{"id":24659,"date":"2015-02-02T15:00:55","date_gmt":"2015-02-02T14:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?page_id=24659"},"modified":"2015-02-02T15:00:55","modified_gmt":"2015-02-02T14:00:55","slug":"internationale-konference-in-new-york-17-januar-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/internationale-konference-in-new-york-17-januar-2015\/","title":{"rendered":"Internationale Konference in New York 17. Januar 2015"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"embedly-embed\" src=\"\/\/cdn.embedly.com\/widgets\/media.html?url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DivoERRNPc5E&#038;src=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fembed%2FivoERRNPc5E%3Ffeature%3Doembed&#038;image=http%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FivoERRNPc5E%2Fhqdefault.jpg&#038;type=text%2Fhtml&#038;schema=youtube\" width=\"854\" height=\"480\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p class=\"western\"><em><strong>(auf Englisch)<\/strong><\/em><\/p>\n<p class=\"western\">\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<p class=\"western\">Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende der B\u00fcrgerrechtsbewegung Solidarit\u00e4t und des internationalen Schiller-Instituts, er\u00f6ffnete am 17. Januar eine Konferenz des Instituts in der Riverside Church in New York City mit dem folgenden \u00dcberblick \u00fcber die derzeitige Weltlage.<\/p>\n<p class=\"western\">\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Helga Zepp-LaRouche: Wir m\u00fcssen den Kurs der USA und Europas \u00e4ndern!<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p class=\"western\">Ich bin hier, um \u00fcber eine gro\u00dfartige Vision einer Welt ohne Krieg und Terrorismus zu sprechen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun, das klingt an diesem Zeitpunkt, da wir am Rande des Dritten Weltkriegs stehen, wie eine recht unwahrscheinliche Vorstellung. Selbst Gorbatschow hat das k\u00fcrzlich sehr klar ausgesprochen, und auch viele andere sehen die Gefahr. Und die Welt wird derzeit von einer Welle des Terrorismus zerrissen, bei der es auch nicht einfach ist, sich vorzustellen, wie wir uns aus dieser barbarischen Tendenz wieder befreien k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber wir k\u00f6nnen es schaffen. Das Potential, die Welt wieder in Ordnung zu bringen, existiert. Es existiert in Form des Beginns einer neuen Weltwirtschaftsordnung, die seit anderthalb Jahren von den BRICS-Staaten, den CELAC-Staaten in Lateinamerika und einigen asiatischen und afrikanischen L\u00e4ndern aufgebaut wird. Aber damit diese Vision wirklich zu einer realistischen Perspektive f\u00fcr die Zukunft werden kann, ist es absolut unverzichtbar, da\u00df wir den Kurs insbesondere der Vereinigten Staaten und Europas \u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"western\">Denn dies geht nur, wenn sich die Vereinigten Staaten den BRICS-L\u00e4ndern anschlie\u00dfen und China, Indien und die \u00fcbrigen BRICS-Nationen nicht als geopolitische Bedrohung ihrer oder unserer geopolitischen Interessen betrachten. Es mu\u00df absolut klar sein, da\u00df Krieg im Zeitalter thermonuklearer Waffen kein Mittel zur L\u00f6sung von Konflikten mehr sein kann &#8211; es sei denn, man will Selbstmord ver\u00fcben.<\/p>\n<p class=\"western\">Krieg und Terrorismus sind die beiden b\u00f6sen Zwillinge unserer Zeit, die sich in einer inzestu\u00f6sen Verbindung fortpflanzen. Es gibt Terrorismus. Dann gibt es den Krieg gegen den Terrorismus, der weitere Terroristen erzeugt, was wiederum die Notwendigkeit weiterer Kriege schafft. Dann haben wir noch mehr Terrorismus &#8211; und so geht es weiter, bis ein Dritter Weltkrieg droht.<\/p>\n<p class=\"western\">Man sollte verstehen, da\u00df Krieg und Terrorismus &#8211; wahrscheinlich schon immer, aber speziell in unserer jetzigen Zeit &#8211; Werkzeuge eines imperialen Systems sind, das den Abstand zwischen arm und reich in einer v\u00f6llig wahnsinnigen, perversen Art und Weise vergr\u00f6\u00dfert hat; ein System, das eine Lage geschaffen hat, in der die reichsten Menschen &#8211; 85 Personen &#8211; genausoviel besitzen wie die \u00e4rmere H\u00e4lfte der Menschheit &#8211; 3,5 Milliarden Menschen.<\/p>\n<p class=\"western\">Papst Franziskus nannte dieses System ein System, das t\u00f6tet, und er fordert, da\u00df man das f\u00fcnfte Gebot &#8211; \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c &#8211; auf dieses System anwendet. Und hier in Manhattan, an der Wall Street, haben wir in gewisserma\u00dfen das Hauptquartier dieses Systems &#8211; zusammen mit der Londoner City.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber hier war auch der Beginn der amerikanischen Republik und der amerikanischen Verfassung, die Alexander Hamilton verk\u00f6rperte, und der Idee, da\u00df die souver\u00e4ne Regierung das Recht hat, f\u00fcr das Gemeinwohl ihren eigenen Kredit zu sch\u00f6pfen, und da\u00df dieser ausschlie\u00dflich dem Wohl der Nation zu dienen hat.<\/p>\n<p class=\"western\">New York war der Beginn der Republik der Vereinigten Staaten und ihrer Institutionen, und die Wall Street war von Anfang an der Feind dieses amerikanischen Modells. Sie war schon immer der Br\u00fcckenkopf f\u00fcr die Subversion durch das Britische Empire &#8211; die ganze Zeit \u00fcber. Sie finanzierte stets die falschen Leute, darunter auch die Konf\u00f6deration [der S\u00fcdstaaten] im amerikanischen B\u00fcrgerkrieg.<\/p>\n<p class=\"western\">Sie war also verbunden mit der Idee, die Amerikanische Revolution r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen und die amerikanischen Kolonien wieder unter die Herrschaft des Britischen Empires zur\u00fcckzuf\u00fchren, und heute laufen die Feinde der Idee Amerikas als Republik Amok. Einige von ihnen haben gerade ein Lunch oder Dinner mit dem Vertreter des Britischen Empires, der gerade die Vereinigten Staaten besucht, n\u00e4mlich Tony Blair.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Schicksal der Welt wird davon abh\u00e4ngen, welche dieser beiden Traditionen sich durchsetzt. Und wir haben uns heute hier versammelt, um von dieser Konferenz aus einen Proze\u00df in Gang zu setzen, um Amerika wieder zu einer Republik zu machen und die Politik von Alexander Hamilton und John Quincy Adams umzusetzen, damit die Vereinigten Staaten wieder eine Republik werden, in einem B\u00fcndnis mit anderen, vollkommen souver\u00e4nen Republiken.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Die Wall Street steht vor dem Zusammenbruch<\/h3>\n<p class=\"western\">Die gute Nachricht bei alledem ist, da\u00df die Wall Street vor dem Zusammenbruch steht. Und die noch bessere Nachricht ist, da\u00df es bereits eine Alternative zu diesem System gibt. Aber die Banken der Wall Street und auch in der Eurozone, die \u201ezu gro\u00df zum Scheitern\u201c (\u201etoo big to fail\u201c) sind, stehen vor dem Zusammenbruch.<\/p>\n<p class=\"western\">Am Donnerstag dieser Woche gab die Schweizerische Nationalbank ihre Bindung an den Euro auf, und zwar deshalb, weil diese nicht mehr aufrecht zu halten war, nachdem die Schweiz bereits Hunderte Milliarden Franken eingesetzt hatte, um eine Aufwertung des Schweizer Franken zu verhindern, und sie erwartete, da\u00df in der kommenden Woche sehr st\u00fcrmische Dinge bevorstehen. Und deshalb zog die Schweiz sozusagen die Notbremse und beschlo\u00df, die Parit\u00e4t aufzugeben.<\/p>\n<p class=\"western\">Am Donnerstag der kommenden Woche &#8211; und das ist eine der Schweizer Bef\u00fcrchtungen &#8211; wird die Europ\u00e4ische Zentralbank sehr wahrscheinlich eine gigantische \u201equantitative Lockerung\u201c beschlie\u00dfen und uneingeschr\u00e4nkt Staatsanleihen aufkaufen. Sie wird tun, was Mario Draghi schon vor zwei Jahren angek\u00fcndigt hatte, als der Euro in gro\u00dfen Schwierigkeiten war: Er sagte, er werde <i>alles<\/i> tun, um den Euro zu retten. Und \u201ealles\u201c bedeutet, unbegrenzt Geld zu drucken.<\/p>\n<p class=\"western\">Am 25. [Januar] finden die griechischen Wahlen statt, und alles deutet darauf hin, da\u00df die Oppositionsparteien &#8211; SYRIZA und die Unabh\u00e4ngigen Griechen &#8211; die Mehrheit gewinnen werden. Und sie haben bereits angek\u00fcndigt, da\u00df sie in diesem Fall das Memorandum der Troika aufk\u00fcndigen werden: das Memorandum, das der griechischen Bev\u00f6lkerung unvorstellbare Leiden auferlegt hat &#8211; Austerit\u00e4t, h\u00f6here Selbstmordrate, h\u00f6here Sterberate. Und dagegen gibt es jetzt einen Volksaufstand in Griechenland.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn die Oppositionsparteien gewinnen, dann wird das wahrscheinlich der Anfang vom Ende des Euro sein, denn wenn die EU-Kommission den Forderungen von SYRIZA nachgibt und die Austerit\u00e4t aufgibt, dann wird sich dies wie ein Buschfeuer nach Italien, Spanien, Portugal, Frankreich und wahrscheinlich viele andere L\u00e4nder ausbreiten. Aber wenn sie das nicht tun, dann wird das Ultimatum wahrscheinlich bedeuten, da\u00df Griechenland aus der Eurozone austritt, und auch das wird sich wie ein Buschfeuer ausbreiten.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun, die Wall Street steht nicht besser da, denn die Too-big-to-fail-Banken, die schon zuvor in einer verzweifelten Lage waren, haben spekuliert und in Schiefergas und -\u00f6l investiert und dabei etwa eine Billion Dollar an Schulden aufgeh\u00e4uft, die bei einem \u00d6lpreis von 80, 100 oder 120 Dollar zur\u00fcckgezahlt werden sollten &#8211; aber nicht bei 45 Dollar, wo er im Moment steht. Und dazu haben sie noch etwa 20 Billionen Dollar an ausstehenden Derivatkontrakten unterschiedlichster Art angeh\u00e4uft.<\/p>\n<p class=\"western\">Das hat eine \u00e4hnliche Lage geschaffen wie bei der Krise der nachrangigen Hypotheken 2007, wo aufgrund des Zusammenbruchs der Eigenheimpreise viele Menschen auf Hypotheken sitzen blieben, die h\u00f6her waren als der Wert ihrer H\u00e4user, und das f\u00fchrte dann zum Zusammenbruch des sekund\u00e4ren Immobilienmarkts, der wiederum zum Kollaps von Lehman Brothers und fast zum Untergang des Systems f\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"western\">Das bedeutet, da\u00df das transatlantische Finanzsystem vor dem Untergang steht. Und angesichts der Tatsache, da\u00df das System etwa zwei Billiarden Dollar an ausstehenden Derivaten hat, ist es v\u00f6llig ausgeschlossen, da\u00df dieses Geld zur\u00fcckgezahlt werden kann &#8211; weder durch einen Bail-out noch durch einen Bail-in. Und das ist der Grund, warum wir vor dem Dritten Weltkrieg stehen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Die Kriegsgefahr<\/h3>\n<p class=\"western\">Denn der Kollaps des transatlantischen Systems ist die eigentliche Ursache der Kriegsgefahr. Der Z\u00fcnder ist offensichtlich die Krise in der Ukraine, aber in Wahrheit haben wir es mit einer geopolitischen Konfrontation gegen Ru\u00dfland und China zu tun. Und wenn Gorbatschow, der im Westen sehr beliebt ist, aber nicht in Ru\u00dfland, jetzt in einer dramatischen \u00c4nderung seiner Ansichten Putin verteidigt und warnt, wenn es zu einem Krieg um die Ukraine k\u00e4me, w\u00fcrde das zu einem gro\u00dfen Krieg f\u00fchren, in dem auch atomare Waffen eingesetzt w\u00fcrden, und da\u00df dies dann zur Ausl\u00f6schung der Zivilisation f\u00fchren w\u00fcrde, dann kann ich nur sagen, da\u00df das absolut richtig ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Derzeit erleben wir eine Aufstellung des US-Milit\u00e4rs und der NATO, die auf einer Erstschlagsdoktrin beruht. Sie haben die NATO nach Osten ausgeweitet und Ru\u00dfland eingekreist. Die Vereinigten Staaten haben eine Doktrin des \u201esofortigen globalen Schlages\u201c angenommen, und das ist eine Erstschlagsdoktrin. Das globale Raketenabwehrsystem der USA ist ein Erstschlagssystem. Und die Vereinigten Staaten sind dabei, zu dem gleichen Zweck ihr gesamtes Kernwaffenarsenal zu modernisieren&#8230;<\/p>\n<p class=\"western\">Ru\u00dfland bildet sich diese Bedrohung nicht ein, sie ist sehr real. Deshalb hat Ru\u00dfland \u00fcber die Weihnachtstage reagiert und eine neue russische Milit\u00e4rdoktrin eingef\u00fchrt, in der sie sagen, da\u00df sie sich ihrerseits das Recht vorbehalten, Kernwaffen einzusetzen, um sich gegen einen Erstschlag der USA zu verteidigen. Sie investieren in neue U-Boote. Sie stationieren Interkontinentalraketen auf Z\u00fcgen, damit sie keine einfachen Ziele sind. Auch sie modernisieren ihre nuklearen Kapazit\u00e4ten und ihre Zielerfassungssysteme.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Dezemberausgabe des Magazins <i>The Nation <\/i>enthielt<i> <\/i>einen Artikel von Prof. Theodore Postol, in dem er mit vielen Details die Erstschlagsposition der Vereinigten Staaten beschreibt. Und er sagt, es sei ein fundamentaler Fehler der Leute, die dies zu verantworten haben, anzunehmen, da\u00df es m\u00f6glich sei, den Zweitschlag eines Gegners zu neutralisieren. Denn es bestehe ein grunds\u00e4tzlicher Unterschied zwischen einem konventionellen Krieg, in dem man soviel wie m\u00f6glich vom Gegner zerst\u00f6rt, bis der Gegner besiegt ist, w\u00e4hrend das in einem nuklearen Krieg nicht geht. Und er rechnet dann im einzelnen vor, warum die Russen in jedem Falle sechs Minuten haben, um ihre Kapazit\u00e4ten zu starten, sobald sie angegriffen werden. Und das bedeutet die Ausl\u00f6schung.<\/p>\n<p class=\"western\">(Frau Zepp-LaRouche gab dann einen historischen \u00dcberblick dar\u00fcber, wie sich diese Lage im Verlauf der letzten 70 Jahre entwickelte, bis zu den j\u00fcngsten Anschl\u00e4gen in Paris, und \u00fcber die Initiativen der BRICS-Staaten, insbesondere der chinesischen Initiativen des Wirtschaftsg\u00fcrtels der Seidenstra\u00dfe und der Maritimen Seidenstra\u00dfe des 21. Jahrhunderts als Ausweg aus der Krise. Sie schlo\u00df ihre Rede mit einem Appell an die Amerikaner und speziell an die Menschen in New York:)<\/p>\n<p class=\"western\">Deshalb m\u00fcssen die Vereinigten Staaten nun mit den BRICS-Staaten zusammenarbeiten, mit Ru\u00dfland, China, Indien, Iran und \u00c4gypten, um S\u00fcdwestasien als Verl\u00e4ngerung der Neuen Seidenstra\u00dfe zu entwickeln. Das ist ein Programm, das wir schon 2012 ausf\u00fchrlich dargelegt haben, mit konkreten Projekten &#8211; Wasserregulierung, Begr\u00fcnung der W\u00fcsten, Aufbau neuer Infrastruktur, Aufbau neuer St\u00e4dte, dort wo jetzt Hunger und Tod herrschen -, was die Armut und damit auch die Brutst\u00e4tten f\u00fcr den Terrorismus beseitigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke aufgrund meiner Erfahrungen, da\u00df die Menschen in den Vereinigten Staaten dazu tendieren, das Ausma\u00df des Antiamerikanismus in aller Welt nach drei Bush-Administrationen und sechs Jahren Obama vollkommen zu untersch\u00e4tzen. Kriege, die auf L\u00fcgen beruhten, forderten viele Millionen Menschen das Leben oder haben ihr Leben zerst\u00f6rt. Ich erw\u00e4hnte den Fall des Irak &#8211; die Kriege und das Embargo -, aber denken Sie nur an die Lage in Syrien, in Libyen, in Afghanistan, wo so viele Menschen get\u00f6tet und traumatisiert wurden, wo so viele Soldaten &#8211; amerikanische Soldaten und andere &#8211; get\u00f6tet, verletzt, traumatisiert und f\u00fcr den Rest ihres Lebens zerst\u00f6rt wurden. Und nat\u00fcrlich auch die Angeh\u00f6rigen der Opfer des 11. September.<\/p>\n<p class=\"western\">Um diese gewaltigen Leiden so vieler Menschen zu \u00fcberwinden &#8211; ein solches millionenfaches Verbrechen, Kriegsverbrechen -, brauchen wir wirklich ein gr\u00f6\u00dferes, au\u00dferordentliches Gutes, um es an seine Stelle zu setzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Voraussetzung daf\u00fcr ist, die Kasinowirtschaft der Wall Street zu beenden, sofort das Glass-Steagall-Trennbankengesetz wieder im Kraft zu setzen, eine Hamiltonische Nationalbank einzuf\u00fchren, die unbezahlbaren Derivate und toxischen Schulden zu beseitigen und die verbleibenden Schulden in einer Nationalbank als Grundlage eines neuen Kreditsystems zu reorganisieren &#8211; genau so, wie es Hamilton getan hat. Und deshalb mu\u00df New York, in der Tradition Hamiltons, wieder zum Ausgangspunkt f\u00fcr die Wiederherstellung der Vereinigten Staaten als Republik werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun, die New Yorker sind in aller Welt daf\u00fcr ber\u00fchmt, da\u00df New York die geistige Hauptstadt der Vereinigten Staaten ist. Und diese Stadt ist ein wirklicher Schmelztiegel, in dem es Vertreter fast aller Nationen auf diesem Planeten gibt. Und jeder von ihnen leistet einen ganz speziellen Beitrag zu der ganz besonderen Idee von New York, und deshalb ist New York ein Synonym f\u00fcr eine geeinte Menschheit.<\/p>\n<p class=\"western\">Die New Yorker sind stolz darauf, intelligenter, nachdenklicher und kreativer zu sein als die meisten Amerikaner, und deshalb denke ich, da\u00df dies die besten Voraussetzungen sind, um von hier aus eine nationale Bewegung in Gang zu setzen, um eine Neue \u00c4ra der Zivilisation einzuleiten und die bestialische \u00c4ra der Kriege und des Terrorismus f\u00fcr immer zu beenden. Lassen Sie mich deshalb in diesen guten Geist John F. Kennedys in seiner ber\u00fchmten Rede sagen: Ich bin ein New Yorker.<\/p>\n<p class=\"western\"><\/div>\n<\/div>\n<p class=\"western\">\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Walter Jones: Wir werden weiter die Trommeln schlagen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p class=\"western\"><em>Der Kongre\u00dfabgeordnete Walter Jones f\u00fchrt eine Kampagne f\u00fcr die Aufhebung der Geheimhaltung des 28seitigen Kapitels aus dem Untersuchungsbericht des Kongresses \u00fcber die Rolle Saudi-Arabiens bei der Finanzierung der Anschl\u00e4ge des 11. September 2001. Er \u00fcbermittelte der New Yorker Konferenz des Schiller-Instituts f\u00fcr folgende Videobotschaft.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\">\n<p class=\"western\">\n<p class=\"western\">Ich m\u00f6chte Sie alle zur Konferenz des Schiller-Instituts an diesem Samstag begr\u00fc\u00dfen. Ich bin der Kongre\u00dfabgeordnete Walter Jones und vertrete den 3. Kongre\u00dfwahlkreis von Nord-Carolina. Und ich m\u00f6chte Sie bitten, sich uns anzuschlie\u00dfen. Seit zwei Jahren bem\u00fchen wir uns darum, da\u00df die Familien, die unter dem 11. September gelitten haben, die 28 Seiten aus dem Untersuchungsbericht zum 11. September, die unter Geheimhaltung gestellt wurden, lesen k\u00f6nnen. Senator Bob Graham, der fr\u00fchere Senator aus Florida, hat sehr viel getan und versucht, um dem amerikanischen Volk die Gelegenheit zu verschaffen, diese 28 Seiten zu lesen. Wie Sie sich vielleicht erinnern oder auch nicht, hatten Bob Graham und Richard Shelby, beides Senatoren, diesen Bericht \u00fcber den 11. September verfa\u00dft. Und die Regierung Bush beschlo\u00df &#8211; niemand versteht, warum -, da\u00df diese 28 Seiten aus dem Bericht unter Geheimhaltung gestellt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber Leute wie ich, Leute wie Stephen Lynch, Thomas Massie und andere im Repr\u00e4sentantenhaus haben diese 28 Seiten gelesen: Es gibt keinen Grund daf\u00fcr, diese 28 Seiten geheimzuhalten. Es gibt nichts in den 28 Seiten, das mit der nationalen Sicherheit zu hat &#8211; nichts. Womit sie sich befassen, sind Verbindungen. Ich kann dazu nicht mehr sagen.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber ich m\u00f6chte mich heute an Sie wenden, weil wir Ihre Hilfe brauchen. Greifen Sie zum Telefon und melden Sie sich bei Ihrem Senator aus New York, aus New Jersey, Connecticut oder wo immer Sie leben, und Ihrem Abgeordneten, und bitten Sie, den Abgeordneten Stephen Lynch aus Massachusetts, den Abgeordneten Thomas Massie aus Kentucky und mich selbst aus Nord-Carolina zu unterst\u00fctzen und die Kongre\u00dfresolution HR 14 [f\u00fcr die Aufhebung der Geheimhaltung] zu unterschreiben. Sie k\u00f6nnen dazu die Nummer (202) 224-3121 anrufen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ein Beispiel ist Senator Schumer aus New York: Er sollte ganz vorne mit dabei sein, f\u00fcr die Familien, die [bei den Anschl\u00e4gen] so viel verloren haben. Senator Cory Booker aus New Jersey sollte auch ganz vorne mit dabei sein, f\u00fcr die Familien, die so viel verloren haben.<\/p>\n<p class=\"western\">Es ist deren Entscheidung, aber wenn sie von Ihnen h\u00f6ren, dann werden sie sich vielleicht entscheiden, da\u00df sie die 28 Seiten lesen sollten, oder sie k\u00f6nnten sich auch entscheiden, da\u00df sie eine Resolution auf der Seite des Senats einbringen, so wie wir sie auf seiten des Repr\u00e4sentantenhauses eingebracht haben, und Pr\u00e4sident Obama auffordern, sein Wort, das er den Familien des 11. September gegeben hat, zu halten. Er hat den Angeh\u00f6rigen der Opfer des 11. September zweimal gesagt: \u201eIch werde diese Informationen entklassifizieren.\u201c Aber bisher hat er es nicht getan.<\/p>\n<p class=\"western\">Stephen Lynch und ich haben dem Pr\u00e4sidenten im April 2014 geschrieben und den Pr\u00e4sidenten daran erinnert, da\u00df er den Familien dieses Versprechen gegeben hat, und hier stehen wir, im Januar 2015, und haben bisher nicht einmal eine Antwort vom Pr\u00e4sidenten erhalten. Das ist nicht fair gegen\u00fcber den Familien, die so viel verloren haben.<\/p>\n<p class=\"western\">Es liegt also bei Ihnen, uns zu unterst\u00fctzen. Wir werden das nicht auf sich beruhen lassen. Ich nenne es einen Trommelschlag: Wir werden auch weiterhin die Trommeln schlagen. Die Familien verdienen es, und Sie &#8211; das amerikanische Volk &#8211; verdienen es, die Wahrheit \u00fcber den 11. September zu kennen.<\/p>\n<p class=\"western\">Vielen Dank, da\u00df Sie mich heute zu Ihnen reden lie\u00dfen. Setzen wir uns gemeinsam f\u00fcr Wahrheit und Ehrlichkeit ein, um Amerika zu retten. Vielen Dank.<\/p>\n<p class=\"western\"><\/div>\n<\/div>\n<p class=\"western\">\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">S.E. Botschafter Kingsley Mamabolo: Afrikas Entwicklungsaussichten mit der BRICS-Bank<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Im Namen Seiner Exzellenz, Botschafter Kingsley Mamabolo, St\u00e4ndiger Vertreter S\u00fcdafrikas bei den Vereinten Nationen, m\u00f6chte ich Ihnen und den Veranstaltern der Konferenz, darunter Herrn Lawrence Freeman, daf\u00fcr danken, da\u00df Sie uns zu dieser Konferenz eingeladen haben und Ihnen einige unserer Gedanken zu dem Thema \u201eDie BRICS-Nationen erneuern Dr. Martin Luther Kings Traum: Wirtschaftliche Gerechtigkeit ist ein unver\u00e4u\u00dferliches Recht\u201c mitteilen lassen.<\/p>\n<p>Martin Luther King unterst\u00fctzte aktiv den Kampf des s\u00fcdafrikanischen Volkes gegen die Apartheid. 1963 wurde das Sonderkomitee der Vereinten Nationen gegen Apartheid gegr\u00fcndet, und einer der ersten Briefe, die das Komitee erhielt, war von Martin Luther King. Zusammen mit dem Friedensnobelpreistr\u00e4ger von 1960, dem ANC-F\u00fchrer Albert J. Lutuli, machte Martin Luther King am Menschenrechtstag, dem 10. Dezember 1962, einen \u201eAufruf zum Handeln gegen Apartheid\u201c. In einer Rede, die er 1964 in London hielt, wiederholte Martin Luther King seinen Aufruf zu Wirtschaftssanktionen gegen S\u00fcdafrika und sagte: \u201eWir k\u00f6nnen uns an einer Form gewaltloser Aktion beteiligen, die S\u00fcdafrika Freiheit und Gerechtigkeit bringen k\u00f6nnte &#8211; die Aktion, zu der f\u00fchrende Afrikaner aufgerufen haben -, in einer m\u00e4chtigen Bewegung f\u00fcr Wirtschaftssanktionen.\u201c<\/p>\n<p>Es waren diese Sanktionen, die unter anderem die Apartheid-Regierung zwangen, Nelson Mandela aus dem Gef\u00e4ngnis freizulassen. Nach seiner Freilassung kam Mandela in diese Kirche, um Ihnen, den Menschen von Harlem, und allen Amerikanern, die den Kampf des s\u00fcdafrikanischen Volkes unterst\u00fctzten, seinen Dank auszusprechen.<\/p>\n<h3>BRICS<\/h3>\n<p>Zur BRICS: Ich stimme zu, da\u00df dies erst der Anfang einer neuen internationalen Wirtschaftsordnung ist; es wird ein stufenweiser, aber stetiger Proze\u00df sein. Ich stimme auch zu, da\u00df nicht alle \u00fcber die Bedeutung der BRICS-Bank einer Meinung sind, aber die Schaffung der BRICS-Bank ist bedeutsam f\u00fcr die zuk\u00fcnftige internationale Ordnung &#8211; aus drei Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Erstens beweist sie die Lebensf\u00e4higkeit und Dynamik der BRICS, trotz aller Skepsis und Kritik der letzten Jahre. Ein Teil der Kritik ist berechtigt, weil BRICS-Nationen in j\u00fcngster Zeit weniger Wachstum erleben; sogar Chinas Wirtschaftswachstum scheint sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden zu verlangsamen. Kritiker der BRICS-Bank verweisen auch auf die unterschiedlichen Ansichten unter den Mitgliedern als Beweis f\u00fcr ernste Probleme der Bank.<\/p>\n<p>Aber das geht am Kern der Sache vorbei. Es wird immer unterschiedliche Meinungen und Ansichten unter den BRICS-L\u00e4ndern geben, genauso wie es Unterschiede zwischen G7-Mitgliedern gibt. Das wichtige ist jedoch, ob die Mitgliedstaaten ein gro\u00dfes gemeinsames Ziel haben, welches sie trotz der Unterschiede einigen kann. Die Antwort lautet: Entwicklung.<\/p>\n<p>Anders als die G7-Mitgliedstaaten sind die BRICS-Mitglieder noch weitgehend Entwicklungsl\u00e4nder, und diese Situation bedeutet, da\u00df diese L\u00e4nder sich noch lange Zeit darauf konzentrieren werden, wie sie den Lebensstandard ihrer B\u00fcrger verbessern k\u00f6nnen. Auch andere Entwicklungsl\u00e4nder brauchen dringend Finanzierung f\u00fcr Infrastrukturprojekte.<\/p>\n<p>Zweites belegt die BRICS-Bank Chinas globale F\u00fchrungsrolle. Angesichts Chinas gewaltiger Gr\u00f6\u00dfe und schneller Entwicklung besteht kaum Zweifel daran, da\u00df die Welt Chinas F\u00fchrung wirklich braucht. Dabei mu\u00df China sorgf\u00e4ltig darauf achten, da\u00df ein Gleichgewicht zwischen seinem eigenen Einflu\u00df auf die Bank und dem Einflu\u00df anderer Mitglieder aufrechterhalten wird.<\/p>\n<p>Es ist daher ein gutes Zeichen, da\u00df zwar Shanghai als Sitz der neuen Bank ausgew\u00e4hlt wurde, aber der erste Pr\u00e4sident ein Inder sein wird, der erste Vorsitzende des Gouverneurrates russisch, der erste Vorsitzende des Direktoriums brasilianisch, und da\u00df das erste regionale Zentrum der Bank in S\u00fcdafrika sein wird.<\/p>\n<p>Drittens ist die BRICS-Bank bedeutsam, weil sie eine direkte Herausforderung gegen\u00fcber der vom Westen angef\u00fchrten globalen Ordnung ist. Viele sehen in der neuen BRICS-Bank eine Reaktion auf die gescheiterten Reformen beim IWF und der Weltbank, weil Entwicklungsl\u00e4nder wie China und Indien ihren Einflu\u00df in diesen Institutionen nicht vergr\u00f6\u00dfern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Man sollte allerdings nicht vergessen, da\u00df die BRICS-Bank gegenw\u00e4rtig die liberale Wirtschaftsordnung nicht infragestellt. China und Indien sind die vielleicht gr\u00f6\u00dften Nutznie\u00dfer einer offenen liberalen Wirtschaftsordnung; und daher sollte die BRICS-Bank versuchen, den IWF und die Weltbank anzuspornen, offener und transparenter zu werden. Letztlich sollte es beim Wettbewerb zwischen der BRICS-Bank und dem IWF und der Weltbank um die Effizienz gehen und nicht um einen Machtkampf zwischen liberalen und alternativen Wirtschaftsideologien.<\/p>\n<p>In diesem Sinne besteht eine starke komplement\u00e4re Beziehung zwischen der BRICS-Bank, dem IWF und der Weltbank. Abgesehen davon sollten der Westen, der IWF und die Weltbank die BRICS-Bank nicht als Bedrohung ihrer Vorherrschaft in der globalen Wirtschaftsordnung betrachten.<\/p>\n<p>Um das zu betonen: Es ist unwahrscheinlich, da\u00df die neue BRICS-Bank in der nahen Zukunft IWF und Weltbank ersetzen wird, denn letztere werden m\u00e4chtige Mitspieler in der globalen Wirtschaftsordnung bleiben. Am wahrscheinlichsten ist ein Verh\u00e4ltnis zwischen beiden, bei dem sie einander erg\u00e4nzen, anstatt im Konflikt zu stehen. Dennoch wird auf l\u00e4ngere Sicht der Wettbewerb zwischen beiden intensiver werden, und das Endergebnis wird von dem Machtgleichgewicht zwischen den beiden Bl\u00f6cken abh\u00e4ngen &#8211; der sich entwickelnden Welt und der entwickelten Welt. Sicher ist jedenfalls, da\u00df interessante Zeiten auf uns zukommen.<\/p>\n<h3>PIDA<\/h3>\n<p>Zum Programm f\u00fcr Infrastrukturentwicklung (PIDA): Weil das Infrastrukturdefizit in Afrika Wachstum und Entwicklung auf dem Kontinent hemmt, haben die afrikanischen Staats- und Regierungschefs im Juli 2010 ein neues Programm f\u00fcr Infrastrukturaufbau in Afrika (PIDA) begonnen. Organisiert von der Afrikanischen Union (AU), der Neuen Partnerschaft f\u00fcr Afrikas Entwicklung (NEPAD) und der Afrikanischen Entwicklungsbank (ADB), hat die Initiative ein Budget von mehreren Milliarden Dollar. Das \u00fcbergreifende Ziel von PIDA ist die F\u00f6rderung wirtschaftlich-sozialer Entwicklung und Armutsbek\u00e4mpfung in Afrika durch verbesserten Zugang zu integrierten regionalen und kontinentalen Infrastrukturnetzen und Dienstleistungen.<\/p>\n<p>[S\u00fcdafrikas] Pr\u00e4sident Jacob Zuma wurde einstimmig zum Pr\u00e4sidenten von PIDA gew\u00e4hlt, weil die erfolgreiche Organisation der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft den ganzen Kontinent inspiriert hat. In seiner Rede zur Einf\u00fchrung des Programms sagte Pr\u00e4sident Zuma: \u201eAfrikas Zeit ist gekommen, und ohne Infrastruktur werden unsere Tr\u00e4ume niemals verwirklicht werden. Wir k\u00f6nnen auf dem Kontinent keinen Handel treiben, weil es an Kommunikationsmitteln fehlt. Die Infrastruktur, die wir schaffen wollen, wird unserem Kontinent neue Chancen er\u00f6ffnen.\u201c<\/p>\n<p>Das Programm f\u00fcr Infrastrukturentwicklung in Afrika wird verschiedene Infrastrukturinitiativen auf dem Kontinent, wie den Kurzfristigen Aktionsplan von NEPAD, den Mittel- bis Langfristigen Strategischen Rahmen (MLTSF) von NEPAD und die Infrastruktur-Gesamtpl\u00e4ne der AU, zu einem koh\u00e4renten Programm f\u00fcr den ganzen Kontinent zusammenfassen und vereinen.<\/p>\n<p>Das Ziel von PIDA ist die Schaffung einer Rahmenstrategie f\u00fcr Infrastrukturentwicklung auf der regionalen und kontinentalen Ebene, die alle vier Schl\u00fcsselbereiche Verkehr, Energie, grenz\u00fcberschreitendes Wasser sowie Informations- und Kommunikationstechnik abdeckt. PIDA wird das entscheidende Planungs- und Programmdokument von AU\/NEPAD sein, an dem sich die Agenda, Pl\u00e4ne und Investitionspriorit\u00e4ten in den Schl\u00fcsselbereichen der kontinentalen Infrastrukturentwicklung von 2011-2030 orientieren.<\/p>\n<p>Die ADB wird \u00fcber ihre Abteilung f\u00fcr Regionale Integration f\u00fcr die Umsetzung des Programms f\u00fcr Infrastrukturentwicklung in Afrika (PIDA) verantwortlich sein. Die Rolle der Bank als ausf\u00fchrende Beh\u00f6rde umfa\u00dft die Verantwortung f\u00fcr das vertragliche, finanzielle, technische und verwaltungstechnische Management des Programms, eingeschlossen die Verantwortung f\u00fcr Vergabeverfahren in \u00dcbereinstimmung mit ihren existierenden Vorschriften, Haushaltsmanagement und Mittelvergabe. PIDA soll von den regionalen Wirtschaftsgemeinschaften verwaltet werden. Diese werden eng mit den jeweiligen Mitgliedstaaten, den spezialisierten Agenturen der AU und Organisationen der verschiedenen Sektoren zusammenarbeiten. Das PIDA-Budget, ungef\u00e4hr 7,8 Mio.\u20ac, wird finanziert von der Europ\u00e4ischen Union, der Islamischen Entwicklungsbank, dem Afrikanischen Fonds f\u00fcr Wasser und der Neuen Partnerschaft f\u00fcr Afrikas Entwicklung.<\/p>\n<h3>Grand Inga<\/h3>\n<p>Zum Wasserkraftprojekt Grand Inga: Im August 2014 gab das Kabinett die Zustimmung zur Ratifizierung des Vertrags \u00fcber das Wasserkraftprojekt Grand Inga zwischen S\u00fcdafrika und der Demokratischen Republik Kongo (DRK); das machte den Weg frei f\u00fcr die n\u00e4chste Phase dessen, was letztlich das gr\u00f6\u00dfte Wasserkraftprojekt der Welt werden kann, mit dem Potential, den halben Kontinent mit Strom zu versorgen. Das Grand-Inga-Projekt soll das Kraftpotential des Kongo, dem gr\u00f6\u00dften Wasserweg Afrikas s\u00fcdlich der Sahara, nutzbar machen. Wenn alle sieben geplanten Phasen vollendet sind, wird erwartet, da\u00df gewaltige 40.000 MW erneuerbare Energie erzeugt werden. Sp\u00e4tere Phasen, die sich zu einer Gesamtkapazit\u00e4t von 40.000 MW summieren, werden es L\u00e4ndern im s\u00fcdlichen Afrika, in Nordostafrika und Teilen Westafrikas erlauben, von der Produktion an dem Standort zu profitieren. Das Projekt hat das Potential, saubere und erschwingliche importierte Wasserkraft zu liefern, um den Bedarf der DRK, S\u00fcdafrikas und umliegender L\u00e4nder zu decken, und es birgt das Potential, die Entwicklung der SADC (Entwicklungsgemeinschaft des S\u00fcdlichen Afrika) zu beschleunigen, Energiearmut zu lindern, Wirtschaftswachstum anzuregen und Infrastrukturaufbau zu erleichtern.<\/p>\n<p>Es stellt eine der ehrgeizigsten Projekte dar, die jemals auf dem afrikanischen Kontinent unternommen wurden, und eines, das lange ein \u00fcberw\u00e4ltigendes Symbol des Aufstieg Afrikas und seiner Menschen sein wird.<\/p>\n<h3>Kernkraft<\/h3>\n<p>Abschlie\u00dfend zur Kernenergie: S\u00fcdafrika hat viele Vertr\u00e4ge \u00fcber Kernenergie geschlossen und hat zwei Kernreaktoren, die 5% seines Stroms erzeugen. S\u00fcdafrikas erster kommerzieller Kernreaktor nahm 1984 den Betrieb auf. Die Regierung setzt entschlossen auf die Zukunft der Kernkraft und hat gesicherte Pl\u00e4ne f\u00fcr weitere 9600 MW im n\u00e4chsten Jahrzehnt.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p class=\"western\"><\/div>\n<\/div>\n<p lang=\"en-GB\">\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Helga Zepp-LaRouche: Das neue Paradigma ist in greifbarer N\u00e4he<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Es gibt einen Bereich, \u00fcber den wir heute nicht genug gesprochen haben, und das ist, da\u00df wir dringend eine neue kulturelle Renaissance auf der gesamten Erde brauchen. Ich denke, da\u00df wir uns alle einig sind, und das wurde ja auch schon von Ramsey Clark angesprochen, da\u00df die popul\u00e4re Kultur <i>schrecklich<\/i> ist, satanisch. Sie verwandelt Menschen in wilde Tiere &#8211; nein, so schlimm sind nicht einmal wilde Tiere. Ich kenne kein Tier, das so bestialisch w\u00e4re, wie es Menschen manchmal werden.<\/p>\n<p>Wir brauchen also dringend eine Renaissance. Wie kommen wir aus einem Finsteren Zeitalter in eine neue Renaissance?<\/p>\n<p>Wir haben die Universalgeschichte der Zivilisation studiert, und Jeff [Steinberg] hat schon den <i>Decamerone<\/i> und das Finstere Zeitalter des 14. Jahrhunderts erw\u00e4hnt. Wie kam die Menschheit in das Goldene Zeitalter der italienischen Renaissance, die ein v\u00f6lliger Bruch mit allen Axiomen der Hexerei und der Flagellanten des Finsteren Zeitalters war? Die Menschen des 14. Jahrhunderts, als die Schwarze Pest w\u00fctete, wurden wirklich zu Bestien, weil die Schrecken so gro\u00df waren, da\u00df sie jedes menschliche Gef\u00fchl, jede Menschlichkeit verloren. M\u00fctter machten sich nicht mehr die M\u00fche, ihre toten Kinder zu begraben. Die Menschen waren vollkommen entmenschlicht.<\/p>\n<p>Und die Zivilisation wurde dann durch eine Handvoll Menschen gerettet, die auf die H\u00f6hepunkte der fr\u00fcheren Zivilisationen zur\u00fcckgriffen, die griechischen Klassiker, Dante, Petrarca, und sie begannen, die Sch\u00e4tze aus der antiken Vergangenheit wiederzubeleben. Und daf\u00fcr war die Methode, Handschriften und Originalschriften der Humanisten zu sammeln, absolut entscheidend.<\/p>\n<p>Mein erster Rat ist also, alle diese B\u00fccher mit Fu\u00dfnoten wegzuwerfen oder zumindest erst mal in den Keller zu schaffen, und zu den Originalquellen zur\u00fcckzukehren. Gehen Sie zur\u00fcck zu Platon, gehen Sie zur\u00fcck zu Augustinus. Gehen Sie zur\u00fcck zu Konfuzius. Lesen Sie die gro\u00dfen Denker der anderen Kulturen.<\/p>\n<p>Das geschah in der italienischen Renaissance so: Es gab eine Reihe begabter Menschen, die das bereits wieder aufgegriffen hatten, aber wirklich in Gang kam es erst, als Nikolaus von Kues eine ganze Delegation der griechisch-orthodoxen Kirche daf\u00fcr gewann, am Konzil von Florenz teilzunehmen, und sie brachten alle B\u00fccher von Platon mit. Platon war 1700 Jahre lang in Vergessenheit geraten, nachdem Griechenland nach dem Peloponnesischen Krieg zusammengebrochen war. Und schon Petrarca hatte versucht, wenigstens eine \u00dcbersetzung zu finden, von der er wu\u00dfte, weil er Augustinus gelesen hatte, soda\u00df ihm wenigstens klar war, da\u00df die platonischen Schriften sehr wichtig sein mu\u00dften. Aber er konnte sie nicht finden.<\/p>\n<p>Aber als die Delegation der griechisch-orthodoxen Kirche kam &#8211; Plethon, Bessarion und andere ber\u00fchmte Gelehrte -, traf sie zum Gl\u00fcck die Medici, und sie gr\u00fcndeten eine platonische Schule. Da begann die italienische Renaissance erst richtig zu bl\u00fchen, und sie schuf die Grundlage f\u00fcr die folgenden 600 Jahre der kulturellen Entwicklung des Westens.<\/p>\n<h3>Kunst und Wissenschaft<\/h3>\n<p>Die Lehren, die wir daraus ziehen k\u00f6nnen, h\u00e4ngen mit zwei Dingen zusammen.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite m\u00fcssen wir uns den BRICS-Staaten anschlie\u00dfen, schon aus dem einfachen Grund, weil die Menschen in den BRICS-Staaten nicht so pessimistisch sind. Sie sind optimistisch. Sie denken an die Zukunft. Sie denken dar\u00fcber nach, wie man die Zukunft gestalten kann. Und dieser Optimismus ist sehr ansteckend. Lassen Sie sich also von dem Optimismus dieser L\u00e4nder anstecken.<\/p>\n<p>Aber gleichzeitig m\u00fcssen wir zur Wissenschaft, zur Technik und zur gro\u00dfen klassischen Kunst zur\u00fcckkehren und die gro\u00dfen Beitr\u00e4ge der Vergangenheit studieren.<\/p>\n<p>Warum, denken Sie, haben wir in jeder Konferenz, die wir veranstalten, soviel klassische Musik und Spirituals? Weil wir die moralische Seite der Menschen ver\u00e4ndern m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen die \u00e4sthetische Seite der Menschen ver\u00e4ndern. Die Menschen haben keinen Geschmack mehr! Sie haben vergessen, was es bedeutet, klassische Musik zu lieben! Wir m\u00fcssen sie also studieren.<\/p>\n<p>Deshalb hat Diane Sare unseren Chor f\u00fcr New York und New Jersey gestartet, um den Belcantogesang zu lernen. Kommen Sie jede Woche, oder wann immer sie stattfinden, zu den Proben und lernen Sie, so zu singen wie die wunderbaren S\u00e4nger, die wir heute geh\u00f6rt haben. Jeder kann singen lernen. Ihre Stimme ist ein Instrument, und wenn Sie erst einmal anfangen, Mozart, Beethoven, Schubert, Verdi und andere gro\u00dfe Komponisten zu meistern und sich zueigen zu machen, da\u00df Sie wissen, wie man die Musik singen oder spielen mu\u00df, dann werden Sie sehen: Es wird Sie ver\u00e4ndern. Sie werden ein ganz anderer Mensch werden.<\/p>\n<p>Befassen Sie sich dann mit den gro\u00dfen Dichtern. Lesen Sie Shakespeare, lesen Sie Schiller, lesen Sie Shelley und andere. Und Sie werden sehen: Diese Dinge werden zu Geistesmassen, Gedankendingen in ihrem Geist, und man wird Schritt f\u00fcr Schritt, immer wenn man sich ein neues Wissensgebiet erschlie\u00dft, eine harmonischere Pers\u00f6nlichkeit. Und man wei\u00df, da\u00df man seine Emotionen ver\u00e4ndern kann. Man kann bewu\u00dft eine sch\u00f6ne Seele werden.<\/p>\n<p>Die Menschen gehen in Fitne\u00dfstudios und trainieren, wie man die Muskeln aufbaut, indem man die Maschine entsprechend bedient, und sie verwenden eine enorme Energie darauf, aber sie konzentrieren sich nicht darauf, eine sch\u00f6ne Seele zu werden. Sch\u00f6ne K\u00f6rper sind okay, ich bin da nicht dagegen, aber sch\u00f6ne Seelen sind etwas wichtiger. Und Friedrich Schiller, nach dem das Schiller-Institut benannt ist, hatte genau diese Vorstellung, da\u00df jeder Mensch eine sch\u00f6ne Seele werden kann: ein Mensch, f\u00fcr den Freiheit und Notwendigkeit das gleiche sind; Menschen, die ihre Pflicht mit Leidenschaft \u00fcben und frei sind, indem sie es tun.<\/p>\n<p>Und Sie k\u00f6nnen Ihren Charakter so entwickeln, da\u00df er dem entspricht, was die Nationalbank, die Neue Entwicklungsbank usw. schaffen werden.<\/p>\n<p>Unser hochgesch\u00e4tzter Freund Krafft Ehricke &#8211; ein deutsch-amerikanischer Wissenschaftler, der die Saturn-Rakete f\u00fcr das Apollo-Programm entwickelte &#8211; hat gesagt, das Schiller-Institut sei deshalb so wichtig, weil man <i>alles<\/i> zum Guten wie zum Schlechten verwenden kann. Man kann jede Technologie, jedes Instrument verschieden nutzen. Man kann Papier dazu verwenden, Menschen zu betr\u00fcgen, aber man kann es auch f\u00fcr anderes verwenden. Es gibt nichts Objektives, alles ist subjektiv: Ist der Mensch, der diese Dinge verwendet, eine erhabene, edle Seele, ein moralischer Mensch, ein \u00e4sthetischer Mensch oder nicht?<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen also all das miteinander verbinden: Infrastruktur, neue Kreditinstitutionen, neue Wissenschaften. Und all das mu\u00df immer damit verbunden sein, Ihre Seele immer sch\u00f6ner zu machen und eine Renaissance von Menschen zu erschaffe, die ihre Identit\u00e4t nicht in den Besitz von Geld oder Macht legen, sondern deren Identit\u00e4t in der Kreativit\u00e4t der Menschheit liegt und die mit ihrem Leben dazu beitragen, da\u00df die Menschheit voranschreitet, oder in den Worten Wernadskijs: da\u00df die Herrschaft der Noosph\u00e4re \u00fcber die Biosph\u00e4re immer st\u00e4rker wird.<\/p>\n<p>Wenn man die lange Evolution der Menschheit anschaut, dann sieht man, da\u00df da ein enormer Fortschritt ist. Und je mehr Menschen K\u00fcnstler, Wissenschaftler, Lehrer werden, und vor allem Entdecker in der klassischen Kunst und in der Wissenschaft, desto mehr Menschen werden besser werden und um so weniger werden sie den Wunsch haben, anderen Menschen B\u00f6ses anzutun. Denn wenn Sie einen Wissenschaftler oder einen gro\u00dfen Komponisten oder Musiker fragen, was er will, wird er Ihnen sagen: \u201eIch bin so gl\u00fccklich, da\u00df ich meine Arbeit tun kann, denn das ist meine Identit\u00e4t. Selbst wenn ich nicht mehr Geld bekomme, w\u00fcrde ich doch das gleiche tun.\u201c<\/p>\n<p>Und das ist die Zukunft der Menschheit. Die Menschheit wird aufh\u00f6ren, kleine, habgierige B\u00f6sewichte zu sein, die ihre Nachbarn betr\u00fcgen. Ich denke, das sind wir Menschen nicht, sondern wir sind [das Gute], was wir sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Und ich bin optimistisch, da\u00df ich noch in meiner Lebenszeit &#8211; und so jung bin ich ja nicht mehr &#8211; ein v\u00f6llig neues Paradigma der Zivilisation erleben werden. Denn das ist in greifbarer N\u00e4he. Und ich m\u00f6chte, da\u00df Sie sich unseren Bem\u00fchungen anschlie\u00dfen, damit dies so bald wie m\u00f6glich geschieht.<\/p>\n<p lang=\"en-GB\"><\/div>\n<\/div>\n<p lang=\"en-GB\">\n<p lang=\"en-GB\">\n<p lang=\"en-GB\">\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(auf Englisch) Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende der B\u00fcrgerrechtsbewegung Solidarit\u00e4t und des internationalen Schiller-Instituts, er\u00f6ffnete am 17. 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