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	<title>Paris 2015 &#8211; Schiller Institute</title>
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	<title>Paris 2015 &#8211; Schiller Institute</title>
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		<title>Musikalische Einleitung : Panel 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2015 23:40:55 +0000</pubDate>
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		<title>Musikalische Einleitung : Panel 4</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2015 23:38:55 +0000</pubDate>
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		<title>Musikalische Einleitung : Panel 5</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2015 23:32:27 +0000</pubDate>
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		<title>Acheikh Ibn-Oumar : Die Wiederauffüllung des Tschadsees: ein Großprojekt für die BRICS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 11:42:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Acheikh Ibn-Oumar ehem. Außenminister des Tschad, Reims/Frankreich &#160; Im Februar veranstaltete das Schiller-Institut eine Konferenz zum Thema „Mit den BRICS für ein Win-Win-System“. Bei dieser Gelegenheit hielt ich einen Vortrag über ein wichtiges Entwicklungsprojekt, das darin besteht, den Tschadsee wieder aufzufüllen, indem man Wasser aus dem Becken des Kongoflusses umleitet. Heute möchte ich dieses Projekt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Acheikh Ibn-Oumar</h2>
<p><em>ehem. Außenminister des Tschad, Reims/Frankreich</em></p>
<hr class="shortcode-hr">
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/d2hcLkf5Q-k" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Februar veranstaltete das Schiller-Institut eine Konferenz zum Thema „Mit den BRICS für ein Win-Win-System“. Bei dieser Gelegenheit hielt ich einen Vortrag über ein wichtiges Entwicklungsprojekt, das darin besteht, den Tschadsee wieder aufzufüllen, indem man Wasser aus dem Becken des Kongoflusses umleitet.</p>
<p>Heute möchte ich dieses Projekt nicht noch einmal im Detail beschreiben, sondern nur eine kurze Zusammenfassung geben und anschließend einige Kontroversen und Herausforderungen im Zusammenhang mit diesem Projekt behandeln, welche faktisch allen großen Infrastrukturprojekten eigen sind.</p>
<h3>Kurze Einführung in das Projekt zur Wiederherstellung des Tschadsees</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.institutschiller.org/local/cache-vignettes/L680xH610/transaqua-4-5d60d.jpg" alt="" width="680" height="610" /></p>
<p>Der Tschadsee war einer der größten der Welt, mit einem Einzugsbereich von 2.382.631 km<sup>2 </sup>und einem aktiven Becken von 966.955 km<sup>2</sup>. Die Anliegerstaaten sind Kamerun, Tschad, Niger, Nigeria, im Becken liegen außerdem Libyen, die Zentralafrikanische Republik, der Sudan und Algerien. Die Kommission für das Tschadsee-Becken (frz. Akronym CBLT) wurde 1964 gegründet.</p>
<p>Aber der Tschadsee ist bedroht. Seine Fläche ist in 50 Jahren auf ein Dreizehntel geschrumpft, von 26.000 km<sup>2 </sup>auf 2000 km<sup>2</sup> heute. Das Austrocknen des Tschadsees hat vielfache Konsequenzen für die Natur und die Menschen, in einem allgemeinen Kontext des Vordringens der Wüsten und der Erwärmung des Klimas.</p>
<p>Anfang der 80er Jahre hob ein italienischer Ingenieur, Marcello Vichi, eine Idee aus der Taufe, die darin besteht, Wasser aus dem Becken des Kongo umzuleiten, um den Tschadsee neu zu beleben. Das ist ein gewaltiges Projekt &#8211; es nennt sich Transaqua -, aber es brächte den Ländern der Region großen Nutzen. Jahrzehntelang stand bei der Mittelbeschaffung für das Vorhaben nicht die Finanzierung des eigentlichen Projekts im Mittelpunkt, sondern nur die Finanzierung der Machbarkeitsstudien, die 2009 endlich begannen.</p>
<p>Bei der vorherigen Konferenz hatte ich vorgeschlagen, daß die BRICS eine Führungsrolle bei der Förderung und Finanzierung des Projektes übernehmen. Denn wenn man beim derzeitigen System der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe bleibt, dann wäre es unmöglich, es zu verwirklichen.</p>
<h3>Einwände und offene Fragen im Zusammenhang mit dem Projekt</h3>
<p>Gegen die Vorzüge dieses Projektes werden verschiedene Einwände vorgebracht:</p>
<p><i>Wissenschaftlicher Einwand:</i> Einige Experten bestreiten, daß der Tschadsee tatsächlich austrocknet, sondern sind vielmehr überzeugt, daß das Schrumpfen des Sees ein wiederkehrendes Phänomen ist, das mit Phasen der Ausdehnung abwechselt. Andere bestreiten es nicht direkt, bezweifeln jedoch, daß es eine Folge der globalen Erwärmung ist.</p>
<p><i>Umwelt-Einwand:</i> Die deutliche Steigerung der Wasserführung der Zuflüsse [durch das Transaquaprojekt]- vor allem des Tschari- und des Logone-Flusses &#8211; und der Größe und Tiefe des Sees werde negative Auswirkungen auf die Fauna, Flora und die Böden haben, und auch auf die Arbeitsbedingungen der Bauern und Hirten, die sich an die zunehmende Wasserknappheit angepaßt haben.</p>
<p><i>Wirtschaftlicher Einwand:</i> Ein weiterer Einwand lautet, daß das Projekt zu teuer oder nicht kostendeckend wäre. Dieser Einwand wird faktisch gegen alle großen Entwicklungsvorhaben vorgebracht. Afrika habe bereits den Fehler der „weißen Elefanten“ [nutzlose Prestigeprojekte] gemacht und sollte daher nun nicht auch noch einen weiteren Fehler &#8211; diesmal einen „grünen Elefanten“ &#8211; machen. Dieser Sichtweise zufolge sollte man sich lieber auf Projekte im kleinen Maßstab konzentrieren, als Ergänzung der vorhanden Formen der Landwirtschaft und Tierhaltung, die an diese trockene Umwelt gut angepaßt sind. Faktisch wird damit wieder die große Debatte über die sozioökonomischen Entwicklungsmodelle eröffnet.</p>
<p><i>Der Einwand der Regierungsführung:</i> Die betreffenden Regierungen leiden unter technischen, institutionellen und menschlichen Schwächen &#8211; Mißmanagement und Korruption veranschaulichen das &#8211; und sind nicht fähig, derart große Projekte zu handhaben.</p>
<h3>Antworten</h3>
<p>Erwägen wir diese Einwände:</p>
<p><i>Der wissenschaftliche Einwand:</i> Dazu möchte ich, wenn Sie gestatten, eine Parallele zu einer andere Situation ziehen. Als AIDS ausbrach, behaupteten einige, diese Krankheit sei keines natürlichen Ursprungs, sondern durch Manipulation in Laboratorien entstanden. Aber wenn man einmal annimmt, diese Hypothese sei richtig, d.h. AIDS sei tatsächlich künstlich vom Menschen in die Welt gesetzt worden &#8211; wäre der Schaden ein anderer gewesen oder hätte das an der Notwendigkeit wirksamer Gegenmittel irgendetwas geändert?</p>
<p>Ähnlich ist es bei den verschiedenen Theorien über das Austrocknen des Tschadsees &#8211; seien sie verbunden mit den Aktivitäten des Menschen (globale Erwärmung) oder mit rein natürlichen Ursachen (zyklischen oder anderen) -, die Konsequenzen für die Bevölkerung sind dieselben und die Notwendigkeit, wirksam zu reagieren, bleibt dieselbe.</p>
<p><i>Wirtschaftlicher Einwand:</i> Herr Vichi hat einmal erwähnt, daß einige Stellen die direkten Kosten der gewaltsamen Konflikte in Afrika auf mehr als 20 Mrd. Dollar im Jahr schätzen (die indirekten Kosten nicht mitgerechnet), und wenn man nur 10% dieser Summe jährlich für das Transaqua-Projekt einsetzen würde, dann wäre das meiste schon getan. Ohnehin lassen sich die Kosten nicht näher bestimmen, bis die Machbarkeitsstudien fertig sind. Darüber hinaus handelt es sich um ein Projekt mit vielen Aspekten, Abschnitten und Phasen. Beim Tempo der Umsetzung der verschiedenen Aspekte muß man notwendigerweise alle Beschränkungen berücksichtigen, insbesondere die Verfügbarkeit von Geld.</p>
<p>Die Einwände, die berechtigt zu sein scheinen und mit denen man sich ernsthaft befassen muß, sind diejenigen im Zusammenhang mit den Fähigkeiten der Staaten (d.h., schlechten Regierungen) und mit den Folgen für die betroffenen Gesellschaften und für die Umwelt.</p>
<h3>Der Kontext</h3>
<p><i>Der allgemeine Kontext</i>: Die betroffenen Staaten liegen in der Sahelzone der Sahara; diese zeichnet sich im Inneren aus durch Nahrungsmittelunsicherheit, Sicherheitsbedrohungen, lokale Konflikte und schwache Institutionen, nach außen hin durch die Abhängigkeit von Rohstoffexporten und Entwicklungshilfe, inzwischen kommt noch die Abhängigkeit vom militärischen Schutz Frankreichs und Amerikas hinzu, und das etwa ein halbes Jahrhundert nach der Erlangung der Unabhängigkeit.</p>
<p>Eine der Konsequenzen ist die fehlende Aussicht auf Arbeitsplätze für junge Menschen, was diese in die Arme von extremistischen Gruppen und Menschenhändler-Netzwerken treibt. Ein eindringliches Abbild davon sehen wir in den Nöten der Migranten im Mittelmeer. Die heutige Herausforderung für Afrika, aber auch für die Menschheit, ist es, diese Länder aus dem Kreislauf von Armut, Abhängigkeit und Gewalt zu befreien.</p>
<p>Seit der Unabhängigkeit in den 60er Jahren dient insbesondere Schwarzafrika als ein Laboratorium für Theorien und Strategien in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklung und politische Liberalisierung, doch das Schicksal der Bevölkerung hat sich nicht grundlegend verbessert. Innerhalb und außerhalb Afrikas sind unzählige Schriften mit den Fakten erschienen.</p>
<p>Man sollte darauf hinweisen, daß um die Jahrhundertwende gewisse Bemühungen um einen neuen Ansatz unternommen wurden, beispielsweise NEPAD (Neue Wirtschaftliche Partnerschaft für Afrikas Entwicklung) und der Vorschlag für einen Marshallplan für Afrika. Dies spiegelt ein beginnendes Bewußtsein wider, daß starke neue Initiativen auf der Grundlage tiefgreifenden kritischen Denkens und einer breiteren Sicht der Probleme notwendig sind. Dennoch reicht es nicht, weil wir immer noch Gefangene desselben alten Paradigmas sind; man konzentriert sich nur darauf, die Entwicklungshilfe neu zu überdenken, während die eigentliche Frage unserer Zeit, wie es so schön im Titel dieser Konferenz zusammengefaßt ist, die ist, wie man „die Welt aufbaut“!</p>
<p>Hilfe von außen in ihrer herkömmlichen Form ist nicht immer nutzlos, besonders in Notlagen und humanitären Krisen und als Reaktion auf kritische lebensnotwendige Bedürfnisse. So haben beispielsweise das Bohren von Brunnen zum Wohl der nomadischen Bevölkerung und Impfkampagnen eine nützliche Rolle gespielt.</p>
<p>Aber mit der Finanzkrise in den großen entwickelten Ländern seit 2008 und ihren bleibenden Folgen ist es unrealistisch, jene Form der Hilfe zu erwarten, die für die Umsetzung großer Infrastrukturprogramme in Afrika notwendig ist. Der einzige gangbare Weg ist der, aus dem Paradigma der Hilfe auszubrechen. In dieser Hinsicht ist die Perspektive des „Win-Win“-Ansatzes, für den die BRICS eintreten, höchst relevant.</p>
<p>Dort wird von Gleichrangigkeit der Partner ausgegangen, und zwar nicht nur Gleichrangigkeit in Bezug auf den zu erwartenden Nutzen, sondern auch in Bezug auf die Verantwortung. Im traditionellen Hilfeschema müssen die Empfängerländer nicht auf Augenhöhe mit den Geberländern stehen; tatsächlich ist die Hilfe von der Grundidee her ungleich, weil ein stärkerer und einen schwächerer Partner vorausgesetzt werden. Dies geht so weit, daß die Geberländer die Politik und die Programme für uns formulieren, ja sogar andere für uns denken.</p>
<p>Dagegen werden mit der Gleichrangigkeit der Verantwortung im „Win-Win“-Ansatz die schwächeren Partner ermutigt, eigene Anstrengungen zu unternehmen: sich besser zu organisieren, die eigenen Kapazitäten zu stärken, für einen stärkeren Zusammenhalt der Gesellschaft zu arbeiten, etc.</p>
<p>Deshalb sollten die Völker in diesem wichtigen Teil der Sahelzone aus dem Bereich des Tschadsees mobilisiert werden und Verantwortung für dieses Großprojekt übernehmen. Es geht nicht nur darum, ein wichtiges Naturerbe zu erhalten oder die globale Erwärmung zu bekämpfen (das sind übrigens die Hauptargumente, die bisher von den Befürwortern des Projektes vorgebracht werden). Es geht darum, ein mächtiges wirtschaftliches Instrument zu schaffen, das die produktiven Kräfte der Menschen und der Natur entfesselt, die lokalen wirtschaftlichen Strukturen modernisiert, die regionale Integration und die internationale Zusammenarbeit auf einer radikal neuen Grundlage stärkt und dadurch zum Weltfrieden beiträgt, und wie es im Titel unserer Konferenz gesagt wird &#8211; und dies ist mein Schlußwort &#8211; dazu beiträgt, „die Welt wieder aufzubauen“!</p>
<p>Ich danken Ihnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Panel 2 &#8211; Frangen und Antworten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 11:36:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Frage 1 Warum tritt Griechenland nicht den BRICS bei und verlässt das Eurosystem? Frage 2 Warum nutzt die griechische Regierung nicht das gegenwärtige Momentum, um &#8222;Nein&#8220; zur europäischen Austeritätspolitik zu sagen? Frage 3 Schlussbemerkungen Panel 2, Helga Zepp-LaRouche]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/u4oQhFNSINg" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Frage 1</td>
<td><a class="YT_offset" href="#12">Warum tritt Griechenland nicht den BRICS bei und verlässt das Eurosystem?</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Frage 2</td>
<td><a class="YT_offset" href="#213">Warum nutzt die griechische Regierung nicht das gegenwärtige Momentum, um &#8222;Nein&#8220; zur europäischen Austeritätspolitik zu sagen?</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Frage 3</td>
<td><a class="YT_offset" href="#963">Schlussbemerkungen Panel 2, Helga Zepp-LaRouche</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Abschlußrede: Warum Sie sich dem Kampf des Schiller-Instituts anschließen müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 11:11:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jacques Cheminade Präsident Solidarité &#38; Progrès, Paris/Frankreich Helga Zepp-LaRouche Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Jacques Cheminade</h2>
<p><em>Präsident Solidarité &amp; Progrès, Paris/Frankreich</em></p>
<h2>Helga Zepp-LaRouche</h2>
<p><em>Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts </em></p>
<hr class="shortcode-hr">
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/b_AclkTX5hY" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Tatiana Seliverstova : Schaffen wir eine Jugendbewegung zur Unterstützung der BRICS!</title>
		<link>https://schillerinstitute.com/de/portfolio/tatiana-seliverstova-creons-un-mouvement-de-jeune-en-soutien-des-brics/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 10:58:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tatiana Seliverstova Leiterin des Internationalen Zentrum für Kooperation; Präsidentin Russische Jugend-Union, Moskau Verehrte Konferenzteilnehmer, ich bin den Organisatoren dieser Veranstaltung sehr dankbar, daß sie mich hierher eingeladen haben! Heute ist es wichtiger denn je, gemeinsame Grundlagen für die Vertiefung der Völkerverständigung zu schaffen. Die internationale Gemeinschaft sollte sie zur Konsolidierung gemeinsamer Bemühungen nutzen, außenpolitische Intrigen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tatiana Seliverstova</h2>
<p><em><span style="color: #000000;">Leiterin des Internationalen Zentrum für Kooperation; Präsidentin Russische Jugend-Union, Moskau</span></em></p>
<hr class="shortcode-hr">
<p>Verehrte Konferenzteilnehmer, ich bin den Organisatoren dieser Veranstaltung sehr dankbar, daß sie mich hierher eingeladen haben!</p>
<p>Heute ist es wichtiger denn je, gemeinsame Grundlagen für die Vertiefung der Völkerverständigung zu schaffen. Die internationale Gemeinschaft sollte sie zur Konsolidierung gemeinsamer Bemühungen nutzen, außenpolitische Intrigen aus der Welt zu schaffen, welche im Namen der Hegemonie einer Minderheit zum Entstehen bewaffneter Massenkonflikte und zur Zerstörung der Volkswirtschaften von entwickelten und unterentwickelten Ländern führen. Die BRICS-Ländern verkörpern gegenwärtig ein Staatenbündnis, das eine neue Form der internationalen Zusammenarbeit demonstriert, die darauf beruht, keine Bevormundung der Mehrheit zuzulassen.</p>
<p>Im Namen der jungen Menschen Rußlands entwickelt die größte überparteiliche Jugendorganisation, die Russische Union der Jugend (RUJ), eine Zusammenarbeit mit mehr als 30 Ländern, und dabei sind die Beziehungen zu den BRICS-Staaten eines der Prioritätsgebiete der internationalen Zusammenarbeit.</p>
<p>Seit drei Jahren baut die RUJ die Jugendkooperation in den BRICS-Staaten aktiv auf. Internationale Jugendprojekte und -programme der RUJ werden mit Unterstützung des russischen Außenministeriums, des Ministeriums für Bildung und Wissenschaften der Russischen Föderation und der Bundesbehörde für die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, die Landsleute im Ausland und die internationale humanitäre Zusammenarbeit (Rossotrudnichestwo) durchgeführt.</p>
<p>BRICS bedeutet für uns:</p>
<p><span lang="en-GB">B &#8211; </span><span lang="en-GB"><i>Business</i></span><span lang="en-GB"> &#8211; Handel</span></p>
<p>R &#8211; <i>Responsibility</i> &#8211; Verantwortung</p>
<p>I &#8211; <i>Innovations</i> &#8211; Innovationen</p>
<p>C &#8211; <i>Cooperation</i> &#8211; Zusammenarbeit</p>
<p>S &#8211; <i>Science</i> &#8211; Wissenschaft</p>
<p>Das Internationale BRICS-Jugendforum, das im Juli 2014 in Moskau stattfand, wurde einer der Höhepunkte in diesem Gebiet. An dem Forum nahmen 150 Teilnehmer aus Rußland, Brasilien, Indien, China und Südafrika teil.</p>
<p>Der Hauptzweck des Forums war es, eine permanente Zusammenarbeit zwischen der RUJ und Jugendvertretern und Jugendorganisationen aus den BRICS-Staaten herzustellen. Das Forum beschloß eine Resolution über die Grundmechanismen der Kooperation zwischen Jugendorganisationen der BRICS-Länder in den folgenden Bereichen: Innovationen, Forschung, Kultur, Wirtschaft.</p>
<p>Als Resultate dieser Veranstaltung wurde beschlossen, einen offiziellen Besuch der RUJ nach Indien zu veranstalten und das BRICS-Jugendforum im Sommer 2015 in Ufa abzuhalten. Die Vertreter der RUJ und die Delegierten aus Brasilien, Indien, China und Südafrika vereinbarten außerdem, daß Aktivisten der RUJ unter dem Schirm der Jugendbewegung der BRICS 2015-16 alle BRICS-Länder besuchen sollen. Während dieser Besuche wird die RUJ Vereinbarungen mit den größten Jugendorganisationen Indiens, Südafrikas und Brasiliens unterzeichnen. Im Rahmen der russisch-chinesischen Kooperation unterhält die RUJ bereits enge Beziehungen zum Allchinesischen Jugendverband und veranstaltete mit dieser Organisation schon seit mehr als 20 Jahren eine ganze Reihe großer Veranstaltungen.</p>
<p>Im November 2014 besuchte die RUJ erstmals offiziell Neu-Delhi, wo eine russisch-indische Jugendkonferenz und eine Reihe von Treffen stattfanden, darunter auch Gespräche mit Abgeordneten des indischen Parlaments. Russische und indische Delegierte beschlossen aufgrund dieses Besuchs, das BRICS-Jugendforum in Neu-Delhi durchzuführen.</p>
<p>Das Internationale BRICS-Jugendforum fand von 28.-30. Januar in Delhi statt und versammelte junge Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und Journalisten. Das Forum wurde vom indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi eröffnet.</p>
<p>Im März 2015 organisierten wir das 1. Russisch-Indische Jugendforum, bei dem wesentliche bilaterale Kooperationsvereinbarungen zwischen der RUJ und großen indischen Universitäten und Jugendverbänden geschlossen wurden.</p>
<p>Die RUJ organisiert auch das 1. BRICS- und SCO-Jugendforum in Ufa vom 26.-28. Juli 2015. Das Forum soll junge Menschen anregen, an der Suche nach Lösungen für die akuten Probleme mitzuwirken, die bei den Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der BRICS und der SCO hervorgehoben werden, und die internationale Jugendkooperation und freundschaftliche Beziehungen mit den BRICS und den SCO-Staaten zu entwickeln.</p>
<p>Die RUJ wird auch Partnerorganisation des BRICS-Jugendgipfels sein, der vom 3.-7. Juli 2015 in Kasan stattfinden wird. Im Rahmen des 7. Treffens der Staats- und Regierungschefs der BRICS-Mitgliedstaaten werden also in Rußland eine ganze Reihe von Veranstaltungen stattfinden, um neue internationale Jugendprojekte und -programme zu schaffen.</p>
<p>Ende November wird die RUJ am BRICS-Jugendforum im südafrikanischen Johannisburg teilnehmen, wozu auch die Teilnehmer früherer Veranstaltungen der RUJ zum Thema BRICS eingeladen werden. Zu diesem Forum wird Südafrikas Präsident Jacob Zuma erwartet.</p>
<p>Die Jugend der BRICS-Länder möchte heute eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen entwickeln: Forschung und Bildung, Kultur, Handel und Unternehmen. Die Jugendorganisationen der BRICS organisieren Jugendaustausch, Bildungsveranstaltungen, Seminare, Konferenzen und Foren, bei denen neue Projekte und Programme in Gang gesetzt werden.</p>
<p>Ich bin sicher, daß die Jugend der BRICS zu einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern bereit ist und eine solche Zusammenarbeit stets befürworten wird.</p>
<p>Es ist an der Zeit, daß die Jugend der BRICS und Europas das Ausmaß des gegenseitigen Vertrauens und der Zusammenarbeit demonstriert. Die Jugend der BRICS ist offen für neue Programme und Projekte mit neuen Partnern aus anderen Ländern!</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Prof. Shi Ze  : Betrachtungen über das neue Konzept „Ein Gürtel, eine Straße“</title>
		<link>https://schillerinstitute.com/de/portfolio/pr-shi-ze-regard-sur-le-concept-nouveau-d-une-ceinture-une-route/</link>
					<comments>https://schillerinstitute.com/de/portfolio/pr-shi-ze-regard-sur-le-concept-nouveau-d-une-ceinture-une-route/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 13:49:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Prof. Shi Ze Senior Research Fellow und Director für Internationale Strategische Energiestudien des China Institute of International Studies (CIIS), einer Denkfabrik des Außenministeriums, Beijing/China I. Bereits als das großartige Konzept von „Ein Gürtel, eine Straße“ vorgestellt wurde, zog die chinesische Führung die Aufmerksamkeit der gesamten internationalen Gemeinschaft auf sich. Die Mehrheit der internationalen Gemeinschaft reagierte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Prof. Shi Ze</h2>
<p><em><span style="color: #000000;">Senior Research Fellow und Director für Internationale Strategische Energiestudien des China Institute of International Studies (CIIS), einer Denkfabrik des Außenministeriums, Beijing/China</span></em></p>
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<p>I.</p>
<p>Bereits als das großartige Konzept von „Ein Gürtel, eine Straße“ vorgestellt wurde, zog die chinesische Führung die Aufmerksamkeit der gesamten internationalen Gemeinschaft auf sich.</p>
<p>Die Mehrheit der internationalen Gemeinschaft reagierte sehr positiv. Aber bestimmte Beobachter sahen in dem Konzept „Ein Gürtel, eine Straße“ die strategische Bedeutung von Chinas Wirtschafts- und Sozialentwicklung und seiner Diplomatie.</p>
<p>Ihnen erschien es, als wenn China die Idee von „Ein Gürtel, eine Straße“ nur in der Perspektive seiner eigenen Entwicklung sehe, und nicht als wichtige Möglichkeit, Wachstum und Entwicklung in alle Regionen der Zone und sogar auf die ganze Welt zu bringen. Aber wer meint, das Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ sei nur für die Entwicklung Chinas gedacht, der verkennt die tiefe Bedeutung seines strategischen Ziels. Viele ausländische Medien interpretierten dieses Konzept als chinesische Version des „Marshallplans“ und als Herausforderung für die internationale Ordnung der USA. Das ist eine noch voreingenommenere Deutung.</p>
<p>Warum also hat China dieses ehrgeizige Konzept „Ein Gürtel, eine Straße“ vorgestellt?</p>
<p>Zuerst möchte ich mit der Analyse beginnen, ausgehend vom Standpunkt einer ausgewogenen Entwicklung, warum Chinas Eintreten für „Ein Gürtel, eine Straße“ dazu führen kann, eine gemeinsame Entwicklung der Länder entlang der Seidenstraße zu ermöglichen.</p>
<p>Wenn man von einer ausgewogenen Entwicklung der Länder entlang der Route ausgeht, lassen sich drei Ebenen unterscheiden:</p>
<p>Erstens, angesichts des Entwicklungsstandes in China selbst fördert das Projekt eine ausgewogene Entwicklung zwischen dem westlichen und dem östlichen China, denn derzeit besteht ein Ungleichgewicht in der Entwicklung von Ost und West.</p>
<p>Wer die Topographie Chinas kennt, weiß, daß der Westen hoch und der Osten tief ist, daß der Westen ein Hochplateau und der Osten eine Ebene ist.</p>
<p>In wirtschaftlicher Hinsicht ist genau das Gegenteil der Fall. Da ist der Osten hoch und der Westen ganz unten. Das heißt, im Osten, einschließlich der Küstenregion, ist die Wirtschaftsentwicklung stärker, während sie im Westen schwächer ist. Die Wirtschaftsentwicklung in den Bergen und auf dem Land ist relativ zurückgeblieben.</p>
<p>Man könnte sagen, das ist das Gegenteil der Topographie.</p>
<p>Nach den Daten, die das chinesische Statistikamt vor kurzem veröffentlicht hat, beträgt das BIP Chinas 6800 $ pro Einwohner. Während das BIP pro Einwohner in der autonomen Region Xinjiang an der westlichen Grenze 6200 $ beträgt, liegt das BIP im Delta des Perlenflusses bereits seit mehreren Jahren über 10.000$, und in bestimmten Zonen sogar fast 20.000$. Es gibt also enorme Unterschiede.</p>
<p>Die zweite Ebene betrifft die unausgewogene Entwicklung zwischen China und den Ländern östlich und westlich seines Umfeldes.</p>
<p>2014 erreichte unser Handelsvolumen mit Japan 310 Mrd. $; mit den ASEAN-Ländern waren es 480 Mrd. $, und mit Südkorea wurden 290 Mrd. $ erreicht. Wenn man alle drei zusammenrechnet &#8211; Japan, Südkorea und die ASEAN-Länder &#8211; war das gesamte Handelsvolumen 1 Bio. $.</p>
<p>Was ist andererseits die Lage der Importe und Exporte mit dem Westen? 2014 war das Handelsvolumen zwischen China und den fünf zentralasiatischen Ländern etwa 40 Mrd. $; mit Indien etwa 70 Mrd.$, und der Handel mit Rußland lag unter 100 Mrd. $.</p>
<p>Die Russische Föderation und Indien gehören zu den größten Ländern der Welt. Zusammen mit Zentralasien war der gesamte Handel zwischen China und diesen Ländern noch nicht einmal so groß wie das Handelsvolumen zwischen China und Südkorea, das sich auf 240 Mrd. $ belief. Deswegen begannen wir mit dem Konzept „Ein Gürtel, eine Straße“, einer strategischen Vision, die sich auf die Regionen westlich von China und die große eurasische Region orientiert, so daß die Entwicklung dieser Regionen im Westen genauso dynamisch werden könnte wie in den Regionen im Osten.</p>
<p>Wir wissen, daß der Westen Chinas reich an Rohstoffen ist. Dort sind reiche Ressourcen konzentriert. Chinas Nachbarn im Westen, wie die zentralasiatischen Länder, Rußland und die westasiatischen Länder, haben reiche Öl-, Gas- und Nichteisenmetall-Vorräte. Das sind die Länder auf der Erde mit vielen Reserven.</p>
<p>Derzeit droht Chinas anhaltender Entwicklung ein Engpaß, nämlich in Form von Rohstoffen. Die Ölimporte lagen im letzten Jahr bei 310 Mio. t. 310 Mio. t sind eine große Menge. Sie bedeutet 58-59% des Gesamtverbrauchs unseres Landes, also fast 60%. Somit ist China bei der Energie offenbar von fremden Ländern abhängig.</p>
<p>Deswegen muß China bei Energie und Rohstoffen mit den Ländern entlang der Seidenstraße kooperieren, nicht nur, um deren Volkswirtschaften zu verbessern und zu entwickeln, sondern auch wegen der nachhaltigen Entwicklungsbedürfnisse Chinas selbst. Zusammenarbeit bei Energie und Rohstoffen ist nicht nur im Interesse der Entwicklung der Länder entlang der Seidenstraße, sondern ist auch für die Entwicklung Chinas von Vorteil. Der Zweck ist, den Interessen beider Seiten zu dienen.</p>
<p>Die dritte Ebene ist, die Entwicklung des gesamten eurasischen Kontinents zu fördern. Dadurch kann eine neue Lokomotive für das weltweite Wirtschaftswachstum entstehen.</p>
<p>Der eurasische Kontinent ist ein riesiges Gebiet. Der östliche Teil ist das asiatisch-pazifische Wirtschaftszentrum mit einer blühenden Wirtschaft. Das an Eurasien angrenzende Westeuropa ist auch ein prosperierender Wirtschaftsraum.</p>
<p>Im Gegensatz dazu entwickelt sich die große mittlere Zone nur sehr langsam, sie liegt weit hinter den beiden Außenbereichen des Kontinents. Im übertragenen Sinne ergibt sich daraus das Bild einer Hantel: Groß an beiden Enden und ein schmaler Stab dazwischen. Doch darin sind viele Samen enthalten und bieten ein enormes Potential. Anders gesagt, die beiden Außenzonen Eurasiens erleben eine rapide Entwicklung, und die mittleren Regionen hinken schon seit langer Zeit hinterher.</p>
<p>Wenn die Entwicklung von „Ein Gürtel, eine Straße“ vorankommt, kann so eine riesige neue Wirtschaftszone entstehen, was Bevölkerung, Gesamtwirtschaft und Entwicklungspotential angeht. Keine der jetzigen beiden Wirtschaftszonen läßt sich mit dieser Zone vergleichen, die eine Struktur erzeugen kann, die die Entwicklung ganz Eurasiens fördern kann, indem sie durch den Osten, die Mitte und den Westen der Region verläuft.</p>
<p>Eine beschleunigte Entwicklung des eurasischen Kontinents wird eine wichtige Lokomotive für das Wachstum der Weltwirtschaft sein. Sie wird eine wichtige Rolle bei einer ausgeglichenen Entwicklung spielen, um die Weltwirtschaft zu stimulieren.</p>
<p>II.</p>
<p>China hat diese Idee unter Bedingungen entwickelt, die eine große Herausforderung bedeuten, was seine Inspiration und Kreativität erheblich angeregt hat. Ausgangspunkt ist die Entwicklung Chinas und gleichzeitig die Förderung der Entwicklung und des Fortschritts der Welt insgesamt.</p>
<p>Was bedeutet das Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ für die Welt? Meiner Ansicht nach spielen dabei die folgenden Punkte eine Rolle:</p>
<p>Erstens wird es den Prozeß der Globalisierung fortsetzen. In den letzten Jahrzehnten wurde durch den Anstoß der Globalisierung die rapide Integration von Politik, Wirtschaft und Kultur beschleunigt. Die rapide Entwicklung der Globalisierung veränderte die politische Struktur der Weltwirtschaft. Die Rolle der Staaten, insbesondere von Schwellenländern, darf in der Weltwirtschaft nicht ignoriert werden.</p>
<p>Dennoch hat die Finanzkrise, die in den Vereinigten Staaten begann, in vielen Ländern Zweifel aufkommen lassen. Sie sehen in der Globalisierung nicht nur einen Vorteil für ihre eigene Entwicklung, sondern auch eine Quelle vieler Probleme. Einige Länder haben sogar damit begonnen, über die Vor- und Nachteile der Globalisierung nachzudenken. Erkenntnisse und Aktionen gegen die Globalisierung wurden laut. Probleme sind spürbar in Handelsfragen, wobei die entwickelten Länder die Handelsvorschriften für die Schwellenländer verschärft haben. Einige haben sogar das Banner des Protektionismus bei den multilateralen Handelsgesprächen der WTO geschwenkt.</p>
<p>Ein gleichermaßen neues Phänomen in der Weltwirtschaft ist die Abkopplung und eine Differenzierungstendenz zwischen Entwicklungsländern und entwickelten Ländern. Das Wirtschaftswachstum in den entwickelten Ländern erreicht nicht mehr das Niveau, das in der Vergangenheit üblich war, als es auch das Wachstum der Entwicklungsländer mitzog.</p>
<p>In diesem Zusammenhang schlug Präsident Xi Jinping das Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ vor, um die Globalisierung zu fördern. Er betonte, daß Chinas Ziel unter dem Einfluß der Globalisierung nicht die Selbsterhaltung sei, sondern China wolle, daß sich unter den Ländern mit ihrer Geschichte und ihrer Kultur neue Beziehungen entwickeln.</p>
<p>Indem „Ein Gürtel, eine Straße“ 60 Länder zusammenbringt und deren Kommunikationsgrundlage sowie die Wirtschafts- und Handelskooperation unter ihnen stärkt, wird sie ein starker Anstoß für die Globalisierung sein.</p>
<p>Zweitens geht es um die Schaffung neuer Lokomotiven für das weltweite Wirtschaftswachstum.</p>
<p>An einen Ende von „Ein Gürtel, eine Straße“ liegt der asiatisch-pazifische Wirtschaftskreis, am anderen liegt der entwickelte europäische Wirtschaftsraum, und dazwischen liegen Länder mit reichem Samen, und alles zusammen hat ein ungeheures Potential. „Ein Gürtel, eine Straße“ wird ein rapides Wachstum für den Aufbau der Weltwirtschaft beitragen, denn Entwicklung ist die Lösung für das Problem der Armut. Nur nachhaltige Entwicklung ist das wirksame Mittel, um endlich das Problem der Armut zu lösen und den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben.</p>
<p>Drittens, wird sie die positive Energie unterschiedlicher Zivilisationen freisetzen und die Toleranz fördern. Angesichts der Komplexität der Religionen aller ethnischen Gruppen müssen wir überall entlang von „Ein Gürtel, eine Straße“ Aufgeschlossenheit und Toleranz üben, was zur Lösung der eben erwähnten Probleme beitragen wird.</p>
<p>Die chinesische Kultur ist durch große Toleranz gekennzeichnet. Der Einfluß der Kultur ist fundamental. Die Toleranz der chinesischen Kultur ist auch entscheidend in der Logik des chinesischen Vorgehens in der internationalen Gemeinschaft.</p>
<p>Die von Konfuzius inspirierte chinesische Kultur verlangt, „sich selbst zu kultivieren und dann anderen zu helfen“. Das bedeutet, man sollte zuerst sich selbst Gutes tun, und dann ist man fähig, mit anderen zu interagieren. Der Einfluß der chinesischen politischen Philosophie und Kultur ist der wichtigste und grundlegende Schlüssel für China: Besinnung nach innen und Toleranz nach außen.</p>
<p>Diese Philosophie unterscheidet sich sehr von anderen Philosophien in der Welt, insbesondere der westlichen Philosophie. Kulturen auf Weltebene sind zwar unterschiedlich, aber es gibt keinen Unterschied dabei, Gut von Böse zu unterscheiden. Die Vielfalt der Kulturen unterstreicht nur den Reichtum der Menschheit. Der Bau von „Ein Gürtel, eine Straße“ bedeutet, vom anderen zu lernen, gegenseitige Toleranz zu üben und nicht den Weg zum Konflikt zu beschreiten. Das sind die Erkenntnisse und Fähigkeiten, die China zur Welt beizutragen hofft.</p>
<p>Viertens, Frieden und Sicherheit auf der Welt stärken helfen. Die Erfahrung Europas und anderer Länder zeigt, daß enge wirtschaftspolitische Kooperation dauerhaften Frieden und Sicherheit bringt.</p>
<p>Die Interessen der Länder entlang von „Ein Gürtel, eine Straße“ sind verwickelt und komplex. Der Bereich traditioneller und nichttraditioneller Sicherheitsbedrohungen ist sehr ernst und ist eine fundamentale Überlegung bei der Umsetzung des Projekts „Ein Gürtel, eine Straße“.</p>
<p>Die Einrichtung tragfähiger regionaler Sicherheitsmechanismen ist bei Bau von „Ein Gürtel, eine Straße“ unverzichtbar. Am vordringlichsten ist jedoch die Entwicklung einer engen Wirtschaftszusammenarbeit zwischen den Ländern entlang des Gürtels.</p>
<p>Wirtschaftliche Integration allein ist eine wichtige Grundlage, um die Sicherheit zu erhalten. Präsident Xi Jinping hat auf dem Treffen der Konferenz für Zusammenwirken und Vertrauensbildung in Asien (CICA) ein neues Sicherheitskonzept vorgeschlagen, und hat die Notwendigkeit für gemeinsame Sicherheit, kollaborative Sicherheit, kollektive Sicherheit und nachhaltige Sicherheit unterstrichen. Dieses Konzept könnte ein wichtiger Konsens im Aufbau von „Ein Gürtel, eine Straße“ werden.</p>
<p>„Ein Gürtel, eine Straße“ kann nicht ohne einen gemeinsamen, kollaborativen, kollektiven und nachhaltigen Sicherheitsmechanismus verwirklicht werden; es kann nicht entstehen, ohne die Sicherheitsbedenken der Großmächte zu berücksichtigen, und des muß für Sicherheit entlang den See- und Landkorridoren von „Ein Gürtel, eine Straße“ sorgen, um die Produktion zu schützen, was ein Beitrag für die zukünftige Sicherheit der gesamten Welt ist.</p>
<p>III.</p>
<p>Was sind die von China vorgeschlagenen Innovationen von„Ein Gürtel, eine Straße“?</p>
<p>Erstens unterscheiden sie sich in diplomatischer Philosophie von der Politik, die zu Beginn der Reform und Öffnung eingeführt wurde, nämlich in dem Begriff „äußere Ressourcen leihen“ im Dienst des wirtschaftlichen Aufbaus, aber es zeigt auch, daß die Vision von Chinas Strategie kein enger Nationalismus ist, wie einige Medien behaupten, sondern zu einer Form des kosmopolitischen Denkens geworden ist.</p>
<p>Es ist eine Kombination von Entwicklung und Fähigkeiten, die mit der Reform und mit der Öffnung zum internationalen System in den letzten 30 Jahren erreicht wurden. Dies wurde in die Außenwelt zurückübertragen, wodurch ein Kreislauf interaktiver, zweidirektionaler Entwicklung geschaffen wurde.</p>
<p>Dies zeigt, daß China wirklich damit begonnen hat, eine Art System von „Gerechtigkeit und Vorteil“ aufzubauen, das zur gemeinsamen Entwicklung aller Länder auf der Welt, Nachbarländer eingeschlossen, beiträgt, um die Dividenden der Entwicklung Chinas zu teilen.</p>
<p>Dieses Vorgehen wird ein Vorteil im Interesse dieser Länder werden. Denn es bedeutet, daß China, das sich weiter entwickelt, aktiv eine internationale Perspektive auf Grundlage geltender Bestimmungen aufbauen will. Auf diese Weise werden auch China und andere Länder über die „Wirtschaftszone der Seidenstraße“ in eine Art Polymerisierungsreaktion hineingeraten.</p>
<p>Zweitens, China ist während des Baus von „Ein Gürtel, eine Straße“ die politische Verpflichtung eingegangen, weiter Offenheit, Gleichheit und Teilhabe zu betreiben. Chinas Hauptanliegen ist es, eine Art kulturelle Zusammenarbeit mit den Ländern zu bilden, die entlang der Region liegen, und das trotz großer Differenzen in Politik, Ideologien und Wirtschaftsmodellen.</p>
<p>Man auch sagen, dies ist eine Destillation des „Geistes von Schanghai“, der „gegenseitiges Vertrauen, gegenseitigen Vorteil, Gleichheit, Konsultation, Achtung der kulturellen Vielfalt und Suche nach gemeinsamer Entwicklung umfaßt.</p>
<p>Dies ist Ausdruck der neuen geopolitischen und geoökonomischen Realität Eurasiens in der Zeit nach dem Kalten Krieg. Sein Ziel ist es, einen dauerhaften Frieden in der Region herzustellen und zu konkretisieren, um einen dynamischen Mechanismus für eine harmonische Entwicklung und gemeinsame Prosperität zu schaffen.</p>
<p>Das bedeutet, daß alle Seiten aufgerufen sind, sich an der Zusammenarbeit der Projektbeteiligten zu beteiligen und partnerschaftliche Beziehungen weiterzuführen, und daß ein übertrieben egoistisches Verhalten, selbst wenn es nicht aggressiv ist, die Begeisterung der Partner bei der Kooperation beeinträchtigt.</p>
<p>In diesem Rahmen könnte Chinas Orientierung auf andere Länder durch einen Prozeß gegenseitiger Zusammenarbeit in Interessen und Politik die Möglichkeiten der Zusammenarbeit anregen.</p>
<p>Drittens, wenn man die Verpflichtungen und Verantwortlichkeit Chinas in regionalen Angelegenheiten unterstreicht, bedeutet dies nicht, daß China versucht sein könnte, sie zu dominieren oder gar zu monopolisieren und in eine Art geopolitisches Projekt umzufunktionieren. Der chinesische Präsident Xi Jinping hat bei seiner letzten Reise nach Zentralasien betont, daß China grundsätzlich „keine Hegemonie in regionalen Angelegenheiten sucht, noch danach strebt, eine Einflußsphäre zu verwalten“.</p>
<p>Zwar konzentriert sich diese Initiative auf Ideen zum Aufbau der Zusammenarbeit unter bestimmten Ländern in der Region, doch China wünscht auch, Koordinationsmechanismen mit anderen Regionen und auch auf internationaler Ebene beizubehalten.</p>
<p>Chinas Initiative, die Entwicklung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft voranzutreiben, insbesondere dadurch, daß chinesische und russische Führer im Mai diesen Jahres die Gemeinsame Erklärung des „Wirtschaftsgürtels der Seidenstraße“ und der „Eurasischen Wirtschaftsunion“ unterschrieben haben, ist Beweis für im Gang befindliche Annäherung.</p>
<p>Die Initiative des „Wirtschaftsgürtels der Seidenstraße“ ist gewiß kein absolut reziprok vorteilhafter Austauschmechanismus. Sie ist vielmehr Ausdruck des chinesischen Wunsches, die Grundlage für Fähigkeiten und andere Faktoren öffentlicher Güter zu schaffen. Es sollen gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten mit den Ländern entlang der Region geteilt, die gegenseitige Entwicklung gefördert und dann ein Vorschlag für eine Prinzipiengemeinschaft entlang des Gürtels unterbreitet werden. Die Existenz und weitere Entwicklung dieser Interessengemeinschaft soll erhalten und gefördert werden.</p>
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		<title>Musikalische Einleitung : Panel 2</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 10:49:17 +0000</pubDate>
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		<title>Charles Paperon : Wir müssen die Finanzoligarchie besiegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jean Trebuchet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2015 14:45:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Charles Paperon französischer Widerstandskämpfer, Brest/Frankreich &#160;]]></description>
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<p><em>französischer Widerstandskämpfer, Brest/Frankreich</em></p>
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