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Alicia Cerretani

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Neue Seidenstraße bringt dem Jemen Hoffnung

Die Präsidentin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, übermittelte eine Videobotschaft an ein Seminar, das am 7. November inmitten des Krieges in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa stattfand. Das Seminar mit dem Titel „Von Sanaa nach Beijing: das erste diplomatische Seminar“ befaßte sich mit Chinas Grundsatzpapier zur arabischen Welt und damit, wie der Jemen sich der Neuen Seidenstraße anschließen kann. Schirmherr und Redner der Veranstaltung am Institut für Diplomatie in Sanaa war Außenminister Hischam Scharaf. Auch der Vorsitzende des Jemenitischen Beratungsbüros für die Koordination mit den BRICS, Fouad Al-Ghaffari, sprach bei dem Seminar, und er stellte Frau Zepp-LaRouche als die „Seidenstraßen-Lady“ vor. Auf dem Banner der Veranstaltung war eine große Karte der Weltlandbrücke zu sehen.
Minister Scharaf berichtete über die freundschaftlichen und produktiven historischen Beziehungen mit China und über die vielen Infrastrukturprojekte, die China in den Jahrzehnten vor dem Ausbruch des saudischen Kriegs gegen den Jemen 2015 zum Aufbau des modernen Jemen beigetragen hat. Der Jemen stehe bereit, sich der Gürtel- und Straßen-Initiative anzuschließen und die Maritime Seidenstraße im Roten Meer und in der Straße Bab al-Mandab zu schützen. China solle eine konstruktive Rolle bei einer politischen Lösung für den Krieg im Jemen übernehmen und nichts tun, was zu einer weiteren Teilung des Landes zwischen Süd und Nord führen könnten.
Scharaf bezog sich damit auf Gerücht über einen Vertrag zwischen dem chinesischen Telekomriesen Huawei und der jemenitischen Exilregierung über den Aufbau eines Mobiltelefonnetzes im Süden des Landes, wo von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien unterstützte bewaffnete Gruppen herrschen. Die chinesische Regierung erkennt die Regierung in Sanaa, der Außenminister Scharat angehört, nicht an und betrachtet weiterhin den abgesetzten Präsidenten Abed-Rabbo Mansour Hadi, der in Saudi-Arabien im Exil lebt und kaum Einfluß im Jemen hat, als legitime Regierung. China beruft sich dabei auf Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, aber die Legitimität von Hadis Präsidentschaft wird im Jemen bestritten. Seine Amtszeit war schon im September 2014 abgelaufen, als das Bündnis der Huthi-Rebellen und der Kräfte des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh die Macht in der Hauptstadt übernahm und Hadi unter Hausarrest stellte. Hadi ist auch in der Bevölkerung nicht beliebt, weil er die saudischen Bombardements gegen sein eigenes Volk guthieß, als Verhandlungen für eine politische Einigung der neuen und der alten Regierung liefen.
Das chinesische Außenministerium hat im Januar 2016, kurz vor Präsident Xi Jinpings Besuch in drei Schlüsselländern Südwestasiens – Ägypten, Saudi-Arabien und Iran -, ein Grundsatzpapier über Chinas Politik gegenüber der arabischen Welt veröffentlicht. Xi sprach während seiner Reise die gleichen Punkte an, die in dem Grundsatzpapier behandelt werden, zum einen die Beilegung der Konflikte in der Region im Geist von Dialog und Zusammenarbeit, und zum anderen Chinas Bereitschaft, die Neue Seidenstraße auf die Region auszuweiten und beim Wiederaufbau der von den jüngsten Kriegen und Konflikten zerstörten Volkswirtschaften zu helfen und beim Aufbau von Infrastruktur, Kernenergie und Landwirtschaft mit allen Nationen der Region zu kooperieren.
Die offizielle jemenitische Nachrichtenagentur SABA und verschiedene Zeitungen berichteten über die Veranstaltung.

Den Geist der Neuen Seidenstraße nach Jemen tragen!

Frau Zepp-LaRouche sagte in ihrer Videobotschaft:
„Ich möchte Ihnen, dem Volk des Jemen, die folgende Botschaft übermitteln. Ich weiß, daß Sie unglaubliche Leiden durchlitten haben: einen Krieg, der schreckliche Wunden und Tod zufügt, einen Krieg durch Hunger und Seuchen, sogar eine Blockade. Und besonders empörend ist dabei, daß heute die ganze Welt davon weiß, aber nur sehr wenige Menschen das wirklich zum Thema machen.
Es gibt aber einige Ausnahmen, und ich halte es für sehr wichtig, daß Sie das bedenken und wissen. Eine ist, daß es im US-Kongreß eine Resolution gibt, die von den Abgeordneten Walter Jones und Thomas Massie und anderen eingebracht wurde, die fordern, die amerikanische Unterstützung für den Krieg gegen Jemen einzustellen. Es gibt im US-Kongreß einen Kampf darum, der noch nicht entschieden ist, aber ich halte es für sehr wichtig, daß dieser Kampf stattfindet.
Äußerst wichtig für Sie ist auch, daß China eine neue Strategie gegenüber den arabischen Ländern hat. China hat ein Papier veröffentlicht, worin es heißt, daß sie die Beziehungen zu den arabischen Ländern verbessern und die Neue Seidenstraße in die arabische Welt verlängern wollen.
Die Gürtel- und Straßen-Initiative, wie die Neue Seidenstraße auch genannt wird, ist meiner Ansicht nach die wichtigste strategische Initiative auf der Erde. Präsident Xi Jinping hat sie vor vier Jahren in Kasachstan gestartet, und in den vier Jahren seither hat sie eine atemberaubende Entwicklung genommen. Mehr als 70 Länder kooperieren bereits darin, und sie wächst sehr schnell. Sie hatte den Aufbau von Wirtschaftskorridoren, Industrieparks, Landwirtschaft und Wasserkraft zur Folge.
Und es ist nicht nur ein wirtschaftliches Entwicklungsmodell, indem es – potentiell der ganzen Welt – Infrastruktur bringt, sondern es soll auch ein neues außenpolitisches Modell sein. China hat dieses Konzept initiiert, Xi Jinping nennt es eine „Gemeinschaft der gemeinsamen Zukunft der Menschheit“. Es ist die Idee, daß die Geopolitik endet und daß man sie durch eine „Win-Win-Kooperation“ zwischen allen Nationen auf diesem Planeten ablöst, in der jeder mit jedem im Interesse der anderen zusammenarbeitet.
Das ist der Geist der Neuen Seidenstraße, und es findet Anklang in vielen Ländern der Welt. Ich bin überzeugt, daß das etwas ist, worauf wir auch für den Jemen hoffen können, weil ich der Ansicht bin, daß der Jemenkonflikt nur in einem größeren Kontext beizulegen ist, wenn alle Nachbarn zusammenarbeiten, mit Rußland, mit China, mit Indien, mit den Vereinigten Staaten. Und ich bin voller Hoffnung in Bezug auf Präsident Trumps Asienreise, zu der auch ein Staatsbesuch in China gehört. Die beiden Präsidenten, der Präsident der Vereinigten Staaten und der Präsident von China, haben bereits angedeutet, daß sie das zu einem Erfolg machen wollen, und das würde die ganze Dynamik auf der strategischen Ebene radikal verändern.
Und wie Sie wissen, sind die Chinesen inzwischen ausgezeichnete Experten für Infrastruktur, und deshalb bin ich überzeugt, daß die Ausweitung des Konzepts der Neuen Seidenstraße auf die arabische Welt – die Begrünung der Wüsten, die Verbesserung des Lebens für alle Menschen in der arabischen Welt durch den Aufbau von Landwirtschaft, Industrie und neuen Städten – etwas ist, mit dem sich die Menschen im Jemen vertraut machen sollten, und daß sie Initiativen ergreifen sollten, damit der Jemen Teil davon wird.
Deshalb bin ich wirklich hoffnungsvoll, und ich hoffe, daß der Geist der Seidenstraße schon sehr bald auch den Jemen erfüllen wird.“
Den Videomitschnitt der Botschaft finden Sie hier:

 


Ägypten unterstützt die Neue Seidenstraße

8. November 2017 •  „Ägypten unterstützt die Belt and Road Initiative, die China durch ein massives Netz von Land- und Seerouten mit den Kontinenten der Welt verbindet,“ sagte Ibrahim Mahlab, Berater des ägyptischen Präsidenten für strategische und nationale Projekte auf einem Forum in Kairo am 6. November, wie Xinhua berichtete. Mahlab, selbst früherer Ministerpräsident Ägyptens, bezeichnete die chinesisch-ägyptischen Beziehungen als „stark, außergewöhnlich und tragfähig“, und er erwarte, daß die Initiative „die traditionellen Modelle des Welthandels umgestalten wird.“

Auf dem Forum über „Belt and Road – zusammen für eine bessere Zukunft“, das gemeinsam von der Sharaf-Stiftung für Nachhaltige Entwicklung und der chinesischen Botschaft in Kairo veranstaltet wurde, waren ägyptische und chinesische Politiker, Geschäftsleute, Vertreter von Finanz- und Wirtschaftsinstitutionen sowie eine Delegation der Kommunistischen Partei Chinas zusammengekommen. Die Teilnehmer des Forums erörterten Möglichkeiten, die chinesisch-ägyptischen Wirtschafts-, Handels- und Kulturbeziehungen sowie die vorhandenen Investitionsmöglichkeiten zu erweitern.

„Ägypten ist nicht nur eine Schnittstelle zwischen Afrika und Asien, sondern auch eine zentrale Achse des arabischen und afrikanischen Handels,“ kommentierte Mahlab und betonte zudem, daß Ägypten in den letzten drei Jahren umfangreiche Infrastrukturprojekte verwirklicht habe, die die Energieversorgung und das Straßennetz des Landes enorm verbessert hätten und zukünftige Investoren ins Land holen würden.


China und Rußland: „Seidenstraße auf dem Eis“

8. November 2017 • Der russische Ministerpräsident, Dmitri Medwedew, der sich vor etwa einer Woche im Rahmen regelmäßiger Konsultationen mit seinem Amtskollegen Li Keqiang in Beijing aufhielt, kam dort auch mit Präsident Xi Jinping zusammen. Bei diesem Treffen formulierte Präsident Xi seinen Wunsch, China und Rußland mögen gemeinsam den nördlichen Seeweg ausbauen. Wie Xinhua berichtete, „rief Xi beide Seiten dazu auf, ihre Zusammenarbeit im Bereich technologischer Innovation zu verstärken und die Belt-and-Road-Initiative mit der Eurasischen Wirtschaftsunion zu synchronisieren. China und Rußland sollten bei der Entwicklung und Nutzung der arktischen Fahrwasser kooperieren, um eine ,Seidenstraße auf dem Eis‘ zu schaffen.“

Medwedew überbrachte Xi die Glückwünsche des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Xis Wiederwahl als Generalsekretär des Zentralkomitees der KP-China. Der Parteitag der KPC, so Medwedew, habe „große Bedeutung für China und die Welt.“

Li Keqiang erklärte nach seinem Treffen mit dem russischen Ministerpräsidenten: „Medwedew ist der erste ausländische Politiker, der China nach dem 19. Kongreß der KP-Chinas besucht.“ Das beweise die „engen und hochrangigen chinesisch-russischen Beziehungen“, hieß es dazu in Xinhua.

In den Gesprächen der beiden Ministerpräsidenten ging es dann auch um finanzpolitische Themen. Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte Medwedew: „Derzeit wird darüber diskutiert, ob die Karta Mir [das russische Kartenzahlungssystem] mit chinesischen Zahlungssystemen verbunden werden soll. … Das Weltfinanzsystem wäre stabiler, wenn es nicht von einem einzelnen Dollar-Zahlungssystem dominiert wäre.“

Unmittelbar vor Medwedews Abreise hatte der stellv. russische Ministerpräsident Sergej Prichodko vor der Presse bekanntgegeben, daß derzeit „die Finanzaufsichten beider Länder daran arbeiten, das bilaterale Währungsswap-Abkommen für drei weitere Jahre zu verlängern.“ Weiter sagte er, einige russische Banken seien dem Chinesischen Internationalen Zahlungssystem (CIPS) beigetreten, und das Russische Nationale Kartenzahlungssystem (NSPK) und Chinas UnionPay hätten sich darauf geeinigt, innerrussische Transaktionen mit UnionPay-Karten im NSPK abzuwickeln.


Trumps Asienreise könnte die Welt verändern: Webcast


Portugal-China: Aktionsplan für die maritime Seidenstraße

1. November 2017 – Portugals Ministerin für Meeresangelegenheiten Ana Paula Vitorino befindet sich mit einer Delegation von 39 Industrievertretern aus dem Schiffahrtsbereich auf einem achttägigen China-Besuch, auf dem die Beteiligung Portugals an der maritimen Seidenstraße konkretisiert werden soll. Man hofft dabei auf chinesische Investitionen von etwa 2,5 Mrd.$ in die Erweiterung von Containeranlagen und anderen Einrichtungen in den portugiesischen Häfen von Sines (im Süden), Lissabon (im Zentrum) und Leixoes (im Norden) sowie in die „blaue Biotechnologie“, die ozeanische Aquakultur und die Schiffsindustrie.

Die ersten beiden hochrangigen Seminare fanden am 30. Oktober in Beijing mit Repräsentanten von 86 chinesischen Firmen statt. Vitorinos chinesischer Amtskollege Wang Hong sprach dort von der maritimen Kooperation als wichtigem Teil der chinesisch-portugiesischen Zusammenarbeit und erläuterte Chinas allgemeine Sicht des „Ozeans als wichtigem Tor für China, die ganze Welt zu umfangen”.

Vitorino ihrerseits sagte, Portugal wolle sich „als globales logistisches Drehkreuz im Atlantik“ aufstellen und den Wert der „blauen Wirtschaft“ verdoppeln, um zu den fünf größten meeresbezogenen Ökonomien der Welt zu gehören. Portugal sei ein „notwendiger Halt auf den Nord-Süd-Atlantikrouten… [und] ein unabdingbarer Kreuzungspunkt in den Ost-West-Routen“.

Ihre Äußerungen entsprechen der Erklärung des portugiesischen Staatssekretär für Internationalisierung, Jorge Costa Oliveira, auf dem Belt and Road Forum im Mai diesen Jahres, Portugal wünsche sich, daß Schiffahrtslinien auch den Hafen Sines berücksichtigen und daß die Überland-Seidenstraße auf der Schiene, die bereits von Chongqing nach Madrid führt, weiter nach Portugal verlaufe.

Vitorino berichtete, daß sich portugiesische und chinesische Firmen darauf verständigt hätten, Konsortien zu bilden, die sich um verschiedene geplante Investmentprojekte bewerben würden. Es wurden noch keine Einzelheiten genannt, aber die vertretenen portugiesischen Unternehmen sind führende Hafenbetreiber, Bau- und Transportfirmen, Marine-Reparaturwerften und andere Firmen.


Aserbaidschan weiht neue „Seidenstraßen“-Bahnstrecke ein

1. November 2017 • In Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, war am 30. Oktober große Begeisterung zu spüren, als Staatschef Ilham Alijew zusammen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und dem georgischen Ministerpräsidenten Giorgi Kwirikaschwili die neue 826 km lange Bahnstrecke Baku-Tiflis-Kars (BTK) feierlich einweihte. Nach Darstellung der türkischen englischsprachigen Zeitung Daily Sabah ist die BTK „ein wichtiges Bindeglied in der modernen Seidenstraßen-Bahn“, die Güter zwischen Beijing und London transportieren wird. Zu Beginn wird sie jährlich fast 1 Mio. Passagiere und 6,5 Mio. t Fracht befördern, sie soll jedoch bis zu 50 Mio. t pro Jahr erreichen, wenn sie ganz ausgebaut sein wird.

Bei der Einweihungszeremonie zugegen war auch US-Botschafter Robert Cekuta, der anmerkte, die BTK-Eisenbahn sei ein wichtiger Teil der Neuen Seidenstraße. Präsident Erdogan, der sich zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Baku aufhielt, um den 25. Jahrestag der Einrichtung diplomatischer Beziehungen zwischen der Türkei und Aserbaidschan zu begehen, sagte bei der Zeremonie: „Die Strecke Baku-Tiflis-Kars ist Teil der großen Seidenstraße, und es ist wichtig, daß wir dieses Projekt mit unseren eigenen Mitteln verwirklicht haben.“ Der Großteil der 1 Mrd.$ kam aus dem staatlichen Ölfonds von Aserbaidschan. Erdogan betonte, das Projekt werde „Frieden, Sicherheit, Stabilität und Prosperität bringen und die Entwicklung unserer Länder voranbringen.“

Mit der neuen Bahnstrecke verkürzt sich die Fahrtzeit zwischen China und Europa auf 15 Tage, doppelt so schnell wie zur See und zu halben Kosten wie beim Lufttransport. Züge können nun aus chinesischen Städten abfahren, am Grenzpunkt Khorgos nach Kasachstan gelangen, mit der Fähre über das Kaspische Meer zum neuen Hafen Baku verfrachtet werden und dann auf die BTK nach Europa fahren. Die Trasse verläuft von Georgien in die Türkei durch einen Grenztunnel, von dem 2,3 km auf türkischer Seite und 2,0 km auf georgischer Seite liegen. Dank des Bahnnetzes, das den Nahen Osten mit Europa über den 13,6 km langen Marmaray-Tunnel unter dem Bosporus verbindet, „wird der Transport zwischen Türkei und Asien, dem Kaukasus und Europa leichter“, schrieb Daily Sabah.


Präsident Trumps Asienreise: Chance auf Ende der Geopolitik

31. Oktober 2017 • Der Höhepunkt der kommenden 11tägigen Asien-Reise von Präsident Trump, die er am 3.11. antreten wird, wird sein Staatsbesuch in China am 8.-9.11. sein. Das Weiße Haus berichtete, daß etwa 40 Unternehmer Präsident Trump begleiten werden, darunter die Vorstände großer Konzerne wie General Electric , Honeywell, Westinghouse, Boeing, Caterpillar etc. Man erwartet, daß während seines Besuch in China und wohl auch in Japan über Vorschläge für große Investitionen dieser Länder in Infrastrukturprojekte in den Vereinigten Staaten gesprochen werden wird.

Auch Japans Premierminister Shinzo Abe, dessen Partei soeben einen beeindruckenden Erfolg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen verbuchen konnte, hat die feste Absicht, die Beziehungen zu Rußland und China weiter zu verbessern, und wird am Rande des APEC-Gipfels mit Präsident Putin zusammentreffen, wo er auch mit Xi Jinping sprechen will. Vom 5.-7.11 empfängt Abe Trump in Tokyo.

Trump wird wahrscheinlich am Rande des APEC-Gipfels auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen.

In einem Interview bei Fox Tv am 25.10. bei Fox News (https://www.realclearpolitics.com/video/2017/10/25/full_lou_dobbs_interv…) betonte Trump: „Ich möchte folgendes sagen: Ich denke, es wäre großartig, wenn wir mit Rußland gut auskommen würden“, das eine große Nuklearmacht sei, erklärte Trump, dies würde die Lösung der Nordkorea-Krise sehr erleichtern, das wäre „eine gute Sache, und nicht eine schlechte Sache.“

Zum Thema China sagte Trump, er habe soeben mit Präsident Xi Jinping telefoniert und ihm zu seiner Wiederwahl als Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) gratuliert: „Ich denke, daß er ein sehr guter Mensch ist. Um es auf den Punkt zu bringen: er repräsentiert China, ich repräsentiere die USA. Selbstverständlich wird es immer Probleme geben. Aber wir haben ein sehr gutes Verhältnis.“

Wenn eine positive Zusammenarbeit auf der Grundlage einer Win-Win-Kooperation zwischen den Vereinigten Staaten, Rußland und China zustande käme, würde dies, wie Helga Zepp-LaRouche betonte, „eine neue Ära der Zivilisation“ einläuten, die vom geopolitischen Nullsummendenken befreit ist. Deutschland muß diese neue Konstellation unterstützen und sich ihr anschließen!


Xinhua: Interview mit Helga Zepp-LaRouche

31. Oktober 2017 – Am 23.10. erschien bei Xinhuanet auf Englisch ein Interview mit Helga Zepp-LaRouche unter der Überschrift „KPC-Nationalkongreß sichert den Chinesen eine glänzende Zukunft“. Sie erklärt, der „chinesische Traum“ einer Verjüngung der chinesischen Nation sei eine große Inspiration nicht nur für China, sondern für die ganze Welt (siehe http://news.xinhuanet.com/english/2017-10/23/c_136700504.htm).

Zepp-LaRouche wird darin zitiert: „Man spürt den Optimismus, der in China erzeugt wurde, wenn man mit den einfachen Menschen redet, auch jungen Menschen, das ist ein drastischer Gegensatz zu den kulturellen Problemen der sog. ,Jugendkultur’ in den Vereinigten Staaten und Europa.“ Sie sei in den letzten Jahren mehrmals nach China gereist und sehr beeindruckt von den Fortschritten Chinas. Sie begrüßte auch, daß Beijing neue Institutionen gegründet hat, um Projekte in Entwicklungsländern zu finanzieren.


Präsident Xi skizziert Chinas Entwicklungsperspektive für die nächsten 30 Jahre

Am 18. Oktober eröffnete Chinas Präsident Xi Jinping den 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) mit einer erfrischend optimistischen Rede. Er beschrieb darin eine ehrgeizige Strategie für den weiteren Fortschritt der chinesischen Volkswirtschaft als Beitrag zur Verwirklichung der „gemeinsamen Bestimmung der Menschheit und von dauerhaftem Frieden und Stabilität“ auf der Welt.

Da die europäischen Medien meist ein Zerrbild Xis liefern („Stalinist“, „brutaler Diktator“, „Welteroberungsdrang“ etc.), geben wir einige Kernaussagen seiner Rede wieder.

Angesichts der spektakulären Fortschritte Chinas in den letzten 30 Jahren ist zu erwarten, daß die von ihm dargelegten ehrgeizigen Ziele bis zur Hundertjahrfeier der Gründung der Volksrepublik China 2049 tatsächlich verwirklicht werden.

Xi begann mit einem Rückblick auf die Entwicklung der letzten fünf Jahre, seit er Generalsekretär wurde. Er erinnerte an die starke Ausweitung der Mittelschicht in der chinesischen Gesellschaft und an die großen Fortschritte in den vorher rückständigen zentralen und westlichen Landesteilen. Der erfolgreiche Kampf gegen die Armut sei „beeindruckend“. Seit Ende 2012 wurden etwa 60 Mio. Menschen aus der Armut befreit, und für die übrigen 43 Mio. Armen soll dies bis 2020 erreicht sein. (In den letzten 30 Jahren wurden 700 Mio. Chinesen über die Armutsgrenze gehoben, eine in der Geschichte beispiellose Errungenschaft.)

Gleichzeitig habe die Kommunistische Partei strikte Verhaltensregeln durchgesetzt, eine „Abschreckung vor Korruption“ geschaffen und so zwei Probleme gelöst, die eine Gefahr für sie waren. Zudem sei Chinas „Einfluß auf der Welt gestiegen wie nie zuvor“.

Für die Zukunft gab Xi ein dramatisch beschleunigtes Entwicklungstempo vor. China hat sich zwei Jahrhundertziele gesetzt:

1. bis 2020 eine mäßig wohlhabende Gesellschaft ohne extreme Armut schaffen, und
2. bis 2050 aus China ein „starkes, demokratisches, zivilisiertes, harmonisches und modernes sozialistisches Land machen“.

Von 2020-35 soll China die vollständige Modernisierung erreichen, um sich dann von 2035-50 in eine „großartige Gesellschaft“ zu verwandeln, womit China „neue Höhen erreicht“. Dann werde das Volk wohlhabender und sicherer leben, und China werde eine starke, demokratische, kulturell fortgeschrittene, harmonische und schöne Nation sein, und es werde ein vollwertiges aktives Mitglied in der Gemeinschaft der Nationen sein. Diese Ziele zu verwirklichen, werde „kein Spaziergang“ sein, unterstrich Xi, aber man werde es schaffen.

So wenig man anderen den eigenen Weg aufdrängen wolle, sei die KP niemals daran interessiert gewesen, ein fremdes Gesellschaftsmodell zu übernehmen, sondern man wolle einen der Geschichte und Kultur Chinas angemessenen „Sozialismus mit chinesischen Eigenschaften“ verwirklichen. Er ermunterte die Zuhörer (die Rede wurde live im ganzen Land gesendet), weiter die großen Traditionen des chinesischen Denkens aus seiner 5000jährigen Geschichte wiederzubeleben.

International werde China sich weiter öffnen und durch die Gürtel- und Straßen-Initiative die Zusammenarbeit fördern, um eine „Nationengemeinschaft mit einer von allen geteilten Zukunft“ zu schaffen. Jede Nation habe das „Recht, ihren eigenen Weg zu finden”, Entwicklung dürfe niemals „auf Kosten anderer“ angestrebt werden.
Xi sprach auch über Chinas jüngste wissenschaftliche Durchbrüche und über die notwendige Förderung des „Forschergeists“ in der Bevölkerung.


Neue Seidenstraße verspricht Italiens Häfen große Zukunft

Der Vorsitzende des italienischen Reederverbands Confitarma, Mario Matteoli, hält die Neue Seidenstraße für eine große Wachstumschance vor allem für Italiens Häfen, da diese der bevorzugte Zugang für Waren aus Asien nach Europa wären, während heute noch Schiffsladungen überwiegend in Nordeuropa gelöscht werden, bevor sie weiter nach Zentral-und Südeuropa gelangen.

„Das Belt-and-Road-Projekt ist natürlich herausfordernd und beängstigend zugleich,“ sagte Matteoli, „aber ich denke, die italienischen Akteure sollten sich dieser großen Gelegenheit bewußt sein, denn anstatt am Ende der Kette zu sein, könnten wir die Richtung der Warenflüsse umkehren. Viele Industriebetriebe im Norden Italiens importieren Waren aus Häfen in Deutschland und den Niederlanden, aber die neuen Infrastrukturprojekte könnten diesen Trend umkehren, und Italien könnte dann die Eingangsstelle für Waren zur Weiterverteilung in den Norden werden… Wir als Reeder müssen uns [an der Neuen Seidenstraße] beteiligen, um für die zukünftigen Generationen eine bessere Welt zu schaffen.“


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