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Daniel GT

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Offener Brief von Lynn Yen an klassische Künstler überall auf der Welt!

Friedrich Schiller hat einmal geschrieben, daß „es die Schönheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert”. Er spricht hier nicht nur von bloßer äußerer Schönheit, sondern von der tieferen Schönheit des Geistes, eines Geistes, der schöner wird durch seine Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und gleichzeitig seine inneren, edelsten Absichten auszudrücken. Das ist das Geschenk und das Recht, das wir jungen Menschen auf der ganzen Welt, die die Zukunft der Menschheit sind, geben müssen. Das schulden wir ihnen, genauso wie den Dichtern in allen Formen von Kunst und Wissenschaft, die für uns die klassische Kultur geschaffen haben, nicht als Sammlung von Regeln, sondern als Prinzipien des Denkens, welche die Menschheit in ein besseres, produktiveres, glücklicheres Leben führen.

Am 13. Mai 2012 gab der Meisterpianist Tian Jiang ein Konzert im Stern-Auditorium der Carnegie Hall. Mehr als 1700 Schüler, Eltern und Lehrer aus über 80 öffentlichen Schulen aus New York City und Umgebung, von denen die meisten noch nie zuvor in der Carnegie Hall gewesen waren und viele vielleicht auch noch nie zuvor klassische Musik gehört hatten, teilten die Freude, die der Geist empfindet, wenn die Schönheit menschlicher Emotion und menschlichen Intellekts eins werden. In einem Programm mit Bach, Mozart, Beethoven, Brahms und Chopin, das fast zwei Jahrhunderte Komposition und fast zweieinhalb Stunden Aufführung umfaßte, gab es gebanntes Schweigen, langandauernden Applaus und stehende Ovationen eines Publikums, das nach der heute gängigen Meinung vermeintlich „unfähig ist, klassische Musik zu verstehen oder sich dafür zu interessieren.“ Selbst zwei- und dreijährige Kleinkinder lauschten aufmerksam während der gesamten Aufführung von Mozarts Fantasie in c-moll, Beethovens „Appassionata“ und Brahms’ Händel-Variationen.

Nach diesem Konzert erhielten wir zahlreiche Briefe von Lehrern, Eltern und Schülern, die um mehr Gelegenheiten zu solcher Nahrung für Geist und Seele baten. Daher dachten wir uns: Warum verwirklichen wir nicht den Wunsch und die Absicht, die Dr. Martin Luther King in seiner Rede bei der Entgegennahme des Nobelpreises so ausdrückte: „Ich habe die Kühnheit, daran zu glauben, daß Völker überall auf der Welt drei Mahlzeiten täglich für ihren Körper, Bildung und Kultur für ihren Geist und Würde, Gleichheit und Freiheit für ihre Seele haben können.“

Die Stiftung für die Wiederbelebung der klassischen Kultur ruft alle klassischen und klassisch ausgebildeten Musiker auf der Welt auf, ihre Zeit einzubringen und sich zusammen mit uns daran zu beteiligen, der Jugend der Welt große klassische Kompositionen nach der strengen platonischen Ästhetik und besten Schillerschen Empfindung aufzuführen und zu lehren. Laßt uns in allen großen Städten Amerikas und darüber hinaus die Ausübung der klassischen Kultur wiederbeleben, zur Veredelung der Menschheit und aus Liebe zu unseren eigenen Kindern und zu allen Kindern.

— Lynn Yen
(Executive Director, Foundation for the Revival of Classical Culture, New York)

Leitbild

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Die gesamte Zivilisation droht diese schlimmste Krise der Neuzeit nicht zu überleben: Wir erleben eine anhaltende Desintegration der Weltwirtschaft, welche eine militärischen Konfrontation zwischen den Nuklearmächten immer wahrscheinlicher werden lässt, was wiederum durch den Zerfall der Kultur noch verstärkt wird.

Zum Jahresbeginn 2013 hat das Schiller-Institut nun eine neue, mehrsprachige Internetpräsenz eröffnet, worin vor allem die erfolgreiche jüngste Konferenz des Schiller-Instituts in Flörsheim am Main mit dem Titel Ein neues Paradigma für das Überleben der Zivilisation dokumentiert wird.

Diese Internetseite ist unter newparadigm.schillerinstitute.com abrufbar.

Darunter finden sich Beiträge zu den Themen:

  • Großraum Nahost: Auslöser für einen Dritten Weltkrieg oder für den Beginn einer neuen Ära?
  • Raumfahrt und die gemeinsamen Ziele der Menschheit
  • Die Alternative zu Weltkrieg und Chaos
  • Es gibt ein Leben nach dem Euro! Was für ein Europa wollen wir?
  • Eine Renaissance der klassischen Kultur in Europa

Ein weiteres Kernstück dieser Konferenz ist ebenfalls verfügbar: ein klassisches Konzert mit Werken von Ignaz Lachner, Giuseppe Verdi und Ludwig van Beethoven, aufgeführt von Musikern des Schiller-Instituts.

Diese Internetseite soll darüber hinaus als Plattform für den nötigen Ideenaustausch dienen, um so dem Paradigmenwandel eine reale Gestalt zu geben.

Alle Bereiche der Gesellschaft müssen in dieser Krisenzeit zusammenwirken – die wissenschaftliche Forschung, die Ingenieurskunst, die Landwirtschaft und die klassische Kunst. Nur so kann ein drohender Weltkrieg abgewendet sowie Armut und Hunger in der Welt überwunden werden. Der Mensch kann sich so darauf konzentrieren, den Weltraum zu erobern und die Jugendgeneration durch Werke der Schönheit zu inspirieren. Dafür sind alle Talente gefragt!

Nehmen Sie sich bitte die Zeit, um die Beiträge dieser Konferenz auf der neuen Internetseite anzusehen. Sie finden dort auch verschiedene Möglichkeiten für die Diskussion, Verbreitung und Vertiefung der Inhalte.


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