{"id":29529,"date":"2015-06-18T18:03:17","date_gmt":"2015-06-18T16:03:17","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/schiller-institute-conference-%e2%80%a2-paris-%e2%80%a2-june-13th-14th-2015-2\/"},"modified":"2015-06-19T11:50:04","modified_gmt":"2015-06-19T09:50:04","slug":"paris-presseerklaerung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/paris-presseerklaerung\/","title":{"rendered":"Internationale Konferenz des Schiller-Instituts Presseerkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2><strong>Internationale Konferenz<\/strong> des Schiller-Instituts<\/h2>\n<p class=\"sub-title\">Wiederaufbau der Welt in der BRICS-\u00c4ra<\/p>\n<\/div>\n<p><em>Die Reden und Beitr\u00e4ge der Konferenz folgen in K\u00fcrze.<\/em><\/p>\n<h2><strong>Presseerkl\u00e4rung<\/strong><\/h2>\n<p>Am 13. und 14. Juni sprachen in Paris hochrangige Vertreter aus drei der f\u00fcnf L\u00e4nder der BRICS-Gruppe (Brasilien, Ru\u00dfland, Indien, China und S\u00fcdafrika) und mit ihr kooperierender Staaten auf einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen internationalen Konferenz des Schiller-Instituts mit dem Titel \u201eWiederaufbau der Welt in der BRICS-\u00c4ra\u201c. Die Konferenz, zu der sich etwa 500 Teilnehmer versammelten, sollte den frischen Wind des Fortschritts, der von den BRICS und ihren Verb\u00fcndeten ausgeht, nach Frankreich und Europa holen und die Europ\u00e4er anregen, sich gegen eine Weltordnung zu erheben, die nichts mehr zu bieten hat au\u00dfer der R\u00fcckkehr zu Imperien, Kriegen aller gegen alle und der systematischen Auspl\u00fcnderung der V\u00f6lker und des \u00f6ffentlichen Besitzes. Die Konferenz wandte sich auch scharf gegen den Malthusianismus, der im Zusammenhang mit dem Schwindel vom \u201emenschengemachten Klimawandel\u201c und der Ende des Jahres in Frankreich geplanten Weltklimakonferenz (COP21) verbreitet wird. Dieser Malthusianismus ist der Todfeind der Entwicklung der BRICS und der ganzen Welt.<\/p>\n<h3>Krieg &#8211; oder Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung<\/h3>\n<p>Helga Zepp-LaRouche, die Gr\u00fcnderin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, er\u00f6ffnete die Konferenz und beschrieb die vor uns liegenden Gefahren: eine Finanzkrise, aus der sehr schnell die Implosion des Finanzsystems folgen kann, wenn die Griechenlandkrise Ende Juni ihren H\u00f6hepunkt erreicht, sowie die wachsende Gefahr eines Krieges, sogar eines thermonuklearen Krieges, gegen Ru\u00dfland und China. Der Ursprung dieser Kriegspolitik im anglo-amerikanischen Lager liege in der neokonservativen Ideologie des \u201eProjekts f\u00fcr ein Neues Amerikanisches Jahrhundert\u201c (Project for a New American Century, PNAC), wonach verhindert werden m\u00fcsse, da\u00df sich irgendeine Macht auf der Welt herausbildet, die die globale Macht der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung des Britischen Empire gef\u00e4hrden kann. In diesem Kontext sprach ihr Ehemann, der amerikanische Staatsmann und \u00d6konom Lyndon LaRouche, per Video zu der Konferenz und unterst\u00fctzte den Protest der fr\u00fcheren Bundeskanzler Helmut Schmidt und Gerhard Schr\u00f6der sowie des amtierenden Au\u00dfenministers Frank-Walter Steinmeier gegen die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin nicht zum j\u00fcngsten G-7-Gipfel einzuladen. Aber Zepp-LaRouche beschrieb auch optimistisch die BRICS und das von Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping und der Eurasischen Union vorangetriebene Projekt der Neuen Seidenstra\u00dfe als Alternative zu diesen Gefahren. Das Schiller-Institut arbeite schon seit mehr als 25 Jahren am Aufbau dieser Alternative, seit es diese nach dem Fall der Berliner Mauer erstmals vorgeschlagen hatte: eine internationale Friedensordnung f\u00fcr das 21. Jahrhundert auf der Grundlage des Aufbaus von Infrastrukturkorridoren durch ganz Eurasien.<\/p>\n<h3>Ru\u00dfland, China und Indien<\/h3>\n<p>Vertreter aus Ru\u00dfland, China und Indien vermittelten den Konferenzteilnehmern eine greifbare Vorstellung einer \u201epolyzentrischen\u201c Welt, dem Embryo der neuen, gerechteren Weltwirtschaftsordnung, die die BRICS fordern und die jetzt in atemberaubendem Tempo entsteht. Der iranische Botschafter in Frankreich, Seine Exzellenz Ali Ahani, \u00fcbermittelte eine Botschaft, in der er andeutete, da\u00df die Islamische Republik Iran \u201ezu einer Kooperation mit den BRICS-Staaten willens und bereit ist und ihre Hilfe und Unterst\u00fctzung bei der L\u00f6sung der regionalen und weltweiten Probleme anbietet\u201c. Seit April hat Ru\u00dfland die turnusm\u00e4\u00dfige Pr\u00e4sidentschaft der BRICS inne, und Leonid Kadyschew, Botschaftsrat an der russischen Botschaft in Paris, beschrieb die Priorit\u00e4ten, die die russische Pr\u00e4sidentschaft beim bevorstehenden Gipfeltreffen der BRICS am 9. und 10. Juli in Ufa verk\u00fcnden wird. Noch vor diesem Gipfel werden die Neue Entwicklungsbank (NDB) und das Notfall-Reserve- Arrangement (CRA), die beim BRICS-Gipfel 2014 im brasilianischen Fortaleza beschlossen wurden, auf den Weg gebracht sein, berichtete Kadyschew, der Ratifizierungsproze\u00df schreite sehr gut voran. Dann sollte ein Fahrplan beschlossen werden, der konkrete Investitionen in Infrastrukturprojekte und eine neue Achse der Zusammenarbeit in Bereichen wie Bergbau, Energie und Kommunikation definiert. Professor Shi Ze vom China Institute of International Studies (CIIS) beschrieb dann die Kombination von Zielen, die China mit der Neuen Seidenstra\u00dfe verfolgt: Abbau des internen wirtschaftlichen Ungleichgewichts zwischen den \u00f6stlichen und den westlichen Regionen Chinas und Verbesserung des Au\u00dfenhandels mit den westlichen Nachbarn (Zentralasien, Indien und Ru\u00dfland), die zur Deckung von Chinas gewaltigem Energiebedarf f\u00fcr seine Entwicklung beitragen k\u00f6nnen. Aber wie Prof. Shi betonte, ist die Strategie \u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c, auch ein Beitrag Chinas zur Welt in der konfuzianischen Tradition, da die Entwicklung des eurasischen Kontinents eine \u201eneue Wachstumslokomotive f\u00fcr die Welt\u201c schaffen und Frieden und Sicherheit weltweit f\u00f6rdern werde. Dem folgte ein sehr wichtiger Beitrag des indischen Botschafters H.H.S. Viswanathan, Senior Fellow der Observer Research Foundation und Koordinator f\u00fcr alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit den BRICS. Er verurteilte den \u201ev\u00f6llig anachronistischen Charakter\u201c des Weltw\u00e4hrungsfonds (IWF), der Weltbank und des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen angesichts der Tatsache, da\u00df die BRICS 25% des Weltwirtschaftsprodukts stellen, aber nur \u00fcber 11% der Stimmrechte im IWF verf\u00fcgen. Daher h\u00e4tten die BRICS, nachdem sie als Gruppe anfangs die vorhandene Weltordnung verbessern wollten, nun beschlossen, selbst die Agenda der aktuellen Weltordnung zu bestimmen. Die Gr\u00fcndung der NDB und des CRA best\u00e4tige das, das sie als die ersten globalen Institutionen seit 200 Jahren ohne Beteiligung des Westens gegr\u00fcndet wurden. Der BRICS stehe eine gl\u00e4nzende Zukunft bevor, sagte Botschafter Viswanathan, erinnerte aber daran, da\u00df die Gruppe \u201ein Arbeit und kein Endprodukt\u201c sei. An dem zweit\u00e4gigen, intensiven Austausch beteiligten sich mehrere hundert Franzosen und Delegationen aus Deutschland, D\u00e4nemark, Schweden, Spanien, Italien, Australien, Polen, Rum\u00e4nien, Ru\u00dfland, China, Peru sowie weiteren Staaten. Die Versammelten erkannten, da\u00df dies nicht \u201eeine Konferenz von vielen\u201c war, sondern da\u00df sie selbst Teil eines internationalen Kampfes f\u00fcr ihr eigenes \u00dcberleben und das der ganzen Menschheit sind, und sie beschlossen daher, ihr Schicksal aktiv selbst mitzugestalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationale Konferenz des Schiller-Instituts Wiederaufbau der Welt in der BRICS-\u00c4ra Die Reden und Beitr\u00e4ge der Konferenz folgen in K\u00fcrze. Presseerkl\u00e4rung Am 13. und 14. 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