pers\u00f6nlichkeit, in dieser Aktivit\u00e4t der Entdeckung. Nicht in Sinneswahrnehmungen. Wie bei der Frage: Was sind das f\u00fcr Spuren, die dieses Tier hinterlassen hat?<\/p>\n<p>Es geht um den Proze\u00df der Entdeckung, das ist die Quelle des wahren Identit\u00e4tsgef\u00fchls des Menschen. Diese Erf\u00fcllung der Kreativit\u00e4t definiert den Menschen als kreatives Wesen. Und wenn die Menschen herumlaufen und die Dinge bezogen auf die Sinneswahrnehmung messen und sagen, die Sinneswahrnehmung gebe Sinnesgewi\u00dfheit, dann passiert der gro\u00dfe Fehler! So verdummen sich die Menschen selbst.<\/p>\n<p>Wenn man den Fall von Keplers Entdeckung der Gravitation nimmt, und dann sieht man alle diese Dummk\u00f6pfe, ob Newton oder irgendein anderer Schw\u00e4tzer, oder die ganze Versammlung dummer Schw\u00e4tzer, dann seht ihr, was das Problem ist. Es ist im wesentlichen ein moralisches Problem. Da ist keine Verbindung mehr zu einem wahrhaft menschlichen Identit\u00e4tsgef\u00fchl. Unsere Natur liegt nicht in den Sinneswahrnehmungen. Die Sinneswahrnehmung ist nur die Fu\u00dfspur des Tieres, sie ist nicht das Tier selbst.<\/p>\n<p>Und das ist das wesentliche in der ganzen Angelegenheit, das ganze Argument, der Kernpunkt. Und dann schaut euch das in verschiedenen Phasen an, um zu versuchen, es klarzumachen, indem man verschiedene Phasen dieser Frage durchgeht. Es ist wie beim vierten Prinzip, das ist es eigentlich. Das ist die Sache, die ihr tun m\u00fc\u00dft &#8211; ihr habt diese drei verschiedenen Sinne, die alle irren. Aber wie findet man dann die Wahrheit? Man findet keinen anderen Sinn, man findet etwas, das die Sinneswahrnehmung ersetzt, die Aufl\u00f6sung der Abk\u00fcrzung, die in der Sinneswahrnehmung steckt. Die drei Kategorien der typischen Sinneswahrnehmung sind als Information an sich falsch. Sie sind Schatten, sie sind keine Dinge, sie sind nicht echt.<\/p>\n<p>Aber dann ist da noch die vierte Sache &#8211; im Falle Keplers wiederum vor allem seine Entdeckung der Gravitation. Und Einsteins Verst\u00e4ndnis von Keplers Entdeckung ist typisch f\u00fcr dasselbe: Wie identifiziert Einstein ein Universum, das <em>endlich<\/em>, aber <em>nicht begrenzt<\/em> ist? Wo zum Teufel kommt das her? Das ist eine wesentliche Aussage, da\u00df das Universum endlich, aber nicht begrenzt ist. Es ist dasselbe.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Jason Ross: <\/em><\/strong>Wenn wir dieses gr\u00f6\u00dfere Verst\u00e4ndnis entwickeln, brauchen wir die Entwicklung einer neuen Sprache, die Konzepte vermitteln kann, die sich nicht in der bisherigen Sprache ausdr\u00fccken lassen. Betrachten Sie diese Beispiele:<\/p>\n<p>&#8211; Die Arithmetik besteht aus Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Doch keine Kombination dieser \u00c4nderungen ist in der Lage, ein Quadrat mit der doppelten Fl\u00e4che eines bestimmten Quadrats zu erzeugen. Die Sprache der Arithmetik ist also unzureichend und mu\u00df erweitert werden, indem anerkannt wird, was fr\u00fcher unm\u00f6glich war. Mit dem neuen Konzept \u221a2 wird anerkannt, da\u00df ein Ausdruck in einfacherer Form unm\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>&#8211; Die Sprache der Physik &#8211; Masse, Geschwindigkeit, Dichte, Farbe, H\u00e4rte usw. &#8211; trifft auf ihre eigenen Grenzen auf dem Gebiet der Chemie. Lavoisiers Ziel, die Sprache der Chemie zu verbessern, f\u00fchrte dazu, da\u00df er die Chemie selbst neu definierte, was dann zu Mendelejews Neudefinition der Sprache f\u00fchrte. Z.B. haben Holzkohle, Graphit und Diamanten alle verschiedene Farbe, Dichte, H\u00e4rte usw., doch die Sprache der Chemie erlaubt uns zu sagen, da\u00df diese sehr unterschiedlichen Substanzen aus einem einzigen Element, dem Kohlenstoff, bestehen. Kohlenstoff selbst hat keine Farbe, Dichte, H\u00e4rte oder andere physikalische Eigenschaften. Er hat eine gewisse Tendenz, sich mit anderen Elementen zu verbinden, und er hat zusammen mit diesen anderen Elementen v\u00f6llig neue Eigenschaften, die es f\u00fcr keine Verbindung oder Material \u00fcberhaupt gibt. Zu diesen Eigenschaften geh\u00f6ren Valenz, Ionisationsenergie und Atommasse.<\/p>\n<p>&#8211; Sobald eine neue physikalische Entdeckung gemacht wurde, erfordert ihre Kommunikation mit anderen einen Proze\u00df, der in vielerlei Hinsicht identisch ist mit dem, durch den die Entdeckung urspr\u00fcnglich gemacht wurde. Diese Schritte beinhalten die Anerkennung eines Paradoxons, die Hypothese eines erforderlichen neuen Prinzips und die experimentelle Best\u00e4tigung dieses neuen Prinzips.<\/p>\n<p>Dieser Proze\u00df der Schaffung notwendiger Erg\u00e4nzungen des Wissens (und der Sprache) durch Aufl\u00f6sungen sonst unl\u00f6sbarer Paradoxien ist die Methode von Nikolaus von Kues (dem Sch\u00f6pfer der Grundlagen der europ\u00e4ischen Renaissance), von Johannes Kepler (dem ersten modernen Wissenschaftler), von Pierre de Fermat, von G.W. Leibniz, von Carl Gau\u00df, von Bernhard Riemann. Es ist auch der musikalisch-kompositorische Ansatz der gro\u00dfen Komponisten, zu denen insbesondere auch der Begr\u00fcnder des wohltemperierten Systems J.S. Bach geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Dabei geht es eindeutig nicht um die Kommunikation von \u201eInformationen\u201c, wie Wiener behauptete. Solche Entdeckungen erfordern Hypothesen &#8211; und nicht, da\u00df man Autorit\u00e4ten hinten reinkriecht!<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche, Video:<\/em><\/strong> \u201eSinnesgewi\u00dfheit ist keine Wahrheit, sie ist ein Ph\u00e4nomen, keine Wahrheit. Denkt daran, was Riemann vor seinem Freund, seinem Lehrer, seinem Mentor Gau\u00df getan hat, der sehr zufrieden damit war, was er [Riemann] mit seiner Habilitationsschrift gemacht hat. Weil sie alles Falsche zunichte machte!<\/p>\n<p>Und alle diese Idioten &#8211; praktisch alle Gegner Riemanns waren in Bezug auf das System Idioten! Und das absichtlich! Weil sie ,anerkannt\u2019 werden wollten. Und sie logen, um die Zustimmung der jeweiligen Autorit\u00e4ten zu erhalten. Das machen die Leute an den Universit\u00e4ten heute noch. Es ist heute nur etwas schamloser als je zuvor, das ist alles.\u201c<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Anwendung auf die Wirtschaftswissenschaft<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Jason Ross: <\/em><\/strong>Welche \u00c4hnlichkeiten ergeben sich zwischen der Herausforderung, eine Entdeckung eines Prinzips zu kommunizieren, und der Herausforderung, die wirtschaftlichen Auswirkungen solcher neuen Entdeckungen auszudr\u00fccken?<\/p>\n<p>\u00d6konomen lieben es, den Dingen einen (Geld-)Wert zuzuweisen. Eine Tonne Stahl hat einen bestimmten Wert, ebenso wie ein Container mit Lebensmitteln oder Kleidung. Aber die gr\u00f6\u00dfte Wertsch\u00f6pfung entsteht durch neue Ideen, die unsere F\u00e4higkeiten erweitern.<\/p>\n<p>Welchen Wert hat die Erfindung der Dampfmaschine &#8211; nicht einer bestimmten Dampfmaschine, sondern des Konzepts an sich? Wie wertvoll war die Entwicklung der Metallurgie in der Bronzezeit, die Entwicklung der Chemie durch Mendelejew oder der Kernphysik, die die Kernkraft freisetzte?<\/p>\n<p>Ein Versuch, den Wert in Bezug auf die zuvor bestehende Wirtschaft auszudr\u00fccken, scheitert zwangsl\u00e4ufig, da eine mit dem neuen Wissen ausgestattete Gesellschaft mehr <em>&#8211; <\/em>und nicht nur mengenm\u00e4\u00dfig mehr <em>&#8211;<\/em> schaffen kann als das, was die vorherige Wirtschaft produzieren konnte.<\/p>\n<p>Das bedeutet, da\u00df der wirtschaftliche Wert nicht in den Objekten selbst liegt, sondern im Proze\u00df der Verbesserung der Produktionskr\u00e4fte der Menschheit insgesamt &#8211; in der Steigerungsrate der potentiellen menschlichen Bev\u00f6lkerungsdichte. Ja, mehr Menschen!<\/p>\n<p>Auf der Suche nach einer Mathematik, die geeignet ist, die anti-entropische Natur der Ver\u00e4nderungen durch die menschliche Entwicklung darzustellen, fand LaRouche einen Schritt nach vorne in der physikalisch-mathematischen Arbeit Bernhard Riemanns.<\/p>\n<p>Aus Zeitgr\u00fcnden werde ich dazu nur zwei Dinge sagen:<\/p>\n<p><em>Erstens<\/em> entwickelte Riemann ein Mittel, um mit einer Reihe von transzendenten Zahlen zu arbeiten, die jeweils \u00fcber das hinausgehen, was vorher kam. Dies spiegelt die Ver\u00e4nderungen in der Sprache wider, die mit der Entwicklung neuer Prinzipien und neuer Wissenschaftszweige verbunden sind.<\/p>\n<p><em>Zweitens<\/em> f\u00f6rderte Riemann das Studium dessen, was wir heute Topologie nennen, in der es m\u00f6glich ist, Ver\u00e4nderungen zu behandeln, die absolut nicht lokalisierbar sind und nur im Sinne einer Ver\u00e4nderung des gesamten Wirkungsbereichs <em>als Ganzes<\/em> betrachtet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aus diesen \u00dcberlegungen heraus wurde das LaRouche-Riemann-Verfahren entwickelt.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Wissenschaft von innen sehen<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Aber das darf keine akademische \u00dcbung sein! LaRouche bestand darauf, da\u00df man, um die \u00d6konomie wirklich zu verstehen, eigene Erfahrungen mit dem Proze\u00df der Entdeckung machen m\u00fcsse. Dazu entwickelte er einen sozialen Proze\u00df, um sicherzustellen, da\u00df seine jungen Mitarbeiter in der Lage sein w\u00fcrden, eine solche eigene Erfahrung zu entwickeln. Dar\u00fcber wird Megan nun mehr sagen.<\/p>\n<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2><strong>Ausbildung einer neuen Generation<\/strong><\/h2>\n<p class=\"sub-title-empty\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche, Video: <\/em><\/strong>\u201eAlso, wir kommen in eine neue Generation, die Schaffung einer neuen Generation &#8211; eine neue Generation junger Erwachsener, in der wir mit dieser Methode, angefangen mit dem Fall Kepler, das angehen, was wir im wesentlichen tun: Wir replizieren den Kern von Keplers Entdeckungen als etwas, das neu erlebt werden mu\u00df, anstatt es nur zu beschreiben. Und das Team von etwa vier Personen arbeitet hier zu diesem speziellen Zweck die <em>Neue Astronomie<\/em> durch.<\/p>\n<p>Wir wollen bewu\u00dft machen, da\u00df das Universum nicht durch mathematische Formeln gesteuert wird. Eine mathematische Formel mag n\u00fctzlich sein, aber sie ist nur eine grobe Ann\u00e4herung an den Schatten einer tats\u00e4chlichen wissenschaftlichen Idee.<\/p>\n<p>Eines der Probleme, die wir im modernen reduktionistischen Denken zunehmend haben, besonders seit den 1920er Jahren, aber noch deutlicher seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ist, da\u00df die Wissenschaft zerst\u00f6rt wurde&#8230;<\/p>\n<p>Die echten Wissenschaftler, f\u00fcr die die besten Leute der Fusion Energy Foundation typisch waren, sind ausgestorben &#8211; nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auf der ganzen Welt. Die Menschen, mit denen wir zusammengearbeitet haben, die Menschen, mit denen wir in Kontakt standen, oder ihre Korrespondenten, mit denen wir in der Fusion Energy Foundation indirekt in Kontakt standen, verk\u00f6rperten die letzte kompetente Generation in der praktischen wissenschaftlichen Arbeit und den Schlu\u00dffolgerungen, die wir bisher hatten.<\/p>\n<p>Die Generation der Babyboomer (\u201e68er\u201c), die mit den Theorien von Norbert Wiener und John von Neumann &#8211; die tats\u00e4chlich alle von Bertrand Russell stammen &#8211; gehirngewaschen wurde, diese Generation ist von Natur aus, mit wenigen vereinzelten Ausnahmen, inkompetent in der Wissenschaft. Sie glauben nicht mehr an ein wissenschaftliches Prinzip, ein physikalisches Prinzip, sondern an mathematische Formeln. Und eine mathematische Formel ist niemals mehr als eine deskriptive Ann\u00e4herung an die Wirkung eines Prinzips, keine Darstellung des Prinzips an sich. Das hei\u00dft, die Menschen glauben, man k\u00f6nne wissenschaftliche Prinzipien durch Deduktion oder \u00e4hnliche Methoden ableiten. Sie verstehen nicht, da\u00df man ein wissenschaftliches Prinzip nur mit experimentellen Methoden entdecken kann &#8211; experimentelle Methoden, die eine Diskontinuit\u00e4t zeigen und die Existenz eines Prinzips belegen, das im Widerspruch zu dem steht, wie man sich bisher vorgestellt hat, wie das Universum funktioniert. Das ist unser Problem.<\/p>\n<p>Anstatt also zuzulassen, da\u00df die Menschen versuchen, nur zu <em>lernen<\/em>, was sie heute an einer Universit\u00e4t, auch an einer sogenannten Eliteuniversit\u00e4t lernen k\u00f6nnten, sagen wir ihnen, da\u00df sie die Erfahrung machen sollen, die wesentlichen Grundlagen der modernen Physik heute in einem experimentellen Ansatz <em>wiederzuentdecken, <\/em>das, was als reine Mathematik gelehrt wird, zu umgehen und die Mathematik aus der Sicht der physikalischen Prinzipien zu betrachten, anstatt zu versuchen, physikalische Prinzipien f\u00e4lschlicherweise als mathematische Beschreibung zu definieren.<\/p>\n<p>Das ist das Wesentliche. Denn diese neue Generation, die viele von euch repr\u00e4sentieren, die Generation ungef\u00e4hr zwischen 18 und 30 &#8211; ihr seid jetzt die Zukunft. Die gegenw\u00e4rtige Weltordnung wird sich aufl\u00f6sen &#8211; jetzt! Sie wird sich in den kommenden Wochen und Monaten aufl\u00f6sen. Und die Frage ist, was ist die neue Ordnung, die sie abl\u00f6sen wird? Wird es die H\u00f6lle sein? Wird es ein Chaos geben? Oder wird es etwas Lebensf\u00e4higes sein?<\/p>\n<p>Der Trick besteht also darin, in dieser Hinsicht die gescheiterten Generationen zu \u00fcberspringen, auf das Fundament zur\u00fcckzukehren, das der Gr\u00fcndung der modernen europ\u00e4ischen Zivilisation und ihrer \u00e4ltesten klassischen griechischen Urspr\u00fcnge zugrunde lag, und eine Generation heranzuziehen, die dazu beitragen kann, die Menschheit wieder auf den richtigen Weg zu bringen.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Megan Beets: <\/em><\/strong>In den fr\u00fchen 2000er Jahren begann Lyn, eine Jugendbewegung aus meiner und Jasons Generation zu rekrutieren. Dies war eine Zeit, in der die Welt eine Reihe dramatischer Schocks erlebte: Auf die W\u00e4hrungskrisen der sp\u00e4ten 90er Jahre folgten die Wahl von George W. Bush zum Pr\u00e4sidenten in den USA, gefolgt von den Anschl\u00e4gen des 11. September 2001 und den amerikanischen Bombardements in Afghanistan und den Irak. Junge Menschen auf der ganzen Welt reagierten auf Lyns klare Stimme zur Orientierung in einer immer chaotischeren Welt, die scheinbar mehr von Reaktionen auf Ereignisse als von Zukunftsperspektiven getrieben war.<\/p>\n<p>Lyn erkannte jedoch schnell, da\u00df diese Generation eine besondere Ausbildung brauchte, wenn sie nicht die gleichen Fehler machen sollte wie die Generation ihrer Eltern. Er sagte, da\u00df es \u201eeine andere Kultur geben mu\u00df, die sich in der F\u00fchrung dieser Generation entwickelt&#8230;, eine Kultur, die der der allgemeinen Kultur der fr\u00fcheren Generationen \u00fcberlegen ist\u201c.<\/p>\n<p>Und so waren Lyns Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf 2004 und das folgende Jahrzehnt gepr\u00e4gt von etwas, was LaRouche einmal eine \u201erollende Kampfuniversit\u00e4t\u201c nannte: Auf das fr\u00fchmorgendliche Flugblattverteilen folgten Chorproben am Vormittag, und auf die abendliche Kontaktarbeit am Telefon folgten am sp\u00e4ten Abend Platon-Lesungen, Arbeiten \u00fcber Gau\u00df\u2019 Fundamentalsatz der Algebra und \u00fcber konstruktive Geometrie. Die Herausforderung war immer: Woher <em>wei\u00df<\/em> man etwas? Statt blo\u00df: Welche Fakten hast du dir gemerkt, oder was sagen die Autorit\u00e4ten zu diesem Thema? Kannst du es dir selbst beweisen &#8211; kannst du es zu deiner eigenen Entdeckung machen, und kannst du andere erziehen?<\/p>\n<p>Abb 6: Lyndon LaRouche mit Mitgliedern des Basement-Teams bei der Arbeit an Animationen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56925\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss6-300x231.jpg\" alt=\"BeetsRoss6\" width=\"300\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss6-300x231.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss6-768x592.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss6-1024x789.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss6.jpg 1510w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>2006 begann ein Team von vier Mitgliedern der Jugendbewegung (darunter auch Jason), unter Lyns direkter Aufsicht an der Erstellung von Animationen von Prozessen in der Wirtschaft und in Wirtschaftskreisl\u00e4ufen zu arbeiten. Doch schon bald erhielt dieses Team eine neue Aufgabe: Keplers <em>Neue Astronomie<\/em> zu meistern und p\u00e4dagogische Mittel und Vortr\u00e4ge auszuarbeiten, um sie anderen beizubringen. Dieser Einsatz wurde als das \u201eBasement\u201c oder Kellerteam bezeichnet, aus dem einfachen Grund, weil sich unsere B\u00fcror\u00e4ume im Keller von LaRouches Haus befanden.<\/p>\n<p>Nach einigen Monaten wurde ein neues Team hereingeholt, dem ich angeh\u00f6rte, um Keplers <em>Weltharmonik<\/em> zu meistern, gefolgt von einem weiteren, das sich auf Gau\u00df\u2019 Entdeckung der Umlaufbahn des Asteroiden Ceres konzentrierte. Dem folgte ein weiteres Team, das sich erst auf das Werk von Bernhard Riemann konzentrierte, das so zentrale Bedeutung f\u00fcr Lyns eigene Beitr\u00e4ge zur Wirtschaftswissenschaft hatte. Dies verzweigte sich schlie\u00dflich in breitere Forschungsgebiete, wozu Jason und ich beide in das Basement zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p>Mit Lyn zusammen und auf seine Anregung hin hatten wir das Privileg, an Projekten teilzunehmen, die sich mit Werken einer Vielzahl gro\u00dfer Genies befa\u00dften &#8211; darunter neben den bereits erw\u00e4hnten Leibniz, Fermat, Wernadskij, Pasteur, Einstein, Robert Moon, Schiller und Bach. Das Kellerteam arbeitete mit Lyn an Projekten \u00fcber die Prinzipien der Evolution des Lebens auf der Erde im Zusammenspiel mit der Galaxis, die Prinzipien des wohltemperierten Systems in der Musik, neue wirtschaftliche Plattformen f\u00fcr die Wasserwirtschaft und die Modifizierung des Wetters im Zusammenhang mit der kosmischen Strahlung, den Schutz der Erde vor Asteroiden und Kometen und die physische Wirtschaft als zunehmende Beherrschung der physikalischen Chemie durch die Menschheit. Und es gibt vieles andere, was man zu dieser Liste hinzuf\u00fcgen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Abb 7: Das Basement-Team pr\u00e4sentierte die Ergebnisse seiner Arbeit &#8211; hier beispielsweise \u00fcber Keplers \u201eWeltharmonik\u201c &#8211; im Internet, siehe: <a href=\"https:\/\/science.larouchepac.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>https:\/\/science.larouchepac.com\/<\/em><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56915\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss7-296x300.jpg\" alt=\"BeetsRoss7\" width=\"296\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss7-296x300.jpg 296w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss7-768x777.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BeetsRoss7.jpg 897w\" sizes=\"auto, (max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><\/p>\n<p>Lyn war bem\u00fcht, das Potential aus jedem einzelnen herauszuholen. Er suchte ihre St\u00e4rken und dr\u00e4ngte sie, F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen und wichtige, bahnbrechende Arbeiten zu leisten, die nicht nur diese Person selbst erheben, sondern auch einen Beitrag zum Fortschritt der ganzen Menschheit leisten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des sozialen Prozesses &#8211; des Diskussionsprozesses, der oft weit mehr bringt als die Summe seiner Teile. Diese Diskussionen wurden in den meisten F\u00e4llen durch Lyns fruchtbare schriftstellerische Arbeit ausgel\u00f6st. Eines der gro\u00dfartigsten Erlebnisse war immer, fr\u00fch am Morgen im Kellerb\u00fcro anzukommen, um festzustellen, da\u00df Lyn gerade erst ins Bett gegangen war und Kopien des Papiers, das er die ganze Nacht \u00fcber getippt hatte, auf unseren Schreibtischen warteten, damit wir es studieren.<\/p>\n<p>Unter Lyns F\u00fchrung gingen aus diesem Basement-Proze\u00df, der sich keineswegs auf die Personen beschr\u00e4nkte, die in dem Kellerb\u00fcro arbeiteten, zahlreiche p\u00e4dagogische Internetseiten hervor, und es gab Kurse und Workshops im ganzen Land zu Themen wie den Werken von Kepler, Gau\u00df, Riemann und Einstein, den Paradoxien der Evolution und des sensorischen Bereichs und des Verstandes. Wir nahmen an wissenschaftlichen Konferenzen \u00fcber Weltraum, Fusion, Asteroidenabwehr und Weltraumwetter teil und kn\u00fcpften Beziehungen zu Wissenschaftlern auf verschiedenen Gebieten. Dadurch pr\u00e4gte Lyn die Politik und Wissenschaft in den USA und international, in der Weise, da\u00df er forderte, da\u00df die politische Diskussion \u00fcber das Niveau der \u201eaktuellen Ereignisse\u201c hinausw\u00e4chst und sich auf die Ebene der realen Geschichte und der sie pr\u00e4genden Ideen erhebt.<\/p>\n<p>So wichtig wie das damals war, so dringend ist es auch heute, und da Lyn nicht mehr pers\u00f6nlich unter uns ist, stellt dies eine gro\u00dfe Herausforderung und Verantwortung f\u00fcr uns alle dar.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Zukunft des Basements<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Jason Ross: <\/em><\/strong>Ich m\u00f6chte noch eine pers\u00f6nliche Anmerkung zur Zusammenarbeit mit LaRouche zu Riemann machen. Als ich im Rahmen eines erweiterten Riemann-Projekts ins Basement zur\u00fcckkehrte, durchlebte ich gerade eine schwere Zeit in meinem Leben. Die M\u00f6glichkeit zu pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit Lyn, um manchmal Feedback zu einem Drehbuch oder einer Animation zu erhalten, manchmal \u00fcber Musik oder die Bosheit von Bertrand Russell zu diskutieren oder manchmal nur \u00fcber das Privatleben zu sprechen, das war mir enorm wichtig. Lyn fordert definitiv viel, aber er war auch ein sehr liebevoller Mensch, der aufrichtiges Interesse am Wohl der Menschen hatte und grenzenlose Ermutigung bieten konnte &#8211; und sei es manchmal in Form eines intellektuellen Tritts in den Hintern! Es war eine wirkliche Ehre und ein Privileg, direkt mit ihm zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nun noch einige Gedanken \u00fcber die Zukunft des Kellerteams.<\/p>\n<p>Die von LaRouche vorgegebenen Herausforderungen gewinnen heute zunehmend an Bedeutung. W\u00e4hrend die verf\u00fcgbaren Mittel in Bereiche wie K\u00fcnstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und \u201egr\u00fcne\u201c Technologien gelenkt werden, liegen die fruchtbarsten Untersuchungsgebiete weitgehend brach:<\/p>\n<p>&#8211; Die Finanzierung der Kernfusion lag und liegt noch weit unter dem Niveau, von dem man bereits in der Bl\u00fctezeit der Fusion Energy Foundation wu\u00dfte, da\u00df es zuwenig war, um jemals eine kommerzielle Fusion zu erreichen. Diese gro\u00dfe Energiequelle der Zukunft wird durch Unterfinanzierung effektiv sabotiert.<\/p>\n<p>&#8211; Der Begriff \u201eWissenschaft\u201c wurde pervertiert, um heute sein genaues Gegenteil zu bezeichnen &#8211; <em>die g\u00e4ngige Meinung<\/em> -, in Form der Propagandaoffensive f\u00fcr einen kollektiven Selbstmord durch eine gr\u00fcne Politik zur drastischen Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Dabei werden Horden von Kindern, die eindeutig keine Experten f\u00fcr das Weltklima oder f\u00fcr irgendetwas sonst sind, als hochgeachtete und bewunderte Vork\u00e4mpfer des notwendigen Wandels dargestellt.<\/p>\n<p>&#8211; F\u00e4lscher oder Einfaltspinsel, wie Yuval Noah Harari, Richard Dawkins, Sam Harris, Greta Thunberg und Neil deGrasse Tyson attackieren unseren Geist mit religi\u00f6s anmutenden Behauptungen \u00fcber die b\u00f6se oder mechanische Natur des Menschen, die in schamloser Weise als angeblich wissenschaftliche Argumente pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen das sch\u00f6ne Geburtsrecht aller Menschen zur\u00fcckgewinnen: die atemberaubende, inspirierende Geschichte des Abenteuers und der Entdeckungen, die uns in die gegenw\u00e4rtige Welt voller M\u00f6glichkeiten gebracht hat.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Man mu\u00df es richtig machen<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Helga und Lyn haben f\u00fcr eine globale Renaissance gek\u00e4mpft, und dazu geh\u00f6rt unbedingt eine Wiederbelebung des wissenschaftlichen Denkens! Wir m\u00fcssen Lyns Methode, die auch die Methode der gr\u00f6\u00dften wissenschaftlichen Genies vor ihm ist, hegemonial machen. Die Fehler in der Gestaltung der Politik, die uns heute plagen, sind nicht vor\u00fcbergehend, sie sind nicht zyklisch, sondern sie sind systemisch!<\/p>\n<p>Was mu\u00df unsere Strategie sein, um den Diskussions- und Entscheidungsproze\u00df &#8211; die Wege, auf denen wir zu politischen Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft gelangen &#8211; auf eine h\u00f6here Ebene zu heben, die dem Fortschritt und den Zielen der Zivilisation gerecht wird? Welche Axiome m\u00fcssen \u00fcberwunden werden?<\/p>\n<p>&#8211; Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik &#8211; da\u00df das ganze Universum zum Stillstand kommen wird.<\/p>\n<p>&#8211; Menschliche Handlungen, insbesondere solche, die unsere Umgebung ver\u00e4ndern, seien \u201eunnat\u00fcrlich\u201c und somit schlecht.<\/p>\n<p>&#8211; Der menschliche Verstand sei letztlich erkl\u00e4rbar durch physikalische Prozesse.<\/p>\n<p>&#8211; Reduktionismus<\/p>\n<p>&#8211; Positivismus<\/p>\n<p>&#8211; gr\u00fcne Umwelt-Ideologie<\/p>\n<p>Um diese Axiome zu identifizieren und zu beseitigen, sollten wir folgendes tun:<\/p>\n<p>&#8211; Beteiligen wir uns an einem engagierten, organisierten Durcharbeiten der Hauptwerke von LaRouche und der von ihm genannten Hauptquellen.<\/p>\n<p>&#8211; Sorgen wir f\u00fcr ein schnelles Wachstum einer neuen Generation junger Staatsm\u00e4nner und -frauen und Denker, die sich dem Auffinden und der Verinnerlichung des Prozesses wissenschaftlicher Entdeckung verschrieben haben.<\/p>\n<p>&#8211; Koordinieren wir die Arbeit an diesen Bildungsprozessen und planen wir die infrastrukturellen, wissenschaftlichen und kulturellen Ziele f\u00fcr die n\u00e4chste gro\u00dfe Renaissance!<\/p>\n<p>Wir ermutigen alle, sich an diesem Proze\u00df zu beteiligen, und wir schlie\u00dfen mit einem Auszug aus einem Gespr\u00e4ch, das Lyn 2007 bei einem Treffen junger Menschen hatte und das auch heute noch g\u00fcltig ist:<\/p>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche (Audio):<\/em><\/strong> \u201eDas ist das Problem, das ihr in eurer Generation habt: Ihr seid junge Erwachsene, wo eine \u00e4ltere Erwachsenengeneration existentiell versagt hat. Es mag einzelne Personen in der \u00e4lteren Generation geben, die nicht gescheitert sind, aber die Generation als Ganzes, insbesondere die Generation der B\u00fcromenschen, ist gescheitert. Sie sind katastrophal gescheitert.<\/p>\n<p>Weil ihr f\u00fcr diese Prinzipien empf\u00e4nglich seid, f\u00fcr die Vorstellung, da\u00df der einzelne unsterblich ist, eine unsterbliche Pers\u00f6nlichkeit, obwohl sein irdischer K\u00f6rper stirbt, deshalb ist es eure Aufgabe, eure Bestimmung und Verantwortung, f\u00fcr die Ver\u00e4nderungen zu sorgen, die in der Gesellschaft stattfinden m\u00fcssen, wenn die Gesellschaft \u00fcberhaupt \u00fcberleben soll. Und deshalb hat eure Generation eine einzigartige historische Rolle in der Existenz der ganzen Menschheit.<\/p>\n<p>Und die Mission, die ich euch gebe, ist es, das in euch zu verstehen und darin eure Identit\u00e4t zu sehen.\u201c<\/p>\n<p><em>(Den Videomitschnitt des Vortrags finden Sie auf <\/em><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/schillerinstitute.com\/<\/a><em>.)<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Gru\u00dfbotschaft<br \/>\n<\/strong><em>Gerhard Gr\u00f6mer, Direktor des \u00d6sterreichischen Weltraumforums<\/em> <strong><br \/>\n<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Gru\u00dfbotschaft lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>mein Name ist Gerhard Gr\u00f6mer, ich bin der Direktor des \u00d6sterreichischen Weltraumforums. Wir sind eine nationale Forschungseinrichtung mit etwa 250 freiwilligen Mitarbeitern aus 17 Nationen, auf drei Kontinente verteilt, und wir sind eine Gruppe von Forschern und Entwicklern, die sich mit einem sehr exotischen Technikthema besch\u00e4ftigt, n\u00e4mlich einer zuk\u00fcnftigen Reise zum Mars &#8211; und zwar genauer gesagt einer bemannten Reise.<\/p>\n<p>\u00d6WF: Gerhard Gr\u00f6mer mit dem Modell des Raumanzug-Simulators AOUDA.X.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56904\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Groemer1-300x169.jpg\" alt=\"Groemer1\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Groemer1-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Groemer1-768x432.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Groemer1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Groemer1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Neben mir sehen Sie ein Modell, genauer gesagt ein Oberteil, des Raumanzug-Simulators AOUDA.X.\u00a0 Das ist ein experimentelles Raumschiff zum Anziehen, sozusagen, der bereits in zw\u00f6lf Mars-Simulationen weltweit eingesetzt wurde, wie etwa letztes Jahr in der Dhofar-Region in der W\u00fcste des Oman. Und n\u00e4chstes Jahr geht es auf nach Israel, in die Negev-W\u00fcste, dort gibt es auch einige sehr Mars-\u00e4hnliche Umgebungen, die f\u00fcr uns als Test-Gel\u00e4nde verwendet werden.<\/p>\n<p>Nun, man mag sagen, eine bemannte Reise zum Mars mag nach Science Fiction, einer Utopie klingen, aber wir d\u00fcrfen davon ausgehen, da\u00df tats\u00e4chlich derjenige Mensch, der den ersten Schritt auf den \u201eroten Planeten\u201c setzen wird, bereits jetzt geboren ist. Und zwar wird diese Reise dann, wie wir glauben, in ca. 20-30 Jahren Realit\u00e4t werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch wenn es jetzt noch nach Science Fiction klingt, wir sind hier in einer Entwicklungsphase, wo wir zuerst einmal die Technologien, die Arbeitsabl\u00e4ufe, die Materialien testen m\u00fcssen, um jene gr\u00f6\u00dfte Reise unserer Generation zu einem sicheren und vor allem wissenschaftlich effizienten Unterfangen zu machen.<\/p>\n<p>Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist auch Ihre Konferenz in Bad Soden unter der Schirmherrschaft des Schiller-Instituts eine Konferenz, die sich mit so futuristischen Themen besch\u00e4ftigt. Ich m\u00f6chte Ihnen alles Gute w\u00fcnschen, viel Erfolg bei der Konferenz, ich w\u00fcnsche Ihnen viel Mut, auch unkonventionelle Ideen anzudenken, das ist auch eine der St\u00e4rken des Schiller-Instituts, hier ein bi\u00dfchen \u00fcber den Horizont hinaus zu blicken und auch Themen anzudenken, die jetzt noch nach Science Fiction klingen m\u00f6gen, nach Utopien, die aber eines Tages sehr wohl noch Realit\u00e4t werden k\u00f6nnten, wenn es Menschen gibt, die mit dem entsprechenden Herzblut und Enthusiasmus dahinter stehen und zur Realisierung beitragen. Ich w\u00fcnsche Ihnen noch eine gute Konferenz und bin schon gespannt auf die Ergebnisse. Toi, toi, toi. Alles Gute und beste Gr\u00fc\u00dfe aus dem Raumanzugslabor des \u00d6sterreichischen Weltraumforums hier in Innsbruck, \u00d6sterreich.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tab-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Panel 3<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Wer ist Lyndon LaRouche?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Verteidigung der afrikanischen Souver\u00e4nit\u00e4t<br \/>\n<\/strong><em>Diog\u00e8ne Senny, Pr\u00e4sident der Panafrikanischen Liga &#8211; Umoja<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Liebe Redner, liebe Konferenzteilnehmer, liebe G\u00e4ste,<\/p>\n<p>im Namen unserer Organisation Panafrikanische Liga &#8211; UMOJA danke ich dem Schiller-Institut f\u00fcr die Gelegenheit, bei dieser wichtigen internationalen Konferenz zu sprechen. Ich m\u00f6chte auch allen Rednern f\u00fcr die Qualit\u00e4t ihrer Beitr\u00e4ge danken, bevor ich das Wort ergreife.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>Das Hauptthema dieser Konferenz lautet \u201eDie Zukunft der Menschheit als kreative Gattung im Universum\u201c, und da dies ein wissenschaftliches Forum ist, wird sich meine Rede ebenso auf geopolitische, ideologische und \u00f6konomische Fragen wie auf Fragen der afrikanischen Weltraumpolitik beziehen.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Geopolitik und Ideologie<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Es ist auf den Tag genau eine Woche her, da\u00df die gesamte Welt den Fall der Berliner Mauer feierte. Dieses Ereignis, das als das wichtigste am Ende des 20. Jahrhunderts gilt, hat viele Politiker und Intellektuelle dazu bewogen, von einer neuen \u00c4ra des Friedens, des Gl\u00fccks und des Wohlstands zu reden, die sich f\u00fcr die Menschheit er\u00f6ffne.<\/p>\n<p>In gleicher Weise war der amerikanische Politologe Francis Fukuyama so verwegen, eine mittlerweile ber\u00fchmte Schrift unter dem Titel \u201eDas Ende der Geschichte\u201c zu ver\u00f6ffentlichen. Im Gro\u00dfen und Ganzen bedeutet \u201edas Ende der Geschichte\u201c soviel wie das Ende des Kalten Krieges, den ideologischen und endg\u00fcltigen Sieg der Demokratie und des Liberalismus \u00fcber die anderen politischen Ideologien.<\/p>\n<p>Es ist wahr, da\u00df das Ende des Kalten Krieges in vielerlei Hinsicht f\u00fcr einen Teil der Menschheit ein bedeutendes historisches Ereignis war, aber ist es auch ganz bestimmt falsch, da\u00df es der Beginn des Wohlstands und des Gl\u00fccks f\u00fcr alle dank des Neoliberalismus war. Man kommt nicht umhin anzuerkennen, da\u00df der Fall der Berliner Mauer die Krebsgeschwulst nicht beendet hat, die die modernen Staaten vergiftet, n\u00e4mlich die Geopolitik.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns doch zumindest daran, da\u00df die Berliner Mauer Ergebnis der Konfrontation der folgenden beiden geopolitischen Logiken war:<\/p>\n<p>&#8211; der Geopolitik des Meeres f\u00fcr England, die von seiner Insellage herr\u00fchrte und die verhindern sollte, da\u00df es von einer der gro\u00dfen kontinentalen M\u00e4chte (Frankreich oder Deutschland) beherrscht w\u00fcrde. Daher wurde England zur Gebieterin der Meere und kontrollierte die entscheidenden K\u00fcstenpunkte von der Ostsee bis China: Gibraltar, das Kap, Suez, Aden, Hormus, Singapur etc. Diese Geopolitik des Meeres sollte es der britischen Krone erlauben, \u00fcber das gr\u00f6\u00dfte Kolonialreich zu verf\u00fcgen;<\/p>\n<p>&#8211; der Kontinental- oder Festungsgeopolitik Deutschlands und Ru\u00dflands. Nehmen wir nur das Beispiel Deutschlands, das umschlossen und erdr\u00fcckt war zwischen der Geldherrschaft des Westens und den slawischen L\u00e4ndern; entt\u00e4uscht, vom Kolonialbesitz nichts au\u00dfer Kamerun und Togo abbekommen zu haben; geplagt von der Unzul\u00e4nglichkeit seiner Gebiete, ist sein Alptraum, einer Koalition gegen\u00fcberzustehen, die die Kolonialreiche wie England und Frankreich und zus\u00e4tzlich Ru\u00dfland vereint. So richtete Deutschland seine Strategie auf die kontinentale Geopolitik aus, um einen Lebensraum zu bilden, der ihm ein echtes Reich sicherstellt. Wilhelm II. und Bismarck beginnen mit der Arbeit, und das Dritte Reich wird die Idee bis zur Neige verfolgen.<\/p>\n<p>Nun aber, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, sind alle alten Geopolitiken wieder da. Die Welt ist niemals so voller Konflikte gewesen. Es versteht sich \u00fcbrigens von selbst, da\u00df zwischen den Nationen in Bezug auf Produktion und Konsum ein erschreckendes, klaffendes Ungleichgewicht herrscht, das unaufh\u00f6rlich zunimmt. Die einen sind reich durch die Armut der technologisch schlechter Ausgestatteten, und die anderen sind arm durch den Reichtum der besser Ausgestatteten.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Ideologie und Wirtschaft<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>F\u00fcr uns Afrikaner bedeutete das Ende des Kalten Krieges einen neuen historischen Betrug, ein falsches Versprechen, wie es schon der Fall war mit der nominellen Unabh\u00e4ngigkeit w\u00e4hrend der 1950er und 60er Jahre. Denn 20 Jahre nach dem ber\u00fchmten Jahr der Unabh\u00e4ngigkeiten, d.h. zu Beginn der 1980er Jahre, hatten die Schuldenkrise und in ihrem Gefolge die Strukturanpassungsprogramme des Weltw\u00e4hrungsfonds (IWF) die wenigen, vorsichtigen Anstrengungen, die afrikanischen Staaten nach der Unabh\u00e4ngigkeit wieder aufzurichten, bereits untergraben.<\/p>\n<p>Die 1990er Jahre, eingeleitet durch den Fall der Berliner Mauer, er\u00f6ffneten f\u00fcr die Afrikaner eine neue Serie von T\u00e4uschungen. Von nun an liegt das Heil in freien und transparenten Wahlen, ohne jemals nach Souver\u00e4nit\u00e4t zu fragen. Bei Wahlen ohne Souver\u00e4nit\u00e4t, die jedesmal angezweifelt werden, folgt jeder Wahlgang einer polemischen Logik &#8211; Chaos und Krieg mit irreparablen Sch\u00e4den sind nicht weit entfernt.<\/p>\n<p>Dennoch folgen alle politischen Akteure, was auch immer der politische Konflikt ist, sobald sie an der Macht sind, dem neuen <em>neoliberalen Gebetbuch vom Ende der Geschichte<\/em>, das Francis Fukuyama so lieb und teuer ist, n\u00e4mlich dem Washingtoner Konsens &#8211; das einzige Wirtschaftsprogramm, dem IWF und Weltbank zustimmen.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das? Der Washingtoner Konsens, systematisiert 1989 durch den Chef\u00f6konomen und Vizepr\u00e4sidenten der Weltbank John Williamson, besteht darin, den Weisungen des IWF zu den Strukturanpassungsprogrammen Priorit\u00e4t zu geben und sie sogar noch zu versch\u00e4rfen, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p>&#8211; die schnellstm\u00f6gliche Beseitigung jedweder staatlicher Regulierung,<\/p>\n<p>&#8211; die v\u00f6llige Liberalisierung der M\u00e4rkte f\u00fcr G\u00fcter, Kapital, Dienstleistungen&#8230;,<\/p>\n<p>&#8211; die baldige Errichtung eines sich selbst regulierenden Weltmarkts&#8230;<\/p>\n<p>Und das alles, selbstverst\u00e4ndlich, zum Nachteil \u00f6ffentlicher Investitionen in Gesundheit, Bildung und der f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung unverzichtbaren Infrastruktur.<\/p>\n<p>So also sieht, kurz und b\u00fcndig, die Wirklichkeit des Triumphes der neoliberalen Welt nach dem Kalten Krieg aus!<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Afrika und die Fragen der Raumfahrt<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Hat Afrika trotz dieser schwierigen Situation Ehrgeiz in der Raumfahrt, die eine Reihe von Problemen im Zusammenhang mit Telefonie, Fernsehen, Radio, Internet, GPS oder der wissenschaftlichen Forschung l\u00f6sen k\u00f6nnte? Tats\u00e4chlich ist die wissenschaftliche Beherrschung des Weltraums eine Frage der Demokratie, denn sie erlaubt die Senkung von Transportkosten und den Zugang zu einer Vielzahl grundlegender Rechte.<\/p>\n<p>Einige afrikanische L\u00e4nder ragen dabei heraus. Ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit kann man z.B. Angola, Nigeria, Ghana, S\u00fcdafrika oder Kenia nennen. Wegen der sehr hohen Kosten wenden sich afrikanische L\u00e4nder immer an die Vereinigten Staaten, Frankreich, Ru\u00dfland, Indien oder China, um sich einen Satelliten zuzulegen.<\/p>\n<p>Genau deshalb treten wir in jeder Hinsicht f\u00fcr die Vereinigten Staaten von Afrika ein. Sie k\u00f6nnten nicht nur die Schwierigkeiten der Kosten und der Rationalisierung des Besitzes eines Satelliten f\u00fcr jedes Land regeln, sondern vor allem auch das Problem der wachsenden Unsicherheit zwischen Nachbarn, sobald einer \u00fcber einen Satelliten verf\u00fcgt.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Zum Abschlu\u00df<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>Wir setzen dem fatalistischen Konzept des \u201e<em>Endes der Geschichte<\/em>\u201c das der <em>Geschichtlichkeit (Historicit\u00e9) <\/em>entgegen. Die Geschichtlichkeit ist ein nat\u00fcrliches Vorrecht des Menschen &#8211; ein Bewu\u00dftsein dar\u00fcber, da\u00df man in der Geschichte lebt. Das bewirkt eine tats\u00e4chliche und sinnvolle Solidarit\u00e4t, die die Vergangenheit und die Zukunft mit der Gegenwart vereint und den Vormarsch einer Freiheit motiviert, die die Zukunft durch einen sch\u00f6pferischen Akt hervorzubringen sucht.<\/p>\n<p>30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer entwickelt die Menschheit ihren kriegerischen und militaristischen Geist unabl\u00e4ssig weiter, kalt und berechnend. Das absehbare Ende w\u00e4re der allgemeine nukleare Tod, die gewaltige Zerst\u00f6rung der zeitgen\u00f6ssischen Zivilisation.<\/p>\n<p>30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer haben die verschiedenen, vielf\u00e4ltigen T\u00e4uschungsman\u00f6ver bez\u00fcglich \u201etransparenter Wahlen\u201c, ohne da\u00df jemals die Frage nach der Souver\u00e4nit\u00e4t gestellt wird, Afrikas Jugend desillusioniert. Diese afrikanische Jugend, der entscheidende Hebel f\u00fcr die Zukunft Afrikas, hat sich immer mehr den historischen Gestalten des afrikanischen Patriotismus zugewandt: Barth\u00e9l\u00e9my Boganda aus der Zentralafrikanischen Republik, Tom Mboya aus Kenia, Felix Moumi\u00e9 und Oum Ruben Nyob\u00e9 aus Kamerun, Murtala aus Nigeria, Thomas Sankara aus Burkina Faso, Steve Biko aus S\u00fcdafrika &#8211; alle diese gl\u00fchenden, jungen und dynamischen afrikanischen Patrioten sind tot, Opfer des Imperialismus.<\/p>\n<p>Der Beitrag des Panafrikanismus zum Frieden auf der Welt bedarf der Afrikanischen Renaissance. Diese Renaissance zieht ihre Widerstandskraft aus dem \u00e4ltesten agrarischen Mythos der Menschheit: dem Osiris-Mythos. Er st\u00fctzt sich auf jahreszeitliche Gesten geduldiger Bauern des Niltals: das Korn s\u00e4en, es in die Erde bringen, danach es ernten, mit der Sichel schneiden, rituell, nach dem Verlassen der Erde, nach der Keimung, die Auferstehung.<\/p>\n<p>Die \u00e4gyptischen Baudenkm\u00e4ler wiederholen die Mysterien unendlich, die eine Analogie zwischen der menschlichen Bestimmung und dem Auf und Ab der Pflanzen zeigen.<\/p>\n<p>Um frei zu werden, m\u00fcssen wir unbedingt aufh\u00f6ren, Maschinenmenschen, Reflexmenschen, Vernunftmenschen und Robotermenschen zu sein.<\/p>\n<p>Umoja Ni Nguvu<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>LaRouche und die Wissenschaft<br \/>\n<\/strong><em>Jozef Miklo\u0161ko, ehem. stellv. Ministerpr\u00e4sident der Tschechoslowakei<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Danke sch\u00f6n &#8211; Sie klatschen, und wissen noch gar nicht, was ich sage. Das ist zu fr\u00fch!<\/p>\n<p>Danke sch\u00f6n. Liebe Helga Zepp-LaRouche, liebe Freunde, liebe Damen und Herren,<\/p>\n<p>es wurde schon gesagt, da\u00df ich Slowake bin. Zun\u00e4chst eine Minute \u00fcber unsere Situation. Heute ist es genau 30 Jahre nach unserer \u201eSamtenen Revolution\u201c in der damaligen Tschechoslowakei, am 17. November &#8211; unser Staatsfeiertag. Damals ist leise Schnee gefallen, und er hat uns von 40 Jahren schmutzigem Kommunismus erl\u00f6st. Damals verschwand der Marxismus-Leninismus aus unserer Geschichte. Das war der sch\u00f6nste Tag in meinem Leben. Darum mu\u00df ich auch heute Nachmittag noch bei einer Feier in Bratislava sprechen, darum mu\u00df ich ein bi\u00dfchen fr\u00fcher weggehen.<\/p>\n<p>Wir in der Slowakei haben viele Probleme, wie alle Staaten in Europa, aber wir sind frei, das ist sehr wichtig. Wir sind frei, freie Menschen. Wir k\u00f6nnen unser Leben nach eigenen Ideen organisieren, wir k\u00f6nnen frei sprechen, schreiben, publizieren, unternehmen, reisen.<\/p>\n<p>Ich war zw\u00f6lf Jahre lang Pr\u00e4sident der Slowakischen Christlichen Senioren, vor drei Tagen habe ich das \u00fcbergeben an jemand anderen. Unsere Rentner haben im Durchschnitt 430 Euro Rente, aber wir schimpfen nicht, wir leben, und wir sind frei.<\/p>\n<p>Und jetzt zur Sache, verzeihen Sie. Noch ein Dank an Helga Zepp-LaRouche und das Schiller-Institut f\u00fcr die Einladung zu dieser interessanten Konferenz.<\/p>\n<p>Lyndon LaRouche war ein amerikanischer Sacharow &#8211; Politiker, \u00d6konom, Mathematiker, Schriftsteller, Musikologe. Er schrieb Dutzende von B\u00fcchern und Tausende von Artikeln. Er war Generator neuer Ideen, ein K\u00e4mpfer f\u00fcr die Rettung des Christentums, der Familie und des Lebens.<\/p>\n<p>Ich traf mich 17 Mal mit ihm &#8211; in Amerika, in Deutschland, dreimal auch in Rom, wo ich Botschafter war. Er sagte, da\u00df den Vereinigten Staaten und Europa eine Vision fehlt, in der es nicht nur um Geld und Wirtschaft geht, sondern insbesondere auch um die geistigen und moralischen Werte. In meinem Buch, <em>e\u013emi pr\u00edsne tajn\u00e9-Ako sme boli slobodn\u00ed (\u201eGanz streng geheim &#8211; So waren wir frei\u201c, 1999) <\/em>widmete ich Lyndon LaRouche und seinem Institut \u00fcber 90 Seiten mit 20 Fotos, das \u00fcbergebe ich nachher Frau Helga, mit anderen Materialien, die ich \u00fcber die gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit geschrieben habe.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouches Verfolgung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Seine Ansichten haben vor allem in den Vereinigten Staaten, aber auch in Deutschland gro\u00dfe Kritik und Verleumdungen ausgel\u00f6st. Seine Bewegung wurde vor allem in Amerika schwer verfolgt, ich erinnere an den 6. Oktober 1986, als die damalige Regierung versuchte, mit 400 Polizisten in der Zentrale in Leesburg alles zu beenden und Lyn zu verhaften. Das f\u00fchrte dann zu dem politischen Proze\u00df und einer absolut ungerechtfertigten Strafe. Als wir gerade unsere gr\u00f6\u00dfte Revolution gegen den Kommunismus vollbrachten &#8211; am 1. Dezember 1989 -, wurde er zu 15 Jahren und seine f\u00fcnf Mitarbeiter zusammen zu 209 Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt. Mike Billington war damals der Rekordhalter.<\/p>\n<p>In dem Verfahren gegen ihn und seine Kollegen am Ende der 1980er Jahre gab es so viele Irregularit\u00e4ten, da\u00df viele prominente Vertreter der internationalen Gemeinschaft dagegen protestierten, weil es ungerecht und politisch motiviert war.<\/p>\n<p>Ich wurde 1990 mit seinem Fall bekannt, als ich als Vizepr\u00e4sident der Regierung der Tschechoslowakei f\u00fcr Menschenrechte zust\u00e4ndig war. Ich habe mehrere Protestbriefe geschrieben, an die h\u00f6chsten Beamten in Amerika, mit ehemaligen Politikern in mehreren L\u00e4ndern. Ich bin stolz, da\u00df ich auch ein bi\u00dfchen beigetragen habe zur Befreiung von Lyn 1994, f\u00fcnf Jahre nach seiner Verurteilung, und sp\u00e4ter auch der \u00fcbrigen \u201eVirginia five\u201c. [Applaus.] Ich habe sie alle besucht, im Kerker, ich habe dar\u00fcber geschrieben, gerade in diesem Buch.<\/p>\n<p>Im September 1995 nahm ich an einer Anh\u00f6rung, einem Hearing, in Washington teil, einem internationalen Tribunal prominenter Richter und Anw\u00e4lte, denen der Fall vorgestellt wurde, auch von Ramsey Clark, dem ehemaligen Justizminister der Regierung Johnson. Die Kommission gelangte zu dem Schlu\u00df, da\u00df es in diesem Proze\u00df einen gro\u00dfen Mi\u00dfbrauch der Untersuchungen und der strafrechtlichen Gewalt gab, der die Verurteilung und Ausschaltung von LaRouche und seiner Bewegung zum Ziel hatte.<\/p>\n<p>Als Lyn am 8. September 1997 seinen 75. Geburtstag feierte, veranstalteten wir in Washington ein Gala-Programm mit prominenten S\u00e4ngern, Musikern und Politikern. Das ist ein bi\u00dfchen Selbstlob, aber ich war damals der Meister der Zeremonien. Ich habe in meinem Leben nie solche Stars der Metropolitan Opera gesehen, und habe zusammen mit ihnen <em>Glory, Glory Halleluja<\/em> gesungen. Das war ein phantastisches Konzert, und eine phantastische Zeit, ich habe viele Fotos davon, meine Enkelkinder bewundern mich immer daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Ich habe nur 13 Enkelkinder und f\u00fcnf Urenkelkinder, und eine Frau, mit der ich 55 Jahre zusammen bin. (Und als wir das feierten, sagte meine Frau, \u201eDanke sch\u00f6n! 55 &#8211; aber du warst f\u00fcnf Jahre nicht zuhause!\u201c Pardon, das pa\u00dft nicht hierher.)<\/p>\n<p>Im politischen Programm nahm Lyndon LaRouche kein Blatt vor den Mund. Die \u00d6konomie sollte produzieren, und nicht spekulieren. Die Politik und die Wirtschaft m\u00fcssen an moralische Prinzipien gebunden sein.<\/p>\n<p>Er kam auch mit der Idee der SDI, der Entwicklung von Projekten f\u00fcr Europa, Asien und Afrika, der Entschuldung Lateinamerikas usw., auch Projekte zur Entwicklung von Osteuropa. Seine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Reform des Finanzsystems waren eine Alternative. Er hat die Krise vorausgesagt, vor allem die b\u00f6sartige Wirkung der Derivatspekulation. Heute druckt man in den USA und in Europa ungedecktes Geld, das nennt man heute \u201equantitative Lockerung\u201c. Das ist schrecklich, sie drucken und drucken und drucken, Helikoptergeld. 60 Milliarden jeden Monat geben sie kostenlos aus f\u00fcr die Staaten von Europa. Dies reduziert die Zinsen und pumpt das Geld in das schlechte alte Zentralbanksystem, und die retten damit die \u201eBad Banks\u201c. Das Finanzsystem ist getrennt von der produktiven Wirtschaft.<\/p>\n<p>Als ich aufbrach, telefonierte ich mit unserem ersten Premierminister, J\u00e1n \u010carnogursk\u00fd, und sagte ihm, da\u00df ich hierher gehe. Und er sagte: \u201eGr\u00fc\u00df Helga und alle Leute, die dort sind\u201c &#8211; er ist heute leider an einem anderen Ort &#8211; \u201eaber sag dort, da\u00df sich wirklich alle Prophezeiungen von Lyn seit 1986 in Europa erf\u00fcllt haben.\u201c Das hat der Premierminister der Slowakei gesagt, und ich bin stolz darauf.<\/p>\n<p>Am 30. November haben wir immer in Br\u00fcnn in M\u00e4hren ein Treffen von Tschechen, M\u00e4hren und Slowaken, christliche Politiker von damals, und ich glaube, wir werden auch dar\u00fcber sprechen.<\/p>\n<p>Sechsmal habe ich ihn und die anderen Mitglieder der Bewegung in den amerikanischen Gef\u00e4ngnissen besucht.<\/p>\n<p>Die Slowakei war im Jahr 1994 das zweite Land, das Lyn nach seiner Haft besucht hat. Beim zweiten Besuch im Jahr 1996 schrieb er: \u201eDie Slowakei ist ein gl\u00fccklicheres Land als andere. Sie hat den Sinn f\u00fcr geistige Werte nicht verloren, sie hat eine nationale Identit\u00e4t. Man braucht ehrliche und entschlossene F\u00fchrer. Als ich auf dem Pilgerweg in Nitra die Menge von 50.000 singen h\u00f6rte, habe ich verstanden, da\u00df dies ein gutes Land ist.\u201c<\/p>\n<p>Alles ist noch immer so, nur fehlen uns diese ehrlichen und entschlossenen F\u00fchrer. Aber hoffentlich kommen sie. Und ich m\u00f6chte sagen, es gibt in der Slowakei 20 solcher Pilgerpl\u00e4tze, und z.B. in Levo\u010da waren eine halbe Million Slowaken, ein Zentrum der Slowakei f\u00fcr diese Pilger.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouches Grunds\u00e4tze<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Lassen Sie mich nun auf den Entwurf von Lyn von 1998 kommen, um die Krise zu \u00fcberwinden, der auch heute interessant ist. Wirklich, das gilt noch immer! Es geht um diese Grunds\u00e4tze:<\/p>\n<p>&#8211; Heute ist die Zeit einer gef\u00e4hrlichen finanziellen und wirtschaftlichen Notlage. Nur vorbeugende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen einen Zusammenbruch der Zivilisation verhindern.<\/p>\n<p>&#8211; Jede Nation mu\u00df darauf bestehen, da\u00df es keine h\u00f6here politische Autorit\u00e4t gibt als die souver\u00e4ne, nationalstaatliche Republik.<\/p>\n<p>&#8211; Supranationale Institutionen wie der Internationale W\u00e4hrungsfonds haben ihre Autorit\u00e4t nur als Forum f\u00fcr Konsultationen zwischen souver\u00e4nen Nationalstaaten.<\/p>\n<p>&#8211; Jede Nation beh\u00e4lt ihre Souver\u00e4nit\u00e4t in Bezug auf ihre finanziellen, monet\u00e4ren und wirtschaftlichen Angelegenheiten.<\/p>\n<p>Das sind die Prinzipien.<\/p>\n<p>&#8211; W\u00e4hrend der Krise sollten keine internationalen Kredite erteilt werden.<\/p>\n<p>&#8211; Staatlich gef\u00f6rderte Kredite f\u00fcr Infrastruktur, den produktiven Sektor, Landwirtschaft, Welthandel sollten mit einem Zinssatz von maximal 1-2% pro Jahr ausgegeben werden.<\/p>\n<p>&#8211; Die Banken m\u00fcssen die Derivate deaktivieren, als einen Buchhalter-Schwindel.<\/p>\n<p>&#8211; F\u00fcr den Abschlu\u00df von internationalen Vereinbarungen sind keine internationalen Beh\u00f6rden notwendig. Die Weltwirtschaft erstickt an einer \u00dcberdosis supranationaler Institutionen.<\/p>\n<p>Lyn hat auch immer ein neues Bretton-Woods-Abkommen vorgeschlagen, das etablieren w\u00fcrde:<\/p>\n<p>&#8211; feste, aber anpassungsf\u00e4hige Wechselkurse;<\/p>\n<p>&#8211; die M\u00f6glichkeit, die Konvertibilit\u00e4t einzuschr\u00e4nken, wenn die nationale Regierung dies f\u00fcr notwendig erachtet &#8211; und so weiter, das ist wahrscheinlich bekannt.<\/p>\n<p>Als Laie ist mir klar, da\u00df es unmoralisch ist, wenn jemand in ein paar Tagen der Spekulation genausoviel Geld bekommt, wie die anderen Leute durch harte Arbeit in ihrem ganzen Leben. [Applaus.] Der Krach des amerikanischen Hedgefonds Enron und vieler Banken ist nur die Spitze des Eisbergs.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouche und das Christentum<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Jetzt zum Ende meiner Rede noch einige S\u00e4tze von Lyn, die nicht so bekannt sind, aber ich als Christ habe gerade diese Idee auch in meinen B\u00fcchern und in meinem Blog erw\u00e4hnt, und ich m\u00f6chte sie auch hier erw\u00e4hnen. Wahrscheinlich werden Sie auch ein wenig \u00fcberrascht sein, da\u00df Lyn das wirklich so gesagt hat. Er war auch ein gl\u00e4ubiger Christ, der \u00fcber seinen Glauben erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich einige von seinen Ideen wiedergeben:<\/p>\n<p>&#8211; Ein Mensch ist geschaffen als Abbild Gottes, er hat einen hohen positiven Wert.<\/p>\n<p>&#8211; Wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren mit dem T\u00f6ten von ungeborenen Kindern &#8211; und auch von geborenen, durch Drogen.<\/p>\n<p>&#8211; Alles wird in der Kindheit entschieden. Kinder mu\u00df man erziehen zur Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>&#8211; Heute hat niemand f\u00fcr die Kinder Zeit, Fernsehen und Internet machen die dumm. [Applaus.]<\/p>\n<p>(Fernsehen tue ich gar nicht, aber Internet bin ich ein bi\u00dfchen s\u00fcchtig, jeden Tag poste ich auf Facebook 10 bis 20 Eintr\u00e4ge mit Video &#8211; leider, aber was soll ich tun? Aber wenn jemand bei Freunden ist, sagen Sie ihnen, sie sind beim Schiller-Institut, dann werden wir dar\u00fcber sprechen. Auch von dieser Konferenz habe ich schon einige Nachrichten geschickt, denn wenn Sie nicht im Internet sind, dann existieren Sie nicht. [Lachen.] Pardon!)<\/p>\n<p>&#8211; Die Welt t\u00f6tet die Seele der Kinder.<\/p>\n<p>&#8211; Die Erhaltung der Familie mu\u00df man sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&#8211; Das wichtigste in der Erziehung ist die Kenntnis von klassischer Musik, Geschichte und Mathematik.<\/p>\n<p>In der Slowakei wurden einige Erinnerungen publiziert, von einigen unserer Priester-Bisch\u00f6fe, mit harter Kritik und absolut offen. Und ich meine, das ist sehr wichtig, da\u00df man so spricht. Denn wenn die Leute sterben, die das sahen, dann ist in hundert Jahren die Geschichte ganz anders. In den letzten ein bis zwei Jahren habe ich das immer gesagt, da\u00df man \u00fcber die Geschichte wirklich immer die Wahrheit sagen mu\u00df. Die Wahrheit befreit uns.<\/p>\n<p>&#8211; Die besten Kulturen Europas &#8211; das ist wieder eine Idee von Lyn &#8211; die besten Kulturen Europas kamen aus dem Christentum.<\/p>\n<p>&#8211; Ungebildete Menschen wissen nichts \u00fcber die Geschichte, Kultur, Wissenschaft, Kunst.<\/p>\n<p>&#8211; Nur dumme Menschen glauben, da\u00df es so ist, wie es in der Zeitung und im Fernsehen steht.<\/p>\n<p>In der Slowakei haben wir viele Zeitungen, aber jetzt entscheiden die Inhaber, was drinsteht. Darum kann man einige gar nicht lesen. Es ist alles halb L\u00fcgen und auch halb Wahrheit. Dann ist eine Alternative oder das Internet sehr wichtig. Nat\u00fcrlich gibt es dort auch viele Dummheiten, aber da mu\u00df man w\u00e4hlen und verschiedene Quellen lesen.<\/p>\n<p>&#8211; Die Ideologie des Hedonismus ist krank.<\/p>\n<p>&#8211; Der freie Markt vergewaltigt die Schw\u00e4cheren, zerst\u00f6rt die Landwirtschaft, die Industrie und die Finanzen.<\/p>\n<p>&#8211; Der dritte Weg in der Wirtschaft ist eine wirtschaftliche Politik auf christlichen Grunds\u00e4tzen.<\/p>\n<p>&#8211; Geld, die Gegenkultur und die grenzenlose Freiheit f\u00fchren die Menschen ins Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>&#8211; Der Kompromi\u00df mit dem B\u00f6sen und Toleranz f\u00fcr das B\u00f6se mu\u00df aufh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&#8211; Der Kommentar zu der L\u00fcge ist L\u00fcge.<\/p>\n<p>Wie in der Mathematik; wenn ein Axiom nicht gut ist, dann sind alle Theorien schlimm, ein Satz ist nicht Wahrheit.<\/p>\n<p>&#8211; Beginnen wir eine Revolution in der christlichen Liebe, wie damals der Samariter.<\/p>\n<p>Und das letzte, das ist ein bi\u00dfchen poetisch:<\/p>\n<p>&#8211; Was ist das Ziel des Menschen? Sie kommen in die Welt als ein Engel, und sie sollten sie auch verlassen wie ein Engel.<\/p>\n<p>Das hat Lyn gesagt. [Applaus.]<\/p>\n<p>Liebe Freunde, das ist das Ende meiner Rede. Ehre dem Andenken von Lyndon LaRouche! Er wird immer in meinem Herzen sein.<\/p>\n<p>Und jetzt m\u00f6chte ich Helga diese B\u00fccher \u00fcbergeben, mit einem kleinen Kommentar. Das ist das Buch von 1999, zehn Jahre nach der Wende von 1989. Darin sind 90 Seiten \u00fcber Lyn. Hier ist die Liste der Kapitel und Abbildungen; leider ist es nur auf Slowakisch. [Applaus.]<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Die Macht der Vernunft: Das lebendige Erbe von Lyndon LaRouche<br \/>\n<\/strong><em>Dennis Small, Koordinator des Schiller-Instituts f\u00fcr Lateinamerika<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Anfang dieses Jahres, zum 30. Jahrestag des Beginns von Lyndon LaRouches Gef\u00e4ngnisaufenthalt am 27. Januar 1989 &#8211; wo er f\u00fcnf Jahre einer 15j\u00e4hrigen Freiheitsstrafe f\u00fcr Verbrechen verb\u00fc\u00dfte, die er nie begangen hat, was die Handlanger der britischen Regierung und der Bush-Administration, die ihn ins Gef\u00e4ngnis warfen, auch genau wu\u00dften &#8211; hat die weltweite LaRouche-Organisation unsere langj\u00e4hrige Forderung, da\u00df LaRouche rehabilitiert werden mu\u00df, neu aufgegriffen. Als er weniger als drei Wochen sp\u00e4ter, am 12. Februar 2019, verstarb und wir beschlossen, unsere Bem\u00fchungen f\u00fcr seine Rehabilitierung zu verdoppeln, sagten sogar einige unserer wohlmeinenden Freunde und Unterst\u00fctzer: \u201eEs ist wahr, da\u00df er ungerecht behandelt wurde, aber das ist jetzt Schnee von gestern. Es ist an der Zeit, weiterzumachen und eure Energien auf die L\u00f6sung der Probleme der Welt zu konzentrieren, wie die Weltwirtschaftskrise, die andauernden Kriege und die Gefahr einer thermonuklearen Konfrontation sowie die moralische und kulturelle Krise unserer Jugend, u.a. durch Drogen.<\/p>\n<p>Diese wohlmeinenden Menschen k\u00f6nnten nicht falscher liegen. Lyndon LaRouches Rehabilitierung ist <em>die<\/em> zentrale strategische Frage unserer Zeit.<\/p>\n<p>Es ist wahr, da\u00df der Fall LaRouche nach den denkw\u00fcrdigen Worten seines Berufungsanwaltes, des ehemaligen US-Justizministers Ramsey Clark, \u201eein breiteres Spektrum an vors\u00e4tzlichem und systematischem Fehlverhalten und Machtmi\u00dfbrauch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum mit dem Ziel, eine politische Bewegung und eine politische F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit zu zerst\u00f6ren, darstellt als jede anderes Bundes-Strafverfahren in meiner Zeit oder nach meinem Wissen\u201c.<\/p>\n<p>Es ist auch der Fall, da\u00df mehrere Mitarbeiter LaRouches in einer Serie von Bundes- und Landes-Strafverfahren zu Freiheitsstrafen von bis zu 77 Jahren verurteilt wurden.<\/p>\n<p>Aber das gr\u00f6\u00dfte Verbrechen der Justiz war das am Wohl der V\u00f6lker und Nationen der Welt und an dem Menschenbild, was die zentralen Anliegen von LaRouches Lebenswerk waren. In seinem Schlu\u00dfwort vor Richter Albert Bryan vor seiner Verurteilung am 27. Januar 1989 warnte LaRouche:<\/p>\n<p>\u201eDiese Serie von Prozessen mit Schrotflintenmethoden [ist] ein Versuch, mich von der politischen Szene zu eliminieren. Dies hat den Vereinigten Staaten bereits gro\u00dfen Schaden zugef\u00fcgt. Es ist an der Zeit, da\u00df diese b\u00f6sartige und r\u00fccksichtslose Verfolgung eingestellt wird, bevor unseren Vereinigten Staaten noch viel gr\u00f6\u00dferer Schaden zugef\u00fcgt wird.\u201c<\/p>\n<p>Aber dieser Schaden wurde angerichtet, und er raubte dem amerikanischen Volk seinen erhabensten Staatsmann und \u00d6konomen, mit dessen Politik der letzten 50 Jahre die Welt heute ein ganz anderer Ort w\u00e4re. Dieses Unrecht mu\u00df jetzt r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden, wenn die Welt \u00fcberleben soll. Gerechtigkeit f\u00fcr den Menschen bedeutet Gerechtigkeit f\u00fcr seine Ideen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, Ihnen einen Eindruck von beidem zu vermitteln, indem ich Ihnen kurze Ausz\u00fcge aus LaRouches letzter \u00f6ffentlicher Rede vor dem Antritt seiner Gef\u00e4ngnisstrafe sowie aus seiner ersten Rede nach der Entlassung f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter zeige. Denken Sie dar\u00fcber nach, was f\u00fcr ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Geist diese beiden \u201eBuchst\u00fctzen\u201c produzieren konnte.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>LaRouches \u201eVerbrechen\u201c<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Was war LaRouches Verbrechen? Er hat bewiesen, da\u00df Satan Unrecht hat.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich das erkl\u00e4ren. 1998 ver\u00f6ffentlichte LaRouche eine Autobiographie mit dem Titel <em>Die Macht der Vernunft<\/em> &#8211; also nicht \u201eDie Macht des Geldes\u201c oder \u201eDie Macht der Medien\u201c und schon gar nicht \u201eDie Macht des positiven Denkens\u201c. Die allerersten Worte des Vorwortes des Autors zu diesem Buch lauten:<\/p>\n<p>\u201eIm Verlauf von nun beinahe zwanzig Jahren bin ich zu der vielleicht umstrittensten aller f\u00fchrenden internationalen Pers\u00f6nlichkeiten dieses Jahrzehnts geworden. Im Unterschied zu allen anderen Kandidaten f\u00fcr das amerikanische Pr\u00e4sidentenamt seit 1945 bin ich ein selbst\u00e4ndig denkender Mensch.\u201c<\/p>\n<p>LaRouche bewies, da\u00df wahres Wissen nicht aus der Sinneswahrnehmung stammt, sondern aus dem Geist des Menschen. Die sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte des Menschen sind die m\u00e4chtigste Kraft des Guten im Universum, und sie finden ihren Ausdruck in der einzigartigen F\u00e4higkeit des Menschen, seine potentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte endlos zu erh\u00f6hen. LaRouche hat diese zentrale Entdeckung in einem Essay vom November 1993 selbst so zusammengefa\u00dft:<\/p>\n<p>\u201eDas zentrale Merkmal meines urspr\u00fcnglichen Beitrags zur Leibnizschen Wissenschaft der physikalischen \u00d6konomie ist die Bereitstellung einer Methode im Umgang mit dem kausalen Zusammenhang zwischen dem Beitrag des einzelnen zu axiomatisch revolution\u00e4ren Fortschritten in wissenschaftlichen und analogen Wissensformen einerseits, und der daraus resultierenden Zunahme der potentiellen Bev\u00f6lkerungsdichte entsprechender Gesellschaften andererseits.\u201c<\/p>\n<p>Das Gute zu tun, war f\u00fcr Lyn identisch mit rigoroser wissenschaftlicher Wahrheit. Die gleiche Kreativit\u00e4t, die \u201edie Sterne wie Schilf beugt\u201c, wie er einst schrieb, verleiht dem Menschen einen freien Willen und damit eine Moral, die kein gr\u00f6\u00dferes Gl\u00fcck findet, als das Gute zu tun. Jeder, der Lyn kannte, wei\u00df, da\u00df er eine best\u00e4ndige Liebe zur Wahrheit hatte, eine Liebe zur Menschheit, eine Liebe zum Guten &#8211; und er liebte auch einen guten Kampf.<\/p>\n<p>In seiner letzten \u00f6ffentlichen Rede vor seiner Verurteilung am 16. Dezember 1988, die er knapp eine Woche davor auf einer \u201eFood for Peace\u201c-Konferenz in Chicago hielt, war LaRouche unersch\u00fctterlich:<\/p>\n<p><strong><em>LaRouche (Video:) <\/em><\/strong>\u201eEs gibt keinen Teil der Gesellschaft, keine W\u00e4hlergruppe, die nicht das gleiche Interesse hat. Das hei\u00dft, in dieser Angelegenheit hat kein Volk irgendeiner Nation ein anderes Interesse als das einer anderen Nation. Wir sprechen von der Zukunft von Hunderten von Milliarden ungeborener Seelen, ohne deren Erfolg unser Leben nichts bedeutet. Das ist das gemeinsame Interesse, das jeden von uns vereint, so da\u00df es in dieser Frage, in dieser Sache, in diesem Interesse keinen Unterschied zwischen uns gibt.<\/p>\n<p>Wenn wir so k\u00e4mpfen, wenn wir mit Liebe zur Menschheit k\u00e4mpfen, indem wir besonders an die Hunderte von Milliarden Seelen denken, die darauf warten, geboren zu werden, und auch an diejenigen, deren Martyrium und anderen Opfern wir das verdanken, was unser Potential ausmacht, und unsere Schuld ihnen gegen\u00fcber in Bezug auf das, was wir an die Zukunft weitergeben; und wenn wir unser Leben nicht als etwas betrachten, das von Moment zu Moment gelebt wird, sondern als ein ganz kleines St\u00fcck Erfahrung, mit einem Anfang und nicht allzu viel sp\u00e4ter einem Ende; und unser Leben nicht als etwas ansehen, was zum Vergn\u00fcgen an sich gelebt wird, sondern als eine Gelegenheit, eine Aufgabe zu erf\u00fcllen &#8211; einen Zweck, der sich in dem widerspiegelt, was wir den Hunderten von Milliarden Seelen hinterlassen, die darauf warten, in ihrem Zustand geboren zu werden: Dann k\u00f6nnen wir, falls unser sterbliches Leben k\u00fcrzer sein mu\u00df, weil wir es so hingeben, da\u00df die Sache der Hunderte von Milliarden noch ungeborener Seelen sichergestellt ist, mit Freuden sterben, weil wir unser Leben vollendet haben, erf\u00fcllt haben. Uns wurde vielleicht die Chance genommen, es noch ein wenig mehr zu erf\u00fcllen, aber dennoch haben wir es erf\u00fcllt&#8230;<\/p>\n<p>Wir sind alle klein, wir sind alle Individuen. Aber wenn wir wissen, da\u00df wir uns in dieser Hinsicht einig sind, dann wissen wir, da\u00df das, was jeder von uns als Individuum in dieser vereinten Weise tut, gedeihen wird. In diesem schrecklichen Moment der Menschheit, in dem die Zivilisation, wie wir sie seit Jahrhunderten kennen, in den kommenden etwa zwei bis zehn Jahren uns genommen zu werden droht, besteht die Gefahr, diese Zivilisation zu verlieren; aber wir haben auch die M\u00f6glichkeit, eine heroische L\u00f6sung f\u00fcr diese Krise zu finden und Generationen zu werden, die in unserer Zeit angesichts des Kelchs von Gethsemane diesen Kelch angenommen und damit in der Nachfolge Christi die Sache der Rettung der zuk\u00fcnftigen Seelen fortgef\u00fchrt haben.\u201c<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Der Inbegriff des Amerikaners<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Dennis Small: <\/em><\/strong>In dieser Entschlossenheit war Lyndon LaRouche der Inbegriff des Amerikaners. Ich will Ihnen das beweisen, indem ich die Worte und Gedanken eines anderen vollkommenen Amerikaners zitiere &#8211; den philosophischen Begr\u00fcnder unserer Verfassungsrepublik, Gottfried Wilhelm Leibniz. 1702 schrieb Leibniz in seiner <em>Meditation \u00fcber das gemeinsame Konzept der Gerechtigkeit<\/em>: \u201eGerechtigkeit ist G\u00fcte, die mit der Weisheit \u00fcbereinstimmt&#8230; und Weisheit ist nach meinem Gef\u00fchl nichts anderes als die Wissenschaft der Gl\u00fcckseligkeit\u201c &#8211; womit nicht die hedonistische Lust gemeint ist, f\u00fcr die Leute wie Hobbes und Bentham geworben haben.<\/p>\n<p>\u201eMan mu\u00df die Freuden der Sinne meiden, wie man einen Fremden oder mehr noch einen schmeichelnden Feind meidet\u201c, hatte Leibniz in den 1690er Jahren geschrieben. \u201eSo hat die souver\u00e4ne Weisheit alles so gut geregelt, da\u00df unsere Pflicht auch unser Gl\u00fcck sein mu\u00df.\u201c Und wahre Gl\u00fcckseligkeit ist \u201edie Aus\u00fcbung unseres Willens, immer nach unserem Verst\u00e4ndnis zu handeln&#8230; und f\u00fcr die F\u00f6rderung des Gemeinwohls&#8230; Denn nur so viel von unserem Leben soll als wahrhaftiges Leben gesch\u00e4tzt werden, wie das Gute, das wir in ihm tun.\u201c<\/p>\n<p>Diese Leibnizianische Sichtweise durchzog das Denken der Gr\u00fcnderv\u00e4ter der Vereinigten Staaten, unter ihnen Cotton Mather, die produktivste intellektuelle Figur im kolonialen Amerika, dessen begabtester Sch\u00fctzling kein anderer als Benjamin Franklin war. Mather schrieb 1710 in seinen <em>Essays to Do Good<\/em>:<\/p>\n<p>\u201eEs ist eine unsch\u00e4tzbare Ehre, Gutes zu tun; es ist ein unvergleichliches Vergn\u00fcgen. Ein Mensch mu\u00df sich selbst als von Gott w\u00fcrdig und befriedigt betrachten, wenn ihm eine Gelegenheit gegeben wird, Gutes zu tun. Er mu\u00df es mit Begeisterung annehmen, damit er das gro\u00dfe Ende seines Seins beantworten kann.\u201c<\/p>\n<p>Wie Leibniz griff auch Mather den Hedonismus nachdr\u00fccklich an:<\/p>\n<p>\u201eHerrscher, die ihre h\u00f6here Stellung nicht anders nutzen, als gegen\u00fcber ihren N\u00e4chsten zu prahlen und ihre unterw\u00fcrfigen Schmeicheleien zu genie\u00dfen und sich mit der Beute zu bereichern, die sie ihnen entrei\u00dfen k\u00f6nnen, und sich dann in sinnlichen und barbarischen Freuden zu suhlen &#8211; das sind die niedertr\u00e4chtigsten Menschen.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb beruft sich die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung der Vereinigten Staaten im Sinne von Leibniz auf das Recht auf \u201eLeben, Freiheit und das Streben nach Gl\u00fcckseligkeit\u201c &#8211; und nicht auf \u201eLeben, Freiheit und das Streben nach so viel sinnlichem und barbarischem Vergn\u00fcgen, wie ich aus meiner sinnlosen Existenz herauspressen kann\u201c.<\/p>\n<p>Vergleichen Sie diese wahrhaft menschliche Sichtweise mit dem barbarischen Menschenbild, das vom Britischen Empire und seinen Vertretern wie dem Aristoteliker Thomas Hobbes gewaltsam verbreitet wurde, der 1651 in seinem <em>Leviathan <\/em>schrieb:<\/p>\n<p>\u201eEs gibt keine Vorstellung im Kopf eines Menschen, die nicht urspr\u00fcnglich, ganz oder teilweise, unseren Sinnesorganen aufgepr\u00e4gt wurde&#8230; Aus diesem Krieg eines jeden Menschen gegen jeden Menschen folgt auch: da\u00df nichts ungerecht sein kann. F\u00fcr die Begriffe Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ist dort kein Platz.\u201c<\/p>\n<p>Und das wiederum f\u00fchrte Hobbes zu seiner offenen Verteidigung des B\u00f6sen:<\/p>\n<p>\u201ePers\u00f6nliche Gier ist das Ma\u00df f\u00fcr Gut und B\u00f6se&#8230; Gl\u00fcck ist das st\u00e4ndige Voranschreiten des Begehrens von einem Objekt zum anderen.\u201c<\/p>\n<p>Wenn der Mensch so von seinen Sinnen und seinen tierischen Begierden beherrscht wird, dann kann man ihn leicht zum Sklaven machen, argumentierte Hobbes, indem man ihm gen\u00fcgend Vergn\u00fcgen (oder Geld) bietet und verspricht, seinen Schmerz zu minimieren.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise sind Sie mit einer fr\u00fcheren Formulierung dieser Ansicht vertraut:<\/p>\n<p>\u201eJeder Mensch hat seinen Preis.\u201c<\/p>\n<p>Wer ist der Autor dieses edlen Ausspruchs? Satan. Aber Satan irrt.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Wo w\u00e4re die Welt heute?<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Um zu verstehen, warum Lyndon LaRouches Rehabilitierung die wichtigste strategische Frage unserer Zeit ist, sollten Sie sich \u00fcberlegen, wo die Welt st\u00fcnde, wenn man LaRouches Vorschl\u00e4ge umgesetzt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Konzentrieren wir unsere Aufmerksamkeit auf zwei Bereiche der Politik.<\/p>\n<p>Erstens \u201edie Leibnizianische Wissenschaft der physischen \u00d6konomie\u201c. Hunderte Millionen Menschen, die in den letzten Jahrzehnten infolge von extremer Armut und Krankheiten gestorben sind oder leiden mu\u00dften, w\u00e4ren heute am Leben und w\u00fcrden gedeihen und zur Entwicklung der Menschheit beitragen, wenn LaRouches Finanz- und Wirtschaftsreformen (seine \u201eVier Gesetze\u201c) &#8211; umgesetzt worden w\u00e4ren, als er sie erstmals in den 1970er Jahren vorschlug. Betrachten Sie die Entwicklung der Armut auf der Welt seit 1981.<\/p>\n<p>Abb. 1: Extreme Armut in China und weltweit (Millionen bzw. % der Gesamtbev\u00f6lkerung)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57103\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small1-300x218.jpg\" alt=\"Small1\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small1-300x218.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small1-768x558.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small1.jpg 1016w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Die Verringerung der Armut weltweit ist vor allem Chinas Erfolgen bei der Armutsbek\u00e4mpfung zu verdanken.<\/p>\n<p>In den letzten 37 Jahren hat China nach Angaben der Weltbank rund 850 Millionen Menschen aus der Armut geholt. Das sind mehr als 10% der gesamten Menschheit, die heute in der Lage sind, einen wertvollen Beitrag zur Produktivit\u00e4t der Menschheit zu leisten und ihre Zukunft mitzugestalten. In der \u00fcbrigen Welt leben immer noch \u00fcber 600 Millionen Menschen in extremer Armut. China verbesserte sich von einem Anteil von 46% der armen Menschen der Welt im Jahr 1981 auf 5% im Jahr 2017 und heute fast 0% (<em>Abbildung 1<\/em>).<\/p>\n<p>Abb. 2: Anstieg der Lebenserwartung in China (Jahre)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57113\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small2-300x218.jpg\" alt=\"Small2\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small2-300x218.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small2.jpg 686w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abb. 3: Verringerung der Kindersterblichkeit in China (Todesf\u00e4lle pro 1000 Lebendgeburten)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57123\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small3-300x218.jpg\" alt=\"Small3\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small3-300x218.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small3.jpg 752w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nicht nur die Armut in China wurde ausgerottet, die Bev\u00f6lkerung ist auch gro\u00df und w\u00e4chst, und die Lebenserwartung ist innerhalb der letzten f\u00fcnf Jahrzehnte von 44 Jahren auf 76 Jahre gestiegen (<em>Abbildung2, 3<\/em>).<\/p>\n<p>Abb. 4: Alphabetisierungsgrad in China und weltweit (% der Erwachsenen)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57133\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small4-300x218.jpg\" alt=\"Small4\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small4-300x218.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small4-768x558.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Small4.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Hinzu kommt die allgemeine Verbesserung der Bildung und der wissenschaftlichen F\u00e4higkeiten dieser wachsenden Bev\u00f6lkerung, die sich in Parametern wie einer steigenden Alphabetisierungsrate widerspiegelt, die weit \u00fcber dem Weltdurchschnitt liegt (<em>Abbildung 4<\/em>). So zeigt sich ein klareres Bild eines Landes mit der am schnellsten wachsenden potentiellen relativen Bev\u00f6lkerungsdichte auf der Erde.<\/p>\n<p>Das, und nicht das BIP, ist das wahre Ma\u00df des Potentials der physischen Wirtschaft, wie Lyndon LaRouche wiederholt gezeigt hat.<\/p>\n<p>Nun, wenn China es schafft, warum nicht auch wir? Chinas Wirtschaftspolitik ist im wesentlichen die von Leibniz, Mather, Hamilton und LaRouche &#8211; mit chinesischer Pr\u00e4gung. Stattdessen tolerieren wir im transatlantischen Sektor massenm\u00f6rderische Auflagen des IWF f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder, eine malthusianische \u201egr\u00fcne\u201c Politik und endlose Rettungsaktionen f\u00fcr die 1,5 Billiarden Dollar gro\u00dfe Blase der Spekulationsgesch\u00e4fte, die nun droht, das gesamte Weltfinanzsystem zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>LaRouche hat nicht nur wie kein anderer \u00d6konom die Zusammenbruchskrise des transatlantischen Systems vorhergesagt, er lieferte auch detaillierte programmatische Studien f\u00fcr jede Region der Erde mit den notwendigen politischen Ma\u00dfnahmen, um eine wissenschaftliche Renaissance einzuleiten.<\/p>\n<p>Ein zweiter Bereich seiner Politik ist die Zusammenarbeit zwischen den USA und anderen Gro\u00dfm\u00e4chten, um die Grenzen des menschlichen Wissens voranzutreiben, u.a. durch die Erforschung und Besiedelung des Weltraums mit Kernfusionsantrieben. LaRouches SDI, die 1983 von US-Pr\u00e4sident Ronald Reagan als Strategie \u00fcbernommen wurde, war ein detaillierter Vorschlag, um die \u00c4ra der Geopolitik, der st\u00e4ndigen Kriege und der drohenden thermonuklearen Vernichtung zu beenden, indem man eine Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion bei neuen physikalischen Prinzipien f\u00fcr die Raketenabwehr und breitere zivile Anwendungen einleitet.<\/p>\n<p>Weil diese Politik Mitte der 80er Jahre von den Briten verhindert wurde, blieb die Welt im Griff der britischen, Hobbesschen Politik des manipulierten \u201eKrieges jeder gegen jeden\u201c, wodurch Millionen und Abermillionen von Menschenleben durch Krieg, Zwangsmigration, Terrorismus und \u00e4hnliches zerst\u00f6rt wurden, besonders in S\u00fcdwestasien und in Afrika.<\/p>\n<p>W\u00e4re LaRouches Politik angenommen worden, dann w\u00e4re die Menschheit heute bereits ins Fusionszeitalter eingetreten, und wir h\u00e4tten wahrscheinlich bereits die ersten Siedlungen auf dem Mars. Die Jugend h\u00e4tte nicht die Aussicht auf eine Zukunft voller Drogen, kulturellem Verfall und der Gier nach immer niedrigeren Gen\u00fcssen &#8211; mit freundlicher Unterst\u00fctzung Satans und seines Internets -, sondern sie w\u00fcrde sich zu Astronauten, Ingenieuren und klassischen Musikern ausbilden. Sie w\u00fcrden dar\u00fcber nachdenken, wie sie mit ihrem Leben Gutes tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kurz gesagt, die Rehabilitierung Lyndon LaRouches und seiner Ideen wird, wie Helga Zepp-LaRouche betont hat, eine revolution\u00e4re Wirkung auf die Zukunft der Menschheit haben, die vergleichbar ist mit den Auswirkungen, die die Wiedereinf\u00fchrung von Platon in Europa auf die Goldene Renaissance hatte.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die LaRouche Legacy Foundation<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>In diesem Sinne haben wir eine Stiftung gegr\u00fcndet, die LaRouche Legacy Foundation, die damit beginnen wird, LaRouchs gesammelte Werke zu ver\u00f6ffentlichen und ein digitales Archiv seines Lebenswerks einzurichten. Die Mission der Stiftung ist es, zuk\u00fcnftigen Generationen das lebende Erbe Lyndon LaRouches zu hinterlassen, um \u201edas wissenschaftliche und literarische Werk des amerikanischen physikalischen \u00d6konomen Lyndon LaRouche, Jr. zu f\u00f6rdern, dazu beizutragen, sein Werk international bekannt zu machen, und seine wissenschaftlichen Durchbr\u00fcche weiterzuverfolgen&#8230; zum Zwecke der F\u00f6rderung des Verst\u00e4ndnisses und der Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die physische \u00d6konomie, die Naturwissenschaften, die Geschichtsschreibung, die Rolle der klassischen Kultur bei der F\u00f6rderung und F\u00f6rderung der menschlichen Kreativit\u00e4t und anderer, verwandter Bereiche\u201c.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns zum Schlu\u00df anh\u00f6ren, was Lyn selbst \u00fcber die Macht der Vernunft sagt. Dies ist die erste Rede, die er nach seiner Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnis am 19. Februar 1994 auf einer Konferenz des Schiller-Instituts in den Vereinigten Staaten hielt:<\/p>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche (Video):<\/em><\/strong> \u201eFreiheit und wirtschaftliche Entwicklung h\u00e4ngen voneinander ab. Sie sind das Gleiche.<\/p>\n<p>Was ist wirtschaftliche Entwicklung? Geht es darum, etwas zu besitzen? Ist es ein Cargo-Kult? Die wirtschaftliche Entwicklung nutzt das Prinzip des menschlichen Geistes. Vergessen wir nicht, bei dieser ganzen Angelegenheit der Menschheit, ihrer Kraft und so weiter: Die einzige Kraft, die die Menschheit hat, liegt in dem, was den individuellen Menschen zum Abbild des Sch\u00f6pfers macht: der Kraft der sch\u00f6pferischen Vernunft. Das einzige, was den individuellen Menschen in der Wissenschaft von einem Tier unterscheidet, ist die Vernunft &#8211; die F\u00e4higkeit, wissenschaftliche und k\u00fcnstlerische Entdeckungen zu machen und das Verhalten des Menschen durch diese Konzepte, diese Entdeckungen weiterzuentwickeln. Die einzige Macht und die gr\u00f6\u00dfte Macht im zeitlichen Universum ist die Macht der Ideen &#8211; keine Formeln, keine Rezepte, keine Gewalt, sondern <em>Ideen<\/em>.<\/p>\n<p>Der einzige Grund, warum die menschliche Gattung alles \u00fcberlebt hat, was sie \u00fcberlebt hat, sind Ideen. Das ist die Kraft, die wir einsetzen. Die Macht der Wirtschaft liegt ganz in Ideen, in wissenschaftlichen und verwandten Entdeckungen, die dem Menschen mehr Macht \u00fcber die Natur verleihen. Es gibt keine M\u00f6glichkeit der Entwicklung ohne die Freiheit, bessere Ideen zu erzeugen, zu \u00fcbertragen, zu assimilieren und zu praktizieren&#8230;<\/p>\n<p>Entwicklung und Freiheit sind das Gleiche, denn beide beinhalten die Freiheit zu Ideen f\u00fcr Ver\u00e4nderungen. Das ist kein Liberalismus, nicht das Recht, zehnmal am Tag sein Geschlecht zu ver\u00e4ndern, sondern das Recht, seinen Verstand zu nutzen, um neue, andere Ideen zu entwickeln, zu assimilieren und anzuwenden, um so die menschliche Praxis moralisch und materiell zu verbessern. Darin besteht wirtschaftliche Entwicklung.<\/p>\n<p>Das erfordert Infrastruktur. Man wird keine W\u00fcste wirtschaftlich entwickeln, indem man nur dasitzt und Ideen hat &#8211; man braucht Wasser. Man mu\u00df also seinen Verstand benutzen, um sich Wasser zu besorgen. Man braucht Energie, Strom; man braucht sanit\u00e4re Einrichtungen und alles andere. Also wendet man die Kraft der Vernunft mit Ideen an&#8230;<\/p>\n<p>Was dann geschieht, ob in der gegenw\u00e4rtigen Lage in S\u00fcdamerika und anderswo, in den Vereinigten Staaten, auf den Britischen Inseln, auf dem europ\u00e4ischen Kontinent, in Ru\u00dfland, in Osteuropa, in China und schon bald auch anderswo: \u00fcberall sind die Menschen auf dieser Welt mit der Realit\u00e4t konfrontiert, da\u00df es so nicht weitergehen kann. Und sie suchen nach Ideen und werden weiter danach suchen.<\/p>\n<p>\u00dcberall in Schwarzafrika gibt es Menschen, die ich kenne, die sehr genau verfolgen, was wir tun, und die gerne reagieren w\u00fcrden und die das in der Vergangenheit schon versucht haben. Aber sie haben Angst, und mein Aufenthalt im Gef\u00e4ngnis hat ihnen auch nicht gerade Mut gegeben. Denn sie haben sich gesagt: Schau dir den Kerl an, er ist der einzige Mensch in den Vereinigten Staaten, der das will, und sie haben ihn ins Gef\u00e4ngnis gesteckt. Er ist erledigt! Es gibt niemanden, an den man sich wenden kann, sagten sie.<\/p>\n<p>Nun, ich bin wieder frei! Ich k\u00f6nnte morgen tot sein, aber heute bin ich frei. Wir wissen, wie man gewinnt, und wir werden gewinnen. Aber es steht nicht in unserer Macht, zu dekretieren, wann der Sieg stattfinden wird. Wir m\u00fcssen tun, was wir tun m\u00fcssen, um den Sieg herbeizuf\u00fchren. Und wir m\u00fcssen darauf vertrauen, da\u00df uns irgendwann die Chance geboten wird &#8211; die Gelegenheit wird kommen. Seien wir bereit, seien wir hartn\u00e4ckig, arbeiten wir uns durch Frustrationen und Niederlagen hindurch. Lassen wir uns durch nichts abhalten. Wir werden k\u00e4mpfen, und wir werden k\u00e4mpfen, bis wir gewinnen. Denn das ist unsere Pflicht, und das ist unsere Hoffnung, und das wird unser Sieg werden, ob wir ihn erleben oder nicht.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Der Mann, der h\u00e4tte Pr\u00e4sident sein sollen<br \/>\n<\/strong><em>Theo Mitchell, ehem. Landessenator von South Carolina<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>(deutsch: <em>Guten Tag, meine Freunde,<\/em>) allen voran die ehrenwerte Helga Zepp-LaRouche, die schon vor Jahrzehnten eine First Lady der Vereinigten Staaten h\u00e4tte sein sollen.<\/p>\n<p>Es ist mir eine Ehre, hier in Frankfurt zu sein, um an das Leben eines der besten Prognostiker der Welt zu unseren Lebenszeiten zu erinnern: Dr. Lyndon LaRouche. Egal, was man in der Vergangenheit \u00fcber ihn gedacht haben mag &#8211; selbst in Zeiten, wenn es ihm schlecht erging, konnte Lyndon uns immer erheben. Mit seinem photographischen Ged\u00e4chtnis und seinem nimmerm\u00fcden Verstand lehrte Lyndon uns, da\u00df die Realit\u00e4t unserer Existenz lautet: \u201eSeid gut zueinander.\u201c<\/p>\n<p>Ob es nun die Realit\u00e4t unserer Existenz war oder eher \u201eeine Verz\u00f6gerung der nationalen moralischen Entwicklung im Herzen Amerikas\u201c, wie der schwedische \u00d6konom und Soziologe Gunnar Myrdal sagte, der Autor des Buches <em>Ein amerikanisches Dilemma: das Negerproblem und die moderne Demokratie<\/em>: es besteht kein Zweifel daran, wie sehr wir uns auf den Mut der wenigen, wie Lyndon LaRouche, verlassen m\u00fcssen, um das Unrecht der vielen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Immer wieder setzte sich \u201eLyn\u201c, wie wir ihn nannten, f\u00fcr die Sache der vielen ein, insbesondere hinsichtlich des Zusammenbruchs des amerikanischen Rechts und des Wiederauflebens unmoralischer Praktiken im krassen Widerspruch zur Verfassung &#8211; daf\u00fcr ging er sogar ins Gef\u00e4ngnis. Auch wenn er sich eine blutige Nase geholt haben mochte, er ging immer erhobenen Hauptes. Lyn bat nie andere um einen Gefallen. Er weigerte sich sogar, die dr\u00fcckenden Gef\u00e4ngnisschuhe auszuziehen, die er f\u00fcnf Jahre lang eingesperrt tragen mu\u00dfte.<\/p>\n<p>Lyn wu\u00dfte, da\u00df etwas getan werden mu\u00dfte, um offenkundiges Unrecht zu korrigieren, aber wer sollte es tun? Deshalb gibt es die LaRouche-Bewegung, die &#8211; damals wie heute &#8211; Tausende positiv angesteckt hat.<\/p>\n<p>Einige von uns werden nie vergessen, da\u00df Leute wie Don Fowler, der ehemalige Vorsitzende des Demokratischen Nationalkomitees (DNC), am Ende den Preis daf\u00fcr zahlen m\u00fcssen, da\u00df sie Lyn eifers\u00fcchtig seinen rechtm\u00e4\u00dfigen Platz in der nationalen Politik verweigerten &#8211; Lyn, der meiner Meinung nach der \u201ebeste\u201c Kandidat f\u00fcr das Amt des Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten war. Fowler und seine Kumpane verweigerten Lyn die Zulassung in den Wahljahren 1980, 1984, 1988, 1992, 1996 und 2000, obwohl er immer \u00f6ffentliche Wahlkampfgelder erhielt. Lyn war ein legitimer Kandidat und h\u00e4tte ein Recht auf Delegierte beim Demokratischen Nationalkonvent gehabt, nachdem er 1996 in Louisiana mehr als 15% der Stimmen erhalten hatte. Au\u00dferdem nahm das DNC in Arkansas im Jahr 2000 Lyn Delegierte weg, die viele B\u00fcrger vertraten, die f\u00fcr LaRouche gestimmt hatten, und gab diese einfach Al Gore, den sie nicht gew\u00e4hlt hatten. Aber bei der Pr\u00e4sidentschaftswahl 2000 verlor Gore den Bundesstaat Arkansas, weil er auch die Unterst\u00fctzung des ehemaligen Pr\u00e4sidenten Bill Clinton ablehnte, der aus Arkansas stammte, aber gerade vom Kongre\u00df angeklagt worden war. Indem Gore LaRouche und Clinton verriet, ruinierte er seine Wahl, sie scheiterte an diesem Bundesstaat.<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere amerikanische Justizminister Ramsay Clark, der sp\u00e4ter, ebenso wie ich, Lyn vertrat, sagte, Lyn sei \u201emutig und unverw\u00fcstlich\u201c. Lyn sei ein sehr integrer und ehrenwerter Mann, da\u00df er Amerika nicht kaputtmachen, sondern verbessern wollte. Clark sagte weiter: \u201eDas DNC unter Fowler handelte hinterh\u00e4ltig, heuchlerisch, verr\u00e4terisch und heimlich, um Lyn in mehreren Bundesstaaten die Kandidatur zu verweigern.\u201c<\/p>\n<p>1995 nahm ich zusammen mit Ex-Justizminister Clark und mehreren anderen prominenten Personen an zweit\u00e4gigen, unabh\u00e4ngigen \u201eAnh\u00f6rungen zur Untersuchung von Fehlverhalten des US-Justizministeriums\u201c teil.<\/p>\n<p>Bei den Anh\u00f6rungen standen zwei beispielhafte F\u00e4lle im Mittelpunkt. Der erste Fall: Das FBI organisierte eine Operation mit dem deutschen Codenamen \u201eOperation Fr\u00fchmenschen\u201c, die sich systematisch gegen schwarze und hispanische Volksvertreter richtete, weil diese als \u201egeistig Minderwertige ohne Moral und Charakter\u201c betrachtet wurden, die keinen Respekt der wei\u00dfen Mehrheit verdienten. Ich selbst wurde dabei zur Zielscheibe, aber ich durchschaute das FBI. Jedem einzelnen schwarzen Abgeordneten im Bundesstaat S\u00fcd-Carolina wurde eine Falle gestellt, und es gab Anklagen gegen 28 meiner Kollegen, wodurch zeitweise die komplette Gruppe schwarzer Landtagsabgeordneter in S\u00fcd-Carolina ausradiert wurde. Die LaRouche-Bewegung dokumentierte, da\u00df zum Zeitpunkt der Anh\u00f6rungen 80% aller schwarzen und hispanischen Volksvertreter in den USA von der Staatsanwaltschaft untersucht wurden, unter Anklage standen oder inhaftiert waren!<\/p>\n<p>Der zweite beispielhafte Fall war der von Lyndon LaRouche; er wurde verfolgt wegen seiner politischen Ansichten und L\u00f6sungen f\u00fcr die wirtschaftliche, politische und moralische Krise, nicht nur in den USA, sondern auch international. Wir warnten damals und sp\u00e4ter, wenn dieses Unrecht gegen mi\u00dfliebige Personen wie Lyn ignoriert w\u00fcrde, dann k\u00f6nne das die Grundlagen unserer verfassungsm\u00e4\u00dfigen Regierung gef\u00e4hrden. Heute sehen wir, wie dieses Problem alle Bereiche unseres Justizwesens durchzieht, von oben angefangen.<\/p>\n<p>Lyn, der diesen Weg gegangen ist, scheint \u201eg\u00f6ttlich inspiriert\u201c gewesen zu sein. Zum Beispiel haben sich seine Vorhersagen zum Gesundheitswesen bewahrheitet, ebenso wie seine Vorhersagen zum B\u00fcrgerrechtsgesetz von 1964, das wesentlich den Weg f\u00fcr das Wahlrechtsgesetz von 1965 ebnete, mit dem die Verfassung bekr\u00e4ftigt wurde. Auch Lyns Kampagne gegen die Diskriminierung der Schwarzen im S\u00fcden trug Fr\u00fcchte. Dank Lyns Arbeit haben wir heute mehr schwarze Parlamentarier in Amerika als jemals zuvor seit der \u00c4ra nach dem B\u00fcrgerkrieg.<\/p>\n<p>Helga, die Kampagne f\u00fcr Lyns Rehabilitierung darf nie nachlassen, denn er hat kein Verbrechen begangen, au\u00dfer, die Wahrheit zu sagen &#8211; etwas, was Misset\u00e4ter weder akzeptieren noch verstehen k\u00f6nnen. Seine Kritik an der Wall Street wurde von den Habgierigen und B\u00f6sartigen nie akzeptiert. Seine Kritik an der Immobilienwirtschaft und der Sozialpolitik wurde sogar von seiner eigenen Demokratischen Partei angegriffen. Lyn sagte auch den Fall der Berliner Mauer und die deutsche Wiedervereinigung voraus.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich sagen: Wir versammeln uns heute hier, um einen wahren Mann zu ehren, dessen Leben darin bestand, seinen Mitmenschen zu helfen, der in sehr schwierigen Zeiten unerwarteten Mut bewiesen hat. Ja, auch heute noch! Lyns Werk ist noch nicht zu Ende. Die Zeit gab ihm Recht und wird dies auch weiter tun, und seine Leute werden irgendwann gro\u00dfe Freude daran haben, da\u00df er hier unter uns war!<\/p>\n<p>Hatte Lyndon LaRouche eine historische Bedeutung f\u00fcr die Vereinigten Staaten? Die Antwort lautet Ja, und sie hat sich unz\u00e4hlige Male manifestiert. Die Zeit, die ich heute hier habe, ist zu kurz, um alle seine Erfolge aufzuz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt: Wenn wir Lyns gro\u00dfartiges Leben loben, d\u00fcrfen wir nicht die Frau vergessen, die ma\u00dfgeblich zu seinem Erfolg beigetragen hat: Helga Zepp-LaRouche, die nicht nur eine amerikanische First Lady, sondern auch Bundeskanzlerin h\u00e4tte sein sollen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Vaterland, Nation und Staat aus der Sicht progressiver Katholiken und aus der Sicht LaRouches<br \/>\n<\/strong><em>Nino Galloni, ehemaliger Regierungsbeamter, ehemaliger Wirtschaftspr\u00fcfer\u00a0 des Istituto Nazionale della Previdenza Sociale (INPS)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>In meinem Vortrag m\u00f6chte ich die Modernit\u00e4t des Beitrags von zwei wichtigen Vertretern des italienischen fortschrittlichen Katholizismus besprechen und hervorheben, Luigi Sturzo und Giuseppe Dossetti, sowie den Beitrag eines christlichen Denkers &#8211; Lyndon LaRouche -, dessen Person und Brillanz wir heute feiern.<\/p>\n<p>Ich habe Lyndon selbst und viele seiner Mitarbeiter seit etwa 15 Jahren immer wieder \u00fcberall in Europa und auf der ganzen Welt getroffen; hingegen habe ich Dossetti nur zweimal getroffen und Sturzo nie. Aber mein Vater &#8211; ein Staatsmann, der in der Geschichte der italienischen Republik eine wichtige Rolle spielte, ein Gelehrter auf dem Gebiet der Politik- und Agrarwissenschaft von internationalem Rang sowie ein Bewunderer und Freund LaRouches &#8211; war ein Anh\u00e4nger und Sch\u00fcler Dossettis, wenn auch mit einigen Kritikpunkten, die wenig bekannt sind.<\/p>\n<p>Nach der Ermordung des Vorsitzenden der DC (Christdemokraten) Aldo Moro 1978 spaltete sich die italienische Politik in zwei Bl\u00f6cke: einen rechten, der Sturzo nahestand, und einen linken, der auf Dossetti blickte, aber in reduktionistischer Weise. Beide Fraktionen, die sich in den letzten 30 Jahren in der Regierung abgewechselt haben, waren nicht in der Lage, die Bed\u00fcrfnisse des Landes zu verstehen, und haben f\u00fcr uns eine stetige Verschlechterung der Lage herbeigef\u00fchrt. Der Unterschied zwischen Sturzo und Dossetti wird sich in den folgenden Ausf\u00fchrungen klar zeigen, aber aufl\u00f6sen l\u00e4\u00dft er sich nicht ohne das, was ich die \u201eLaRouche-L\u00f6sung\u201c nenne.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Unterschiede zwischen Sturzo und Dossetti<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Ich werde der Reihe nach vorgehen, um klar verstanden zu werden, was nicht ganz einfach, aber notwendig ist, um festzustellen, ob Katholiken ihre eigene Sicht wirtschaftlicher Probleme voranbringen k\u00f6nnen, die gegen den freien Markt ist (aber dabei Franziskus nicht mit dem Prinzen von Wales verwechselt) und die christlich-sozial ist.<\/p>\n<ol>\n<li>Als Benito Mussolini 1922 &#8211; dank der Unterst\u00fctzung der Krone (und nicht nur ihr) &#8211; die Macht \u00fcbernahm, war Sturzo von Anfang an sehr ablehnend, weil er in Benito Mussolinis \u201eRadikalsozialismus\u201c den Versuch sah, den Staat (der \u201eGro\u00dfe Leviathan\u201c) und die Staatsautorit\u00e4t \u00fcber alles zu stellen. Die Frage er\u00fcbrigte sich bald, als der Faschismus durch die Ermordung des sozialistischen Abgeordneten Giacomo Matteotti seine Maske fallen lie\u00df. Luigi Sturzo, Mussolinis Feind Nummer Eins, mu\u00dfte ins Ausland fliehen.<\/li>\n<li>Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mit einer Volksabstimmung die Republik als Staatsform beschlossen. Sturzo stand dem Inhalt des Verfassungsentwurfs, der ein Jahr sp\u00e4ter verfa\u00dft wurde, sehr kritisch gegen\u00fcber, obwohl sich dessen Inhalte, die stark von Dossetti beeinflu\u00dft wurden, nicht wesentlich unterschieden von den Inhalten der Sizilianischen Statuten, die Sturzo begr\u00fc\u00dft hatte.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dossettis Arbeit zielte im Dialog mit den anderen politischen Kr\u00e4ften, die eine wesentliche Rolle im antifaschistischen Kampf gespielt hatten, darauf ab, da\u00df die Zentralregierung in mehreren Bereichen (Soziales, Wirtschaft, Antikriegspolitik, Bildung usw.) eine aktive Rolle spielen sollte. Von besonderer Bedeutung ist Art. 3 der Verfassung: \u201eEs ist Aufgabe der Republik, die Hindernisse wirtschaftlicher und sozialer Art zu beseitigen, die durch eine tats\u00e4chliche Einschr\u00e4nkung der Freiheit und Gleichheit der Staatsb\u00fcrger der vollen Entfaltung der menschlichen Person und der wirksamen Teilnahme aller Arbeiter an der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gestaltung des Landes im Wege stehen.\u201c<\/p>\n<p>Sturzo dagegen sah darin in erster Linie ein Vorrecht von Privatpersonen und Familien, erst an zweiter Stelle der lokalen Beh\u00f6rden und nur danach des Staates, basierend auf dem oft in p\u00e4pstlichen Enzykliken vertretenen Subsidiarit\u00e4tsprinzip. Dossetti und die Verfassung von 1948 stellten diesen Ansatz auf den Kopf und erkannten, da\u00df vorrangig die Regierung f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Menschen und der Gesellschaft zu sorgen habe.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Sturzo begr\u00fcndete den Widerstand gegen die Rolle der Zentralregierung auch mit einer angeblichen Kontinuit\u00e4t mit dem Faschismus, der nach der Krise von 1929 private Interessen durch den Staat gerettet und gro\u00dfe Teile der Wirtschaft verstaatlicht hatte. Aber staatliche Konzerne und Einrichtungen wie IRI, Eni, Cassa per il Mezzogiorno, Svimez usw. konnten nun im Rahmen eines Denkens eingesetzt werden, das in den drei\u00dfiger Jahren mit Franklin Delano Roosevelt etabliert worden war und das den liberalen Ansatz ablehnte, wonach der Markt alle Probleme in der Wirtschaft l\u00f6sen k\u00f6nne. Roosevelts Lehren wurden in der Nachkriegszeit angewandt, aber einige Jahrzehnte sp\u00e4ter v\u00f6llig vergessen &#8211; und in den 80er Jahren besch\u00e4ftigte sich die Marktpolitik mit Problemen, die dadurch verursacht wurden, da\u00df das Wachstum der internationalen M\u00e4rkte das Wirtschaftswachstum erstickte!<\/li>\n<li>Somit vertrat Sturzo nach Ende des Zweiten Weltkriegs seine freimarktwirtschaftlichen und autonomen Positionen weiter und kritisierte sogar &#8211; wie wir gesehen haben &#8211; die Verfassung von 1948, die die Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte inspirierte, f\u00fcr die sich vor allem Eleanor Roosevelt einsetzte.<\/li>\n<li>Mit der R\u00fcckkehr der Freihandelspolitik in den Vereinigten Staaten und Europa Ende der 70er Jahre &#8211; insbesondere auf dem G7-Gipfel in Tokio 1979, wo die letzten Bollwerke des Bretton-Woods-Abkommens von 1944 fielen, das 35 Jahre lang eine au\u00dferordentliche wirtschaftliche und politische Entwicklung erm\u00f6glicht hatte &#8211; wurde die Spaltung zwischen dem bereits verstorbenen Sturzo und Dossetti (der jetzt nur noch ein Au\u00dfenseiter war) noch st\u00e4rker. Die Linke setzte sich, inspiriert von Dossetti, f\u00fcr Sozialprogramme ein, es gelang ihr jedoch nicht, die Mittel zur Finanzierung dieser Programme zu errwirtschaften. Die Rechte mi\u00dfbrauchte Sturzos liberalen und subsidi\u00e4ren Ansatz, sie baute den Sozialstaat zugunsten der \u201eResidualf\u00fcrsorge\u201c (Armenhilfe) ab, verwarf nationale Industriestrategien, die Italien gro\u00df gemacht hatten, und schaffte die n\u00fctzliche Rolle des Staates in Wirtschaft, Forschung und Infrastrukturaufbau ab.<\/li>\n<li>Dossetti war jedoch daf\u00fcr, im Namen einer \u00f6kumenischen Perspektive den Nationalstaat zu \u00fcberwinden &#8211; ein Vorschlag, der schlie\u00dflich Teil des Projekts zur Aufl\u00f6sung der Nationalstaaten wurde, das Gro\u00dfkonzerne und Zentren der Finanzmacht vorantrieben.<\/li>\n<li>So schien man in der italienischen Politik nach der Ermordung Moros aufzuh\u00f6ren, Ver\u00e4nderungen zu verstehen und aktiv zu gestalten, und beugte sich statt dessen der gescheiterten Freimarktpolitik. Und die katholische Welt, die nicht mehr in der Lage war, sich als politische Kraft im Einklang mit den italienischen, im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern weniger konservativen Traditionen auszudr\u00fccken, wurde immer gespaltener und unwichtiger, weil sie sich zwischen Sturzos antistaatlichen und Dossettis globalistischen Ansichten nicht entscheiden konnte. Einige Enzykliken und einige P\u00e4pste verteidigten die Prinzipien der \u201ekirchlichen Soziallehre\u201c, aber die marktwirtschaftlichen \u00d6konomen hatten in der katholischen Welt das Sagen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vor diesem Hintergrund und im Rahmen meiner Besch\u00e4ftigung mit allgemeinen Strategien wurde ich mit Lyndon LaRouche bekannt gemacht. Es entwickelte sich eine gro\u00dfartige Zusammenarbeit und Freundschaft, an der auch mein Vater und meine ganze Familie teilnahmen.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die \u201eLaRouche-L\u00f6sung\u201c<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<ol start=\"8\">\n<li>Kommen wir also zu der \u201eLaRouche-L\u00f6sung\u201c, die darin besteht, wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven zu kombinieren, in denen der Staat eine wichtige und angemessene Rolle spielt, ohne jedoch den aggressiven und rassistischen Nationalismus zu provozieren, der angeblich Schuld an den Weltkriegen war.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Tats\u00e4chlich geht Lyndon LaRouches Einstellung auf den Westf\u00e4lischen Frieden von 1648 zur\u00fcck: Alle Staaten sind souver\u00e4n &#8211; \u201e<em>superiorem non reconoscentes<\/em>\u201c (keine h\u00f6here Autorit\u00e4t wird anerkannt) &#8211; und, das ist das wichtige, sie respektieren die Souver\u00e4nit\u00e4t anderer. Mit anderen Worten, sobald jeder Staat seine nationale Souver\u00e4nit\u00e4t definiert hat, r\u00e4umt er das gleiche auch seinen Nachbarn ein: Er respektiert sie und hegt keine Absichten, sie aufgrund eines Gef\u00fchls der \u00dcberlegenheit zu unterwerfen.<\/p>\n<p>Kriege entstehen, wenn \u00fcbersteigerte Wachstumserwartungen und eine Kultur der \u00dcberlegenheit einer Nation gegen\u00fcber einer anderen zusammenkommen &#8211; wenn die Wirtschaftspolitik nicht zielorientiert ist und die Politik allgemein von einer gewissen \u00dcberlegenheit ausgeht, dann werden die Erwartungen auf den Nachbarn abgeladen, auch auf milit\u00e4rische Weise.<\/p>\n<p>Deshalb haben die Vereinigten Staaten nach dem Ersten Weltkrieg einen Fehler gemacht, als sie Deutschland die Schuldenzahlungen auferlegten und so die Dynamik frustrierter Potentiale und Rachegef\u00fchle freisetzten, die den Nazismus hervorbrachten (oder in Italien den sog. \u201everst\u00fcmmelten Sieg\u201c &#8211; <em>la vittoria mutilata<\/em> &#8211; der eine der Grundlagen des Faschismus war). Da\u00df die Vereinigten Staaten sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegen\u00fcber Deutschland, Japan und Italien anders verhielten, war daher die Grundlage f\u00fcr die heutige <em>Pax Europea <\/em>&#8211; aber in der Europ\u00e4ischen Union hat sich letztlich der n\u00f6rdliche Rassismus gegen\u00fcber dem S\u00fcden durchgesetzt, was eine unzureichende Entwicklung des s\u00fcdlichen Potentials sowie Ungleichgewichte innerhalb der EU zur Folge hat.<\/p>\n<p>LaRouches Verteidigung der Institution des Nationalstaates basiert nicht auf ideologischen Pr\u00e4missen, sondern auf der wissenschaftlichen Einsch\u00e4tzung, da\u00df der Nationalstaat die beste Organisationsform der menschlichen Gesellschaft ist. Der Nationalstaat entsteht LaRouche zufolge nicht aus ethnischen, geographischen oder politischen Faktoren, sondern aus einem kulturellen Faktor. Wie er oft am Beispiel von Dante Alighieri bemerkte, basiert ein Nationalstaat auf einer hochentwickelten Sprache, die in der Lage ist, tiefe und leidenschaftliche Gedanken in Kunst und Wissenschaft zu vermitteln. Ein solches unverzichtbares Instrument der sozialen Beziehungen definiert eine Gemeinschaft, ein Volk, eine Nation. Da die eigentliche Quelle der Produktivit\u00e4t in der Wirtschaft die menschliche Kreativit\u00e4t ist &#8211; im Sinne der F\u00e4higkeit zur wissenschaftlichen Entdeckung und deren Umsetzung in Form von Technologie -, ist die F\u00f6rderung und Verteidigung der Kultur, wie sie in einer hochentwickelten Sprache zum Ausdruck kommt, der Schl\u00fcssel zum menschlichen Fortschritt. Regierung und politische Repr\u00e4sentation au\u00dferhalb oder gegen diese Sichtweise sind nicht vorstellbar.<\/p>\n<p>Daher war LaRouche in der Wirtschaftswissenschaft bestrebt zu untersuchen, wie die Produktivit\u00e4t, verstanden als die F\u00e4higkeit zur wissenschaftlichen Entdeckung und Entwicklung &#8211; und Nutzung &#8211; von Technik, am besten und am st\u00e4rksten in einer nationalen Gemeinschaft, wie sie durch eine hochentwickelte Form der Sprache definiert ist, gef\u00f6rdert werden kann. Daher liegt sein Schwerpunkt auf der Bildung auf der Grundlage klassischer Autoren und auf dem Nacherleben wissenschaftlicher Erkenntnisse anhand von Originaltexten &#8211; zum Beispiel Kepler.<\/p>\n<p>Von diesem Standpunkt aus lehnte LaRouche reduktionistische Formen von Wissenschaft und Wirtschaftslehre ab, er stellte die moderne statistische \u00d6konomie blo\u00df und prognostizierte einen langfristigen Zusammenbruch des gegenw\u00e4rtigen globalen Finanzsystems viele Jahre &#8211; sogar Jahrzehnte &#8211; im voraus.<\/p>\n<p>Ich habe Dante Alighieri bereits erw\u00e4hnt, aber LaRouche kannte sich mit dem Werk der gr\u00f6\u00dften Humanisten, Wissenschaftler und K\u00fcnstler aller Nationen aus. Was Italien betrifft, das er sehr gut kannte und oft besuchte, hatte er einen einzigartigen Einblick in die Riesen der Renaissance wie Filippo Brunelleschi und Leonardo da Vinci. In Bezug auf Brunelleschi betonte LaRouche immer dessen revolution\u00e4re Methode, die in der Architektur mit der Verwendung nichtlinearer Geometrien wie der Kettenlinie (Katenoide), die auf dem Prinzip der kleinsten Wirkung basiert, beim Bau der ber\u00fchmten Kuppel von Santa Maria del Fiore in Florenz eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Das Werk Brunelleschis in der Wissenschaft\/Architektur und das Verdis in der Kunst\/Musik waren f\u00fcr LaRouche ein Referenzpunkt, um die moralische \u00dcberlebensf\u00e4higkeit der italienischen Bev\u00f6lkerung wiederherzustellen.<\/p>\n<p>LaRouche entwarf mehrere konkrete wirtschaftliche Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Italien, beginnend mit \u201eEine gaullistische L\u00f6sung f\u00fcr Italiens monet\u00e4re Krise\u201c im Jahr 1976. Die Grundprinzipien dieses Vorschlags sind auch heute noch g\u00fcltig, auch wenn sich die Umst\u00e4nde verschlechtert haben.<\/p>\n<p>Im Jahr 2001 wurde LaRouche bei einem seiner Besuche in Italien nach der gerade eingef\u00fchrten europ\u00e4ischen Einheitsw\u00e4hrung gefragt. \u201eDas ist wie eine Prachtstra\u00dfe, die mit den Leichen der Nationen auf dem Weg gepflastert ist\u201c, antwortete er seinen fassungslosen Gespr\u00e4chspartnern. Angesichts des Scheiterns der europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion erweist sich seine Prognose leider wieder einmal als richtig.<\/p>\n<p>Die \u201eLaRouche-L\u00f6sung\u201c erm\u00f6glicht es also, sich den Pl\u00e4nen globalistischer multinationaler Konzerne und Finanzm\u00e4chte zu widersetzen, ohne Nationalismen und Konflikte zu forcieren; im Gegenteil, der gesunde Austausch zwischen Souver\u00e4nen, die sich gegenseitig respektieren, bildet die Grundlage f\u00fcr internationale Abkommen in wichtigen Fragen wie Energie, internationale und interkontinentale Infrastrukturen, wissenschaftliche und technische Forschung.<\/p>\n<p>Indem man die demokratische St\u00e4rke von Nationen mit patriotischen Gef\u00fchlen, dem Respekt vor anderen Nationen und (gegen\u00fcber der Natur) verantwortlichem Wachstum sowie dem Ausdruck des Potentials jedes Landes miteinander verbindet, wird der Frieden nicht nur zu einem Ziel, sondern vor allem zu einem Instrument der internationalen Beziehungen, das auf gegenseitigem Respekt und angemessener Entwicklung f\u00fcr alle basiert.<\/p>\n<p>Es ist das Win-Win-Modell, das sich gegen das veraltete \u201e<em>mors tua vita mea<\/em>\u201c (dein Tod ist mein Leben) durchzusetzen beginnt und die letzte Periode von Lyndon LaRouches irdischem Leben erhellt hat.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Gru\u00dfbotschaft aus dem Jemen (Video)<br \/>\n<\/strong><em>Fouad Al-Ghaffari vom Jemenitischen BRICS-Netzwerk f\u00fcr Entwicklung <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Gru\u00dfbotschaft lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Liebe Freunde &#8211; nein, liebe Schwestern und Br\u00fcder im Schiller-Institut,<\/p>\n<p>Vielen Dank, da\u00df Sie mich, Fouad Al-Ghaffari in Sanaa, eingeladen haben, mit Ihnen an dieser Veranstaltung zum Gedenken an den gro\u00dfen humanistischen Denker Lyndon LaRouche teilzunehmen.<\/p>\n<p>Sie waren an unserer Seite, als wir am 26. M\u00e4rz 2015 die erste Erkl\u00e4rung zur Anklage gegen den Aggressionskrieg gegen unser Land abgaben, in der wir sagten, da\u00df der Krieg eine Bedrohung f\u00fcr die BRICS darstellt.<\/p>\n<p>Sie waren an unserer Seite, als wir der Welt die Rede des M\u00e4rtyrerpr\u00e4sidenten Saleh Al-Sammad \u00fcbermittelten, als er am 21. September 2017 auf dem Sabeen-Paradeplatz die BRICS-Staaten begr\u00fc\u00dfte.<\/p>\n<p>Wir haben schon oft von Ihnen Einladungen zur Teilnahme an Ihren Konferenzen erhalten, aber die Schlie\u00dfung des Internationalen Flughafens Sanaa hat uns daran gehindert, zu Ihnen zu kommen. Er ist nun das vierte Jahr geschlossen. Meine Reisen sind keine Priorit\u00e4t, aber die von Tausenden und Abertausenden von Kranken sind es. Sie m\u00fc\u00dften zur Behandlung ins Ausland reisen, und Tausende sind bereits gestorben. Hunderttausende warten auf die \u00d6ffnung des Flughafens.<\/p>\n<p>Aber trotz all des Leidens gab Sanaa am 26. M\u00e4rz 2018 das Motto aus: \u201eEine Hand zur Verteidigung des Landes und eine Hand zum Aufbau.\u201c<\/p>\n<p>Trotz all des Leidens erlebt Sanaa heute einen beispiellosen Zustand der inneren Sicherheit, was m\u00f6glicherweise die erste Voraussetzung der Kreditw\u00fcrdigkeit ist.<\/p>\n<p>Von Sanaa aus pr\u00e4sentierten wir, die Jugendregierung und das Jemenitische BRICS-Netzwerk f\u00fcr Entwicklung, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Schiller-Institut die Vision f\u00fcr den Wiederaufbau des Jemen \u201eOperation Felix\u201c, um den Jemen neu erstehen zulassen und an die Neue Seidenstra\u00dfe und \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c anzubinden. Ein sch\u00f6nes und wichtiges Bild des verstorbenen Lyndon LaRouche schm\u00fcckt diesen Bericht. LaRouches \u201eMetriken des Fortschritts\u201c der BRICS-Staaten werden in Schulen und Universit\u00e4ten in Sanaa von denen diskutiert, die ihn lieben und bewundern.<\/p>\n<p>Die Koordination mit den BRICS-L\u00e4ndern wurde in die jemenitische \u201eNationale Vision 2030 f\u00fcr den Aufbau der modernen jemenitischen Nation\u201c aufgenommen, die dank der Bem\u00fchungen des Au\u00dfenministers Hisham Sharaf und des langj\u00e4hrigen Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfers Dr. Saleh Sayil, Vorsitzender des Politischen Komitees und der Internationalen Beziehungen des Shura-Konsultativrats, und des Ingenieurs Khaled Sharafuddin, dem stellvertretenden Direktor der jemenitischen Allgemeinen Investitionsbeh\u00f6rde, von der Regierung herausgegeben wurde.<\/p>\n<p>Diese Fragen wurden auch bei unserem Treffen mit Herrn Mohammed Saleh Al-Nuaimi vom Obersten Politischen Rat Anfang September 2019 aufgegriffen. Am 16. Oktober informierte Sanaas Verhandlungsf\u00fchrer f\u00fcr den jemenitischen Friedensproze\u00df, Herr Mohammed Abdul-Salam, den chinesischen Botschafter in unserem Land, Herrn Kang Yong, \u00fcber die historische und strategische Pr\u00e4senz unseres Landes an der Seidenstra\u00dfe und heute an der Belt &amp; Road-Initiative.<\/p>\n<p>Damit wurde das Versprechen von Frau Helga Zepp-LaRouche, der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, vom Juni 2016 erf\u00fcllt, den Jemen zu einer \u201ePerle in der Kette der Neuen Seidenstra\u00dfe\u201c zu machen.<\/p>\n<p>Was ich hier sage, ist nicht nur Rhetorik, sondern ein Geist des Widerstands, ein Geist des Optimismus. Ein freier Geist, der auf seiner eigenen Freiheit und seiner eigenen W\u00e4hrung bestehen will. Das ist es, wovon Lyndon LaRouche in seinen letzten 60 Jahren gesprochen hat: da\u00df jede Nation ihre eigene souver\u00e4ne W\u00e4hrung haben mu\u00df. Aber dann k\u00f6nnen sich alle Nationen um einen W\u00e4hrungskorb herum unter einem neuen Bretton-Woods-System f\u00fcr den Aufbau der Weltlandbr\u00fccke versammeln.<\/p>\n<p>Wir gr\u00fc\u00dfen Ihre Versammlung zum Gedenken an die Seele von Herrn Lyndon LaRouche, der, auch wenn er pers\u00f6nlich abwesend ist, mit den Gedanken eines jeden verbunden ist, der seine Werke gelesen hat. Obwohl er nicht pers\u00f6nlich unter uns ist, hat er der Nachwelt ein gro\u00dfartiges Team hinterlassen. Auch wenn wir seine Aussagen vermissen, wie er sie fr\u00fcher getan hat, da\u00df \u201edies heute das gr\u00f6\u00dfte Ereignis der Welt ist\u201c, sind wir sicher, da\u00df es auch nach seinem Tod vielen zuk\u00fcnftigen gro\u00dfen Ereignissen der Welt ins Gesicht geschrieben stehen wird: \u201eLaRouche war hier!\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Die Bedeutung von Lyndon LaRouches Ideen f\u00fcr die Arabische Welt<br \/>\n<\/strong><em>Hussein Askary, S\u00fcdwestasien-Koordinator des internationalen Schiller-Instituts<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Der Prophet des Islam, Mohammed (Gottes Segen sei mit ihm), dessen Geburtstag letzte Woche in der ganzen muslimischen Welt gefeiert wurde, sagt: \u201eWenn der Sohn Adams stirbt, enden alle seine guten Taten, au\u00dfer Dreien: eine fortdauernde Stiftung, n\u00fctzliches Wissen oder Wissenschaft und eine rechtschaffene Nachkommenschaft, die f\u00fcr ihn Bittgebete spricht.\u201d<\/p>\n<p>Lyndon LaRouches Seele genie\u00dft all diese drei Verbindungen zu dieser materiellen Welt und an die Unsterblichkeit. Wie das?<\/p>\n<p>Erstens durch seine internationale Organisation, die Menschen auf der ganzen Welt hilft, eine bessere Zukunft zu schaffen; das ist die Stiftung.<\/p>\n<p>Zweitens durch seine wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und philosophischen Ideen, die der Welt eine neue Seidenstra\u00dfe gegeben haben, die sich gerade jetzt zu einer weltweiten Landbr\u00fccke entwickelt;<\/p>\n<p>Und drittens durch all die jungen Menschen in vielen L\u00e4ndern der Welt, die Lyndon als seine Kinder adoptiert hat und die er zu seiner Nachkommenschaft gemacht hat, die jetzt an ihn denken und f\u00fcr ihn beten.<\/p>\n<p>Ich arbeite seit 1995 mit Lyn zusammen. Mein erstes Treffen mit ihm fand in jenem Jahr statt, als ich an der ersten Konferenz des Schiller-Instituts hier in Deutschland teilnahm. Es war f\u00fcr einen jungen, arabisch-muslimischen Mann eine h\u00f6chst schockierende Begegnung. In einer der Pausen auf der Konferenz nahm Poul Rasmussen, eines unserer Mitglieder in D\u00e4nemark, mich bei der Hand und zog mich buchst\u00e4blich dorthin, wo Lyndon stand und mit einigen Leuten sprach. Er sagte ihm: \u201eDas ist Hussein aus dem Irak. Er wei\u00df viel \u00fcber die islamische Philosophie.\u201c (Was \u00fcbrigens nicht stimmte.) Wie auch immer, Lyns Blick erhellte sich und er fing an, mit mir zu reden. Pl\u00f6tzlich sagte er: \u201eDer Islam ist eine synthetische Religion\u201c (was bedeutet, vielleicht nicht einzigartig), und dann kam er n\u00e4her und sagte mir ins Gesicht: \u201eund Gott spricht nicht Arabisch!\u201c (Was bedeutet, da\u00df der Koran, die heiligste Schrift der Muslime, nicht das w\u00f6rtliche Wort Gottes \/ Allahs sein kann.) Dann drehte ich mich um, um zu sehen, ob der muslimische Mann aus Eritrea, der bei mir war, damit einverstanden war. Er war pl\u00f6tzlich verschwunden. Vielleicht dachte er, da\u00df Allah einen Blitzschlag direkt durch das Dach des Konferenzsaals schicken und LaRouche und alle um ihn herum erschlagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das ist nicht geschehen, denn zum Gl\u00fcck ist Allah nicht Zeus, und er schie\u00dft nicht mit Blitzen. Allah ist Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Hat Lyndon gesagt, da\u00df er mehr \u00fcber den Islam wei\u00df als ich oder jemand anderes? Nein! Er benutzte seinen rationalen Verstand und nat\u00fcrlich die Lektionen, die er aus dem Umgang mit christlichen Fundamentalisten gelernt hatte.<\/p>\n<p>Was den ersten Punkt betrifft, der nicht schwer zu beweisen ist, hatte Lyn Recht, denn der Prophet Mohammed behauptete nie, da\u00df er mit etwas Neuem oder Originellem gekommen sei. Er sagte: Ich setze das Werk von Abraham, Mose, Jesus Christus und allen Heiligen fort. Der Islam war eine Synthese aller bisherigen monotheistischen Religionen. Und das ist keine schlechte Sache!<\/p>\n<p>Was den zweiten Punkt betrifft, so mu\u00dfte ich hingehen und viele Hausaufgaben machen, viel islamische Philosophie studieren. Ich entdeckte, da\u00df der Koran als \u201edas Wort Gottes\u201c w\u00e4hrend der islamischen Renaissancezeit unter muslimischen Gelehrten heftig umstritten war. Philosophen wie Ibn Sina und andere hatten diesen Standpunkt: Gott spricht nicht durch unsere Ohren zu uns, sondern durch unseren kreativen Verstand. \u201eOffenbarung\u201c [Al-wahi], was auf Arabisch auch \u201eInspiration\u201c bedeutet, ist der Versuch des menschlichen kreativen philosophischen Verstandes, die Sterne im Himmel zu erreichen und das g\u00f6ttliche Wissen zu erfassen und zur\u00fcckzuholen &#8211; also nicht passiv durch den Erzengel Gabriel empfangen, wie mir von den Geistlichen gesagt wurde.<\/p>\n<p>Alle meine nachfolgenden Arbeiten, ob beim Schreiben oder Organisieren anderer Menschen, basierten auf der wissenschaftlichen Methode, herauszufinden, ob man das, woran man glaubt, es sei wahr oder nicht, beweisen kann.<\/p>\n<p>Lyns F\u00e4higkeit, strategische und wirtschaftliche Entwicklungen vorherzusagen, basierte darauf und auf einem tiefen Verst\u00e4ndnis sowohl der menschlichen Natur als auch der historischen Entwicklungen.<\/p>\n<p>Die andere wichtige Sache, die wir von Lyn gelernt haben, ist, wie man eingreift, um Dinge zu ver\u00e4ndern. Wenn man sich auf fr\u00fchere Erfahrungen oder die aktuelle Situation verl\u00e4\u00dft, sieht die Welt hoffnungslos aus. Du mu\u00dft etwas aus der Zukunft zur\u00fcckholen, um bestimmen zu k\u00f6nnen, in welche Richtung du selbst &#8211; oder dein Land &#8211; gehen mu\u00dft. Die Zukunft bzw. unsere Vision von der Zukunft sollte unser heutiges Handeln bestimmen. So ist sein und unser Verstand stets in der Zukunft, mit Blick auf die Gegenwart und die Vergangenheit.<\/p>\n<p>Und deshalb liegt meine weitere Beziehung zu Lyndon in der Zukunft &#8211; alles, was ich jetzt tue, ist Teil seiner Zukunft. In diesem Sinne ist er in der Gleichzeitigkeit der Ewigkeit. Alles, was wir mit seinen Ideen machen, ist eine Verl\u00e4ngerung seines Lebens in die Zukunft, in die Unsterblichkeit.<\/p>\n<p>Wir haben viele gro\u00dfe Momente und schreckliche Krisen erlebt. LaRouche warnte davor, da\u00df der israelisch-pal\u00e4stinensische Friedensproze\u00df zusammenbrechen w\u00fcrde, wenn nicht eine gro\u00dfangelegte wirtschaftliche Entwicklung Priorit\u00e4t h\u00e4tte. Aber die schlimmste dieser Krisen ist aus meiner Sicht die Invasion und Zerst\u00f6rung meines Heimatlandes Irak durch die Kombination der amerikanischen und britischen Streitkr\u00e4fte. Wir haben uns gegen die Invasion gestellt, bevor sie stattfand, und nachher haben wir weiterhin L\u00f6sungen vorgeschlagen. Wir haben das irakische Volk nie aufgegeben. Die LaRouche-Doktrin im Jahr 2004 war ein Versuch, das Beste aus der Situation zu machen und die Dinge nicht in eine totale Katastrophe abgleiten zu lassen. Die schlimmste Katastrophe kam 2006, als Dick Cheney die kommenden religi\u00f6sen Konflikte ausrief.<\/p>\n<p>Dann kamen die Invasion Libyens und der Angriff auf Syrien. Aber selbst in den dunkelsten Momenten dieser Situation haben wir die \u201eOperation Phoenix\u201c f\u00fcr den Wiederaufbau Syriens und die Verbindung mit der Neuen Seidenstra\u00dfe vorgeschlagen. Mein Kollege Ulf Sandmark ging ein pers\u00f6nliches Risiko ein, indem er mitten im Krieg nach Syrien reiste und unseren Vorschlag den h\u00f6chsten Ebenen der syrischen Regierung vorlegte.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr habe ich an der Erstellung des jemenitischen Wiederaufbauplans \u201eOperation Felix\u201c mitgewirkt, der nun von der jemenitischen Obersten Investitionsbeh\u00f6rde verabschiedet wurde und von den Jemeniten von allen Seiten umfassend unterst\u00fctzt wird. W\u00e4hrend alle nur dar\u00fcber sprachen, da\u00df die jemenitische Krise die schlimmste humanit\u00e4re Katastrophe auf dem Planeten ist &#8211; was sie auch ist -, haben meine Freunde und ich im Jemen den Weg zum Frieden geplant. Denn ohne eine Vision von der sch\u00f6nen Zukunft, die die Jemeniten und ihre Kinder haben k\u00f6nnen, ist es schwierig, sie zu motivieren, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Jetzt ist China an der Jemen-Frage interessiert, weil es direkt mit der Belt and Road Initiative verbunden ist, die das Schl\u00fcsselelement in unserem jemenitischen Plan ist.<\/p>\n<p>Im Moment demonstrieren junge Menschen auf den Stra\u00dfen des Libanon und des Irak, sie fordern Gerechtigkeit, ein menschenw\u00fcrdiges Leben und eine Zukunft. Vielleicht k\u00f6nnen wir ihnen sagen, was sie tun sollen, oder ihnen einen zehnseitigen Vorschlag schicken. Aber das reicht nicht mehr.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Online-Schule f\u00fcr physikalische \u00d6konomie<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Und hier kommt der aufregendste Teil meiner Zusammenarbeit mit Lyndon LaRouche, der noch kommen wird. Deshalb m\u00f6chte ich eine Ank\u00fcndigung machen.<\/p>\n<p>Ab n\u00e4chstem Monat nehme ich die Herausforderung an, die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HjzdYuFuHB0&amp;feature=emb_logo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>LaRouche-Onlineschule f\u00fcr physische \u00d6konomie f\u00fcr Araber<\/em><\/a> zu starten. Es wird ein Abonnentendienst sein, der regelm\u00e4\u00dfige Online-Kurse und -Diskussionen anbietet. Wir k\u00f6nnen es auch auf die Zusammenarbeit mit Universit\u00e4ten in den arabischen L\u00e4ndern ausdehnen, wenn sie damit einverstanden sind. Wir haben bereits LaRouches Buch <em>Was Sie schon immer \u00fcber Wirtschaft wissen wollten<\/em> ins Arabische \u00fcbersetzt und auch das Mega-Buch <em>Die Neue Seidenstra\u00dfe wird zur Weltlandbr\u00fccke<\/em>. Wir haben auch anderes Videomaterial von LaRouche und seinen Mitarbeitern, das \u00fcbersetzt und in Unterrichtsform erkl\u00e4rt wird. Au\u00dferdem werde ich dem arabischsprachigen Publikum regelm\u00e4\u00dfig und kostenlos strategische und strategische Analysen \u00fcber globale Entwicklungen geben, um es f\u00fcr den Eintritt in unsere Schule zu motivieren.<\/p>\n<p>Aber all das wird auf der Arbeit und den Gedanken von Lyndon LaRouche basieren.<\/p>\n<p>Wie ich einem Freund \u00fcber die Demonstrationen im Irak und im Libanon gegen die Korruption erz\u00e4hlt habe: Was werdet ihr als n\u00e4chstes tun, wenn ihr die korrupten Menschen wegschafft? Wo sind die Menschen mit den wissenschaftlichen Ideen, die diese L\u00e4nder aufbauen werden? Es wird ein neues Vakuum geben, das von unwissenden oder korrupten Menschen gef\u00fcllt w\u00fcrde. Oder jemand k\u00f6nnte auf die geniale Idee kommen, \u00d6konomen aus der bankrotten EU oder den USA hereinzuholen, um die Dinge zu leiten &#8211; sogenannte \u201eTechnokraten\u201c.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir die Menschen, insbesondere (soweit es mich betrifft) junge Menschen in der arabischen Welt, \u00fcber die physische \u00d6konomie aufkl\u00e4ren. Wir k\u00f6nnen und sollten nicht mehr versuchen, anderen V\u00f6lkern vorzuschreiben, wie sie ihre eigenen Angelegenheiten regeln sollen. Aber wir k\u00f6nnen sie mit Wissen und einer Leidenschaft f\u00fcr das Wohl der Menschheit inspirieren.<\/p>\n<p>Und ehrlich gesagt, denke ich, da\u00df LaRouches Werk Teil der Universit\u00e4tslehrpl\u00e4ne auf der ganzen Welt werden sollte.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich sagen, da\u00df wir immer denen danken sollten, die vor uns gekommen sind und ihr Leben sch\u00f6nen und gro\u00dfartigen Ideen gewidmet haben. Wie bezahlen wir ihnen unsere Schuld? Wie Friedrich Schiller betonte, erh\u00e4lt jede Generation Geschenke von den Vorg\u00e4ngern, und diese Geschenke sollten wir bereichern und an die n\u00e4chsten Generationen weitergeben. Auf diese Weise erh\u00e4lt unser Leben eine Bedeutung, einen dauerhaften Sinn. Und wir k\u00f6nnen mit einem L\u00e4cheln auf dem Gesicht sterben, wie Lyn immer sagte. Es gibt nur wenige Menschen, die ihr Leben der Sache unserer Organisation und der Menschheit gewidmet haben. Aber sie sind es, die meine Person und Arbeit tief gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit, und bitte sagen Sie allen Ihren arabischsprachigen Freunden und deren Angeh\u00f6rigen, da\u00df sie unsere neue LaRouche-Schule im Netz aufrufen sollten!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>LaRouche, ein \u201eflorentinischer\u201c Geist<br \/>\n<\/strong><em>Claudio Giudici, Vorsitzender, Uritaxi (Nationaler Taxifahrer-Verband), Florenz, Italien<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich h\u00e4tte diese Rede gerne Lyndon LaRouche zu Ehren auf Englisch gehalten, aber angesichts der Menschen, die ich in Italien vertrete, und der ohnehin ungew\u00f6hnlichen Gedanken glaube ich, da\u00df ich mehr bewirken kann, wenn ich in meiner Muttersprache rede.<\/p>\n<p>Ich bin auf Lyndon LaRouche w\u00e4hrend der Finanzkrise 2000 aufmerksam geworden, kurz vor seiner ber\u00fchmten Prognose vom Januar 2001, als er die Hypothese aufstellte, da\u00df wir in den Vereinigten Staaten unter der F\u00fchrung der Neokonservativen mit einem \u201eneuen Reichstagsbrand\u201c rechnen m\u00fc\u00dften. Als dann am folgenden 11. September das World Trade Center zerst\u00f6rt wurde, waren diejenigen, die wie ich diese Warnung kannten, darauf vorbereitet, den Proze\u00df zu verstehen, der damit begann.<\/p>\n<p>Von diesem Tag an begann n\u00e4mlich ein Proze\u00df der radikalen Kolonisierung des Nahen Ostens &#8211; und hier im Westen ein Proze\u00df radikaler Gehirnw\u00e4sche im Namen eines st\u00e4ndigen Terrorismusalarms. Es begann die Zeit der Pr\u00e4ventivkriege, der \u201ehumanit\u00e4ren\u201c Kriege, mit dem paradoxen Widerspruch, da\u00df die Staaten, die anderen angeblich den Humanismus bringen wollten, selbst immer inhumaner wurden. Tats\u00e4chlich haben diese Leute in der Zwischenzeit den Sozialstaat und die Arbeitnehmerrechte abgebaut und bewegten sich mit marktwirtschaftlichen Rezepten schnell in Richtung der \u201ekontrollierten Aufl\u00f6sung der Wirtschaft\u201c, die der Council on Foreign Relations seit langem anstrebt.<\/p>\n<p>2003 hatte ich in Mailand endlich die Gelegenheit, LaRouche pers\u00f6nlich kennenzulernen. Am selben Wochenende war ich zu einem Mittagessen mit Romano Prodi eingeladen, aber ich zog es vor, pers\u00f6nlich an einem Treffen mit diesem revolution\u00e4ren Menschen teilzunehmen.<\/p>\n<p>Wo wir von Revolution sprechen: LaRouche war, wie alle echten Revolution\u00e4re, radikal in seinen Ideen, aber moderat in den Methoden, obwohl kreativ dank der klassischen Kultur. Und was die Kreativit\u00e4t betrifft, haben wir k\u00fcrzlich ein Beispiel f\u00fcr LaRouches Methode gesehen, als eine junge Aktivistin vor Alexandra Ocasio-Cortez mit Schauspielerei und Paradoxie ein Paradest\u00fcck auf die Beine stellte, auf das ein Rabelais stolz gewesen w\u00e4re, um den Wahnsinn der menschenfeindlichen Positionen zu entlarven, wie der malthusianischen Dekarbonisierung, die den Menschen als Feind der Erde sieht, anstatt als ihren h\u00f6chsten Ausdruck in Traditionen, Philosophien und jahrtausendealten Lehren, die immer noch den Weg einer Welt weisen, die sich in ihrer Gesamtheit auf dem Weg zum Fortschritt befindet: der Mensch als die h\u00f6chste Stufe des evolution\u00e4ren und antientropischen Prozesses der Sch\u00f6pfung. (Vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2019\/42\/babies.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ein Streich in der Tradition von Jonathan Swift<\/a>\u201c, <em>Neue Solidarit\u00e4t<\/em> 42\/2019.)<\/p>\n<p>Damit sind wir bereits bei den Prinzipien von LaRouches Philosophie angelangt, wenn man bedenkt, da\u00df er in unserer Zeit der gr\u00f6\u00dfte Vertreter der j\u00fcdisch-christlichen Tradition ist, der platonischen Tradition, \u00fcber den Humanismus, Kepler, Leibniz und das Amerikanische System der Volkswirtschaft bis zu Franklin Roosevelt.<\/p>\n<p>Als Politiker und \u00d6konom k\u00f6nnte man meinen, \u00fcber LaRouche zu reden, hie\u00dfe \u00fcber diese beiden Zweige der Geisteswissenschaften zu reden, aber damit w\u00fcrde man dem Irrtum unserer Zeit aufsitzen, den Menschen in utilitaristischen Begriffen zu betrachten, als Spezialisten in irgendeinem Bereich&#8230; als w\u00fcrde das in irgendeinem Bereich ausreichen! Und wenn mir ein Witz erlaubt ist, vielleicht funktionieren die technokratischen Regierungen gerade deshalb nicht und haben ihre Sache so schlecht gemacht.<\/p>\n<p>LaRouche dagegen war ein universeller Denker; und wer wie ich aus Florenz kommt, der kann sich leicht vorstellen, wie man M\u00e4nnern wie Leon Battista Alberti, Leonardo Da Vinci oder Lorenzo dem Pr\u00e4chtigen &#8211; brillanten Vertretern der von LaRouche oft zitierten Florentinischen Renaissance &#8211; erkl\u00e4ren w\u00fcrde, was f\u00fcr ein Mensch er war. Und wenn er so war, dann war es diese Eminenz, die seine philosophische, politische und wirtschaftliche Vision als ewige Mission f\u00fcr die Menschheit verlangte, in die F\u00e4higkeit eines jeden Menschen zur kognitiv-kreativen Vernunft zu investieren &#8211; f\u00fcr die \u201eintegrale Entwicklung eines jeden Menschen, des ganzen Menschen\u201c (um eine treffende Formulierung von Benedikt XVI. zu verwenden).<\/p>\n<p>Darauf m\u00f6chte ich etwas n\u00e4her eingehen: die ganzheitliche Entwicklung des Menschen im Gegensatz zur \u201enachhaltigen Entwicklung\u201c. Im ersten Fall ist der Mensch, wie Platon lehrt, ein Helfer Gottes bei der Entwicklung der Sch\u00f6pfung, im zweiten Fall ist der Mensch fast nur ein Unfall der Natur;\u00a0 nicht ihr fortschrittlichstes Gesch\u00f6pf, das die Biosph\u00e4re auf die edelste Ebene der Noosph\u00e4re erhebt! Sondern etwas, das einged\u00e4mmt werden mu\u00df, in Schach gehalten wie ein ungeh\u00f6riger Hund.<\/p>\n<p>Und letzteres ist in der Tat die grundlegende Vision, die die neue Lehre durchdringt, die ausgehend von der Manipulation eines unschuldigen M\u00e4dchens wie Greta Thunberg ihre scheinbar edle Formel in der Vorstellung des \u201eneuen Humanismus\u201c findet, was in Italien Ministerpr\u00e4sident Conte und Papst Franziskus aufgegriffen haben. Den Ausdruck hat Edgar Morin gepr\u00e4gt, es ist im Grunde aber nichts anderes als die alte Sarpische Version: Gebt den Menschen etwas Entwicklung, ein bi\u00dfchen Wissenschaft und Technik, aber blo\u00df nicht zu viel!<\/p>\n<p>Und hier kann LaRouche, dessen Rehabilitierung von seiner politischen Bewegung und dem Schiller-Institut gefordert wird, m\u00f6glicherweise die von den Eliten vorbereiteten Spiele durchbrechen.<\/p>\n<p>Es gibt einen kulturellen und wissenschaftlichen Pessimismus, der im gegenw\u00e4rtigen Kulturmodell vorherrscht, und wenn wir uns den kurzen Zyklus der Geschichte (z.B. die letzten 50 Jahre) vor allem im Westen ansehen, so gibt es nichts, wor\u00fcber man gl\u00fccklich sein m\u00fc\u00dfte. Aber wenn wir den langen Zyklus betrachten, dann m\u00fcssen wir optimistisch sein und ber\u00fccksichtigen, wie stark die Menschheit in Bezug auf Zivilisation, Moral, auf ihr wirtschaftliches, demokratisches und soziales Potential gewachsen ist. Und wenn wir aus diesem kurzen Geschichtszyklus herauskommen wollen, dann m\u00fcssen wir an den gro\u00dfen Perioden ankn\u00fcpfen, die uns aus einem dunklen Zeitalter herausgef\u00fchrt haben. Dann m\u00fcssen wir uns die Florentinische Renaissance ansehen, die mit ihrer Wiederentdeckung des Platonismus den Grundstein legte, und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg den moralischen Impuls f\u00fcr das Christentum.<\/p>\n<p>Beide Perioden waren Zeiten des Wiederaufbaus. Und wie wurde wiederaufgebaut? Ausgehend von der Priorit\u00e4t, die LaRouche als eine S\u00e4ule seiner politischen und wirtschaftlichen Vision aufstellte: das <em>Imago Viva Dei<\/em>, d.h. ein Anthropozentrismus, der mit den universellen physikalischen Prinzipien verbunden ist, die Ausdruck eines bereits existierenden Prinzips der <em>Wahrheit<\/em>, eines Gottes sind. Und so ist der Mensch nicht der Feind dieser Zeit, der ewige Verschmutzer, wie ihn der heute vorherrschende kulturelle Komplex beschreibt, sondern die L\u00f6sung, wenn er unter Beachtung dieser Gesetze, der <em>Wahrheit<\/em> handelt. Und da dies nicht nur sch\u00f6ne Worte sind, m\u00fcssen wir in den Menschen investieren, in jeden Menschen, in den ganzen Menschen.<\/p>\n<p>Deshalb ist es wichtig, da\u00df wir vom finanziellen Paradigma des Geldes zum neuen Paradigma der physischen Wirtschaft als Ma\u00df f\u00fcr wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit \u00fcbergehen. In diesem neuen Licht wird sich nicht alles um Staatsschulden drehen, sondern um den Erfolg des Bildungs- und Gesundheitssystems, des Infrastruktursystems und des Produktionssystems.<\/p>\n<p>Das war die Vision gro\u00dfer Humanisten wie Thomas Morus und Leibniz, die sich f\u00fcr eine Welt der K\u00fcnste und Wissenschaften einsetzten. Und um diesen Weg wieder zu finden, hat uns LaRouche auch gesagt, wie man es in der politischen \u00d6konomie macht: weg vom Geldsystem, hin zum Kreditsystem, das sich durch den st\u00e4ndigen wissenschaftlich-technischen Fortschritt der physischen \u00d6konomie selbst bezahlt macht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong><strong>Gru\u00dfbotschaft &#8222;Ein Gigant unter den Menschen&#8220; (Video)<br \/>\n<\/strong><\/strong><em>Jack Stockwell,\u00a0Radiomoderator<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Gru\u00dfbotschaft hier lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Guten Tag. Hier und da, ab und zu, macht Gott einen <em>Giganten<\/em> unter den Menschen.<\/p>\n<p>Mein Name ist Jack Stockwell, und es war mir ein besonderes Privileg, Lyndon LaRouche Ende der 90er Jahre kennenzulernen und in pers\u00f6nlichem Kontakt mit ihm zu stehen. Ich habe in Konferenzen vor ihm gestanden, ich habe ihn mehrmals im Radio interviewt, mehr als einmal mit ihm und Helga beim Abendessen gesessen &#8211; und kann ehrlich sagen, ich brauche keinen Finger einer Hand, um einen souver\u00e4neren und beeindruckenderen Charakter in meinem Leben aufzuz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Meine erste Reaktion auf Lyn in meinem ersten Radiointerview mit ihm &#8211; vor mehr als 20 Jahren &#8211; war, ein Oxford-W\u00f6rterbuch zu besorgen! In allen meinen Erfahrungen als Radiomoderator hatte ich noch nie jemanden interviewt, bei dem ich derma\u00dfen das Gef\u00fchl hatte, kein Wort aus seinem Mund verpassen zu d\u00fcrfen. Ich hatte noch nie ein so pr\u00e4gnantes, klares und schl\u00fcssiges Verst\u00e4ndnis nicht nur des Weltgeschehens, sondern der Weltgeschichte geh\u00f6rt, denn er gab mir die Mittel an die Hand, um den Morast, die Desinformation, die v\u00f6lligen L\u00fcgen der modernen Medien zu durchbrechen. Er lieferte mir einen Wegweiser, einen Faden, um die gro\u00dfe Dichotomie zwischen den niedrigsten \u00dcbeln und den h\u00f6chsten Tugenden der Menschheit zu verstehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich lief das einfach hinaus auf ein grundlegendes Verst\u00e4ndnis der Wirtschaft und der Quelle des Kredits sowie der Absichten eines Menschen gegen\u00fcber den anderen.<\/p>\n<p>Wie viele von Ihnen wissen, hatte ich Lyn gebeten, am 11. September 2001 wieder zu Gast in meiner Sendung zu sein. Und wir begannen die Sendung wie immer, indem ich verzweifelt versuchte, ihm ebenb\u00fcrtig zu klingen. Und wieder einmal lie\u00df Lyn das Komplizierte so einfach erscheinen!<\/p>\n<p>Ich hatte keinen Fernseher im Studio, aber mehrere Telefonleitungen begannen zu blinken, als ein Anrufer nach dem anderen aufgeregt sagte: \u201eSchalt den Fernseher ein! Schalt den Fernseher ein!\u201c Und ich sagte Lyn, er solle dranbleiben, w\u00e4hrend ich zu einem Internet-Newsfeed ging &#8211; und dort, vor meinen Augen, wurden die Twin Towers (das World Trade Center) angegriffen. Ich fiel auf meinem Stuhl zur\u00fcck, einfach nur sprachlos, als ich versuchte, Lyn in Worten zu beschreiben, was ich da sah. Und er reagierte einfach mit seinem grundlegenden Verst\u00e4ndnis von allem, wie ich es kenne, als \u201eBusiness as usual\u201c &#8211; nur diesmal leider in unserem eigenen Land.<\/p>\n<p>Und dann sagte er etwas Schockierendes zu mir, gleich danach, er sagte: \u201eSie werden die Schuld\u201c &#8211; das war innerhalb von <em>Minuten,<\/em> nachdem er wu\u00dfte, was passierte -, \u201esie werden die Schuld daran Bin Laden zuschieben\u201c. Ohne jeglichen Beweis w\u00fcrde man Bin Laden verantwortlich machen. Und er sagte sinngem\u00e4\u00df, dies werde ein Vorspiel sein, ein Vorwand f\u00fcr einen Invasionskrieg im Nahen Osten, und dabei gehe es um die Kontrolle \u00fcber das \u00d6l. Und er sagte noch etwas dazu: Er sagte, Terroristen aus dem Nahen Osten h\u00e4tten nicht die M\u00f6glichkeiten, so etwas ganz allein durchzuziehen. Sie brauchten Hilfe von Insidern.<\/p>\n<p>Und vieles davon hat sich nach meiner \u00dcberzeugung bewahrheitet.<\/p>\n<p>Nun, was ich gesagt habe, beschreibt meine pers\u00f6nliche Geschichte mit Lyn &#8211; aber was ist jetzt? Ist der Einflu\u00df des Gipfels an Gr\u00f6\u00dfe, den er aus\u00fcbte, noch immer vorhanden? War er nur eine vor\u00fcbergehende Faszination von mir, die mit der Zeit schwindet?<\/p>\n<p>Nein! \u00dcberhaupt nicht. Indem er mir und meinen Zuh\u00f6rern etwas H\u00f6heres gibt, nach dem man streben soll, statt blo\u00df reflexartige Schl\u00fcsse oder Optionen, die von jedem Wind der ver\u00f6ffentlichten Meinung hin- und hergeworfen werden, konzentriert sich meine Weltanschauung nun auf das Beste in uns, auf die h\u00f6heren Ausdrucksformen der Menschheit in der Kunst, in der Musik und in sozialen Beziehungen. Er gab mir ein Weltparadigma, das \u00fcber diese Welt hinausreicht, \u00fcber den Mond, \u00fcber den Mars, \u00fcber die Vorstellungskraft hinaus.<\/p>\n<p>Seine Konzepte des amerikanischen Kreditsystems, von der Pr\u00e4ambel der US-Verfassung, waren regelm\u00e4\u00dfige Themen in meiner Sendung. Und als ich dieses t\u00e4gliche Programm verlie\u00df, hatte ich das Gef\u00fchl, da\u00df ich eine Ausbildung auf Hochschulniveau \u00fcber die treibenden Kr\u00e4fte hinter dem Weltgeschehen erhalten hatte &#8211; und noch mehr, eine L\u00f6sung daf\u00fcr, was es bedeutet, Mensch zu sein.<\/p>\n<p>In zuk\u00fcnftigen Anthologien zur amerikanischen Politik-, Sozial- und Finanzgeschichte wird sein Name prominent unter den noch zu schreibenden B\u00e4nden stehen &#8211; als der Name, der am unfairsten angegriffen, unterdr\u00fcckt oder anderweitig diffamiert wurde, als Stimme, die der Kriminalit\u00e4t, dem Wucher, dem regelrechten Betrug hinter den derzeitigen Regierungs- und Finanzsystemen ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Er stand f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis, das alle Amerikaner und alle, die die Freiheit lieben, schnell in ihr Leben bringen sollten, solange es noch Leben zu sehen gibt.<\/p>\n<p>Wann immer ich den Namen \u201eLaRouche\u201c h\u00f6re, halte ich einen Moment inne und \u00e4u\u00dfere still meine Dankbarkeit f\u00fcr zwei Dinge: Erstens, er erhob mein Verst\u00e4ndnis und steigerte meine Aufmerksamkeit f\u00fcr die Welt und das Potential der Menschheit auf eine h\u00f6here Ebene, als ich es je erwartet oder mir vorgestellt hatte. Und zum zweiten: Er war mein Freund.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen allen, da\u00df Sie mir erlaubt haben, einen seltenen Moment der Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr einen wahren <em>Giganten<\/em> unter den Menschen mit Ihnen zu teilen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Wohin geht Amerika? LaRouches L\u00f6sung als Ausweg aus dem Chaos<br \/>\n<\/strong><em>Harley Schlanger, ehem. nationaler Sprecher f\u00fcr Lyndon LaRouche und Vorstandsmitglied des Schiller Institute<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ein guter Ausgangspunkt, um die Frage \u201eWohin geht Amerika?\u201c zu beantworten, ist, sich anzusehen, was Roger Stone sagte, als er gebeten wurde, den Tod von Lyndon LaRouche zu kommentieren. Stone, ein langj\u00e4hriger Freund von Pr\u00e4sident Donald Trump, steht derzeit als letzter der Angeklagten der betr\u00fcgerischen Russiagate-Strafverfahren des juristischen Auftragst\u00e4ters Robert Mueller vor Gericht. Er wurde vor allem aufgrund seiner Rolle als Schl\u00fcsselstratege f\u00fcr Trumps Wahlkampf ins Visier genommen.<\/p>\n<p>Stone war LaRouche erstmals 1980 in New Hampshire begegnet, als er in Neuengland Koordinator f\u00fcr Ronald Reagans Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf war. Auf die Frage nach seiner Beziehung zu LaRouche sagte Stone, er sei mit LaRouches \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlichem und prophetischem Denken sehr vertraut\u201c, und er f\u00fcgte hinzu, LaRouches Ideen h\u00e4tten bei Donald Trumps Wahlsieg \u201ehinter den Kulissen eine wichtige Rolle gespielt\u201c.<\/p>\n<p>Viele, die LaRouche \u00fcber die Jahre verfolgt hatten, \u00e4u\u00dferten sich \u00fcberrascht dar\u00fcber, da\u00df er und seine Bewegung Trump seit seiner Wahl gegen den Regimewechsel-Putsch verteidigen, den der britische Geheimdienst in Verbindung mit Obamas Geheimdienst-Team betreibt, um ihn zu st\u00fcrzen. Trumps \u00f6ffentliche Pers\u00f6nlichkeit als grober, ignoranter, egomanischer Tyrann, wie sie von den feindlichen Medien dargestellt wird, scheint Lichtjahre entfernt von dem nachdenklich machenden, philosophischen Ansatz LaRouches. Es sei jedoch darauf hingewiesen, da\u00df der laufende Putschversuch vom gleichen Netzwerk und sogar einigen derselben Personen durchgef\u00fchrt wird wie damals, wie Robert Mueller, der den Schauproze\u00df f\u00fchrte, der Lyndon LaRouche 1989 ins Gef\u00e4ngnis brachte.<\/p>\n<p>In einem Interview im Februar 2017, in dem er \u00fcber Trumps Wahlsieg sprach, nannte LaRouche den Grund f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung. Er erinnerte an Trumps Wahlversprechen, zum Amerikanischen System der \u00d6konomie zur\u00fcckzukehren &#8211; damit k\u00f6nne man m\u00f6glicherweise \u201edie Voraussetzungen f\u00fcr eine Wiederbelebung der amerikanischen Wirtschaft schaffen\u201c. Die Stimmen f\u00fcr Trump, so LaRouche weiter, \u201esind eine der vielen Ausdrucksformen davon, da\u00df die Bev\u00f6lkerung es satt hat, Opfer der&#8230; Globalisierung zu werden, die die Armen \u00e4rmer macht und die Mittelschicht kaputtmacht. Trump gab diesem Gef\u00fchl Ausdruck.\u201c<\/p>\n<p>Damit die USA die turbulente Zeit \u00fcberleben k\u00f6nnen, in der sich Menschen auf der ganzen Welt erheben und angesichts der Implosion des neoliberalen Wirtschafts- und Finanzsystems die traditionellen politischen Parteien zerfallen &#8211; wie hier in Deutschland -, ist es dringend erforderlich, da\u00df Trump dieses Versprechen aufgreift, das Amerikanische System zu erneuern und es als Politik seiner Regierung umzusetzen.<\/p>\n<p>Das bedeutet, da\u00df immer mehr amerikanische B\u00fcrger die Geschichte des einzigartigen Charakters Amerikas kennenlernen m\u00fcssen, der es in seinen besten Momenten auszeichnete und der sich am deutlichsten im Lebenswerk eines seiner gr\u00f6\u00dften Denker, Lyndon LaRouche, widerspiegelt. Und das ist die lange Geschichte des Kampfes eines klassischen, republikanischen, humanistischen Menschenbildes gegen eine imperiale, oligarchische Sichtweise.<\/p>\n<p>LaRouche bemerkte oft, seine konkurrenzlose Leistung als Prognostiker sei auf seine Zur\u00fcckweisung der Axiome des Neoliberalismus zur\u00fcckzuf\u00fchren und auf seine Weigerung, die Tyrannei der \u201e\u00f6ffentlichen Meinung\u201c zu akzeptieren.<\/p>\n<p>(Gestatten Sie mir an dieser Stelle eine kurze Anmerkung zu seiner beispiellosen F\u00e4higkeit zur Prognose. Wenige Tage vor der Wahl im Jahr 2000 zwischen dem verr\u00fcckten Gr\u00fcnen Al Gore und dem zuk\u00fcnftigen Kriegsverbrecher George W. Bush wurde Lyn w\u00e4hrend einer Jugendkaderschule gefragt, was seiner Meinung nach das Ergebnis der Wahl am n\u00e4chsten Dienstag sein w\u00fcrde. Ohne auch nur einen Augenblick zu z\u00f6gern sagte er: \u201eWir werden es nicht sofort wissen, vielleicht bekommen wir das Ergebnis sogar erst in einigen Wochen oder Monaten.\u201c Dabei belie\u00df er es. Der Raum reagierte mit verbl\u00fcffter Stille. Sp\u00e4ter, nachdem er gegangen war, wurde ich als sein Sprecher gefragt, was er meinte. Ich suchte nach einer Antwort, doch dann mu\u00dfte ich zugeben: \u201eIch habe keine Ahnung.\u201c Aber bemerkenswerterweise stellte sich heraus, da\u00df er Recht hatte!)<\/p>\n<p>In seinen Wirtschaftsprognosen ging er immer von oben nach unten vor. Verge\u00dft die Statistiken, sagte er, die Systemanalyse und die Quanten-Algorithmen. Man mu\u00df damit beginnen, zu erkennen, da\u00df der Neoliberalismus keine Wirtschaftstheorie ist, sondern eine Krankheit, die ihren neuzeitlichen Ursprung im imperialen Venedig hat.<\/p>\n<p>Die Venezianer orientierten sich insgesamt am barbarischen Weltbild des R\u00f6mischen Reichs, sie sahen sich jedoch mit einem neuen Feind konfrontiert: mit der Entstehung des modernen Nationalstaates, einem Produkt der Goldenen Renaissance, einer Bewegung, die das von Kardinal Nikolaus von Kues entwickelte wissenschaftlich-philosophische Menschenbild mit der wissenschaftlich-k\u00fcnstlerischen Brillanz Leonardo da Vincis verband.<\/p>\n<p>Die politische Form des Nationalstaates, die aus dieser Kombination hervorging, war die Idee, da\u00df die Regierung \u201emoralisch daf\u00fcr verantwortlich sein mu\u00df, das allgemeine Wohl aller Menschen und ihrer Nachkommenschaft, ihre kulturellen Entwicklung, ihr Wohlergehen, die Verbesserung des Landes zu f\u00f6rdern\u201c. Dieses Konzept, das zur Grundlage der Idee der nationalen wirtschaftlichen Souver\u00e4nit\u00e4t wurde, bildete die Grundlage f\u00fcr die Fortschritte in der Staatskunst, die mit der Herrschaft von K\u00f6nig Ludwig XI. von Frankreich in der Mitte des 15. Jahrhunderts und Heinrich VII. von England am Ende dieses Jahrhunderts verbunden waren. Und diese Tradition beseelte drei Jahrhunderte sp\u00e4ter die Gr\u00fcnderv\u00e4ter der USA und ist in deren Gr\u00fcndungsdokumente, die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung und die Verfassung, eingebettet.<\/p>\n<p>Die Venezianer erkannten sofort die Bedrohung, die diese sich ausbildenden souver\u00e4nen Staaten f\u00fcr ihr imperiales System darstellten, das auf Sklavenarbeit und Freihandel basierte. Als es unm\u00f6glich wurde, ein globales Imperium von Venedig aus zu f\u00fchren, zog das venezianische System nach Norden und wurde als anglo-niederl\u00e4ndischer Liberalismus erneuert, der 1688 durch die Macht\u00fcbernahme in England gefestigt wurde. Nach 1763 wurde die Britische Ostindien-Gesellschaft zur wirtschaftlichen Basis dieses Reiches, das bald zu einem globalen Empire wurde.<\/p>\n<p>Einer der Hauptsprecher dieses Imperiums war John Locke, der oft f\u00e4lschlicherweise als der wichtigste philosophische Einflu\u00df auf die amerikanischen Gr\u00fcnderv\u00e4ter bezeichnet wird. Sch\u00e4ndlicherweise wird dies heute an amerikanischen Universit\u00e4ten als Evangelium gelehrt und von den meisten \u00d6konomen und Politikwissenschaftlern akzeptiert. In Wirklichkeit war Locke ein f\u00fchrender Apologet des Imperiums. Er war Investor der K\u00f6niglichen Afrika-Gesellschaft, die im Zentrum des Sklavenhandels stand. Seine \u201eGrundlegenden Verfassungen von Carolina\u201c, verfa\u00dft im Rahmen seiner T\u00e4tigkeit als Sekret\u00e4r des erz-imperialistischen Earl of Shaftesbury, ist eine Verteidigung der Regierung durch eine feudale Aristokratie. Er war ma\u00dfgeblich an der Gr\u00fcndung der Bank von England 1694 beteiligt, die laut ihrer offiziellen Geschichte als \u201ePrivatbank gegr\u00fcndet wurde, um als Bankier der Regierung zu fungieren\u201c. 1696 wurde Locke vom K\u00f6nig in den Handelsrat berufen, den urspr\u00fcnglichen Vollstrecker des britischen Freihandelsdogmas, \u00e4hnlich wie dies heute der Weltw\u00e4hrungsfonds, die Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich und die Welthandelsorganisation als Vollstreckungsorgane privater Finanzinstitute verk\u00f6rpern.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Britisches contra Amerikanisches System<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>In einem Internetforum am 12. Oktober 2005 mit dem Titel \u201eDie Wahrheit in wirtschaftlichen Prognosen\u201c stellte LaRouche den Unterschied zwischen Lockes System &#8211; dem britischen System, das bis heute existiert &#8211; und dem Amerikanischen System heraus. Der Hauptunterschied ist die Herrschaft des Geldes privater Interessen und die Unterordnung der <em>Realwirtschaft<\/em> unter die <em>Geldinteressen<\/em>. Im britischen System wird ein Wert anhand monet\u00e4rer Gr\u00f6\u00dfen gemessen, die manipuliert werden k\u00f6nnen, so wie man es beim Ende des Bretton-Woods-Systems nach 1971 und in der Zeit vor dem Crash 2008 sah und auch heute wieder sieht; unhaltbare Schulden in den B\u00fcchern von Banken und Finanzinstituten werden zum Nennwert gesch\u00fctzt durch unbegrenzte Geldsch\u00f6pfung und betr\u00fcgerische St\u00fctzungsaktionen wie \u201eQuantitative Lockerung\u201c, negative Zinss\u00e4tze und Tagesgelder, die in die sog. Repo-M\u00e4rkte gepumpt werden.<\/p>\n<p>In dem Internetforum sagte LaRouche, da\u00df im Gegensatz dazu in einer Republik \u201edie Leistung des Geldes an der Realwirtschaft gemessen wird. Wie betreiben wir ein Geldsystem zur F\u00f6rderung von Handel und Investitionen, zur Steigerung der Produktivit\u00e4t und damit zur Erh\u00f6hung der Entwicklungsm\u00f6glichkeiten?\u201c<\/p>\n<p>Auf dieses Thema kam er am 2. M\u00e4rz 2006 in einer Rede in Berlin \u00fcber \u201eDie Dringlichkeit des Amerikanischen Systems heute\u201c zur\u00fcck. Er sagte darin, da\u00df Regierungen, die derzeit wie in den USA und in Europa unter der Europ\u00e4ischen Union auf monet\u00e4ren Systemen basieren, egal ob einem angeblich linken \u201eKeynesianischen\u201c oder einem neoliberalen \u201eFriedmanschen\u201c System, \u201eUntergebene einer Zentralbank sind. Die Zentralbank ist weitgehend eine von privaten finanziellen Interessen beherrschte Sch\u00f6pfung&#8230; Wenn die Regierung nicht sehr m\u00e4chtig ist und viel Unterst\u00fctzung hat, wird die Regierung von ihr beherrscht.\u201c Er fuhr fort, das britische System verbinde heute diese private Kontrolle \u00fcber die Geldpolitik mit der sog.\u201eGlobalisierung\u201c, die die Politik der Regierungen im transatlantischen Raum bestimmt.<\/p>\n<p>\u201eDas bedeutet, da\u00df wir in Bezug auf die Wirtschaft zu einer eurasischen Orientierung f\u00fcr Europa kommen m\u00fcssen. Es darf keine Globalisierung geben, Globalisierung ist der Tod. Das ist eine Form des Imperialismus, bei der niemand Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber irgend etwas hat und Gruppen von Bankiers, wie die Lazard Group in Frankreich, die Welt lenken &#8211; und die Welt und die Menschen auf ihr verschlingen. Deshalb braucht man unbedingt souver\u00e4ne Nationalstaaten.\u201c<\/p>\n<p>Lassen wir diese Worte kurz wirken: \u201eMan braucht unbedingt souver\u00e4ne Nationalstaaten.\u201c Nur in einem Land, dessen wahre Geschichte bewu\u00dft verzerrt und derma\u00dfen umgelogen wurde, da\u00df die f\u00fchrenden Politiker John Locke als Mentor unserer Gr\u00fcnderv\u00e4ter loben, konnte die Idee der nationalen Wirtschaftshoheit als \u201erassistische\u201c Doktrin angeprangert werden. Doch genau das behaupten diejenigen, die Pr\u00e4sident Trump angreifen &#8211; in den seltenen F\u00e4llen, wo sie \u00fcberhaupt versuchen, eine Debatte zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Was sie mit ihren verr\u00fcckten Tiraden gegen Trump in Wirklichkeit angreifen, ist die Vorstellung von Amerika, die LaRouche verteidigte, etwa als er in einem Internetforum im Oktober 2005 sagte: \u201eDie Vereinigten Staaten sind das einzige Land, das einzige nationale System, das mit dem Amerikanischen System der politischen \u00d6konomie jemals das britische System mit Erfolg in Frage gestellt hat.\u201c<\/p>\n<p>Die Zukunft der Vereinigten Staaten h\u00e4ngt davon ab, da\u00df wir diese Worte in ihrer ganzen Bedeutung verstehen, damit wir uns heute f\u00fcr LaRouches L\u00f6sung entscheiden k\u00f6nnen, um den Kampf gegen das Empire zu gewinnen, an dessen Spitze die privaten finanziellen Machthaber von der City und der Wall Street stehen. Pr\u00e4sident Trump hat diese Kr\u00e4fte k\u00fcrzlich in der Formulierung von Pr\u00e4sident Eisenhower als \u201eMilit\u00e4risch-Industriellen Komplex\u201c bezeichnet, als er dar\u00fcber sprach, warum er beschlossen hat, mit der Politik der amerikanischen Beteiligung an \u201eendlosen Kriegen\u201c in den letzten zwei Jahrzehnten zu brechen, das ist zwar ein Schritt in diese Richtung, geht aber nicht weit genug.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident sollte &#8211; genauso wie Sie &#8211; \u00fcber die Bedeutung der folgenden Erkl\u00e4rung LaRouches aus einem Internetforum vom 11. November 2009 nachdenken, das er veranstaltete, nachdem klar geworden war, da\u00df die neue Regierung Obama die gescheiterte und katastrophale Politik der Regierung Bush, die zum Crash 2008 gef\u00fchrt hatte, fortsetzen w\u00fcrde. Ich glaube, dieses klare Konzept f\u00fcr die Zukunft ist das, was Roger Stone im Sinn hatte, als er sagte, da\u00df LaRouche eine \u201ewichtige Rolle hinter den Kulissen\u201c bei Trumps Wahlsieg spielte:<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche (Video):<\/em><\/strong> \u201eWomit ich mich in letzter Zeit besch\u00e4ftigt habe, war die Entwicklung einer L\u00f6sung. Die L\u00f6sung &#8211; und es ist die einzige Chance, die Sie haben &#8211; ist ein zuk\u00fcnftiges Vier-M\u00e4chte-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten (mit einer anderen Politik als die aktuelle Regierung), Ru\u00dfland, China, Indien und einigen kleineren L\u00e4ndern, die bereit w\u00e4ren, sich daran zu beteiligen. Damit w\u00e4ren Regierungen der Welt vertreten, die etwa die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung oder mehr ausmachen. Wenn also eine Initiative ergriffen wird mit den Vereinigten Staaten, Ru\u00dfland, China, Indien und anderen L\u00e4ndern; wenn ein B\u00fcndnis dieser vier und anderer L\u00e4nder zustande kommt, dann hat dieses gen\u00fcgend Macht, um das gegenw\u00e4rtige Weltsystem umzust\u00fcrzen und gleichzeitig ein neues einzuf\u00fchren&#8230;<\/p>\n<p>Wenn wir den Mut haben, das System einem Insolvenzverfahren zu unterziehen, kann diese Nation \u00fcberleben. Sie wird unter der Bedingung \u00fcberleben, da\u00df wir ein B\u00fcndnis schlie\u00dfen, um die Macht des Britischen Empire und der britischen Interessen international zu brechen. Das bedeutet, eine Partnerschaft mit Ru\u00dfland, China, Indien und anderen L\u00e4ndern einzugehen, um das gegenw\u00e4rtige Weltw\u00e4hrungssystem abzuschaffen und zu einem Kreditsystem zu wechseln. Das ist das System, f\u00fcr das sich die Vereinigten Staaten unter Alexander Hamilton entschieden, noch bevor unsere Verfassung entstand, um die Kriegsschulden der Vereinigten Staaten in den fr\u00fchen 1780er Jahren zu bew\u00e4ltigen; dies wurde dann zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt integraler Bestandteil der Grundlagen unserer Bundesverfassung.<\/p>\n<p>Wenn wir also zu unserem verfassungsm\u00e4\u00dfigen Standard eines Kreditsystems zur\u00fcckkehren und uns mit Ru\u00dfland, China, Indien und anderen L\u00e4ndern zusammenschlie\u00dfen und auch einen Block eines Kreditsystems bilden, haben wir dann &#8211; mit Unterst\u00fctzung anderer Nationen, die nach einer L\u00f6sung suchen &#8211; die Macht, das imperiale System, das monetaristische System, das heute den Planeten regiert, zu beseitigen. Das ist unsere einzige Chance.<\/p>\n<p>Wenn wir dazu nicht den Mut haben, dann haben wir f\u00fcr die Folgen niemanden au\u00dfer uns selbst verantwortlich zu machen. Und genau da stehen wir.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Schlanger: <\/em><\/strong>Heute h\u00e4ngt die Zukunft Amerikas davon ab, da\u00df es sich in Zusammenarbeit mit der Belt &amp; Road-Initiative an dem von LaRouche konzipierten Vierm\u00e4chteabkommen beteiligt. Es ist an der Zeit, da\u00df die USA als Nation ganz zu ihren antiimperialen Wurzeln zur\u00fcckkehren und auf LaRouches L\u00f6sung setzen.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tab-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Panel 4<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Sch\u00f6nheit und klassische Kunst als Berufung der Menschheit: Die kulturelle Seidenstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Panel 4: Sch\u00f6nheit und klassische Kunst als Berufung der Menschheit: Die kulturelle Seidenstra\u00dfe\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JiXGY2eRm5E?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die Notwendigkeit einer klassischen Renaissance f\u00fcr die Jugend<br \/>\n<\/strong><em>Diane Sare, Leiterin des Chor-Projekts des Schiller-Instituts in Manhattan<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Guten Tag. Ich m\u00f6chte Helga danken, da\u00df sie mir die M\u00f6glichkeit gibt, \u00fcber etwas zu sprechen, das mir sehr am Herzen liegt: die Notwendigkeit einer Renaissance der klassischen Kultur. Das ist f\u00fcr alle Generationen dringend, besonders jetzt, weil wir uns in einem Moment des epochalen Wandels befinden, wie Helga bereits sagte. Meine gr\u00f6\u00dfte Bef\u00fcrchtung ist, da\u00df wir nicht das volle Potential dieses Moments erkennen, weil es uns an Dichtern fehlt oder weil wir im Namen des \u201eRealistischen\u201c unseren inneren Dichter unterdr\u00fccken. Wir brauchen K\u00fcnstler und Tr\u00e4umer, die sich das volle Potential f\u00fcr die Menschheit vorstellen k\u00f6nnen, ohne es vorher erlebt zu haben &#8211; wie Alexander Hamilton, die f\u00fcr eine Zuckerplantage in der Karibik die Buchhaltung machte, das schreckliche Leid der Sklaverei sieht, aber eine Vision f\u00fcr eine Regierungsform hat, die die Prinzipien der g\u00f6ttlichen Natur der Menschheit wahrt.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen auch unseren Sinn f\u00fcr Ironie und f\u00fcr Humor wiederfinden. Die sogenannten Nachrichtenmedien sind wirklich \u201eFake News\u201c, und eigentlich ist es noch schlimmer, weil sie jetzt ganz offen von schurkischen Geheimdienstagenten betrieben werden, wie dem ehemaligen CIA-Direktor und Folter-Freund John Brennan, der jetzt ein wichtiger Kommentator bei <em>CNN<\/em> ist (und dessen Bruder \u00fcbrigens meinen Ehemann in New York City Pr\u00fcgel angedroht hat). Josh Campbell, Mitarbeiter von James Comey beim FBI, ist jetzt bei <em>MSNBC<\/em> &#8211; und ich bin sicher, da\u00df es noch viel mehr sind.<\/p>\n<p>Ist es also ein Wunder, da\u00df die Presse verr\u00fcckt spielt, wenn Pr\u00e4sident Trump ank\u00fcndigt, da\u00df er unsere Truppen aus Syrien und Afghanistan abziehen will? Sie erfinden Argumente, warum wir Syrien f\u00fcr immer besetzen und aufspalten sollten, und erkl\u00e4ren der T\u00fcrkei den Krieg, die zuf\u00e4llig \u00fcber viele unserer Atomwaffen verf\u00fcgt. Sie beschuldigen Trump, Krieg zu verursachen, aber es war nicht er, der sich \u00fcber den qualvollen Mord an Gaddafi freute und der sagte: \u201eWelchen Unterschied macht das?\u201c, als die Amerikaner in Bengasi starben.<\/p>\n<p>Viele Leute m\u00f6gen denken, da\u00df Pr\u00e4sident Trump nicht wie ein Dichter aussieht oder redet &#8211; obwohl ich finde, da\u00df manches, was er sagt und tut, eine poetische Qualit\u00e4t hat &#8211; gute, bei\u00dfende Ironie und Humor. Ich bin mir nicht sicher, ob eine weniger aggressive Pers\u00f6nlichkeit den Ansturm der Hy\u00e4nen in den Nachrichtenmedien h\u00e4tte \u00fcberleben k\u00f6nnen und in der Lage w\u00e4re, Zehntausende verzweifelte Amerikaner zusammenzubringen, damit sie wieder wie B\u00fcrger handeln.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, wieviel Spa\u00df Shakespeare an einem Charakter wie Pr\u00e4sident Trump h\u00e4tte, der zusammen mit Putin, Xi und Modi (Staatsm\u00e4nner, die von den Fake News genauso \u201egeliebt\u201c werden) Architekt f\u00fcr ein edles, neues Paradigma f\u00fcr die Menschheit und f\u00fcr eine Welt ohne Krieg werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nun, um eine Renaissance zu erleben, denke ich, mu\u00df man erst fast tot sein &#8211; wie k\u00f6nnte es sonst eine Wiedergeburt geben? Erf\u00fcllen wir hier im Westen dieses Kriterium? Letzte Woche las ich eine schreckliche Geschichte \u00fcber zwei junge M\u00e4nner von 17 und 19 Jahren, die einen 79j\u00e4hrigen Mann die Stra\u00dfe entlang jagten und sich selbst dabei filmten, wie sie auf ihn einschlugen, bis seine Rippen und sein Bein gebrochen waren und er in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht wurde. Vor einigen Monaten wurde ein Gymnasiast in Long Island auf dem B\u00fcrgersteig vor seiner Schule zu Tode gepr\u00fcgelt, w\u00e4hrend 50 andere Sch\u00fcler zusahen und den Vorfall filmten.<\/p>\n<p>Was ist mit uns los?? Unsere Kinder sind zu kaltbl\u00fctigen M\u00f6rdern geworden! Wird diese schreckliche Grausamkeit und Gewalt durch Waffen verursacht? Man kann argumentieren, da\u00df Personen, die sich an solchen Verbrechen beteiligen w\u00fcrden, keine Waffen haben sollten, aber man kann nicht argumentieren, da\u00df die Waffen die Ursache sind, der Streit \u00fcber Waffenbesitz wird daran nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Entmenschlichung des Menschenbildes<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Ich m\u00f6chte Sie an eine Schrift erinnern, die Lyndon LaRouche 1999 nach dem Massaker an der Columbine High School verfa\u00dfte. Sie hie\u00df \u201eStar Wars und Littleton\u201c. Darin behauptet er, da\u00df Kinder systematisch zu Terroristen gemacht werden, und identifiziert zwei Faktoren, die entscheidend sind, wenn man einen M\u00f6rder produzieren will. Er schreibt:<\/p>\n<p>\u201eWenn Sie etwa nur einen kleinen Teil der Star-Wars-Serie sehen, f\u00e4llt das wichtigste epistemologische Thema schon auf den ersten Blick deutlich auf. In diesem Moment mu\u00df man sich nur fragen: ,Sehen diese Kreaturen f\u00fcr mich <em>menschlich<\/em> aus?&#8216; Wie k\u00f6nnte jemand im Ernst behaupten, die Bedeutung dieser Frage zu \u00fcbersehen?<\/p>\n<p>Wie kann man unschuldige Kinder so weit verderben, da\u00df sie psychotische M\u00f6rder werden? Die schnelle Antwort auf diese Frage lautet: Man entmenschlicht das Menschenbild. Die Einzelheiten, wie dies zur Produktion junger ,Nintendo\u2019-Terroristen f\u00fchrt, sind eine kompliziertere Angelegenheit. Dennoch ist es keine \u00fcbertriebene Vereinfachung zu sagen, da\u00df sobald dieser erste Schritt der Entmenschlichung des Menschenbildes vollbracht ist, die axiomatische Grundlage daf\u00fcr geschaffen ist, aus dem Krieg und dem T\u00f6ten nur noch ein kindisches Spiel zu machen, das nach der Auffassung eines kindlichen Geistes \u00fcber die Bedeutung der Einhaltung der Regeln gespielt wird.\u201c<\/p>\n<p>Man verwischt also bewu\u00dft den Unterschied zwischen Mensch und Tier, und dann erlegt man der Gesellschaft ein willk\u00fcrliches Regelwerk von Verhaltensregeln auf, bei denen das grundlegendste Prinzip des Universums nicht ber\u00fccksichtigt wird, n\u00e4mlich das Prinzip der Ver\u00e4nderung, und vor allem die einzigartige F\u00e4higkeit des Menschen, seine Gattung und sogar seine pers\u00f6nliche Identit\u00e4t zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wir stie\u00dfen auf dieses Problem im Zusammenhang mit dem \u201eGesetz zum Schutz von Eigenheimbesitzern und Banken\u201c, das Lyndon LaRouche 2007 entwarf, um einen Bankenzusammenbruch zu stoppen und zu verhindern, da\u00df Millionen Amerikaner ihre Eigenheime verlieren und auf die Stra\u00dfe geworfen werden. Das gr\u00f6\u00dfte Argument dagegen war immer: \u201eWarum sollten wir die Leute sch\u00fctzen? Sie haben doch die Hypothek unterschrieben!\u201c Willk\u00fcrliches Recht sollte gelten &#8211; die Tatsache, da\u00df die Banken vors\u00e4tzlichen Betrug begangen hatten, um ahnungslose \u00e4ltere oder arme Menschen abzuzocken, wurde nicht als ausreichender Grund angesehen, um die vertragliche Vereinbarung aufzuheben.<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df die systematische Entlassung der psychisch Kranken aus den Kliniken, die ab den 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten stattfand, uns dazu bringen sollte, die Armen nicht mehr als vollwertige Menschen zu betrachten. \u201eDie sind verr\u00fcckt\u201c &#8211; und viele waren es tats\u00e4chlich. Wenn man heute das Wort \u201eObdachlose\u201c h\u00f6rt, denken viele, das sei gleichbedeutend mit \u201eVerr\u00fcckte\u201c? Irgendwie soll das rechtfertigen, da\u00df wir diese Menschen auf der Stra\u00dfe sich selbst \u00fcberlassen, bis sie an K\u00e4lte oder Krankheit sterben oder Gewaltverbrechen gegen andere begehen.<\/p>\n<p>Die Gef\u00e4ngnisse in den Vereinigten Staaten sind voll von Menschen, die psychisch krank sind, und viele von ihnen werden nicht behandelt. Auch hier kann man die Rechte der Gefangenen einfach ignorieren, denn es sind ja \u201eb\u00f6se Menschen\u201c oder \u201eVerr\u00fcckte\u201c. Es kann einem egal sein, da\u00df Menschen in den Vereinigten Staaten jahrelang im Gef\u00e4ngnis festgehalten werden k\u00f6nnen, bevor ihr Proze\u00df stattfindet, weil sie zu arm sind, um sich die Kaution zu leisten. Im vergangenen Winter w\u00e4hrend des sogenannten \u201eArktiseinbruchs\u201c mit Temperaturen von minus 5 und 10 Grad Celsius hatte das Gef\u00e4ngnis in Brooklyn eine Woche lang keine Heizung!<\/p>\n<p>Von da aus ist es nicht schwer, die gleiche Geringsch\u00e4tzung auch auf Fl\u00fcchtlinge, Arme, Behinderte usw. auszuweiten.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Der Mensch als kreatives Wesen<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Aber was ist die wahre Natur des Menschen? Dies ist der Bereich, in dem LaRouche den Durchbruch in Bezug auf den Zusammenhang zwischen menschlicher Kreativit\u00e4t und physischer Wirtschaft erzielt hat. Und es gibt hier ein Paradox &#8211; Einstein hat dar\u00fcber ein entz\u00fcckendes kurzes Papier geschrieben -, denn eine bahnbrechende Entdeckung geschieht im Kopf eines einzelnen Individuums. Es handelt sich nicht um einen kollektiven Akt. Aber der einzelne w\u00e4re nie in der Lage, diesen Durchbruch zu schaffen, ohne alle die Vorteile, die er davon hat, Teil einer menschlichen Gesellschaft zu sein. Zudem ist die Entdeckung nur so lange von Wert, wie die Gesellschaft f\u00e4hig ist, sie aufzunehmen. Das war der Durchbruch der Amerikanischen Revolution und unserer Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung, die das Recht auf \u201eLeben, Freiheit und Streben nach Gl\u00fcck\u201c bekr\u00e4ftigte. Die Regierung existiert, um die M\u00f6glichkeit der individuellen Kreativit\u00e4t zu sch\u00fctzen, die wiederum von der Gesellschaft als ganzes aufgenommen werden kann.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir von den Menschen \u201everlangen\u201c, da\u00df sie kreativ sind? Nun, h\u00f6ren wir uns LaRouche zu dieser Frage an. Das folgende stammt aus einer Rede, die er kurz nach seiner Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnis im Mai 1994 auf der Gr\u00fcndungskonferenz einer \u201eBewegung f\u00fcr ein nationales Musikkonservatorium\u201c gehalten hat.<\/p>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche (Video): <\/em><\/strong>\u201eWir haben jetzt in diesem Land und auf der ganzen Welt Unterdr\u00fcckung. Aber die schlimmste Unterdr\u00fcckung ist die Unterdr\u00fcckung der Seele. Das ist schlimmer als Mittelm\u00e4\u00dfigkeit: die Zerst\u00f6rung des Pers\u00f6nlichkeitsgef\u00fchls, die Zerst\u00f6rung der Konzentrationsf\u00e4higkeit, die Zerst\u00f6rung der Erkenntnis, da\u00df das eigene Selbst nach dem Bilde Gottes geschaffen ist.<\/p>\n<p>Die Unf\u00e4higkeit, die eigene Kreativit\u00e4t zu erkennen. Die Unf\u00e4higkeit, die Erfahrung der Entdeckung eines gro\u00dfen Entdeckers der Vergangenheit, sei es auch nur des Satzes des Pythagoras oder so etwas, nachzuerleben &#8211; wo das Kind, indem es wei\u00df, da\u00df es die Erfahrung der Entdeckung eines gro\u00dfen Entdeckers repliziert hat, nun wei\u00df: ,Auch ich habe diese Kraft der Kreativit\u00e4t in mir.\u2019 Und wenn das Kind das in einer Reihe von F\u00e4llen tut, sagt sich das Kind: ,Ich habe diese sch\u00f6pferische Kraft, die ich mit Gott dem Sch\u00f6pfer verbinde! Ich bin Ebenbild Gottes! Es ist wahr, Moses hat Recht. Ich bin im Ebenbild Gottes geschaffen &#8211; und allen anderen auch.\u2019<\/p>\n<p>Und dann will das Kind das feiern. Und wie k\u00f6nnte man es besser feiern als mit einem Gedicht? Und welches Gedicht w\u00e4re besser als eines, das angemessen gesungen wird?<\/p>\n<p>Und wir brauchen Musik. Sie ist ein Teil unseres Geistes. Sie liegt unserer Kreativit\u00e4t ganz nahe.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Diane Sare: <\/em><\/strong>Es gibt eine Legende, die heute allzu weit verbreitet ist, wonach Kreativit\u00e4t unbegreiflich ist, von Launen abh\u00e4ngig, und sich nicht bei Bedarf heraufbeschw\u00f6ren l\u00e4\u00dft. Bach, Haydn, Einstein, Kepler und alle anderen wahren Genies, auch Lyndon LaRouche, w\u00fcrden nat\u00fcrlich alle vehement gegen eine solche Vorstellung protestieren &#8211; ihr unglaublich produktives Leben ist der Beweis. Aber die popul\u00e4re Meinung ist, da\u00df wir darauf warten m\u00fcssen, bis wir zu irgendeinem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt eine Inspiration haben oder vielleicht eine minimale Dosis einer starken psychotropen Droge nehmen.<\/p>\n<p>Aber was <em>ist<\/em> dann Kreativit\u00e4t? Ist es \u201eInnovation\u201c? Wie mi\u00dft man das? Wie mi\u00dft man, ob etwas gut f\u00fcr die Menschheit ist? Dies ist der Bereich, in dem LaRouche die Entdeckungen zum Zusammenhang zwischen Kreativit\u00e4t und physischer Wirtschaft gemacht hat: da\u00df man die potentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte erh\u00f6hen kann, da\u00df mehr Menschen auf einer gegebenen Landfl\u00e4che l\u00e4nger und gl\u00fccklicher leben k\u00f6nnen, und da\u00df dieses Wachstum \u00fcber die zu Generationen anh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Denken Sie an Pr\u00e4sident Kennedys Apollo-Mission. Das war nicht nur ein Wettbewerb, auch wenn der Sputnik-Schock der erste Ansto\u00df gewesen sein mag. \u201eErfolgreich auf dem Mond zu landen und sicher zur Erde zur\u00fcckzukehren\u201c, erforderte vom amerikanischen Volk eine umfassende Mobilisierung von vielen Tausenden und den Einsatz der besten K\u00f6pfe f\u00fcr diese Mission. Als die Amerikaner sich der Herausforderung stellten, war der Effekt ansteckend &#8211; das ist Optimismus immer. Ziele im Dienst der Menschheit zu erreichen, die wenige Jahrzehnte zuvor unm\u00f6glich schienen, weckt den Wunsch nach immer mehr. Es ist kein Zufall, da\u00df zu der Zeit, als wir dieses k\u00fchne Unternehmen wagten, die B\u00fcrgerrechtsbewegung an St\u00e4rke gewann, da\u00df afrikanische Nationen beschlossen, da\u00df sie ihre Souver\u00e4nit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit sichern konnten, und da\u00df das Peace Corps gegr\u00fcndet wurde &#8211; wir waren \u00fcberzeugt, da\u00df Armut \u00fcberwunden werden kann. Die Liebe zur Menschheit, wie Martin Luther King als Sch\u00fcler von Mahatma Gandhi und Christus zeigt, galt nicht als etwas f\u00fcr naive, unverbesserliche Optimisten, sondern als eine Kraft des Naturrechts.<\/p>\n<p>Dieses hochinspirierte Menschenbild war zuviel f\u00fcr die Zeusse dieser Welt &#8211; das Britische Empire -, und es begann ein gewaltiger Ansturm, um die amerikanische Kultur vom Optimismus in Verzweiflung umzukehren.<\/p>\n<p>Das war keine Kleinigkeit: die Kubakrise, die Morde an den Kennedys, King und Malcom X, der Vietnamkrieg, MK-Ultra mit Drogen an den Hochschulen, die Einf\u00fchrung des \u00f6kologische \u201eTags der Erde\u201c, die Finanzierung der Beatles &#8211; 1972, als das letzte Mal ein Mensch auf dem Mond war, ein Jahr, nachdem Nixon den Dollar vom Gold abgekoppelt hatte, war Amerika nur noch ein buntes Chaos von erwachsenen Blumenkindern und Gruppenzw\u00e4ngen, wo jeder bereit war, f\u00fcr sich selbst alles zu tun: Vergn\u00fcgen suchen und Schmerz vermeiden. Die Menschen waren bereit, ihre eigenen Eltern und Kinder zu verkaufen, nur um voranzukommen.<\/p>\n<p>Doch da es gl\u00fccklicherweise in der Natur des Menschen liegt, das Gute und das Sch\u00f6ne zu lieben, konnte Lyndon LaRouche trotz all der H\u00e4\u00dflichkeit und Zerst\u00f6rung eine kleine, aber einflu\u00dfreiche Organisation aufbauen und rekrutieren &#8211; von der Sie bei diesem Treffen hier einen Teil sehen. Und Sie sehen, wie sie in den Vereinigten Staaten wieder w\u00e4chst. Pr\u00e4sident Trump ist ein Optimist, weil er ein K\u00e4mpfer ist, und das inspiriert auch eine gewisse Qualit\u00e4t des Kampfes im amerikanischen Volk, aber es gibt noch mehr. H\u00f6ren Sie, was LaRouche an seinem 75. Geburtstag sagte:<\/p>\n<p><strong><em>Lyndon LaRouche:<\/em><\/strong> \u201eWir sind an dem Punkt, an dem die Menschen wissen wollen, was sie tun sollen. Aber es ist sehr schwer, in Form von linearen Anweisungen zu erkl\u00e4ren, was zu tun ist. Nat\u00fcrlich wissen Sie, da\u00df Lyndon und Helga Zepp-LaRouche Programme f\u00fcr jeden Winkel der Erde entworfen haben, bis hin zur ersten Kolonie auf dem Mars. Aber wenn die Menschen nicht kreativ denken k\u00f6nnen, wird nichts davon funktionieren. Wir sind keine Maschinen.\u201c<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Das Chorprojekt in New York<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Diane Sare: <\/em><\/strong>Die Musik ist daf\u00fcr entscheidend. Als er Anfang dieses Jahrtausends seine zweite Jugendbewegung rekrutierte, setzte sich LaRouche daf\u00fcr ein, Ch\u00f6re zu gr\u00fcnden, und entwickelte im Gespr\u00e4ch mit John Sigerson eine P\u00e4dagogik mit Bachs Motette <em>Jesu meine Freude<\/em> im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Meine beiden Kolleginnen dieser Runde haben wesentliche Beitr\u00e4ge zu diesem Proze\u00df geleistet, und ich denke, sie werden Ihnen gleich dar\u00fcber berichten. Antonella Banaudi hat ihr Wissen \u00fcber den italienischen Belcanto in unsere Bostoner Musikgruppe eingebracht, die besonders an Bach arbeitete, und Elvira Green brachte uns zusammen mit unserer hochverehrten, verstorbenen Sylvia Lee das Wissen und die Geschichte der Spirituals &#8211; und vieles mehr, aber die Spirituals sind enorm wichtig, um jeden zu erheben, der Unterdr\u00fcckung erlitten hat.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich haben wir im Rahmen von LaRouches Initiative, 2014 nach Manhattan &#8211; dem Zentrum der Vereinigten Staaten in der Tradition Alexander Hamiltons und der Verfassung &#8211; zur\u00fcckzukehren, einen Chor gegr\u00fcndet, der f\u00fcr das Organisieren des gesamten Umfelds entscheidend geworden ist. Er hat Ableger in New Jersey, Brooklyn, Queens und Manhattan, und wenn wir uns treffen, sind wir zwischen 80 und 140 S\u00e4ngern &#8211; und noch mehr, wenn unsere Ch\u00f6re aus Virginia und Boston mitmachen.<\/p>\n<p>LaRouche schlug vor, wir sollten 1500 S\u00e4nger versammeln, daran arbeiten wir immer noch. Ich denke, jeder, der Lyn kannte, wurde zumindest gelegentlich durch seine Zukunftsvisionen stark herausgefordert!<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rte dazu, der Zweck dieses Chores sei nicht nur der Einflu\u00df auf das sogenannte Publikum &#8211; und manchmal sind jetzt mehr als ein Drittel unseres Publikums Menschen, die irgendwann im Chor gesungen haben, faktisch ist es also wie ein erweiterter Chor von Hunderten -, aber er sprach auch oft \u00fcber die \u201ePlatzierung der Stimme\u201c, was er sowohl w\u00f6rtlich als auch metaphorisch meinte. Nat\u00fcrlich singen und spielen wir immer in der Verdi-Stimmung von a\u2019 = ca. 430 Hz, und wir streben und k\u00e4mpfen darum, den Belcanto-Stimmsitz zu erreichen, um sch\u00f6n und nat\u00fcrlich singen zu k\u00f6nnen. Aber noch wichtiger ist die Platzierung als eine Frage des Geistes &#8211; die Vorstellung, da\u00df wir alle am Wahren und Sch\u00f6nen teilhaben k\u00f6nnen. Und Lyn wu\u00dfte das. Er sprach dar\u00fcber, wie der Chor funktionieren w\u00fcrde, indem die kompetenten, ausgebildeten S\u00e4nger die F\u00fchrung \u00fcbernehmen, und in den neuen S\u00e4ngern Vertrauen entwickeln, die in einer Gruppe mit den St\u00e4rkeren singen. Unsere Amateurs\u00e4nger sind nach einem Konzert stets ganz erstaunt und \u00fcberw\u00e4ltigt, weil sie in ihrem Inneren sp\u00fcren, da\u00df sie ein Teil einer universeller Sch\u00f6nheit waren, die sie alleine nicht h\u00e4tten produzieren k\u00f6nnen, worin aber ihre scheinbar kleine Rolle, ihre kleine &#8211; aber gut platzierte &#8211; Stimme unerl\u00e4\u00dflich war.<\/p>\n<p>Daher m\u00f6chte ich mit einem kurzen Video mit Schlaglichtern unseres Fortschritts schlie\u00dfen: vom ersten \u00f6ffentlichen Singen &#8211; als eine Jury einen Polizisten nicht anklagte, der einen Schwarzen erschlagen hatte, weil der Zigaretten verkaufte, und als am Tag unseres Konzerts zwei Polizisten erschossen wurden -, bis hin zu unserer Gedenkveranstaltung bei sibirischem Wetter f\u00fcr das russische Alexandrow-Ensemble, das am Weihnachtstag 2016 bei einem Flugzeugabsturz im Schwarzen Meer ums Leben kam, und unseren j\u00fcngsten Konzerten in diesem Jahr.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Sie sehen, wir haben schon viel erreicht, aber wir brauchen immer noch etwa tausend weitere S\u00e4nger. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p>Auftritte des New Yorker Chores des Schiller-Instituts<\/p>\n<p>&#8230; im September 2016 anl\u00e4\u00dflich des 15. Jahrestags der Anschl\u00e4ge des 11. September &#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57206\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Manhattan_11-9-2016-300x169.jpg\" alt=\"Manhattan_11-9-2016\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Manhattan_11-9-2016-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Manhattan_11-9-2016-768x431.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Manhattan_11-9-2016-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Manhattan_11-9-2016.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&#8230; im Januar 2017 am Teardrop-Memorial in Bayonne\/New Jersey zum Gedenken an das russische Alexandrow-Ensemble, dessen Mitglieder am Weihnachtstag 2016 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren &#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57196\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Bayonne-Alexandrow-2017-300x169.jpg\" alt=\"Bayonne-Alexandrow-2017\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Bayonne-Alexandrow-2017-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Bayonne-Alexandrow-2017-768x433.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Bayonne-Alexandrow-2017-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Bayonne-Alexandrow-2017.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&#8230; und im November 2018 anl\u00e4\u00dflich des Geburtstags des Dichters Friedrich Schiller.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57216\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Schiller-Birthday-2018-300x169.jpg\" alt=\"Schiller-Birthday-2018\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Schiller-Birthday-2018-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Schiller-Birthday-2018-768x433.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Schiller-Birthday-2018-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Schiller-Birthday-2018.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>LaRouche und die Einheit von Kunst und Wissenschaft<br \/>\n<\/strong><em>Antonella Banaudi, Sopranistin und Gesangslehrerin, arbeitete mit dem Schiller-Institut in verschiedenen Projekten zur Verdi-Stimmung und Opern-Meisterklassen zusammen<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Liebe Helga [Zepp-LaRouche], liebe Freunde des Schiller-Instituts und des LaRouche PAC, vielen Dank f\u00fcr diese kostbare Zeit, in der ich versuchen werde, einen Eindruck von der Bedeutung von Lyndons Handeln f\u00fcr das Wohl und den Fortschritt der Menschheit zu vermitteln.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich gleich anfangen.<\/p>\n<p>1737 gr\u00fcndete Lorenz Mizler, ein Sch\u00fcler von J.S. Bach, in Leipzig einen halbgeheimen Verein der Musikwissenschaften. Um zugelassen zu werden, mu\u00dfte man seine eigene musikalische Komposition mathematischer Natur und ein Portr\u00e4t von sich selbst pr\u00e4sentieren. Mizlers Ziel war es, den Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik aufzuzeigen. Tats\u00e4chlich lautete das Motto der Gesellschaft: \u201eMusik ist der Klang der Mathematik\u201c, \u00e4hnlich wie wenn man sagt, das Wort ist der Klang der Poesie oder Mathematik ist die Sprache der Physik und der Wissenschaft.<\/p>\n<p>Das Ziel der Gesellschaft war es, die Musik zu ihrem pythagor\u00e4ischen Ursprung zur\u00fcckzuf\u00fchren, deshalb nahm auch Georg Friedrich H\u00e4ndel daran teil. Bach trat 1747 offiziell in den Verein ein, seine Kunst der Fuge und seine Goldberg-Variationen sind ein brillanter Ausdruck von Musik nach den Prinzipien der geometrischen und arithmetischen Symmetrie, ebenso wie Kompositionen von Mozart, Beethoven, Schubert bis Strawinsky.<\/p>\n<p>Diese Symmetrien \u00e4hneln denen des Goldenen Schnitts, dessen h\u00f6chster Ausdruck der Kanon ist. Eine andere Art von Kanon ist der von Vitruv, den Leonardo in seiner Zeichnung \u201eDer vitruvianische Mensch\u201c, einem Kondensat mathematischer und harmonischer Erkenntnisse \u00fcber den menschlichen K\u00f6rper, brillant illustrierte. Leonardo untersuchte auch die Phyllotaxis, die nach den Prinzipien der Goldenen Proportion verl\u00e4uft, welche durch die irrationale Zahl 0,618 ausgedr\u00fcckt wird, die immer als Verk\u00f6rperung des universellen Gesetzes der Harmonie galt. Das Verh\u00e4ltnis des Goldenen Schnitts oder der Goldenen Proportion wird in der goldenen Spirale ausgedr\u00fcckt, die unsere Geh\u00f6rschnecke formt. Diese sendet dann spiralf\u00f6rmige Signale an unser Gehirn und unseren Geist, indem sie einer nat\u00fcrlichen Struktur folgt und diese wiederum formt, wodurch wir die \u201egoldene Sprache\u201c, die sch\u00f6ne Proportion, unbewu\u00dft erkennen, wenn wir ihr in der Kunst begegnen. Das gleiche gilt f\u00fcr das Sehen, denn auch die Zapfen im Auge, die die Lichtsignale sammeln, sind eine goldene Spirale.<\/p>\n<p>Ein enger Verwandter des Goldenen Schnitts ist die Fibonacci-Reihe, die Sequenzen im Pflanzen- und Menschenleben ordnet.<\/p>\n<p>Alle Proteine haben f\u00fcnf Seiten, die gem\u00e4\u00df dem Goldenen Schnitt erzeugt werden; sogar die Helix der DNA folgt dem Goldenen Schnitt, ausgedr\u00fcckt durch Fibonacci-Zahlen; einige spektakul\u00e4re Galaxien haben eindeutig die Form einer goldenen Spirale, der Austritt aus einer planetaren Umlaufbahn wird als goldene Spirale berechnet, ebenso wie der Verlauf des Zusammenbruchs eines Sterns und die harmonischen Verh\u00e4ltnisse der pythagoreischen Skala.<\/p>\n<p>Wann immer wir Musik in der goldenen Proportion h\u00f6ren, steht dies im Einklang mit der Biologie und der harmonischen Wahrnehmung. Lyndon LaRouche hat dieses geometrische Verh\u00e4ltnis in seinem grundlegenden <em>Handbuch der Grundlagen der Stimmung und Register<\/em> untersucht.<\/p>\n<p>Er tat dies anhand der menschlichen Stimme, die er nicht nur als das grundlegende Musikinstrument, sondern auch als einen wahrhaft goldenen Lebensproze\u00df definierte. Wir wissen, da\u00df man f\u00fcr gutes Singen ein gebildetes Ohr braucht. Wenn man Gesang studiert, erzieht man die Stimme und das Ohr zusammen, genauso wie wir den Geist zu Proportionen und harmonischer Sch\u00f6nheit erziehen. Eine sch\u00f6ne Stimme ist der Ausdruck eines sch\u00f6nen Ohrs &#8211; so wie eine sch\u00f6ne Komposition das Ergebnis eines sch\u00f6nen Geistes ist, und wenn wir ihm zuh\u00f6ren, sind wir tats\u00e4chlich mit dem sch\u00f6nen Geist verbunden, der ihn geschaffen hat.<\/p>\n<p>LaRouche und das Schiller-Institut haben klar postuliert, wie sehr die Singstimme und der Verstand \u00fcber das Ohr, das nat\u00fcrlicherweise auf dem Goldenen Schnitt basiert, ein Ganzes bilden. Also sollte auch Musik, wenn sie wirklich Ausdruck der Musen und der apollinischen Sch\u00f6nheit sein soll, mit goldenen Verh\u00e4ltnissen zwischen den Tonstufen strukturiert sein. Der <em>goldene Schnitt<\/em> geh\u00f6rt zu dem geheim \u00fcbermittelten Wissen, weshalb es als \u201eheilig\u201c definiert wurde, und LaRouche sagt, da\u00df nichts Geheimnisvolles oder Mystisches daran ist, wenn man sieht, warum der Goldene Schnitt ein absoluter Wert der Lebensprozesse ist.<\/p>\n<p>Als weitere Best\u00e4tigung der Entdeckungen von Fibonacci und Leonardo ver\u00f6ffentlichte Kepler, inspiriert von Platons <em>Timaios<\/em>, 1597 das monumentale <em>Mysterium Cosmographicum<\/em>, welches belegt, da\u00df das Sonnensystem und die Proportionen seiner Planetenbahnen von den f\u00fcnf platonischen K\u00f6rpern und dem Goldenen Schnitt herr\u00fchren, wie die Winkelgeschwindigkeiten der Planeten in ihren elliptischen Bahnen nach den gleichen Verh\u00e4ltnissen wie die grundlegenden musikalischen Intervalle proportioniert sind.<\/p>\n<p>Mit Bezug auf die astronomischen Werte Keplers definierte LaRouche das c\u2019 bei 256 Schwingungen pro Sekunde als \u201eKeplers Intervall im Sonnensystem\u201c. Im Jahr 1800 f\u00fchrte Carl Friedrich Gau\u00df anstelle der von Kepler vorgeschlagenen reinen Kreisbewegung die konische Spiralwirkung ein. Und LaRouche demonstrierte genau diese konische Spiralbewegung in der Stimme des \u201eBelcanto\u201c, das bedeutet \u201esch\u00f6nes Singen\u201c.<\/p>\n<p>Wie es scheint, hat der Physiker Joel Sternheimer, ein leidenschaftlicher Musiker, gezeigt, da\u00df die Elementarteilchen in einer Reihe angeordnet sind, die eng mit der musikalischen Skala auf der Grundlage von c\u2019=256 Hz zusammenh\u00e4ngt. Die Frequenz des Protons betr\u00e4gt 2,26876 x 10<sup>23<\/sup>, dieser Wert entspricht ziemlich genau dem G der 69. Oktave oberhalb von c\u2019=256 Hz. In der Forschung zur biophysikalischen Optik wurde gezeigt, da\u00df die maximale Absorption der elektromagnetischen Strahlung von DNA einem pr\u00e4zisen Wert entspricht, der bei 256,54 in der 42. Oktave \u00fcber dem mittleren c liegt.<\/p>\n<p>Dies sind nur einige Beispiele f\u00fcr j\u00fcngere Entdeckungen, die best\u00e4tigen, wieviel die \u201eunorthodoxen\u201c Physiker \u00fcber die wissenschaftliche Stimmung von a\u2019=432 Hz wu\u00dften, die Stimmung, die der brillante Maestro Verdi w\u00fcnschte, dessen \u00e4sthetischer Geschmack und Wissen auf der Idee der sch\u00f6nen Stimme und Musik beruhten.<\/p>\n<p>Es gibt eine aufschlu\u00dfreiche Definition der Stimme von LaRouche, eine Definition, von der ich schon immer ausging, was zeigt, da\u00df man manchmal etwas wei\u00df, ohne zu wissen, da\u00df man es wei\u00df. Ich fasse sie zusammen: \u201eDie menschliche Stimme ist f\u00fcr den Schall, was der Laser f\u00fcr das Licht ist, sie ist ein akustischer Laser, der durch die Wirkung als ,Einheit\u2019 die maximale Dichte elektromagnetischer Singularit\u00e4ten erzeugt.\u201c<\/p>\n<p>Nun frage ich mich: Ist das der Grund, da\u00df wir, wenn wir eine sch\u00f6ne Stimme h\u00f6ren, das Gef\u00fchl haben, wir h\u00e4tten in unserem Geist die Projektion einer Welt der Farben und Formen, die keiner anderen Rechtfertigung bedarf als der Sch\u00f6nheit?<\/p>\n<p>Mit dem bisher Gesagten habe ich nur ein wenig dazu beigetragen, an Lyndons wissenschaftliches und k\u00fcnstlerisches Engagement zu erinnern, von dem wir alle lernen. F\u00fcr mich ist er ein Meister, ein Maestro im klassischen sokratischen Sinne. Ein Maestro ist jemand, der durch sein Vorbild das, was in anderen verborgen ist, hervorruft und erleuchtet. Ein Maestro ist jemand, der aus seinem Leben ein Kunstwerk macht.<\/p>\n<p>Sein Handeln ist sowohl wissenschaftlich als auch k\u00fcnstlerisch, um Wissen zu suchen und zu vermitteln &#8211; Wissen \u00fcber den Menschen und \u00fcber die Gesetze, die die Welt regieren, Gesetze, denen sich der Mensch anpassen mu\u00df, um eine harmonische, gerechte und gl\u00fcckliche Gesellschaft aufzubauen. Auf dem Giebel des Tempels von Delphi steht: \u201eErkenne dich selbst und du wirst das Universum und die G\u00f6tter kennen\u201c, weil alles den gleichen Gesetzen gehorcht.<\/p>\n<p>Das Wissen wird dann zum <em>Bewu\u00dftsein<\/em><strong>,<\/strong> im Sinne einer ethischen Verpflichtung, die Prinzipien zu verwirklichen, die uns vom Leben von Barbaren unterscheiden, wie Dante uns in der G\u00f6ttlichen Kom\u00f6die im Odysseus-Gesang im Inferno dr\u00e4ngt: \u201eIhr wurdet nicht geschaffen, als Barbaren zu leben, sondern Tugend und Wissen zu folgen.\u201c<\/p>\n<p>Sicher hat mir LaRouche viel mehr gegeben, als ich jemals zur\u00fcckgeben kann. Er entfachte in mir eine Leidenschaft f\u00fcr alle Aspekte der Musik als Wissenschaft, und die sind unz\u00e4hlig und faszinierend &#8211; eine Forschung, die mich st\u00e4ndig bereichern und meine Sicht der Welt ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Meine Erinnerung an LaRouche ist gepr\u00e4gt von Bewunderung, Wertsch\u00e4tzung und Zuneigung, denn jeder, der wei\u00df, wie man den Funken entz\u00fcndet, den seine Fackel im Geist der Menschen entfacht, der wird von einer tiefen Liebe zum Guten der Menschheit beseelt, und Lyndon LaRouche hat ihn in jedem von uns entz\u00fcndet. Deshalb sind wir hier.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Wahre Freiheit durch wahre Kunst:\u00a0<\/strong><strong>der einzigartige Beitrag der Negro Spirituals zur klassischen Bildung in Amerika<br \/>\n<\/strong><em>Elvira Green, Mezzosopran, 30 Jahre Mitglied der Metropolitan Opera, Gr\u00fcnderin der Spiritual Renaissance Singers in Greensboro\/North Carolina<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p><em>Worte von James Weldon Johnson:<\/em><\/p>\n<p>O unbekannte, schwarze Barden l\u00e4ngst vergangner Zeiten,<br \/>\nWie kam es, da\u00df eure Lippen das heilige Feuer ber\u00fchrten?<br \/>\nWie konntet ihr in eurer Finsternis erwerben<br \/>\nDiese Kraft und Sch\u00f6nheit in der S\u00e4nger Leier?<br \/>\nWer hob als erster aus den Fesseln seine Augen?<br \/>\nWer als erster auf der stillen Wacht, lang und einsam,<br \/>\nSp\u00fcrte, da\u00df der alte Glaube der Propheten in seiner<br \/>\nUnterdr\u00fcckten Seele aufstieg und zum Lied sich formt?<\/p>\n<p>Welch\u2019 Sklaven Herz war es, dem entstr\u00f6mte eine Melodie<br \/>\nWie \u201cSteal away to Jesus\u201d? Zu diesem Klang<br \/>\nMu\u00df n\u00e4chtlich frei sein Geist entflogen sein,<br \/>\nAuch wenn er noch um seine H\u00e4nde seine Ketten sp\u00fcrte.<br \/>\nWer h\u00f6rte den gro\u00dfen \u201eJordan rollen\u201c? Wer sah<br \/>\nDen Himmelswagen und sang \u201eSwing Low Sweet Chariot\u201d?<br \/>\nUnd wer war es, der so tr\u00f6stend und melodisch klagte:<br \/>\n\u201eNobody Knows de Trouble I\u2019ve seen\u201c?<\/p>\n<p>Welch lebend Nichts in der Gefangenschaft<br \/>\nKonnte durch die Finsternis zu Gott aufsteigen<br \/>\nUnd fand im abgestumpften Herzen Kraft, zu singen<br \/>\nDiese Lieder voller Trauer, Liebe, Glauben, Hoffnung?<br \/>\nWie fand er jenen feinen Unterton,<br \/>\nDen Ton in der Musik, den unser Ohr nicht h\u00f6rt?<br \/>\nWie blies er jenes scheue, seltne Rohr,<br \/>\nDas zu der Seele spricht, ein Herz zu Tr\u00e4nen r\u00fchrt?<\/p>\n<p>Selbst der gro\u00dfe deutsche Meister in seinem Traum<br \/>\nDer Harmonien, die bei der Sch\u00f6pfung<br \/>\nZwischen Sternen donnern, h\u00f6rte niemals eine Weise,<br \/>\nDie edler war als \u201eGo Down, Moses\u201c. H\u00f6rt<br \/>\nIhren Schall wie einen m\u00e4chtigen Posaunenruf,<br \/>\nDer bringt das Blut in Wallung. Zu solchen Kl\u00e4ngen<br \/>\nStanden Menschen auf zu tapf\u2019ren Taten; solch\u2019 T\u00f6ne halfen<br \/>\nDie Geschichte schreiben, als die Zeit noch jung.<\/p>\n<p>Welch ein unendlich\u2019 Wunder schlummert in dem allen,<br \/>\nDa\u00df aus erzwungner Ruh\u2019 und Sklavenlos<br \/>\nDer Feuergeist des Sehers sollte rufen<br \/>\nDiese Kinder nur der Sonne und des Bodens.<br \/>\nO schwarze Sklavens\u00e4nger, tot, vergessen, nie ger\u00fchmt,<br \/>\nIhr &#8211; Ihr allein aus jener endlos langen Reihe<br \/>\nDerer, die sangen ungelehrt und namenlos<br \/>\nBlicktet auf zum Himmel zu dem G\u00f6ttlichen.<\/p>\n<p>Ihr sanget Taten nicht von K\u00f6nigen und Helden;<br \/>\nNicht Schlachtgesang des blut\u2019gen Krieges, nicht Jubel<br \/>\nZum Triumph der Waffen; nein, ihr zupftet<br \/>\nEure bescheid\u2019nen Saiten in der Harmonie des Himmels.<br \/>\nIhr sangt viel besser, als ihr ahnt; die Lieder,<br \/>\nF\u00fcr hungrig\u2019 Herzen eurer H\u00f6rer nur gedacht,<br \/>\nSie leben ewig weiter &#8211; doch euch geb\u00fchrt noch mehr:<br \/>\nIhr sangt ein Volk von Holz und Stein zu Christus.<\/p>\n<p>\u201eVon wem stammen diese Lieder &#8211; diese Lieder, die unter den Volksliedern der Welt un\u00fcbertroffen sind und unvergleichlich in ihrer r\u00fchrenden Sch\u00f6nheit? Es w\u00e4re eine edle Errungenschaft gewesen, wenn die amerikanischen Siedler mit ihrer gemeinsamen Sprache und ihrem gemeinsamen Erbe, die Freiheit in einem neuen Land suchten und vor der Aufgabe standen, die ungez\u00e4hmte Natur zu erobern, und die von der Hoffnung angetrieben waren, ein Reich aufzubauen, eine mit den Spirituals vergleichbare Volksmusik geschaffen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Im Jahre 1619 landete ein niederl\u00e4ndisches Schiff mit 20 afrikanischen Ureinwohnern in Jamestown, Virginia. Diejenigen, die die Fahrt \u00fcberlebt hatten, wurden sogleich in die Sklaverei verkauft. Hier waren sie, abgeschnitten von der Verankerung in der Kultur ihrer Heimat, zerstreut ohne R\u00fccksicht auf ihre alten Stammesbeziehungen, und mu\u00dften sich auf eine v\u00f6llig fremde Zivilisation einstellen, mu\u00dften eine fremde Sprache lernen und waren zudem einem immer h\u00e4rteren System der Sklaverei unterworfen; doch gerade aus diesen Menschen entsprang diese Masse edler Musik, die Amerikas einzige Volksmusik ist &#8211; der edelste, unverwechselbare k\u00fcnstlerische Beitrag, den Amerika der Welt zu bieten hat.<\/p>\n<p>Die Musik von <em>Go Down Moses, Deep River, Stand Still Jordan, Walk Together Children, Roll Jordan Roll, Ride On King Jesus, <\/em>um einige Beispiele zu nennen, ist immer edel, und die Stimmung der Spirituals ist immer erhaben. Ihre Gedanken folgen stets nur den h\u00f6chsten und reinsten Motiven des Herzens. Alle wahren Spirituals besitzen W\u00fcrde.<\/p>\n<p>Zweifellos haben viele Menschen diese Lieder nur auf Variet\u00e9- oder Theaterb\u00fchnen gesungen geh\u00f6rt und \u00fcber sie laut gelacht, weil sie auf humorvolle Weise pr\u00e4sentiert wurden. Sie hielten sie vielleicht f\u00fcr eine neue Art von Ragtime- oder Minstrel-Songs. Deshalb m\u00fcssen diese Spirituals in ihre primitive W\u00fcrde gekleidet werden, damit man sie richtig wertsch\u00e4tzen und verstehen kann.<\/p>\n<p>Die Spirituals werden ganz \u00fcberwiegend dem Neger als seine eigene, originale Sch\u00f6pfung zugeschrieben, dennoch gibt es Kritiker, die bestreiten, da\u00df sie original sind. Die Meinung dieser Kritiker ist nicht fundiert; sie basiert weder auf wissenschaftlicher oder historischer Forschung, sondern nur auf dem Widerwillen, die Sch\u00f6pfung so viel reiner Sch\u00f6nheit einem Volk zuzusprechen, das sich, wenn es nach ihrem Wunsch geht, auch heute noch absolut minderwertig f\u00fchlen soll.<\/p>\n<p>In seinen Schriften sprach James Weldon Johnson von dem \u201eWunder\u201c des Negro Spirituals, das aus der Musik hervorgehe, die der amerikanische Neger seine Herren singen h\u00f6rte, vor allem religi\u00f6se Musik. Die Neger-Spirituals entstanden nicht aus Verbindlichkeit gegen\u00fcber ihren wei\u00dfen Herren. Die F\u00e4higkeit zur Formulierung der poetischen Zeilen, welche die Titel so vieler Spirituals bilden, beweist die F\u00e4higkeit, diese Lieder zu erschaffen.<\/p>\n<p>Als die Fisk Jubilee Singers ihre Tournee durch England, Schottland und Deutschland machten, allein in Deutschland fast acht Monate lang, wurden ihre Konzerte von den musikalisch kultiviertesten und anspruchsvollsten Menschen sowie der breiten \u00d6ffentlichkeit besucht. Ihre europ\u00e4ischen Konzerte waren sowohl eine k\u00fcnstlerische Sensation als auch ein finanzieller Erfolg f\u00fcr die Fisk University, und keines von beidem w\u00e4re m\u00f6glich gewesen, wenn ihre Lieder nur Imitationen europ\u00e4ischer Volksmusik oder Adaptionen europ\u00e4ischer Lieder gewesen w\u00e4ren.\u201c<\/p>\n<p><em>(Aus dem Vorwort zu James Weldon Johnson, \u201cThe Books of American Negro Spiritual\u201d)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die verstorbene Sylvia Olden Lee, die ber\u00fchmte Repr\u00e4sentantin der Spirituals und Mitglied des Kulturbeirats des Schiller-Instituts, hat einen umfangreichen Katalog von Spirituals in Arrangements von ihr und ihren Zeitgenossen zusammengestellt. Dazu geh\u00f6ren Hall Johnson, Thomas Kerr, Edward Boatner, Margaret Bonds, Undine Smith Moore, John W. Work, um nur einige zu nennen. Sylvia, mit der ich mehrere Jahre zusammenarbeitete, bereiste die Welt als Coach, Musikhistorikerin, Pianistin und Begleiterin vieler renommierter K\u00fcnstler, sowohl S\u00e4nger als auch Instrumentalisten. Ihre Memoiren, <em>The Memoirs of Sylvia Olden Lee, Premier African-American Classical Vocal Coach, <\/em>lesen sich wie ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit Frau Lee.<\/p>\n<p>Einige klassisch ausgebildete Afro-Amerikaner als engagierte Interpreten des Spirituals in unserer Zeit sind, unter anderen: Marian Anderson, William Warfield, Robert McFerrin, George Shirley, Leontyne Price, Kathleen Battle und die k\u00fcrzlich verstorbene Jessye Noman.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich bietet der einzigartige, h\u00f6chst relevante Beitrag der Negro Spirituals zur klassischen Bildung in Amerika auch eine immer gr\u00f6\u00dfere musikalische Chance, weil die heutigen multiethnischen Amerikaner offener daf\u00fcr sind, sich diese musikalische Erfahrung zunutze zu machen, indem sie diese Lieder in ihr Chor- und Solorepertoire aufnehmen.<\/p>\n<p>In diesem Jahr j\u00e4hrt sich zum 100. Mal die Gr\u00fcndung der National Association of Negro Musicians, einer Organisation, die von James Weldon Johnson gegr\u00fcndet wurde, dem Autor des Gedichts, das ich zur Er\u00f6ffnung meiner Ausf\u00fchrungen rezitierte. Diese Organisation wurde nur zwei Monate nach Johnsons Rede auf der Nationalen Konferenz gegen Lynchjustiz vom Mai 1919 gegr\u00fcndet. Diese Konferenz fand in der Carnegie Hall statt.<\/p>\n<p>Ich bin stolz, da\u00df im n\u00e4chsten Monat eine Gruppe von S\u00e4ngern, die der National Association of Negro Musicians angeh\u00f6ren, in derselben Carnegie Hall die B\u00fchne betreten wird, um die \u201eOde an die Freude\u201c in Beethovens Neunter Symphonie zu singen. Johnson kannte und lebte die Lehre der Spirituals &#8211; die Menschenw\u00fcrde ist das Geburtsrecht und der Lebensbereich jeder menschlichen Seele. Das war Beethovens \u00dcberzeugung, und das werden wir feiern. Dennoch:<\/p>\n<p>\u201eSelbst der gro\u00dfe deutsche Meister in seinem Traum<\/p>\n<p>Der Harmonien, die bei der Sch\u00f6pfung<\/p>\n<p>Zwischen Sternen donnern, h\u00f6rte niemals eine Weise,<\/p>\n<p>Die edler war als <em>Go Down, Moses<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Wir haben immer gewu\u00dft, da\u00df man nur durch die Sch\u00f6nheit der Seele zur Freiheit geht. Das ist das Freiheitslied im Herzen eines jeden Negro Spirituals: die Sch\u00f6nheit der menschlichen Seele.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konferenz des Schiller-Instituts zum Gedenken an Lyndon LaRouche (1922-2019) &nbsp; (Das Video ist auf englisch, die deutschen \u00dcbersetzungen werden ver\u00f6ffentlicht, sobald sie verf\u00fcgbar sind) Appell an Pr\u00e4sident Donald Trump: \u201eGeben Sie der Welt Gerechtigkeit, rehabilitieren Sie Lyndon LaRouche!\u201c \u00dcber 300 Teilnehmer aus mehr als 30&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":25,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-56471","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_image_src":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/25"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56471"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65094,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56471\/revisions\/65094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}