{"id":21286,"date":"2014-10-22T17:04:33","date_gmt":"2014-10-22T15:04:33","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/30th-anniversary-conference-%e2%80%a2-frankfurt-germany-%e2%80%a2-october-18th-2014-3-2\/"},"modified":"2015-02-11T22:55:29","modified_gmt":"2015-02-11T21:55:29","slug":"30th-anniversary-conference-%e2%80%a2-frankfurt-germany-%e2%80%a2-october-18th-2014-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/30th-anniversary-conference-%e2%80%a2-frankfurt-germany-%e2%80%a2-october-18th-2014-3\/","title":{"rendered":"30. Jahrestag der Gr\u00fcndung des Schiller-Instituts"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2><strong>30. Jahrestag der Gr\u00fcndung<\/strong> des Schiller-Instituts<\/h2>\n<p class=\"sub-title-empty\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/20141018_conf_program_revised_01.pdf\" class=\"custom-button large\">program (Englisch)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><em>Eine Neue Welt entsteht:<\/em> Die Menschheit ist die einzige kreative Gattung!<\/h2>\n<p lang=\"de-DE\">Unter diesem Motto fand am 18. und 19. Oktober in Frankfurt eine internationale Konferenz zum 30j\u00e4hrigen Bestehen des Schiller-Instituts mit mehr als 380 Teilnehmern aus allen f\u00fcnf Kontinenten statt. Das Thema lautete \u201eDie Neue Seidenstra\u00dfe und Chinas Mondprogramm: Die Menschheit ist die einzige kreative Gattung\u201c. Es war eine historisch bedeutsame Veranstaltung, vor allem deshalb, weil seit 2014 von der BRICS-Gruppe eine starke, optimistische Dynamik f\u00fcr eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung ausgeht, f\u00fcr die das Schiller-Institut seit seiner Gr\u00fcndung 1984 viele Programme vorgelegt und f\u00fcr deren Durchsetzung gek\u00e4mpft hat. Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende und Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, gilt in China als \u201eSeidenstra\u00dfenlady\u201c und ist in vielen L\u00e4ndern der Welt f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen jahrzehntelangen Einsatz f\u00fcr eine neue Entwicklungs\u00e4ra der Menschheit bekannt und gesch\u00e4tzt, wie bei der Konferenz deutlich zum Ausdruck kam.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p lang=\"de-DE\">Die neue Dynamik der BRICS-Nationen und der damit verbundene Optimismus, die akuten und gro\u00dfen Probleme der Menschheit gemeinsam l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, war bei der Konferenz pr\u00e4sent durch hochrangige Redner aus China, Indien und weiteren L\u00e4ndern, die sich an den BRICS-Staaten orientieren. Die Teilnehmer der Konferenz kamen aus 25 L\u00e4ndern, \u00fcberwiegend aus Europa, aber auch aus den USA, aus Ru\u00dfland, Ukraine, Iran, China, Bangladesh, Australien sowie Mexiko &#8211; ein \u00e4u\u00dferst lebhafter und intensiver Austausch unter den G\u00e4sten w\u00e4hrend der beiden Konferenztage war somit vorgegeben. Gru\u00dfbotschaften erreichten die Konferenz von Professor Michail Titarenko vom Fernost-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften, einem langj\u00e4hrigen Freund von Lyndon und Helga LaRouche; aus Australien vom fr\u00fcheren Premierminister Malcolm Fraser (1975-83), sowie per Videobotschaft von Chandra Muzaffar aus Malaysia, dem Gr\u00fcnder und Vorsitzenden der Organisation \u201eJust International\u201c.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der erste Konferenztag begann mit Musik: Der Chor des Schiller-Instituts sang \u201eUnd eine neue Welt&#8230;\u201d aus Joseph Haydns <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Sch\u00f6pfung<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> &#8211; dies war eine gute Einstimmung in das Thema der Konferenz: das sch\u00f6pferische Prinzip als Gesetz des Universums und der Menschheit. Die Spannung zwischen der Gefahr des Absturzes in die Vernichtung der Menschheit und dem Aufbau einer neuen, auf die Zukunft ausgerichteten Welt souver\u00e4ner Nationen, die f\u00fcr das Gemeinwohl und die gemeinsamen Ziele der Menschheit zusammenarbeiten, zog sich durch die Reden und Diskussionen der ganzen Konferenz.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, \u00fcbermittelte der Konferenz gleich zu Beginn ihrer ausf\u00fchrlichen Er\u00f6ffnungsrede die Gr\u00fc\u00dfe ihres Ehemanns Lyndon LaRouche, dessen Werk entscheidend dazu beigetragen habe, da\u00df es in der heutigen Welt eine L\u00f6sung gibt.<\/p>\n<h3 lang=\"de-DE\">Drei Weltkrisen<\/h3>\n<p lang=\"de-DE\">In ihren weiteren Ausf\u00fchrungen betonte sie die Bedeutung der BRICS-Allianz vor dem Hintergrund der drei sich gleichzeitig versch\u00e4rfenden Weltkrisen &#8211; dem barbarischen IS-Terrorismus, der Ebola-Pandemie und dem drohenden Zusammenbruch des Finanzsystems. W\u00e4hrend das derzeitige, marode Weltfinanz- und Wirtschaftssystem nur Terror, Krieg, Hunger und Seuchen wie Ebola mit sich bringe, sei in der Entschlossenheit der BRICS-Staaten zu realwirtschaftlicher Entwicklung und in der Gr\u00fcndung mehrerer neuer Entwicklungsbanken eine wirkliche Alternative zum bankrotten monetaristischen System der transatlantischen Welt im Aufbau, betonte Frau Zepp-LaRouche. Der Aufbau der Neuen Seidenstra\u00dfe und ihre Erweiterung zur Weltlandbr\u00fccke, sowie der Wissenschaftsmotor von Chinas Raumfahrtprogramm biete der Menschheit eine Chance, in eine neue \u00c4ra einzutreten, die von Achtung der Souver\u00e4nit\u00e4t und F\u00f6rderung des Wohlergehens des jeweils Anderen, in allgemeiner Zusammenarbeit zum Vorteil aller, bestimmt ist. Mit Videos \u00fcber die Alte und die Neue Seidenstra\u00dfe sowie die chinesische Mondlandung, bekamen die Zuh\u00f6rer einen lebendigen Eindruck des Paradigmas dieser entstehenden \u201eNeuen Welt\u201c, der sich die Nationen Europas und die USA anschlie\u00dfen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Schlie\u00dflich schlug Frau Zepp-LaRouche eine Resolution f\u00fcr die Zusammenarbeit aller Nationen gegen die akuten Bedrohungen der Zivilisation vor, die sp\u00e4ter als Grundlage f\u00fcr eine umfassende Mobilisierung nach der Konferenz verabschiedet wurde (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>siehe nebenstehenden Text<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">).<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Konzept des Entstehens einer neuen \u00c4ra der Menschheit entfaltete sich dann in beeindruckender Weise in den Beitr\u00e4gen der hochrangigen Redner des ersten Panels \u201eDie Neue Seidenstra\u00dfe transformiert den Planeten\u201c. Prof. Shi Ze, Direktor des Instituts f\u00fcr Internationale Energie-Strategie-Studien und Fellow am China Institute of International Studies, Beijing, stellte Chinas Konzept der Seidenstra\u00dfe als offenes Konzept der Zusammenarbeit mit anderen Nationen vor (\u201eEinige innovative Ideen zur Zusammenarbeit entlang der Seidenstra\u00dfe\u201c). Ihm folgte Frau Dr. Fatemeh Hashemi, die \u00fcber \u201eIrans Rolle in der Strategie der Neuen Seidenstra\u00dfe im Dritten Millenium\u201c sprach. Frau Dr. Hashemi ist Pr\u00e4sidentin der Women\u2019s Solidarity Association, Teheran. Frau Jayshree Sengupta, Senior Fellow der Observer Research Foundation in Neu Delhi, sprach \u00fcber \u201eBRICS und die Neue Internationale Weltordnung\u201c. Sie ging auf das Konzept der BRICS als Alternative zur gescheiterten Finanzglobalisierung ein und machte deutlich, da\u00df Indien unter dem neuen Premierminister Modi fest entschlossen ist, mit BRICS einen v\u00f6llig neuen Kurs f\u00fcr Indien und die Menschheit einzuschlagen. Die \u00d6konomin Natalja Witrenko, Pr\u00e4sidentin der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine, berichtete in einer schockierenden Rede mit Videoclips \u00fcber die Situation in der Ukraine und unterstrich die Notwendigkeit, endlich die geopolitische Eskalation gegen Ru\u00dfland zu beenden, die ansonsten zu einem Dritten Weltkrieg f\u00fchren kann. Sie formulierte dazu eine Resolution, die sp\u00e4ter w\u00e4hrend der Konferenz verabschiedet wurde. Als letzter Redner dieses Panels sprach Ali Rastbeen aus Frankreich, Gr\u00fcnder und Pr\u00e4sident der Pariser Akademie f\u00fcr Geopolitik, \u00fcber \u201eEine Vision f\u00fcr die Zukunft Eurasiens\u201c.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Nachmittagspanel, \u201eDie Zukunft Europas &#8211; transatlantischer Kollaps oder Allianz souver\u00e4ner Republiken?\u201d, wandte sich zun\u00e4chst der dringend notwendigen Neuorientierung f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung anstelle des gescheiterten monetaristischen Finanz- und Eurosystems zu. Prof. Dieter Ameling (bis 2008 Pr\u00e4sident des Wirtschaftsvereinigung Stahl) sprach \u00fcber \u201eDie Rolle von Stahl f\u00fcr die Perspektive der Neuen Seidenstra\u00dfe\u201d und zeigte das brachliegende Potential Deutschlands f\u00fcr eine globale Aufbauperspektive auf. Der griechische Parlamentsabgeordnete Panos Kommenos, Vorsitzender der Partei Unabh\u00e4ngige Griechen, ging auf die bereits existierende griechisch-chinesische Infrastrukturzusammenarbeit ein und erteilte der EU-Austerit\u00e4tspolitik eine klare Absage (\u201eGriechenland und der Wirtschaftsg\u00fcrtel der Seidenstra\u00dfe\u201c). Ein sehr anregender Beitrag folgte von Professor Enzo Siviero, Mitglied des italienischen Nationalrates der Universit\u00e4ten aus Venedig und langj\u00e4hriger Br\u00fcckenbauexperte, der mit vielen Beispielen zeigte, wie Br\u00fccken alle L\u00e4nder des Mittelmeeres in der Geschichte und der Zukunft zu einem Kultur- und Wirtschaftsraum verbinden k\u00f6nnen, der bei der Verwirklichung der Neuen Seidenstra\u00dfe eine Schl\u00fcsselrolle spielen wird (\u201eBr\u00fcckenschlag \u00fcber das Mittelmeer\u201c).<\/p>\n<h3 lang=\"de-DE\">Kurswende notwendig<\/h3>\n<p lang=\"de-DE\">Im zweiten Teil des Panels wurde deutlich, da\u00df nur eine radikale Kurswende weg von der britisch-amerikanischen Geopolitik im Nahen Osten den Absturz in die v\u00f6llige Barbarei von IS und der Destabilisierung der ganzen Region, sowie die weltweite Ausbreitung von Terrorismus verhindern kann. Oberst (i.R.) Alain Corvez, fr\u00fcherer Berater des Generalkommandos der UNIFIL (UN-Friedenstruppe f\u00fcr den Libanon) in Paris analysierte die Lage und bezog sich auf den iranischen Pr\u00e4sidenten Hassan Rohani, der 2013 vor der UN-Generalversammlung dazu aufgerufen hatte, Konflikte durch Zusammenarbeit zu l\u00f6sen, statt durch Krieg. Raymond McGovern, fr\u00fcherer Analytiker der CIA und bekannt als Mitbegr\u00fcnder der Organisation VIPS (Veteran Intelligence Professionals for Sanity), zeichnete zum Abschlu\u00df ein dramatisches Bild der diktatorischen Verh\u00e4ltnisse in den USA unter Pr\u00e4sident Obama und machte deutlich, da\u00df Amerika unbedingt wieder zu den Wurzeln seiner Verfassung zur\u00fcckgebracht werden mu\u00df. McGovern rief besonders die junge Generation auf, f\u00fcr die Zukunft zusammenzuarbeiten, und erinnerte mit bewegenden Worten an den Mut der Geschwister Scholl und ihrer Mitstreiter gegen die Hitler-Diktatur.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine ausf\u00fchrliche Diskussion mit Fragen an die Podiumsteilnehmer schlo\u00df sich an, wobei es aus verschiedenen Blickwinkeln darum ging, wie das neue Paradigma f\u00fcr Aufbau und Entwicklung den vorherrschenden Niedergang und den zerst\u00f6rerischen Kulturpessimismus in Europa \u00fcberwinden kann. Ein konkreter Punkt war dabei die Forderung, da\u00df die durch nichts gerechtfertigte geopolitische Sanktionspolitik der USA und der EU gegen Ru\u00dfland sofort beendet und die historisch gewachsene Zusammenarbeit Europas mit Ru\u00dfland wieder aufgenommen und vertieft werden mu\u00df. Alena Petrowa von \u201eArt Assemblee\u201c \u00fcberbrachte Gr\u00fc\u00dfe an die Konferenz und berichtete \u00fcber die j\u00e4hrlich stattfindenden Russischen Kulturtage in Baden-Baden und ihre Bedeutung f\u00fcr die europ\u00e4isch-russische Zusammenarbeit.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der erste Konferenztag wurde gekr\u00f6nt von einem Musikabend, bei dem der Chor des Schiller-Instituts, zusammen mit professionellen Solisten und Orchestermusikern unter Leitung von Sergej Strid, die Oper <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Fidelio<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> von Ludwig van Beethoven in szenischen Ausz\u00fcgen auff\u00fchrte &#8211; wof\u00fcr es begeisterten Applaus gab. <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Fidelio<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, in der die Hauptfigur Leonore gegen alle Widerst\u00e4nde mit einzigartigem Mut die Befreiung ihres willk\u00fcrlich eingekerkerten Gatten Florestan erk\u00e4mpft, feiert die Kraft der Liebe, die selbst die schlimmste Tyrannei der Oligarchie besiegen und die Freiheit f\u00fcr die Menschheit erringen kann. Viele Konferenzteilnehmer kannten die Oper \u00fcberhaupt nicht und waren tief beeindruckt von der Sch\u00f6nheit und Wahrheit dieser Musik, die das Innerste des Menschen ber\u00fchrt und es ihm erm\u00f6glicht, der sinnlich-erdr\u00fcckenden Realit\u00e4t auf der Ebene des Erhabenen zu begegnen.<\/span><\/p>\n<h3 lang=\"de-DE\">Der Ausweg: Zusammenarbeit<\/h3>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der Sonntagmorgen begann mit dem Themenkomplex \u201eDie neue Seidenstra\u00dfe und das Neue Paradigma f\u00fcr die Menschheit\u201c, eingeleitet durch Jacques Cheminade, dem fr\u00fcheren franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten und Vorsitzenden der Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s. Cheminade stellte in seiner Rede \u00fcber \u201eEuropas Identit\u00e4t: Der Vorteil des Anderen im Neuen Paradigma\u201c die Politik des EU-Empire und der oligarchischen Bev\u00f6lkerungsreduktion dem Konzept der Zusammenarbeit der Nationen f\u00fcr die gemeinsamen Ziele der Menschheit gegen\u00fcber, wie sie im Westf\u00e4lischen Frieden formuliert sind. Mit leidenschaftlichen Worten forderte er die Zuh\u00f6rer auf, sicherzustellen, da\u00df Europa und die USA zu ihrem geistigen und politischen Erbe zur\u00fcckkehren und als \u201efreie Nationen\u201c f\u00fcr die Zukunft Afrikas und der Welt k\u00e4mpfen. Mit derselben Entschlossenheit und dem Mut, wie sie Leonore in der Oper <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Fidelio <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">zeige, k\u00f6nne es gelingen, die Bev\u00f6lkerung selbst auf die B\u00fchne der Geschichte zu bringen und die Zukunft zu bestimmen.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In einem eindrucksvollen Beispiel daf\u00fcr, wie Repr\u00e4sentanten ganz verschiedener Nationen f\u00fcr die gemeinsamen Ziele der Menschheit zusammenarbeiten k\u00f6nnen, sprachen in diesem Panel anschlie\u00dfend sechs Redner aus verschiedenen Kontinenten. Saeed Khatibzadeh vom Institut f\u00fcr Politische und Internationale Studien (IPIS, Iran) und Leiter des IPIS-Regionalb\u00fcros in Berlin hielt einen Vortrag \u00fcber \u201eDie Welt gegen Gewalt und Extremismus: Der Nahe Osten im \u00dcbergang\u201c, der die gro\u00dfartige Geschichte und Kultur des Iran und seinen Beitrag f\u00fcr die Seidenstra\u00dfe der von au\u00dfen erzeugten Spirale von Gewalt und Extremismus im Nahen Osten und dem Leiden der Bev\u00f6lkerung in der Region gegen\u00fcberstellte. Herr Khatibzadeh schlo\u00df mit dem Appell, die USA m\u00f6chten ihre Hauptstadt wieder von London nach Washington zur\u00fcckverlegen, was ihm viel Beifall eintrug. Es folgte der \u00d6konom Antonino Galloni, Aufsichtsrat am Nationalen Institut f\u00fcr Sozialrenten in Italien, mit einer Rede \u00fcber \u201eEnrico Matteis Politik als Universalmodell f\u00fcr die Beziehungen Nord-S\u00fcd, Ost-West\u201d, in der er die umfassende Wirtschaftskooperationspolitik Matteis mit den \u00d6lf\u00f6rderl\u00e4ndern im Gegensatz zur anglo-amerikanischen Geopolitik beschrieb. Prof. Milena Nikolic vom serbischen Hochschulinstitut f\u00fcr Angewandte Studien sowie Dragan Duncic von der Staatlichen Agentur f\u00fcr Raumplanung (beide Belgrad) pr\u00e4sentierten einen Bericht \u00fcber das k\u00fcrzlich wiederbelebte Projekt der \u201eDonau-Morava-Vardar\/Axios-\u00c4g\u00e4is-Wasserstra\u00dfe\u201c und gingen auf die Perspektiven der Zusammenarbeit Serbiens mit China bei der Entwicklung der Infrastruktur des neuen \u201eSeidenstra\u00dfen-Wirtschaftsg\u00fcrtels\u201c ein.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dann folgte ein besonderer H\u00f6hepunkt: Die <\/span><span lang=\"de-DE\">China Soong Ching Ling Stiftung<\/span><i> <\/i><span lang=\"de-DE\">mit Sitz in Beijing, vertreten durch Frau Pei Hua, die Direktorin der Forschungsabteilung des CSCLF, und Herrn Chen Bo, stellvertretender Leiter der Abteilung f\u00fcr Internationale Angelegenheiten des CSCLF, \u00fcbermittelte Gr\u00fc\u00dfe an die Konferenz und besonders an Helga Zepp-LaRouche, die k\u00fcrzlich prominenter Gast bei einem von der Stiftung veranstalteten Seidenstra\u00dfensymposium gewesen war. Die Soong Ching Ling Stiftung bewahrt das Erbe der Ehefrau von Sun Yat Sen, dem ersten Pr\u00e4sidenten Chinas nach der Revolution von 1911-12, und setzt sich besonders f\u00fcr die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung und den Kulturaustausch sowie die F\u00f6rderung der Jugend ein. Frau Pei Hua und Herr Chen Bo \u00fcberreichten Helga Zepp-LaRouche ein chinesisches Glockenspiel als Geschenk und Zeichen der Verbundenheit.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In einem Beitrag von Diogene Senny, Generalsekret\u00e4r der Panafrikanischen Liga in Frankreich, ging es anschlie\u00dfend um die \u201eOperationelle Konvergenz zwischen den BRICS-Nationen und Pan-Afrikanismus\u201c, in dem er \u00fcber die Aufgabe der gemeinsamen Entwicklung Afrikas und der notwendigen nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t der Nationen sprach. Den Abschlu\u00df bildete ein Bericht von Robert Barwick vom Citizens Electoral Council (CEC) in Australien. Barwick stellte die zwei Wege f\u00fcr Australien polemisch gegen\u00fcber: \u201eWohin Australien? Zur H\u00f6lle mit London und Wall Street oder in den Himmel mit den BRICS?\u201c Er ging ausf\u00fchrlich auf die Kampagnen der LaRouche-Bewegung in Australien gegen das britische Empire ein und stellte klar, da\u00df sich der Kontinent nicht als geostrategische Schachfigur in Obamas britisch-imperialer Kriegsstrategie gegen China mi\u00dfbrauchen lassen darf. Dies kam auch in der Gru\u00dfbotschaft des fr\u00fcheren australischen Premierministers Malcolm Fraser zum Ausdruck, die schon am Vormittag verlesen worden war. Fraser hatte sich k\u00fcrzlich auch f\u00fcr eine sofortige Glass-Steagall-Bankentrennung ausgesprochen, f\u00fcr die das CEC in Australien mobilisiert.<\/p>\n<h3 lang=\"de-DE\">Wissenschaftsmotoren f\u00fcr die Zukunft<\/h3>\n<p lang=\"de-DE\">Zum Abschlu\u00df der Konferenz ging es um die Parameter, von denen die Gestaltung der Zukunft abh\u00e4ngen wird, und zwar unter dem Thema: \u201eWissenschaftsmotoren f\u00fcr ein neues Wirtschaftswunder und die gemeinsamen Ziele der Menschheit\u201c. Zun\u00e4chst wurde ein Beitrag des Dekans der School of Nuclear Science and Technology an der Universit\u00e4t Lanzhou\/China zum Thema \u201eZuk\u00fcnftige Perspektiven der Kernkraft in der neuen \u00c4ra der Seidenstra\u00dfe\u201c vorgetragen; leider konnte Prof. Dr. Wangsuo Wu kurzfristig den Vortrag nicht pers\u00f6nlich halten. Im Kern behandelte er die Aufgabe, gen\u00fcgend qualifizierte Fachkr\u00e4fte auszubilden, die in kurzer Zeit die Erfordernisse des chinesischen Kernkraftprogramms im Rahmen der neuen Strategie der Seidenstra\u00dfe erf\u00fcllen k\u00f6nnen. War dies schon ein vollkommen anderes Denken als die vorherrschende gr\u00fcn-malthusianische und wissenschaftsfeindliche Denkweise in Deutschland, so erweiterte Jason Ross vom LaRouche-Wissenschaftsteam in den USA die Vorstellungskraft der Zuh\u00f6rer mit seinem grundlegenden Beitrag \u00fcber \u201eF\u00f6rderung von Helium 3 auf dem Mond f\u00fcr eine Fusionswirtschaft und als Raumfahrtantrieb\u201c anschlie\u00dfend gleich um mehrere Gr\u00f6\u00dfenordnungen! Sein Beitrag zeigte das enorme Potential des chinesischen Mondprogramms vom Standpunkt der Entwicklung der Kernfusion als n\u00e4chstem Schritt in der Evolution der Menschheit und gab den Zuh\u00f6rern einen Einblick in Lyndon LaRouches Wissenschaftsmethode.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Toni K\u00e4stner, Vorsitzender des Fusions-Energie-Forums (FEF) in Deutschland, ging auf die Zusammenarbeit Europas, Ru\u00dflands und Chinas zur Entwicklung Eurasiens ein, f\u00fcr die schon der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz zu Beginn des 18. Jahrhunderts gek\u00e4mpft hatte. Von diesem Standpunkt aus kommt Deutschland mit seinem enormen wissenschaftlich-\u00f6konomischen Potential eine besondere Rolle bei der Verwirklichung der Seidenstra\u00dfe und der Weltlandbr\u00fccke zu. K\u00e4stner griff NRW und Sachsen als zwei besondere Schwerpunktregionen heraus, die sowohl f\u00fcr den Bereich der Weltraumforschung und andere Hochtechnologiebereiche zukunftsweisend sind, wobei Sachsen aufgrund seiner geographischen und historischen Rolle ein wirkliches \u201eTor zum Osten\u201c darstellt.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Thema, das schon ganz zu Beginn der Konferenz von Helga Zepp-LaRouche als eines der unmittelbar dringlichen Probleme genannt wurde, die die Menschheit jetzt l\u00f6sen mu\u00df, n\u00e4mlich die Ebola-Trag\u00f6die, stand im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Wolfgang Lillge, dem Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Fusion<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Dr. Lillge behandelte das Thema, \u201eDer Kampf gegen Krankheiten und Pandemien durch eine Politik globaler Entwicklung\u201c, und machte eindringlich klar, da\u00df der Ausbruch der Ebola-Pandemie in Afrika das Resultat der v\u00f6llig verfehlten Wirtschaftspolitik des IWF in den letzen 40 Jahren ist. Schon zu Beginn der 1970er Jahre hatte Lyndon LaRouche eine Studie in Auftrag gegeben, die vor einem \u201eBiologischen Holocaust\u201c warnte, wenn die imperiale Auspl\u00fcnderung Afrikas und des Entwicklungssektors nicht beendet w\u00fcrde. Das Gegenteil geschah, und heute droht die Vernichtung Afrikas durch Ebola und andere Pandemien in Kombination mit Hunger und von au\u00dfen angeheizten Kriegen, wenn die Staatengemeinschaft sich nicht international sofort dazu entscheidet, einzugreifen. Dr. Lillge betonte, es seien unmittelbare Ma\u00dfnahmen erforderlich, um die Sterberaten der von Ebola infizierten Menschen in Afrika zu senken. Dies gehe nur, wenn eine absolute Kehrtwende in der internationalen Politik vollzogen wird und statt oligarchischer Entv\u00f6lkerung das Menschenrecht auf Leben und Entwicklung im Mittelpunkt steht.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Geist der Konferenz, der Menschheit eine optimistischen Weg in die Zukunft zu bahnen, war in der Abschlu\u00dfdiskussion, ebenso wie in den vielen Gespr\u00e4chen am Rande der Konferenz, deutlich sp\u00fcrbar. Wie in der Polyphonie eines Musikst\u00fcckes entstand bei dieser Konferenz zwischen Menschen der verschiedensten Nationen und Hintergr\u00fcnde eine neue Ebene des Dialogs \u00fcber Ideen \u201ejenseits politischer Floskeln oder Formeln\u201c, und damit eine neue Realit\u00e4t dessen, was menschliche Kreativit\u00e4t und Liebe zur Menschheit bewirken k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4 lang=\"de-DE\"><i>Elke Fimmen und Rainer Apel<\/i><\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"one-half\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"embedly-embed\" src=\"\/\/cdn.embedly.com\/widgets\/media.html?url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3D_84CircxPrk&#038;src=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fembed%2F_84CircxPrk%3Ffeature%3Doembed&#038;image=http%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2F_84CircxPrk%2Fhqdefault.jpg&#038;type=text%2Fhtml&#038;schema=youtube\" width=\"854\" height=\"480\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"one-half last\">\n<h2 class=\"yt watch-title-container\"><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/media\/fidelio-op-72-ludwig-van-beethoven\/\" target=\"_blank\"><span id=\"eow-title\" class=\"watch-title \" dir=\"ltr\" title=\"Fidelio, Op. 72 - Ludwig van Beethoven\">Fidelio, Op. 72 &#8211; Ludwig van Beethoven<\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"watch-description-text\" class=\"\">\n<h3 id=\"eow-description\">Schiller Institute conference<br \/>\nFrankfurt am Main, October 18, 2014<\/h3>\n<p>Performed in the Verdi tuning, A=432 Hz<br \/>\n(Abridged version)<br \/>\n\u00a9 Schiller Institute 2014. All rights reserved. May not be reproduced or republished.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 30. Jahrestag der Gr\u00fcndung des Schiller-Instituts &nbsp; program (Englisch) &nbsp; Eine Neue Welt entsteht: Die Menschheit ist die einzige kreative Gattung! Unter diesem Motto fand am 18. und 19. 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